Königin der S@L@THERZEN

30.03.2010 um 17:53 Uhr

73 Tage und der Name der Rose...

Quatsch: Die Zeichen der Hochzeit! Wir waren ja das ganze Wochenende in Sachen Hochzeit unterwegs. Mehr oder weniger erfolgreich.....

Shorty:

Habter Ringe? Öhm. Jain!
Haste Hochzeitskleid? Öhm. Jain.
Habter Überraschung? Aber sowas von. *strahl*

Von vonne: Wir freitags zur Goldschmiedin unseres Vertrauens (GUV) getuckert. Oder vielmehr erstmal ich. Der Meinige, musste nämlich die Blödman-Märkte dieser Welt unsicher machen, er möchte einen BlueRay-Player. Darf er aber nicht alleine kaufen, denn ich bin die technische Leitung in den Heiligen Hallen, sprich zu Hause. Gucken, ja. Kaufen, nee, echt nicht. Sonst kauft er wieder Blödsinn, wo die wichtigsten Anschlüsse fehlen, aber Hauptsache das Design stimmt. Trotz Kaufverbotes kommt er also zu spät und ich habe schon der GUV unsere Wünsche unterbreitet.
Geplant war: Reinhupsen (Wir ham doch keine Zeit!), ihr die derzeitigen Verlobungsringe vor die Füße werfen, die soll sie in Gold nachschmieden, raushupsen (Wir ham doch keine Zeit!), finito. Sauwitzisch.....wenns mal so einfach wäre. Wir tragen als Verlobungsring einen Reif. Sprich, einen in sich runden Ring. Und den wollten wir eins zu eins, als Ehering in Gold. Ginge nicht, sagt GUV, müsse sie einschicken und gießen lassen. ODER, sie fertigt ihn, dann gießt sie aber keinen Reif, sondern einen Stift, dengelt den zurecht und lötet ihn zusammen, dann hammer Lötstelle. Einschicken lassen, wollen wir nicht, können wir ja gleich zu Gold Krämer oder so Verbrechern gehen. Lötstelle? Also, wegen mir auch nicht..hm. Mal schauen, was der Meinige sagt.
Wo steckt der eigentlich? DER ist nämlich der Romantiker in unserer kleinen Familie (Auch, wenn ich den Hochzeitsantrag gemacht habe) und DER will neue Ringe. Ich sach noch: Wieso? Die Alten sind doch noch gut? Der Blick darauf: Unbezahlbar. Außerdem will ER, unbedingt eine Gravur. Wieso eigentlich? An dem Tag, als die WM angefangen hat!? Kann man sich doch merken? Okay, DER Blick war dann mehr als Gold wert. Männer.... Auf jeden Fall würde das auch nicht gehen, dazu ist die Ringschiene zu schmal, das müsse sie dann unten breiter machen, damit man es überhaupt lesen könne, dann wäre es aber kein Reif mehr. Gnarf.... Der Meinige schlägt auf und darf sich alles, inklusive
Bombierung und Co.  noch einmal anhören. Entscheidung: Andere Ringe. GUV legt uns gefühlte hundert Prospekte vor. Darf sie gleich wieder wegnehmen. WIR und Entscheidungen! Nönö, je kleiner die Auswahl, umso weniger Wochen brauchen wir! Stimmt dann aber auch nicht: Wir landen beide recht fix, bei ein und den gleichen zwei Exemplaren und bekommen nun *trommelwirbel* einen Ring, der Merkmale von beiden beinhaltet. Und das sieht richtig schön aus. Und das macht die liebe GUV mit ihrem tollen Menne. Und die freut das stark. Und uns freut das stark. Alles gut! *breitlächel*
Als nächstes präsentiert uns der Herr des Hauses...........ihr neues..........KINO!!!!! Ich werd ja noch bekloppt. Immer mehr Menschen in unserer Umgebung leisten sich Beamer & Co., werkeln lustige Sachen, in leerstehenden Räumen und knallen ihr eigenes Kino rein. So richtig schick, mit tollen Sesseln und rotem Teppich an den Wänden Jetzt die auch noch. Und der Meinige natürlich große Augen bekommen, will er auch haben. Bekommt er. Ich baue mir ein Haus, um eine 90 qm Küche und er darf sich ein Kino einrichten. Irgendwann, irgendwo, irgendwie. Das bekommen wir hin und wenn es das letzte ist, was ich tue. Aber: Kommt Zeit, kommt Kino, kann noch was dauern. Wir bekommen bei unseren lieben Freunden aber eine bomfastionöse Privatvorstellung, mit einem Zusatz Kurzfilm auf der DVD Ratatouille (Den ich mir noch am gleichen Abend kaufen musste!!!! Soooo schön!!!!) Wer die DVD hat: Ansehen. *gacker* Und von wegen kurz: Wir waren über zwei Stunden da, kein Wunder, das wir mit unserem Terminkalender nicht hinterherkommen!

Samstag: Kleid! (wiedermal....ächz) Die weltbeste Weddingplanerin, mein ein und alles, ohne die ich mich schon längst aufgehängt hätte, war wiedermal rührig. Und das ist gut so. Aber vorneweg sind zwei Sachen passiert. Zum einen, waren wir zwischenzeitlich noch bei einem andere Brautmoden Ausstatter, der die gefühlte Fläche vom BASF-Betriebsgelände mit weißen Träumen vollhängen hatte und den fand ich plöth. Der sagte nämlich zu mir, als ich äußerte, dass ich ein dreiviertel langes Kleid haben möchte, sehr nasal: 'Das macht alt! Sieben/achtel wäre okay'. Womit er bei mir natürlich verschissen hat, bis in die Steinzeit. Ergo habe ich den Folgetermin da auch gecancelt. Ich glaub der spinnt!

Diese Absage, soooooooo kurz vor der Trauung, brachte zwei italienische Mitarbeiterin auf den Plan, oder vielmehr in helle Aufregung, „weile alese schone so späd ißt!" Schock, schwere Not! Und ich habe aus Flachs gesagt:
"Dann heirate ich den Burschen eben in meinem silbernen Ballkleid, das kennt er noch nicht, so what, was soll ich mir einen Kopp machen?"
Was sie natürlich auch nicht sooo toll fanden, aber Himmel, warum eigentlich nicht? Daheim gehe ich in mich. Ich liebe diese Robe. Das Kleid ist schlichtweg ein Traum, ich fühle mich sauwohl damit (Und das ist die Hauptsache!!!!!), kann darin sitzen, gehen, mich mal eben runterbeugen, laufen wär auch drin, aber das geziemt sich nicht, ich fühle mich einfach wohl, wohl, wohl! Also fasse ich den Entschluss, genau dieses silberne Kleinod, mit zwei, drei Veränderungen, die ich haben möchte, nachschneidern zu lassen. Und zwar in crémeweiß. Punkt. Nix mehr tuntige Brautausstatter, oder dieser Hexenkessel, wie im ersten Brautladen. *vogelzeig*

Gesagt, getan. Mein Weddingplaner macht sich auf, der Welt besten Stoffladen zu suchen UND findet ihn auch. Sagte ich, dass sie eine Göttin ist? Schneiderin (Hehe...) steht übrigens parat. Und so finden wir uns am Samstagmorgen, im Reich der tausend Stoffe wieder und kruschpeln vergnügt durch Wildseide & Co. Ich bin restlos begeistert! Was es da alles gibt. Diese Stoffe, die Farben! Und die Inhaberin erst! Eine zweite Grace, die SO einen Spaß an der Sache hat, dass wir drei flugs zwei Stunden um haben und Pelegrina wundervolle Stoffe wegträgt, die einfach nur schön, schön, schön sind.
Dieser Tage habe ich einen Termin mit der Schneiderin und die macht dann aus diesem Brautkleid-Bausatz einen Traum, für eine Traumhochzeit. *schwelg*
Außerdem mache ich jetzt, mit meiner Kollegin Grace einen Nähkurs und keiner dieser Traumstoffe wird mir entwischen. Ich könnte sofort als Ballkleid/Brautkleid Designerin anfangen. Durch diese tollen Stoffe habe ich Ideen bekommen! Wahnsinn. So kenne ich mich gar nicht. Aber die Kleidersaison ist definitiv gerettet. Hach........Samstagabend waren wir noch zu einem Essen mit Jamie Oliver-Gerichten eingeladen und wer noch nie gefüllte Zitronen mit Ziegenkäse überbacken gegessen hat, sollte das schleunigst nach holen. Was für ein runder Tag. Hach... Samstagnacht kein Heimkino mit "Ich bekomme einfach alles kaputt-Emmerich" und seinem 2012. Wir haben uns schlichtweg verbabbelt und das ist gut so. (Wieder so welche mit Kino daheim..grrr)

Sonntagmorgen, acht Uhr raus und ab auf die Bahn, gen Norden. Unterwegs, die Hochzeitreise Frage. Hatten wir die nicht durch? Öhm.... Also Hawaii is jetzt doch nicht. 24 Sunden Flug, nur um dann wieder drei Tage Jetlag zu haben? Außerdem ist das auch nur ´ne Insel, da sind wir auf Tobago schon fast bekloppt geworden.
Wir haben uns auch zwischenzeitlich mal ganz verliebt angeschaut und uns gesagt, das WIR doch eigentlich auf den Jakobsweg gehören. Und so schön der Gedanke ist, die Spanier haben Sommerferien (Da läuft alles!), es ist heiliges Jahr (Da läuft alles!) und außerdem sind es dann schön über 40 Grad in der Meseta (Da läuft alles und schwitzt!). Öhm, eher nicht. Im Herbst dann wieder.
Sodele, jetzt haben wir ein neues Ziel. Und das machen wir jetzt auch! Haben wir uns die Hand drauf gegeben. Die resolute M. rollt mit den Augen: "Jo, und morgen schmeißt ihr wieder um!" HAAR-GE-NAU! Höhö...bleibt spannend. NOCH habe ich nicht gebucht!

Unser sonntäglicher Besuch führt uns in weite nördliche Gefilde, zu einer Hochzeits-Überraschung, mit der wir persönlich reden wollten. Hätten wir auch am Telefon machen können, wollten wir aber nicht. So bekommen wir nun nicht nur das gewünschte persönliche Gespräch, sondern auch einen schicken Gang durch Heidelandschaft und einen interessanten Vortrag darüber, wie man eben diese wieder aufforstet. Find ich gut. Besuch war toll. Wir hatten alle irrsinnig viel Spaß aneinander. Und die geplante Überraschung wird schön. Als ich spät am Abend mit meiner Trauzeugin darüber rede, die jetzt Hauptgeheimnis-Trägerin Nummer Eins (Neben Weddingplaner) ist, findet die das das auch so, so toll und ist so begeistert, dass wir zwei Hübschen noch mehr begeistert sind, auch wenn Eigenlob zehnmal stinkt! Hach, hach.... Wird das schön. :o)

Und nachdem wir nun in einer Woche 2100 Kilometer, um den Blog Block geeiert sind, haben wir uns gestern einen Tag frei genommen, obwohl da die Terminplanung schon mehr als heikel war und wir fünf (!) Anläufe gebraucht haben, um EINEN freien Tag zusammen zu haben und sind in die Therme gegangen. Chillen, saunen, wellnessen und schlafen, dösen, lesen, bis zum abwinken. Ich bin nämlich auch gut in der Sauna, kann ich stundenlang! :o)


26.03.2010 um 14:02 Uhr

Trail of Tears

von: Pelegrina   Kategorie: Dancing-Queen

26.03.2010 um 12:21 Uhr

77 Tage und der Shootingstar

von: Pelegrina   Kategorie: Dancing-Queen

Steigt Dir Rom zu Kopf?
Meiniger, März 2010


I´m a Shootingstar in the Worldpress! Yeah! Hurra! Ich war in der Zeitung. In der Bäckerblume von Üfftelstütz (Ort am Arsch der Welt. Auf der Seite vom Bretterzaun, wo die Nägel rausgucken). Hach. Hach. 
Gestern Abend Training. Kaum da, hält mir Tobi einen Zeitungsausschnitt unter die Nase. Riesen Artikel, halbe Seite, Überschrift: Linientänzer tanzen bei der und der Veranstaltung in Üfftelstütz. Bild: Eine lächelnde Pelegrina, die gerade sehr elegant aus einer Drehung kommt und übers ganze Gesicht strahlt. Ganzkörperaufnahme. Hubsch. Sehr schön! Da haben wir ihn also: Den ersten Meilenstein, in Sachen Presse, was meine Tanzkarriere angeht. *vor stolz platz*

Naja, eigentlich bin ich eher unaufgeregt. Ich freue mich schon sehr, dass wir so ein wenig bekannter werden. Das wir vielleicht so neue Leute anziehen. Das wir so unsere kleine Tanzcombo bisl vergrößern können. Außerdem war es eine tolle Veranstaltung. Hat Spaß gemacht. Sehr. Leider war ich aber die Einzige, die die ganze Zeit gelächelt hat. (Altlast "normaler" Tanzverein. Tanz=>Knips=>Lächeln!), die anderen haben gerne und konzentriert auf ihre Schuhe geschaut. Darum war auch die Reporterin scheinbar die ganze Zeit um mich rum. *schulterzuck* Gehe ich also mal cool meinem Weltruhm entgegen.
"Was ist mit Rom?", brüllt der Meinige, als ich das gestern Abend so vor mich hinsinniere. "Steigt mir eher nicht zu Kopf!", ruf ich zurück. Er krabbelt aus der Speisekammer, wo er wahrscheinlich Chips gesucht hat, was sonst? "Dir steigt Rom zu Kopf?" Fortan sagen wir also ab sofort nicht mehr Ruhm, sondern Rom und beömmeln uns vor lachen.
Passiert bei uns öfter. An manchen Tagen, sagen wir auch alle Worte ohne R. Hintergrund ist Hobet (Robert), der Sohn eines Freundes. Der ist klein und jung und kann derzeit kein R. Leider wollte er mir aber dieser Tage sein neues Bett inklusive Hutsche zeigen, was zu etwas unfreiwilliger Komik führte. Er ist nämlich diese Meter Fuffzisch Hutsche, fortwährend huntergehutscht und wollte mich auch dafür begeistern. Problem: Ich bin zu lang, für diese MickyMouse-Rutsche. Sitze ich oben, liegen unten schon meine Füße am Boden. Hobet lässt aber nicht locker und ist ganz begeistert. Hoch, Runter, Hoch, Runter. Irgendwann steht er völlig atemlos vor mir und unternimmt einen letzten Motivationsversuch. Er schaut mich ernst an und sagt: "Da kannzu hunterhasen, wie ein Hennauto!!!!" Ich hab mir fast in die Hose gemacht. *lach*

Heute morgen Firma. Wie es beim Dancen war, fragt die resolute M. (Hedera=> Das is ´ne Kollegin!). Ich platze mit dem Zeitungsartikel raus. Und von dieser Sekunde an,  bin ich dem Hohn und Spott von Untergebenen und Kollegen ausgesetzt! Die ziehen mich auf. Aber so richtig. Und -oh, schreck- finden das auch im Internet! (Wer Link haben will, PN an mich. Ist aber ein anderer Artikel und ein anderes Foto als gestern im Käseblatt. Wieviele Reporter waren denn dort?????) Ist das cool. Die resolute M. druckt das dann auch mehrfach aus und verlangt Autogramme. Sie schaut mich streng an, als ich mich kaputtlache: "Das! sei! ihr! Ernst!"  Öhm, okay. Wo muss ich unterschreiben? Aber -hey- nicht an die EgoWand*! NAHEIN! Zu spät. Die resolute M. erklärt, dass sie gewillt ist, das von jetzt an, in die richtigen Bahnen zu leiten, sie wäre jetzt die Chefpressesprecherin und so schnell käme keiner an ihr vorbei! Kurz: Freitag, Chef nicht im Haus. Fängt das schon wieder an? *lach* Und dann wieder auf hessisch: Ey! Schuddingschtaaa!

Weiter zum Training. Ich hab mich letzte Woche in einen kleinen netten Tanz verguckt, mit dem ich meine Stiefelchem eingetanzt habe. Im Arbeitszimmer. Und dann Weltpremiere für den Meinigen im Wohnzimmer. Würde lässig aussehen, mit dem Stiefelchem, sagt er. Der Tanz ist aber auch cool, sag ich. Da isser:

http://www.youtube.com/watch?v=0zUgDwjo148&feature=related
(Lässt sich nicht einbinden, kein embedded Link da. Schweinerei!)

Ergo wollte ich den gestern im Training machen. Trainerchen: "Sodele, machen wir mal wieder wat Neues!". Ich: "TRAIL OF TEARS!" *plärrts*. Nö, sagt der. es würden jetzt mal die Tänze für die Bezirksmeisterschaften einstudiert. Wollten wir ja gemeinsam üben, okay, aber der andere Tanz ist soooo toll, dass ich zu jeder sich bietenden Gelegenheit (und das waren NICHT wenige! Höhö), "TRAIL OF TEARS!", plärre.  Nach ´ner halben Stunde wollen mich die ersten verkloppen, wir schubsen uns rum, ich plärre. Mordsgaudi.

Aber bitte Konzentration aufs Meisterschafts Tänzchen. Als ich da mal den Bogen raus habe, stelle ich fest: HEY! Der rockt auch richtig gut! Leider stelle ich das einsam und alleine mit der lieben S. fest. Der Rest schmeißt nämlich das Handtuch. Zu schwer. Okay, wir haben ihn nur zweimal trocken gemacht und dann sofort auf Musik. Allerdings nur, um mal in die Geschwindigkeit des Liedes reinzuhören. Aber S. und ich sind tapfer durchgehoppelt. Bei späteren Proben werden es dann auch peu á peu wieder mehr Tänzer, so richtig kommt der nicht an, (das wird noch!) aber Hauptthema ist: Wer glänzte mit Abwesendheit? Tarantula! Und nächste Woche fällt aus, da Ostern und viele wech. Und danach beginnt ein Anfängerkurs und da lässt sich die Dame auch nicht zu hinab und dann ist Juni. An dieser Stelle mal einen kleinen Grundsatz: Willste Meister werden, mussten Arsch hochbekommen! Mir aber auch egal. Die verfolgt da anscheinend ganz andere Ziele, die ich weder verstehen will, noch kann.

Der zweite Vorsitzende kommt zu mir, ob ich was von den Auftritten wüsste, die wir an Land gezogen hätten? Und da wir da auch schon ordentlich rumgekaspert haben, was den Zeitungsartikel angeht, zeige ich auf den ersten Vorsitzenden, mit dem ich schon drüber gesprochen habe und sage: Frach mein Management! *gacker* Hach, wat simmer witzisch. Spaß beiseite. Wir haben unter anderem, einen Auftritt in einem Altenheim, es sind wirklich etliche Anfragen reingekommen, aber den verstehe ich  als "Meisterin des auf dem Schlauch stehens", völlig falsch. ICH hatte nämlich verstanden, dass wir etwas in einem Altenheim machen. Also, im Sinne von: Wir machen mit den älteren Herrschaften einen Kurs, oder so.

Nein? Nein. Wir treten da "nur" auf? Aha. Ich wieder. Egal, das ist jetzt meine neue fixe Idee: Ich will da einen Kurs machen/leiten. Und zur Not auch alleine. Wenn ich morgens zur Arbeit tucker, komme ich immer an einem Altenheim vorbei. Ich hab das Gefühl, die sind da nur weggestellt. Geparkt. Die Großfamilie von früher, wo die älteren Generationen noch eingebunden waren und in Ruhe im Kreis der Familie sterben durften gibts nicht mehr. Die werden in solche sterilen Bunker gesteckt und dürfen dort auf Gevatter Tod warten. Klar, kommt sonntags zum Kaffee (vielleicht) die Sippe vorbei. Und Omi wird auch an Weihnachten und Ostern geholt. Ich hab aber höchstpersönlich sehr, sehr schlechte Erfahrungen mit Altenwohnheimen und Altersheimen. Da is nix los. Vielleicht mal so ein bunter Nachmittag im Advent. Ansonsten hocken die da wirklich nur doof rum. Und gehen sich gegenseitig auf den Keks. Und stänkern, aber das ist ein anderes Thema. Außerdem sind das noch Generationen, die früher oft und gerne getanzt haben. Beim Tanztee und bei eigentlich jeder Veranstaltung. Sowas gibt es heute garnicht mehr. Da würde ich gerne ansetzen: Wiedermal tanzen!

ABER: Es gibt immer ein aber. Ich müsste dafür einen Trainerlappen haben. Sprich, Übungsleiterschein im Linientanz. Hab ich nett, will ich nett. Okay: Wollte ich nett. JETZT muss ich natürlich so ein Ding haben, damit ich fröhlich die alten Menschen rumscheuchen kann. Wollte ich aber erst in einem Jahr, oder so machen. So jetzt bin ich im Zwiespalt und muss nachdenken (Wie immer!). Was tun? Außerdem kostet sowas Geld und nicht wenig. Sponsoren sind also aufs Herzlichste willkommen und melden sich bitte bei meinem Management und/oder meiner Chefpressesprecherin.



*Jeder sollte eine EgoWand haben! Da kommen Erfolge und großartige Leistungen hin. Freischwimmer, Lottogewinn über 9,81 Euro, lustige Bilder, Zugfahrplan hängt da auch. Häh? Egal.


24.03.2010 um 14:29 Uhr

79 Tage und Wladi versus Ed

DIESER BLOG IST FÜR JUGENDLICHE UNTER 18 JAHREN NICHT GEEIGNET. ZUVIELE SCHIMPFWORTE, ZU AGGRESSIV. SEHR DAMENHAFT ISSES AUCH NICHT!!!!!

Freitag: Unspektakulär

Samstag: Ausflug in die Stadt mit der großen Kirche und den langen Straßen, anschließend zum Fratzengeballer bei den Klitschkos. Ziemlich Spektakulär!

Sonntag: Auftritt Line-Dance Combo. Unspektakulär.

Soweit so kurz das Wochenende. Treten wir es also mal breit: Ich stehe Samstagmorgen "etwas" verstrahlt im Wohnzimmer rum. Wer bin ich? Wie heiß ich? Was mach ich hier überhaupt? Die Arbeit macht mich platt. Wir sind nur noch auf Achse. Mir fehlt Schlaf. Dabei bin ich so gut im Bett, ich kann tagelang pennen. Was wollte ich? Ach, ja: Ich wollte zur Post. Päckchen von der Insel einsammeln, Päckchen für die Stadt mit der großen Kirche wegschicken.

Warum wir das nicht einfach auf dem Weg zu den Klitschkos abgeben?, fragt der Meinige. Wie weit das voneinander entfernt wäre?,frage ich. So wie Offebach und Frankfurt, belehrt mich der Meinige.

Jaaaa, klar. Mach mich nur fertig. Klar, habe ich in Geografie am Fenster gesessen und wie wir mittlerweile wissen, auch permanent rausgeschaut, außerdem bin ich froh, wenn ich abends heim finde, ABER der Routenplaner sagt mir was ganz anders! Da sind wir noch 49 Minuten unterwegs, von A nach B. Ich kann so nicht arbeiten! Ich lerns doch nie, wenn man mir sowas erzählt! Aber -wie auch immer- wir tuckern genau an Planziel Nummero Uno vorbei, also können wir da auch das Pakerl abwerfen. Anruf: Ob das in Ordnung ginge. Ginge.

Dann also am späten Nachmittag los. Wie machen wir das nun zeitlich? Einlass ist um 17:30 Uhr. Vorkämpfe beginnen um 21:00 Uhr. Fernsehübertragung um 22:15 Uhr und der eigentlich Hauptkampf erst um 23:00 Uhr. Nuja, schaun mer mal. Der Herr Westernhagen will ja auch noch singen und irgendeine H*ermes H*ouse B*and. Nie gehört. Ich schmeiß Youtube an: Wäääh, muss man auch noch nie gehört haben. Sone Coverband. Braucht kein Mensch! Börgs.

Also los. Ankunft Planziel Eins. Tolle Frau, tolles Pony, tolles Kind, toller Kaffee. Alles, wie immer. Neu ist, das ich nun endlich mal folgenden Spruch vom Stapel lassen kann: "Babe, Du bist in meinen Stiefeln gelaufen!" und das ich weiß, wie sich Krokodile (Wie, es ist kein Hund dabei??? Skandal!) ernähren, nämlich vegetarisch, sonst bekommen sie Gewichtsprobleme. Hmja. Übrigens habe ich mich beim Spielzeuch auspacken helfen, an dem Blatt Papier von der "Spielanleitung" geschnitten. DAS sind Schmerzen! Sieht nach nix aus, aber blutet, wie Hulle und tut locker drei Tage weh! Heut gehts wieder. Ja, ich bin ´ne Memme.

Weiter nach Düsseldorf. Irgendwann sind wir auf der Zielgeraden Richtung Esprit Arena und ich sage: "Schatz, alle die um uns rum sind, wollen zum Klitschko. Alle. Hammer, oder?" *strahl*

(Wird sich später noch rächen, aber da war ich noch sehr begeisterungsfähig.)

Wir werden auf Parkplatz 14H eingewunken und zwar mit hunderten anderen Karren und dann auch noch so eng, das da keine zwei "Blöd am Sonntag" zwischenpassen. Zur Arena sind es noch 15 Minuten Fußweg und wir gehen in einer riesigen Menschenmenge auf den Kasten zu. Alles locker, alles easy, alle sehr entspannt. Mehr so, wie eine Friedensdemo, als der Marsch zu einem Boxkampf. Drinnen: Erstmal mit Klitschko Geraffel am Fanartikel Stand behängen. Teuer. Dann Plätze suchen.

Ansage:

Liebe Düsseldorfer, solltet ihr jemals in eurer Laufbahn noch einmal ein Stadion/eine Arena/Veranstaltungsstätte bauen, bitte wechselt NICHT nach jeder Reihe, die Reihenbezeichnung, das verwirrt. Ebenso, wie Reihe 28 eigentlich VOR Reihe 29 kommen sollte. Danke! VIELEN DANK!

Es ist halb acht. Wir haben unsere Sitzplätze gefunden. Uns ist langweilig. Oh, diese H*ermes H*ouse B*and fängt an zu spielen: Life is life, Country Roads und weitere schreckliche Schmankerl. Nach drei Minuten ist klar: AAAAAAAH, die H*ermes H*ouse B*and spielt. Nix, wie weg. Noch was futtern? Okay. Brezel, Bier, Bratwoscht (Is klar, oder?), Fanta => 15, 50 Euro. Respekt. Die nehmens auch von den Lebenden! Rumlungern. Immer noch langweilig. Kurz vor halb neun wieder rein. Die Affen haben endlich mit dem, was sie für musizieren halten, aufgehört. Gut so. Neun. Der Meinige will schlafen. Warum wir kein Kissen mitgenommen hätten? Ihm sei fad.

Und siehe da, wie auf dieses Stichwort fangen die ersten Vorkämpfe an. Machen wirs kurz: Völlig für den Arsch. Son Kindergarten über vier Runden, irgendwelche Mittelgewichtsheinis, ein deutscher Kirmesboxer (Werner Kreiskott) und american Heavyweight.

Der eine macht nach 58 Sekunden schlapp, beim anderen fliegt in der zweiten Runde das Handtuch (=> Kampfabbruch durch Sekundanten/Trainer) und der nächste feiert sich mit belämmertem Gesicht ins Standing Eight Count (Anzählen zum (T.)K.O. im Stehen). Börgs, langweiliger gehts nicht. Ich schaue mir sowieso nur Superschwergewicht an, mir geht schon Cruisergewicht auf die Nerven. Das mädchenhafte Rumgehupse, entsetzlich.

Devise beim Boxen: AUFS MAUL! Nachdem die Looser es hinter sich haben, passiert: Wieder nüscht! Okeeeeee. Aber wollte der Westernhagen nicht spielen? Oh, da tut sich was da unten. Marius und Konsorten krabbeln in den Ring und singen performen irgendwat, wir kennen es auf jeden Fall nicht. Stinkelangweilig isses auch. Und überhaupt: Der Typ macht seit neuestem Werbung für die Blöd! Springer-Verlag! Geht überhaupt nicht. Da hören wir politisch korrekt nicht hin. Basta.

(Nach dem Kampf ließ sich diese Möhre übrigens darüber aus, dass es ein sehr guter, technisch feinster Kampf war. Wo war der denn? Was hatten der gesehen? Hammer mal null Ahnung? Aber die ganze Zeit die Sonnenbrille auf! Die Jedde hat schon recht: Marius, Du wirst alt. Und Du bist NICHT cool!)

22:50 Uhr. Miiiiiiiiiiiichaaaaaaaaaaael Buffer ruft Eddi in den Ring. Die Arena mit 51.000 Menschen, die bislang eher ruhig waren -im Gegensatz zu einem zünftigen Fußballspiel- verwandelt sich in einen Hexenkessel. Vier Minuten später flippt alles aus. Zu den Red Hot Chili Peppers kommt der Meister in die Halle und wird frenetisch gefeiert.

Kampfbeginn. Ziemlich schnell wird klar, Herr Klitschko hat die längeren Arme, Herr Chambers kommt nicht richtig an ihn ran und Wladi boxt mal wieder aus der Defensive. Paar Jabs hier und dort, keine besonderen Vorkommnisse, warmmachen ist angesagt. Wladi drückt sich mit dem Oberkörper an den Ami (NICHT erlaubt!) und was macht der? Hebt Klitschko hoch und trägt ihn ein Ründchen durch den Ring. Hallo? Jaaaa, das alle Dich jetzt ausbuhen, hat schon seine Gründe! Simmer hier beim Kinderturnen, oder was? Das macht der aber noch zweimal, wobei er einmal Klitschko in Westling Marnier auf den Buckel legt. Da stehe ich aber schon und plärre: "Gleich komm ich runter und dann gibts von mir AUFS MAUL!" Wenn ich Wrestling sehen möchte, gehe ich zum Wrestling. Ist das hier eine Boxarena, oder was? Ich bin ja ganz aufgelöst.

Es geht unaufgeregt weiter. Der Herr Doktor ist wiedermal zu vorsichtig unterwegs, obwohl er technisch vorneweg ist, vom Chambers sieht man weder boxtechnisch noch sonst sehr viel, der hat permanent die Deckung vor der Rübe. Angsthase. Von der sonstigen Schnelligkeit des Fast Eddie ist auch wenig zu sehen, dem tun wohl noch die Ohren von der zweiten Runde weh, wo Dr. Eisenhammer ihm ordentlich eine verbraten hat.

Der Meinige spekuliert die zehnte Runde für den Amerikaner an. Ich halte dagegen, die kleine Kampfsau steht bis zum Schluss! Taktisch klug, aber nicht überragend geht es schnarchig weiter. Wladi verteilt seine Jabs und irgendjemand aus dem Publikum brüllt: HAU DEN DOCH MAL, WLADI. Was zu einiger Belustigung im Saale führt. Auch skandieren die Reihen munter: AUF DIE FRESSE! AUF DIE FRESSE! Und wenn ich der Chambers wäre und das hören würde, würde ich SO böse werden, dass ich dem Klitschko einiges entgegenzusetzen hätte. Hat er nicht. Dafür schwillt er ab Runde neun langsam aber sicher zu.

Klitschko müsste mal richtig mit einem Seithaken hinlangen, tut er aber nicht, ein verwandelter Doppeljab ist hier alles. Runde zehn. Es kommt zu Verzögerungen. Der Handschuh von Chambers ist aufgeplatzt. Ach, Du scheiße. Das gibt ihm unnötig lange Zeit sich zu erholen. Die ganze Arena buht ihn aus. Wladi streicht wie ein Puma durch den Ring und man sieht ihm am Rücken an: DER will sich prügeln!!! Merkt auch der Ami. Der bekommt nochmal sowas wie Bewegung in die Beine. Na, simmer aufgewacht? Nutzt ihm aber nichts, Dr. Eisenhammer setzt nach, Chambers in den Seilen. Wieder raus, Klitschko wieder nach. Gong. Bislang technisch jede Runde an Wladi. Punkteverteilung im Boxen? Guckst Du *hier*.

Pause vor zwölfter Runde: Vitali babbelt auf seinen Bruder ein. Hoffentlich sagt er ihm, dass er jetzt nochmal bisl aggressiver vor gehen muss. Nach vorne! AUFS MAUL!!

GONG. Vitali vor. Chambers die Doppeldeckung oben. Juckt den Ukrainer nicht, der drischt sich einfach durch die Deckung. Chambers hat keine Kraft mehr, die Powerschläge kommen mit 4000 Newton, respektive 65 PS angesaust und ballern ihm einfach seine eigenen Fäuste ins Gesicht. Wladi geht nach, mittlerweile hält es niemanden mehr auf den Sitzen, noch zwanzig Sekunden und DA!!!!!!!! Linker Haken vom Doktor!!!!!!!!!!!!! JAAAAAAAAAA!!!!!!!!!! Wie geil ist das denn??? Die Arena brodelt und brüllt. Chambers geht k.o. zu Boden! SIEG! SIEG! SIEG!!!! Wladimir Klitschko bleibt IBF- und WBO-Weltmeister. Der 33-Jährige feiert den 54. Sieg und das 48. K.o. im 57. Kampf. Geil! Geil, geil geil. Schön.

Na, da hatten wir ja was für die Mäuse, die wir da hingeblättert haben. Wir freuen uns, wie die Schneekönige. Ab nach Haus, nochn Bier auf den Sieg, ab ins Bett. Hm, wenn das mal so einfach wäre. Die anderen 51.000 Gäste wollen nämlich auch heim. Und wo ist überhaupt unser Auto? Nach einiger Suche die Erkenntnis: Wenn wir das nochmal machen, fahren wir mit einem feuerroten Spielmobil! Es werden einfach zu viele schwarze Mercedes verkauft. Außerdem beziehen wir das nächste Mal Domizil vor Ort, wir haben nämlich fast anderthalb Stunden gebraucht, um überhaupt vom Parkplatz zu kommen. Daheim waren wir, als die Vöglein schon sangen. Und dementsprechend kaputt, waren wir auch am Sonntag.

Aber da war ja noch was: Auftritt. Machen wirs kurz. War gut. Die Massen haben uns zugejubelt. Wir haben neue Auftritte an Land gezogen. Ich hab eine neue fixe Idee. Lustig war es auch. Nein, ich war nicht aufgeregt, ich mach sowas auch zur Not alleine vor 1000 Menschen, ich bin ´ne Rampensau und habs nicht so mit Minderwertigkeitskomplexen. Alles schön, alles gut, alles nett. Aber wer kam als einziges mit einer hellblauen Jeans? Genau.... Man, man, man.....

22.03.2010 um 13:59 Uhr

81 Tage und Pelefee versus Schorsch

Da wir ja hier in unseren Reihen einen ungläubigen Thomas haben, respektive eine Thomasine oder noch genauer, dat Hedi, haben sich der Meinige und ich die Mühe gemacht und sind ins Film-Studio gegangen.

Wir haben ein Skirpt geschrieben (nicht wirklich), Ton, Musik und Text abgestimmt (nicht wirklich), einen tollen Drehort gefunden (nicht wirklich) und gedenken Herrn George Lukas nun allergrößte Konkurenz zu machen! So.

Also: Lautsprecher aufreissen! Bürotür zuschmeissen!!!!!! Und los gehts.

Pelemounts Pictures proudly presents:

Pelefee and the rockin iPhone-Lightsaber.

22.03.2010 um 13:54 Uhr

Video bei Blogigo einstellen

von: Pelegrina   Kategorie: Lerne Blogigo kennen

Ich muss das mal hier für mich und die Nachwelt festhalten, sonst suche ich mich in meinem Nachrichten Ordner dumm und dusselig. Es hat sich mal jemand die Mühe gemacht und mir das erklärt. Nur mache ich es zu selten und suche mich immer...achja hatten wir schon. Ich habs unter einer neuen Kategorie abgelegt, so finde ich und vielleicht andere -die es ausprobieren wollen- es wieder.

Es geht nur unter Internet Explorer, NICHT unter Firefox. Wers nicht hat: Runterladen. Habe ich auch extra für die Videos gemacht, kein Akt. Auf gehts:

1. Auf Youtube das entsprechende Video raussuchen.
2. Rechts unter "Einbetten" den kompletten Link kopieren
3. In Blogigo auf "Eintrag schreiben"
4. Dort auf "HTML". Es öffnet sich in einem gesonderten Fenster der HTML-Quelltexteditor
5. In diesen den kopierten Link einfügen. Und bearbeiten:


<object width="480" height="385"><param name="movie" value="
http://www.youtube.com/v/AI94uYkvrYU&hl=de&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param>
<embed src="
http://www.youtube.com/v/AI94uYkvrYU&hl=de&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object>



6. Alles VOR <embed und NACH embed> löschen.
7. Aktualisieren. Fertig.

=> Man sieht in der Vorschau -wo man den Eintrag schreibt- nur ein schwarzes Fenster. Das eigentliche Video sieht man dann erst im Blog.


Und wo ich das gerade so schön gemacht habe, gibt es auch ein schönes Video dazu....HöHö.....

19.03.2010 um 14:15 Uhr

84 Tage und der Irrsinn greift um sich....

Es ist ja nicht so, das wir den ganzen Tag hier sitzen und arbeiten, wie die Irren. Nein, um die Mittagszeit werden die Eisenkugeln von unseren Knöcheln gelöst und wir gehen wie die Lemminge in der Welt schlechteste Kantine (Okay, die bei Brockhaus ist noch fieser, aber nicht viel).

Dort -beladen mit Gefängnissfraß- reden wir Unsinn. An Freitagen mehr als sonst: Wochenende steht bevor! An Tagen, an denen der Chef nicht da ist, noch mehr als sonst: Ist die Katze aus dem Haus...! Und an den Tagen, wo der Chef nicht da ist UND es ist Freitag, könnte man uns hysterische Albernheit nachsagen. Und so trug sich heute folgendes zu:

Kollege erzählt, er habe folgendes im Radio gehört:

In einem Jobcenter in England, tauchte immer ein junger Mann mit Umhang und Kapuze auf. (Noch nicht weiter schlimm, oder?) Auf mehrfache Hinweise der dortigen Mitarbeiter, das er so etwas schlecht zu vermitteln sei, erwiderte er, dass die Kappe NICHT runterkäme, er sei........*trommelwirbel*....... Jediritter! Daraufhin hat ihn der Jobcenterverein rauskatapultiert und wollte ihm nicht mehr bei der Arbeitssuche behilfreich sein. (Sind die das sonst?) Kollege sacht: "Und jetzt kommts! Wisst ihr was dann geschah?" Ich spekuliere wild: "Ein Raumschiff ist gelandet?"

Nein, er hat Klage eingereicht. Das wäre diskriminierend! Sein Jedi Kram sei schließlich eine Kirche! Hmja! Glaubten die Engländer nicht so ohne weiteres und machten sich auf, eine Volkszählung zu veranstalten. Heraus kam, dass jeder vierte (!!!!) Engländer dem Jediismus angehört und dieser somit eine eigenständige Religion sei und rechtlich anerkannt werden muss.

Der junge Mann gewann seinen Prozess und wir lagen unter dem Tisch vor lachen.... Das trieb in unserer Freitagsnachmittagseuphorie hier nun seltsame Stilblüten, bis hin zur "Berufsbekleidung" Bestellung bei 
Jedi-Robe und dem permanenten Gemurmel von "Möge die Macht mit Dir sein!" oder "Luke, ich bin Dein Vater!" Was ja mal überhaupt nicht geht, in welchem Bundesland simmer denn hier?  Und während ich mit dem iPhone App "Lightsaber" den Flur unsicher mache, brülle ich:

LUKE, ISCH BIN DEIN BABBA!!!!!!!!!!!!


Und wers nicht glaubt, schaut sichs an:

Jediismus

Ich habe noch einen Kampf mit dem Laserschwert vor mir. Wo ist mein Energiehandschuh, verdammte Axt?

18.03.2010 um 14:04 Uhr

85 Tage und Entscheidungen.....

von: Pelegrina   Kategorie: Dancing-Queen

Man muss auch manchmal den Tatsachen ins Auto sehen!
Meiniger, März 2010



So gesagt, nachdem ich ihm folgendes mitgeteilt habe: Ich gehe NICHT zu den deutschen Meisterschaften. Ich bin noch nicht so weit. Ich bin noch nicht gut genug.

Desweiteren teile ich meiner Frau Mutter mit, dass sie nicht mehr an meinem Nahrungskreislauf teilnimmt, in jedweder Form. So sie in diesem Leben noch mal mit mir spricht.


So, sie lasen den Blog für heute.




Ich notier noch eben für mich, wie das so alles kam, damit ich vielleicht irgendwann darüber lachen kann. Hah, kann ich schon jetzt. Ich schreibs trotzdem auf. Vorletzte Woche Linedance Training. Alle schwer motiviert (Vorsicht Ironie!), hilft aber alles nichts, der nächste Auftritt steht an, also üben, üben, üben. Zwischendrin Kippenpäusken. Ich steh mit Pätty vor dem Trainingslager und wir paffen so vor uns hin. Wie weit Tarantula und ich bei den Meisterschaftstänzen wären? Tzaaaa, das ist so ein Punkt. Nun ist es ja nicht mehr sooo lange hin, bis zu den Meisterschaften und dank zahntechnischen Ausfalls von Isadoof (Kiefer aufgemeißelt), dem sich Tanzlehrerchen in der Woche drauf anschloss (Kiefer aufgemeißelt), hoppelten wir die letzten zwei Wochen führungs- und zügellos gen Meisterschaft.

Und irgendwann so mittendrin kommt mir mal bei einem Blick in den Kalender die Einsicht: Das schaffen wir nicht mehr. Da läuft uns die Zeit weg. Und gegen die anderen Mannschaften, die Choreografen, Tanzlehrer und -wie ich seit neuestem weiß- auch Ballettlehrer stellen, stinken wir mit dieser katastrophalen Schlechtform sowieso nicht an. Der Ansicht ist Pätty auch, als ich ihr das mal so auseinandernehme und fragt: "Und jetzt?" Nix und jetzt, am besten wir blasen das alles ab und versuchen es im nächsten Jahr. ICH muss das nicht auf biegen und brechen. Ich muss weiterhin in den Spiegel schauen können, kann ich aber nicht, wenn ich mir unser Rumgekrampfe anschaue. Ich nehme mich da ja nicht aus, im Gegenteil, so langsam habe ich den Verdacht, dass sich noch niemand etwas kritischer damit auseinander gesetzt hat. Wir stapfen zurück zum Tanzsaal. Tarantula kommt uns auf halber Strecke entgegen:

"Ey, haste heut Böcke für Sonder-Training? Isch nett!"

"Wir müssen aber", erkläre ich ihr, "uns läuft die Zeit davon....wenn sie das nicht schon ist....."

Ich soll mit ihr kommen, eine paffen und mich erklären. Ergo erzähle ich, dass ich mir die Jungs und Mädels aus den letzten zwei Jahren nun wiederholt angeschaut hätte, dass jenes ein Leistungsniveau ist, das wir in fünf Wochen NICHT hinbekommen und mal davon ab, dass wir einen Tanzlehrer und/oder Choreografen bräuchten, damit wir nur den Hauch einer Chance haben.

"Äääääääscht?"

"Ja, echt. Die Latte hängt zu hoch. Ich sehe mich da nicht. Noch nicht. In einem Jahr? Klar, bitte. Aber in fünf Wochen? No chance!"

"Äääääääscht?"

"Öhm, jo. Immer noch echt."

(Nein, ich denk mir jetzt was aus, weil ich Angst habe, Du wirst Deutsche Meisterin und ich nicht! Auch wenn Du zehnmal schlechter tanzt, als ich, da aber UN-BE-DIN-GT hin musst!!!!)

"Schaus Dir halt mal bei Youtube an. Ich habs gemacht, bis zum letzten verwackelten Handy-Video. Wenn wir jetzt da antreten, haben wir keine Chancen, da müssen wir nachlegen, aber nicht zu knapp."

(Und wehe, Du sagst jetzt wieder dieses Hessen-Äääääääscht?)

Ob ich da mal mit Tobi und Tanzlehrerchen drüber geredet hätte? Habe ich. Was die dazu sagen? Die wollen sich den Kram auf Youtube anschauen. Ob die das gemacht hätten? Keene Ahnung.
Also ziehen wir los und fragen sie. Wieder Erklärung, hin her, keiner sich den Kram angeschaut und es hat immer noch keiner das Regelwerk zum Turnier gelesen. (Wolltense aber!), wie es nun weiter ginge?

Die liebe S. stößt zu uns. Sie hätte sich übrigens mal ein paar Videos auf Youtube reingetan. AHA! Würde schwul aussehen, die fuchteln alle mit den Armen. Und GE-NAU da, liegt auch der Hase im Pfeffer! Und noch einmal: Choreografen, Tanzlehrer, Ballettelemente. Wie oft eigentlich noch? Okay, wenn das wie bei Standard- und Lateintänzen wäre, da wäre sie mal Juror gewesen, dann wäre das halt so. Okay, okay. Und sonst?, fragen die anderen. Die liebe S. sagt: "Unter diesen Vorraussetzungen.......no Chance!"

Tarantula:  "Äääääääscht?"

Die anderen: "Hm....."

"Okay, zur Güte", setze ich an, "schaut Euch den Kram an. Die ersten fünf - sechs Videos. Überlegt für Euch, ob wir das wuppen können. Ich trainiere weiter und kurz vor der Meisterschaft schauen wir nochmal an uns runter und entscheiden, ob wir das können. Wie issest?"

Tarantula macht sich Hoffnungen. Große Hoffnungen. Die glaubt mir nicht. Die setzt auf Sieg. Und wird gnadenlos untergehen....

Ich berichte dem Meinigen, der sagt: "Die dreht sich aber schneller als Du!"

"Aha!"

"Weil sie kleiner ist!"

"Öhö?"

"Und das sieht besser aus. Aber synchron seid ihr nicht!"

Soweit der inoffizielle Juror des Country und Western Verbandes: Pelegrinas Ihriger. Und ich finde schon, dass dieser zweite Besuch von ihm im Training, ihn zu dieser Kritik befähigt! Hmja!

"Schatz, sie dreht sich schneller, weil sie den Takt nicht hält, darum sind wir auch nicht synchron und darum darf ich sie WÄHREND des Tanzes nicht anschauen, sonst bringt sie mich mit ihrem Gehüpfe raus. Wir drehen auf eins-zwo-drei-vier und nicht auf eins-zwo-drei. Und darum wird das auch nichts mit der Dame. Leider ist aber ihre beste Freundin Übungsleiterin für Linedance und dies legt Tarantula dem Wissen zu Grunde, dass sie die nächste deutsche Meisterin wird! Wie hohl ist das denn? Darf sie aber gerne alleine dahinter kommen!"

Die Übungstänze für den Auftritt sind abgeschlossen, die Meisterschafts-Diskussionen vorerst auch, also Aufstellung und weiter trainiert. Wir schaffen es so einigermaßen, ich bin dennoch unzufrieden. Das wird so nichts. Tanzlehrerchen schaut zwar, ist aber dank dicken Mundes zu keiner wirklich verständlichen Aussage fähig. Außerdem unterstelle ich ihm mittlerweile, dass ihm dazu auch sonst nicht viel einfällt. Wohl aber Isadoof, die uns vor zwei Wochen trainiert hat: Nein, so nicht, das gibt Punktabzug! Die Hände nicht an die Hosentaschen, das ist nicht erlaubt! Und so weiter und so fort. DA hat sie wirklich Ahnung! Und tatsächlich verlässt der Satz "Ich vermisse Isa!" meine Lippen! Ich bin ja nicht gänzlich beratungsresistent. Wir brauchen sie! So, nun liegt die aber krank danieder. Shit. Wir kommen aus den letzten Takten, das Lied verklingt und die liebe S. kommt auf mich zugestürzt: "Du MUSST dahin! DU musst dahin! Du musst DAHIN! Das ist DEIN Tanz, super, wunderbar, irre!"

Das macht die Entscheidung nicht leichter!: "Man, S. machs jetzt bitte nicht noch schlimmer, bitte! Sag das der da drüben! Ich hab keinen Bock auf das Turnier! Bitte!"

Sie lässt aber nicht locker und macht Kardinalsfehler Nummer Eins: Ich könne ihr glauben, sie sei vom Fach!

Leider, seufz. Weiß ich selbst. Ich hatte mich aber bereits (so halb) entschieden. Boah, neeeeeee. S. babbelt mir das Ohr ab, ich winde mich und sage: Nächste Woche, nächste Woche! *bettel* Gib mir Zeit, ja? Nee, was kann die hartnäckig sein. Und wo ich normalerweise sowas gar nicht leiden kann, wenn mir jemand ein paar Mal zu oft auf die Pelle rückt, fühle ich mich bei ihr tatsächlich geeehrt und werd (natürlich) rot, aber wehe, die geht damit jetzt hausieren!
S. stürmt zu Tobi nebst Tanzlehrer. Waaaaaah!!! Dont!!!! Args. Und die stehen dann da. Mit diesen Hoffnungsglitzer-Augen. Och, neeee. Ich flenn fast. Nein, jetzt nicht noch eine Schaufel liebes Lächeln nachlegen. Ächz....

Die komplette Woche habe Bauchweh. Ich denke nach. Ich sehe die Gesichter vor meinem inneren Auge. Ich tanze ein wenig im Büro rum, probiere daheim, schaffe sowas, wie eine kleine Choreografie für die Arme. Hingehen, nicht gehen. Ich mache es mir so schwer, wie ich mir jede Entscheidung mache: Ich bekomm den Kopp nicht aus.
Anfang letzter Woche, kurz vor dem Training das Aus: Ich gehe NICHT!

Dem Meinigen am Telefon sage ich nochmal meine Beweggründe, aber ich gehe nicht. Der Meinige gibt unsagbar weise Worte von sich (Siehe ganz oben. Höhö..) und meint, man das hast Du die ganze Woche mit Dir rumgetragen? Und ob es nun besser wäre? Nööö, jetzt muss ich das meinen Tänzern unter die Nase reiben....weiha...

Also, nichts wie hin. Ich schaffe es tatsächlich nur eine halbe Stunde um Tobi rumzuschleichen, bis ich ihm präsentiere, dass ich nicht gehen werde. Jo, meint der, da muss ich Euch sowieso noch was zu sagen, wir stecken nachher mal zu viert die Köpfe zusammen. Okay!, sag ich und er schaut mich an. Ich schaue ihn an und wieder weg. Er schaut weg und mich wieder an.
"Wenn Du jetzt darauf wartest, dass ich nachfrage, lieber Tobi, muss ich Dich leider enttäuschen. Ich bin nicht neugierig.", grinse ich ihn an.

Der ist völlig verdattert, weil er das scheinbar unbedingt loswerden will. Ich sage ihm, och, da könne er doch warten, bis wir nachher zu viert unter uns sind, dann muss er es nicht zweimal sagen. Ich schmeiß mich innerlich weg, vor Lachen.

"Du willst das jetzt echt nicht wissen?"
"Nö!", sage ich und gehe weg. Er mir hinterher.
"Echt nicht?"
"Tobi, Du wirst es mir sagen, wenn es an der Zeit ist. Es scheint ja nicht zu eilen. Ich habe Dich als zuverlässigen Menschen kennengelernt. Also wird jedwede Information auch zur richtigen Zeit bei mir ankommen, oder?"
"Öhm...", stammelt er, aber Frauen und nicht neugierig, das hätte er so noch nicht erlebt und lacht sich weg. Ich will mich zu Pätty setzen, da nimmt er mich wieder weg: "Also, ich sag Dir das jetzt!"
"Musste aber nicht, machs doch später. Okay, gnarf, spuck aus, dann haste Deine Ruhe." *grins*

Kann mir jetzt mit sonstwas kommen, ich habe (NA ENDLICH!!!!) meine Entscheidung getroffen. Sense. Oder wie sagt der Meinige immer so schön: "Die Mess is gesunge!" Und was auch immer kommen mag, ob er mir das heute sagt, oder in drei Wochen, ist mir auch wurscht. Es betrifft mich nicht mehr.

Sofort legt er los:

"Ihr könnt garnicht zur Deutschen, da haben wir was im Regelwerk übersehen!"

Natürlich können wir nicht zur Deutschen, da müssen wir uns vorher in den Bezirksmeisterschaften qualifizieren, das ist aber sowieso erst im Sommer, wat will der von mir? Wir reden doch die ganze Zeit von den German Masters. Die sind jetzt im April und dafür trainieren wir auch! Und dafür sind wir gemeldet! Häh?

Er weiter: "Für die deutschen Meisterschaften müsst ihr Euch auf den Bezirksmeisterschaften qualifizieren. Hier sind die Unterlagen, schau mal rein, dann melden wir Euch da."

Öhm, was verwechseln wir denn da gerade? Die German Masters sind offene Meisterschaften, da waren wir gemeldet und da hätten wir auch (zum Blamieren) hingehen dürfen. Das hat jetzt null mit den Deutschen Meisterschaften zu tun. Nuja, irgendwem wird es auffallen und dann geht das Gezeter wegen den German Masters weiter. Ächz. Ich stapf zu den anderen.

Um es kurz zu machen: Es fällt niemandem auf. Und ich sage auch nichts, wenn die von selbst nicht dahinter kommen. Pföh! Muss ich dahin? Nö! Und zu den Bezirksmeisterschaften gehe ich auch nicht, denn da sind wir in Flitterwochen. So. Basta. Thema für mich durch. Tanzlehrerchen flucht. Tobi flucht. Tarantula wird hysterisch: "WAS? Ich soll da alleine hin???"

Sachmal? Die denkt immer noch, sie könne da was reißen? Ach, Mädel, was wirst Du untergehen..... Ich nehme Tanzlehrerchen zur Seite. Ob er sich in der letzten Zeit mal die und die betrachtet hätte? Gerade Eva, die am Anfang unheimliche Schwierigkeiten hatte, tanzt mittlerweile echt toll! Echt? Müsste er mal drauf achten. (Was treibt der da eigentlich???) Er hat aber folgende Idee: Alle studieren die zwei Turniertänze ein und die zwei Besten gehen hin. Das verkündet er dann laut und alle starren mich an. "Höhö", lächele ich, "ICH bin in Flitterwochen." Alle:"WAAAS????" Manchmal frage ich mich, was die für Schmerzen haben. Einen Pokal in den Verein holen? Sollnse üben! Was machen die das denn an mir fest? Gehts noch? Ich bin weg. Nächstes Jahr vielleicht. Tarantula ist zwischenzeitlich sauer geworden, denn irgend ein Groschen ist ihr gefallen: Was das solle, dass da nur die Besten hingehen???? Tanzlehrerchen hats zwischenzeitlich auch begriffen, nein, sie ist wirklich nicht die Beste...

Ich mogel mich zu Eva und sage ihr, das ich sie da schon sehe und wie gut sie geworden ist. Sie ist gerührt und weiß, dass sie mittlerweile besser tanzt. Aber die Deutschen? Ob ich sie trainieren würde? Ich muss lachen und zeige auf Tanzlehrerchen: "Schon mal an den Herrn da vorne gedacht?" Sie will MICH! Hah, das ehrt. Kannse haben. Wir trainieren aber sowieso zusammen und bei den Vorausscheidungen bin ich leider nicht dabei.... Aber ihr traue ich das zu, das wird. Und nein, ich mache das nicht, um gegen Tarantula zu ballern.

Wie auch immer. Es hat sich ausgemeisterschaftet. Für dieses Jahr. Ich habe nur zwei Wochen gebraucht, um drüber nachzudenken. Ich werde besser. Manchmal muss man eben den Tatsachen ins Auto sehen!

17.03.2010 um 13:32 Uhr

86 Tage und ein ausgeglichener Klassenprimus

So jetzt habe ich es schriftlich: Ich bin ausgeglichen. Aha. Außerdem bin ich Klassenprimus. Und höflich und zuvorkommend bin ich auch. Soso. Außerdem fachlich kompetent, hilfsbereit und wat weiß ich nicht noch alles. Höhö...
Ich musste zur jährlichen Mitarbeiterbeurteilung bei meinem obersten Boss antanzen. Alle Jahre wieder. Und der hat mir das jetzt schriftlich attestiert. Schön. Macht mich stolz. Vor allem, weil er mir in Sachen Vertretungswesen ein Magna cum Laude reingesemmelt hat. Hat meines Wissens sonst kein anderer hier eingesackt. Okay, wir arbeiten uns also aufs Summa cum Laude vor, legen uns entspannt zurück und sind ein Ründchen stolz auf uns. Und bilden uns -gottweißwas- darauf ein.  Hach!

Wochenende:

Freitag:
Mit großem schönem Autochen rumdüsen. Hose finden, Hose anziehen, Hose passt. Hose kaufen. Strike! Ich hasse Hosen kaufen! Weddingplaner ruft an. Noch mal Termine am kommenden Samstag abchecken. Schwierig, da Brautmodenausstatter auch Termin verlangt. Es ist 18:55 Uhr. Öffnungszeiten Brautmodenausstatter: Bis 19:00 Uhr. Och, ruf ich trotzdem mal an. Und dann beginnt der Größenwahn. Sie haben genau das Kleid da! In genau meiner Größe! In genau der Farbe! Sie öffnen den Laden eine halbe Stunde eher, damit ICH genau den Fummel anprobieren kann. Strike!

Samstag:
Mit großem schönem Auto zum großen schönen Brautmodenausstatter. Und da kommt er schon, der erste schöne große Kardinalsfehler: Die stopfen mich in einen Reifrock. GEHT Ü-BER-HAUPT-NICHT! No Go! Örgs. Ich könne sonst mit den Massen an Stoff nicht gescheit laufen. Machen wir es kurz: Das Kleid gefiel mir nicht. Der Reifrock gefiel mir nicht. Die zwei Meter lange Schleppe gefiel mir nicht. Nein, ich lasse sowas nicht abschneiden, wieso kaufe ich mir so ein schweineteures Kleid, wenn ich es anschließend zerlegen lasse? Nix da.


Kleid Nummer zwei gefiel mir auch nicht. Kleid Nummer drei sieht schon auf dem Bügel nach nix aus. Ich solls trotzdem anziehen. Gnarf. Naja, okay. Das noch, dann aber nichts wie raus hier, denn mittlerweile tummeln sich zehn - zwölf Beraterinnen und der Laden wird von Bräuten erstürmt. Gruselig. Hinein ins Kleid und raus aus der (sensationell riesigen) Umkleidekabine. Und allen fällt die Klappe. Ich drehe mich Richtung Spiegel um und mir fällt ebenfalls die Klappe. Boah, ist das schön! Ich sehe aus, wie eine Fee. Wie ein wahr gewordener Traum. Für einen kleinen Augenblick bleibt in dem hektischen Hühnerstall die Zeit stehen. Großartig. Okay, was kostet? Hm, verkraftbar. Wann ich heiraten würde? In drei Monaten. Und ALLE werden hysterisch. Das sei viel zu spät! Woher ich erst JETZT kommen würde? Die würden alle nach Auftrag geschneidert! Da würde die ZEIT garnicht mehr ausreichen! Und so weiter und so fort. Anruf beim Hersteller: Lieferbar am 14.06.10. Tza, dann halt nicht. Es ginge aber auch Expresslieferung! Lieferbar eine Woche vor der Hochzeit. Aufpreis: Unverschämt. Und da es sowieso mittlerweile in dem Laden zugeht, wie bei Pauli in der Kurve, machen wir uns erstmal ganz, ganz schnell davon. So ein Hektikkram bekommt mir nicht. Annermal.

Ab durch die Mitte zur Frau G. (Jene Dame, die deutsche Topfmodells laufen lässt). Dort die Meisterin herself, nebst entzückender in der Nase popelnder* Tochter kennengelernt UND Frau Schmitt. Die einzigartige, formidable, mit Zuckerguss überträufelte Frau Schmitt, die Atelierleiterin.
Jede Frau sollte eine Frau Schmitt haben. Frau Schmitt richtet, zuppelt, macht Vorschläge, hält Stoff an und wird nach fünf Minuten von mir gefragt, ob sie bei mir einziehen möchte. Ich hab mich definitiv verliebt. Frau Schmitt ist toll, toll, toll und nochmal toll. Sie möchte der Braut, die sich bald traut ein Hochzeits-Outfit auf den Leib schneidern. Ein von Frau G. designtes Hochzeitskleid. Und was hatte die Kleider da und Stoffe und diese Schnitte! Und Frau Schmitt!!!!! Kurz: Wir können uns nur schlecht lösen, machen einen Folge-Termin aus und sind auch schon wieder unterwegs. Frau G. war übrigens auch ganz, ganz toll. Nachdem ich mal aus meiner Ehrfurchtsstarre erwacht bin, konnte ich auch ganz normale deutsche Sätze von mir geben. Tolle Frau! Tolles Kind. Tolle Kleider. Alles toll. Wir müssen aber weiter.

Bezeichnend: Jedesmal, wenn ich Hochzeitskleider schauen gehe, komme ich an einem Fußballstadion vorbei, wo gerade ein Spiel läuft. Das letzte Mal war es Offenbach und ich habe ganz laut aus dem Fenster HALLLOOOOOO JOOOOOOOO! gebrüllt, habe aber bis heute den Verdacht, er hat mich nicht gehört und dieses Mal war es Mainz 05. Da kenne ich (gottseidank) niemanden, da wurde nicht gebrüllt.

Nächster Termin: Boutique, die einer weiteren Freundin meiner formidablen Weddingplanerin gehört. Schicke Frühjahrs- und Sommermode, aber noch nicht mal ansatzweise etwas, was ich selbst nur als Gast auf meiner Hochzeit tragen könnte. Damit an einem lauschigen Sommerabend unten am Rhein noch einen Wein trinken, ja. Damit als Braut? Ohgott, ohgott, ohgott! Okay, ein lässiges Sommerkleidchen war dabei. Aber doch bitte nicht in beige-braun, da sehe ich aus, wie meine eigene Omma.

Mittagessen beim Japaner und weiter durch die Boutiquen dieser Welt. Bei dieser Dame
verliebe ich mich kurzfristig in ein rein weißes Kleid, was auf dem Bügel einfach großartig aussieht, aber angezogen nicht mehr diiiiiie Wucht ist und so geht das dann den ganzen Tag weiter. Auf dem Bügel plöth, angezogen toll und umgekehrt. Ächz, anstrengend.
Aber was es an Etuikleidern in dieser Saison gibt! Ich wäre mit dreißig von den Dingern heimgekommen, wenn ich nicht zufällig die Braut wäre. Wir stehen also immer noch unverrichteter Dinge in einer Boutique doof rum, als uns der Inhaber anspricht. Nachdem er sich meine Brautkleidwünsche angehört hat, bietet er mir eine tolle Designerin (Namen sag ich nich) an, die auch das Brautkleid seiner Frau geschneidert hat -die mittlerweile zu uns gestoßen ist- und macht mich damit wirklich sehr happy. Aber auch durcheinander, denn mittlerweile habe ich dermaßen viel gesehen und angehabt, das ich ehrlich nicht mehr weiß, wo oben oder unten ist. Ich muss nachdenken. Und außerdem bin ich völlig aufgekratzt.

Also heim, einer tollen Frau in einer großen Stadt mit langen Strassen das Ohr (wiedermal) abgebabbelt, weil ich total hibbelig war, wegen Designern und Autos und Kleidern und schon wieder weiter, um den Meinigen einzukassieren, der den Kampf um Ruhm und Ehre gewonnen hat und siehe da: Die erste Mannschaft schaut mich mit dem Arsch nicht an. Sowas dummes aber auch. Denn die zweite Mannschaft darf mit dem 524 PS Boliden um die Ecken kacheln und die haben ZIEMLICH große Freude damit, denn sowas fährt man nicht alle Tage. Das bleibt den Tröten aus der Ersten aber erspart. Wenn DIE die Zähne nicht auseinander bekommen. Pföh! Der Meinige hat aber auch schon Hochzeitseinladungen verteilt und hundertpro ist schon rum, wer kommt und wer nicht. Und gerade, wo man so schön sieht, wie sich da manche verhalten, sind wir ganz froh, die Spacken nicht dabei zu haben. Punkt.

Sonntag
Ausfahrt zur Schwester des Meinigen und Abstecher zu einem Freund, der sich gerade von seiner Frau getrennt hat und ziemlich unter dem Allein sein leidet. Ich leide mit, tut mir nicht gut.

Montag
Ich stelle für mich fest, das war am Wochenende zuviel. Zuviele Designer, zuviel hin und her. Zuviel Brautkleid. Zuviel Wagen. Wir sind tatsächlich sehr oft mit dem Ding fotografiert worden und alle Welt hat uns hinterher gestarrt. Irgendwie war alles zuviel. Und ich musste mich mal fragen, was der Wagen mit mir gemacht hat. Oder ob es überhaupt der Wagen war.

Er war es nicht. Wir haben gestern darüber gesprochen. Ich kann ein guter Mensch und gläubiger Buddhist sein, auch WENN das Auto weder etwas mit bescheiden, noch was mit Demut zu tun hat. Ich kann den Jakobsweg laufen UND ein Designerbrautkleid haben. Ich kann solche goldenen Tage verleben und DARF sie auch genießen, denn ich bleibe ich. Ich hatte nur irgendwann zwischendurch große Angst, dass ich das nicht mehr sein kann. Dem ist nicht so. Denn das Wichtigste am Wochenende war folgendes:

Beim Einkaufen am Freitagabend stand auf dem Parkplatz ein Mann neben seinem Auto und schien auf irgendetwas zu warten. Wir schauten in seinen Wagen, dort schlief selig sein circa zweijähriger Sohn. Uns entfuhr ein "Ach, wie süß!" , wir strahlten, wie die Atomkraftwerke und der Mann wurde fünf Zentimeter größer. Als wir weiter an seinem Wagen vorbeigingen, sahen wir, dass auf der anderen Seite ein Baby ganz entspannt schlief und quietschten lächelnd weiter. Der Mann wurde nochmal größer und strahlte uns an.
Als wir kurz darauf weggefahren sind, haben wir ihm gewunken und ihm zugelacht. Und er hat auch gelacht und ganz lieb zurück gewunken.
Und es war scheißegal, ob wir in einer Karre für teuer Geld saßen, oder einen alten Golf gehabt hätten: Wir haben uns mit ihm über seine Kinder freuen können, über diese entzückenden Würmer, die sein ganzer Stolz waren. Und der Blick, den er auf unser Entzücken und seine Kinder warf, der ist kein Auto auf der ganzen Welt wert!!!


*Das sei ein Zeichen von Konzentration sagt Fachfrau aus großer weitweger Stadt mit den langen Straßen!

12.03.2010 um 16:55 Uhr

Angeberblog

Komm, wir gehn spazieren, Kleiner..... 

 

 

08.03.2010 um 20:49 Uhr

Für Lille

von: Pelegrina   Kategorie: Stöckchen

Wer bist du im Wunderland? Mach den Test bei der Film-Community moviepilot

ALICE IM WUNDERLAND - Mehr Infos zum Film von Tim Burton auf moviepilot
 Ich muss dazu sagen, dass ich den Film nicht kenne...

08.03.2010 um 13:01 Uhr

96 Tage und der heilige Zorn.

Komplikationen entstanden, dauerten an und wurden überwunden.

Captain Jack Sparrow in Fluch der Karibik 2

 

 

 

Da wir streng nach Hochzeitsliste vorgehen haben wir Punkt 127 "Die Brautleute bekommen Zoff" nun auch abgehakt und uns Freitagabend ein wenig angefaucht. Geht doch! Hintergrund ist unsere Weddingplanerin, die sich unsere Checkliste vorlegen ließ -wir erinnern uns, das Ding, das so lange wie die A3 ist- und daraus kurzerhand eine Liste mit einer Länge machte , die bis nach Genua reicht.

Mittendrin ein sehr amüsierter Gatte der Planerin, der sich über die Bräutigam-Zeitschriften vor Lachen kringelte und ein mehr oder weniger uninteressierter Meiniger, der der Ansicht war, die Weiber quasseln genug. Fand ich blöd, hammer uns angefaucht. Sauer war ich nicht, das wurde ich erst zwei Tage später, aber weiter in der Wochenend-Chronologie.

Resultierend aus diesem unerquicklichen Rumgefauche, bekam der Meinige Magen-Darm und ich Rücken. Er sich also die Seele rausgekotzt und ich deswegen und aufgrund der Tatsache, dass ich so ganz und gar keine Stellung finden konnte, in der ich schmerzfrei pennen konnte, keinen Schlaf gefunden. Samstags Morgen waren wir beide also das Leiden Christi.

Darum haben wir auch beschlossen, wir fanden streiten schon immer doof und anfauchen ist genauso bescheuert, das lassen wir mal schön in Zukunft. Was nichts an der Tatsache änderte, das wir beide total alle waren, der Meinige aber eigentlich ein Spiel an der Bergstrasse hatte und ich in die Stadt musste, um mir eine schwarze Jeans zu besorgen. Die ich aufgrund eines Auftrittes mit den Tänzern brauche, da Tarantula keine Bluejeans hat (Wie geht denn sowas?) und sich durchgesetzt hat. Ich habe keine Schwarze wegen Katzenhaaren, die werden magisch von diesen Hosen angezogen.

Der Meinige also wild rumtelefoniert, um einen Ersatzmann zu besorgen und ich mich schon mal fertig gemacht, ihn da runter zu bringen, er konnte sich zwar nicht richtig auf den Beinchen halten, ich weiß aber, wie so etwas ausgeht, er spielt doch! Dann muss er sich aber vorher nicht mit dem Auto die Rübe einrennen, soll er sich noch einen Augenblick entspannen können. Keinen Ersatzmann gefunden? Und los gehts. 20 Kilometer ging es los und wir standen in einer Totalsperrung auf der A67 gen Süden, weil 5 Wagen ineinander gedonnert waren. Die Sichtverhältnisse waren auch fatal, die Strasse nass, dazu Sonnenschein und durch die aufsprühende Gischt der Reifen, sah man die Bremslichter der Vordermänner nur schlecht. Bin froh, dass es uns nicht erwischt hat. Super, jetzt sind wir schon unter unseren widrigen Umständen los und jetzt stehen wir hier....was tun?

Der Meinige beobachtet, dass manche von der Autobahnraststätte abfahren und irgendeinen Feldweg weiterfahren. Hm. Okay, machen wir dann auch. Problem: Die Raststätte liegt bereits hinter uns. Ergo habe ich auf dem Standstreifen gewendet, bin auf der Seite in die Raststätte rein, wo man normalerweise auf die Autobahn wieder auffährt, kleiner Linksschwenk und ab in den Acker. Standen wir da, mit uns zwei Niederländer und ein deutscher Passat. Die Niederländer rechts ab, der Deutsche geradeaus gebrettert.

Alles gar kein Thema, außer es liegen 15 Zentimeter pappiger Neuschnee. Aber hatten wir in weiser Voraussicht das Mchen genommen? Hatten wir. Und Gummi dem Passat hinterher. Der steht irgendwann mitten im Feld, ich hinter ihm. Er riesengroße Augen, mit denen er mich im Rückspiegel anschaut. Ich gebe ihm Daumen hoch und winke ihn weiter, das packen wir schon (Wo sind wir?) und wenn Du stecken bleibst, schieb ich Dich weiter! *lach* Er düst also unverdrossen weiter und wir hinter her. Aus irgendeinem Grund, haben wir beschlossen, die Sache wahnsinnig spannend zu finden und kurven durch ein Schneewinterwunderland, das an Schönheit nicht mehr zu überbieten ist. Kunststück: Weit und breit keine Zivilisation zu sehen, aber der Passat scheint sich halbwegs auszukennen und fährt schnurstracks auf ein Örtchen am Horizont zu und wir hinterher. Großartig. Komme mir vor, wir Indiana Jones, während vor mir das kleine Auto schlingert und ich mit den breiten Walzen Schwierigkeiten habe, die Spur zu halten. Dann das Örtchen, wieder Asphalt unter den Schlappen* und genau vor dem Unfall wieder auf die Autobahn und ab durch die Mitte. Kurz vor der angepeilten Kegelsportanlage will das Autochen sich nochmal im Kreis drehen, weil er das auf Eis so spitze findet, das muss er aber später machen, wir ham doch keine Zeit und -tada- wir kommen pünktlich und lachend an. Was ein Ritt.

Da unten schaut es am Waldrand aus, wie in Bayern, der Wind treibt den Schnee ein wenig übers Land, die Sonne beglitzert alles und mit einem goldenen Wurf gewinnt die Mannschaft des Meinigen dann doch noch und wir freuen uns alle, wie die Könige. Nein, das war nicht die erste Mannschaft, die finde ich immer noch doof und wenn die erfahren, dass sie nicht zu unserer Hochzeit kommen dürfen, finden sie uns auch doof, kann ich aber mit leben. So! Das war die zweite Mannschaft und die sind alle total lieb und goldig, was hatten wir einen Spaß. Dann wieder heim durchs Schneegetümmel und bis wir völlig fertig auf die Couch knallen ist es halb acht und der Tag so gut, wie gelaufen.

Sonntag früh raus, Bransch bei Dick & Doof. Ich rufe meine Eltern an, ob wir sie einsammeln sollen, muss ja nicht jeder einzeln fahren. Jupp, solln wir. Und kaum haben wir sie hinten im Wagen, fangen sie an zu streiten. Und das in einer Art und Weise, das mir jedesmal schlecht wird. Laut, unfair und ungerecht. Nach 2 Kilometern will ich sie am Straßenrand aussetzen, nach 5 Kilometern halten sie die Klappe.

Meine Mutter fängt dann an, Susi in den Himmel zu loben. Wie toll die wäre und wie toll ihre Wohnung dekoriert wäre und überhaupt, die wäre sooooo toll und Doof sei dumm. Wie jetzt? So völlig aus dem Kontext: Die eine die Tollste und Beste und dann -bubs- die ist dumm. "Jaja", sinniere ich, "hammer wiedermal so ein Schwiegertochter-Ranking, hm? Und nächste Woche ist Susi wieder doof. Und hin und her...."

Hätte sie NOCH NIE behauptet, dass sie Susi doof finden würde, noch NIE!!! Nöööö, sie treibt alle zwei Tage eine andere Sau durchs Dorf und ich mache wöchentlich ein Kreuz, das ich „nur" Tochter bin und keine Schwiegertochter. Die werden turnusmäßig ausgezählt. Args. Ärgere ich mich jetzt? Nö, anders kenne ich es nicht. Meine Mutter polarisiert extrem hart. Da gibt es nur schwarz und weiß und sonst nichts. GARNICHTS. Und außerdem hat sie immer recht! Immer! Mir auch wumpe, damit macht sie sich nur selbst das Leben schwer. Kostet das meine Kraft? Nöö, blöd finde ich es trotzdem, so aus Langeweile die Menschen zerhackstückeln.

Bei Dick & Doof dann Harmonie pur. Lecker aufgetischt, schöne neue Wohnung, Arsch der Welt, aber okay. Und die KATZEN!!!!!!! Wir erinnern uns? Hier und hier. Was sind die toll geworden. Hach! Doppel-Hach! HachHach.

Wenn ich mich nicht gerade an den Leckereien ergehe, rutsche ich auf dem Boden herum und schmuse mit den beiden Schönheiten. Gerade die Schwarze ist ein kleiner seidener Traum mit einem so schönen Gesicht, das wirklich jeder schmilzt. Doof nicht. Die gibt von sich: "Kannste mitnehmen, die find ich blöd! Ich kann die nicht leiden!"

Wie jetzt? Doof wollte doch die Viecher haben? Nöö, sie hätte gerne eine weiße Katze, die Züchterin hätte eine für zweihundert Euros, ob ich die Schwarze mitnehmen will, so holt auch ´ne Kiste. Ich bin sprachlos, aber gottlob nimmt mir mein Bruder Dick den Teil ab. Er schnauzt seine Holde an, was der Scheiß solle und die beiden Kätzchen bleiben und es gibt keine Neue und überhaupt, jetzt noch Geschwister auseinander reißen, wie bescheuert sie eigentlich wäre? Und so weiter und so fort in der gewohnt gut erzogenen Art, die die Beiden haben. Dennoch kommt meine Frau Schwägerin noch mehrfach auf mich zu, ich könne die kleine Kätzin echt haben, sie will ´ne weiße. Ich dringe nochmal in sie ein, dass weiße Miezen auch gerne mal taub sind, Ja, sie können gut damit leben, weiß ich auch. Ich will ihr aber ein neues Tier madig machen! Ich verstehe die Mentalität auch nicht, Tiere werden doch nicht nach Farben ausgesucht. Was ist das denn? Im Laufe des Vormittags muss ich auch feststellen, dass die kleine schwarze Maus auch sehr verschreckt ist, was Doof angeht, aber mein Bruder schnappt sie sich auch gerne -öhm, die Katze- und schmust liebevoll und ausgiebig mit ihr herum. Alles wird gut. Und wenn nicht, hole ich beide Fellköppschen ab und Sense! Grrr....

Rückfahrt. Meine Mutter soll mir für die Hochzeitsparty am Abend einen Salat machen. Wir wollten alle etwas einbinden und uns fiel echt nichts Besseres ein. Salat ist gut, Salat kann sie. Nudelsalat. Ich liebe Nudelsalat. Yummi. Gut, macht sie, so und so viel Kilo und dann macht sie Tiefkühlerbsen rein -ärgs, ich bin leider Freund von diesen schrecklichen Dosenerbsen, aber okay- und Eier. Höh? Seit wann machsten da Eier rein? Schon immer! (War ja klar!) Nö, früher haste da keine Eier reingemacht. Also so früher, als ich noch daheim wohnte. Antwort: DOCH! Schon IMMER! Ach, lass mir doch die Ruhe, denke ich mir und sie fragt, ob sie Fleischwurst reinmachen soll?

*Neben heraus*

Ich bin Vegetarier. Ich bin aber kein Vegetarier, weil mir die armen Tiere so leid tun, obwohl das mittlerweile schon so ist, wenn ich mir so Reportagen über Viehtransporte und Schlachthöfe anschaue. *kotz* Nein, ich vertrage schlicht und ergreifend das Zeug nicht. Meinem Magen fehlt irgendwas, um Fleisch gescheit vorzuverdauen (Was es all gibt!) und ich habe schon als Kind gerne schwallartig vomiert, wie es so schön heißt, wenn ich Fleisch gefuttert habe.

Seit aller frühester Kindheit absolute Donts: Rindswürste und *trommelwirbel* Fleischwurst! Wer hätte das gedacht? Mir wird auch vom Geruch von Leberwurst schlecht, aber da kommt mir schon vor Genuss das Olfaktorische dazwischen. Börgs.

Ich mich also untersuchen lassen und untersuchen lassen und untersuchen lassen. Und irgendeine schnuckelige Heilpraktikerin, kam dann mal dahinter, was es sein könnte. Magenspiegelung, Säuretest, andere tolle Tests und *TADA* die Frau hatte recht. Kurzfassung: Ich bin auf Fleisch allergisch, auch wenn das so nicht stimmt, ich bin aber die ewigen Erklärungen leid.

Sprich: In meinem Körper passiert gar Wunderliches, wenn mir jemand heimlich Fleisch untermogelt. Magengeschwüre, Gastritis und das Allerschönste: Ein beinahe Magendurchbruch vor vier Jahren, weil meine Mutter gesagt hat, Speck sei kein Fleisch und hat mir das untergejubelt. Hinterher hat sie das gesagt, als mich der Notarzt zusammen gekehrt hat, weil ich Blut gekotzt habe, wie eine ganz Große. Rettung in vorletzter Sekunde und ich hatte noch Wochen danach meinen Spaß, Himmel tat das weh!

Die anderen schicken Geschichten, wo meine Mutter "vergisst" (mir fällt nichts anderes ein), dass ich kein Fleisch zu mir nehmen DARF, verdränge ich hier mal erfolgreich. Ich mache das ja erst paar und zwanzig Jahre. Pffh!

*Und wieder hinein*

Ergo antworte ich lachend: "Alleine die Frage ist eine Frechheit!" Und -zack- ist sie STIN-KE-SAU-ER!!!!! Richtig sauer! "Was das jetzt solle?", keift sie mich an. Ich antworte noch ziemlich ruhig: "Auf meiner Hochzeit Fleischwurst im Nudelsalat? Vergiß es!" Dann würde sie halbe-halbe machen. Eine Hälfte mit und die andere ohne Fleischwurst. Ähm, hört die mir überhaupt zu? Wenn ich dann mal an die Töppe komme, ist garantiert die Hälfte ohne diese blöde Wurst leer. Nicht, weil die Leute so gerne vegetarisch essen, sondern weil es den Meisten einfach scheißegal ist und sie nicht drauf achten. UND: Weil ich immer so ein Glück habe...seufz...

Also sage ich ihr nochmal, dass ich gar keine Fleischwurst auf MEINER Hochzeit möchte. Resultat: Sie kocht. Weitere Gespräche werden abgeblockt, bis ich irgendwann sage: "Hallo? Frau von und zuhuuuuu? Bist Du jetzt wegen dem blöden Nudelsalat stinkig, oder was?" Sie kocht weiter und schaut demonstrativ aus dem Fenster, Antwort bekomme ich keine, wir sind auch schon am Haus meiner Eltern angekommen. So, mittlerweile bin ich auch stinkig, ich habe nämlich drei Vorstöße unternommen, damit sich bitte nicht an einem Nudelsalat aufgerieben wird. Wie blöd ist das denn? Allerdings versucht meine Mutter hinter dem Auto weg, ins Haus zu entkommen, ich stelle mich ihr aber in den Weg. Was das solle? Ob wir hier vielleicht mal nur über so einen doofen Salat reden würden? Und dann überkommt mich heiliger Zorn. Warum sie mich eigentlich seit ZWANZIG Jahren verarscht? Warum das nicht ernst genommen wird? Ob ich mir das mal NICHT vor zwei Wochen ausgedacht hätte? Ich fange an, vor lauter Wut zu heulen und könnte mit dem Fuß auf dem Boden aufstampfen. SIEHI (!!!) dreht sich um und geht weg. Boah, bin ich sauer. Der Meinige nimmt mich in den Arm und bis Mutter und Vater im Haus verschwunden sind, schimpfe ich weiter. Das es auf MEINER Hochzeit KEINE Fleischwurst gibt und wenn ich morgens um drei aufstehen muss, um den Scheiß selbst zu machen, weil meine EIGENE Mutter mir mal wieder in den Rücken fällt. Und das in einer Lautstärke, das meine Mutter garantiert noch jedes Wort vernommen hat. So.

Und heute bin ich immer noch angefressen. Das Spielchen geht nun nämlich folgendermaßen aus: Meine Mutter hockt daheim und flennt, was ich für ein undankbarer Brocken sei, SIE meine es ja nur gut, denn SIE hätte sich ja schließlich die Arbeit gemacht. (Und wenn ich Pech habe, macht sie den Salat TROTZDEM mit Fleischwurst und sagt sich und den Leuten, die Pelegrina merkt das doch gar nicht!!!!! Alles wiederholt (!!!) dagewesen!!!!).

Mein Vater wird STIN-KE-SAU-ER und zwar auf MICH!!! Weil ich so ein undankbarer Brocken wäre, meine Mutter es nur gut meine und außerdem habe ich SEINE Liebste zum weinen gebracht und dann soll ICH angekrochen kommen und mich entschuldigen. Und das Spielchen führt dann sogar soweit, dass mein Vater schon bei mir vor der Tür gestanden hat und mich nach allen Regeln der Kunst zusammen geschrien hat, weil meine Mutter daheim hockt und heult.

Am liebsten würde ich sagen, wisst ihr was? Bleibt mim Arsch daheim! Mein Leben interessiert Euch nicht, was -verdammte Axt- wollt ihr auf meiner Hochzeit? Nudelsalat bringen? Gestrichen. Den mache ich mir selbst! Aber nein, sowas tut einem ja hinterher immer leid.

Also hocke ich hier und koche fleißig vor mich hin. Auch wenn ich meiner Mutter gerne noch so einiges an den Kopf ballern würde. Aber neeee: Ich muss immer lieb Kind machen, damit ich sie nicht aufbringe und sie darf munter auf mir rumtrampeln. Boah, bin ich sauer! Und um bei Captain Sparrow zu bleiben: Das überwinde ich so schnell nicht!

*Nein, wir haben keine Flurschäden verursacht, wir sind landwirtschaftliche Feld- und Forstwege gefahren. Da gurkt normalerweise schwereres Gefährt als meine popelige M-Klasse rum. Alles gut!

04.03.2010 um 15:45 Uhr

100 und Genf...

Hammers wiedermal. Einen Countdown. Morgen werden wir dann munter zweistellig und dann dreht die Braut doch mal so langsam durch. Nein, tut sie nicht, isse viel zu cool. Wir merken aber, was da noch alles auf uns zukommt. *schluck*

Aber so langsam wirds. Wir erinnern uns: Der Meinige und ich haben am 09. Januar diesen Jahres Papier
für die Einladungskärtchen gekauft. Die haben wir wegen Endreife (JA, das ist wie bei Käse!!!!) ein wenig liegen lassen, sind drum herum geschlichen, fingen irgendwann an zu basteln, haben uns dabei wirklich fast gestritten (Waaaaah!), aber nur fast und gestern haben diese Cadillacs unter den Einladungskarten die heiligen Hallen endgültig verlassen.

Aber die Geschichte gibt es ein annermal, das muss warten bis alle die Dinger haben. Dann gibbet auch Bilder. An den Superschalker aber schon einmal einen lieben Dank für seine liebe Zusage und wir hatten keine Ahnung, dass es in dem Kaff auch ein Klärwerk gibt, sind aber im Namen der Einwohner dankbar für diese Information, wissen aber nicht, was wir weiterhin mit dieser Erkenntnis anfangen sollen. Wir könnten die Weltherrschaft an uns reißen! So was in der Art.

Wie auch immer, gestern riefen also die ersten an, um a) zuzusagen und uns b) merkwürdige Sachen zu fragen, über die wir uns noch keine Gedanken gemacht haben. Und das uns! Wir haben eine Hochzeitsvorbereitung-To-Do-daran-müssen-wir-unbedingt-denken-Liste, die länger ist, als die A3. Waaaaah! Das war (im Vorfeld) schon rein technisch nicht möglich, dass ich auf IR-GENT-ET-WAS keine Antwort parat gehabt hätte. Mich hat mein Clan nämlich solange genervt, bis ich einen SHE (Super-Hochzeits-Excel) gebaut habe, der so was von wasserdicht ist, dagegen ist die Titanic ein Nudelsieb! Hah! Leider ist die Titanic ein gutes Beispiel. Waaaaah!

Solche Nettigkeiten: Wie bekommen wir die halbe Schweiz ins Standesamt? Okay, meinen Bruder und seine Dulcinea
und wie bekommen wir die ins Hotel? Die schlagen nämlich mittendrin auf, ebenso meine Trauzeugin, die dann eigentlich keine mehr ist, weil nicht rechtzeitig da. Alles sehr kompliziert. Auch die Kleinigkeiten.

Der Meinige ist der Nachtisch-Gott der Nation. Er ist der Meinung, dass sich die Menschheit in zwei Lager teilt: Die einen haben einen zweiten süßen Magen, die anderen nicht und die werdens auch nie kapieren. Klar, zu welcher Fraktion er gehört. Ich die SHE-Liste zusammengestückelt: Schatzerle, wie machen wir es mit der Hochzeitstorte? Brauchen wir nicht, diagnostiziert er. Soso. WAS? Ich frage, wer er ist, wie er in den Körper des Meinigen gekommen ist (MATRIX!!!!!) und was -the hell- er mit dem Meinigen angestellt hat? Verunsichert ihn. Also gut, Hochzeitstorte. Alleine das schon! Rund oder eckig, son Plaste-Hochzeitspaar obendrauf? (Nur in Ketten!) Wie hoch? Welcher Kuchen? Welche Creme? Ich schlage schließlich dies und jenes vor und wir können uns super damit arrangieren. Nur, wie ich uns kenne, gibt es das nicht. Hahahaaaa –verkehrt- Waaaaah! Wir werden sehen.

Dann die alles entscheidende Frage: Was trägt die Braut? Um es mit den Worten einer Arbeitskollegin und Freundin(?), nämlich Erna (und da ist der Name Programm!) zu bringen: Die Braut macht, wasse will. Alle annern haltens Maul.

Das Hochzeitskleid in all seinen Banalitäten:

(Ich versuche es kurz zu machen!!!!!)

Ich suche etwas im Arbeitszimmer, das immer noch drei Mount Pelegrinas aka merkwürdig hohe Stapel gesammeltes Papier beherbergt und mir fällt ein Stapel Modezeitschriften und -kataloge in die Hand, die mir meine Mutter unlängst aufgedrückt hat. Und da ich in Endzeit Stimmung bin, was die Kleiderfrage betrifft, fange ich an zu blättern. Was habe ich noch mal gesucht? Vergessen. Im H*E*I*N*E Katalog falle ich über ein entzückendes cremefarbenes Etuikleid. Sehr hübsch. Inklusive einem Detail, welches die doch eher schlichte Form dieses Kleidtyps enorm unterstreicht.

Ich bin begeistert. Ich liebe Etuikleider. Katalog unterm Arm, stapfe ich zum Meinigen. Der lässt sich zu einer individuellen, reizenden, liebevollen Modekritik hinreißen und sagt: "Hübsch!" Hätte er nett gesagt, wäre was los gewesen! Ich betrachte das Kleid weiter und sage, okay vergiß es gleich wieder! Er möchte wissen warum, denn er findet es wirklich nicht schlecht. "Schatz, das kostet XX Euro und ist aus Jersey. Wenn ich damit nach der Trauung in diesem piekfeinen Restaurant ankomme, gratuliert der Maître entweder Deiner Schwester oder meiner Schwägerin Susi zur Hochzeit, weil die sich garantiert aufbrezzeln, wie GTIs!" Da möge ich recht haben, sinniert er und ich sehe ihm an der Nasenspitze an, dass er keinen blassen Dunst hat, dass Braut auf Hochzeit KEIN Jersey trägt, was auch immer das sein mag. Die Braut darf an dem Tag alles und keiner darf meckern. Selbst, wenn ich im getupftem Petticoat erscheine. Siehe Ansage Erna! Hmja!

Ergo hocke ich abends dann und wann am Computer und klicker mich wild durch e*b*a*y. Suchworte: Brautkleider. Abendkleider. Cocktailkleider. Sommerkleider. Ballkleider. Alles der gleiche Mist. Fast nur noch Professionelle unterwegs, die ein und den gleichen Kitsch in Erdbeerrot oder die Klassiker mit Puffärmeln (Waaaaah!) anbieten. Weiter: Weiße Abendkleider, weiße Cocktailkleider, weiße Sommerkleider, weiße Ballkleider. Nüscht oder Profikram oder Made in China. Der Meinige blättert derweil uninteressiert in diversen Brautmodenmagazinen und schaut nebenbei Fernseh. (Okay, es war eher umgehrt!) Irgendwann drücke ich ihm meinen liebsten Brautmodenkatalog in die Hand, er möge mal schauen und mir DIE drei Brautkleider zeigen, die ich mir als Germanys-Top-Hochzeitsfummel mit Herzchenaugen ausgeguckt habe. Sind auf den ersten fuffzehn Seiten.

Ich strahle ihn an, er blättert. Nach wenigen Seiten (die ersten zwei Kostbarkeiten hat er schon überblättert! Waaaaah!) tippt er auf ein Modell, da MÜSSEN die Designer Drogen genommen haben, anders kann ich mir das nicht erklären. Ich schaue ihm tief in die Augen und sage: "Schatz! Du liebst mich und willst mich heiraten! Du würdest mich doch bitte NICHT in so einem Fummel sehen wollen?" (Stimme nicht heben, tief sprechen, so schauen, als würde man spätestens in zehn Minuten das Land verlassen, ganz zum Schluss Augenbrauen hochziehen!) Er blättert weiter, übergeht die letzte der drei Prinzessinnen, bleibt bei Modell "Berufskleidung für männliche Krankenpfleger" stehen, tippt und strahlt mich an: "Aber DAS hier!" Ich ziehe meine Augenbrauen SO hoch, das die zarte Linie zwischen Ihnen und Haaransatz nicht mehr wirklich zu erkennen sein kann: "Schatz! Du liebst mich und willst mich heiraten! Du wür....." Er unterbricht mich, ich solle ihm die drei Kleinode zeigen.

Kleid Nummero Uno: Die elegante Antwort auf Prinzessin Dianas Kleid, sprich Schleppe zu lang (Nicht real umsetzbar) dafür keine Puffärmel. Ein Traum in Champagner. Gefällt dem Mann an meiner Seite ausnehmend gut. Kleid Due: DAS Hochzeitskleid für eine Dame. Darin würde ich Samantha Jones aus SATC verheiraten, bißl streng, sehr gradlinig, kein SchnickiSchnacki. Und dann das dritte Kleid: MEIN Traum. Da fehlen noch schicke Pferde auf dem Bild und ein Schloss im Hintergrund. Farbige Korsage, Seidenrock, der Meinige lächelt mich verliebt an und ich entdecke unten in der Ecke die Homepage. HarHar. Nix, wie hin. Boah, Ooooohhhh, AH!, Aaaaaahhhh, Eines schöner als das Andere! Und auf Seite sieben zerlegt es mich. Das unten schon veröffentlichte Werk des Meisters blickt mich an. Ich kippe spontan vom Stuhl, rappele mich wieder auf und zerre den Meinigen aus seiner "Mario-Barth-Fernseh-Hypnose". Womit ich diesen starren Blick meine, mit dem Männer im Mediamarkt vor den 60 Zoll Glotzen hängen bleiben, egal welcher Mist gerade läuft.

Der dreht sich um und sagt super romantisch: Was kost? Ich zähle einen vierstelligen Betrag an (JA, ich weiß, ich spinne! Das isses aber wert!!!) und er sagt: Schau woanders. Hach, love of my life….

Okay, lass mich überlegen: Auf dem Standesamt bei Frau Öl: Zwanzig Minuten. Danach, da mitten in der Natur, fünf bis zehn Minuten zum Restaurant der Wahl laufen. (Die paar hundert Meter lasse ICH mich nicht fahren!), Kleid währenddessen am Saum schreddern. Dort eindeutig als Braut erkannt werden. Futtern. Heimdonnern. Umziehen. Zur Partylokation donnern, werkeln. Wieder umziehen, auf Gäste warten, Schuhe verfluchen, Kleid verfluchen, zu vorgerückter Stunde: Wieder Bluejeans anziehen!

Aber damit sich dieser Fummel amortisiert, müsste ich die nächsten zehn Jahre selbst drin schlafen! Ich gehe tief, tief in mich und ……………………………MUSS ES HABEN!

Von Stund an, nerve ich den Herzbuben mit

"Bekomme ich das Kleid von XYZ?"

Er: "Nein!"

Ich: "Bekomme ich das Kleid von XYZ?"

Er: "Nein!"

Ich: "Bekomme ich das Kleid von XYZ?"

Er: "Nein!"

Ich: "Bekomme ich das Kleid von XYZ?"

Er: "Nein!"

Können wir ziemlich exzessiv, so einen Kram. Jetzt kommt er aber dieser Tage nach Hause, schaut mir tief in die Augen und fragt mich, ob mein Herz wirklich an diesem Kleid hänge und *zack* überlege ich für meine Begriffe eine Sekunde zu lange, bevor ich JA! rufe. Ich gehe wieder in mich, den Möglichkeit B ist: Einer bekannten Designerin meiner Wahl, MEINEN Entwurf eines Hochzeitskleides aufzudrücken, auf das die Gute es nähe. Das wäre der obere Schnitt des Kleides aus dem H*E*I*N*E Katalog, allerdings kein enges schmales Unterteil, sondern dieses in 7/8 Länge aus Seide mit einem zarten Tüll Unterrock, ähnlich der Dame da unten. Und fertig ist die Braut! Hah! Designerin steht parat. Enge Freundin meiner Weddingplanerin, die wollte mich sowieso dahinschleppen, aber das Hochzeitskleid in 2010 von ihr heißt POMP und da ist der Name Programm. Die zu späte (wahrscheinlich) Trauzeugin meint: Du bist Elegant, aber nicht dezent, da muss bißl mehr sein, an Dich kann man alles hängen, aber TuffTuff und Pomp biste nicht. Heul, keine Puffärmel. So ein Mist.

Entwurf habe ich überarbeitet, also hin zu der Frau. Komme ich sowieso nicht drum herum. Schleppt mich Weddingplaner eh hin. Vorher wollen wir aber noch in ein Brautmodengeschäft *grusel*, welches dieses Label, also unten jenes, führt und es bitte, bitte anprobieren. So, dann bin ich sowieso rettungslos verloren. Ich kenne mich. Ich hatte so ein ähnliches auf einem Ball an und sah großartig aus. Allerdings dunklere Farbe. Schwarz um genau zu sein. Großartig sah ich aus. Soweit das Kleid. Was tun?

Von Brautwagen und Menubesprechung fange ich jetzt gar nicht erst an. Oder Blumenkinder und Tischdekoration. Wobei das (fast) alles in Sack und Tüten ist und meine liebe Schwägerin Susi fast gekotzt hätte, als wir (absichtlich) nebenbei fallen ließen, das wir unsere Trauringe NICHT popelig beim Juwelier kaufen, sondern von einer Goldschmiedin mit bekanntem Namen schmieden lassen.

Ich glaube Susi´s Gesichtsfarbe lässt sich am besten mit "Hotpink" beschreiben. Und wir fragen uns natürlich, was die für Schmerzen hat. Befreien sie aber nicht von ihrer Schnappatmung, weil das würde sie überhaupt nicht checken: Die Goldschmiedin und ihr Gemahl sind seid Jahren enge Freunde von mir. Der Meinige hat sie auch kennenlernen dürfen und wir köcheln zusammen und machen Unsinn mit den Katzen und das sind zwei so dermaßen liebe Menschen, dass es fast nicht zu beschreiben ist. Die Goldschmiedin würde unsere Ringe mit Liebe schmieden. DAS ist es, was wir wissen und wollen. Und ich glaube, sie wäre auch sehr verwundert gewesen, wenn wir NICHT auf sie zurück gekommen wären. :-)

Mein ältester Bruder hat noch gefragt: " Kein Stein?" Also Brillant oder Diamant im Ring der Braut, da werde ich aber verrückt, denn ich drehe den Stein, immer exakt noch oben. Sprich: Ich fummel den ganzen Tag an den Fingern rum. Ich mag Unordnung nicht, schon garnicht an meinen Händen. Also trage ich Klunker eher selten und schon garnicht im Hochzeitsring. Könnte mir aber innen einen vorstellen und das sage ich ihm auch. Er lacht, wir wären ein dekadentes Pack, aber so würde ihm das Gefallen. Sagt der Richtige. Wer sammelt hier denn Oldtimer? Gehts noch dekadenter? Außerdem wollte ich damit wieder Susi ärgern, die nervt nämlich exorbitant momentan, lässt sich aber zu einem: "Die Karten sind ganz hübsch." herab. Simmer aber froh, dass wir das Auge der Großfürstin nicht beleidigt haben. Außerdem wirds mir sowieso immer egaler, was die denkt. Nach mir die Sinnflut. Pföh!

Soweit die bislang noch nicht gelöste Kleidfrage. Ich korrigiere: Fast gelöste Kleidfrage, ich kenne mich doch. Lassen wir uns überraschen.

(Ich KANN mich einfach nicht kurz fassen! ICH KANN NICHT!)

Zu Genf:

Der Genfer Autosalon eröffnet heute und wer sich mal den Spaß machen möchte, googelt was Brabus da für eine Karre vorfährt. 1100 Newtonmeter, ich hau mich weg! :o))))) Wie geil! *lach*

02.03.2010 um 10:36 Uhr

Das romantischste Geschenk der Welt.....

Ich habe ja, seit dem Ableben meines Erzeugers, einen neuen Bruder. Noch einen. Hatte ja erst vier. Andere haben gar keinen! Egal. Und dieser neue Bruder,  der auch schon hier war und den Clan kennen lernen durfte (Der Ärmste), hat sich auf die Fahne geschrieben: Ich habe eine neue "kleine" Schwester, die mag ich sehr, die rufe ich regelmäßig an. Ehrt ihn. Definitiv. Ich bin abends meist so alle, das ich mich nicht mehr groß hie und da melde. Asche auf mein Haupt. Bei ihm steht es aber scheinbar im Kalender: Tolle neue Schwester anrufen. Dann bimmelt alle vierzehn Tage bei uns das Telefon. Dieser Tage wieder so, der Meinige nimmt ab, weil ich gerade in der Küche an etwas werkele. Wir erinnern uns: Lukas ist Lokomotivführer. Ersten Sätze:

Meiniger: Blablabla... und sonst so? Oh, Dir ist jemand vor den Zug gesprungen? Aha! Ist nicht so schlimm? Nein? Blablabla.....
-Geht mit Telefon ab ins Wohnzimmer-

Öhm, hallo? Wie jetzt? Dem ist ein Selbstmörder vor den Zug gesprungen und das ist alles nicht so schlimm? Sind die Zwei noch zu retten? Ich lasse mein Werkeln sein und fordere den Hörer ein!
Wie das nun gewesen wäre? Er empfand es tatsächlich nicht so schlimm, der junge Mann hätte es ja überlebt. Wäre der tot gewesen, sähe es schon anders aus. Ich finde es so oder so ziemlich heftig und gleichzeitig auch eine furchtbare Sauerei. Sollen sich die Leute auf dem Dachboden aufhängen oder Pillen schlucken, aber nicht meinem Bruder in den Zug hüpfen. Der ist nämlich gar nicht soooo cool, weiteres Nachfragen ergibt, dass er tatsächlich auch ziemlich angefasst ist. Hm...

Er erzählt weiter, dass er nun mit seiner neuen Herzdame zusammenzieht. Wegen mir. Und das ziemliches Chaos herrsche. Herrscht immer. Und das sie demnächst Geburtstag habe. Und? Und das ich ihm ein Geschenk sagen soll. ICH? Und zwar was ganz Romantisches. ICH? Ach, du Jemine. Öhm, ich mag zwar ein ganz Liebe sein, mit Romantik habe ich es jetzt aber nicht soooooo. Ich freue mich über Bohrmaschinen. Vor allem fällt mir da spontan wenig ein. Ich kenne seine Herzdame ja auch überhaupt nicht. Okay, ich gebe mir bißl Mühe.

Klassiker: Das Herz aus Teelichten auf dem Boden. Unterbricht er mich, hätte sie bei seinem Geburtstag schon gemacht, inklusive Rosenblättern. Hm, da gerade "Schuh des Manitu" lief und dort behauptet wird, dass es nichts romantischeres gäbe, als einer Frau zu versprechen mit ihr shoppen zu gehen, wandere ich auf diese Schiene ab. Was zum Anziehen? Wie sie denn gekleidet wäre? Mehr der Jeanstyp, oder die Cardiganfrau, mehr Röcke, Designerlabels oder Blazer oder Kleider oder Stöckelschuh oder Bequemtreter? Alles, antwortet der werte Herr Bruder. Sehr hilfreich. Schmuck? Nööö, da hätte er ihr an Weihnachten erst den Herzanhänger mit Kette mit so Glitzersteinen geschenkt. Was denn für Glitzersteine? Diamanten halt. Aha, Glitzersteine. Okay, dann das ganz große Daumenkino: Heiratsantrag? Nöö, da hätte er sie neulich schon beim Wellnesswochenende mit Ringen überrascht, das sei schon fix und da habe er.... Stop, stop, stop. Der erklärt mir in einem halben Nebensatz, das er diese Dame zu heiraten gedenkt? Wann der Meinige bei mir eingezogen wäre, fragt er zurück. Ähm, nach drei Tagen. Da lacht er. Soll er, stimmt ja, muss ich auch lachen. Ertappt. Okay, Wellnessreise auch gestrichen. Parfum? Langweilig, okay, aber mir fällt echt nix mehr ein. Würde sie eines benutzen, was es in Deutschland nicht mehr gibt. Dann bestell es eben im Ausland! Wann ist denn der Geburtstag? Freitag! Na, suuuuper, fällt uns das mal früh ein? Args... Ich solle mir was einfallen lassen, ich sei schließlich eine Frau, er ruft nochmal an. So, prima. Steh ich da. Und jetzt? Hat irgendeine Dame da draußen noch eine Idee? Mir fällt echt nicht mehr ein. Jedenfalls nichts, was keinen Stecker hat oder aus Chrom-Vanadium ist..hüstl... Ich erbitte Hilfe. ZUR HÜLF!!!

Ansonsten ist meine Frau Mama aus diesem furchtbaren Krankenhaus entlassen. Wobei Krankenhäuser immer furchtbar sind. Und jetzt habense bei meinem Papa ebenfalls Diabetes festgestellt. Das wird langsam anstrengend, dass hier die Krankheiten rumgereicht werden. Wobei es nicht schlecht sein muss, jetzt MÜSSEN beide ihr Ernährung umstellen und mein Papa mal das Schoki futtern sein lassen.

Der Geburtstags Eintrag übers Königskind steht noch aus und Samstag danach gefragt, merke ich für mich, dass ich immer noch daran knabbere. Dauert noch ein Augenblickschen...hm...

Neue Erkenntnisse:
-Die Niederlande waren am Samstag leer. Wenn sie jemand gesucht hat: Die waren bei mir. Alle. Im Stau. Auf der A3.

-Grace soll doch ihre Tajine rüberrücken, ich habe es mir anders überlegt.

-Die Nudelfrage ist gelöst.

-Kinder sind toll!

-Bayerische Anti-Virenprogramme sind toll!

-Bauernhöfe sind doppelt toll. Leider.

Alte Hüte:
-Ich verfahre mich immer. Trotz Navi. Und AUF der A4 kann man NICHT wenden!





01.03.2010 um 17:13 Uhr

Im Feenland.....

Und es begab sich zu einer Zeit, da wollte in fernen, fernen Landen die große weiße Fee Hochzeit halten und sie rief aus allen Welten die Gäste, um ein gar ausgelassenes Fest zu feiern. Auch am großen Nachrichtenbaum, wo auch viele, viele Geschichten hingen, wurde von Herzen geladen.

Und die große weiße Fee schmückte sich mit den edelsten Gewändern, dem teuersten Geschmeide und ihren Zauberschuhen aus kostbarster wilder Seide, um die schönste Hochzeit im Feenreich zu feiern.
Aber -oh weh- auf dem Wege zum Fest traf sie die Höhlenfee, die ihr mit schmutzigen derben Schuhen auf die kostbaren Zauberschuhe trat und diese beschmutzte und zerriss.
Nicht wissend, was sie angerichtet, stapfte die Höhlenfee weiter, ließ nur ein pardon fallen und ließ die große weiße Fee sehr betrübt und mit zerstörtem Schuh zurück. Andere entsetzte Gäste wollten diese trösten, doch die weiße Fee war zu erschrocken und zog sich zu einem Moment der Ruhe zurück.

Die Höhlenfee aber hörte, von der Misere und da sie gerade einen solch wüsten Tag hatte, schimpfte und polterte sie in aller Öffentlichkeit über ihren ganzen Ärger und polterte leider auch gegen die große weiße Fee, die jenes mit aller größter Verwunderung vernahm und es sich schließlich und endlich verbat und wieder zurückzog.

Da sie der weißen Fee nicht habhaft werden konnte, sandte die Höhlenfee Nachricht um Nachricht in den Feenpalast, allein: Die weiße Fee, wollte einen Moment der Stille und entzog sich diesen Nachrichten.

So schrieb die Höhlenfee noch viele, viele andere Feen an, die gar nicht wussten, was sie tun sollten, denn sie kannten ja das zerschlissene Schuhwerk und wussten weder ein noch aus. Wohl erzählten sie aber der großen weißen Fee davon, doch diese verwunderte dieses grobe Verhalten nur noch mehr und auch sie wusste keinen Rat.

Und da die Höhlenfee, um den privaten Nachrichtenkasten der großen Fee wusste, bombardierte sie diese auch dort und zwischen den Zeilen war zu lesen, dass sie die große weiße Fee wohl für sehr dümmlich hielt, denn sie habe sich eine Entschuldigung erlaubt und damit wäre das Thema doch wohl vom Tisch!
Leider las dieses auch der Bräutigam der großen weißen Fee und war aufs Äußerste entzürnt. Und die Fee und der Bräutigam waren gar betrübt, denn ihre kostbare Zeit wurde durch solche Geschehnisse immer und immer wieder beschnitten und sie waren sehr traurig, denn die Höhlenfee kannte sie beide doch gar nicht richtig. Sie warfen die Nachricht ins große lodernde Feuer in der Halle und wollten sie nur noch vergessen, um sich wieder der Liebe zueinander widmen zu können.

Allerdings wurde die große weiße Fee an den magischen Apparat gerufen, der Worte über viele, viele Meter transportieren konnte. Die unvergleichliche Robinfee hatte am Nachrichtenbaum vom Malheur gelesen und zeigte sich ebenso entsetzt und fragte, welche Lösungen die Höhlenfee denn angestrebt hat, denn die Schuhe mussten ja wieder gesäubert und repariert werden. Aber die große weiße Fee seufzte nur, denn sie vermisste Einsicht und Verständnis bei der Höhlenfee und wusste, dass dieser diese Erkenntnis niemals kommen würde. Und die große Fee ward traurig, denn sie und die Robinfee trennten viele Länder und Grenzen und wieder war für dieses Gespräch so viele kostbare Zeit dahin, die nie mehr zurückgeholt werden konnte. 
Auf dem Wege zu ihrem Liebsten ward die Fee erneut an den magischen Apparat gerufen und wurde gewarnt, dass die Höhlenfee nicht ablassen würde, die Zauberschuhe gering schätzen würde und nun selbst versuche über den magischen Apparat mit der großen weißen Fee in Kontakt zu treten.
Und da ward die große Fee entsetzt und eilte zu ihren Magikern, was sie nur tun solle, um in Frieden Tage und kostbarste Zeit mit ihren Lieben zu verbringen? Und die Magiker schauten im großen Buch der Strafen nach, weil es öfter vorkam, das Menschen andere verfolgten und nie in Ruhe ließen und dies sei im Feenreich verboten. Und darum hätten sie auf Seite 238 aufgeschrieben, was mit diesen Verfolgern zu geschehen habe. Sie versprachen der Königin, dass sie nun in Frieden mit den anderen Feen einen Ausflug auf die goldene Insel machen dürfe, denn die große Fee war in schlimmer Sorge, was die Höhlenfee dort alles zerstören könne und so fand die Geschichte doch noch einen Schluss und
sie lebten friedlich bis an ihrer Tage Ende.