Plateforme

30.06.2008 um 22:45 Uhr

Sinn und Unsinn

von: Paulinchen   Kategorie: Gedanken

Wie oft habe ich schon darüber nachgedacht: Der Sinn oder Unsinn des Tagebuch schreibens. Wie viel wurde über anonymes Bloggen schon geschrieben?! Es füllt wahrscheinlich auch Bände. Und doch ist es eine ganz eigenartige Angelegenheit – das weltweite Bloggen und gleichzeitges Erkennen, dass man gelesen wird von einem ganz realen Menschen. Es stört überhaupt nicht, dass die ganze Welt weiß, was man denkt, fühlt, was mit einem oder um einen passiert. Aber wenn es dann jemand ist, der einen kennt, dann überfällt einen doch irgendwie Panik. Was passiert nun, läßt man das Bloggen nun ganz, sucht man sich eine andere Plattform, schreibt – so wie früher durchaus üblich und ausreichend – nur für sich selbst?

Keine Ahnung.

Im gleichen Atemzug liest man sich sein Geschriebenes durch, erschrickt durchaus vor einigen Gedanken, erinnert sich und nicht zuletzt ist man nicht selten erschrocken über Wortwahl, Ausdruck, Orthographie. Das hätte man doch besser machen können! Oder war es so in der Schnelle, man könnte es auch auf die Plattform selbst schieben.

Wie dem auch sei: Es sind reine private Gedanken, die einem wirklich manchmal helfen, etwas zu verarbeiten, etwas zu betrachten.Warum sollte man das eigentlich ändern? Ist es ein moderner Exhibitionismus? Ist es nur der virtuelle Exhibitionismus? Offline erlebt und erkennt man sich doch eher introvertriert, vor allem, was das private Leben betrifft. Es liegt nicht an einem allgemeinen Hang zur Introversion, es liegt viel mehr daran, dass man auf allgemeine Befühlskundungen, Mitleid oder Effekthascherei getrost verzichten kann und möchte.

Überhaupt sind das Gedankengeänge, die gar nicht bekommen sind. Vor ein paar Tagen war es noch ein allgemeines Hochgefühl, alles rosa-rot und wunderbar. Plötzlich, man mag es auf prämensturale Einflüsse zurückführen, war alles eher grau. Man war selbst von dieser Wandlung überrascht. Und die Folge dessen war, dass Gedanken, die vor einigen Tagen noch wichtig waren, es momentan gar nicht sind. Das Ganze hat sich mehr oder weniger von allein erledigt. Man war mal wieder so abweisend, dass es von weitem zu spüren war.

Die Abweisung war zwar korrekt formuliert und ließ durchaus noch eine Zukunft zu. Nur war es halt eine Abweisung. Wie sagt mein lieber Schumi so schön: Man hätte sich doch trotzdem treffen können. Natürlich hätte man es. Froh war Frau aber in diesem Zustand, dass sie dieses nicht mußte. Manchmal ist es einfach so. Zumal der operative Eingriff im März d. J. nicht den gewünschten Erfolg brachte.

So hat man sich wieder erfolgreich vor Entscheidungen gedrückt. Irgendwie nicht unüblich. Ja, es gäbe sicher das (den?!)Eine(n) oder Andere(n), da würde man gar nicht überlegen. Aber einerseits ärgert es mich doch. Es ärgert mich einfach diese Abweisung. Es hat einfach gepaßt, man hat überlegt, ob man nicht ein kleines Treffen vereinbart, man hat überlegt, was die Folge dessen sein könnte. Ja, den Sex wollte man schon. Aber dann? Das war die Frage, das war das Ungewisse. Es klappt einfach, dann reagiert der Körper halt, man kann etwas vorschieben, was gar nicht vorgeschoben ist, was einem in diesem Augenblick selber überrascht hat.

Was die Ursache dessen ist, man kann spekulieren, man kann es lassen. Ich lasse die Spekulation in diesem Zusammenhang, es bringt nicht wirklich weiter. Es bringt vor allem deshalb nicht weiter, da es nicht zu ändern ist.

Ein gewisser Auftrieb war für eine gewisse Zeit gar nicht schlecht. Er fehlt jetzt. Er fehlt in allen Zusammenhängen. Die Gedanken, die sich bei einigen um diese schlechte Welt drehen, über diese ungerechte Welt, über den Unsin und Sinn des Lebens, man mag sie momentan so gar nicht.

Worin besteht der Sinn des Lebens? Danach zu fragen, so habe ich es mal formuliert. Jemand ging neulich in einem sehr intensiven Chatgespräch noch weiter: Es gibt keinen. Das klingt nicht nur schwarz, es ist schwarz Auch wenn ich geneigt bin, ihm zuzustimmen. Und genau das ist, ohne dass ich die näheren Hintegründe ausspreche, der Grund. Er ist es....


27.06.2008 um 00:12 Uhr

Neues Kapitel?

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Zeit ist vergangen. Zeit, in der man über so einiges nachdenken mußte. Nein, es lag nicht daran, dass man keine Zeit hatte oder keine Lust, all das kein nicht als Ausrede mißbraucht werden, es wäre Zeit gewesen, aber sie wurde ganz anders genutzt.

Es war ein beschäftigungsreiche Zeit. Und nachdenkliche Zeit.

Es ist eigenartig, wie man selbst zu ganz anderen Erkenntnissen kommt. Wie man machmal überrascht wird - von Leuten, von denen man es gar nicht erwartet hat. Manchmal zeigt das, man irrt sich, in Menschen, in die eigene Wahrnehmungskraft.

Von wem hätte man denn erwartet, dass er einfach sagt: „Also reicht es mir mit Dir und Deinem Rechner, ich bring Dir einen vorbei.“ Das war doch harter Tobak und niemals hätte ich geglaubt, dass er am anderen Tag vor der Tür steht.Mein Erstaunen war groß. Zwar behielt ich insofern Recht, dass diese ganze Installationsgeschichte nicht nur einige Minuten dauert, sondern eher Stunden, aber das ist wohl nicht das Wesentliche. Letzten Endes funktioniert der Rechner im Gegensatz zu meinem alten Teil relativ gut.

Insofern habe ich jetzt seit mehr als einer Woche einen Rechner, mit dem es durchaus möglich ist zu schreiben, zu chatten etc. Genutzt habe ich das wenig, es war anderweitig keine Zeit.

Da gab es Klostefeste und Konzerte, da gab es wichtige Dinge zu lesen ( u. a. „Feuchtgebiete“). Da gab es Besuche bei Paulchen. Alles durchweg postitiv. Paulchen wird übrigens ab 11. Juli wieder am Ort sein.

Und es gab auch etwas: Nicht nur, dass ich gestern mit jemanden Speziellem (UK) gechattet habe. Es war Fußball und ich hatte also Zeit. Nein, es gab auch ein Date.

Wie sich das eigentlich ergeben hat, wenn ich das noch so ganz genau wüßte. Es ist relativ frisch. Man hat sich ein paar Tage geschrieben, vorzugsweise dienstags, wenn ich Weiterbildung hatte. Und irgendwie gefiel mir das. Jemanden, der schreiben kann, jemanden, der subtil flirtet. Ja, so etwas gibt es nicht immer. Verheiratet – nein, Single. Und jetzt natürlich der Hammer, 8 Jahre jünger als Frau.

Werd ich meinen eigenen Prinzipien untreu? Ich habe doch immer gesagt, jüngere Männer und ich, das geht gar nicht.

Aber irgendwas hat mich gereizt. Intuitive Entscheidungen. Man kann sie nicht wirklich begründen.

Nun trafen wir uns. Relativ schnell, er wohnt ja auch nicht weit weg. Natürlich, auch wenn es schon ab und an mal entgegen Empfehlungen zu Online-Treffen vorgekommen ist, trafen wir uns vor der Tür. Aus etwas Faulheit dann nicht so weit von der Tür. Wir gingen was trinken. Und ganz ehrlich. Ich wußte es nicht, ich überlegte mir, was machst. Mein Gott, nicht nur, dass er wirklich 8 Jahre jünger ist, er sieht auch noch viel jünger aus. Eigentlich optisch nicht wirklich mein Typ, es gehört nicht viel dazu, größer zu sein als ich, aber wenn denn jemand kleiner wirkt.

Er erzählte viel über sich. Ich halt mich ja, was mein Privatleben betrifft, immer arg zurück. Nach dem Cafebesuch stellte sich die Frage, was nun passiert und da   er aus Unwissenheit vor meiner Tür parkte, sind wir dann doch noch zu mir und tranken einen Cappuccino.

Sprachen über dieses und jenes, über Musik, Literatur. Ja und dann....Man kann es ganz kurz sagen, hatten wir Sex. Nein, ich war nicht der aktive Teil, ich ließ mich verführen, ich ließ mich fallen. Ich genoss es dolle. Es war wirklich schön.

Keine Ahnung was nun passiert. Klarheit besteht wie immer, dass es auch bei Sex bleiben kann. Ich kann mich momentan mit nicht mehr anfreunden. Ich denke vor allem an das Alter. Ich denke an so vieles, was mir fremd vorkommt, was mir nicht passend vorkommt. Allein der Lebenslauf, allein die Familie (Mutter Lehrer, Vater Physiker).

Nessi ahnt übrigens was. Da ich mit ihm am Sonntag telefonierte und in meiner Arglosigkeit den geplanten Dienstag erwähnte, ist ihr igendwas klar. Es war ihr zwar, das Thema ist uralt, immer klar, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Frauen beklagen sich ja nicht selten, dass Männer nie wieder was von sich hören lassen. So kann ich das nicht wirklich behaupten. Schon beim Verabschieden fiel der Satz: „Dich stört ja mein Alter....“. Einige SMS folgten mit der klaren Frage: Wann?

Nun habe ich gerade geantwortet: Morgen war angedacht. Ich hatte heute nacht wirklich darüber gegrübelt, schlafen konnte ich eh nicht - siehe oben, ob bei einem zeitigen Feierabend da nicht was möglich wäre. Ich bin zwar gerade nicht so ganz gut drauf, wie gesagt, warum auch immer, man wird sehen. Ich weiß es noch nicht, ich weiß auch gar nicht, ob das möglich wäre. Vielleicht gibt es ja dort eine andere Planung.

Abwarten und Tee trinken. Auf weitere Gedankengänge. Auf weitere Entwicklung....

26.06.2008 um 23:11 Uhr

Keine Höhenflüge

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Es hätte so schön werden können. Tagebuch vom Feinsten sozusagen. Frau geht es gut und alles Friede, Freude, Eierkuchen. Aber es hätte auch nur. Ich kann gar nicht wirklich sagen, welche Laus mir gerade über die Leber gelaufen ist. Wenn ich das gerade wüßte, aber allein, dass ich um diese Uhrzeit hier sitze und schreibe, läßt schon die Schlußfolgerung zu: Es stimmt irgendwas nicht. Dabei gibt es so vieles, eigenlich jede Menge was man hätte sagen können. Aber irgendwas verhagerte mir die Stimmung.

Ob es der Dienst war, der zum Ende dann doch noch etwas „geladen“ wurde. Ob es so ein paar unbedachte Äußerungen waren? Ich weiß es nicht.

Eigentlich wollte ich ins Bett gehen. Ich war schon fast auf dem Weg dorthin, als ich mir so dachte, nein, Du schreibst noch. Das hat den Vorteil, dass man die ganze Zeit über irgendwelchen Blödsinn nachdenkt. Zumal man die letzte Nacht wegen dieses Sch... Fußballspiels schon hat nicht schlafen können. Das Ergebnis ist mir nahezu egal (sorry, ist so). Aber dass dann noch die halbe Stadt durch die Gegend fahren muß, also so ganz kann ich es nicht nach voll ziehen. Auch wenn ich weiß, dass meine liebe Nessi unter ihnen war. So ganz kann man nicht nachvollziehen, dass sich dazu die Leute aufraffen, aber wenn es mal nötig wäre, bleiben alle in ihrem Wohnzimmer vor ihrem Fernseher und betreiben von dort sogenannte Politik (früher Stammtischpolitik, aber dazu kann sich heute sich ja schon keiner mehr aufraffen).

Nebenbei ist mir noch zu Ohren gekommen, dass der liebwerte Landkreis sich wohl entschlossen hat, die Kaltmieten und die Nebenkosten für die Berechnung zu senken. Tolle Idee, auch so kann man Geld sparen. Vor allem dann, wenn es a) für diese Größenordnung kaum Wohnraum gibt und b) irgendwie die Kosten eher steigen als sinken. Da könnte sich doch mal jemand aufraffen. Aber nein....

Dabei wunderte ich mich schon, dass „mein“ Anwalt mir geschrieben hat: „Ihm wäre zu Ohren gekommen, der Landkreis kürzt die Mietberechnungen und er wäre gern behilflich.“ Das fand ich schon komisch, war ich doch vor einiger Zeit erst bei ihm und hab ihm erklärt, dass er bei mir das getan hat und er sich dahingehend äußerte, er könne nichts tun. Nein, der Erkenntnisstand ist jetzt wohl der, das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Der Landkreis senkt weiter. Jetzt gibt es nicht mal mehr ein Kaltmiete von 4,00 Euro pro m².

Vielleicht sind es diese Gedanken, die mir irgendwie die gute Laune verhagelt haben. Vielleicht war es auch die Situation auf Arbeit. Der Tag war eigentlich in Ordnung. Nur gegen Abend mußte dann ein Kind quer schießen. Nicht, dass es mich sonderlich traf. Ich kenne ihn genauso. Aber mein Kollege, den ich immer als Starerzieher bezeichnete und der wirklich der Perfektionist ist, hat diese Haltung des Jungen wirklich getroffen und verletzt. Ihm standen die Tränen in den Augen. Es hat ihn mitgenommen, dass der Junge so ungerecht war, ihm vorwarf, er würde sich nicht um ihn kümmern und er würde sinnlose Versprechungen machen. Man sagt so lapidar, betroffene Hunde bellen, aber das trifft wirklich nicht zu. Niemand setzt sich so für ihn ein wie dieser Erzieher. Da tun diese Worte wirklich weh.

Dabei wurde im Team heute noch über eine Gruppenverbesserung gesprochen. Dass der Kleine, der mich im Übrigen in sein Herz geschlossen hat, sich verbessert hat. Überhaupt lief es in letzter Zeit recht gut bis auf Carsten halt. Carsten wird man nicht verändern, Carsten bleibt der zu tiefst traumatisierte Junge, der bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit schreit, sich als Arschloch profilieren muß und das selbst auch gerne so bezeichnet.

Es war wohl zu viel Lob, es war wohl zu viel Eitel Sonnenschein. Auch bei mir. Da mußte irgendwas passieren, dass die Stimmung verhagelt. Es kann und darf nicht so gut laufen. Man könnte zu Höhenflügen neigen.

14.06.2008 um 02:12 Uhr

Vorahnungen und EM

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Vorahnungen – gibt es das? Ich habe keine Ahnung. Wenn ich mir ansehe, was ich vor ein paar Tagen so gedacht und empfunden habe, nichtwissend warum eigentlich, nun denke ich, es war so eine Art Vorahnung.

Es hat so rein gar nichts mit irgendwelchen Daten zu tun. Am Mittwoch war dann so generell nicht mein Tag. Es gibt solche Tage, da läuft einfach alles daneben. Man sollte im Bett bleiben oder bestenfalls gar nichts tun, dann kann man weder was falsch machen, noch sonst läuft irgendwas schief.

Das fing schon ganz toll an. Frau quälte sich aus dem Bett, weil sie ja zur Physiotherapie mußte und bekam dann dort die Ansage: "Frau Paulinchen was wollen Sie denn hier?" – "Na, ich habe doch jetzt Termin." - "Nö, Termin haben Sie erst in einer Stunde."..... Na, prima. Also wieder nach Hause und nach einer Stunde wieder. Das reicht natürlich nicht. Frau kam auf Arbeit, da wurde sie schon von der Schulpraktikantin empfangen: "Frau Paulinchen, wir haben gestern vergessen zu sagen, dass heute Projekttag ist und Nikolas länger in der Schule bleibt. Aber schön wäre es, wenn Sie trotzdem in die Gruppe gehen, falls es nicht klappt." Habe ich dann natürlich gemacht, ich war auf Arbeit und gehe nicht für eine Stunde wieder nach Hause. Und da das noch nicht reichte, habe ich mich dann noch kurzer Hand ausgesperrt. Des Lasters wegen. Wenn man rauchen geht, sollte man den Schlüssel mitnehmen. Wenn man das merkt, um ihn zu holen, fällt die Tür zu. Herrlich. Da stand ich nun. Glücklicherweise ist Frau nicht ganz so dämlich und dachte sich, irgendwo in dieser großen Institution wird sich schon noch ein Schlüssel anfinden. Fand sich dann auch, hatten zwar ein paar Leute was zu lachen, aber wem ist es nicht auch schon so gegangen?!

Der Mittwoch selbst verlief weiterhin unspektakulär. Ein Dienst mit meiner Lieblingskollegin halt. Die Kinder drehen am Rad, sie an dem anderen. Nun ja, man kennt das.

Ach ja und die Weiterbildung. Nun kenne ich Excel. Nach erfolgreichem Kennlernen des Programms. He, he wir haben nur Visitenkarten erstellt, aber egal durfte ich dann meinen Lieblingsgang antreten – zum Amt. War etwas eher da, bekam dann die klare Ansage nach dem Motto: "Haben Sie sich in der Zeit vermacht, aber ich nehme Sie trotzdem dran, damit Sie nicht unnötig waren müssen." Wie gnädig, als ob da alles so reibungslos nach Termin geht. Meine Fallmanagerin hatte dann nichts weiter, erzählte mir 5 Minuten, dass sie so überhaupt nichts für mich hat. Es gibt einfach nichts und das habe ich doch sicherlich auch schon bemerkt. Es wird immer schlechter, besonders für Frauen. Sie kann mir einfach nichts anbieten und keine Empfehlung geben. Fragt dann aber im gleichen Atemzug nach den Eigenbemühungen..... No comment.

Am Donnerstag, um dem Tagebuchcharakter aufrecht zu halten, war dann wieder ein Termin beim Amt. Der dritte Termin in der Woche. Da ich es in dieser Woche nicht so mit den Terminen hatte, vor allem mit den Zeiten, war ich wieder eine halbe Stunde zu früh und hätte streiten können, aber es stand auch in meinem Schreiben schwarz auf weiß, ich hatte Unrecht. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Aber die Dame war nett genug, mich dann doch eher zu bedienen. Auch das dauerte nur ein paar Minuten. Den Widerspruch habe ich zurückgenomen, es ist ein Softwareproblem. Die Ausweisung der konkreten Zahlungen und Differenzen erfolgt nicht. Es war mir egal. Ich habe es mal geglaubt und hin genommen. Warum soll man auch konkrete Zahlen nennen? Der Hinweis, dass ja noch ein Widerspruch meinerseits vorliegt, fand die Dame dann weniger nett. Sie kümmere sich. Wobei diesen Widerspruch werde ich nicht zurücknehmen.

Donnerstag – ach ja. EM. Nun ich interessiere mich nicht für Fußball. EM ist wohl auch sowas wie Religion – Opium fürs Volk. Wirkt ebenso. Alle sind fröhlich, schwenken die Fahnen. Hupen. Deutschland. Probleme gibt es währenddessen natürlich keine. Welche auch?! Wir haben ja EM. Auf Arbeit gibt es auch einige ganz Interessierte, verstehen meine Haltung weniger. Wenigstens während der EM, wenn alle so fröhlich sind, kann man sich dafür interessieren. Auch hier: no comment.

Ansonsten alles ganz happy. Wie gesagt – EM.

Zu Hause dann weniger happy. Die Post. Die Post brachte nicht nur eine schöne Wurfsendung für die Nachbarn des Klosters, das in diesem Jahr 700 Jahre alt wird. Deshalb wird auch gefeiert, das Klosterfest, jährlich von der Hochschule begangen, mutiert zur Klosterwoche. Und sogar ich, obwohl nicht unmittelbarer Nachbar, bekam eine Einladung zum Klosterfest. War jahrelang nicht mehr dort, seit dem ich dort, also nicht im Kloster, was sollte ich da, aber an der Hochschule, nicht mehr beschäftigt bin. Weiterhin gab es noch einen Brief von Paulchen mit einem Zwei-Zeiler und einem Besuchsschein. Am Tage des Klosterfestes, was egal ist. Aber natürlich so kurzfristig, dass ich Probleme haben werde, a) frei zu nehmen und b) nach all den Sonderwünschen etc. das Ding auch noch zu finanzieren. Und last but not least: auf dem AB meine Mutti, sie liegt im Krankenhaus – Nierensteine.

Was Paulchen betrifft, hat sich auch sein Papa gemeldet. Er wollte wissen, warum auch immer, er nicht mehr in der Stadt ist. Nun das habe ich ihm erzählt, im Grunde hatte Paulchen das ja auch schon. Ansonsten nur die Aussage, dass ich wenig Kontakt mit Paulchen habe, er sich wenig meldet. Hat er ja nun. Zur weiteren Erkenntnis mal wieder: Männer sind seltsame Wesen. Hat er doch mit mir geflirtet. Fasst man es?!

Mutti habe ich dann heute angerufen. Hatte ja frei wegen des geplanten Kaffeeklatsches bei einer Bekannten. Klatschen ist der richtige Ausdruck, sie klatscht, sie erzählt, wir hören zu. Kaffee gab es auch, der kam zwar vor Schwäche kaum aus der Tasse, aber sonst ging es halt. Nichts erwähnenswertes zu diesem Ereignis nur der Hinweis: Wir sind ihre Freundinnen. Ich kann diese Aussage immer noch nicht fassen. Hatte ich doch schon vor Jahren gesagt: "Manchen als Freund, braucht man keine Feinde."

Soeben dann noch die Erkenntnis, dass manche Reisen zu Welt- und Tagesreisen werden können. Die Verbindungen sind wieder herrlich, man sollte mit dem Fahrrad fahren, das würde schneller gehen. Aber was solls, Paulchen freut sich sicherlich und so werden auch diese knappen 50 km bewältigt. Irgendwie. Anschließend – so der bisherige Plan – Klosterfest. Man gönnt sich ja sonst nichts.

09.06.2008 um 22:05 Uhr

Lebensfragen

von: Paulinchen   Kategorie: Gedanken

Das Gefühl der grenzenlosen Wut, Enttäuschung, Traurigkeit, Unzufriedenheit – oder sind es mehrere Gefühle, wenn man das so genau spezifizieren könnte. Wenn man genau wüßte, was Ursache, Wirkung und Folge ist. Wenn man genau wüßte, woran was liegt, wie man es beschreibt... Wäre es einfacher? Wäre es einfacher, man könnte jemanden beschuldigen, jemanden dafür verantwortlich machen, egal wer. Hauptsache eine Person oder mehrere Personen. Wäre es einfache? Man könnte sagen: Du bist schuld. Man könnte es heraus schreien. Man könnte mit Stühlen schmeißen oder die Person umboxen, sie beschimpfen. Wäre es einfacher?

Das macht man natürlich nicht. Ab einem gewissen Alter oder vielleicht hat das auch weniger mit dem Alter, sondern vielmehr mit der Erziehung zu tun, kann man das alles nicht tun. Man schleppt das irgendwie mit sich herum, man kann ja nicht sagen, wer schuld ist. Vielleicht müßte man sich eine eigene Schuld eingestehen. Und was wäre dann? Wie würde man mit sich umgehen, wie könnte man mit sich umgehen, wenn man selbst schuld ist?! Sich selbst kann man nur bedingt umboxen, es hilft auch nicht viel, man wirft mit Gegenständen, die einem gehören, um sich. Man muß die aufheben, man muß die ersetzen/reparieren. Zu viele Gedanken um das Warum und was danach? Wer soweit denkt, wer so pragmatisch die Schlüsse zieht, der ist wohl nicht wütend genug?!

Fragen, auf die man natürlich keine Antwort weiß. Wer wüßte sie schon?! Wer kann die Fragen immer von sich weisen, wäre das dann noch Leben?

Manchmal könnte man die Kinder beneiden, die dieses immer wieder tun. Die ihren Gefühlen so Luft machen, ohne zu wissen, was ihre Gefühle eigentlich sind. Ohne zu wissen, wer schuld daran ist. Es ist ein Ventil, ein Ventil um mal Dampf ab zu lassen. Ein Ventil um der Welt zu zeigen, dass man die Nase voll hat. Ein Ventil – ja wonach? Ändern – nein, es ändert nichts. Es hat Konsequenzen, Konsequenzen, die sie sich nicht überlegen. Aber die sie tragen müssen. Vielleicht sind sie doch nicht zu beneiden.

Weil man selbst die Konsequenzen vorher überlegt, dann die Wut nicht heraus schreit, die man empfindet. Und vor allem, weil man selbst keine Person spezifizieren kann, weil man nicht sagen kann: Du bist schuld. Weil man weiß, wenn jemand schuld ist an der eigenen Wut, an der eigenen Unzufriedenheit, dann ist man es meistens selbst. Und wie will man sich schon selbst bestrafen? Was würde es ändern? Nichts würde es ändern. Vielleicht erreicht einem die Erkenntnis, das nächste Mal ist es besser. Aber auch hier nur ein Vielleicht. Denn zu oft macht man die gleichen Erfahrungen, die selben Fehler, der Mensch ist nur bedingt lernfähig.

Das ist die Wut, die Unzufriedenheit, die Traurigkeit, die der Mensch mit sich herum trägt und nicht zu der Erkenntnis gelangen kann: Morgen ist es besser, morgen ist alles gut. Es wäre schön. Es wäre zu schön. Wer dieses nie von sich sagen konnte, kann man den beneiden? Weil ihm die Erfahrung der eigenen Wut fehlt oder trägt sie doch zu etwas bei. Reicht es manchmal schon, dass man weiß, dass man selbst nicht schuldlos ist.

Fragen, die nicht jetzt und heute beantwortet werden können. Sie wurden oft gestellt, sie werden wohl noch oft gestellt werden. Vielleicht ist die Erkenntnis dann doch irgendwann der Weg, den es aber noch immer zu finden gilt. Es möge Licht werden, um den Weg zu finden.....

 

03.06.2008 um 23:35 Uhr

Wütende Frauen

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

In einem Artikel in der Zeitung stand es, Frauen sollen ihre Wut raus lassen. Sie sollen sich nicht ständig zusammen nehmen, sie sollen nicht ständig das Gute suchen usw. usw. Machen wohl Frauen häufig. Wenn sie dann lange genug diese Wut geschluckt haben, bricht es heraus. Sie schreien hysterisch, können sich das selbst nicht erklären, denn in diesem Moment ist es eine Lappalie. Der Partner ist genauso erstaunt, irritiert. Als Alternative wird im Übrigen empfohlen: Tagebuch schreiben.

Das mag alles so sein. Fakt ist, dass man sich wirklich lange zusammen nimmt und dann irgendwann sagt man Dinge, die man vielleicht hinterher bereut. Nun mir ging es bisher nicht oft so. Habe bisher weder hysterisch geschrien, gelte praktisch als sehr gelassen, pragmatisch und kontere in der Regel eher mit Spitzen. Fakt ist aber, dass ich momentan so einiges zu schlucken habe (Die Hintergedanken habe ich selber, darum handelt es sich leider nicht).

In erster Linie handelt es sich natürlich um meine Lieblingskollegin, die kann mich im Grunde schon mit ihrer puren Anwesenheit auf die Palme bringen. Sie braucht weder was sagen, noch etwas zu tun. Auf die Palme bringen ist natürlich nur sinnbildlich, denn wie das halt so ist bei Frauen, siehe oben, denke ich mir meinen Teil und sage erst mal gar nichts.

Das ist genau die Gefahr, irgendwann bricht es dann doch mal raus. Das kann selbst bei mir nach hinten los gehen, schließlich möchte auch ich nicht irgendwelche Querelen, noch möchte ich vor den Kindern irgendwas sagen. Undiplomatisch.

Da gab es z. B. diesen Freitag. Ich hatte schon so richtig Lust, auf Arbeit zu gehen. Das Gefühl sagte mir schon, naja.... Gefühle irren selten. Und so kam es dann auch. Bevor ich auf die Arbeit ging, war ich noch in der Verwaltung und bekam neben meinem Geld noch eine wichtige Information. Die bestand denn darin, dass mein Vater angerufen hatte und um Rückruf, weil er mich zu Hause schon länger nicht erreichen konnte, bat. Puh, was das denn nun?

Kaum oben gelandet, ruft man dann den Vater an. Ja, natürlich hat er angerufen. Wenn ihm dann ganz plötzlich was in den Kopf kommt, möchte er es gleich erledigen, hat mich zu Hause nicht erreicht, auf den AB gesprochen, sich gedacht, bei den Diensten könne ja auch mal was in Vergessenheit geraten und dann es halt auf Arbeit versucht. Natürlich wußte man dann nicht gleich was mit mir anzufangen, er hatte noch den Bereichsleiter am Telefon. Mich hat die Nachricht erreicht. So wichtig, wie man nun hätte denken können, war das nicht. Ich kann froh sein, dass ich nicht erst den AB abgehört habe. Das habe ich dann erst zu Hause getan und muß gestehen, mir ist es nicht aufgefallen, dass dort seit zwei Tagen eine Nachricht drauf ist. Die Nachricht lautete dann in etwa so: Ich habe nur mal was anzusagen. Also wenn ich das zuerst gehört hätte, hätte ich bestimmt gedacht, was ist denn nun wieder los, was ist schief gelaufen?!

Auf Arbeit war es dann auch nicht besser. Die Kids mehr oder weniger in Hochform. Ist bei der Kollegin in der Regel ja so, also wundert es mich nicht wirklich.

Martin hatte sich gleich entschlossen, nicht mehr in die Schule zu gehen. Er sollte sich ja einen Praktikumsplatz suchen und hatte dazu alles andere als Lust. Der Lehrer versuchte, ihn zu überzeugen. Meine liebwerte Kollegin kam zu dem Gespräch dazu, hielt sich aber zurück, da sie mit ihm nach den letzten Vorkommnissen keinen Streit eingehen wollte. Oder warum auch immer?! Nun ja, nachdem der Lehrer weg war, habe ich ihn dann überzeugt, doch noch los zu gehen, sich das Geschäft an zu sehen, vielleicht ist es doch gar nicht so schlecht und mich natürlich bereit erklärt, mit ihm zu gehen.

War sicherlich der ultimative Fehler meinerseits. Denn das hätte natürlich meine Kollegin gerne übernommen. Sie war wohl so gar nicht damit einverstanden, dass ich genau dies erreicht hatte und mich auch gleich nach dem Essen auf den Weg machte. Man kann aus heutiger Erkenntnis sagen, dass es ihm sogar gefällt, und er seine Arbeit gut macht.

Natürlich mußte sie gleich nach diesem erfolgreichen Weg mit ihm reden, ihn noch einmal befragen und überzeugen und er hat sich  entschuldigt. Na prima. Pädagogin durch und durch.

Der Rest des Nachmittags war dann natürlich ganz in ihrer Hand. Sie fuhr noch mit einigen Kids einkaufen, entschloss sich dann, baden zu fahren. Eine Frage, ob ich dieses vielleicht auch hätte wollen, erfolgte natürlich nicht. Und zur Krönung kriege ich dann die Ansage, ich könne doch das Abendessen vorbereiten und nach Hause gehen. Es ist sehr sinnvoll, nachmittags gegen 16.30 bei 30 Grad das Abendessen vorzubereiten.

Dummheit muß bestraft werden. Ich habe das auch gemacht. Das Abendessen soweit möglich vorbereitet, in den Kühlschrank gestellt und abgedeckt. Ein ähnliches Spiel folgte dann am Montag. Nur mit dem Unterschied, dass ich zum Abendessen noch anwesend war, mich nicht gegen 19.30 nach Hause schicken ließ, weil ich doch noch Hanni ins Bett bringen wollte – wie immer und er legt auch Wert drauf. Bin dann zu den Kids  ins Wohnzimmer gegangen und habe TV gesehen.

Ja, irgendwann kracht es. Und ich hoffe inständig, dass ich mich einigermaßen zurück nehmen kann. Fakt ist, ich kann das nicht mehr länger hin nehmen. Natürlich hat sie so ein bis zwei Sachen zu ertragen, die ihr auch nicht gefallen.

Solche Sachen wie Montag: Da erscheine ich mittags auf Arbeit. Das Büro ist schon voll. Ich wundere mich, was die ganzen Leute da sollen. Jemand vom Jugendamt, zwei Kinder, der Chef, eine Kollegin. Es stellt sich dann heraus, die vom Jugendamt war angemeldet, Carsten kam unerwartet aus der Schule, Martin hat ja bei seinem Superpraktikum schon nach 12.00 Feierabend, deswegen war ich ja auch eher da. Dann traf noch meine Lieblingskollegin ein. Also volle Hütte und das weit vor 13.00 Uhr. Als ich dann mit meiner Kollegin noch eine Abschiedszigarette rauchen wollte, wollte sich die liebwerte Dame uns anschließen und die Dienstübergabe mündlich machen, erhielt dann aber die klare Ansage: "Steht alles im Buch, ich habe jetzt keine Lust mehr soviel zu reden." Das hatte auch gesessen. Wir redeten dann übers Wochenende, was alles in allem sehr gelungen war.

Das Wochenende war ja Kindertag, der wurde auch gefeiert. Nessi und ich waren zum Grillen etc. eingeladen. Die Psychologin war mit ihrem Freund auch anwesend. Die Kids waren auch alle da. Michi hat das Fest gut vorbereitet, alles organisiert. Die Mutter von Hanni war zu Besuch, hat einiges mitgebracht. Und so wurde gegrillt, getanzt, gespielt etc. Über Nessi haben sich die Kids sehr gefreut. Sie war noch nicht oft da, aber hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Kinder freuen sich immer und fragen oft nach hier.

Als kleine Randfrage für mich: Hätte das jemand so gut hinbekommen wie die Kollegin? Hätte meine Lieblingskollegin ein solches Fest organisieren und durchführen können? Ich wage es zu bezweifeln.

Heute war dann wieder mal Weiterbildung angesagt. Der Dozent erklärte schon beim Austeilen der Blätter, ich bräuche das ja wohl alles nicht mehr, ich kenne mich damit ja aus. Hat er wohl richtig erkannt, ich habe schon so zwei bis drei Briefe geschrieben. Die Herren der Schöpfung sind gleich weg geblieben, heute waren nur 4 Frauen inkl. meiner Wenigkeit anwesend. Anschließend bin ich noch in die Gruppe gegangen, wollte mich von meiner Kollegin verabschieden, die in Urlaub geht. Dabei stellte sich heraus, dass sie krank ist, hat dann einen Vertretungsdienst gebraucht. Bin also noch eine Weile geblieben, damit das dem Kollegen nicht zu viel wird.

Meine Lieblingskollegin war auch zu gegen. Sie hatte ja wegen meiner Weiterbildung die Einzelbetreuung von Hanni übernommen. Dann kam auch noch die Polizei wegen des Vorfalls vergangener Woche mit Martin. Die Kollegin wollte ja Anzeige wegen Beleidigung erstatten. Sehr bindungsaufbauend. Was bei diesem Polizeigespräch wirklich heraus gekommen ist, weiß ich nicht. Ich habe die Kollegin nicht gefragt. Martin wird nur die Hälfte verstanden haben. In erster Linie wollte ihm der Beamte wohl ins Gewissen reden.

Was heute noch war? Meine Mutter hat heute Geburtstag. Auch das ist kein Geheimnis, ihr geht es nicht besonders gut. Sie fühlt sich dort nicht wohl, sie hat niemanden. Man kennt das alles schon. Allerdings kann das keiner ändern, ich habe dies schon vor zwei Jahren gesagt und wollte ja damals, dass sie wieder zurück kommt. Des Menschen Wille.

03.06.2008 um 22:40 Uhr

Es ist nichts zu erklären

von: Paulinchen   Kategorie: Zitate

Es ist nichts zu erklären, nichts hinzu zu fügen, nichts weg zu nehmen.

Dein Ja, sei Ja, Dein Nein sei Nein.

(B. Oppermann)

03.06.2008 um 12:20 Uhr

Hausordnung

von: Paulinchen   Kategorie: Kurios

Fussball Europameisterschaft 2008 in der Schweiz & Östereich Euro 2008

Hausordnung vom 7. bis 29. Juni 2008

§ I
In der Zeit während der EM ist der Mann absoluter Herrscher über das TV-Gerät und die dazugehörige Fernbedienung.

§ II
Die Ehefrau/Freundin beschäftigt sich in dieser Zeit stumm mit häuslichen Arbeiten.

§ III
Vor jedem Spiel ist dem Mann eine Kiste mit kühlem Bier neben den Fernsehsessel zu stellen, wobei die Betonung auf kühl liegt. Ersatzweise können auch Jack Daniels, Asbach, Bacardi mit kühler Cola und Eiswürfel bereitgestellt werden.

§ IV
Während eines Spieles ist der Frau der Aufenthalt im Fernsehzimmer strengstens untersagt.

§ V
In der Halbzeitpause besteht für die Frau ein 15-minütiges Betretungsrecht, um leere Getränkeflaschen durch frisch gekühlte volle Flaschen zu ersetzen. Bei Bedarf können diverse Knabbereien gereicht werden. Das Rascheln mit Tüten sowie der Gebrauch verbaler Kommunikation ist dabei strengstens zu unterlassen.

§ VI
Spätestens 30 Minuten vor Beginn eines Spieles ist dem Mann eine mit Liebe zubereitete Mahlzeit zu reichen. Um die mentale Spielvorbereitung des Mannes nicht zu stören, ist auch in dieser Zeit die Schnatterluke geschlossen zu halten.

§ VII
Während der EM sind jegliche Handlungen, die der Fortpflanzung dienen könnten, zu unterlassen. Ebenso zu unterlassen ist das Tragen von Kleidung, die beim Mann das Verlangen nach solchen Handlungen auslösen könnte.

§ VIII
Sollte der Mann in seinem Großmut der Frau gestatten, die eine oder andere Minute einen Blick auf das Spiel zu werfen, sind Zwischenrufe sowie Fragen, die den fußballtechnischen Intellekt der Frau verraten würden (z.B.: “Was ist Abseits?”) unbedingt zu unterlassen. Mit einem körperlichen Verweis belegt sind solche Bemerkungen wie z.B. “Ach, der Gomez sieht aber heute wieder süß aus.”

Ja liebe Frauen, wenn ihr euch an diese minimalen Verhaltensregeln haltet, wird euch euer Mann danken, indem er versuchen wird

- kein Bier zu verschütten.
- nicht jeden Quadratzentimeter im Umkreis von 3 Metern um seinen Trainerstuhl (Fernsehsessel) vollzubröseln.
- beim Verzehr der unter § VI genannten Mahlzeiten euch nicht ständig an die kulinarischen Fähigkeiten seiner Mutter zu erinnern.

VIEL GLÜCK !!!

 

Fragen: Wie soll sich Frau ansonsten verhalten? Und überhaupt wo gibt es Verhaltensregeln für Männer während Sex and the City oder so ;-)