Ode to Melancholy

22.10.2010 um 00:37 Uhr

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Musik: Empyrium - A gentle grieving farewell kiss

 

 

..und würdest von deiner Gottheit wissen wollen, wann  denn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, so würde sie dich fragen: “Was ist das, Zeitpunkt?”
Wie ein in Schutt und Asche gelegtes Haus, lag er nun da. Die Arme verschränkt und doch von sich geschoben, als gehörten sie nicht zu ihm. Wie denn auch, er hatte keine Kontrolle mehr über sie und darüber was sie taten. Er spürte sie nicht mehr - fühlte Schmerzen, doch sah keine Wunden. Nicht wenn er sich ansah.  Es war nicht  diese Art von Schmerzen die man heilen konnte. Wie ein Dämon, gefangen in der Gefühlswelt seiner Seele, der sich schleichend doch unter Höllenqualen  durch den Geist fraß, bis das Bewusstsein und seine Eindrücke wie ein Scherbenhaufen in einem ruhte und sich bei jedem Schritt mit Schmerzen in der Brust zu Wort meldete. Er hatte das alles nicht gewollt, doch nun kamen die Gefühle und Taten, die er zur falschen Zeit den falschen Personen gegenüber zeigte, wie eine riesige Welle auf ihn zurück. Karma nennen es die Einen, Schicksal die Anderen. Doch in Wirklichkeit, war es nur die reinste Form der Gerechtigkeit. Das hatte er verstanden, und das war es auch, was ihn ohne zu klagen diese Demontur seiner Schale, Nacht für Nacht ertragen lies. Stark sein hieß, es sich nicht anmerken zu lassen, es über sich ergehen zu lassen und für all das zu büßen was man getan hatte. Stark sein hieß zu schweigen, auch wenn das Gegenüber verstand.  Doch manchmal, da schaffte auch er es nicht mehr alleine. Schaffte es nicht, zu ertragen  und seine Tränen zu verbergen - seinen Schmerz in die Welt hinaus zu schreien. Selbst wenn seine Würde dagegen ankämpfte. Alte Narben, die sein Herz zierten, rissen durch neue Wunden wieder auf und galten in jenen Nächten, in denen auch der Stärkste, Schwäche zeigte, desinfiziert zu werden. Die Teufel in einem mussten  gezügelt, eingesperrt werden, wenigstens für die kurze Zeit in der das betäubende Gefühl der Leere, seiner Seele eine Atempause einbrachte. Selbst, wenn dies mit der Gewissheit geschah, dass die Vergeltung hierfür mit doppelter Härte folgen würde.
Komisch, dass er all die Jahre dachte ein guter Mensch gewesen zu sein und dabei nicht bemerkte wie viel Hass in ihm steckte. Wie viele unverzeihliche Fehler er begannen hatte. Ja, sie waren wahrlich unverzeihlich und sie rückgängig zu machen, wäre auch nur wieder ein vergeblicher Versuch den Zorn der Welt zu besänftigen. Seine Worte, Entschuldigungen - das alles zählte nichts mehr. Hatten seinen Wert verloren. Zu oft hatte er gelogen.  Zu oft wurde er belogen. Zu oft hatte er betrogen. Zu oft wurde er betrogen - Nicht oft genug. Zwei Schläge musst du einstecken um den einen, von dir angebrachten vergessen zu lassen. Das hatte das Leben ihn gelehrt. Doch nicht nur das. Auch wusste er mittlerweile festzuhalten - an Erinnerungen, an Menschen, an Gefühlen die real waren. Sie waren es, die ihn einst in den Ruin stürzten doch auch sie sind die einzigen die das alles wieder aufbauen konnten. Größer, schöner und prachtvoller als jemals zuvor. Und jeder, noch so kleine Moment,  der einem im Gedächtnis geblieben ist, war das alles hier Wert.
Er wollte doch gar nicht aufgeben.
Das Ziel immer noch vor Augen, wenn auch in weite Ferne gerückt.
Auch wenn der Teufel auf seine Schultern drückt.

 

20.10.2010 um 22:00 Uhr

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Es ist nur mein Geist, der mir einen Streich zu spielen gedacht,
Denn hier ist nichts -  nur Nacht, nur Nacht!

Stille, ja Stille - verstummt und verhallt
Das Rascheln, das Raunen, kein Klang mehr erschallt
Doch wo bin ich? Was tu ich - hier tief im Wald?
Ersinne den Morgen, ach käm er doch bald
Verirrt und vergessen - den Lieben entrissen,
Einsam, verloren - mein Wille, verschlissen...
 

20.10.2010 um 21:30 Uhr

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..and many a moon shall rise...
..and lead me into the cold embrace of the night
Here we drown in our grief, drown in an absence of light.
Here is no shelter; no escape from our heart,
Entwined in this tragic embrace I fear and bemourn to depart.

When the shadows fall,
and the sun sets in us all...

Just silent hopes remain & the aching grief that grows
into a bottomless vale I fall - O, I give myself away...
Away, to this dim and misty place
My heart reflects the night...

Languid moonshine I bath my skin in thee
O may thy beauty be revealed in me.
Silent winds, whisper to me
thy songs of solitude and joy...

20.10.2010 um 21:23 Uhr

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Musik: Empyrium - Dying brokenhearted


Still, still war die Nacht,
nur reget sich sacht -
von Dunste bedeckt,
ein See tief im Walde,
im Schilfe, die Schwäne,
ihr Wehklagen hallte....

Die Maid indes irrte
nächtens umher,
ihr Schmerz ungeborchen -
kein Trost nimmermehr.

Als ob man sie jage,
über Stock, über Stein,
immer tiefer ins Dickicht,
ins Dunkle hinein.

Ihr Herz pochte - raste! -
wie Donner in ihr,
die Welt war im Schlummer,
allein war sie hier.

Alleine im Kummer,
der See lag vor ihr,
das Jammern der Schwäne,
es lockte sie hierher....


Die Schwäne sie lockten
sie zu sich hinein.
Sie trieb auf den Wogen
ins Dunkel hinaus,
sie trieb mit den Schwänen
ins Dunkel hinaus.....

20.10.2010 um 21:17 Uhr

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Drei mal war ich schon hier. Eindeutig zu oft für meinen Geschmack. Obwohl jedesmal starke Gefühle im Spiel waren, erinnert man sich nicht gerne daran. Schmerz, Zorn, Zusammenhalt, Beistand, Liebe, ja sogar das Gefühl wahrer Freundschaft haben sich an jenen Tagen durchs Gemüt geschlichen. Und doch war jedes mal dieser Schwarze Schleier, der sich über alle anderen Empfindungen legte. Ob es wohl dafür da war, sie alle zu hüten? War die Trauer der Hirte unserer Erinnerungen? Der Hirte der inneren Einkehr, die drohte im Getümmel der vielen Emotionen unterzugehen und uns so den letzten Funken der Hoffnung zu rauben?
Und dann diese Glocke. Ihr Lied erzählte eine Geschichte..doch erst als der Glöckner aufhörte sie zu führen. Diese letzen drei Schläge, die sie aus eigener Kraft noch schaffte. Es waren die längsten und die tiefgründigsten..noch Minuten später hörte man den Nachklang ihres Klagelieds. Unseres Klagelieds. Dabei wollten wir gar nicht klagen. Man hat uns gefragt, doch wir waren uns einig, dass dies nicht der richtige Weg ist. Ob wir uns was vorgespielt haben?..der letzenendes hat jeder von uns geklagt. Angeklagt. Doch wir wussten zu diesem Zeitpunkt wohl selbst nicht, wen. Wahrscheinlich hat jeder erst im Nachhinein gemerkt, dass wir es uns selbst zugeschrieben haben. Sogar der Zorn hat uns selbst gegolten.
Zum vierten Mal stehe ich nun hier. Betrachte ihn diesmal aus einer neuen Sicht. Diesmal ist es die Leere die mir hilft, diesen Ort zu verstehen. Es ist kein schöner Platz. Er wurde auf ewig dazu verdammt, ein Ort der Trauer zu bleiben. Und zu grau ist er, als dass er den Menschen Trost spenden könnte. Den Hauch von Glücklichsein, kennt er nur aus Erzählungen. Und erzählt er Geschichten, so sind es keine schönen.
Er sollte einem Leid tun..