Königin der S@L@THERZEN

09.02.2012 um 21:22 Uhr

13:13 Uhr

Wenn jemand mit seinen Gefährten nicht Schritt hält, so tut er es vielleicht deshalb nicht, weil er einen andern Trommler hört."

"Walden", 1854. Henry David Thoreau 

 

Liebe Mom, geliebte Mutter, beste Freundin, schönste Zuhörerin, kritischste Gegnerin. Du folgst jetzt einem anderem Trommler. Machs gut, gute Reise. Leb wohl.

Um 13:13 Uhr hast Du Deinen letzten Schnaufer getan. Tiefer Schnaufer, guter Schnaufer. Du bist nicht erstickt, wie Du es immer befürchtest hast, Deine größte Angst. Alle waren wir da. Ich bei Dir im Betti, die Hand auf Deinem Kopf. Und dann öffnest Du noch ein letztes Mal die Augen, warst ein letztes Mal DA. Du warst bei uns, bei uns allen und wir bei Dir. Wir haben es gemerkt, Du hast es gemerkt. Alles war gut.

Vielen Dank für Deine Liebe. Ich liebe Dich.

06.01.2012 um 14:57 Uhr

Historische Augenblicke…

…. erfordern historische Blogeinträge. Ich bin.....

 

 

Seife!

 

 

Seit gestern 15:00 Uhr, bin ich hochoffiziell Unternehmerin. Mit allem Rapp und Schnapp.

 

 

Zunächst: Ich wünsche Euch allen ein frohes, neues und vor allem gesundes Jahr. Wie ich sehe, lese, höre, sind die meisten gut reingekommen, mal von kleineren Schäferhund-Attacken und ähnlichem abgesehen. *grins*  Wir haben uns -wie alle Jahre- einen Ruhigen gemacht, nachdem Weihnachten mit meinem Clan und dem Clan des Meinigen immer "etwas aufregend" ist (Genau genommen, war es selten so schlimm), haben wir einfach Extrem-Couching vorgezogen. Kleines elegantes Abendessen, dann um kurz vor zwölf Pulle Champagner geöffnet, die Pulle bis um halb eins getötet und angeschickert ins Bett. 

Willkommen in 2012!

 

Und wie es die Tradition will und damit ich am 31.12.2012 was zu lachen habe, anbei die guten Vorsätze:

 

 

 

 

-Ich möchte Knöpfe selbst herstellen (Seit wir den Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button" gesehen haben, wo der Babba von besagtem Benjamin auf der Visitenkarte "Knopf-Fabrikant" stehen hatte, bin ich von dieser Idee irgendwie hell auf begeistert. De facto bin ich zwar noch Controller, de jure nicht mehr, also auf zu neuen Ufern!

 

- Ich möchte meine Freunde öfter sehen. (Die sind leider über halb Europa verstreut, aber dafür wurden ja Autos und Flugzeuge erfunden. Die Schweiz, Österreich und vor allem der hohe Norden und der wilde Osten dürfen sich schon einmal warm anziehen!)

 

 

-Ich will besser tanzen lernen. (Leichter gesagt, als getan. Es rappelt noch immer innerhalb der fünf verschiedenen Verbände, da kommen nur gaaaaaanz knapp Meisterschaften und/oder Regelwerke für Turniere und vor allem Ausbildungen zustande.  Ich sollte Boxen gehen, da gibt es nur vier Verbände....)

 

 

-Ich möchte mehr lesen. (NOCH MEHR??? Jupp, betrachte ich mir meine Leseliste, komme ich nur auf 60 Bücher in 2011. Ziemlich lahm. Ich habe jetzt schließlich einen Bibliotheks Ausweis UHUND (Ja, das Jari hat mich schon geschimpft!) einen kindle von Amazonien, den ich strahlenförmig liebe und überall mit hin schleppe. Jetzt brauche ich wenigstens die Klassiker nicht mehr kaufen, die gibbet für umme. *freu*

 

 

-Ich will ordentlicher werden! (Ganz im ernst? Ich würde ungern mit mir zusammen wohnen wollen. Ganz gruselig ist es in der Adventszeit. Da fliegt ÜBERALL, wo ich gehe und stehe Bastelkram herum. Ich habe das seltene Talent, ganze Eßzimmertische (Sehr groß, also wirklich groß!) unter Seifenbandarolen und selbstgemachten Schokoladen verschwinden zu lassen. Einem Gerücht zufolge, hat der Meinige den offiziellen Schreibtisch (Wir haben mehrere Computer im vollvernetzten Haus) schon ein Vierteljahr nicht mehr gesehen, weil ich den auch -öhm- versteckt habe. Ebenfalls unter Kruschelkram und Bastelzeuch. Und wenn ich in der Küche loslege -Stichwort: Marmeladenliste- kann man sich eigentlich nur noch mit dem Klappspaten zwischen Tür und Ablage oder Spüle bewegen. Ich halte es ja gerne mit Albert Einstein (Geniale Menschen sind selten ordentlich, Ordentliche selten genial), aber darauf fällt der Meinige nicht mehr rein. Ich werde mich also bessern müssen und weniger flächendeckend arbeiten. Höm....

 

 

-Ich will meine Nichte öfter sehen! (Und zwar Basta! Die muss öfter mit normalen Menschen zusammen hocken, sonst wird die mir bei meinem Bruder noch komplett plemplem. Oder rennt mit knapp 18 mit der Utzi durch eine Fußgängerzone, wir werden sehen. Außerdem, will ICH mehr für ihre Bildung tun, aber das ist ein langes Thema. *seufz*)

 

 

    

-Ich werde ein Seifenimperium gründen. (Siehe oben und: Soweit der Plan. An dieser Stelle, möchte ich mal kurz festhalten, das ich nicht in der Lage bin, einer Seife eine bestimmt Farbe zu geben! Was ich kann ist: Hellbeige, Dunkelbeige, Wüstenbeige, Lamabeige, Mittelbeige, Sandbeige, Grünbeige, Perlbeige, Braunbeige, Graubeige, Beige und Weiß. Grün kann ich auch, aber das ist reines Olivenöl, da geht behsch von vornerein nicht. Seit gestern, bin ich stolze Besitzerin einer Armee von farbigen Tonerden. Die zerschlägts nicht im Seifenleim, die sind wunderbar bio und eher zart pastellig, als zu knallig. Ihr schmutzigen Menschen: Ich komme!!!

 

Vor diesen Plan, wurde der Gang zu diversen Ämtchen gesetzt. Was dort passierte, würde hier Seiten füllen, da ich aber ein Mensch bin, der sich gerne kurz und knapp fasst (Nein, meinen Humor habe ich immer noch nicht verloren!), möchte ich das hier nicht weiter erörtern, nur soviel: Die wollen für jeden Mist Geld! *grrrr* Und außerdem wird es jetzt auch richtig spassig. Stichwort Finanzamt. Da bin ich fasst in Ohnmacht gefallen, was die an Papier auf mich geworfen haben, von wegen "Unternehmengründung leicht gemacht!" Nada!!! Vor diesen Wunsch, haben die Götter die Ämtchen gesetzt. *nomma grrrrrr* Aber, das wird. Ich bin zuversichtlich.

 

 

Noch was? Ja, vielleicht den Jakobsweg mal wieder laufen. Die Strecke über den Somport Pass, würde ich gerne gehen. Schaun mer mal.

 

 

Aber soweit: Post scritum:

 

FROHES NEUES!!!!!!!!!!!

 

 

 

 

 

 

Post scritum: Die NASA hat den Untergang der Welt in 2012 abgesagt. Es wären sooooo viele Anfragen reingekommen: Is nich. Die Luft hätten sich die Maya sparen können. Und wir müssen wiedermachen. Mist.  

19.12.2011 um 17:10 Uhr

Es backt das Tanti Plätzchen

von: Pelegrina   Kategorie: Wonderwoman in klein

Ach Kind, Kind, goldenes Kind. Da sitze ich gestern Abend und stöhne, was ich meiner kleenen Möhre schenken soll. Meiner lieben Maus, meiner Motte. Und an dem Tag, als sie zum Plätzchen backen da war, hätte ich sie…. Von vorne.

 

Ich bin mir sicher, mein Bruder hat einen Zettel in der Tasche, auf dem steht: „Einatmen, Ausatmen, Einatmen, Ausatmen“ . Und den holt er immer raus, wenn er blau anläuft und überlegt: „Da war doch noch was?“ Der Mann hat tausende Leute unter sich, fliegt in der ganzen Weltgeschichte umher, hat –wie ich aus sicherer Quelle weiß- ein gutes Händchen bei der Führung von Mitarbeitern und scheinbar auch, wenn es um das Geschäftliche geht, denn sonst hätte er es nicht SO weit gebracht. Ich frage mich aber, wie so ein Lebenslegastheniker, es überhaupt auf diesen Posten geschafft hat? Oder warum den nicht schon längst die Stadtlinie überfahren hat?

 

Erklärung:

Operation Plätzchen backen wird immer generalstabsmäßig geplant. Ich mache mit der Mutter von ihr, den Termin aus, die verwaltet nämlich den Terminkalender (!!!) des goldenen Kindes. Das passiert meist so drei Monate vorher, denn ihr Kalender ist knallevoll und im Dezember, sind wir ja auch ständig unterwegs. Spätestens zwei Wochen vorher, werden Unterhändler (Ich und mein Bruder) geschickt, um die genaueren Modalitäten auszumachen. Das läuft seit fünf Jahren so und es ist immer das Gleiche.

 

JEDES Jahr, wirklich JEDES Jahr, fragt er mich, ob Celine-Cathrine Anastasia Marie (IMMER alle Vornamen in der richtigen Reihenfolge aussprechen! Adel verpflichtet!) Bettzeug mitbringen soll. JEDES verfluchte Jahr! Und jedes Jahr, sage ich ihm, das wir die acht Garnituren, die wir besitzen NICHT weggeschmissen haben. Warum auch? (Ich glaube, er hat da seit Jahren den gleichen „Abarbeite-Zettel“ für das Pele-Backen). Dieses Jahr komme ich ihm zuvor und sage gleich, dass wir echt keine Bettwäsche wegwerfen. Echt nicht! Gut geklärt. Was sie mitbringen soll? Also das, darf er sich mal langsam auf seinen Zettel nehmen: Ihre Kinderschürze (ACHJAAA!!!!!), richtige Hausschuhe und nicht diese Stoff-Tempelschleicher, wegen der Katzenhaare (ACH, STIMMT!!!) und ein paar coole Spiele, wir ham doch keine (AH! OKEEEE!) Hier, echt jetzt! Das Spielchen machen wir IMMER, wenn sie zu uns kommt. Hört der den Schlag nicht mehr? Jedesmal ist das etwas komplett Neues! Was resch isch misch uff? Dann Uhrzeit klären und wie sie von A nach B kommt. Meistens sammeln wir sie ein und bringen sie auch wieder, dieses Mal will er sie selbst bringen. Wegen mir.

Um 13:00 Uhr? Um Eins? Japp, eins. Also gut 13:00 Uhr.

Zwei Tage später kommt eine SMS: Wann haben wir gesagt? Um Eins? Jipp, um eins.

Eine Woche später, kommt eine SMS: Bleibt es bei 13:00 Uhr? Jupp, immer noch 13:00 Uhr.

EINEN TAG VORHER ruft er an, ob ein Uhr genehm wäre?

Aaaaahhhhhhhhh. Isch kann so ned abbeide.

 

Wer steht um Punkt eins am Fenster und schaut, wo die Baggage bleibt? Ich. Wer kommt nicht? Er und sein Froillein. Anruf um viertel nach eins: Wir gehen jetzt noch eine Wurst essen (???) und dann kommen wir. Und dann trudeln die um zwanzig nach ZWEI (!!!!) ein! Hallo? HALLO??????? Nimmt der mir mal über eine Stunde Backzeit, mit der Kurzen? Das ist gemein. Blödmann. Er liefert sie ab, streichelt sich einmal durch den kompletten Zoo und schwirrt wieder ab. Ich greife mir Celi:“ Sag mal, wieso kommt ihr denn so spät?“ Sie zuckt mit den Schultern: „Schulprobleme“ und so richtig glücklich sieht sie auch nicht aus. So und jetzt wird es arg:

 

Sie hat jeden Tag -bis auf Mittwochs- acht Stunden Schule. Anschließend geht sie in den Hort, Hausaufgaben machen, danach diverse freizeitliche Aktionen, wie den Schulchor, zum Video Clip Dancing und seit neuestem Badminton. Wobei sie Hobbytechnisch, jedes Vierteljahr eine neue Sau durchs Dorf treibt. Egal. War bei mir in dem Alter genauso. Sodele und anschließend heim und MINDESTENS drei Stunden lernen! Auch Samstags. Auch Sonntags. Da haben wir schon seit längerem so ein wenig Gesprächsbedarf, ich hänge mich da zwar nicht wirklich rein, ich finds aber nicht so prickelnd, wie ihre Kindheit verheizt wird.

 

Und genau das ist auch an jenem Samstag passiert: Sie musste lernen. Für Chemie. Und zwar keine drei Stunden, sondern vier und DANN durfte sie erst zu mir backen. Und was war? Sie hatte Frust. Na, den hätte ich auch gehabt, beziehungsweise hatte ihn. Ergo machen wir doch erstmal einen…..

 

*sidekick* 

Ich bin ein Arsch. Punkt. Ich war an dem Tag nicht gut (genug) zu ihr. Der Meinige und ich, sind am Vortag in eine richtig blöde Situation geschlittert und das hing mir noch im Hemd. Ich kann doofe Sachen oft tagelang nicht abschütteln, da denke ich drauf rum und bin (hahaha…ja wirklich!) entsetzlich maulfaul und grüblerisch. Dann und wann auch ungnädig und genau da ist sie ins offene Messer gelaufen. Ich Arsch, ich. Sprechen wir es mal offen aus, war ja auch so.

*ende gelände*

 

So, wir beide etwas angefrustet, aber Pele hatte ja Chemie Leistungskurs (Vor gefühlten zweihundert Jahren) vielleicht ist noch was zu retten. Um was es geht? Um Emulsionen, also Suspensionen oder Dispersionen und Sedimentation. Das sei ihr zu chemisch, das rafft sie NIE! Chemie muss nicht chemisch sein (Der hat sie doch garantiert mit Formeln bis zum Sankt Nimmerleinstag gequält!!!! Arg!) und wir mixen munter Essige und Öle, Tomatensaft kommt durchsichtig aus dem Kaffeefilter und Bier (Öhöm) und Cola geht auch. Wir trennen und emulgieren, lassen beim Backen die Eier auf dem Öl schwimmen und murksen sie erst dann ab und siehe da: Chemie kann man anfassen UHUND macht total Spaß. Die Welt ist gar nicht mehr so schrecklich, denn wir winken Mathe auch spielerisch durch und sie ist happy. ICH könnte meinen Bruder umbringen. Der macht alles streng nach dem jeweiligen Lehrbuch und sie langweilt sich zu Tode. Aber bei Tanti ist halt alles cool! („Darf ich Dich Tanti nennen?“ „Nein, sonst steck ich Dich in den Plätzchenteig und back Dich mit den anderen Dingern im Ofen!“ „Tantchen, vielleicht?“ „Dann drehe ich den Ofen noch HOCH!“) Sie gluckst vor Vergnügen.

 

Danach haben wir beide nicht so kurzweiligen Smalltalk. Was ist passiert? Ich hatte alle Teige (Ausstechkekse, Magenbrot and so on) vorbereitet und zum kühlen, draußen in den Anbau gelegt. Als ich sie wieder hereinhole, sind die hart wie Beton. In den Vorjahren, habe ich immer das kneten und das ausrollen übernommen, das konnte sie nicht so gut. Das ist vorbei, jetzt muss sie ran und wir schnappen uns beide eine Kugel Butterplätzchenteig und walken ihn unter Stöhnen und Ächzen weich. Und dann geht’s los: Was meine Lieblings Casting Show wäre? Gar keine, finde ich alle doof. Wo so ein blöder Mundharmonika Spieler gewinnt, ist Pele sehr, sehr weit entfernt. Was mein Lieblingsbuch wäre? Hatten wir an meinem Geburtstag erst, hat sich auch nix dran geändert, sie kennt eben Anna Gavalda immer noch nicht, woher auch? Das is erst mal nix für Kinder. Wie alt die Katzen sind? Die werden einzeln durchgehechelt und ich sage ihr, dass sie das mittlerweile echt wissen könnte (WA, da war ich echt ungnädig!!!) das fragt sie nämlich im vier Wochen Takt.

 

Und so weiter und so fort. Was war geschehen? Sie wollte UN-BE-DINGT irgendeine Gemeinsamkeit mit mir finden und ich habs nicht gerafft. Erst als wir beide Justin Bieber schaiße finden, quietscht sie vor Vergnügen und mir fällt der Groschen, dass ich mal aufhören muss, so doof zu ihr zu sein. Habe ich auch gemacht und es wurde ein wirklich vergnügter Nachmittag.

 

Der Rest und was sich geändert hat:

 

Sie ist motorisch geschickter geworden und man kann mittlerweile die Plätzchenformen erkennen. Hatten wir bis zu diesem Jahr nicht. Standardspruch meinerseits: „Hase, ein wenig ordentlicher, ja?“  Da konnte man nämlich zeitweise noch nicht mal einen Stern erkennen. 

 

Sie rennt nicht mehr im fünf Minuten Takt ins Wohnzimmer, um die Katzen mit den Klebefingern zu streicheln. Das hatten wir nur noch stündlich.

 

Sie hat zwischendurch FÜNF Mal die Küche gefegt. Es ist ihr selbst aufgefallen, normalerweise, kehre ich immer um sie rum, damit das Gebrösel nicht durchs ganze Haus geschleppt wird. Ich bin begeistert!

 

Es wurden nur zwei Bleche angemalt.

Das Highlight schlechthin: Plätzchen mit eingefärbtem Puderzucker bekleistern UND anschließend eine stattliche Anzahl Zuckerperlen unterschiedlichster Couleur darauf rieseln lassen. Und auf den Boden und hinter die Schränke und ins Mehl UND ins goldene Kind höchstpersönlich. Das ist jedes Mal eine Sauerei! Das konnte ich alle Jahre abends mit dem Spachtel von ihr runterholen. Und die Zuckerperlen, habe ich Ostern noch gefunden. Wollte sie dieses Jahr auch. „AU, JAAAAAA! Jetzt kommt das Beste!!!“ Und ich musste sie enttäuschen. Das isst nämlich niemand. Diese Perlen sind entweder groß, furchtbar hart und schlecht zu beißen oder aber so klein, dass sie jedem zwischen den Zähnen hängen bleiben. Die ganze Familie hat gebettelt, wir mögen doch bitte NICHT verzieren. War sie traurig und umstimmen, ließ sie sich auch nicht. Ich hatte zwar das ganze Zeug im Keller verschwinden lassen, aber da tat sie mir doch zu leid und zwei Bleche, mussten dran glauben. Und da war sie wirklich glücklich. Hinter ihrem Rücken habe ich den Rest wirklich nicht mehr ausrollbaren Teig genommen und ihre Initialen ganz groß auf ein Blech gebastelt und heimlich gebacken.  War ich da die absolute Queen? War ich. Absolut. Mensch, was hat sie gestrahlt. Und erzählt ständig noch davon. Na, das nenne ich doch mal Highlight im Leben einer Zwölfjährigen. Menno…

 

 

Dann haben wir noch einen kleinen *hüstel* Nebenkriegsschauplatz. Es ist kein Sidekick. Es ist ein Kriegsschauplatz.

 

Ihr Patenonkel –mein ältester hessischer Bruder, ich hab da ja noch das Schweizer Exemplar- hat um eine Dose Plätzchen gebeten. O-Ton: Er partizipiere nicht von unseren Adventsbäckereien.

 

 

Aha. Und da soll sich EIN MENSCH WUNDERN, warum ich heulend und kreinend einen Tag vorher in der Küche hocke und mich selbst fertig mache (Kann ich richtig gut!) und runterreiße, weil keiner mehr Werte kennt! Weil jeder nur noch diesem Konsumterror hinterher hechelt und keiner mehr backt, einkocht (Da habe ich gestern SO ein cooles neues Rezept entwickelt!!!), strickt, häkelt –das mit der Seife lassen wir mal außen vor, das ist zu exklusiv- mit Früchten einen Uffgesetzten braut oder sonst was macht. JEDES Jahr, steht bei mir eine Schlange und will etwas Selbstgemachtes. Ist für mich okay, wenn mir mein Moralischer nicht dazwischen kommt: Warum macht das keiner mehr?  Wieso der gekaufte Gammel? Ich hab so richtig Sinnkrise und so richtig schööööön lange. Mit die ganze Zeit dabei flennen und Rotzenase. Wenn MICH morgen die Stadtlinie überfährt, nehme ich ein komplettes Familienleben mit ins Grab. Aber da fragt ja auch keiner und mal davon ab: Üfftelstütz hat keine Stadtlinie. Alles wird gut.

 

 

Das Kind packt vier* Plätzchendosen aus und ich versuche den ersten Vorstoß: Oh, cool. So viele Dosen! Dein Patenonkel Donald** möchte nämlich auch so..

 

 

NEIN!

 

 

Gebrüllt. Laut. Noch bevor ich den Satz zu Ende gesprochen habe. Dann fängt sie sofort an, hektisch zu atmen und die Augen flackern. Die ist mir kurz vorm Durchdrehen. Heidewitzka. Das kann ja mal spaßig werden. Ich lasse es für den Moment, bevor sie mir aus den Latschen kippt, bin aber wild entschlossen, meinem Bruder wirklich eine der Dosen aus dem Arm zu drehen. Sie soll teilen lernen! Wir verbacken sechs Kilo Mehl. Geht’s noch? Davon bekommste eine Armee satt. Nachher, wenn der Meinige zur Verstärkung da ist. Jaaaaa, der hat sich wiedermal auf die Kegelbahn verzogen….

 

*Häh? Das war bislang nur eine, plus die vom Flohmarkt. Häh?

 

** Den und seine Frau hatte ich irgendwann mal Donald und Daisy getauft. Bitte hier lang und sich schlau lesen: Da isses!

Von der Kegelbahn, kommt der Meinige um genau 21:30 Uhr. Bis dahin haben wir gebacken. Und ganz im Ernst? Ich bin ein Wrack. Klar, bleibt das meiste an mir hängen und sie kann sich immer mal wieder vermücken und die Katzen bespaßen, aber soooo spät, waren wir noch nie. Ächz. Pizza bestellen, sonst nix mehr. Protest ihrer Vorzüglichkeit: Nö, Du hast gesagt, wir woken! (Jaaaa, schon wieder. Das hat sie sich gewünscht.) Aber echt nicht mehr so spät! Ich halte mich schon sitzend (Rücken!) in der Küchenecke auf und klammere mich an ein Bier. Und natürlich kochen wir noch, NUR das sie kochen muss! Wir schnippeln alle gemeinsam, am Wok, steht sie alleine. Wir sind ihr stets zur Seite und erklären und schauen, aber kochen muss sie alleine. Findet sie TOP-COOL.

Bekommt aber auch Streß, als dann noch die Mienudeln ins Spiel kommen und da helfen wir ein wenig mit. Ansonsten, waren wir nicht EINMAL am Wok. Sie hat sich gefreut, wie ein Depp und ich frage sie, ob sie dem Papa nicht dann und wann hilft? Nö, der kann doch nur Gulasch. Aha. Dann lernt sie es eben bei uns. Hat zwar noch nie ein kleines Küchenmesser (Kneipchen in Hessen) in der Hand gehabt, aber lieber spät als nie.

Und geschmeckt, hat es auch. Alles heiter und so weiter, aber dann kam der Fernsehabend. Meine Güte….. Dazu aber ein annermal mehr, ich geh jetzt auf Geburtstag von Papili.

19.12.2011 um 14:01 Uhr

Hüüüülfäääääääää!!!!!!!

von: Pelegrina   Kategorie: Wonderwoman in klein

Ich -Supertanti- habe kein Geschenk, für das goldene Kind. Skandalös, ich weiß, aber auf die letzte Minute habe ich beschlossen, dass mir Buch und CD zu doof sind.

Hat IRGENDJEMAND in seinem Dunstkreis eine Zwölfjährige und kann mir einen Tipp geben? Es muss cool sein, aber nicht ZU cool, sie ist noch sehr kindlich. Kollege empfahl eine CD mit Hits aus den Charts, ich befürchte aber, das hat sie. Ich hätte noch ein Buch von Walter Moers auf Halde, aber das ist echt lahm. Das "Spiel des Jahres" bekommt sie immer von Omma und ich steh mit zwei Füßen auf der Leitung. Jemand Ideechen?

HELP!!!!!!!!!

13.12.2011 um 16:29 Uhr

Jahrescredo…

Kurzfassung dieses Eintrages: Ich dreh frei!

 

 

Credo:

 

 

Edward Morgan Forster, in „Two Cheers for Democracy“, 1951:

 

 

“I believe in aristocracy, though -- if that is the right word, and if a democrat may use it. Not an aristocracy of power, based upon rank and influence, but an aristocracy of the sensitive, the considerate and the plucky. Its members are to be found in all nations and classes, and all through the ages, and there is a secreat understanding between them when they meet. They represent the true human tradition, the one permanent victory of our queer race over cruelty and chaos. Thousands of them perish in obscurity, a few are great names. They are sensitive for others as well as themselves, they are considerate without being fussy, their pluck is not swankiness but power to endure, and they can take a joke.”

 

 

Dennoch glaube ich an die Aristokratie – wenn dies das richtige Wort ist und ein Demokrat es verwenden darf. Ich meine nicht eine Aristokratie der Macht, die sich auf Rang und Einfluss stützt, sondern eine Aristokratie der Einfühlsamen, der Fürsorglichen und der Tapferen. Ihre Mitglieder sind in allen Nationen, in allen Klassen und in allen Zeitaltern zu finden, und es besteht ein geheimes Einvernehmen unter ihnen, wenn sie einander begegnen. Sie verkörpern die wahre menschliche Tradition, den einzig beständigen Sieg unserer seltsamen Rasse über Grausamkeit und Chaos. Tausende von ihnen verschwinden im Dunkeln, nur wenige treten ans Licht. Sie sind anderen gegenüber ebenso feinfühlig wie im Umgang mit sich selbst, sie sind umsichtig, ohne pedantisch zu sein, ihr Mut ist keine Angeberei, sondern die Kraft, etwas zu ertragen, und sie haben Humor.

 

 

Ich klammere mich gerade an diese Worte. Eine Kollegin weint darüber, eine Freundin vom Betriebsrat, hat es sich an die Türe genagelt, eine andere Freundin starrt immer wieder darauf. In wenigen Minuten, werde ich schreiend im Kreis laufen. Was für ein Jahr… Nö, das hier wird nicht der Jahresabgesang, aber halten wir doch schon mal jetzt kurz und knackig fest: 2011 können wir aus dem Kalender streichen. Womit ich es  wieder einmal gerne Papst Gregor XIII nachtun möchte, nur waren es bei ihm ganze zehn Tage, das genügt MIR bei weitem nicht! Ich hab Frust!

 

Wobei es garnicht so sehr um meine Person geht (Naja, doch. Ein wenig), sondern um das menscheln um mich herum. Wo fange ich an?

 

Familie:

Alles scheiße, eure Elli! Es weihnachtet, wir kloppen uns. Alle Jahre wieder. Aktuell: Meine Mutter ist seit Monaten bettlägerig. Die Krebstumore drücken ihr die Beinnerven ab, sie hat sich darum mehrfach unfein auf die Nase gelegt und liegt. Und liegt und liegt und liegt. Das Blöde: Sie müsste nicht liegen! Sie hat einfach den Zeitpunkt, keinen Bock mehr zu haben, vorverlegt. (Ja, ich bin wütend).

 

Ich habe lange und breit mit einer Schwägerin von mir, die Physiotherapeutin ist, darüber geredet. Diese hat die Beine meiner Mom untersucht und ist der Meinung: Jo, klar hat sie sich erst einmal „hinlegen“ müssen, aber sie ist dann einfach nicht mehr aufgestanden. Das ist nun eher sprichwörtlich zu nehmen. Mal hinhocken, durchschnaufen, aufstehen, weitermachen. Hört sich sehr unelegant an, für einen Menschen, der am 11.November (Letzten Jahres!!!!) von der Onkologie mit den Worten entlassen wurde: „ Wir geben Dir noch vier, höchstens sechs Monate!“ Rein theoretisch, müsste sie also seit sieben Monaten tot sein. Ist sie aber nicht.

Sie war von jeher eine Kämpferin, hat nie aufgegeben und ist stets wieder aufgestanden, wenn sie sich hingelegt hat.  Okay, ihr Körper ist völlig verkrebst, Chemotherapien greifen nicht mehr, ABER der Krebs ist zum Stillstand gekommen. Die Tumore wachsen nicht mehr oder nur unendlich langsam. Kein Mensch -allen voran der Trupp Ärzte, der sie betreut- hat eine blasse Ahnung, was da gerade geschieht. Die Halbgötter in weiß -von der besten Onkologie, die man bekommen kann- stehen auf dem Schlauch. Und die HABEN ihre Erfahrungswerte, mit Krebspatienten, das WAR nicht einfach nur hohles Dampfgeplauder, mit diesen 4-6 Monaten. Es mag zwar immer nur eine vage Prognose sein, das ist uns auch klar, aber Stillstand?

 

Und dann legt sich Frau Muttern hin. Und steht nicht mehr auf. Ja, es gibt Tage, da kreuzt der Notarzt dreimal auf, es gibt aber auch Tage, da hockt sie mit einem Döner im Bett und verschlingt es. Sie ist letzten Dezember fast gestorben, durch eine Not-OP wurde sie nochmal zurück gerissen. Seitdem, fahren wir Achterbahn. Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Endzeiten, irgendwann, irgendwie…. Das ist mir klar und meine eigentliche Trauerarbeit fing schon letztes Jahr im Dezember an. Ohne es zu merken, ganz klassisch nach Frau Kübler-Ross:

 

1. Nicht-Wahrhaben-Wollen

2. Aufbrechende Emotionen

3. Suchen, finden, sich trennen

4. Neuer Selbst- und Weltbezug

 

Nummer eins war am Schlimmsten, das hat locker bis Mitte März gehalten. Gepaart mit Nummer Zwei, ich habe oft aus Wut geheult. Wut, die aus Hilflosigkeit entstand, weil man daneben steht und NICHTS machen kann. Dann habe ich versucht, bewusst alles mit ihr zusammen anzufassen, was mir und ihr mit mir wichtig ist. Und ich bin froh und glücklich über die lange Zeit, die ich noch mit ihr verbringen darf und durfte.

Jetzt geht es erst einmal wieder einen Schritt zurück: Wut.  Oder vielmehr Fassungslosigkeit, das trifft es eher. Das darf doch nicht wahr sein!

 

Aktuelles Beispiel: Ich verbünde mich mit zwei Brüdern, nebst Ehefrauen, sie zu bequasseln, Weihnachten bei den Eltern des goldenen Kindes zu feiern. Das wird so gemacht, seit die Möhre auf der Welt ist, weil dann die andere Omi und der andere Opi mit dazu kommen. Heile Welt unterm Tannenbaum. (Im soliden 100 Quadratmeter Reihenmittelhaus, das geschmacklos –aber schweineteuer- eingerichtet ist. Es lebe der alte Geldadel (Schwägerin) und der reiche Emporkömmling (Mein Bruder)). Okay, Thema verfehlt, ich mag sie ja beide, aber da ist es in unserem Keller gemütlicher. (Da, wo unser Bodenpersonal gerade eine Flasche Holunderlikör hops genommen hat und es stinkt, wie Hulle!)

 

 

Zurück zum Thema: Muttern will nicht. Sie möchte ein kurzes Kaffee trinken (Höchstens eine Stunde!), in deren Gemächern, da kann sie mit ihrem Rollstuhl hin und her und uns alle rauswerfen, wenn es ihr zu viel wird. Ich belabere sie, mein Bruder belabert sie, Schwägerin belabert sie und sogar das goldene Kind steigt mit ein. SMS vom Bruder an alle Geschwister, letzte Woche Donnerstag: „Muttern kommt, lasst uns an die Planung gehen!“  Ich heul los. Bin gerührt. Freue mich, das sie wenigstens noch EINMAL ihre Matrazengruft (Begrifflichkeit von Heinrich Heine) verlässt oder kurz: Halleluja!

 

Und ohne meinen heißgeliebten Harry zu bemühen, teile ich ihr das am Sonntag auch mit! Freude schöner Götterfunken….*träller*…….*kräh*  Doch halt: „Stimmt nicht“, sagt meine Mutter, „ich will immer noch hier Kaffee trinken und habe garniemals NICHT gesagt, dass ich zu Deinem Bruder möchte! Mir ist das zu viel!“

So und genau der Kack (Verzeihung!) alle Jahre wieder: Die babylonische Sprachführung meines Clans. Die in Marmor gemeißelten Worte, dass scheinbar jeder am anderen vorbeiquatschen soll und anschließend das genaue Gegenteil behauptet. Auf meine Frage, warum er dann Short Messages verschickt und das uns allen ankündigt, von ihr ein lapidares: „Keine Ahnung?“ Und ich bin schon wieder angefasst und muss mich mal bitte fragen: WARUM, zum Henker? Warum? Warum, will ICH das??????

Ich will, dass sie nochmal rauskommt. Ich will mit ihr und dem goldenen Kind an Weihnachten Quatsch machen, den selben Quatsch, wie alle Jahre zuvor. Das letzte Mal Quatsch….Quatsch an Weihnachten…. Ich bekomme eine Krise, nach der anderen, wenn ich sie ständig nur im Bett sehe (Sei froh, Du dumme Gans, bald siehst du sie garnicht mehr!) und war der glücklichste Mensch der Welt, sie letzte Woche Sonntag im Esszimmer anzutreffen. Mit vollem Programm: Adventsgedöns, soweit das Auge blicken konnte. So schön….so unendlich schön. Ergo, versuche ich weitere Vorstöße. Sie WILL nicht. Grrrrr. Auch da wieder, die Angst, das „es“ noch schneller geht, wenn sie sich nicht mehr aufraffen kann.

 

Ich hör jetzt auf. Denn, nächster Punkt:

 

Dezember!

Alles scheiße, eure Elli! Ich kann den Dezember bis zum 26. nicht ausstehen. Traditionell knallt und scheppert es auf der Arbeit ohne Ende: Auch in diesem Jahr wieder, nur „anders“. Wir sind eigentlich nur fremdbestimmt, weil die Patchworkfamilien-Eltern des Meinigen UND die Patchworkfamilien-Eltern von mir alle, alle, alle ausgerechnet im Dezember Geburtstag haben müssen und uns das JEDES MAL total auf die Nerven geht, weil es IMMER die selben Witze sind und IMMER der schlechte Fraß beim jugoslawischen Jugoslaw um die Ecke sein muss. Würg.

Dann haben wir noch dreihundert verschiedene Weihnachtsfeiern, wo auch immer das selbe Programm abgezogen wird.

Anfang Dezember, das Backen mit dem goldenen Kind, von dem ich mich meist drei Wochen nicht erhole, aber dann sehe ich sie ja –gottlob- an Weihnachten schon wieder.

Die Weihnachtsmärkte, mit ihren grauen Menschen, die konsumgeil alles über den Haufen rennen, was im Wege ist, sehr gerne MICH und einen dann noch anschnauzen, weil man nicht mit 17einhalb Kilometern die Stunde, durch die Fußgängerzone heizt. Die pampigen Kollegen, die andere Kollegen mobben und tatsächlich einen Arbeitsplatz im Vorraum zu den Klos anboten (Weinende Kollegin, siehe oben) und dem anderen Kollegen, der immer so ein süßes Auto in der Signatur hatte, aus Bindestrichen und Buchstaben kreiert, das auf einmal weg war. Wo isses hin, hm? Ein Kollege hätte sich beschwert, er fast eine Abmahnung bekommen, ergo verschwunden. So. Und wie sagt der Mann an meiner Seite, gerne in solchen Fällen? „ICH KÖNNT SCHNEEWEISSE FÜRZ LASSEN!!!!!!!“

 

Und frei nach dem Ausruf: „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!“ *faust reck* , habe ich so langsam aber sicher das Gefühl, das sich so ziemlich alle Ars… öhm….Armleuchter aller Länder um mich gescharrt haben und beschließe deswegen: Nächstes Jahr Dezember, habe ICH zu. Geschlossen, keiner da. Ich werde ein Schild an meinen Bauchladen hängen: „Sie können mich wieder im Januar erreichen!“ und unsichtbar werden. Und um es mal richtig Damenhaft auszudrücken. So ein verdammtes Scheißjahr!

 

 

Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: Pele hat einen neuen Job.

 

Dazu habe ich heute echt keinen Bock mehr.

 

 

*---Neue Seifen auf der Homepage---Neue Seifen auf der Homepage---Neue Seifen auf der Homepage---*  

 

Allerdings noch ohne Bilder, die liefere ich heute Abend nach...oder auch nicht......

06.12.2011 um 18:39 Uhr

Lasst uns froh und munter sein...

...Und uns recht von Herzen freu'n!

Lustig, lustig, tralleralleraaaaaa.......*kräh*

 

 

Der Nikolaus war da! Und wer wären wir, wenn wir uns nicht wieder irgendeinen Blödsinn geschenkt hätten? Das kann dann auch schon einmal eine schöne Bohrmaschine für die liebe Pelegrina sein -an der ich immer noch helle Freude habe- oder etwas Feines für über die Tür. Und dann auch noch aus Plüsch!!!!!

Darf ich vorstellen Rudi! Isser nicht schön?

 

Rudi

 

Jetzt muss ich nur noch daran arbeiten, dass mich nicht jedes Mal der Schlag trifft, wenn ich die Treppe (links) herunter komme und diesem riesigen Ding in die Augen schaue. 

Und fleissig, wie ich gerade bin, mache ich jetzt noch die Seifen Homepage mit meinen neuesten Winterseifen fein. Die sind soooooo oberschön und megalecker, es ist nicht zu fassen! Ja, Eigenlob stinkt. Und?

 

 

05.12.2011 um 18:10 Uhr

ES SCHNEIT….

von: Pelegrina   Kategorie: Wonderwoman in klein

 

…..bestimmt noch mal dieses Jahr. Momentan leider nur muckelige 11 Grad und es sieht eher nach schickem nassem Herbst aus, als nach Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Weihnachtsmarkt im strömenden Regen, macht auch keinen Spaß und Glühwein schon gar nicht. Jaja, dann wird das ein langer kalter Winter…

Ich sinniere übers Wetter. Bin dermaßen zermatscht, vom goldenen Kind, dass ich erst einmal wieder zu mir kommen muss und darf. Ich sach nur, Stichwort Jeggings. *stöhn* Wir pubertieren. Nächsten Blogeintrag gibbet am SchlaDo. Bis dahin lehrgänge ich mich. Neuer Job und so. (Hat auch keiner was zu gesagt! Pföh! Und mein armes altes Auto, hm? Ich gebs echt dran....) Saluti. Fröhlich     

01.12.2011 um 16:32 Uhr

Vor dem Kind, ist nach dem Kind.

von: Pelegrina   Kategorie: Wonderwoman in klein

*OBACHT*

Dieser Eintrag ist seeeeehr lange. Richtig lange. Und böse ist er streckenweise auch, aber das erkennt man ja schon an der Kategorie. Vorab: Ich liebe das Kind wirklich! Ich verstehe sie nur nicht immer.....

Bevor das goldene Kind am Samstag zum Plätzchen backen kommt (AAAAAAH!!!), fehlt hier ja noch der Eintrag aus den Herbstferien, als sie uns mit einem Besuch beglückt hat. 

 

Mal ganz davon ab, dass ich von den Freitagskindern erzählen wollte oder vom Knatsch im Verein,  dass ich jetzt ein neues Auto fahren „darf“, weil es meine alte Mühle zerlegt hat, ich einen neuen Job habe, es meiner Mutter „relativ“ geht und die Miezen wachsen und wachsen und immer schöner und toller werden, die Seifenproduktion natürlich läuft (Homepage updaten!!!!), ich in Pullman City  irre Fotos geschossen habe und die hier einstellen wollte und wir –wie immer im Dezember- zu mal grad gornix kommen. Ich liefere all das nach. Irgendwann. Ich sag nicht das Jahr. 

Here weg go. 

Das goldene Kind –ihre Hochvorzüglichkeit- Celine-Cathrine Anastasia Marie von und zu Bommel-Schlagenberger wollte ein paar Tage Herbstferien bei uns verbringen. Soweit so gut. Dem stehen aber ein paar Schwierigkeiten entgegen. Erstens können wir nur am Wochenende, da arbeitende Bevölkerung und zweitens wird Celine in den Ferien verschifft. In den Oster- und Herbstferien Städteurlaub aka Bildungsurlaub (London, Paris, Mailand, New York und so weiter und so fort). Im Sommer ab ans Meer. Der Oberhammer war in diesem Sommer ein von ihr (!!!!!) ausgesuchter 5-Sterne-Club in Spanien, wo sie schon einmal waren und ausgerechnet dort wollte sie wieder hin, WEIL dort am Pool bedient wird und man sich die Getränke nicht selbst holen muss! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Dekadentes Biest. Von mir hat sie das nicht.

 

Das letzte Wochenende der Ferien, waren wir also dran.  Freitagsabends waren wir mit dem Verein beim Griechen verabredet, da eine größere Feier anstand. Die Kleene untern Arm geklemmt und nix, wie hin da. Hatte ich mal erwähnt, dass sowohl sie, wie auch der Meinige „etwas“ unleidlich werden, wenn sie Hunger haben? Nein? Ich könnte sie erschlagen. Alle beide. Und natürlich hatten beide Hunger. Großen Hunger!

 

Wir also erst einmal einen großen Vorspeisenteller bestellt, damits an der Stelle schon losgeht und bitte etwas Ruhe ist! Sie saß zwischen mir und dem Meinigen, weil die „Dorfkinder“ sie nicht leiden können. Okay, sie ist eine Prinzessin, sie ist dekadent, zickig, eigenwillig, rechthaberisch und schnell bockig, aber die Dorfkinder benutzen ihren Verstand nur über die Eltern. Wenn die „Spring!“ rufen, plärren die Kids „Wie hoch?“. Da herrscht noch Zucht und Anstand und es wird gemacht, was die Eltern sagen. Auch wenn es das Streichen des Balkongeländers von außen ist, obwohl man Höhenangst hat. Die kuschen. Punkt. Ich weiß nicht, was ich besser finden soll oder darf. Anderes Thema…

 

Wir drei an dem Vorspeisenteller rumgeknabbert. Stimmt nicht: Das goldene Kind, mit offenem Mund voran darüber hergefallen. Wir beiden Großen, ein wenig mitgegabelt. Aber, kleines Beispiel gefällig? Sie: „Oh, gefüllte Weinblätter, die mag ich!“ halbiert eine und verfrachtet sie in den Mund. Ich: „Die esse ich auch super gerne!“ und möchte die andere Hälfte aufpicken und futtern. Da hatte ich aber nicht mit der Geschwindigkeit von ihr gerechnet, sie stopft sich die eine Hälfte rein UHUND presst die zweite Ganze (Und somit letzte!) gerade noch dazu. Mund obervoll, ich sprachlos. Kann die mal mit mir teilen? Der Teller war für alle da und soooo viel Vegetarisches fand sich da jetzt nicht. Hab ich was gesagt? Nein. Ich hab da keinen Erziehungsauftrag. Ich fands trotzdem blöd, rechnete aber mit einem großen Hauptgang auf meiner Seite und liess sie fressen essen.

 

Den Hauptgang hat sie übrigens nicht ganz geschafft, weil sie die Vorspeisen bereits fast alleine inhaliert hatte. Dazu: Sie fragt, ob die Souvláki aus Rind wären? Sie esse nämlich kein Schwein, das sei eklig! (Das ist neu, ihr Leibgericht ist Schnitzel…Kein Kalbsschnitzel!) Nö, meint der Meinige, das wäre immer aus Schwein oder auch mal aus Lamm, aber man kann ja mal fragen. Tun wir auch bei der Bedienung, die bestätigt das Schwein, meine Nichte: „Nehm ich trotzdem!“ Hab ich was gesagt? Natürlich nicht. Das ist Kinderlogik, dagegen kommt man sowieso nicht an. Oder wie meinte eine Freundin neulich: Bei Kinder gibt es immer nur lose-lose Situationen. Oder aber auch: Diskutiere nie mit einer Vierjährigen. *feix*

 

Der Rest des Abends verlief unspektakulär, wir haben noch ein wenig gespielt und dann ging es ins Bett. Zusammen spielen ist wichtig. Wird daheim nicht so viel gemacht. Da wird zusammen gepaukt, bis die Rübe qualmt. Mindestens (!!!!) vier Stunden am Tag. Ergo freut es sie, wenn man sich mit ihr hinhockt und sich mit ihr beschäftigt, ohne Stress und schon gar nicht, nur sie alleine und ihr Gameboy (Heißt das noch so? Keine Ahnung.). Sie bringt auch immer schöne Spiele mit, die sie geschenkt bekommt und trifft die Selektion nach: Kann man gut bescheißen, kann man schlecht bescheißen. Die Wahl zwischen: Da kann Pelegrina gewinnen, dort kann Pelegrina nicht gewinnen, hat sie hoffentlich ad acta gelegt. Der Beste gewinnt, finito. Und das bin meistens ich. Ebenfalls finito. Lasse ich sie absichtlich gewinnen? Nö. Das Leben ist hart und grausam. Tzaja…. Freitagsabends möchte der Meinige noch so gerne Kniffel spielen, es findet sich aber kein Kniffelblock. Den wollen wir dann samstags besorgen, wir wollen sowieso shoppen gehen.

 

Samstag:

Der Meinige muss auf die Kegelbahn -Bundesligaspiel- womit Schützenhilfe seinerseits entfällt, ab jetzt bin ich auf mich alleine gestellt. Vorher ein *TUSCH*

 

*Sidekick*

Das mit dem shoppen gehen, war schon vorher geplant. Das Kind ist immer angezogen, wie eine rumänische Kartoffel-Bäuerin*. Blöde Klamotten, blöde Jacken, die Haare doof, die Schuhe doof. Wobei letzteres anstrengend ist, sie hat Schuhgröße 40/41, mit 12 Jahren! Find da mal g´scheite, schmale Kinderschuhe, die was hermachen. (Obwohl das geht, sie hat Freundinnen, die aussehen, wie Hannah Montana (JA, ich weiß, wer das ist, wir haben oft Kinder da! Args!). Topmodisch, bis ins letzte Detail und die Eltern müssen das ja auch irgendwo kaufen. Nüch?) Ergo, wollte ich sie bisl pimpen. Was süß ist, denn ausgerechnet ich, laufe eher cool als streng der Mode nach durch die Gegend. Wenn alle Welt plötzlich lila tragen muss, ist das für mich noch lange kein Signal, meinen kompletten Kleiderschrank neu zu füllen.

 

Das letzte Mal gesehen, hatte ich Celi an meinem Geburtstag und so langsam muss da mal etwas in die richtige Richtung geschehen. Abgeholt hat sie am Freitagmittag der Meinige, weil ich bis Abends arbeiten musste, wir hatten irgendeine dusselige Auswertung zu fahren, auch egal. Dann haben mich die Beiden eingesammelt und mir fiel erstmal die Kinnlade. Zum einen, geht sie mir mittlerweile bis knapp unters Kinn –wir erinnern uns, ich habe zarte 1,83 m- und dann trug sie einen todschicken halblangen Wollmantel (Auf Nachfrage: Aus Madrüd! Das ist eigentlich Madrid, aber sie hat die übliche näselnde Aussprache, der oberen Zehntausend), eine enge moderne Jeans und drüber schwarze hohe Reiterstiefel. Sah gut aus, sah top aus! Nur die Haare immer noch, wie eine Konfirmantin. Wir haben abends noch lange Haare bürsten geübt. Hat ihr scheinbar noch keiner gezeigt, wie das geht, ohne dass es ziept. Und da sie Haare bürsten hasst, konnte Super Pele wenigstens das mit dem Ziepen beenden. Ich, Held ich. *schulterpatt*

 

*Ich möchte hiermit keine kompletten Völker verunglimpfen. Eben jene Begrifflichkeit ist sozusagen historisch gewachsen und wenn ich mal ganz viel Zeit habe, denke ich mir etwas Neues aus, bis dahin muss das goldene Kind die Rumänin erdulden! Aber ich hoffe, es weiß wenigstens jeder, was und wie das gemeint ist. 

 

*Sidekick ENDE*

 

Wir sind trotzdem shoppen gegangen. Auf dem Zettel:

-Kniffelblock

-2 Dosen Kokosnußmilch zum woken. (=> Ein Gericht in einem Wok zubereiten. Ein Wok ist eine große Pfanne. So in der Art. Naja, fast. Also, falls das hier ein Mann lesen sollte.)

Korrektur: Normale Menschen, sausen damit Eiskanäle runter. ;-) 

-Klamotten schauen

-Einfach so, blöd rumbummeln

 

Haha, noch ein Sidekick

 

Fürs woken, haben wir die Kurze am Freitagabend zu Feinkost Albrecht geschleppt, bisl Gemüse besorgen, wohlwissend, dass wir es nicht zum Wochenmarkt schaffen werden, die bekommt man morgens nämlich nicht aus dem Bett! Und jetzt der Hammer: Sie war noch nie bei A*L*D*I. Noch nie! Wie geil ist das denn? Der Meinige und ich, haben uns beim Knabberzeuch geduckt und uns erstmal weggeworfen vor lachen, während sie mit großen Augen den Markt inspiziert hat. Anschließend hat sie mit meiner besseren Hälfte den Korb mit Chipsen und Flipsen gefüllt, sie könnte ja bei uns verhungern und daheim, gibt es den Krempel nicht. Wegen mir. Man lebt nur einmal.

 

Zurück zum Samstag und der Shoppingmeile. Wir einmal hoch- und runter geschlendert, was gefuttert und dann die einzelnen Läden unsicher gemacht. Zum Essen muss ich sagen, dass ich nach wie vor Angst habe, wenn sie neben mir mit Messern und Gabel hantiert. Die Fish und Chips von der Mordsee –in so einem wackeligem Papiertütchen- (Ausruf: „Cool, wie in London!“ Das mag ich nicht an ihr, oller Angeber!) hat sie sich wieder überall hin geschmiert und ich stand mit einem Stapel Servietten daneben und trug die Supervision darüber, dass sie nicht wieder alle Passanten im Umkreis von fünf Metern beschmiert. Wird das irgendwann besser? 

 

Dann in so einen Kruschel-Laden (Cri-Cri, Nanu-Nana, Butlers, wie sie alle heißen). Was sucht sie sich aus? (Von ihrem Geld, wohl gemerkt) Einen Kugelschreiber, auf dem hinten –an einem Schnürchen- ein Boxhandschuh aus Plastik sitzt. Knopf drücken, Boxhandschuh fliegt. Das hat sie im Laden schon gefühlte vierhundert Mal gemacht und außerdem ist es wahrscheinlich, ihr vierhundertster idiotischer Kugelschreiber. Ihr Geld, nicht meines. Aber wer hat nach bezahlen und verlassen des Ladens das Ding im Gesicht, direkt neben dem Auge? Genau: Ich. Kurze Debatte, über sowas macht man nicht, Pele kann auch entschlossen! Ding weggepackt, Ruhe. 

 

Weiter zum Klamotten shoppen. Wer auch immer ihr das letzte Outfit verpasst hat, SIE war das bestimmt nicht. Ganz scheußlicher Geschmack. Ich hätte ja was springen lassen, aber nicht die Sachen, die sie wollte, also weiter. In den Buchladen. Da konsternierte sie nach 10 Minuten, dass keine Bücher für sie da wären. Habe ich erst nicht verstanden, da standen etliche Meter Kinder- und Jugendliteratur. Die kenne sie alle. Jaja….

Noch ein wenig stöbern, dann hatte sie keine Lust mehr. Ab in die Spielwarenabteilung, eines großen Kaufhauses, Kniffelblock holen. Ich bin gerne bei den Spielwaren, dadurch erklären sich auch solche Sachen, wie Grillhähnchen aus Plüsch, die bei mir daheim rumfliegen. Da aber Mademoiselle schon die Lust verloren hatte, wurde sie bockig. „Naaaaaaaaaaaaain, kein Kniffelblock!“ Oh, doch. Der Meinige hat sich das gewünscht, das haben wir schon ewig nicht mehr gespielt und außerdem darf jeder Wünsche äußern, was das Spielen angeht. (Gründe, warum hier das Desaster anfing weiter unten. Höhö…..)

Hat jemand mal in letzter Zeit einen Kniffelblock gekauft? Nein? Die kosten ein Ver-mö-gen! Unglaublich. Auf den Schrecken nochmal bei den Puzzeln stöbern. Ich liebe puzzeln, sie eigentlich auch, aber wie gesagt, keinen Bock mehr. Nach etlichem Genörgel, das hier:

Sie: „Tanti, können wir nun endlich gehen?

Ich: Wer Tanti sagt, muss heimlaufen!

Sie,  unsicherer Blick, traut sich nicht zu lachen, wird nervös. Sachma: Fällt die immer noch auf so einen Quatsch rein? Würde ich sie jemals laufen lassen? Obwohl...sie hat Tanti gesagt… NEIN, ich würde sie niemals laufen lassen. Mein Bruder würde dafür sorgen, dass sie Alcatraz wieder öffnen und ich im finstersten Keller die nächsten 30 Jahre mein Dasein friste. Bei Wasser und schimmeligen Brot. Drunter macht ders nicht!!!

Wir gehen. Bekommen unterwegs noch die Kokosmilch und fallen daheim erstmal auf die Couch. Sie auf ihre Bettcouch in der Bibliothek, die sie liebt und wo sie wahnsinnig gerne ist und ich schnorchel mich im Wohnzimmer ein Ründchen weg. Der Meinige kommt, ich fange an, Gemüse zu schnippeln.

„Was ist daaaaaaas?“

„Zucchini!“

Sie probiert einen kleinen Zippel und verschwindet damit im Wohnzimmer, wenig später holt sie sich noch einen Zippel und verschwindet wieder. Beim dritten Ma, hätte ihr es auf EINMAL die kleine rote Pfefferschote weggefressen. Jaja. 

„Hast Du es ihm unter die Nase gehalten?“

„Ja.“

„Hat er zuerst dran geschnuppert?“

„Ja.“

„Und warum hast Du es dann nicht wieder weggenommen? Selbst dran schuld!“

*schweigen*

„Pelegrinaaaaaaaaaaa?“

„Hm?“

„Das schmeckt gut, aber sags nicht der Mam, sonst muss ich das daheim immer essen!“

„Em, Schatz, die Logik entgeht mir gerade. Wieso solltest Du daheim eben NICHT essen, was Dir schmeckt?“

„Weil ich dann nur noch Grünzeug bekomme!“

Aha….

Sie kennt nicht viele Gemüse, was mich wundert, fragt aber, was ich da so treibe und philosophiert so nebenbei, das sie immer beim BESTEN (war klar….) Lieferservice der Stadt Wokgerichte bestellen. Aha, sprich, sie hat noch nie gesehen, WIE das zubereitet wird. Aber natürlich haben sie immer nur die BESTEN Gerichte. Jaja, args. Das nervt nicht wenig. Der Meinige holt den Wok, der sie plättet. Noch nie bei A*L*D*I, noch nie einen Wok gesehen. Sie beäugt ihn, dann wieder meine Schnippeleien. Warum ich x verschiedene Schüsseln benutzen würde? Ich erkläre ihr die unterschiedlichen Garpunkte der Gemüse und wann ich sie zugebe, damit sie Biss behalten und nicht zermatschen. Das interessiert sie total. Deswegen, bekommt sie auch zu Weihnachten ein Kochbuch. Wurde schon mit Bücherfrau Jari abgestimmt. :o)

Anschließend beim essen überfrisst sie sich, aber das kennen wir ja. Küche sauber machen, kniffeln. Wieder Gemaule und dann nach zehn Minuten die simple Erkenntnis: „Üch, bün nücht der Typ für Glücksspül jedweder Art!“  Jaaaaa, sie redet wirklich so, ich nehms dann auch am Wochenende mal auf, glaubt mir ja keiner, der sie nie life erlebt hat. Erklärung: Promi-Papa, der etliche Rhetorik-Seminare heimgesucht hat, wegen Job und so. Leider spricht er nicht flüssiges, dialektfreies Deutsch, weil er sich so sehr konzentriert, das man denken könnte, hinter jedem Wort, sei ein Punkt. Da zieht er auch die Stimme immer etwas runter. Fürchterlich, aber er muss mir ja nicht vorlesen.

Zurück zum würfeln. Ich (Held, ich!) werfe in der ersten Runde einen Kniffel! Großer Jubel, passiert nicht oft, der Meinige gibt mir die High-Fife und beglückwünscht mich. Das Kind fällt vor Entsetzen fast in Ohnmacht und will SOFORT aufhören! Ist nicht. Drei Leute, drei Runden. Schade, aber so sind die Regeln. Ich gewinne haushoch, sie ist dunkelrot, vor Zorn. Bemerken wir das? Nö, wir sticheln noch schön: Das sie nur stänkert, weil sie nicht bescheißen kann, beim würfeln. Da wird sie aber sehr, sehr still, denn GE-NAU-SO isses.

Nächste Runde, wir spielen „Elfer raus“. Sie will wieder irgendwas anders haben, ICH lese laut die Spielregeln vor, weils Menne nicht kennt. „Aber daheim….. „, setzt sie an. Daheim, sage ich ihr, wird auch nach den Regeln gespielt, ich kenn doch meinen Bruder! Sie daraufhin:

„Jetzt mache ich Euch fertig!“

Wir zwei großen Bösen, zwinkern uns zu, in stillem Einverständnis, dass wir sie verlieren lassen. Wer das Spiel kennt, weiß, dass man da schön taktieren kann und die anderen verlieren lassen kann. Was auch der SINN des Spieles ist! Erste Runde: Sie verliert. Zweite Runde: Sie verliert. Dritte Runde: Sie gewinnt, hatte ein gutes Blatt und erklärt sich zum Sieger des gesamten Spiels. Öhm… nein. Ich rechne ihr vor, das sie insgesamt über dreißig Miese hat, der Meinige nur drei und ich vier.  Tza, da hilft auch alles debattieren und rumbocken nicht. So sorry…

Das nächste Spiel, schickt uns auf die Bretter. Oder viel mehr sie! Es heißt „Das magische Labyrinth“. Das Prinzip ist (Bitte mal bei Amazonien schauen, da sieht man es gut) ein unterirdisches Labyrinth, wo man oben mit einem Holz-Zauberlehrling herumfährt und wenn man den Weg nicht kennt, plumpst unten die magnetische Kugel runter.

Am Anfang etwas tricky, wo sind die Wände? Ständig plumpst die Kugel, aber so nach und nach, wissen wir, wo es lang geht. Bis……..

 

……kurz vor Ende des Spiels, das Kind gleich am Anfang nicht mehr weiß, wo sie hin muss. Dazu zur Erklärung: Man muss immer zurück ins Häuschen, wenn man die Kugel verloren hat und da das am Anfang oft geschieht, weiß man sehr schnell, wo die Wände sind, weil man da die immer gleichen Wände "abfährt".  Wonderwoman (Das spreche ich ihr aber schon länger ab!) weiß es nicht mehr!!! Nach dem dritten Zug!!!! Ich: Ich weiß es, ich weiß es!!!! Der Meinige: Ich ahauch, ich ahauch! Ob einer von uns Beiden, ihr helfen würde? Nö, sag ich. Der Meinige meint, dass es was kosten würde, wenn er es ausspuckt. Sie fragt wieviel? Er will zwei Euro. Und ich schnapp fast über. Die Kurze fetzt in den Flur, da steht ihre Tasche und kramt im Portemonnaie. Und ich muss den Meinigen doch mal ernsthaft fragen, was er da macht????? Er bezweifelt, dass sie ihm zwei Euro gibt. Sie tut es, er sagt ihr den Zug. Ja, spinn ich denn? Hallo? 

*SchonwiedereinSidekick*

 

Wir diskutieren das noch ganz ruhig aus, als sie weg ist. War es okay oder nicht? Kann man sich einen Weg erkaufen? Ist das gut fürs Leben, so ans Ziel zu kommen? Die Diskussion endet offen, wir wissen es nicht. Tage später kommt aber ein Schrei aus dem Wohnzimmer:

 

„Das darf doch nicht wahr sein!“

 

Ich gehe nachschauen, was den Meinigen so erbost. Er hat sein Kleingeld-Glas in der Hand. Dort hinein verfrachtet er immer sein Kleingeld, damit das Portemonnaie nicht so dick ist, mag er nicht. Alle Nase lang, nimmt er etwas heraus, wenn er Karten spielen geht oder so etwas. Dort hin hat er auch –oben auf- die zwei Euro von Celi geschmissen, als die ihren komischen Deal gemacht haben, das hält er nun in der Hand. Was los sei, frage ich. Er hält mir das Geldstück unter die Nase und sagt, das seien keine Euro, das sei ein Fünf-Sloti-Stück! Und tatsächlich: Polengeld. Em, hallo? Ich ruf sie an und will wissen, ob sie uns mit Absicht beschissen hat.

 

Ich: Sag mal, Hase. Da haste uns aber betrogen oder?

Sie: Wiesooooooooo? (Ist das scheinheilig? Ich weiß es nicht….)

Ich: Weil das keine Euro waren, sondern ein Fünf-Sloti-Stück

Sie: Das war so in meinem Portemonnaie. 

Eins-A oder? Nicht einmal gelogen, die Schnur um ihren Hals, hat sich nicht zugezogen und sie ist sauber raus. Denkt sie. Beim Plätzchen backen am Wochenende, wird das gewechselt. In Euros. Tantis betrügt man nicht. So sind die Regeln. Soll sie sehen, wie sie das los wird, aber an uns nicht. Möchte ich nicht. 

 

*Ende des dreihundersten Sidekick* 

 

Wir spielen noch ein wenig. Ich zeige ihr, wie sie ihre langen Haare kämmt, ohne sich die Kopfhaut runterzureißen. Ab ins Bett. 

 

Sonntag: 

Wir gehen auf den Flohmarkt. War sie so auch noch nicht, höchstens in der Schule, aber noch nie auf so einem hammer Großen, wie diesem. Und siehe da: Sie findet es uninteressant. Sie weiß nicht, wonach sie suchen soll. Ohne Auftrag eine gelangweilte Celine-Cathrine Anastasia Marie. Und das geht ja schonmal garnicht. Ich lasse so gaaaaaaanz nebenbei fallen, dass ich da und dort schon Plätzchendosen gesehen habe…….. Und *zorsch* geht die Suche los. Ich bin so doof. Ich bin so unendlich doof. Kopf=> Tisch. Was bin ich so doof.

 

Jedes Jahr, gibt es Knatsch, weil sie nur mit einer kleinen Plätzchendose anreist und dann mit Gewalt ZUVIELE Plätzchen reinquetscht. Und alle gehen kaputt. Und böses Tanti nimmt wieder eine Handvoll raus und Kind kreischt. Ihre Eltern wollen nicht, dass sie sich mit zu viel Zucker vollstopft, darum nur kleine Dose. SIE kann nicht teilen, darum das Gequetsche.  Auf diesem Flohmarkt ersteht sie eine Dose, die so groß ist, dass drei Panzer darin im Kreis fahren können. Außerdem noch ein Buch, weil wir ewig an einem Bücherstand hängen bleiben. Ein Buch, das sie kauft, um MIR zu imponieren, das sie aber NIE und NIMMER lesen wird! Nie! Ich habe lange einen Band über flämische Maler der Renaissance in der Hand. Ein Steckenpferd von mir und nach meinem nächsten Banküberfall, kaufe ich mir einen schicken Jan van Eyck oder so. Hach, seufze ich herum, Doppel-Hach.  SIE schnappt sich den Geschichtsband daneben und kauft ihn, ohne einmal reinzuschauen, nur um ihn mir unter die Nase zu halten: „Und das habe ich gekauft!“ Ich blättere ihn an, keine Bilder, nur Text und Schautafeln, außerdem ist sie mies in Geschichte, weil es sie nicht interessiert. Verstehe ich nicht, aber ihr Geld.

 

Danach pünktliches Abliefern bei dem Eltern und am Abend Nachgang mit ihrer Mutter, wie es so lief. Wir wären cool. Aha. Sind wir cool, frage ich den Meinigen? Nö, sagt der, lässig und entspannt, aber nicht cool. Doch, alles wäre cool gewesen, wir, die Spiele, das Essen, das shoppen, alles cool.

 

Und noch nicht richtig wieder entspannt, von diesem Intermezzo, taucht sie am Samstag zum Plätzchen backen auf. Auch das, werde ich wieder so minutiös hier festhalten, wie diesen Bericht. Mein Ziel: Ihr das in zwanzig Jahren zum Buch drucken lassen und ab diesem Zeitpunkt mit großen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken rechnen, ich werde nämlich damit drohen, es zu veröffentlichen. Soweit der Plan.

04.11.2011 um 15:28 Uhr

Bücher Ringelrein

In den Kommentaren meines Eintrages "Die hundert liebsten Bücher der Deutschen", wurde die Idee geboren, Bücher zu tauschen.

Das Procedere ist, dass man Bücher postet, die man verleihen will und wenn sich jemand meldet, geht es auf die Reise. Melden sich mehrere, schickt es der eine dem anderen zu und zum Schluss geht es Return to sender.

Man könnte andenken, einen eigenen Blog zu machen und anderen -die Interesse haben- Zugangsrechte dafür zu geben. Dann kann jeder Blogeinträge machen, der Bücher in die weite Welt hinaus schicken will. Wer sich da jetzt opfert, is mir wurscht.

Edit 16:02 Uhr: Die Rabenmutter ist soeben in Lichtgeschwindigkeit an mir vorbei gesprintet Fröhlich. Bitte hier entlang:

http://www.blogigo.de/Leserattentreff

Hier nur mal bitte melden, wer mit tun möchte.

Dabei sind derzeit:

Die Rabenmutter

Frau Hedera (<= Die verschenkt auch! Yeah!)

Und ich.

Was ich derzeit gerne in die Welt schicken würde, wären folgende Bücher, denn ich bin der Meinung, die MUSS man gelesen haben.

Markus Zusak, Die Bücherdiebin (Gebunden)

Anna Galvalda, Zusammen ist man weniger allein (Tb)

Okay, der Blog hat noch nicht mal angefangen, aber die sind wirklich so bezaubernd.....*seufz*

28.10.2011 um 15:27 Uhr

Rente

von: Pelegrina   Kategorie: Halbseidene Gedanken

DAS, meine Lieben....sind unsere künftigen Rentenzahler!

Hat Hedi mir geschickt und ich möchte das doch gerne mit Euch teilen. Ist aus F*cebook, da darf man einfach so mal schreiben, was man gerade so treibt......

Hier haben schon die ersten schreiend in die Tischplatte gebissen.....

Viel Spaß und ein schönes Wochenende.

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

Wer Nachschub von dem Blödsinn braucht:

http://de.webfail.at