Naturseele

04.02.2018 um 21:42 Uhr

Ritter, Tod und Teufel

Stimmung: gut
Musik: keine


Humoreske nach dem Stich von Albrecht Dürer

http://gutenberg.spiegel.de/gutenb/pastor/duerer/bilder/0023.jpg

Wie seine Entstehungsgeschichte stattgefunden haben könnte:


Albrecht Dürer saß in seiner lichten Kammer -

aus der Küche hörte er seines Weibes Agnes lauten Jammer!

`Ich fühle mich wie ein edler, stolzer Ritter - der Teufel sitzt mir schon im Nacken -

mag ihn oder mich bald schon die Sense des Todes packen!´


Die Idee, sie ward vor seinem inneren Auge nun geboren -

sein Schöpfergeist erwuchs in ihm - noch schalt das Weib in seinen Ohren!

`Der Ritter in die Rüstung stieg und bald danach auch auf sein Pferd -

hinaus in die Welt´ - der Braten, er steht schon siedend auf dem Herd!


Albrecht Dürers Geist und seine ruhigen Hände, -

sie schufen das, was er sah, kunstvoll und behende!

Ein Stich - `wohl Nürnbergs Burg, der Reiter zog zur Schlacht!´

Agnes rief nach ihm: "Ich habe ihm sein Mittagsmahle schon zu Tische gebracht!"


`Das Weib!´, so dachte Dürer sich, `Es stört nur meine Schaffenskraft!´

Der Tisch war reichlich schon gedeckt - ein Braten schmorte in seinem Saft!

Der dunkle rote Wein, er tat sein Übriges, der Meister - er schlief ein!

So schlimm und ermüdend kann mitunter für einen Künstler das Eheleben sein!


Naturseele

04. Februar 2018


"Ritter, Tod und Teufel" , wie es zu meinem Gedichte kam -  individuelle und subjektive Deutung meiner Idee:

Wie bei jedem Künstler, sei es nun ein Maler, Bildhauer, Dichter oder Schriftsteller - die Ruhe ist das Wichtigste in einem schaffenden Leben! Albrecht Dürer, er sah sich wohl in der Rolle des Ritters, der voller Tatenkraft die Nürnberger Burg verließ, um die Freiheit im Kampfe zu suchen und daraus Abstand und die nötige Ruhe zu erlangen, könnte dies ebenso gesehen haben und er hätte die Ideen für seine Werke aus seinem Alltagsleben ableiten können. 

Sein Weib Agnes ( der störende Part oder/und gleichzeitig das nähere, ihn umgebende störende Umfeld, dargestellt als Teufel) lenkte(n) ihn womöglich viel zu oft von seinem Schöpfen ab und schmälerte seinen Willen dazu - deswegen trank er zu seiner Beruhigung und zur Beschleunigung seines Schlummers des Abends viel des roten Weines ( im Werke die Darstellung des "Tod"), um zur nötigen Ruhe zu kommen und um seine Freude am Schaffen nicht zu verlieren! Der dargestellte Tod meinte natürlich nicht den wirklichen Tod, sondern das Betäuben der lästigen Unruhe mittels des roten Rebensaftes.

Gute Nacht und einen erfolgreichen Start in die neue Woche!

Naturseele

 

 


 


 

04.02.2018 um 14:23 Uhr

Hüter des Waldes - Künder der Freiheit

Stimmung: gut
Musik: keine

 

Ein Rudel Wölfe streicht durch den Karpatenwald -

durch eine vom Vollmond beschirmte Winternacht!

Stille umgibt das Szenario - es ist eisigkalt,

eine Naturbühne auf der der Freiheit Herze lacht!


Die Freiheit auf dieser Welt, sie ist schon entschwunden,

die Natur, sie weicht täglich mehr der menschlichen Gier:

Wird das Leben auf dieser Erde einst wieder gesunden?!

Erleben Generationen der Zukunft je wieder Glück im grünen Revier!?


Die Wölfe, welche das Raubtier Mensch einst in Mitteleuropa rottete aus,

sie kehren nun aus dem Osten ins Herz Europas zurück

und bringen Hoffnung in das zerrüttete europäische Haus!

Sie verkündigen auch den Menschen ihr mögliches Lebensglück!


Ihre Botschaft sie lautet: "Schafft einen freiheitlich europäischen Bund!

Seid wie wir Wölfe so treu, mutig und frei!!"

Macht Euch zum Hüter der Freiheit wie sie und gebt offen Eure Meinung kund!!

Die Sklaverei und Diktatur des Geldes, schlagt sie entzwei!!


Kehrt zurück zu altem Brauch und zur Natur!

Nicht in den Städten - in den Wäldern kommt Ihr zur Ruhe -

im Zeichen des Wolfes erneuert Euren Schwur!

Nicht an der Börse, sondern in der Vielfalt des Lebens liegt unseres Schatzes Truhe!


Die Hüter des Waldes und die Hüter der Völker - sie lernen voneinander!

Sieh´  nach Osten! Sie künden die Quelle für Europas Heil!

Aus Rußlands Weiten rufen sie: "Europäer, steht zueinander!

Entfernt des kapitalistischen Westens trennenden Keil!"


Die Wölfe stehen auf Europas Bergen und heulen mit mahnendem Klang -

die Feuer der Freiheit entzünden sich auf´s Neue!

Die Zukunft Europas - mit menschlicher Kälte wird sie sein bang´!

Schaffenskraft und Wachstum gedeihen nur durch einträchtige Treue!


Naturseele

04. Mai 2017


04.02.2018 um 13:26 Uhr

Die Rückkehr der Wölfe aus Osteuropa

Stimmung: gut
Musik: keine


"Wo der Wolf heult, ist der Wald gesund!"

Sprichwort aus Kantabrien


Die Medien schüren oft zu voreilig Ängste gegenüber dem Rückkehrer Wolf - wahrscheinlich erinnern sich die Redakteure und Autoren von entsprechenden Artikeln an die Märchen aus ihren Kindheitstagen, in welchen der Wolf als Gefahr für unser Leben und unser Umfeld dargestellt wird, und sie glauben wohl immer noch an die Geschehnisse rund um "Rotkäppchen" und "Der Wolf und die sieben Geißlein" aus der Feder der Gebrüder Grimm, worin der Wolf oft als das gemeinhin Böse dargestellt wurde, jedoch ist er im Grunde eher scheu und jagt nur, wenn er sich selbst oder sein Rudel ernähren muß!

Die Rückkehr der Wölfe ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen für die positive Entwicklung der Bedingungen in unseren westeuropäischen Räumen. Man kann davon ausgehen, daß der Zustand unserer Wälder den Ansprüchen der Wölfe genügt, die Niederlassung der Wölfe in unseren Breiten, die Gründung der Rudel und die Zunahme der Populationen in Mittel- und Westeuropa somit ein gutes Zeichen für eine einigermaßen intakte Natur und Umwelt sind! Dies mag auch daran liegen, daß sich in Politik und Wirtschaft eine Veränderung vollzogen hat, die den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen stärker in den Mittelpunkt ihrer Interessen gerückt hat!

Der Wolf ist somit das letzte Großraubtier, daß in dieser Populationsstärke in Europa beheimatet ist! Er ist der natürliche Feind von anderem Wildgetier, darunter hauptsächlich Rehe, Hirsche und Wildschweine, die durch ihren Verbiß in unseren Wäldern viel Schaden anrichten! Er ist auch ein guter Helfer des Försters oder Jägers, wenn es darum geht, schwache und kranke Tiere zu erlegen und erhält dadurch das biologische Gleichgewicht in unseren Wäldern!

Die Bauern dürften durch das Anwachsen der Wolfbestände einigermaßen besorgt sein, weil diese wilden Gevatter nicht vor Schafsherde und Co. Halt machen, sondern ihrem natürlichem, von Hunger begründetem Jagdtrieb folgen! Wieso sollten diese Vorkommnisse jedoch ein Grund sein, das große Halali auf die Wölfe zu eröffnen - es gibt auch alternative Maßnahmen, um Herden zu schützen: der Einsatz einer höheren Zahl gut ausgebildeter Hütehunde oder das Errichten von Elektrozäunen rund um das bäuerliche Weideland!

Also ich freue mich über die Rückkehr der Wölfe nach Mittel- und Westeuropa - der Wolf ist seit meinem Kindesalter mein Krafttier, eine imposante Erscheinung, der das Rudelleben pflegt und durch seine artgemäße Lebensweise auch ein Vorbild für Familien und Völker sein kann!

Interessante Informationen über den Wolf finden Sie unter anderem auch auf der Seite des NABU:

https://www.nabu.de/spenden-und-mitmachen/patenschaften/wolf/17649.html

Mit sonntäglichem Wolfsgeheul,

;-)

Naturseele