es tanzt ein Schmetterling

Zwei Schmetterlinge
Im Sonnenschein
Tanzen beide einen Reigen
Und keiner ist mehr allein
Sie fliegen auf
Und fliegen ab
Keiner lässt vom anderen ab
Es ist kein Tanz
Von Hass und Streit
Nein es ist der Tanz
der Der Ewigkeit
Viel Zeit brauchen wir nicht,
um uns an der Schönheit der
unscheinbaren Dinge zu freuen,
aber ein offenes Auge, ein offenes Herz.
Eva von Tiele-Winckler
- 1866-1930-
Himmel öffnet sich
schenkt uns wärmende Sonne
Leben rings umher
Er tanzt so leicht, er schwebt,
aus Freude er nur lebt.
Ein Röslein küsst er zart
und Blüten aller Art,
auf Blättern er sich wiegt,
ganz trunken weiterfliegt.
Betörter, bunter Falter,
du kennst den Herbst noch nicht,
wenn Dunkelheit und Alter
die stolzen Flügel bricht.
Maria Holschuh, August 2001
Der Grund, warum Vögel
fliegen können und wir nicht,
ist der, dass sie voller
Zuversicht sind, und wer
zuversichtlich ist, dem
wachsen Flügel.
M. Barrie
* * *
Du verzauberst die Herzen
ich wäre ein Schmetterling,
aber ich frage mich,
ob ich nur ein Mensch bin,
der geträumt hat,
ein Schmetterling zu sein,
oder ein Schmetterling,
der jetzt träumt
ein Mensch zu sein.
(Dschuang Dsie)
Die Antwort von Mascha Kaléko auf diese Verse:
"Ihm träumte einst,
er wär ein Schmetterling,
Der flatternd durch den blauen Äther ging,
Berauscht von Duft und Morgenluft und Sonne.
Das Leben war die reinste Falterwonne!
Es fiel ihm nicht einmal im Traume ein,
Er könnte jemals jemand anders sein.
Als er jedoch in seinem Bett erwachte,
War er durchaus kein Schmetterling und dachte:
Ich wüsste gar zu gern, wie sich das reimt!
Wie, wenn ich von dem "Erwachen" ich erwachte?
Dann lächelte er leise vor sich hin:
Wie weiß ich nun, ob ich der Tschuangtse bin
Oder nur "Tschuangtse", den der Falter träumt ...?"
und noch ein Zitat von Descartes:
„Betrachte ich die Sache recht,
so findet sich kein einziges Merkmal,
mit Hilfe dessen ich unzweifelhaft bestimmen könnte,
ob ich wach bin oder träume.
Die Gesichte des Traumes
und die Erlebnisse meines Wachzustandes
ähneln einander so sehr,
dass sie mich verwirren und ich wirklich nicht weiß,
ob ich im gegenwärtigen Augenblick nicht träume."
Rosen-Poesie
Sie werden kostbar
Rosenblüten des Sommers-
Tiefdunkle Zeit naht...
Dietlinde Heider
* * *
Im Rosengarten
Süßer Duft, bunte Farben
Heller Sonnenschein
Verlorene Liebe
die Rosenträume von einst
nur Erinnerung
© Laura
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Akrostichon Schmetterling
S chöner bunter Schmetterling
C asanova mit Charme
H ierher komm, flieg herbei
M utter Natur bietet reichlich Futter
E rreichst es mit langem Rüssel
T ief eintauchend
T atsächlich unermüdlich
E legant tänzelnd in
R ispen, Röhren und Glöckchen
L euchtende Farben locken dich an
I mmer dem Duft nach
N ektarsuchend im
G epflegten Blumengarten
©
Marga Ritte
