Der
Schmetterling
Es war einmal
ein buntes Ding,
ein so genannter Schmetterling,
der war ein Falter
recht sorglos für sein Alter.
Er nippte
hier und nippte dort,
und war er satt, so flog er fort,
flog zu den Hyazinthen
und guckte nicht nach hinten.
Er dachte
nämlich nicht daran,
dass was von hinten kommen kann.
So kam's, daß dieser Schmetterling
verwundert war, als man ihn fing.
Heinz Erhardt
Nichts ist so flüchtig wie eine Wolke von Duft,
ein Hauch, der vorüberweht.
Nichts ist so unsichtbar wie der Duft einer Rose
und doch berührt er tief unser Herz.
Wir können die Düfte nicht fassen,
nicht festhalten.
Wolken aus Duft
wir können uns nur dem
Zauber des Augenblicks hingeben,
wenn Schönheit und Vergänglichkeit
so eng zusammenliegen,
dann spiegeln sie sich in unserer Seele
und berühren diese tief.
Ein Sonnenstrahl auf einem Tautropfen,
ein Schmetterling,
der die Blumen schaukelt, ein Blick,
eine zarte Berührung,
der Duft einer Blume,
sie lehren uns die Schönheit des Moments
und der Veränderung.
Wir können loslassen und entdecken
die Kunst des Augenblicks,
der uns zeitlos geworden mit Heiterkeit erfüllt.
gelesen in Poesie der Düfte
Schmetterlinge
wer schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie wolken schmecken.
der wird im mondschein, ungestört
von furcht, die nacht entdecken. ...
der wird zur pflanze,
wenn er will.
zum tier, zum narr, zum weisen.
und kann in einer stunde
durch das ganze weltall reisen. ...
der weiß, dass er nichts weiß,
wie alle anderen auch nichts wissen.
nur weiß er, was die anderen,
und auch er noch lernen müssen. ...
wer in sich fremde ufer spürt
und mut hat sich zu recken;
der wird allmählich, ungestört
von furcht, sich selbst entdecken.
abwärts zu den gipfeln seiner selbst
blickt er hinauf.
den kampf mit seiner unterwelt
nimmt er gelassen auf. ...
wer mit sich selbst in frieden lebt,
der wird genauso sterben:
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine erben.
(Novalis)