*Phantasie ist wichtiger als Wissen....*

30.06.2010 um 14:34 Uhr

Wenns mal wieder heißer wird, denk dran, es gibt Menschen mit viel schlimmeren Problemen :D

von: Muffin   Kategorie: Fun

29.06.2010 um 18:54 Uhr

Faust zum Frühstück - meine 15NP im Abitur ;)

Friedrich Christian Delius


Faust zum Frühstück
(Romanauszug)

 

Na ja, das ist einfach so. Sie haben bei mir einen Stein im Brett. Sie glauben gar
nicht, wie mich das überrascht hat damals. Das hab ich nie vergessen, unser
Gespräch bei dieser Tagung an der Nordsee, wie lang ist das her? … Nicht zu
fassen, ich dachte fünf Jahre oder sieben höchstens … Beim Frühstück über das
Faustische reden, das kommt ja auch nicht alle Tage vor. Das hat mir schon mal
gefallen, dass da einer, so ein junger Kerl, diese Stelle in meinen Memoiren
nicht überlesen hat. Und wissen Sie noch, was Sie dann zu mir gesagt haben? …
Nein, nein, ich hab das besser in Erinnerung, wörtlich: Faust ist doch ziemlich
humorlos, aber Sie sind es nicht, haben Sie gesagt. Zuerst hab ich nicht gewusst,
ob Sie mir schmeicheln oder mich auf den Arm nehmen. Schließlich, muss ich
zugeben, fand ich den Gedanken doch ganz nützlich. War schade, dass wir das
abbrechen mussten, ich hatte keine Zeit mehr für den Spaziergang zum
Leuchtturm, aber auf der Rückfahrt ist mir das lange im Kopf geblieben … Seit
neun Jahren haben wir es nicht geschafft, das nachzuholen, mal sehn, wie weit
wir heute damit kommen. Ich hab mich jedenfalls vorbereitet und die alte
Schwarte aus dem Regal geholt. Ich hab meine Hausaufgaben gemacht und den
Faust noch mal gelesen und den Faust Zwei zur Hälfte. Wer tut so was schon
freiwillig, ich meine, wenn er nicht vom Fach ist … Ja, eins hab ich dabei
gelernt, und das sag ich Ihnen gleich: dass Ada (4) nicht mein Gretchen ist, sondern
meine Helena, wenn schon … Das sag ich Ihnen gleich zu Anfang, damit Sie bei
Ada nicht auf falsche Gedanken kommen, so ein schäbiger Hund wie der Faust
bin ich dann doch nicht … Nein, später … Kurz und gut, Sie sind der Einzige,
nehmen Sie das ruhig als Kompliment, junger Mann, der meine Gedanken zum
Faust verstanden, nein, der sie bemerkt hat. Ob Sie mich verstanden haben, ist
eine ganz andere Frage, da hab ich eher meine Zweifel, das werden wir
vielleicht herausfinden heute Abend. Alle andern haben darüber hinweggelesen
in meinen Erinnerungen, obwohl ich im Vorwort, deutlicher geht es ja nicht, die
Leute mit der Nase drauf gestoßen habe. Kein Mensch hat mich je auf die Faust-
Frage angesprochen in all den Jahren, in fünfzig, in mehr als fünfzig Jahren
nicht. Alle lachen nur über den Faust, Schulkram, abgedroschen … Und
deshalb, Sie verstehen schon, muss ich Sie ins Vertrauen ziehen, wen denn
sonst? Ich sag es mal so: Wer den Faust in mir versteht oder ihn wenigstens
bemerkt, der versteht auch die Ada in mir … Nein, nachher … Ich möchte heut
gar nicht viel über den Computer-Erfinder sagen, sondern über die Leidenschaft
des Computer-Erfinders, über seine Gefühle, den Antrieb. Nicht über die
Mathematik, sondern über faustische Energie, über die Lust am Erfinden. Es
hört sich immer so aufgeplustert, so pathetisch an, wenn man vom Faustischen
spricht, von der faustischen Seele, und ich will gar nicht aufgeplustert
daherreden … Sie verstehen wenigstens, was ich meine, das hoff ich jedenfalls.
Bei meinen Freunden und Bekannten mach ich mich lächerlich, wenn ich mit
dem Faust anfange … Die wollen einfach nichts davon hören, dass der alte
Goethe etwas verstanden hat – von mir, ich sag es mal so frei heraus … Manche
von denen schauen mich schon so an, mit dem Doktorblick: Senil? Debil?
Fragil? Als müssten sie prüfen, ob ich wirklich noch der gute alte
Formelfummler bin, der liebe und nette Erfindergreis. Ich gebe zu, ich mach es
den Freunden nicht leicht, ich mute ihnen schon meine Kunst zu. Dass ich male
auf meine alten Tage, nicht etwa pinsele wie ein Rentner sich seine Freizeit
auspinselt, sondern ernsthaft male und ringe mit meiner Kunst, das ist eigentlich
eine Frechheit von mir. Und wenn ich denen dann auch noch mit Dr. Faust
komme, mit faustischer Leidenschaft für den Fortschritt, dann seh ich, wie sie
innerlich abwinken … Ja, Sie hören richtig, bei mir ist das Wort Fortschritt noch
nicht aus der Mode … Wer immer strebend sich bemüht, das ist doch kein
Schülerkram, da steckt der ganze Ernst des Daseins drin, oder auch der Witz des
Daseins, wie Sie wollen. Na ja, und lächerlich mach ich mich erst recht vor den
jungen Computer-Narren, ich sag nicht gern Computer-Freaks, da sehen Sie, wie
altmodisch ich bin, und vor den Effizienz-Enkeln, wie ich sie nenne, vor den
Betriebsblind-Wirten, den Informatik-Idioten – ich darf das sagen als Nestor der
Informatiker, ich hab da ein kleines Arsenal von Schimpfwörtern für jede
Gelegenheit. Auch dieser Orden muss provoziert werden, und außer mir traut
sich ja keiner. Als wenn es unter den Informatikern weniger Idioten und
Scheuklappenträger gäbe als anderswo. Diese Generation, die kennt das Stück
schon gar nicht mehr, die haben das nicht mal in der Schule gelesen … Es ist
eine Schande, wie wir mit unserem Know-how umgehen. Auch Goethe ist für
mich Know-how und Wachstumsmotor und Multiprozessor für Geist und Seele
und Innovation. Zugegeben, Geist und Seele sind auch nicht gerade in Mode.
Hin und wieder bei Vorträgen oder beim Dankeschön zum soundsovielten
Doktorhut sag ich was in diese Richtung. Aber wenn die mich, den Alten, vom
uralten Goethe reden hören, dann bin ich sowieso schon von gestern. Und wenn
ich nur den Namen Faust ausspreche oder Mephistopheles, schalten die gleich
ab, es ist eine Schande … Ich seh das förmlich an ihren kurzhaarigen Köpfen,
wie sie den Impulsgeber umschalten … Und wer was vom Faust versteht, die
Fachleute von der Literatur, wie heißen die noch mal … Germanisten, ja,
Germanisten, die sind sich zu fein, mit einem Dilettanten wie mir über ihren
Gott Goethe zu reden. Ich kenn ja solche Leute eigentlich nicht, nur einmal hab
ich einen getroffen auf einem Empfang in Heidelberg, ich dürfte also nicht
verallgemeinern. Ich hab nur gemerkt, der wollte gar nicht sehen, der wollte gar
nicht verstehen, dass es auch heute die Faust-Problematik gibt. Sogar in
Heidelberg! Ich sage nur: Biochemie! Die Stammzellen und was da alles auf uns
zukommt. Auch heute gibt es Erfinder und Entdecker, die das Faust-Drama in
ihrer Brust austragen und den kalten Hauch einer Mephisto-Gestalt neben ihrem
Schreibtisch spüren … Ich hab Ihnen doch gesagt, Sie sollen mir ins Wort
fallen, wenn ich sentimental werde, und natürlich sind das Sentimentalitäten,
woher hab ich das mit dem kalten Hauch? Bestimmt ein Zitat, also passen Sie
auf, passen Sie besser auf mich auf! … Nein, verstehen Sie mich bitte richtig,
ich hoffe doch auf Sie, auf Ihr Faust-Verständnis, weil Sie weder zu den
Computer-Narren noch zu den Goethe-Narren gehören, wenn ich das richtig
sehe. Genau deshalb hab ich Sie auf den Stoppelsberg bestellt … Nicht ganz so
hoch wie der Brocken, aber auch hier ließe sich eine hübsche Walpurgisnacht
zaubern, was meinen Sie? Ich bringe meine Dame mit, und welche Hexen
brauchen Sie? …


Delius, Friedrich Christian: Die Frau, für die ich den Computer erfand. Berlin 2009, S. 29 – 33.

__________________________________________

(4) hier: Ada Lovelace (1815 – 1852), berühmte Mathematikerin und Muse des Computer-
Erfinders. Wegen ihrer schriftlichen Kommentare zur mechanischen Rechenmaschine
Analytical Engine wird Ada Lovelace als erste Programmiererin bezeichnet. Die
Programmiersprache Ada wurde nach ihr benannt.

 

27.06.2010 um 22:37 Uhr

Menschenkenntnis

Bei allem, was du tust oder sagst vergiss bitte niemals, dass ich eine sehr gute Menschenkenntnis besitze. Ich weiß, wann du mich provozierst, mich anlügst oder mit mir spielst. Ich kenne dich. Ich nehme Rücksicht, aber ich kenne dich. In manchen Situationen sogar besser, als du dich selbst kennst. Vergiss das nicht!

In manchen Dingen kann ich dich durchschauen auch, wenn du dir selbst einiges nie eingestehen würdest. Du solltest das nicht vergessen.

 


Took a trip on a bus that I didn't know
Met a girl sellin' drinks at the disco
Said truth comes back when you let it go
Seems complicated cause it's really so simple
Walkin' down Yonge Street on a Friday
Can't follow them, gotta do it my way
No fast lane, still on the highway
Movin' in and out, no doubt there's a brighter way...

No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
Ahh, haa... check out the crabs in the bucket 


No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
Ahh, haa... check out the crabs in the bucket

It's like this, It's like this you know it is..
It's like flies on the windscreen, writing on walls
square biz clones claim they're havin a ball
foolin' themselves just before last call
Tic-a-tic-a-toc tic-a-tic-a-toc
Clock strikes twelve, clock strikes one
Smoking gun put these fools on the run
I know it's not that simple, I know it's not that hard
where to go...

No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
Ahh, haa... check out the crabs in the bucket 

No time to get down cause I'm moving up

No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
Ahh, haa... check out the crabs in the bucket

It's a conniption, fit from the microphones flit
I take it higher like a bird on a wire, retire the fire
I never cause I'm just moving on up
Choosin' to touch, the unseen, craving the clutch
The most inevitable, legible pyro-mania
Slaying the devil, and sendin em back to Transylvania
Strangely enough, I evolved that side of the ghetto
but my heavy metal, will settle the puppets like Gepetto
Damn, if mirrors were created by sand
then I'm looking in the water for reflections of man
Understand the minds above time when it's empty
Emcee, Tragically Hip - Ahead by a Century

No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
Ahh, haa... check out the crabs in the bucket 

No time to get down cause I'm moving up

No time to get down cause I'm moving up
No time to get down cause I'm moving up
Ahh, haa... check out the crabs in the bucket

*K-os - Crabbuckit*

23.06.2010 um 15:15 Uhr

...und da wir grade von Träumen reden

Heute Nacht habe ich wieder von ihm geträumt. Die Träume mit ihm sind die schönsten, weil er darin quicklebendig ist und ganz nah. Wir reden in den Träumen eigentlich nie miteinander, aber ich kann ihn immer sehen.

Diese Nacht waren wir mit der Klasse unterwegs, Wandertag oder sowas und ich habe ihn lachen gesehen und glücklich. Dann durften wir eine kurze Pause machen, bei der jeder nach Hause konnte, bevor es weiter geht... und leider enden meine Träume mit ihm oft auf eine tragische Art und Weise, mit der Wahrheit, der Realität. Als es weitergehen sollte, kam er nicht wieder. Dann habe ich geweint, aber diesmal nur in meinem Traum, ich bin nicht mit feuchten Augen aufgewacht. 

Man hat es auch nicht kommen sehen in meinem Traum, da war kein Hinweis darauf, dass es passieren würde, schließlich sah er glücklich aus. Ich würde jetzt gern sagen, dass auch das Realität entsprach, aber das kommt ganz darauf an, wie man es sieht...

Jedenfalls liebe ich diese Träume, in denen er lebendig ist. Ich finde es gut, dass ich doch noch ab und an von ihm träumen kann.

Irgendwann sehen wir uns bestimmt wieder...

 


 

All around me are familiar faces
Worn-out places, worn-out faces
Bright and early for their daily races
Going nowhere, going nowhere

Their tears are filling up their glasses
No expression, no expression
Hide my head, I want to drown my sorrow
No tomorrow, no tomorrow

And I find it kind of funny
I find it kind of sad
The dreams in which I'm dying
Are the best I've ever had
I find it hard to tell you
I find it hard to take
When people run in circles it's a very, very
Mad world
Mad world

Children waiting for the day they feel good
Happy birthday, happy birthday
And I feel the way that every child should
Sit and listen, sit and listen

Went to school and I was very nervous
No one knew me, no one knew me
Hello, teacher, tell me, what's my lesson?
Look right through me, look right through me

And I find it kind of funny
I find it kind of sad
The dreams in which I'm dying
Are the best I've ever had
I find it hard to tell you
I find it hard to take
When people run in circles it's a very, very
Mad world
Mad world
Enlarging your world
Mad world

*Gary Jules - Mad World*

 

22.06.2010 um 22:16 Uhr

Traumsterilisation

Endlich sind die Prüfungsaufgaben aus diesem Jahr online gestellt worden und da ich grade so ein bisschen darin stöbere und ja auch sagte, dass ich meine Prüfungsaufgabe mal reinstellen werde, stell ich jetzt erstmal die Interpretationsaufgabe aus dem Grundkurs online, weil ich finde, dass sie einen zum Nachdenken anregt - über die Zukunft und was uns noch alles erwarten könnte. Außerdem passt sie hervorragend zum Rahmenthema: "Wer keine Kraft zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Handeln."

 

Daniela Wolf


Traumsterilisation


Kritisch hob die Bibliothekarin hinter dem Computerbildschirm ihren Blick und
musterte den unsicher wirkenden Jugendlichen über die Auskunftstheke hinweg.
„Haben Sie diese Woche neue Alpträume hereinbekommen?“, fragte er und
knetete dabei seine Finger.
Manche Fragen hörte man so oft, dass jede Antwort vollkommen 5 automatisch
abgespult wurde. Innerlich mit den Augen rollend wies Christiane auf die
Regale hinter sich. „Die Neuerwerbungen stehen hier. Alpträume findest du
unter Horror ... suchst du denn etwas Bestimmtes?“
Der Junge schüttelte den Kopf, während er sich schon an der Auskunftstheke
10 vorbei schob und den Ausstellungstisch inspizierte.
Christiane runzelte die Stirn. So jung, wie er aussah, waren Alpträume sicher
nicht angemessen. Hoffentlich kam bald ein Gesetz zur Altersbeschränkung der
Traumausleihen.
Seufzend sah sie sich um, ob noch weitere Kunden eine Antwort verlangten,
15 bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Computerbildschirm widmete.
Neben dem Gerät stapelten sich die Traumdiscs, die alle erfasst werden mussten.
Doch noch immer hatte sie nicht damit begonnen.
Unwillkürlich legte Christiane ihre Hand auf die Hosentasche, in der bleiern die
Traumdisc lag, die sie eingesteckt hatte. Einfach so.
20 Vor ihr landete auf der Theke wie aus dem Nichts eine Zeitung.
„Sieh dir das an“, schüttelte ihre Kollegin Julia fassungslos den Kopf, „die Zahl
der Traumsterilisationen ist weiter gestiegen. Unglaublich ... warum machen
Menschen so etwas? Allein der Gedanke, dass irgendjemand in meinem Kopf
herum werkelt ...“. Es schüttelte sie sichtbar.
25 Christianes Hand spielte unbewusst mit der Computermaus: „Manche wollen
nicht, dass ihre Träume gespeichert und der Öffentlichkeit bereitgestellt
werden.“
Allein in dieser Stadt wurden jede Nacht beinahe dreißigtausend Träume
gespeichert, wovon die meisten nur wirre Schnipsel waren, in denen keiner mehr
30 etwas erkennen konnte. Die etwas verständlicheren Träume wurden von
Kontrolleuren aussortiert und an die Bibliothek weiter gereicht, wo sie in die
Datenbank eingepflegt und suchbar gemacht wurden. Träume hatten höhere
Ausleihquoten als Bücher und Filme zusammen ... der Hauch Realismus machte
sie für die Leute interessant.
35 In einer theatralischen Geste warf Julia die Hände in die Luft: „Ja, aber warum
nicht? Das ist das, was ich nicht begreife. Die einzigen, die damit Probleme
haben könnten, sind diejenigen, die etwas zu verbergen haben und nicht wollen,
dass es sich unbewusst in ihren Träumen zeigt.“ Sie beugte sich vor und tippte

demonstrativ auf die Schlagzeile: „Niemand sollte Geheimnisse haben. Das ist
der Grundstock unserer Gesellschaft ... wo kämen wir denn 40 da hin, wenn ein
Personalchef so gut wie nichts über seine Mitarbeiter wüsste?“ Es war schwer,
Julia Einhalt zu gebieten, wenn sie ein Thema gefunden hatte, bei dem sie ihre
Meinung kundtun konnte.
Christiane ließ ihren Blick zur Ausleihtheke am anderen Ende des Raumes
45 schweifen, vor der sich zu ihrem Glück eine Schlange zu bilden begann. „Der
Andrang ist ziemlich groß, du solltest besser wieder zurückgehen“, meinte sie.
Ihre Kollegin wandte sich um und verzog dann das Gesicht: „Ich hasse den
Thekendienst.“ Während sie den Raum durchquerte, warf sie ihr über die
Schulter noch ein kurzes „Bin gleich wieder da!“ zu.
50 Erleichterung breitete sich in Christiane aus, als sie alleine war. Noch immer
blinkte ihr der Cursor auf der Eingabemaske höhnisch entgegen, aber sie konnte
es nicht über sich bringen, die Traumdisc aus der Tasche zu nehmen und sie
ordnungsgemäß zu katalogisieren.
Genau genommen war es nicht einmal Diebstahl, schließlich handelte es sich um
55 ihren eigenen Traum. Das jedenfalls versuchte sich Christiane einzureden.
Mehr als je zuvor wünschte sie sich, ihren Dienst an der Auskunftstheke fallen
lassen zu können, um sich in ein Büro zurückzuziehen. So aber musste sie die
Zeit aussitzen, obwohl ihr schlechtes Gewissen sie von innen heraus
aufzufressen drohte. Wieder und wieder zuckten ihre Hände, als sie mit sich
60 rang, ob sie die Disc nicht doch katalogisieren sollte. Aber dann fiel ihr wieder
ein, wovon sie geträumt hatte.
Warum nur, warum musste sie jetzt von ihrer Jugendliebe träumen? Seit sechs
Jahren war sie verheiratet, nie hatte sie einen Gedanken an jemand anderen
verschwendet und auf einmal kamen diese Träume. Was nur, wenn ihr Mann die
65 Disc auslieh? Er konnte ziemlich eifersüchtig werden ... „Hey!“, Julias Stimme
ließ sie zusammenzucken, „gehen wir nachher gemeinsam Mittagessen?“
Offensichtlich hatte sich die Schlange schneller aufgelöst als erwartet.
„Ähm“, Christiane stolperte über ihre eigenen Gedanken, „tut mir leid, ich
bleibe hier. Ich muss noch was erledigen.“ Ihre Kollegin zuckte mit den
70 Schultern: „Na gut, wie du meinst.“
Während Julia wieder auf ihren Platz zurückkehrte, nahm Christiane die
Traumdiscs und begann, sie zu katalogisieren. Ihr Herz pochte laut und sie
fürchtete schon, jemand könnte es hören. Der Entschluss, der in ihr gereift war,
ließ ihre Hände schwitzig werden. Es war schwer, die letzte halbe Stunde ihres
75 Thekendienstes zu überstehen, bevor sie endlich abgelöst wurde und in ihr Büro
verschwinden konnte. Normalerweise ließ sie die Tür sperrangelweit offen
stehen, aber heute war sie dazu nicht in der Lage. Sie verbarrikadierte sich
regelrecht dahinter und zog dann die Traumdisc hervor, um sie in die tiefste
Ecke ihrer Handtasche zu stopfen.
80 Mit zittrigen Knien ließ sie sich auf ihren Drehstuhl nieder. Apathisch starrte sie
auf die Tasche, als könnte sie die Disc durch das Leder hindurch sehen. Wie die
meisten Menschen hatte sich Christiane nie etwas zu schulden kommen lassen.
Sie hatte nie in der Schule abgeschrieben, nie falsch geparkt und immer ihre
Steuern rechtzeitig bezahlt. Sie befand sich damit in guter Gesellschaft, denn
seit Träume archiviert und veröffentlicht wurden, war die 85 Kriminalitätsrate
drastisch gesunken ... was zur Folge hatte, dass jedes Vergehen wochenlang die
Schlagzeilen der Zeitungen dominierte.
Christiane sah es schon vor sich, wie die Überschrift zu ihrem Fall aussehen
würde. Erschreckend kurz und nüchtern, irgendwas in der Art wie
90 „Bibliothekarin stiehlt Traumdisc“. Drei Worte, die ausreichten, um ihr Leben
zu zerstören.
Was nur, wenn sie nicht nur von ihrer Jugendliebe, sondern auch vom Diebstahl
träumte? Sie konnte nicht jede Disc stehlen, irgendwann würde jemand anderes
die Katalogisierung übernehmen. Außerdem würde es auffallen, wenn ihre
95 Träume niemals in die Bibliothek gelangten.
Es gab nur einen Ausweg.
Mit schweißnassen Händen fuhr sie ihren Rechner hoch und öffnete den
Internetbrowser. Nach einer kurzen Suche fand sie die Nummer der Klinik.
Vielleicht konnte man sie schon am Samstag operieren – wenn sie am Montag
100 zur Arbeit kam, würde sie nie mehr träumen.
Welch eine herrliche Vorstellung.


Wolf, Daniela: Traumsterilisation. In: Nagelprobe 23. München 2009, S. 46 ff.


... welch eine schreckliche Vorstellung...

 

 

 

21.06.2010 um 01:12 Uhr

Goldfischglas

Heute empfehle ich einen französischen Film namens: "Die Eleganz der Madame Michel". Das ist ein französischer Film und ich gebe zu, ich mag keine französischen Filme. Schon die fabelhafte Welt der Amélie hat mich nicht sonderbar begeistert, obwohl alle immer so davon schwärmen. Aber dieser Film ist wirklich gut. Mal abgesehen von dem einen oder anderen französischen Begriff fällt mir nicht mal sonderlich sehr auf, dass er französisch ist. Er ist aber herzzereißend schön, anders als gewöhnlich (für mein Befinden) und hat ein überraschendes Ende. Unbedingt sehenswert...

 

 

 

 

Die Filmbeschreibung: Madame Michel (Josiane Balasko) ist Concierge in einem eleganten Pariser Wohnhaus. Auf den ersten Blick bringt sie alle typischen Attribute mit sich: Sie ist mürrisch, ungepflegt und unscheinbar. Um ihre Ruhe vor den herablassenden reichen Bewohnern des Hauses zu haben, versteckt sie ihre Leidenschaft für Bücher sorgfältig und schlüpft in die Rolle der kratzbürstigen Concierge. Auch die hochbegabte 11jährige Paloma (Garance Le Guillermic), ebenfalls Bewohnerin des Hauses, lebt in ihrer eigenen Welt. Längst hat sie durchschaut, wie ärmlich ein Leben im Luxus sein kann und beschließt, sich am Tag ihres 12. Geburtstags das Leben zu nehmen, sollte sie nicht etwas entdecken, was das Leben lebenswert macht. Beider Schicksal wandelt sich jedoch mit dem Einzug des geheimnisvollen Japaners Kakuro Ozu (Togo Igawa). Schon bald bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an. Denn Monsieur Ozu ahnt, dass sich hinter Madame Michels mürrischer Fassade ein liebenswertes Geheimnis verbirgt und lockt, sanft wie beharrlich, die barsche Concierge aus ihrem Winterschlaf...

 

 

 


 "Alle glücklichen Familien gleichen einander." - "Alle unglücklichen Familien sind auf eigene Art unglücklich."

"Ich glaube an die Ausstrahlung und Sensibilität einer Eiche, also glaube ich erst Recht an die einer Katze."

"Madame Michel erinnert mich an einen Igel. Nach außen ist sie mit Stacheln gepanzert, eine richtige Festung. Aber ich hab das Gefühl, sie ist innen genauso sensibel, wie diese kleinen Tiere, die scheinbar träge undausgesprochene Einzelgänger sind und dabei unwahrscheinlich elegant."

"Ich frag mich, was das Gute an Schokolade ist. Ist es die Substanz selbst oder die Technik, mit der die Zähne sie zerbeißen? Also ich mag es am liebsten, wenn sie langsam auf der Zunge zergeht." - "Das stimmt. Wenn man die Art abzubeißen ändert ist es wie ein ganz neuer Geschmack."  

20.06.2010 um 21:44 Uhr

Wahre Liebe ist...

... deiner Partnerin ihre Schweißfüße auf ihrem Abiball zu massieren, weil sie ihr wehtun .

 

 


 Warum müssen so tolle Wochenende mit ihm nur immer so schnell vorbei gehen?

14.06.2010 um 22:01 Uhr

Sind wir jetzt quitt?

Du hast mir Glück gewünscht und als ich mich dafür bedanken wollte und dich wissen lassen wollte, wie ich abgeschnitten habe merkte ich, dass ich so überall ignoriert werde. Daraufhin wollte ich eigentlich auch keine SMS mehr schreiben, schließlich kann man da ja auch Nummern sperren. Ganz ehrlich? Hätte mich nicht gewundert...

Bei ner Freundin las ich, dass du nun auch Prüfungen hast. Da dachte ich, da ich ja nun bei MVZ ignoriert werde, du bei MS nicht mehr bist, schreibe ich auch eine SMS, um dir viel Glück zu wünschen. Vielleicht, um mein Gewissen zu beruhigen, vielleicht auch, weil du mir nicht egal bist. Immerhin kam die SMS an. Ich erwarte auch gar keine Antwort, immerhin haben wir einen Deal und den hab ich nicht vergessen. Ich halt mich dran.

Verwirrend ist nur, mal ignoriert zu werden und mal nicht. Ich meine, ich schau nicht ständig auf deine Seite, aber ab und an kommts schon mal vor und dann werde ich mal ignoriert...oder eben nicht. Das ist... verwirrend.


Komm lass die Flügel hängen mein Freund
Es ist kein Platz hier drin für zwei,
Die sich nur im Wege stehen
Und irgendwann hast du's verziehen
Und wir haben ja alle Zeit,
Um uns aus dem Weg zu gehen

Du hast jetzt ein bessres Leben
Und ich hab drüber nachgedacht
Und dann die halbe Nacht geheult
Und hin und wieder mal gelacht
Da braucht man nicht mehr drüber reden
Das hat mich hierher gebracht
Hab viel zu oft viel zuviel versäumt
Und zu oft alles falsch gemacht

Lass den Kopf nicht hängen mein Freund
Es geht doch weiter, wie du siehst
Und wenn's sein muss ganz allein
Und die Einsicht steht dir nicht
Nur der Stolz sitzt wirklich gut
Von daher sollte es wohl so sein

Du hast jetzt ein bessres Leben
Und ich hab drüber nachgedacht
Und dann die halbe Nacht geheult
Und hin und wieder mal gelacht
Da braucht man nicht mehr drüber reden
Das hat mich hierher gebracht
Hab viel zu oft viel zuviel versäumt
Und zu oft alles falsch gemacht

Drück den Kopf zurück ins Kissen
Nein, ich werd dich nicht vermissen!
Und wenn es scheint, dass alles in mir schreit
Wer nicht wegsieht dem geht's schlecht
Und ein Jeder hat das Recht
Nur glaub es mir: Ich bin noch nicht soweit,
Bin noch nicht soweit...
Noch nicht soweit

Du hast jetzt ein bessres Leben
Und ich hab drüber nachgedacht
Und dann die halbe Nacht geheult
Und hin und wieder mal gelacht
Da braucht man nicht mehr drüber reden
Das hat mich hierher gebracht
Hab viel zu oft viel zuviel versäumt
Und zu oft alles falsch gemacht

Du hast jetz' ein bessres Leben
Du hast jetz' ein bessres Leben
 
*Jupiter Jones - Wir sind ja schließlich nicht Metallica*

 

09.06.2010 um 16:02 Uhr

Misttag

Mein Inet funktioniert heute nicht so, wie es sollte bzw. wie ich das will.

Als ich vorhin mein Häschen raussetzen wollte, merkte ich, dass es nur noch aus Haut und Knochen bestand und gab in aller erster Linie mir selbst die Schuld dran, habs natürlich sofort gefüttert und ihm Wasser gegeben. Im Grunde haben alle Schuld dran. Zum Glück lebt es aber noch.

Dann hab ichs meiner Mum erzählt und erst blieb sie ruhig und dann sagte sie sowas in der Art wie: "Fühl dich bitte nicht persönlich angegriffen, aber manchmal hab ich das Gefühl, dass es für dich nur noch Internet, deinen Freund und den Kühlschrank gibt." - Vielen Dank. Natürlich fühl ich mich von sowas nicht persönlich angesprochen, überhaupt nicht...kein bisschen. Scheiß Spruch, ey. Ich hab aber nichts dazu gesagt, hab heute keine Lust auf eine Grundsatzdiskussion. Hab nur kurz drüber nachgedacht ihr zu zeigen wie es wäre, wenn es denn so wäre, wie sie sagt, habs dann aber wieder verworfen. Würde ja nur noch zu mehr Stress führen.

Zumindest habe ich jetzt fürchterlich schlechte Laune...

Am Besten ich geh ihr heute einfach aus dem Weg oder so...

Misttag, eben.

08.06.2010 um 22:25 Uhr

Mein Mentor und ich

Yeah, heut hab ich meine Englischnachprüfung gerockt, obwohl ich fast den Heldentod gestorben wäre. Hab ein Gedicht bekommen und ÜBERHAUPT mal gar nich verstanden, worums da eigentlich ging. Naja gut, jetzt übertreib ichs grad n bisschen. Schließlich stand ja drüber, dass es um Zukunftspläne und Entscheidungen geht, aber das Gedicht war mal oberkacke. Habs zu erst versucht, zu übersetzen und musste viel im Wörterbuch nachschlagen und manchmal hats geholfen und manches Mal auch nicht. Am Ende wusste ich wichtige Dinge aus dem Gedicht immer noch nicht. Jedenfalls gab es 4 Aufgaben dazu und ich hab in der Vorbereitungszeit auch nur 3 geschafft, was man mir wohl voll angesehen hat. Ich musste zwischendurch auch echt ein paar Mal kämpfen, dass ich nicht los weine, hab mich aber ganz tapfer zurück gehalten. Und als ich in den Prüfungsraum kam, erwartete mich eine große Überraschung . Da saß nämlich meine Mentorin noch mit drin, obwohl ich vorher schon bedauerte, dass sie gar nich zur Prüfungskommission gehört. Ich hab sie vorher auch nicht gesehen, aber sie hat mich nicht im Stich gelassen. Irgendwie, ich mein, ich habs nicht von ihr abhängig gemacht, aber es hat Mut gegeben und ich hab meine erforderlichen 12Notenpunkte bekommen und nun kann auch ich endlich sagen, dass ich mein Abi mit nem Schnitt von 1,8 bestanden hab    .

Naja und somit neigen sich wohl 3 Jahre dem Ende entgegen und das möchte ich doch nutzen, um diese 3 Jahre einmal Revue passieren zu lassen, ganz besonders unter dem Gesichtspunkt von Frau W. und meinem Verhältnis zu ihr... also, wie das schon wieder klingt

Immer wieder, wenn ich so drüber nachdenke, fällt mir ein, was Goethe über seine Freundschaft zu Schiller sagte und wie er am Anfang über ihn dachte: "Er war mir verhasst!", und nichts passt besser, als dieses Zitat für den Anfang von Frau W. und meine Gedanken über sie. 

Am ersten Schultag haben M. und ich die drei Klassenlehrer schon an der Seite gesehen - 2 Frauen und ein Mann. Den Mann wollten wir nicht haben, der sah etwas unfreundlich aus und den bekamen wir auch nicht, denn er wurde Technikerlehrer. Ja, und dann standen da noch Frau W. und Frau Kürbis, die ich nicht so nenne, weil sie aussieht wie ein Kürbis, sondern, weil ihr Name ähnlich klingt. Na jedenfalls, wollten wir auch nicht Frau W. haben, sondern Frau Kürbis, nur ganz allein vom ersten Eindruck her. Bekamen wir aber auch nicht und so wurde es Frau W. Das war uns zu Beginn noch relativ egal, denn im Grunde sah sie ja auch ganz "nett" aus (und über die Bedeutung dieses Wortes lernte ich erst später was).

Und so ging die Gesundheitsklasse geschlossen in einen Raum und dann fing sie an mit ihrer "großen Rede" und mit dem Austeilen bildlich gesprochener Ohrfeigen. 

Da waren so viele Dinge und nicht eins war positiv, an das ich mich erinnern kann. Dinge wie:

"...Ihr ward vielleicht die Besten in der Regelschule (innerliches Kopfschütteln einiger Schüler), aber das hier ist wie ein Teich voller Fische, die alle gleich sind und ihr werdet hier ganz bestimmt nicht mehr die Besten sein..." - oder so ähnlich,

"...Alle, die noch keine zweite Fremdsprache gelernt haben müssen jetzt Russisch lernen..." - keinerlei Erklärungen wieso, weshalb, warum - es war eben einfach so. Nimms hin, eine andere Wahl hast du eh nicht,

"...Freizeit? Das wird ein Fremdwort für sie werden. Denken sie bloß nicht, dass hier ist wie die Regelschule." - Und jedes negative Wort über die Regelschule, egal von welchem Lehrer, war eine innerliche Abwertung unseres Könnens und unseres Abschlusses.

Ja, das sind die drei großen Punkte, an die ich mich im Zusammenhang mit Frau W. noch erinnern konnte.

Sie war mir einfach unsympathisch. Dann kam der nächste Hammer, wir bekamen sie in Russich, Deutsch und Seminarfach!!! Und ich dachte nur, dass ich sterben werde, wenn sie in Deutsch genau so schlimm ist, wie jetzt. Russisch hatten wir dann auch immer gleich am Montag, Dienstag und Mittwoch in der NULLTEN Stunde - das war ganz "primafein". Ja und was soll ich sagen? Sie war in Deutsch genauso schlimm, wie an jenem ersten Tag.

In Russich kam sie morgens rein und prabbelte auf Russisch los, dass entweder einige lachen mussten oder verdutzt schauten, denn montags nullte Stunde hat man einfach nicht mit sowas gerechnet. In Deutsch mussten wir uns zu aller erst vor versammelter Mannschaft vorstellen, Schwächen und Stärken von uns nennen und all sowas eben. Dann wiederholten wir die Wortarten und allein das war beschämend. Niemand packte es, alle 10 Wortarten aufzuzählen und dabei war das doch simpelster Regelschulstoff. Also beschäftigten wir uns die ersten Wochen nur damit. Und meine 1 auf dem Zeugnis in Deutsch, die ich seit der 6. Klasse hatte, sah ich schon damals in den ersten Wochen flöten gehen.

Dann kam großen Schimpfen in der Klasse, als es hieß, dass wir nun "Nathan, der Weise" mit ihr lesen würden... "Dass haben wir doch alle schon in der Regelschule gelesen" und "Müssen wir das jetzt nochmal unbedingt lesen?" und und und... Aber Frau W. ließ nicht locker und NICHT EIN EINZIGES MAL VORHER habe ich ein Buch so gelesen, wie ich es bei Frau W. tat, nicht einmal. Und das meine ich als Kompliment. Wir haben dieses Buch gelesen und auf irgendeine Art und Weise auch gleich interpretiert. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob wir es uns damals kaufen mussten, aber ich hatte ein gekauftes Buch und das war mein Glück, denn ich hab bestimmt nochmal ein Buch daneben geschrieben über den Inhalt. Noch nie vorher habe ich ein Schulbuch so verstanden nach dem Lesen, aber auch so gehasst. Ich wusste ab dem Zeitpunkt, dass ich mit dieser Deutschlehererin jedes Buch, das wir mit ihr lesen, verstehen, wahrscheinlich aber auch hassen werde, wenn ich aus dem Unterricht rausgehe. 

Mein ganzes Bemühen und Streben war aber umsonst, denn ich schaffte es in der 11. Klasse nicht einmal eine supertolle Note bei ihr zu bekommen und ich versuchte ihr zu verdeutlichen, wie wichtig mir Deutsch sei. Als wir am Ende des Jahres nach vorne gebeten wurden, damit sie uns unsere Note sagen kann, sagte ich ihr, dass ich in Deutsch immer eine eins auf dem Zeugnis hatte und dass mir das sehr wichtig sei und ich weiß noch ganz genau, wie sie mich damals ansah und zu mir sagte, dass eine eins in Deutsch so gut wie unmöglich sei und da ich ja den Deutschleistungskurs gewählt habe, für das kommende Jahr, sei es gleich noch viel unmöglicher das zu schaffen. Ich ließ sie auch wissen, dass ich ja keine 15NP anstrebe sondern, dass 13NP auch schon reichen würde, aber sie gab mir weiterhin zu verstehen, dass das so gut wie gar nicht möglich sei und da könne ich auch die anderen Deutschlehrer fragen. Dafür wisse ich aber, was ich könne, wenn ich aus ihrem Unterricht rausgehe. Ich wusste auch über die anderen Deutschlehrer Bescheid. Wenn man es genau nimmt, gibt es zwei leichte und zwei schwere Deutschlehrer an unserer Schule von der Abstufung her war die leichteste Frau M. - und leider kam ich nie in den Genuss ihren Unterrich live zu erleben, was eigentlich schade ist. Die Zweite, die leicht zu beeindrucken ist, ist Frau Dr. D. und auch ihren Deutschunterricht durfte ich nie erleben, dann kommt Frau W. und die Schwierigste von allen ist Schmidtzilla.

Und ich wusste, dass es sehr gut möglich war bei Frau M. und Dr. D. eine eins zu bekommen, das haben schließlich etliche andere auch bekommen und bei Frau W. und Schmidtzilla ist das wirklich so gut, wie ein unmögliches Unterfangen gewesen.

Na jedenfalls wählte ich damals den Deutschleistungskurs, weil ich noch immer der Überzeugung war, dass ich es gut kann und die Hoffnung hatte, nicht Frau W. zu bekommen...

Erster Tag in der 12. Klasse - ich ging an den Plan, um zu schauen, wer nun Stammkursleiter ist, hoffte auf Frau M. oder Dr. D. und wollte um Himmelswillen NICHT Frau W. haben, aber unglücklicherweise, aus damaliger Sicht betrachtet, stand Frau W. nun dran . Das bedeutete, dass sie für weitere zwei Jahre mein Deutschlehrerin blieb.

Umso größer war meine Freude, als mein erster Aufsatz in der 12. Klasse 13NP wurden, als einzige von allen. Das hat mich so umgehauen, dass ich am liebsten vor Freude geweint oder mindestens aufgesprungen wäre, machte sie mir doch erst vor ein paar Monaten deutlich, dass dies so gut wie unmöglich sei. Leider bliebs dann aber auch dabei. In der Regelschule hasste ich interpretieren und liebte erörtern und aufm Gym machte mir Frau W. klar, dass meine Stärke doch eher im interpretieren liegt, als im erörtern. Noch so ein Grund, warum ich sie schon in der 11. gehasst habe. Im Endeffekt war das Erörtern auch der Grund, warum ich meine 13 Punkte wieder zu nichte machte und am Anfang mochte ich vielleicht die Beste gewesen sein, aber es zeigte sich ein ganz anderer Stern am Deutschhimmel, mit dem ich nie und nimmer mithalten konnte, den ich aber für sein sprachliches Können und Talent bewunderte. Er war derjenige, der regelmäßig 15NP bei Frau W. bekam, nicht unbedingt in Klausuren, aber mindestens auf jede vorgelesene Hausaufgabe. Und ich war sicherlich auch ein bisschen neidisch auf ihn, schaffte er doch das bei Frau W. innerhalb von Wochen, was ich schon seit über einem Jahr versuchte. Aber größtenteils brachte ich doch Bewunderung für ihn auf.

Und dann kam mein Schlüsselerlebnis mit Frau W., irgendwann in der 12. Klasse, mittendrin. Da wurde meine Abneigung gegen sie auf einmal in eine vollkommen neue Richtung gelenkt. Und zwar geschah folgende Situation. Ich kann mich dran erinnern, dass ich nicht ein einziges Mal je zu einer Klausur gefehlt habe, aber wir hatten vor ein paar Tagen Tag der offenen Tür oder sowas gehabt und da brachte unsere Gesundheitslehrerin Gehacktsbrötchen mit und am nächsten Tag hatte ich soooo fürchterliche Bauchschmerzen, dass ich wirklich dachte, ich müsse sterben. So schlimme Schmerzen hatte ich in meinem ganzen Leben nocht nicht. Ein Besuch beim Arzt brachte das Ergebnis, dass ich Salmonellen hatte. Nach ein paar Tagen wars auch schon wieder okay und mein Fehlen in der Schule machte mir auch große Sorgen, denn ich war immer schon der Meinung, dass man es sich an unserer Schule nicht leisten kann, krank zu sein. Also verpasste ich die Sozial-und Rechtskundeklausur und war somit ein Nachschreiber. Als ich wieder in die Schule kam, ich glaube es war ein Do oder Fr, war ich der felsenfesten Überzeugung, dass ich erst nächste Woche nachschreiben müsse. Bis eine Mitschülerin, dumm wie Brot, am Freitag zu mir kam und sagte "He, Sarah, heute nachschreiben, wa?!" und ich sagte ihr, dass ich heute nicht nachschreibe, sondern erst nächste Woche und sie sagte, dass ich aber am Plan stehen würde. Also ging ich hin und schaute nacht und tatsächlich stand ich dran, für diesen Tag... und ich hatte KEIN WORT GELERNT. Das konnte einfach nicht wahr sein. Es war ganz klar, dass ich in dem Moment in Tränen ausbrach. Nach der Pause hatten wir dann Deutsch und da saß ich nun, weinend und da sprach Frau W. mich an fragte, was denn los sei und dass sie mich noch nie so gesehen habe. Ich schilderte ihr die Situation und sie sagte, dass ich in der nächsten Pause mal zu Frau H. gehen sollte und mich jetzt erstmal beruhigen. Also beruhigte ich mich für den Augenblick, ging in der nächsten Pause guter Dinge zu Frau H, schließlich is sie ja eine von den netten Lehrerinnen und bekam bildlich gesehen eine aufs Maul.

Das geht nicht, sie könne die Klausur nicht verschieben, sie kann mir allerhöchstens ein Buch geben, damit ich damit lernen kann (so nach dem Motto, ich solle dankbar sein, dass ich das Buch von ihr bekomme) und ich hätte ja im Grunde voll im Stoff stehen müssen, denn der Klausurplan hinge ja nicht erst seit gestern aus und man bereitet sich ja nicht erst ein paar Tage vor der Klausur auf diese vor. Dass ich aber wirklich krank war und kein bisschen nebenbei lernen konnte, weil ich WIRKLICH Schmerzen hatte, interessierte niemanden. Und ich heulte, und heulte und kam gar nicht mehr raus, aus dem Heulen. Von meinem besten Freund bekam ich den SRK-Hefter, denn er hatte immer einen dicken Aktenordner mit allen Fächern drin, das war mein Glück. Aber ich kam trotzdem nicht mehr weg vom Heulen. Ich sollte Klausur schreibe, heute und ich hatte noch kein Wort gelernt. Danach hatten wir Russisch, wieder mit Frau W. und auch da musste ich ununterbrochen weinen, da fing der Unterricht nich mal richtig an.

Frau W. kam stillschweigend in die Klasse, sagte uns, dass wir das Buch auf Seite so und so aufschlagen sollen und die und die Aufgabe lösen sollen. Dann sagte sie, ich solle mit ihr mitkommen und wir gingen raus auf den Gang und setzten uns hin. Sie sagte mir, ich solle mich beruhigen und erklärte mir, warum Frau H. so handelte, wie sie handelte. Es gäbe immer ein paar Schüler, die für eine bevorstehende Klausur nicht lernen würden und an dem Tag krank machen, um so ihre Klausuren zu schieben, wie sie es gerne wollten, um das zu unterbinden, ist immer gleich der erste Freitag der Nachschreibetermin für solche Leute. Dass es in diesem Falle jemanden, wie mich trifft, wäre ärgerlich, aber nicht zu ändern, denn dann könnte ja jeder kommen. Ich glaube, sie hat damals versucht mit Frau H. zu reden, ob sie meine Klausur nicht doch nochmal verschieben kann, aber da Frau H. Oberstufenleiterin ist, musste sie hart bleiben, ohne Ausnahme. Na jedenfalls sagte Frau W. zu mir, dass sie mich für 2 Std vom Russischunterricht befreien würde, wenn ich ihr verspreche, mich jetzt zu beruhigen.Und dass ich somit noch ca. 4 Unterrichtsstuden zum Lernen haben würde, dass sie sowas nicht für jeden machen würde und dass ich natürlich den Russischstoff nachzuholen hätte, dass ich ihr auch den Gefallen tun solle und auf keine dummen Ideen, wie Spickerschreiben, kommen soll und das wars. Also beruhigte ich mich und wir gingen zusammen zurück in die Klasse. Sie machte die Tür auf, als sei nichts gewesen sagte noch beim Reingehen "So und wen machen wir jetzt fertig?", sodass ich sogar grinsen musste. Ich packte meine Sachen und hab mich in die Mensa gesetzt und gelernt. Nach den zwei Russischstunden kam Frau W. nochmal in die Mensa, um nach mir zu schauen und machte mir nochmal Mut, indem sie sagte, dass ich das alles schon könne, ich müsse es mir nur wieder ins Gedächtnis rufen. Am Ende kamen "nur" 08NP raus, aber es wären null ohne Frau W. gewesen. Das war mein ganz persönliches Schlüsselerlebnis mit ihr und so begann ich doch tatsächlich, sie zu mögen, weil sie mir zum 1. Mal zeigte, dass sie ein Herz besitzt.

In der 13. Klasse freute ich mich besonders darauf, mit ihr den Faust zu lesen. Schließlich mochte ich den ja schon sehr in der Regelschule. Ich war drauf gefasst, auch dieses Buch nach dem  Lesen mit ihr zu hassen, aber ich freute mich drauf, den Faust endlich zu verstehen und was in der Regelschule großzügig weggelassen wurde, behandelten wir mit Frau W. ganz genau, die ersten beiden Zugänge zum Stück. Dann behandelten wir auch noch Faust 2 und es kam die Klausur mit... dem Prolog im Himmel, das wurden 14NP und ich war überglücklich und wahnsinnig stolz. Eins meiner Lieblingsbücher, bei Frau W., in der Klausur - unfassbar. 

Und auch in der 13. bewies sie, dass sie eine Seele hat. Vorhin schrieb ich, dass ich meinen Mitschüler für sein Können bewunderte und genau das war derjenige, der sich das Leben nahm. Das war wahnsinnig schwer für uns alle. Ich fand ihn faszinierend und mich ihm unglaublich nahe, nicht durch Liebe oder sowas, eher durch Vertrauen. Ich wusste von seiner Schizophrenie und ich war die einzige, sagte er zumindest. Kurz vorher sollten wir selbst Gedichte schreiben, die wir dann untereinander austauschten, um sie zu unterpretieren. Er und ich mussten tauschen. Zur Wahl fürs Thema des Gedichtes hatten wir drei Kriterien: Schule, Liebe, Abschied. Er wählte Schule und beschrieb in seinem Gedicht, den langen mühseligen Weg dorthin und dass er einfach keinen Bock drauf hat. Als nichts anderes hab ich es auch interpetiert. Die Gedichte wurden alle im Deutschraum ausgehangen. An dem Tag, als man uns wissen ließ, dass er sich umbrachte standen einige aus unserem Kurs an der Pinnwand vor seinem Gedicht und sagten, dass er es darin geschrieben habe. Das war mein Ende. Ich war so schon fertig, aber ICH war diejenige, die dieses Gedicht interpretierte, im Grunde war ich Zweitbeste im Leistungskurs. Ich hätte es erkennen müssen. Und sie wiederholten es immer und immer wieder, es stände drin, in seinem Gedicht. Dann schrie ich sie an, dass es ganz sicher nicht darin steht. Und dann kam Frau W. und sagte ebenfalls, dass es nicht darin stände, ganz egal, ob sie es auch dachte oder nicht oder ich, sie war da, um mich ein bisschen aufzufangen. Sie sagte auch, dass sie überlegt hätte, das Gedicht abzunehmen, aber es würde ja nur die Annahme, dass er es angekündigt habe, verstärken, also ließ sie es hängen. 

An dem Tag saßen wir dann noch alle zusammen im Klassenraum, stellten eine Kerze auf seinen Platz und redeten. Das kam mir endlos vor. Ich wollte nur alleine sein, für mich und nicht im Klassenzimmer gemeinsame Erinnerungen aufleben lassen. Frau W. fragte jeden, was er an dem Tag noch so machen wolle und alle sagten sowas wie reden oder schlafen oder eben andere Dinge, wenn sie nicht viel mit ihm am Hut hatten und ich sagte, dass ich allein sein wolle und das machte ihr, glaube ich, Angst. Sie sagte, dass ich danach nochmal kurz dableiben solle. Als alle weg waren redeten wir dann allein und ich versuchte ihr klarzumachen, dass ich mir ganz sicher nichts antun würde. Sie ließ mich an diesem Tag etwas spüren, dass mich stolz und nachdenklich zugleich machte. Wir wussten alle, dass er der Beste im Kurs war und sie sagte zu mir, dass es nun an mir sei in seine Fußstapfen zu treten und dass sie froh sei ihm in der letzten Klausur 15NP gegeben zu haben. Das habe sie vorher noch nie gemacht.... Frau W. war also tatsächlich der Meinung, dass ich das Zeug in Deutsch habe genauso gut zu sein, wie er. Das machte mich stolz, zugleich wusste ich aber, dass ich niemals an ihn rankäme. Er war so... unerreichbar. Sie fragte mich auch, wie ich nach Hause komme. Ich hätte schwören können, wäre ich nicht mit M. gefahren, dann hätte sie mich zu Hause abgeliefert, nur, um sicherzugehen, dass ich mir nichts antue. Ich glaube, dass ich Frau W. an diesem Tag zum ersten Mal umarmt habe, weil sie eine der Personen war, die mir in erster Linie Halt gegeben haben. Wir hatten auch Schulpsychologen an diesem Tag mit in der Schule und ich weiß noch genau, dass Frau D. mich fast zwingen wollte, dahinzugehen, aber Frau W. nicht. Ich wollte auch nicht mit irgendeinem Psychologen reden, sondern lieber für mich sein oder mit meiner Mama drüber reden. Das war der Moment, in dem ich das Gefühl hatte, dass Frau W. mir näher steht, als irgendein anderer Lehrer und ganz besonders nicht Frau D.

Seit diesem Tag, mal vollkommen abgesehen von meinen Deutschnoten, hab ich Frau W. endgültig in mein Herz geschlossen und "lieben" gelernt. Seitdem ist sie eine meiner Lieblingslehrerinnen, die mich in Deutsch trotzdem immer auf Trab hielt. Ich hab da nichts geschenkt bekommen. Und dann kam mein großes Finale im Deutschabi mit Faust und meinen 15NP. Und es war ein gutes Gefühl, das zu wissen, denn ich musste daran denken, wie sie mal sagte, dass man eben wisse, was man kann, wenn man bei ihr rausgeht mit der Note. Das war soviel mehr überwältigend, als 15NP bei Frau M. oder Dr. D. je hätten sein können. Ich hatte 3 Jahre lang dieses Ziel vor Augen - 15NP bei Frau W., hiel sie für unerreichbar und "sogut wie unmöglich" und habe sie am Ende bekommen. Das macht mich unglaublich stolz.

Und es ist so unglaublich überwältigend, dass ich die Lehrerin, die ich am Anfang bestimmt am meisten von allen gehasst habe, heute unbedingt in meiner Prüfung dabei haben wollte und sie auch mit drin saß.

Es ist unglaublich toll, dass ich so einen Menschen, wie sie kennelernen durfte. 

Und ich muss gestehen, dass sie ein bisschen was an Charakterzügen von meiner Mama hat. Denn die Prüfungsergebnisse zu bekommen, die 15 in Deutsch zu sehen, sie anzuschauen und gesagt zu bekommen "Ich bin enttäuscht von Ihnen. In Gesundheit hätte ich echt mehr erwartet.", das hätte auch von meiner Mama kommen können. Und ich war nicht traurig drüber, nein, ich musste sogar schmunzeln, denn nichts anderes hätte ich erwartet von Frau W. - das war eben einfach typisch sie

Und im Grunde ist das hier ein Beitrag mit dem ich einfach nur DANKE in diese große weite Welt sagen möchte. Danke, dass ich bei einer der härtesten und besten Lehrerinnen, die ich kenne, lernen durfte und danke, dass ich ihre menschliche Seite kennelernen durfte und sie mir so lieb geworden ist.

Wer hätte das vor drei Jahren schon gedacht?

Ich jedenfalls nicht...

 

06.06.2010 um 22:00 Uhr

Ich habe ein Verlangen nach...

...Sex, achja und nach Party machen. Danach auch, ja. Vielleicht auch beides gleichermaßen... Aber beides muss leider erstmal noch ein bisschen warten *seufz*


Ra ra-ah-ah-ah
Roma roma-ma
GaGa, oh, la, la
Want your bad romance

Ra ra-ah-ah-ah
Roma roma-ma
GaGa, oh, la, la
Want your bad romance

I want your ugly
I want your disease
I want your everything
As long as it's free
I want your love
Love, love, love
I want your love

I want your drama
The touch of your hand
I want your leather studded kiss in the sand
I want your love
Love, love, love
I want your love

You know that I want you
And you know that I need you
I want it bad
A bad romance

I want your love and
I want your revenge
You and me could write a bad romance
(Oh-oh-oh-oh-ooh)
I want your love and
All your lover's revenge
You and me could write a bad romance

Oh-oh-oh-oh-oh
Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh
Caught in a bad romance
Oh-oh-oh-oh-oh
Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh
Caught in a bad romance

Ra, ra, ah, ah, ah
Roma roma-ma
GaGa, oh, la, la
Want your bad romance

I want your horror
I want your design
'Cuz you're a criminal
As long as you're mine
I want your love
Love, love, love
I want your love


I want your Psycho
Your Vertigo stick
Want you in my Rear Window
Baby, you're sick
I want your love
Love, love, love
I want your love

You know that I want you
And you know that I need you ('cause I'm a free bitch, baby!)
I want it bad
A bad romance

I want your loving
And I want your revenge
You and me could write a bad romance
(Oh-oh-oh-oh-ooh)
I want your loving
All your love is revenge
You and me could write a bad romance

Oh-oh-oh-oh-oh
Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh
Caught in a bad romance
Oh-oh-oh-oh-oh
Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh
Caught in a bad romance

Ra ra-ah-ah-ah
Roma roma-ma
GaGa, oh, la, la
Want your bad romance

Walk, walk fashion, baby
Work it, move that bitch c-razy
Walk, walk fashion, baby
Work it, move that bitch c-razy
Walk, walk fashion, baby
Work it, move that bitch c-razy
Walk, walk passion, baby
Work it, I'm a free bitch, baby

I want your love
And I want your revenge
I want your love
I don't wanna be friends
Je veux ton amour
Et je veux ta revenge
Je veux ton amour
I don't wanna be friends
(Oh-oh-oh-oh-ooh-oh-oh-oh-oh-ooh-oh-oh-oh)
I don't wanna be friends
(Caught in a bad romance)
I don't wanna be friends
(Oh-oh-oh-oh-ooh-oh-oh-oh-oh-ooh-oh-oh-oh)
Want your bad romance
(Caught in bad romance)
Want your bad romance

I want your loving
And I want your revenge
You and me could write a bad romance
(Oh-oh-oh-oh-ooh)
I want your loving
All your love is revenge
You and me could write a bad romance

(Oh-oh-oh-oh-ooh-oh-oh-oh-oh-ooh-oh-oh-oh)
Want your bad romance
(Caught in a bad romance)
Want your bad romance
(Oh-oh-oh-oh-ooh-oh-oh-oh-oh-ooh-oh-oh-oh)
Want your bad romance
(Caught in a bad romance)

Ra ra-ah-ah-ah
Roma roma-ma
GaGa, oh, la-la
Want your bad romance
*Lady GaGa - Bad Romance*

 

04.06.2010 um 11:44 Uhr

Primafein

Es ist im Grunde viel zu primafeines Wetter, um zu schreiben. Ich merke es, heute ist noch nicht so viel los hier bei Blogigo.

Deswegen melde ich mich auch nur ganz kurz mal wieder.

Gestern wars auch schon so tolles Wetter und es ist viel zu schade, diese Zeit vorm PC zu verbringen, also hab ich gestern Rasen gemäht. Das ist was, was mir Spaß macht, wirklich :) 

Und heute kommt mein Hase dann bald. Da freu ich mich schon soooo sehr drauf :)

Worauf ich mich weniger freue ist, dass wir dann Holz machen müssen. Das ist was, was mir keinen Spaß macht. 

Aber was will man machen? Wir wollen im Winter ja alle nen warmen Hintern haben...also... Augen zu und durch ;)

 


 

Ich muss total behämmert sein,
ich glaub' ich hab mich gerade bewegt,
als ich meinen Luxuskörper in der Hängematte hatte
und ich habe wieder lange überlegt.

Ich habe ein neues Manifest verfasst

und hab ihm etwas mehr Protest verpasst.
Jetzt muss es nur noch in die Druckerei,
aber die haben heute hitzefrei.

Es ist zu heiß,

es ist zu heiß,
es ist zu heiß für den Straßenkampf,
zu heiß, weil die Straße dampft.

Wir hatten aufgerufen zum vereinten Kampf gegen den Klassenfeind,

wir konnten ja nicht ahnen, dass ausgerechnet diese Woche
dermaßen heftig die Sonne scheint.

Die Massen stehen bereit.

Sie haben sich erhoben,
um den Aufstand zu proben
und das ist durchaus zu loben.

Aber Fahnen schwenken, schießen, sterben und Parolen rufen,

auf den Stufen vor dem Reichstag -
das ist jetzt mal verschoben.

Ich lieg' seit Tagen hier im eigenem Saft

und komme nicht mehr hoch aus eigener Kraft.
Also bleib ich noch ein bisschen hier im Garten
und die Revolution muss warten.

Es ist zu heiß,

es ist zu heiß.
Zu heiß um was zu zerstören,
ich glaub ich werd ein bisschen Tillmann hören.
Hab grad gar keine Meinung zu dem ganzen Scheiß,
es ist zu,
es ist zu,
es ist zu,
es ist viel zu heiß!

*Farin Urlaub Racing Team - Zu Heiß*

 

02.06.2010 um 16:06 Uhr

Ich brauche eine neue Kamera

von: Muffin   Kategorie: Sonstiges&Anderes

Ich brauch eine neue Digicam, meine alte ist kaputt und wurde dazu noch von meinen Mitschülern gehänselt, weil sie keine neue ultraflache Cam war, sondern eher groß und kompakt, aber auch keine Profikamera. Tja und letztens ist sie mir am Bahnhof aus der Tasche gefallen und ich kann den Auslöser nicht mehr betätigen. Traurig bin ich nicht sehr darüber, immerhin konnte ich mit der nur 56 Bilder machen und zu meinem Geburtstag bekam ich eine neue SD-Karte, aber die war zu klein für meine Kurbelkamera , wie sie "liebevoll" von Mitschülern genannt wurde. Ja, wie gesagt, bin nicht sonderlich traurig drüber, denn nun kann ich mir endlich eine neue kaufen.

Ich weiß nur noch nicht welche.

Könnt ihr mir da vielleicht eine empfehlen?

Ich möchte endlich eine flache Kamera haben, so wie sie heute auch üblich sind, bin ja kein Profihobbyfotograf . Die Farbe ist mir eigentlich auch relativ egal, achja und preiswert sollte sie natürlich auch sein, aber ich möchte kein NoName-Produkt, also so um die 100 Euro kann sie schon kosten.

Hab auch schon bei Amazon geschaut und muss sagen, dass ich die Samsung-Cams sehr fein finde, aber ich will ja nichts übers Knie brechen, aber bald is Abiball, da wollt ich schon wieder eine neue eigene haben.

Was habt ihr denn so zu Hause? 

 

01.06.2010 um 17:58 Uhr

Momentaufnahmen

Moment-Aufnahmen

die Zeit einen Augenblick anhalten
dem Alltag eine kurze Pause gönnen
die eigenen Gefühle spüren

ein Moment des Lebens