Über den Glauben

04.08.2004 um 15:07 Uhr

Atheisten

Hat was länger gedauert, bis ich mich wieder mal melde, aber ich war zwischendrin noch im Urlaub.

Heute wollte ich mal ein bischen was über Atheisten schreiben. Natürlich haben sie ihre Gründe, keinem Glauben anzugehören und das sollte auch akzeptiert werden. Ich denke aber, dass es gar keine richtigen Atheisten gibt. Das ist jetzt schwer zu erklären, aber sobald ein Mensch das Wort "Gott" in den Mund nimmt, ist er im Grunde kein Atheist. Er zieht zuindest in Erwägung, dass Gott existieren könnte.  

Und wenn sich die Atheisten sicher wären, dass es keinen Gott gibt, warum wollen sie denn dann die ganze Zeit beweiesen, dass es ihn wirklich nicht gibt? Wenn sie sich sicher wären, dass es so ist, dann bräuchten sie auch keine Beweise. Die Tatsache, dass sie Gott bestreiten wollen, beweist nur, dass auch Atheisten in Erwägung ziehen, dass er evtl. existieren könnte. Auch wenn es manche gar nicht merken.

 

 

07.07.2004 um 17:56 Uhr

...

So, ich will hier mal einen schönen Dialog hinschrieben, der sich mit dem Thema der Existenz Gottes beschäftigt. Geschrieben wurde er eigentlich von Blaise Pascal.

Ich fand ihn so toll, deswegen hab ich mir gedacht ich lass es euch auch mal lesen

 

A: Ob es einen Gott gibt oder nicht, kann man nicht sicher entscheiden. Stimmst du dem zu?

B: Ich stimme zu.

A: Also können wir die Frage auf sich beruhen lassen.

B: Nein, ich glaube trotzde an Gott.

A: Aber kannst du an etwas glauben, was du nicht beweisen kannst? Ich glaube nämlich, das es keinen Gott gibt.

B: Aber wie kannst du das glauben, wenn du es auch nicht beweisen kannst?

A: So kommen wir icht weiter. Ich habe ja gleich gesagt, das man die Frage nicht entscheiden kann.

B: Ich bin einvetstanden. Deshalb schlage ich ein anderes Verfahren vor. Wir wollen wetten.

A: Wieso wetten?

B: Nun, ein Spiel-, aber ein Spiel mit Folgen, ein Spiel am Abgrund! -- Ich wette, dass es einen Gott gibt.

A: Gut, ich wette also, dass es keinen Gott gibt! Und was bekomme ich, wenn ich gewinne?

B: Nichts!

A: Nichts?

B: Ja, wenn du nämlich gewinnst, hast du zwar recht: Es gibt dann keinen Gott. Aber im Grunde hast du verloren! Und ich habe auch verloren. Wenn es keinen Gott gibt ist unser Leben sinnlos und leer.

A: Und wenn du gewinnst?

B: Nun, dann habe ich doppelten Gewinn: Ich habe recht behalten: Es gibt einen Gott! Damit gibt es zugleich Glück und Zukunft für den Menschen--auch für mich. Für dich aber auch. Du hast also mit mir gewonnen.

A: Das sehe ich ein. Aber wir sind immer noch nicht weitergekommen. Ob es einen Gott wirklich gibt, ist genauso ungewiss wie vorher.

B: Ja und Nein. Es ist doch immerhin klar geworden, dass du dich entscheiden musst und dass deine Entscheidung Folgen hat.

A: Und du meinst deshalb sollte ich mich für den Glauben an Gott entscheiden?

B: Ja sicher. Bedenke doch: du musst zwischen zwei Antworten wählen, die sich ausschließen, die aber mit gleicher Wahrscheinlichkeit richtig sind. Eine Antwort hat gute Folgen, die andere schreckliche. Wie kannst du da noch zögern?

A: Aber, wenn ich mich dabei irre?

B: Dann hast du nichts verloren. Du hast eine Illusion gehabt, gewiss. Aber im anderen Fall hättest du das Nichts gewählt, das kann dich auch nicht glücklich machen.

A: Du meinst also, ich muss eigentlich an Gott glauben.

B: Nein, du musst nicht. Aber es ist deine einzige Chance.

02.07.2004 um 14:08 Uhr

Freitag, 2.7.04

Gut, hat etwas lange gedauert, bis ich mich wieder melde. Ich hatte aber auch unheimlich viel zu tun.

Vielleicht sollte ich erst einmal etwas über meine Einstellung zu Gott schreiben. Ich bin katholisch, was aber nichts zu heißen braucht, weil ich im Grunde nicht so der große Kirchengänger bin. Abgesehen davon glaube ich an Gott und bin fest überzeugt, dass es ihn gibt. Irgendwo. Ich brauche keine Beweise dafür, ich weiß es einfach. Es mag stimmen, dass man Gott grundsätzlich nicht beweisen kann, aber dadurch kann man ihn auch nicht widerlegen, oder? Eigentlich sollte sich da wohl jeder sein eigenes Bild machen und ich glaube, dass Gott für jeden Menschen anders aussieht und trotzdem glauben wir alle an den selben Gott.

 

02.06.2004 um 11:58 Uhr

Erst mal...

Ich hatte irgendwann einmal die Idee über Gott und den Glauben nachzudenken und ich habe es getan. Hätte nie gedacht, dass ich mir so viele Gedanken drüber machen könnte, naja als ich jünger war zumindest nicht. Noch weniger hätte ich vermutet, dass ich das dann einfach so únd vollkommen öffentlich ins Internet schreiben würde, aber ich habs getan. Das sollte jetzt erstmal so ein Anfang sein, bevor ich in diesem Blog meine Weisheiten über den Glauben loswerde. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich der Welt das mitteilen muss.

Hört sich vielleicht etwas dumm an, aber so denke ich nun einmal.