Lauras Veilchen

05.07.2007 um 18:11 Uhr

Begnüge dich Liebste

von: Laurali   Kategorie: Spaß

 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
Begnüge dich Liebste
 
 
An Eveline

Wohl kann ich dich zum Schokoladenladen laden,
Doch nicht mit dir in Baden-Baden baden.
Ich kann dir nicht, was andere schenken, schenken
Und nicht die Welt aus den Gelenken lenken.
Du darfst dich nicht auf Schmuck und Spitzen spitzen,
Wirst nicht mit mir auf goldnen Sitzen sitzen.
Jedoch des Dichters Habe habe,
Vermag es, dass dich and're Labe labe;
Schon fühl ich es von Liederkeimen keimen,
Ich will sie dir in goldnen Reimen reimen,
Dass dir gar lieblich ihr Getöne töne,
Und dich der Verse Schmuck verschöne, Schöne.


Heinrich Seidel 1842-1906

 

05.07.2007 um 13:39 Uhr

Hinter dem Horizont verborgen

von: Laurali   Kategorie: Himmel und Meer

 

 

Hinter dem Horizont verborgen
gibt es kein „Heute" oder „Morgen"
wo weiße Wasser nordwärts liegen
wo fremde Vögel drüber fliegen
niemand kennt genau die Stelle
wo die bunten Wasserfälle
über Edelsteine rauschen
Flaggen sich im Winde bauschen
aus unbekanntem Stoff gewoben
hier sind die Zeiten ganz verschoben
Sonnenstrahlen türkis scheinen
und weder Tränen noch das Weinen
sind hier in diesem Land bekannt
Winde wehen hier nur leise
auf eine wunderbare Weise
ist Musik im Ätherraum
Vergangenheit ist nur ein Traum
die Zukunft ist die Ewigkeit
und sie kennt keine Traurigkeit
Ideen fliegen durch die Luft
betört durch Orchideenduft
der Weg dahin ist gar nicht weit
das Eingangstor bewacht die Zeit
die dir den Einlass nur gewährt
wenn deine Seele dies begehrt
der Schlüssel liegt in deiner Hand
und durch die blaue Nebelwand
trittst du ein in das Vergessen
als hättest du gar nichts besessen
nur dieses Wissen und das Sehnen
an diesen einen Ort zu gehen.

(Chang Shambhala)


04.07.2007 um 10:51 Uhr

Erotisches Wechselspiel

von: Laurali   Kategorie: Spaß

Erotisches Wechselspiel
Sie lagen hinterm Gartenzaun
und waren lieblich anzuschaun.
Fürwahr, ein Pärchen wundervoll,
die Gurke Knill und Kürbis Knoll.
Er schielte schon seit langer Zeit
verliebt hin zu der Gurkenmaid
und brachte ihr ein Ständchen still:
"Dein ist mein Herz, geliebte Knill."
Sie aber sagt mit stolzem Blick:
"Nee, nee, Sie sind mir viel zu dick.
Verehrter Herr, Sie sind wohl toll.
Das Fett muß weg, mein lieber Knoll!"
Er grämte sich und härmte sich
und schwärmte innig-minniglich.
Er schwoll und schwoll noch Zoll um Zoll.
Schwermütig weinte Kürbis Knoll.
Doch nach und nach und mit der Zeit
war aus der schlanken Gurkenmaid
ein ganz verschrobenes Idyll,
und Runzeln kriegte Fräulein Knill.
So kam denn auch im Lauf der Zeit
der Ausgleich der Gerechtigkeit.
Sie wölbte sich und wurde krumm,
und Wärzlein wuchsen ringsherum.
Die Warzen wuchsen schnell heran
und an den Warzen Borsten dran.
Auch Falten kamen ebenso
vorn an der Nase und am Po.
In einer lauen Sommernacht
ihr Hochmut ward zu Fall gebracht.
Sie seufzt: "Wenn du noch willst - ich will."
Da grinste Knoll, es schmollte Knill.
Der dicke Kürbis neckte sie:
"Schön siehste aus, du Borstenvieh.
Das kommt davon, siehst du, mein Gold:
Warum hast du nicht längst gewollt?"
Sie schlug verschämt die Augen zu
und lispelte: "Ach, du Loser,du."

Bald färbt der Herbst die Blätter braun,
und es wird still am Gartenzaun.
Der Gärtner pflückt die Körbe voll,
er pflückte Knill und auch den Knoll.
Nun schwelgten beide, Kopf an Kopf,
vereint im großen Einmachtopf,
in Zucker, Essig, Öl und Dill,
sowohl der Knoll wie auch die Knill.
So geht es auch im Leben oft:
Was man erwünscht und was man hofft,
das kommt so - wie es kommen soll,
genau wie hier bei Knill und Knoll.
Die Schönheit schwindet mit der Zeit.
Die Liebe währt in Ewigkeit
bei Gurken und bei Damen.
Amen

(Fred Endrikat)
 
 
 
 
 

Bei mir im Garten umgarnten sie sich nicht,
nein, sie umrankten sich...
hielten zusammen fest mit Ranken..
wollt ich es ihnen Danken?.
Nur war es Knoll und Knill,
ich weiss es nicht..
sie warn so still.

liebe Gruesse

Sternenschein 

 

02.07.2007 um 04:48 Uhr

Sterne und Träume

von: Laurali   Kategorie: Himmel und Meer

Vollmondnacht

 

 

Ich hänge meine Sorgen
an die Sichel des Mondes
stemme mich gegen den Wind der Angst
laufe um die Wette
mit den Wellen der Zeit
locke die Sonne nach dem Wolkenbruch
und gehe meinen Weg
über die Farben des Regenbogens


nach Gerhard Eberts


 

 

Meine Träume sind meine.
Deine Träume sind Deine.
Jeder denkt und träumt für sich alleine.
Reden können wir gemeinsam,
mal fröhlich und mal einsam.
Aber Schweigen, können wir

das auch gemeinsam?

Jürgen Kraußlach

 

 

 

Sterne und Träume

 

Weißt Du noch,
wie ich Dir die Sterne vom Himmel
holen wollte,
um uns einen Traum zu erfüllen?
Aber
Du meintest,
sie hingen viel zu hoch ...!
Gestern
streckte ich mich zufällig
dem Himmel entgegen,
und ein Stern fiel
in meine Hand hinein.
Er war noch warm
und zeigte mir,
daß Träume vielleicht nicht sofort
in Erfüllung gehen;
aber irgendwann ...?!

 

- Markus Bomhard -
* * *

Vollmondnacht

Mondfahrt

Schien das süße Mondenlicht
Über Berg und Tal hin wie Opal;
Schläft mein Leib, doch meine Seele spricht:
Nimm mich mit dir, bleicher Strahl!

In dem silberhellen Kahn
Fliegt sie lautlos durch die Nacht dahin,
Wie am Himmel zarte Wolken ziehn,
Wie ein weiß beschwingter Schwan.

Fliegt zu meines Gatten Haus,
Wo er liegt und schläft, das schöne Bild.
»Kommt ein Traum, der meine Sehnsucht stillt?
Wie mein Liebchen sieht er aus.«

- Bin kein Traum, bin dein Gemahl;
Bin kein Traum, bin dein geliebtes Weib;
Schmiegen will ich mich an deinen Leib
Und dich küssen hundertmal.

Ricarda Huch

 

 

Vollmondnacht


Vollmondnacht

Der Mond zieht nachts seine Bahnen
mystisch um die Erde stolz und schön
sein Lächeln können Menschen nur erahnen
doch Niemand hat den Mann im Mond geseh'n

Was kümmerts ihn, wenn der Hund ihn anbellt
sein Blick fällt weiterhin durchs Fenster
Beobachtet augenzwinkernd die ganze Welt
Man sieht schon Schatten und Gespenster.

Der gute Mond wird weiter uns behüten
die wir schlaflos, die kalte Nacht verbracht
wollen weiter poetische Verse ausbrüten
in dieser zauberhaften Vollmondnacht.

© Laura
 
 
 

Vollmond

Vollmond mach die Augen zu,
leg dich hin wie ich es tu.
Deine Kreise stör ich nicht,
streust du heute Nacht kein Licht.

Lass uns Frieden schließen, Mond,
weil sich kämpfen doch nicht lohnt.
Was, du willst nicht? Spottest Hohn?
Dann halt nicht, du Lumpensohn.

Dieses mal bin ich gefeit:
Hab mein Mondgeschütz bereit,
bin gewappnet für die Nacht.
Wirst schon merken, wenn es kracht.

Mond, ich schreib dich einfach ab!
Hältst du weiter mich auf Trab,
widme ich dir ein Sonnet ...
Mond, gib auf. Und geh zu Bett.


mit freundlicher Erlaubnis
stattkatze
* * *
´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´
Foto: Ursula Holly
Tanzende Elfen

01.07.2007 um 17:06 Uhr

Die Kunst der kleinen Schritte

von: Laurali   Kategorie: Weisheit









Die Kunst der kleinen Schritte

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung.
Schenk' mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.

Schenk' mir die nüchterne Erkenntnis,
daß Schwierigkeiten, Niederlagen, Mißerfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

Erinn're mich daran,
daß das Herz oft gegen den Verstand streikt.

Schick' mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat,
die Wahrheit in Liebe zu sagen.

Du weißt,
wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.

Bewahre mich vor der Angst,
Ich könnte das Leben versäumen.

Gib mir nicht,
was ich mir wünsche,
sondern das,
was ich brauche.

von Antoine de Saint-Exupéry

01.07.2007 um 16:18 Uhr

Mohnblumen so rot

von: Laurali   Kategorie: Sommerfeeling

 
 
 
 
 
 
"Lady in red "

„Lady in red" voll Lebenslust
ganz in Rot wie lohendes Feuer
tanzt Frau Mohn im Abendwind
tanzt in einem roten Schleier
Das Herz pocht wild in ihrer Brust
Überall ein leichtes Raunen
wo kommen nur die Farben her
bunter Schmetterling als Freier
begleitet sie im Traum geschwind
Neidlos müssen alle staunen
Wunder werden immer mehr
kann es denn noch Schöneres geben
rauschendes Lied im Abendwind
Freude, Tanzen, Liebe, Leben
Fröhlichkeit die Welt durchdringt
der Freude Klang geht mit dem Wind
wenn nur der Augenblick so bliebe
doch alles geht vorbei, vorbei
vorbei die vielen jungen Triebe


© Laura
Die Leuchtkraft des Mohns
Die Zartheit seiner Blüte
Schmetterlingsflügel

* * *

Endloses Mohn Meer
ich schließe meine Augen
roter Farbenrausch
* * *
Mohnblumen so rot
Ein Feuerwerk der Sinne
Wiesen und Felder

Laura

 





Klatschmohn
der feurig rote Jubelschrei
des Sommers.

©Josef Anton Duffner
wortspiel


*   *    *

 

Für viele

Wie viel Schönheit ist auf Erden
Unscheinbar verstreut;
Möcht ich immer mehr
des inne werden;
Wie viel Schönheit,
die den Taglärm scheut,
In bescheidnen alt
und jungen Herzen!
Ist es auch ein Duft
von Blumen nur,
Macht es holder
doch der Erde Flur
Wie ein Lächeln
unter vielen Schmerzen.

(Chr. Morgenstern)

 

 

 




Grell roter Klatschmohn
Traumblüte ein Blütentraum
Wiege der Elfen

Rettet
die Elfen,
sie sind kleine
Zauberwesen, die uns glücklich
machen.

Zart
gesponnener Nebelschleier
ein nächtlicher Hauch
verzaubertes Lächeln im Traum
Elfenmusik





01.07.2007 um 11:22 Uhr

Rosen

von: Laurali   Kategorie: Sommerfeeling

 


 

Wie geschickt

"Wie geschickt verdeckt die Erde
jede Falte ihres unvorstellbar hohen Alters
unter Rosen."

Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

 

 

glücksmomente

 

Ich
liebe Rosen
in allen herrlichen Farben
und weiß, dass sie
stechen

 

 

 

 


Rosenträume


Um dich hab ich all meine Träume gewunden
hab sie aufgetürmt und mit Rosen besteckt.
An ihnen hab ich mich wund geschunden
jeder Dorn hat neue Sehnsucht geweckt.

Hab im Dunkeln versucht, dich ins Helle zu tauchen
und den Lichtblick dabei im Finstern verlorn.
Sah im Rosenturm all meine Träume verrauchen
der Wunsch nach Freisein ward wieder geborn.

Gerti Kurth

 

glücksmomente

 


Eine
Rosenblüte beginnt,
vom Morgentau befeuchtet,
ihre Blütenblätter zu öffnen
Rosenduft

© Laura

 

 

Der Rosenbusch

Es haben meine wilden Rosen
- erschauernd vor dem Hauch der Nacht -
die windeleichten, lichten losen
Blüten behutsam zugemacht.

Doch sind sie so voll Licht gesogen,
dass es wie Schleier sie umweht,
und dass die Nacht in scheuem Bogen
am Rosenbusch vorübergeht.

(Hermann Claudius)
* * *

Ermutigung zum Träumen
Der Traum des Lebens hüllt mich ein
Ich schwebe in die Ferne
Phantasie wäscht Sorgen rein
D'rum träume ich so gerne.
Ein Wort, ein Lied, ein Augenblick
weckt Bilder in der Seele
Ein Lächeln bringt mir kleines Glück
wenn ich die Schmerzen zähle
Wenn mich die Wirklichkeit erdrückt
hält Träumen mich am Leben
Der Zärtlichkeit, die mich entzückt
will ich mich ganz ergeben
Wenn meine Zeit auf dieser Welt
einst endet wie der Raum ist das,
was mich am Leben hält
wohl nicht die Tat -
es ist der Traum

 

http://nonnepaula.uboot.com/blog/verse/rss




 

glücksmomente

 

Rose du,
zartblättrig gefaltet
in duftendem Geheimnis
beige-transparent
bis tief rot schimmernd
wohlgestaltet.
Deine Blütenknospen frisch
neben ausgereiften Blütenblättern,
grüne Stengel
dornenbesetzt,
gleich lanzenbewaffneten Rittern.
Die schützen Dich,
stechen mich,
wehren deine wunderbare
süss duftende Pracht.
Bewundere in Deiner Schönheit dich -
doch nehm' mich auch
vor ihr in Acht.

© K.sz.

 

http://www.ksz-gedichte.de/sommer/schmetter.html

 

 

 

Rosen


Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings,
in stillen Gärten stehn-
oh, wer um alle wüsste,
müsste wie im Rausch
durchs Leben gehn.

Christian Morgenstern

 

 

 

glücksmomente

 

Die Rose

Ein Knospenkelch
öffnet sich
Blatt weicht von Blatt
und hält es doch umfangen.
Lebendes Seidenporzellan -
ihr Anblick, ihr Duft
läßt lächelnd aufatmen.

Else Pannek

 

 

glücksmomente

 



Die meisten Menschen
wissen gar nicht, wie schön die Welt ist
und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen,
in irgendeiner Blume, einem Stein,
einer Baumrinde oder
einem Birkenblatt sich offenbart.
Die erwachsenen Menschen,
die Geschäfte und Sorgen haben
und sich mit lauter Kleinigkeiten quälen,
verlieren nämlich ganz den Blick
für diese Reichtümer,
welche die Kinder,
wenn sie aufmerksam und gut sind,
bald bemerken und mit
dem ganzen Herzen lieben.

Rainer Maria Rilke (1875- 1926)

 

 



Dass jede Rose Dornen hat
Scheint mir kein Grund zu klagen
Solange uns die Dornen nur
Auch weiter Rosen tragen

Mascha Kaleko

* * *

Sommertag

Mein Haus wiegt sich im Strom der Zeit.
Im Garten Gezwitscher, Gefunkel.
Stille, Bläue.
Grün lächelt die Katze
und golden die Rose mir zu.

Blättchen 

 

 

 

01.07.2007 um 07:18 Uhr

Leise, ganz Leise

von: Laurali   Kategorie: Himmel und Meer

Leise
Leise, ganz leise
Sag mir ein Wort,
ein kleines nur,
hauch es mir ins Ohr!
Füll mir den Fingerhut
mit kostbaren Tropfen
aus süßem Mandelöl!
Zupf leise die Engelsharfe,
ganz leise,
lass die Saiten singen,
Klänge für Zeiten,
in denen jeder Ton verstummt,
kein Laut zu mir dringt!
Wenn von Engelsfingern berührt
wieder die Harfe anhebt,
erkenne ich Silben,
verstehe den Sinn.
Dann erwidre ich die leise Musik,
flüstre dir ein Wort ins Ohr.

(Koloman Stumpfögger)


Stockrosen blühen
Träume Wunder in Pastell
gib dem Tag Flügel

© Laura