Sternentanz

09.02.2010 um 12:49 Uhr

Lesen, vergessen, fühlen

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Atemlos und berührt
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart - Violinkonzert Nr. 2 in D-Dur, 2. Andante

 (c) jutta rother/pixelio

Seit heute Morgen bin ich im Netz unterwegs, lese Texte und Geschichten, die mir durch Mark und Bein gehen und schier den Atem rauben. Es ist unglaublich, zu welcher Schönheit sich die menschliche Sprache aufschwingen kann, wenn es darum geht, Gefühle und Empfindungen auszudrücken. Ich fühle mich ganz weich und zittrig nach meiner Lektüre - und verspüre eine unbändige Sehnsucht nach meinem Liebsten. Etwas mehr als 24 Stunden sind es noch bis zu unserem Wiedersehen. Ach, ich liebe ihn so sehr! 

09.02.2010 um 11:41 Uhr

Intimität

von: Nimien   Kategorie: Liebeszauber

Stimmung: Voller Liebe
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart - Adagio in E-Dur für Violine und Orchester

 (c) Samy13/pixelio

Intimität ist keine körperliche, sondern eine seelische Angelegenheit, wenngleich sie häufig auf der körperlichen Ebene ihren Ausdruck findet. Aber sie wurzelt im Vertrauen, in der Selbstoffenbarung, in der Hingabe. Lust und Erregung mögen auch in einem einmaligen sexuellen Erlebnis zu finden sein. Intimität hingegen muss wachsen. Vier Jahre entfaltet sie sich nun schon zwischen meinem Liebsten und mir, sie wächst, blüht und gedeiht und trägt wundervolle, üppige Früchte. Dennoch reichen ihre Wurzeln noch lange nicht bis zum Grund. Sie dringen in immer neue, unbekannte Tiefen vor, erschließen Räume, von denen ich bislang kaum ahnte, und ergründen meine Seele in einem Maße, das mir noch vor wenigen Jahren unvorstellbar erschien. Dabei nährt sich die Vertrautheit zwischen uns keinesfalls ausschließlich aus erotischen Erfahrungen. Wenn wir uns so wie gestern streiten und dann beide kreuzunglücklich sind, wenn wir so lange miteinander ringen, bis der Knoten sich endlich löst, und wir uns am Ende zärtlich und liebevoll versöhnen, dann schürt das unsere Intimität mindestens genauso sehr wie ein inniger und atemberaubender Liebesakt.

07.02.2010 um 13:43 Uhr

Heiterkeitsausbruch

Stimmung: Ausgelassen
Musik: Frédéric Chopin - Nocturne Nr. 13 in c-Moll, op. 48/1

 (c) wrw/pixelio

Eben habe ich ganz köstlich gelacht. Ihr müsst unbedingt Maximilian Buddenbohms Wochenhoroskop für den Valentinstag lesen.

06.02.2010 um 19:57 Uhr

Vor der Vollendung

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Feierlich
Musik: Barbra Streisand - All In Love Is Fair


(c) Günter Escher/pixelio

Es gibt im I Ging ein Zeichen, das 'We Dsi - Vor der Vollendung' heißt.
Der dazugehörige Orakelspruch lautet:

Vor der Vollendung. Gelingen.
Wenn aber der kleine Fuchs,
wenn er beinahe den Übergang vollendet hat,
mit dem Schwanz ins Wasser kommt,
dann ist das nichts, das fördernd wäre.

Heute Morgen ist mir wohl genau das passiert. Wie der kleine, unerfahrene Fuchs, der das Eis überquert und am Ende, kurz vor der Vollendung, doch noch einbricht, weil er unachtsam wird und zu schnell voran eilt, bin ich kurz vor Abschluss meiner Geschichte noch mit dem Schwanz ins Wasser geraten. Mittlerweile habe ich mich aber wieder gefangen. Ich habe die ersten Kapitel noch einmal gelesen und festgestellt, dass ich mit dem, was ich da geschrieben habe, doch ganz zufrieden sein kann. Es ist müßig, meine Art des Schreibens mit der anderer Autoren vergleichen zu wollen, weil jeder Schreibstil einzigartig ist und ich immer nur so schreiben kann, wie es mir und meinem Wesen entspricht. Das heißt nicht, dass sich meine Art zu schreiben nicht stetig weiterentwickeln ließe. Aber es hat dabei wenig Sinn, andere Schriftsteller kopieren zu wollen. Es ist meine Geschichte und ich habe sie auf meine ureigene Weise erzählt. Andere Geschichten, auch solche, die ich womöglich zu einem späteren Zeitpunkt noch niederschreiben werde, mögen einer anderen Erzählweise bedürfen, doch für diese hier habe ich genau den passenden Tonfall gefunden. Und nun, da die letzten Szenen zu Papier gebracht sind, da ich den Handlungsfaden vollständig ausgestaltet habe und die Rohfassung meiner Erzählung ausgearbeitet vor mir liegt, da ist mir doch ein wenig feierlich zumute.

06.02.2010 um 11:29 Uhr

Verloren im Nirgendwo

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Ausgeschlafen
Musik: Clannad - Darkmere


(c) Georges Bott/pixelio

Ist das normal, wenn sich ein größeres Kapitel dem Ende zuneigt? Plötzlich beginne ich an mir zu zweifeln. Ich lese Texte von anderen Autoren und mit einem Mal erscheint mir das, was ich selbst geschrieben habe, so klein, so unbedeutend, so belanglos. Angesichts des sinnlichen Zaubers, den manche Mitglieder der schreibenden Zunft scheinbar mühelos heraufbeschwören, erscheinen mir meine eigenen Worte plötzlich blechern und gewöhnlich. Die ständige Wiederholung des Ewiggleichen, der mangelnde Realismus, die absurden Dialoge, die fehlende Poesie - ich gehe hart mit mir ins Gericht. Oder liegt es daran, dass ich mit den letzten Szenen ringe? Nach all der Begeisterung der letzten Tage fällt es mir schwer, die Intensität auch in den wenigen verbleibenden Stunden noch aufrechtzuhalten.

Vielleicht sind meine Selbstzweifel aber auch schon die Geburtswehen der Überarbeitungs- und Verfeinerungsphase. Denn mit dem Abschluss des Handlungsstranges ist die Erzählung ja längst noch nicht fertig. Dies ist lediglich der Erstentwurf, die Rohfassung, die Basis, von der aus die eigentliche Geschichte sich entfalten kann. Und man darf auch nicht vergessen, dass ich jetzt wochenlang abgeschnitten war von der wichtigsten Quelle meiner Inspiration. Die Ankunft meines Liebsten wird sicher auch meine Imagination wieder neu entfachen. Vielleicht sollte ich mein kleines Kreativitätstief einfach nutzen, um mal wieder gründlich meine Wohnung zu putzen.

05.02.2010 um 01:19 Uhr

Endspurt

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Verliebt
Musik: Barbra Streisand - This Is One Of Those Moments

 (c) Klaus Steves/pixelio

Bald ist es soweit. In wenigen Tagen werden mein Liebster und ich uns wiedersehen. Bis dahin möchte ich die Rohfassung meiner Geschichte beendet haben. Tatsächlich ist das Ende mittlerweile in greifbare Nähe gerückt. Nur noch einige wenige Szenen warten darauf, formuliert und ausgearbeitet zu werden. Heute hatte ich sogar schon vor Mitternacht mein Soll erfüllt. Dass es nun trotzdem wieder ein Uhr geworden ist, liegt daran, dass ich nach dem Schreiben immer noch ein wenig nachlese und mich bei mittlerweile über 130 Seiten ganz gerne mal festlese. Es ist eine wirklich schöne Geschichte. Mir jedenfalls gefällt sie ausgezeichnet - was auch nicht weiter verwundert, ist sie doch Ausdruck meiner innersten Seele. Sie ist voll großer Gefühle, voller Pathos und Inbrunst, und sicher ist auch eine ordentliche Prise Kitsch dabei. Aber mei, so bin ich halt.

01.02.2010 um 19:18 Uhr

Öffnung

von: Nimien   Kategorie: Herzensbegegnungen

Stimmung: Dankbar und glücklich
Musik: Mary Black - Fall At Your Feet

 (c) Almut Bieber/pixelio

Im Kielwasser der Geschichte, die ich schreibe, kommt es zu manch wundervoller Herzensbegegnung. Natürlich betrifft das meinen Liebsten, wenn er die sinnliche Stimmung auffängt, in die das Schreiben mich versetzt. Aber es betrifft auch die Frauen in meinem Leben, meine Schwester und meine Freundinnen. In dem Maße, in dem ich mich mir selbst offenbare und Dinge zu Papier bringe, die lange nur hinter geschlossenen Lidern präsent waren, wächst auch meine Bereitschaft, mich anderen Menschen anzuvertrauen. Ich beginne zu erzählen - von meiner Geschichte, von der Sehnsucht, die ihr zugrunde liegt, von Träumen, über die ich bislang nur mit sehr wenigen Menschen gesprochen habe. Und wo immer ich meine Geheimnisse enthülle, stoße ich auf Verständnis und liebevolle Wärme. Es entsteht eine besondere Schönheit, eine verwunschene Tiefe und Vertrautheit in solchen Momenten, für die ich sehr dankbar bin.

31.01.2010 um 16:44 Uhr

Geburtstagsvergnügungen

von: Nimien   Kategorie: Herzensbegegnungen

Stimmung: Glücklich, dankbar und wehmütig
Musik: Tarkan - Salina Salina Sinsice

 (c) Karin Jung/pixelio

Die Wärme langjähriger Freundschaften • Ein Wiedersehen mit einem sehr lieben Menschen • Die Wandlung festgefügter Einstellungen • Burger und Country Potatoes im 'Bohne & Malz' • Sonnenschein und Schnee • Das Museum Brandhorst • Omelett Gaeta und Aloha Mango-Lime • Schwabing • Durch die Fünf Höfe schlendern • Bei Eis und Schnee in Gartenbüchern schmökern • Vom Fensterbrett bei Hugendubel aus auf das Gewirr der Menschen auf dem Marienplatz hinunterschauen • Dabei an meinen Liebsten denken • Gebrannte Kürbiskerne • Ein Telefonat mit meinem Schatz • E-Mails, Karten und Anrufe • Ayurvedisch kochen • Ingwerwasser, Chai-Tee und süßes Lassi • Gurken-Tomaten-Rajita • Orangen-Brokkoli, Bananencurry und Basmati-Reis • Feigen-Dessert • Der rote Phönix • Blonde Haare und blaue Augen - was für ein süßer Fratz! • Gemütliches Beisammensein im Kreise lieber Menschen • Über antifeministische Literatur diskutieren • Ein vertrautes, liebevolles und klärendes Gespräch • Hirse mit Nüssen und Pflaumenkompott im Café Rothmund • Das Wiedererstarken einer lieben Freundin miterleben dürfen • In Wortwolken tanzen • Sonne im ersten Haus, Mond im Löwen im siebten Haus und ein Steinbock-Aszendent im Solarhoroskop

27.01.2010 um 01:01 Uhr

Nächtliche Liebesflüstereien

von: Nimien   Kategorie: Liebeszauber

Stimmung: Verliebt
Musik: Alexandra - Der Traum vom Fliegen

 (c) Ray59/pixelio

Und dann, plötzlich und unerwartet, taucht mein Liebster aus seinem Schweigen auf und hüllt mich in einen flirrenden Mantel aus Liebkosungen, zeichnet geflüsterte Bilder auf meine Haut und erinnert mich wieder daran, dass er, nur er allein, die Quelle meiner Inspiration ist. Ohne ihn hätte ich diese Geschichte nie geschrieben. Ohne ihn hätte ich nie den Mut gehabt, meiner Sehnsucht auf diese Weise Ausdruck zu verleihen. Und ohne ihn wären meine erotischen Phantasien wesentlich ärmer. Auch wenn er selbst nicht gerne liest und dem Schreiben wenig abgewinnen kann, begleitet er mich doch mit zärtlicher, liebevoller Aufmerksamkeit auf meiner Reise durch Wortwälder, Vokabelberge und Silbentäler. Danke, du!

25.01.2010 um 20:56 Uhr

Schreiben als Kommunikationsersatz

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Übernächtigt
Musik: Leonard Cohen - Hallelujah

 (c) wrw/pixelio

Im Grunde trifft es sich ganz gut, dass ich so in meinen Wortwolken versunken bin. Mein Liebster hat nämlich gerade überhaupt keine Zeit für mich. Er ist gänzlich abgetaucht, hat nur noch Augen und Ohren für seine Verpflichtungen und ist so wortkarg wie schon lange nicht mehr. Das erste, was ich höre, wenn ich ihn anrufe (oder er anruft), ist der Satz "Ich hab nicht viel Zeit", und wenn ich versuche, ihm freundlich zu entlocken, was er eigentlich den lieben langen Tag so macht, dann weicht er mir so kunstvoll aus, dass es eine helle Freude ist. Mein Schatz ist in der Lage, eine Frage derart einsilbig und unbestimmt zu beantworten, dass unsere Wortwechsel nicht einmal mehr den Begriff 'Gespräch' verdienen. Es handelt sich dann nur noch um Rudimente eines Gespräches.

Ich meine das gar nicht böse. Ich kenne ihn mittlerweile gut genug, um diese Reaktion einordnen zu können, und nehme sie nicht persönlich. Aber nichtsdestotrotz sind solche Phasen oft bittere Durststrecken für mich, lange, unerquickliche Fastenzeiten, die meiner wortverliebten Seele allerhand abverlangen. Nicht so in diesen Tagen. Wenn mein Schatz mich mal wieder mit einem lakonischen Brummeln abspeist, setze ich mich einfach hin und schreibe einen geschliffenen Dialog. Gerade unterhalten sich meine Protagonisten beispielsweise über ein Buch, das ich kürzlich gelesen habe, und tauschen ihre Ansichten darüber aus. Meinem Liebsten bräuchte ich mit so etwas gar nicht erst zu kommen. Aber das Schreiben bietet mir die ideale Ersatzbefriedigung, um ein mangelndes Gegenüber zu kompensieren. *g*

22.01.2010 um 20:18 Uhr

Bloßfüßig

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Verliebt
Musik: Tarkan - Ikimizin Yerine

 (c) GRASHOFdesign/pixelio

Manchmal tut sich das Österreichische mit bezaubernden Worten hervor. Ich jedenfalls bin hin und weg vom österreichischen 'bloßfüßig', dem das deutsche 'barfuß' einfach nicht das Wasser reichen kann.

22.01.2010 um 19:33 Uhr

Schwulst

von: Nimien   Kategorie: Herzensbegegnungen

Stimmung: Noch immer vergnügt
Musik: Barbra Streisand - The Way He Makes Me Feel


(c) S. Hofschlaeger/pixelio

"Was schreibst du da eigentlich die ganze Zeit? Ein psychologisches Fachbuch?" - "Nein." - "Aha. Also Schwulst. Wohl wieder so 'ne Räuberposse."

Man muss dazu wissen, dass ich in jungen Jahren, so mit Anfang Zwanzig, mal den Rohentwurf einer herzerwärmenden Geschichte über ein junges Mädchen und einen Räuberhauptmann verfasst habe. Die Handlung spielte irgendwann im 17. Jahrhundert in den französischen Wäldern und dürfte, wie ich gestern gelernt habe, wohl dem Genre der Nackenbeißer zuzuordnen sein. Von diesen wiederum hat meine Schwester in jungen Jahren eine Menge konsumiert, so dass sie weiß, wovon sie redet.

Der oben erwähnte Dialog war Auftakt für einen heiteren Abend, in dessen Verlauf ich mehrfach Tränen lachte. Es gibt niemanden, der mich so zum Kichern bringen kann wie mein Schwesterlein.

20.01.2010 um 08:09 Uhr

Herzlichen Glückwunsch!

von: Nimien   Kategorie: Herzensbegegnungen

Stimmung: Ausgeschlafen
Musik: Mari Boine - Balu BaDJel Go Vuoittán


(c) gänseblümchen/pixelio

Anregende Gesprächspartnerin
Reich an Humor
Therapeutisch bewandert
Eine herzliche, heitere Person
Mütterlich, ohne gluckig zu sein
Immer gern in der Natur
Sie kennt viele Kräuter
Interessierte Leseratte
Als Freundin unersetzbar

16.01.2010 um 23:46 Uhr

Eine Sonate für zwei Liebende

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Inspiriert
Musik: Loreena McKennit - Lullaby

Jahrelang habe ich darüber nachgedacht, ein populärwissenschaftliches Fachbuch zu schreiben, einen praktischen Ratgeber oder einen Leitfaden zur Selbsterfahrung, bezogen auf das Fachgebiet, in dem ich seit vielen Jahren tätig bin. Und nun, da die Muse mich so plötzlich und unerwartet geküsst hat, wird es plötzlich ein Roman oder vielleicht eher eine Novelle, in jedem Fall eine rauschende, erotische Liebesgeschichte. Es ist kein Text, den ich je veröffentlichen könnte. Dazu ist er viel zu persönlich, viel zu privat, viel zu stark inspiriert von den Erlebnissen mit meinem Liebsten und streckenweise wohl auch zu explizit. Nichtsdestotrotz ist es eine helle Freude, diese Geschichte zu schreiben. Während ich mich am roten Faden entlanghangele, webe ich einen dichten Teppich aus Worten, lasse ungeahnte Muster entstehen und staune mitunter selbst über die Szenen, die sich dabei entfalten. Über hundert Seiten und mehr als 60.000 Wörter umfasst meine Erzählung schon und ich bin bei weitem noch nicht am Ende. Seit Wochen schreibe ich. Wenn ich aus der Arbeit komme, setze ich mich an den Computer und beginne zu tippen und ich höre nicht wieder damit auf, bis ich spätnachts todmüde und glücklich ins Bett falle. Es ist, als wäre ich verliebt - genauso sprühend und sprudelnd und manisch wie in der Zeit der ersten Liebe. Hach, schön!

They say if you love someone
Then set them free
If they come back again
Then in the end
It was meant to be.

~ Some Good Things Never Last

Wortwolke by www.wordle.net

12.01.2010 um 01:40 Uhr

Versunken

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Wie der Titel schon sagt...
Musik: Jamie Cullum - All At Sea

 (c) Wikipedia

Schreibend entfliehe ich der Welt. Versunken und träumend tauche ich in der Anderwelt wieder auf. Wann hatten mich Erato und Kalliope das letzte Mal derart am Wickel? Schlaf und Essen werden zweitrangig, meinem Beruf gehe ich nur nebenbei nach. Ich schwelge in Worten, Bildern, Gefühlen. Irgendwann treibt die Erschöpfung mich ins Bett. Dann reiße ich mich schweren Herzens los von den Gestaden meiner inneren Wirklichkeit, doch nur, um im Traum die Geschichte weiterzuspinnen...

09.01.2010 um 15:25 Uhr

Schreiben

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Zärtlich
Musik: Leonard Cohen - A Thousand Kisses Deep

 (c) Moreinput/pixelio

Schreiben ist, als würde man eine Geschichte lesen, während sie entsteht. 

08.01.2010 um 18:34 Uhr

Wortverliebt

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Verwunschen
Musik: Vivaldi - Violinkonzert in f-Moll, op. 8/4, "Die vier Jahreszeiten: Winter" - 2. Largo

Es gibt Geschichten, die sind so schön, dass sie dir den Atem rauben. Worte, die sich in flüssige Glut verwandeln. Bilder, die ein Feuerwerk an Gefühlen entzünden. Formulierungen, bei denen du weiche Knie bekommst. Ich liebe solche Geschichten. Kein Film und kein Foto erreicht je die magische Wirkung geschriebener Worte.

07.01.2010 um 02:09 Uhr

Das Eichhörnchen im Kobel

Stimmung: Sprühend - und immer noch nicht im Bett
Musik: Abba - Dancing Queen

 (c) Marion/pixelio

Wollt ihr mal wieder eine ganz wunderbare Geschichte lesen? Merlix macht's möglich.

05.01.2010 um 17:07 Uhr

James Camerons Avatar

Stimmung: Glücklich, erfüllt, inspiriert und sprühend
Musik: Johannes Brahms - Violinkonzert in D-Dur, op. 77 - 1. Satz: Allegro non troppo

Schon in den Adventswochen lag mein Liebster mir in den Ohren damit, dass er unbedingt in den neuen Film von James Cameron gehen wollte. Einmal im Leben wolle er einen 3D-Film im Kino sehen. Nun muss man wissen, dass ich normalerweise mit Alien- und Actonfilmen nicht viel anfangen kann (obwohl mir 'Terminator 2' überraschend gut gefallen hat). Und nach den Trailern, die ich gesehen hatte, in denen blaue Aliens durch einen knallbunten Urwald krochen, schien dies nicht die Art von Film zu sein, die mir Vergnügen bereiten konnte. "Ich mag lieber Filme, die eine gute Geschichte erzählen", maulte ich. Doch mein Schatz gab keine Ruhe und schließlich ließ ich mich breitschlagen, zwei Karten für die Nachmittagvorstellung zu reservieren.

Wir saßen also im Kino, hatten lächerliche Brillen auf und ich machte mich auf das Allerschlimmste gefasst. So völlig ohne positive Erwartungen an einen Film bin ich bislang nur bei 'Transformers' ins Kino gegangen (ebenfalls eine Liebesgabe an meinen Herzallerliebsten) und damals entsprach das dann auch ungefähr dem, was über die Leinwand flimmerte. Doch was mich diesmal erwartete, nahm mich zu meinem Erstaunen völlig gefangen. Sicher, die Geschichte ist banal und schon hundertmal da gewesen. Eine Art 'Der mit dem Wolf tanzt' meets 'Star Wars' im Regenwald. Aber ich habe nun einmal ein Faible für ökofeministische Botschaften und matriarchale Gottheiten, selbst dann, wenn sie im Science-Fiction-Gewand daher kommen. Ein Rausch an Lichtern, Farben und Formen, gepaart mit einem eindringlichen Soundtrack, zog mich in seinen Bann. Vielleicht liegt es daran, dass ich persönlich nie Erfahrungen mit Drogen gemacht habe und von daher noch Nachholbedarf hatte. Jedenfalls ging ich in der simpel gestrickten Story vollkommen auf, lachte und weinte, während mein Liebster, ohne den ich diesen Film wohl niemals gesehen hätte, etwas konsterniert daneben saß. Er fand das cineastische Drama nämlich nur mittelmäßig. Vermutlich ging es ihm wie jenem jungen Jedi von den Fünf Filmfreunden , der in seiner Filmkritik schrieb:

"Der Film wurde nicht als Action-Spektakel des T2-Machers beworben, sondern als 'Vom Regisseur von Titanic'. Und Cameron, der aber sowas von im Einklang mit seiner femininen Seite ist, wird nicht müde, in Interviews zu betonen, er habe ein Chick-Flick gedreht. Ein gefühlvolles Werk. Einen 300 Millionen Dollar Frauenfilm. Mit wichtiger ökologischer und spiritueller Botschaft. Wenn jetzt noch Celine Dion singt, wäre das wirklich ein Grund sich zu erschießen."

Celine Dion singt nicht. Leona Lewis tut es. Ein selten banales Liedchen. Ansonsten aber war der Film erste Sahne. Nicht so ein anrührendes Kunstwerk wie "Billy Eliot", nicht so wortgewaltig wie "Cyrano von Bergerac" und nicht so herzzerreißend wie "Das Leben ist schön", aber doch ein 160-minütiges Kinoerlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Und das Beste ist, das der Film auf Jahre hinaus Stoff für unzählige Lacher liefern wird. Kostprobe gefällig? James Cameron's Avatar meets Disney's Pocahontas und 18 Dinge, die ich durch Avatar gelernt habe .

03.01.2010 um 11:26 Uhr

Tage des Glücks

von: Nimien   Kategorie: Liebeszauber

Stimmung: Glückselig
Musik: Stefan Nilsson - Daniel und Lena

 (c) Martina Goslar/pixelio

Zwischen Weihnachten und Neujahr war der Mann meines Herzens bei mir und wir versanken im Liebesglück. Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was wir in diesen Tagen miteinander geteilt haben. Ich weiß nur, dass ich ihn über alles liebe und noch nie zuvor so glücklich war. Seine Zärtlichkeit, seine Klarheit und sein liebevolles Verständnis für meine Marotten sind ein unglaubliches Geschenk für mich. Vier Jahre währt unsere Liebe nun schon und noch immer gibt es Neues zu entdecken. Nach wie vor erweitern wir unseren Horizont, entdecken neue Gestade und bislang unbekannte Ausdrucksformen unserer Hingabe füreinander, tauchen tiefer ein in die Erfahrung von Lust und Leidenschaft und besiegeln unsere Verbundenheit im Alltag mit liebevollen Neckereien und heiterem Lachen. Was war das nur für ein gesegneter Tag, der mir diesen wunderbaren Mann in mein Leben gezaubert hat!