Sternentanz

28.12.2009 um 20:36 Uhr

Weihnachtlicher Sternenstaub

von: Nimien   Kategorie: Listenspielereien

Stimmung: Glücklich
Musik: Michael Bublé - Home

• Staunend und tief berührt den Geschichten meiner Mädchen lauschen
• Mich auch über kleine Gaben freuen
• Eine wunderschöne Geschenkerunde
• Besuch bei meinem Patenkind in spe
• Sofort als Tante akzeptiert werden
• Freundinnenverbundenheit
• Ein Christbaum in Gold und Lila
• Lustige Weihnachtslieder singen
• Die humoristische Variante der Weihnachtsgeschichte
• Schweinefilet und Granatapfelkerne
• Barbra in Concert
• Ein glitzerndes Festtagsshirt und eine Kette von Gubo
• Leonard Cohen und Madeleine Peyroux
• Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
• Kichern bei "Dr. Psycho"
• Mit Wortwolken spielen
• Hühnerröllchen im Gemüsebeet á la Rolf Zacherl
• Ein Wiedersehen mit meinem Liebsten
• Granatapfelkern- und Wildrosenöl von Weleda
• Zotter-Schokolade (Mandel-Rose, Apfelzimt-Honig und ButterCaramel)
• Ein Kalender mit Bildern von Gaelle Boissonnard
• Asiatisches Shi Tao Bad und Hawaiianisches Lomi Lomi Bad
• Ein Paar - Ein Buch
• In Nähe, Lust und Zärtlichkeit versinken

23.12.2009 um 21:03 Uhr

Thesaurus

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Musik: Tarkan - Basina Bela Olurum

Ich versinke in Wortwolken. Schreibend gestalte ich meine Tage. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, schalte ich als erstes den Computer ein und verschmelze mit der Tastatur, nur unterbrochen von gelegentlichen Anrufen meines Liebsten, bis ich gegen Mitternacht oder sogar noch später todmüde ins Bett falle. Und doch kann ich nicht davon lassen. Ich tanze mit den Worten und manchmal ringe ich auch mit ihnen. Oft genug ahne und spüre ich, dass der gewählte Begriff noch nicht der richtige ist. Er trifft es so ungefähr, seine Bedeutung stimmt, und doch weiß ich, dass er nicht dort hingehört. Ich brauche einen anderen Klang, eine andere Nuance, eine andere Stimmung. Dann bin ich dankbar, dass es den Thesaurus gibt, der ein ganzes Meer an Vokabeln über mir ausgießt. Ich springe hinein und tauche nach dem passenden Ausdruck. Und wenn ich ihn gefunden habe, dann fühlt es sich an, als hätte ich einen Schatz gehoben. (Wortwolke by www.wordle.net)

19.12.2009 um 21:55 Uhr

Wie in alten Zeiten

von: Nimien   Kategorie: Herzensbegegnungen

Stimmung: Glücklich
Musik: Howard Shore - The White Tree

 (c) matchka/pixelio

Heute Nachmittag war ich mit meiner lieben C. auf dem Wintertollwood und anschließend im Café Rothmund . Letzteres war jahrelang unser Lieblingstreffpunkt, vor allem zu der Zeit, als C. noch in der Isarvorstadt wohnte. Nach wie vor ist es das schönste und gemütlichste Café in München. Wir saßen gemeinsam bei Kakao und heißem Apfelsaft mit Zimt in der hintersten Ecke und sprachen über unsere Beziehungsgeschichten, unsere berufliche Situation und unsere Visionen fürs kommende Jahr. Es war wie in alten Zeiten und wir verabschiedeten uns beide beschwingt, vergnügt und genährt von sprühender Freundinnenenergie. Gerne mehr davon!

18.12.2009 um 19:29 Uhr

Erotik in Wort und Bild

von: Nimien   Kategorie: Wortwebereien

Stimmung: Versunken und traumverloren
Musik: Michael Crawford - Music Of The Night

 (c) Sunny6/pixelio

Neulich stieß ich auf ein Blog, in dem eine Frau von ihren sexuellen Erfahrungen berichtete und außerdem erotische Bilder und Videos verlinkte. In ihren Beiträgen fasste sie das, was in den Videos zu sehen war, in eigenen Worten zusammen. Ihre Beschreibungen waren sinnlich und erregend und machten Lust auf mehr. Wenn ich dann aber das eine oder andere Video anklickte, musste ich enttäuscht feststellen, dass die explizite Darstellung des Beschriebenen für mich an Wirkung verlor. Worte machen mich wesentlich mehr an als Bilder. Sie setzen meine Kopfkino in Gang, transportieren Stimmungen und Emotionen und wecken dadurch meine Phantasie. Deshalb lese ich auch wesentlich lieber erotische Literatur, als mir Pornofilme anzuschauen. 

13.12.2009 um 22:35 Uhr

Traumverloren

von: Nimien   Kategorie: Seelenspiegel

Stimmung: Sinnlich
Musik: Phil Collins - Another Day In Paradise

 (c) Jens Bredehorn/pixelio

Schon von jeher war ich anfällig dafür, mich gänzlich in emotionalen Erfahrungen zu verlieren. Ob es nun die Begeisterung für das Phantom der Oper, den Herrn der Ringe, den Mann meines Herzens, Internetforen, meinen Beruf, Dr. House, Feng Shui oder meinen Garten ist - ich mache keine halben Sachen. Wenn mich eine Angelegenheit wirklich packt, kann es vorkommen, dass sie mich wochen- und monatelang nicht mehr loslässt. Ich lese alles, was ich über den Gegenstand meines Interesses in die Finger bekommen kann, gucke 25 Folgen derselben Serie hintereinander, tauche völlig ab in virtuelle Welten oder kaufe mir 37 unterschiedliche Fachbücher zum gleichen Thema. Besonders schlimm war es, als ich vor vielen Jahren anfing, schreibend in Phantasiewelten zu versinken. Ich vergaß zu essen und zu trinken, bekam viel zu wenig Schlaf und war für die Anforderungen des Alltags nur noch bedingt zu gebrauchen. Mittlerweile habe ich mich besser im Griff, bin wohl auch wesentlich sicherer im irdischen Dasein verwurzelt als noch vor fünfzehn Jahren. Dennoch passiert es mir von Zeit zu Zeit immer noch, dass mir die Gedanken, Bilder und Tagträume in meinem Kopf vorübergehend realer erscheinen als die mich umgebende Wirklichkeit. Für meine Umwelt ist das bisweilen irritierend, weil ich dann gar nicht richtig da und nur in begrenztem Umfang auf Alltagsdinge ansprechbar bin. Aber ich selbst genieße es in vollen Zügen. Es ist wie ein Urlaub von allen Verpflichtungen und Anforderungen meines Alltagslebens - und das Beste ist: Ich muss dazu nicht einmal meine Koffer packen.

08.12.2009 um 23:34 Uhr

Drei Tage voller Glück

von: Nimien   Kategorie: Liebeszauber

Stimmung: Einfach nur glücklich
Musik: Niki Reiser - Jenseits der Stille

  

17:23 Uhr am Ostbahnhof • Winken im Dunkeln • Sein Hemd über der Sessellehne • Blicke, Küsse, Berührungen • Pizza und Burger zum Abendessen • "Das ist nicht schief, das ist ein Effekt!" • Ohne Frühstück aus dem Haus gehen • Aus Versehen schwarz fahren • Hand in Hand über die Maximilianstraße schlendern • Eine Aids-Schleife durch die Innenstadt laufen • "Och, nicht noch mal dahin!" - "Du bist so wunderschön und ganz bezaubernd!" • Vertauschte Rollenklischees • Sommerhemd im Schlussverkauf • Hanteln für die Sportskanone • Das Beatles-Gesamtwerk • Heiße Schokolade, Muffins und Chai-Tee • Ein Paar in Lila • Für mich läuft er sich sogar die Füße blutig • Geschäfte abklappern und trotzdem glücklich sein • Abends noch ins Pep fahren und immer noch glücklich sein • Die österreichischen Cover-Versionen von "Here Comes The Sun" und "Mr. Tambourine Man" • Geteilter Meinung über "Hangover" sein • Gemeinsam baden • Eine durchwachte und durchliebte Nacht • Lange brodelnde Fragen klären • Knoten lösen • Ein richtig fauler Sonntag • Haut an Haut • "Ich fahre erst am Montag." • Gar nichts Besonderes tun und dabei glücklich sein • Rhymin' Rumme • Den Soundtrack von "Kill Bill" toll finden • Lila Geschenkpapier mit gelber Schleife • Beim Abschied nicht weinen müssen, weil das nächste Wiedersehen so nah ist • Wieder allein, doch angefüllt mit Erinnerungen

04.12.2009 um 07:03 Uhr

Heute

von: Nimien   Kategorie: Liebeszauber

Stimmung: Glücklich
Musik: Michael Bublé - You and I

 (c) Katrin Arnold/pixelio

Heute Abend kommt er. Nach fast auf den Tag genau drei Monaten werden wir uns endlich wiedersehen. Ich bin so glücklich, dass ich heulen könnte.

02.12.2009 um 08:01 Uhr

Barbra is back

von: Nimien   Kategorie: Gehört, gesehen, gelesen

Stimmung: Wohlig, mit leiser Vorfreude
Musik: Michael Crawford - Gethsemane


Eigentlich dachte ich, ich sei mit ihr durch. Ihre letzten Alben habe ich mir alle nicht mehr gekauft. Zu kitschig, zu pompös, die Stimme zugekleistert von akustischem Hall und Orchesterbrei. Und dann geht sie hin und macht auf ihre alten Tage noch ein Jazz-Album. Einfach so. Ein Klavier, ein Kontrabass, eine Gitarre, ein Schlagzeug. Und dazu ihre Stimme. Auf der eigentlichen CD hat die Produzentin Diana Krall noch ein paar unaufdringliche Streicherklänge darübergelegt. Doch wer sich wie ich die Deluxe Edition kauft (die nur wenige Euro teurer ist), kommt in den Genuss der reinen Quartett-Versionen. Vorbei die Zeit der minutenlangen Schmettertöne - höher, länger, lauter! Weich und sinnlich umschmeichelt uns Barbras Stimme, wissend und wehmütig, gelassen und gereift. Sie ist sich nicht zu schade, auch raue, brüchige Töne zu präsentieren, so als habe sie endgültig Abschied genommen von Ehrgeiz und Wettbewerb. Hier singt eine große Künstlerin, eine lebenserfahrene Frau, die sich jedes einzelne Lied anzueignen weiß. Begleitet wird sie von exzellenten Musikern, deren Darbietung ein mindestens ebenso großer Genuss ist wie die der Solistin. "Love is the Answer" ist für mich ihr bestes Album seit dem "Broadway Album".

01.12.2009 um 08:01 Uhr

Takarazuka Revue

von: Nimien   Kategorie: Gehört, gesehen, gelesen

Stimmung: Guter Dinge
Musik: Haruno Sumire - Where In The World

Beim gestrigen YouTube-Stöbern bin ich auf die Takarazuka Revue gestoßen, eine japanische Musiktheatergruppe, die es sich zur Eigenart gemacht hat, westliche Musicals aufzuführen und sämtliche Rollen - männliche wie weibliche - ausschließlich mit Frauen zu besetzen. Das ist nicht zwingend ein feministisches Unternehmen, denn die Darstellerinnen wurden traditionell nach den Prinzipien Kiyoku, Tadashiku, Utsukushiku ("unschuldig, aufrichtig, schön") ausgesucht. Dennoch ist es ein interessantes Projekt. Die Dame, die ich in meinem gestrigen Beitrag verlinkt habe, heißt Haruno Sumire und ist innerhalb der Takarazuka Revue offenbar ein großer Star. Die Frau hat eine großartige Stimme und eine beeindruckende Bühnenpräsenz. Unter anderem spielte sie den Tod in "Elisabeth". Wenn man sich nicht davon stören lässt, dass Japanerinnen die Habsburger Monarchie zum Leben erwecken, gibt es dazu auf YouTube einige faszinierende Kostproben ihrer Kunst. Haruno Sumire singt als Tod mit "Der letzte Tanz" mal eben Uwe Kröger an die Wand (wobei dem Japanischen klanglich die nötige Härte fehlt). Gut gefallen hat mir auch der Epilog, der bei Takarazuka gänzlich anders inszeniert ist als im westlichen Theater. Sogar ihre Interpretation von "Nessun Dorma" kann sich sehen lassen, auch wenn es lustig klingt, wenn eine Japanerin Italienisch singt.