So, ich will hier mal einen schönen Dialog hinschrieben, der sich mit dem Thema der Existenz Gottes beschäftigt. Geschrieben wurde er eigentlich von Blaise Pascal.
Ich fand ihn so toll, deswegen hab ich mir gedacht ich lass es euch auch mal lesen
A: Ob es einen Gott gibt oder nicht, kann man nicht sicher entscheiden. Stimmst du dem zu?
B: Ich stimme zu.
A: Also können wir die Frage auf sich beruhen lassen.
B: Nein, ich glaube trotzde an Gott.
A: Aber kannst du an etwas glauben, was du nicht beweisen kannst? Ich glaube nämlich, das es keinen Gott gibt.
B: Aber wie kannst du das glauben, wenn du es auch nicht beweisen kannst?
A: So kommen wir icht weiter. Ich habe ja gleich gesagt, das man die Frage nicht entscheiden kann.
B: Ich bin einvetstanden. Deshalb schlage ich ein anderes Verfahren vor. Wir wollen wetten.
A: Wieso wetten?
B: Nun, ein Spiel-, aber ein Spiel mit Folgen, ein Spiel am Abgrund! -- Ich wette, dass es einen Gott gibt.
A: Gut, ich wette also, dass es keinen Gott gibt! Und was bekomme ich, wenn ich gewinne?
B: Nichts!
A: Nichts?
B: Ja, wenn du nämlich gewinnst, hast du zwar recht: Es gibt dann keinen Gott. Aber im Grunde hast du verloren! Und ich habe auch verloren. Wenn es keinen Gott gibt ist unser Leben sinnlos und leer.
A: Und wenn du gewinnst?
B: Nun, dann habe ich doppelten Gewinn: Ich habe recht behalten: Es gibt einen Gott! Damit gibt es zugleich Glück und Zukunft für den Menschen--auch für mich. Für dich aber auch. Du hast also mit mir gewonnen.
A: Das sehe ich ein. Aber wir sind immer noch nicht weitergekommen. Ob es einen Gott wirklich gibt, ist genauso ungewiss wie vorher.
B: Ja und Nein. Es ist doch immerhin klar geworden, dass du dich entscheiden musst und dass deine Entscheidung Folgen hat.
A: Und du meinst deshalb sollte ich mich für den Glauben an Gott entscheiden?
B: Ja sicher. Bedenke doch: du musst zwischen zwei Antworten wählen, die sich ausschließen, die aber mit gleicher Wahrscheinlichkeit richtig sind. Eine Antwort hat gute Folgen, die andere schreckliche. Wie kannst du da noch zögern?
A: Aber, wenn ich mich dabei irre?
B: Dann hast du nichts verloren. Du hast eine Illusion gehabt, gewiss. Aber im anderen Fall hättest du das Nichts gewählt, das kann dich auch nicht glücklich machen.
A: Du meinst also, ich muss eigentlich an Gott glauben.
B: Nein, du musst nicht. Aber es ist deine einzige Chance.