wie auch des Lebens Würfel fällt
Stimmung: gut
Wie auch des Lebens Würfel fällt,
dankt denen, die euch heiter machen.
Nichts ist gesünder auf der Welt,
als ab und zu sich krank zu lachen
Gerlinde
Stimmung: gut
Wie auch des Lebens Würfel fällt,
dankt denen, die euch heiter machen.
Nichts ist gesünder auf der Welt,
als ab und zu sich krank zu lachen
Gerlinde
Mallorca
Träume sind Schäume
Vielleicht ist ein kleines Wort
© Laura
Seifenblase
Schillernder Traum zart,
durchsichtig empfindliche Illusion
Spiegelt Buntheit
Regenbogenfarben unvergleichlich schön
Wunderbares Gebilde
lebt für die Phantasie als Illusion
Hergezaubert aus dem Nichts
verschwunden im Nichts
Die Schönheit und Nutzlosigkeit
dieses schillernden Wunders
berührt meine Seele
Dietlinde Heider
Seifenblasen sind wie Träume,
die leicht durch den Wind schweben.
Wünsche,
die in bunten Farben schillern -
große Gefühle, glitzerndes Glück
in der kurzen Schönheit
des Augenblicks.
Verf. unbek.
Schwein gehabt
Es gibt
Glücksschweine,
miese Schweine,
arme Schweine,
Stachelschweine
und es gab
unsere Schweine
fOTO: meine Cousine mit unseren Schweinen,
darauf waren meine Eltern immer mächtig stolz!
* * *

Auch mein Wunsch
Laura
* * *
Gehirnjogging
*
Wie bleibe ich geistig optimal fit?
Gehirn einschalten auf Schritt und Tritt.
Man erfreut sich seiner Talente
und genießt die lichten Momente.
Was verarbeitet die kleine Denkerstirn?
Trainiere ich noch mein Gehirn?
Ich wußte nicht, daß ich im Stehen
viel intelligenter dann beim Gehen!
Oh, das ist der helle Wahnsinn!
Bring ich den Körper dann ins Schwitzen
bin ich verfolgt von Geistesblitzen,
so kommt mein Gehirn in Schwung!
Die Regel gilt für alt und jung.
Wer seinen Geist nur wenig nutzt,
ist eines Tages ganz verdutzt,
erkennt er sich ganz dusselig,
vergesslich und auch schusselig.
Lebt das Leben nicht im Schlummer,
lös` Probleme, sei kein Dummer.
Es endet manch` kleiner Pfiffikus,
im Alter dann als Genius!
@ Laura
| |
Ich liebe...:
Ich liebe meine Kinder und Enkelkinder über alles,
ich würde zum Tiger, wenn man ihnen Böses antäte!
Ich liebe meine Heimat unser altes Haus
Ich liebe kleine Elfchen, Teddybären, Bücher
und Poesie
Ich liebe die Wolken, den Horizont
und das Meer
Man erkennt mich an...:
denn ich bin eine Stierfrau
Stiere sind behäbig,
ordnungsliebend( ich freue mich wie doof,
wenn ich etwas wieder finde.....),
treu,(ist ja klar)
bodenständig. Ich lebe mein ganzes Leben
schon im selben Haus, es ist das Haus meiner
Eltern,

Wenn
unser altes Haus sprechen könnte,
würde es eine Menge erzählen.
Doch manchmal schwebe ich auf einer
rosa Wolke, es ist wie eine Flucht
auf eine kleine Insel,
auf der ich dann einfach abschalte,
ab und zu purzele ich dann
wieder auf die Erde und muss zum Doktor!
Leider bin ich nicht ganz gesund.
Oft frage ich mich, warum ich, warum?
Weißt du,
warum der liebe Gott
den Menschen zwei Augen gegeben hat? -
Damit man auch
mal eines zudrücken kann!
Verf.unbek.

Der Schmetterling
Es war einmal
ein buntes Ding,
ein so genannter Schmetterling,
der war ein Falter
recht sorglos für sein Alter.
Er nippte
hier und nippte dort,
und war er satt, so flog er fort,
flog zu den Hyazinthen
und guckte nicht nach hinten.
Er dachte
nämlich nicht daran,
dass was von hinten kommen kann.
So kam's, daß dieser Schmetterling
verwundert war, als man ihn fing.
Heinz Erhardt
Schmetterlinge
wer schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie wolken schmecken.
der wird im mondschein, ungestört
von furcht, die nacht entdecken. ...
der wird zur pflanze,
wenn er will.
zum tier, zum narr, zum weisen.
und kann in einer stunde
durch das ganze weltall reisen. ...
der weiß, dass er nichts weiß,
wie alle anderen auch nichts wissen.
nur weiß er, was die anderen,
und auch er noch lernen müssen. ...
wer in sich fremde ufer spürt
und mut hat sich zu recken;
der wird allmählich, ungestört
von furcht, sich selbst entdecken.
abwärts zu den gipfeln seiner selbst
blickt er hinauf.
den kampf mit seiner unterwelt
nimmt er gelassen auf. ...
wer mit sich selbst in frieden lebt,
der wird genauso sterben:
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine erben.
(Novalis)
Ich weiß das graue und nasse Wetter
wird nicht anhalten
die Sonne hat sich nur
hinter den Wolken versteckt
Laura

Geschenktes Lächeln
Nachhaltiger Sonnenstrahl
Sehnsuchtsmelodie
laura, 
Mein Urgroßvater und ich
Mein Urgroßvater war ein weiser Mann. Als er fünfundsechzig Jahre alt
war, zog er das Boot und die Fangkörbe, mit denen er sei Leben lang
Hummer gefangen hatte, an Land und fing zu drechseln an. Er drechselte
Drehkreisel und Gedichte für Kinder, was - wie jeder zugeben muss -
eine weise Beschäftigung ist.
Zu meiner Zeit, das heißt, als ich zehn Jahre zählte, war mein
Urgroßvater bereits vierundachtzig. Aber er drechselte immer noch-
allerdings mehr Gedichte als Drehkreisel.

Er wohnte auf dem Oberland der Insel Helgoland bei seiner Tochter, die
meine Großmutter war und die ich, weil sie oben auf dem Felsen
Helgolands wohnte, die Ober-Großmutter nannte.
Meine andere Großmutter, die auf dem Unterland am Fuße des Felsens
wohnte, nannte ich Unter-Großmutter, aber die kommt erst später dran.
Jetzt will ich von meiner Ober Großmutter reden, bei der mein
Urgroßvater wohnte. Sie hatten ein Haus in Trafalgarstraße auf dem
Oberland. Aber mein Urgroßvater verbrachte fast alle Tage vom frühen
Morgen bis zu späten Abend in der Hummerbude, die dem Wohnhaus
gegenüber auf der anderen Straßenseite stand. Hier besuchte ich ihn, so
oft ich konnte. Wir drechselten dort zusammen, aber keine Kreisel,
sondern Reime.
Eines Tages bekamen meine Schwestern Anneken und Johanneken Masern. Das
ist zwar eine ärgerliche Krankheit, aber Anneken und Johanneken, die
bald kein Fieber mehr hatten und gar keine Schmerzen, fanden die Masern
am Ende ganz hübsch. Sie brauchten nicht zur Schule zu gehen, konnten
den lieben langen Tag mit ihren Puppen spielen und bekamen obendrein
noch Leckereien von Nachbarn und Verwandten.

Den größten Vorteil von den Masern aber hatte ich. Weil es nämlich eine
ansteckende Krankheit ist, wurde ich umquartiert. Man schickte mich in
Trafalgarstraße zu meiner Ober-Großmutter und meinem Urgroßvater.
„ Hallo, Boy!" rief er, als ich mit Sack und Pack dort angezogen kam. „Willst du das Schiff wechseln?"
„Jawoll Käptn!" antwortete ich und legte die linke Hand an die Pudelmütze.
„ Man grüßt mit der rechten Hand", sagte mein Urgroßvater. Er zeigte
auf meine Ober- Großmutter, die darüber verdrießlich den Kopf
schüttelte und „dummes Zeug" brummte.
Meine Ober-Großmutter, die oben auf dem Inselfelsen wohnte, war eine
ernste Frau. Seitdem ihr Mann, mein Großvater, einen richtigen
Motorkutter gekauft hatte und damit zwischen unserer Insel und dem
Festland hin- und her fuhr, war sie noch viel ernster geworden.
„Der Kutter frisst uns noch die Haare vom Kopf" sagte sie, als wir nach
dem Mittagessen in der Küche saßen. „Früher, als wir bloß die Schaluppe
hatten, brauchten wir jedes Jahr ein Knäuel Tauwerk, ein paar Planken,
zwei Eimer Farbe und ein paar Flicken für das Segel. Aber was wir jetzt
alles brauchen, du meine Güte, das kostet jeden Monat ein Vermögen!"
„Dafür verdient ihr fünfmal soviel wie früher", lachte mein Urgroßvater.

„Verdienen?" schrie meine Ober-Großmutter. „Nennst du das verdienen,
wenn ich jede Mark, die er mir bringt, gleich wieder hergeben muss für
Proviant? Ich möchte wissen, wer diese Berge von Proviant auf dem
Schiff eigentlich verzehrt! Davon könnten siebenundsiebzig
ausgehungerte Klabautermänner satt werden!"
„O je" flüsterte mein Urgroßvater mir zu.

„ Wenn sie von Klabautermännern anfängt, dann hört sie erst beim Jüngsten Gericht wieder auf. Komm wir verdrücken uns!"
Er stand und sagte: „Ich geh' drechseln, Margaretha, und den Kleinen nehme ich mit!"
„Ja, macht ihr euch nur aus dem Staube und lasst mich mit meinen Sorgen
allein", rief sie. „Das verstehen alle Männer. Und bring das dem Jungen
nur zeitig bei, damit er auch so ein Taugenichts wird wie du!"
Ich mischte mich in den Streit der Alten nie ein. Ich sagte: „Tschüss,
Ober-Großmutter" und wutschte hinter dem Urgroßvater zur Küchentür
hinaus.
„Wenn ihr Kaffee mit heißen Wecken haben wollt, müsst ihr um vier Uhr
rüberkommen!" schallte es hinter uns her; „ Ich setze keinen Fuß in
euer Sodom und Gomorra."
„Was ist denn Sodom und Gomorra, Urgroßvater?"
„Das waren zwei Städte, in den alles drunter- und drüber ging Boy. Du kannst es in der Bibel nachlesen."
„Aber was meint denn die Ober-Großmutter mit Sodom und Gomorra?" fragte ich.
„So nennt sie meine Werkstatt, Boy! Und nun setz' deine Pudelmütze auf. Wir müssen über die Straße.
Auf der Insel war immer Wind, und in die Trafalgarstraße konnten die
Winde vom Meer her ohne Umweg hineinpusten. Im Herbst, wenn die
Nordoststürme über die Insel fegten, war der Wind in den Gassen so
stark, dass ein kleines Kind wie ich sich bequem dagegen lehnen konnte,
ohne umzufallen.
An diesem Tage allerdings war es nicht so schlimm, denn wir hatten - obwohl es Ende September war -
mildes Wetter. Trotz dem waren meine Backen windgerötet, als ich die
vier Schritte über die Straße gegangen und mit dem Urgroßvater in seine
Hummerbude eingetreten war.

Ich wollte gleich die kleine Holztreppe hinauf klettern zur
Drechselwerkstatt im ersten Stock. Aber mein Urgroßvater sagte: "Zurück
Boy! Wir bleiben unten."
„Ich will mir nur ein paar Kreisel zum Spielen holen", rief ich und kletterte weiter die Leiter hinauf.
„Vorsicht! Die Lederne Lisbeth ist oben!" sagte mein Urgroßvater,
„Die Lederne Lisbeth" rief ich erschrocken. Und Schritt für Schritt stieg ich wieder abwärts.
„Du weißt doch, dass unser Hummerboot am Strand liegt" sagte mein
Urgroßvater. Und wenn das Boot nicht auf dem Wasser ist, wird die
Lederne Lisbeth in der Hummerbude untergebracht. Stimmt's?"
„Ach ja" sage ich und kletterte schnell die letzten Sprossen hinunter.

Die Lederne Lisbeth war eigentlich keine schlimme Frau. Sie war eine
lebensgroße Puppe aus Leder, die mein Urgroßvater auf dem Hamburger
Dom, dem Jahrmarkt, für viel Geld gekauft hatte. Sie lag seit vielen,
vielen Jahren in der kleinen Kajüte des Hummerbootes, das natürlich
auch Lederne Lisbeth hieß. Die Puppe war so eine Art Schutzgeist für
das Boot und daher eine achtbare Person. Aber die Erwachsenen erzählten
uns Kinder oft so gruselige Geschichten von ihr, dass sie uns nicht
ganz geheuer schien. Nur mein Urgroßvater, der erzählte keine
unheimlichen Geschichten. Er sagte „Das ist lauter dummer
Schnickschnack. Das Ding ist eine Puppe und weiter nichts. Basta!"
Trotzdem hatte er mir eben, als ich auf der Leiter stand, ein bisschen
bang machen wollen. Aber ich wusste schon, warum: Er wollte mich in die
Tienerbude locken. Denn wenn ich einmal oben in der Drechselwerkstatt
war, ließ ich mich so leicht nicht wieder herunter holen.
Ich folgte meinem Urgroßvater nun in die Tienerbude, in der runde oder
viereckige Körbe aus Holz und Tau standen, die mir damals bis fast an
die Brust reichten. Das waren die Tiener, mit denen man Hummer fängt.
Sie werden an langen Schnüren auf den Meeresgrund herunter gelassen,
und dort bleiben sie eine Nacht lang stehen. Durch die lange Leine, an
der sie sozusagen hängen, findet man sie leicht wieder. Die Leine ist
nämlich mit lauter Korkstücken besetzt.

Sie sieht aus wie eine Kette, auf der man Kümmelbrötchen aus Kork
aufgereiht hat. Oben über Wasser läuft die Leine in einen großen runden
Korken aus, auf dem ein bunter Wimpel flattert.
Mein Urgroßvater hat in seinem Leben viele Tiener angefertigt. Er hat
sie auch oft repariert, wenn die Stürme sie beschädigt hatten. Die
Werkstatt, in der er sie herstellte und ausbesserte, hieß die
Tienerbude, und hier machten wir es uns jetzt gemütlich. „Setz dich auf
die Korken, Boy!" sagte mein Urgroßvater.
Da ließ ich mich auf die länglichen aufgestapelten Korkplatten nieder,
aus denen man die Kümmelbrötchen für die Tienerleinen schnitzt. Mein
Urgroßvater nahm eine andere Korkplatte, die an der Wand lehnte, holte
sich das kurze, breite Messer und begann, Korken zu schnitzen, die er
in einen Wäschekorb warf.
„Ich habe Krischon Hinker einen Korb voll Tienerkorken versprochen",
sagte er, „Dabei können wir uns unterhalten und meinetwegen auch
reimen, wenn du willst!"
„O ja, reimen wir was!" sagte ich.
„Erst erzähle ich dir eine Geschichte", sagte mein Urgroßvater.
"Anschließend reimen wir zur Erholung ein bisschen. Du hast doch Lust
auf eine Geschichte?"
O ja, die hatte ich. Mein Urgroßvater könnte nämlich hübsch erzählen.
Die Geschichte von den drei Geschichtenerzählern
In alter Zeit lebten in der Stadt Üsküb drei Geschichtenerzähler, die
sich schlecht und recht von ihren Talenten ernährten. Täglich gingen
sie auf den Basar, um Zuhörer und vielleicht ein paar Piaster zu
gewinnen. Weil aber zu jener Zeit der Handel mit Stambul immer
schwieriger wurde (denn eine Räuberbande lauerte den Kaufleuten auf),
so wurden die Waren teuer und das Geld knapp, und die drei
Geschichtenerzähler wussten bald nicht mehr, wovon sie sich und ihre
Familien ernähren sollten.
Das beschlossen, dass fortan nur noch einer von ihnen Geschichten
erzählen solle und dass die anderen beiden Badediener oder
Wasserverkäufer werden sollten.
Sie versicherten einander durch Handschlag,
dass derjenige von ihnen Geschichtenerzähler bleiben dürfe, der in den
folgenden drei Tagen am meisten Zuhörer um sich versammele, und sie
versprachen einander, nur Geschichten von Dieben zu
erzählen.....usw.usw.usw.
Und morgen geht es weiter, versprochen
Laura
Gedicht für ein Gedicht
Kein Reim ist mir zu weit
um ihn für dich zu
finden
kein Wort ist mir zu
fern
um es an dich zu
binden
Kein Vers ist mir zu
lang
um ihn für dich zu
gehen
kein Satzbau mir zu
klar
um ihn nicht zu verdrehen
Kein Sinn ist mir zu klein
um ihn für dich zu
geben
keine Strophe mir zu
kurz
um sie für dich zu
leben
Und bist du dann vollendet
mit allem drum und
dran
reim' ich dir eine
Schwester
und fang' von vorne an
VERF UNBEK
Ein Träumer ist jemand,
der seinen Weg im Mondlicht findet
und die Morgendämmerung
vor dem Rest der Welt sieht.
Oscar Wilde
Nur im Alleinsein
Lied
Es ist der Wind um Mitternacht,
Der leise an mein Fenster klopft.
Es ist der Regenschauer sacht,
Der leis an meiner Kammer tropft.
Es ist der Traum von meinem Glück,
Der durch mein Herz streift wie der Wind.
Es ist der Hauch von deinem Blick,
Der durch mein Herz schweift regenlind.
Friedrich Nietzsche
*
Nicht
sich verstecken
Vor den Dingen
Der Zeit
In die Liebe
Aber
auch nicht
Vor der Liebe
In die Dinge
Der Zeit
Erich Fried
Der Humor ist keine Gabe des Geistes,
er ist eine Gabe des Herzens.
(L. Börne)
Fünfter Streich
Max und Moritz
Wer in Dorfe oder Stadt
Einen Onkel wohnen hat,
Der sei höflich und bescheiden,
Denn das mag der Onkel leiden.
Morgens sagt man: "Guten Morgen!
Haben Sie was zu besorgen?"
Bringt ihm, was er haben muss:
Zeitung, Pfeife, Fidibus.
Oder sollt' es wo im Rücken
Drücken, beißen oder zwicken,
Gleich ist man mit Freudigkeit
Dienstbeflissen und bereit.
Oder sei's nach einer Prise,
Dass der Onkel heftig niese,
Ruft man:"Prosit!" alsogleich.
"Danke!" - "Wohl bekomm' es Euch!"
Oder kommt er spät nach Haus,
Zieht man ihm die Stiefel aus,
Holt Pantoffel, Schlafrock, Mütze,
Dass er nicht im Kalten sitze.
Kurz, man ist darauf bedacht,
Was dem Onkel Freude macht.
Max und Moritz ihrerseits
Fanden darin keinen Reiz.
Denkt euch nur, welch schlechten Witz
Machten sie mit Onkel Fritz!
Jeder weiß, was so ein Mai-
Käfer für ein Vogel sei.
In den Bäumen hin und her
Fliegt und kriecht und krabbelt er.
Max und Moritz, immer munter,
Schütteln sie vom Baum herunter.
In die Tüte von Papiere
Sperren sie die Krabbeltiere.
Fort damit und in die Ecke
Unter Onkel Fritzens Decke!
Bald zu Bett geht Onkel Fritze
In der spitzen Zippelmütze;
Seine Augen macht er zu,
Hüllt sich ein und schläft in Ruh.
Doch die Käfer, kritze, kratze!
Kommen schnell aus der Matratze.
Schon fasst einer, der voran,
Onkel Fritzens Nase an.
"Bau!" schreit er. "Was ist das hier?"
Und erfasst das Ungetier.
Und den Onkel, voller Grausen,
Sieht man aus dem Bette sausen.
"Autsch!" - Schon wieder hat er einen
Im Genicke, an den Beinen;
Hin und her und rundherum
Kriecht es, fliegt es mit Gebrumm.
Onkel Fritz, in dieser Not,
Haut und trampelt alles tot
Guckste wohl, jetzt ist's vorbei
Mit der Käferkrabbelei!
Onkel Fritz hat wieder Ruh
Und macht seine Augen zu.
Dieses war der fünfte Streich,
Doch der sechste folgt sogleich.
Wilhelm Busch