Plateforme

18.05.2013 um 02:48 Uhr

Morgen?

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Heute war wieder so ein Tag, an dem ich echt genervt war/bin. Mein Vater erschien und wollte eine Unterschrift zur Kontovollmacht, falls er mal nicht verfügbar ist. Das sind Gedankengänge, die Frau lieber nicht hat. Paulchen wollte einen Lebenslauf. Es gab dann hier noch einen. Ansonsten ist in L alles beim Alten. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich hatte heute Besuch von meinem ehemaligen Nachbarn, Detlef. Er hat sich ein neues Handy gekauft, und da ich schon Smartphone-Erfahrung habe, hatte er ein paar Fragen. Außerdem war er hier einkaufen. Jedenfalls fragte er nach dem Miststück. Der „wohnt“ ja immer noch im Wohnheim für Männer. Ich habe mir das heute von weitem mal angesehen, es war gerade Tafel-Ausgabe, viele Menschen. Das Miststück war nicht zu sehen. Und ob ich ihn sehen wollte, war mir auch nicht wirklich klar. Jedenfalls geht es ihm nicht so gut. Er trinkt mal wieder nicht, zwangsweise, denn er hat kein Geld. Deswegen hat er natürlich auch kein Geld für Tabak, Telefon (er telefoniert nicht mehr, schreibt nur SMS, das ist preiswerter im Tarif). Und Lebensmittel fehlen natürlich auch. Selbst im Obdachlosenheim kostet das Essen - 1 Euro. Wenn man kein Geld hat, hat man auch keinen Euro.

Ich hatte ihm gestern schon am Telefon gesagt, dann soll er mit der Leiterin mal sprechen. Das sind doch Sozialarbeiter, es ist deren Job zu helfen. Natürlich war deren erster Gedanke, dann soll er zum Sozialamt bzw. Jobcenter gehen. Einen Vorschuss gibt es aber aus nahe liegenden Gründen nicht. Wäre ungerecht allen anderen gegenüber, außerdem fehlt es dann ja in nächsten Monat. Und Tabak gehört sowieso nicht zum Bedarf, der in der Regelleistung enthalten ist. Die Dame hat ihm dann gestattet, dass er ab nächster Woche wieder mit essen kann. Die Kosten muss er dann im nächsten Monat erstatten. Am Ende der nächsten Woche kann er sich auch was von der Tafel holen. Es gibt im Wohnheim ja nur Mittagessen, am Wochenende wird gar nicht gekocht.

Und schon gestern meinte er, er würde dann am Samstag mal vorbei kommen, damit er mal was essen kann. Sein Rasierzeug liegt ja auch noch hier.

Das ist alles ganz selbstverständlich. Schließlich wird Frau doch Mitleid haben.

Den ganzen Tag drückte er dann in den SMS auf die Tränendrüse, wenigstens etwas Tabak möchte er, er hatte heute auch nichts zu essen, nur Obst. Heute galt das Angebot wohl noch nicht. Ein Kaffee wäre auch mal schön. Er bleibt doch nur kurz.

Genau das bezweifle ich stark. Schließlich ist Montag auch noch Feiertag.

Der gute Detlef redete mir dann auch noch ein schlechtes Gewissen ein. Man muss ihm doch helfen, so tief im Schlamassel hat er doch noch nie gesteckt. Man möchte doch, dass Einem auch jemand hilft, wenn es Einem mal selbst so geht.

Die Frage ist nur, wenn man selbst in der Situation  ist, wer hilft dann. Das Miststück doch bestimmt nicht. Klar Detlef hat noch einen Lebensgefährten, er hat auch noch gute Bekannte, die wohl gut situiert sind.

Wie oft hab ich nicht schon geholfen?! Im vergangenen Monat war er noch nicht obdachlos, aber das Geld war Mitte des Monats auch alle. Wie ging das nur vorher? Vorher war da noch seine Mutter, und wenn er hier „gewohnt“ hat, gab es auch was auf den Teller. Schließlich ließ ich ihn nicht zugucken, zumal essen für Alkoholiker sehr wichtig ist. Geld hab ich selten gesehen, in der entsprechenden Größenordnung nie.

Ich habe da echt die Nase voll. Weil ich das alles schon 100 Mal erlebt habe. Zum Anderen gebe ich auch gerne zu, das Geld, wenn ich was zu verschenken hätte/habe, dann mein Sohn bekommt. Die sind jung, die brauchen das Geld für Wohnung, Kind und Kegel. Paulchen hat jetzt auch schon festgestellt, wie teuer eigentlich Kinderwagen und Kinderbetten sind. So hat er das nie gedacht.

Das schlechte Gewissen hab ich mir gut einreden lassen. Habe das Miststück angerufen, Detlef würde sich ja auch mit 10 - 15 Euro beteiligen. Vllt. dann morgen. Eine wirkliche Zusage habe ich nicht gegeben.

Dann ruft mich doch Detlef an, er hätte gerade mit dem Miststück telefoniert, und ist nun stinksauer. Er könne ihn mal am A…. lecken. Er hätte doch nur gesagt, ob er dann zwischenzeitlich bei der Beratung des Jobcenters war wegen eines Zimmers. Die hätten dort ganz bestimmt sofort ein Zimmer. Er kennt den Herrn und ob er denn endlich rasiert ist. Schließlich wäre der Rasierer bei mir nur eine Ausrede etc. Das Ende vom Lied: Die haben sich angezofft. Das Miststück hat aufgelegt. Von Mitleid und die Hälfte dazugeben, ist nun keine Rede mehr.

Wer da nun was im Einzelnen gemacht hat, ist uninteressant. Das Resultat zählt. Außerdem heißt es so schön: Niedrig schwellige Angebote, man muss die Betroffenen da abholen, wo sie sind. Da mein guter Nachbar ja Akademiker ist, darauf legt er ja größten Wert und so gebildet, müsste er das eigentlich wissen. Es nützt gar nichts, alten Kaffee auf zu wärmen.

Das Miststück selbst hat das so verbissen sicher nicht gesehen. Ich bekam dann eine SMS, wenn er dann morgen zu mir kommt und Detlef da ist, könnte der ja was für ihn mitbringen.

Wieso bekomm ich die SMS? Zumal ich seine SMS ohnehin schon seit mehr als einem halben Jahr nicht beantworte, ich telefoniere lieber und habe kein SMS-Paket mehr. Kann man die SMS dann nicht gleich zu Detlef schicken?

Das ist so typisch für das Miststück, irgendwer wird es schon regeln. ER ist ja so beliebt, da wird sich jemand finden. Dass sich keiner findet, ist ihm immer noch nicht klar. Dass alle die Verflossenen, zu denen er noch vor Wochen Kontakt hatte, denen er Tabak, Telefone, Schmuck etc schenkte, sich nicht dafür interessieren, kapiert er nicht wirklich.

Heute hat er dann Nessi gesehen, bei ihr eine Zigarette geschlaucht. Eigentlich könnte die ihm ja immer mal was eine Suppe oder so bringen, schließlich wohnt sie in der Nähe. Ob sie das kann, weiß ich nicht, ob sie das will, bezweifle ich. Er hätte sie halt fragen müssen. Ich werde es nicht tun, zumal, das weiß er nicht, ich mir fest vorgenommen habe, Nessi nicht mehr zu behelligen. Wir hatten immer mal sporadisch Kontakt, manchmal war es telefonisch wie in alten Zeiten. Sehr häufig ging die Kontaktaufnahme von mir aus, aber ich hatte immer den Eindruck, es war hier nicht unangenehm, im Gegenteil. Es gab sogar mal die Aussage, hätte sie in dem Moment nicht getrunken, würde sie sofort vorbei kommen, aber sie konnte ja nicht fahren. Seit einiger Zeit ist wieder alles still, mir drängt sich der Eindruck auf, dass sie bei ihrer Freundin war, die ihr dann gesagt hat, sie solle es lassen, schließlich weiß sie, wo das hin führt. Ich nutze sie aus usw. Das kenne ich alles. Ich habe für diese These keine Beweise. Fakt ist aber, dass immer sehr abrupt wieder der Kontakt abgebrochen wird, meistens wenn sie irgendwo war (sie sagt nicht wo, weiß auch, was ich von der Dame halte). Wenn sie das so sieht, dann muss sie es halt so sehen. So einfach ist das. Natürlich stört mich das, macht mich das traurig. Ich werde es aber überleben.

Die ehemalige Nachbarin des Miststücks habe ich auch angerufen Mich hat einfach mal interessiert, ob der Bruder nun die Wohnung vollständig ausgeräumt hat. Davon war nichts bekannt, der Sperrmüll steht aber immer noch auf der Straße. Also die zerkloppten Möbel etc. Der Bruder hat dem Miststück ja Klamotten ins Wohnheim gebracht, aber nicht alles. Was mit dem Rest ist, weiß niemand. Er sollte ja irgendwo untergestellt werden, entweder bei mir, bei Rosi, bei Undine. Aber er hat wohl mit niemandem Kontakt aufgenommen. Sind die Sachen nun auf dem Sperrmüll gelandet?

Was die Undine betrifft, die hat sich beim Miststück nicht gemeldet. Die ganze Geschichte mit dem Treppensturz war ja schon sehr suspekt, keiner glaubt daran. Das Fahrrad, das er dort stehen ließ, ist übrigens verschwunden.

Ist vielleicht ein Beweis für meine These, dass da etwas nicht stimmt. Allerdings, wenn er denn morgen bei mir ist, kann er ja dort mal vorbei fahren. Meint er. Mit der Nachbarin kann er denn auch Kontakt aufnehmen, die könne ihm ja Essen vorbei bringen. Wenn sie denn aus dem Restaurant was mitbringt, hat sie ja früher auch gemacht.

Das setzt man so voraus. Ob die das auch so voraus setzen, hat sich für mich ganz anders angehört. Was weiß ich schon?! Schließlich ist man beliebt.

Was den Alkohol betrifft, so nehmen wir mal wieder Tabletten. Nächste Woche geht Mann dann ganz bestimmt zum Arzt. Im nächsten Monat wird nicht mehr getrunken, Schulden bezahlt und jede Menge Tabak gekauft. Ja, ja….

Für mich stellt sich nun die Frage: Was mache ich morgen?

Die Leiterin des Obdachlosenheimes kenne ich übrigens, was es mir nicht einfacher macht. Bis sie mich vor Monaten mal mit dem Miststück bei Penny sah, grüßten wir uns auch. Sie war früher in der Drogenberatung tätig, kennt daher Paulchen. Sie ist Erzieherin, wohnt hier gegenüber, der Lebensgefährte ist Pfleger im psychiatrischen Krankenhaus. Sie kennt sich also ganz gut mit der Thematik aus und hat auch keine Hemmschwelle.

 

 

10.05.2013 um 00:40 Uhr

Obdachlos

von: Paulinchen   Kategorie: Tagebuch

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich dachte, ob du das könntest? Könntest Du in einer solchen Situation die Tür weisen?

Ich kann mich gut erinnern, als Dany ihren damaligen Freund die Tür wies. Es war ungefähr die gleiche Situation wie beim Miststück. Er war auch alkoholkrank, unbelehrbar. Sie schmiss ihn raus, und es war vorbei. Er wusste nicht wohin, egal. Bei ihr kam er nicht mehr rein. Als Sozialarbeiter anriefen, lehnte sie ab. Das Thema war für sie erledigt. Ich bewunderte das fast. Kann man das so einfach?

Nie soll man nie sagen. Nie weiß man, was einen noch so erwartet. Wer denkt, dass passiert mir nicht, muss vielleicht irgendwann man einsehen, es passiert doch. Unglück haben doch nur die Anderen. Krankheit trifft nur die Anderen.

Das ist vermessen und betrifft doch uns alle.

Ich weiß nicht, aber wir leben in einer Gesellschaft, in der es den Meisten relativ egal ist, wie es Anderen geht. Solange es einen nicht selbst betrifft, ist das egal.

Oft hört man, das kann man doch nicht tun. Das können DIE doch nicht tun. Da wird Familien mit Kindern der Strom abgestellt, egal. Das Wasser, egal. Ja, es ist traurig, aber was will man machen, schließlich haben die doch nicht bezahlt. Die Versorgungsunternehmen müssen doch im Interesse der zahlenden Kunden handeln. Es kann einem natürlich nicht passieren, dass man selbst mal in die Lage kommt, nicht zahlen zu können.

Es geht schneller als man denkt.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das Miststück ist jetzt obdachlos.

Letzte Woche nächtigte er noch bei irgendeinem Kumpel, betrank sich, es war egal, was der Bruder zwischenzeitlich in der Wohnung trieb. Er räumte den Rest raus. Tags darauf, das Miststück hat sich mehrfach bei der Polizei erkundigt, ob er denn seinen Bruder in die Wohnung lassen muss. Natürlich muss er nicht. So handelte er am Freitag dann wohl auch. Er ließ ihn vor der Tür, der Bruder holte einen Schlüsseldienst, die Polizei. Es wurde das Schloss gewechselt. Ihm wurde die Tür gewiesen, er musste die alten Schlüssel abgeben. Die anderen Mieter wurden informiert, dass er nicht mehr ins Haus darf. Klar sagte die Polizei: „Das dürfen Sie eigentlich nicht. Wenn die Wohnung erst zum 31. Mai gekündigt ist, können Sie Ihren Brüder nicht heute schon aus der Wohnung werden.“ Das war es dann auch. Er macht das trotzdem und gut.

Aus der Sicht des Bruders ist das auch nachvollziehbar. Das Miststück hat auf Zeit gespielt und nicht unternommen. Sie haben sich gegenseitig darin übertroffen, das Mobiliar unter die Leute zu bringen oder wegzuwerfen. Was der Eine nicht kaputt machte, machte halt der Andere. Die Wohnung ist nun wahrscheinlich geräumt, alles, aber auch alles steht auf dem Sperrmüll. Um viele der Möbelstücke ist es wirklich schade. Es haben sich keine neuen Nutzer gefunden bzw. hat das Miststück denn das eine oder andere Stück noch zerstört, damit es sein Bruder nicht bekommen konnte.

Er stand auf der Straße. Es war ihm wohl gar nicht bewusst, was dort passierte. Er sagte am Wochenende zu mir, irgendwann würde es sein Bruder schon bedauern, da würde die Einsicht schon kommen. Warum? Ich habe da meine Zweifel.

An diesem bewussten Freitag telefonierten wir zwar, aber ich ließ ihm klar wissen, ich habe keine Lust, ihn rein zu lassen. Und natürlich hatte er getrunken, mehr als genug. War er die Woche davor nicht trocken? Bestand nicht da die feste Absicht, nie mehr Alkohol? Er hätte noch so viel zu tun und möchte sich nicht mehr selbst „einschließen“.

Er nächtigte diese Nacht dann wieder bei einem Kumpel, der mir nicht bekannt ist. Im gleichen Hause wohnt auch die Dame, die ich zu seinem Geburtstag kennen lernte.

Am Samstag rief mich dann mein ehemaliger Nachbar an. Da er schwul ist, nenne ich ihn dem Klischee entsprechend mal Detlef. Er hat das Miststück gesehen, der sähe furchtbar aus. Er hat ganz  viele Wunden auf dem Kopf, die auch ärztlich versorgt wurden, die noch bluten. Er kann kaum laufen. Er sieht aus, als ob ihn jemand jämmerlich verprügelt hätte. Das bestritt er aber.

Wie dem auch sei. Ich rief ihn an, er kam vorbei und war das Wochenende hier. Er sah wirklich so aus, als ob er jämmerlich verprügelt wurde. Er hatte, ich bin kein Mediziner, bestimmt eine Gehirnerschütterung. Er hatte Schmerzen. Überall am Kopf, auf dem Kopf, an den Händen  Risswunden (?), von einem Sturz mit dem Fahrrad Wunden am Knie- Es war ihm schlecht, Schmerzen am Halswirbel.

Er sei bei dem Kumpel die Steintreppe runter gefallen. Das hat ihm der Arzt wohl nicht wirklich geglaubt, Detlef und ich auch nicht. Die Dame rief an, sie bestätigte dann, dass er wohl eine Steintreppe runter gefallen sei. Das war nachts, gegen morgen bekamen der Kumpel und sie das mit und riefen den Notarzt. Im Krankenhaus bleiben wollte das Miststück natürlich nicht!

Noch einmal könne er aber bei dem Kumpel nicht übernachten.

Am Montag musste ich zur Arbeit. Und er musste gehen. Ich habe ihm nicht erlaubt, hier zu bleiben. Er hat auch nicht gefragt, ging wohl aber davon aus, dass ich es ihm nicht verwehren würde. Meine Gründe dafür habe ich. Detlef hat sogar gesagt (sicher nur zu mir), ich müsse mich nicht rechtfertigen. Das ist Selbstschutz. Ich hätte auch genug für ihn getan.

Es gibt hier in der Nähe ein so genanntes Nachbarschaftszentrum. Dort kann man sich u. a. in Notlagen beraten lassen. Dort war das Miststück, denn ich hatte die Telefonnummer auf meinem Display und dort zurück gerufen. Die Dame, ich erreichte sie erst am Dienstag, wollte wissen, ob ich eine Bleibe für das Miststück habe. Ansonsten bliebe nur das Obdachlosenheim (Wolfgangsstift).

Dort ist er nun. Am Dienstag hat er sich polizeilich umgemeldet, Detlef hat ihn zufällig in der Stadt getroffen. Auch Nessi hat ihn gesehen, denn in der Nähe ist der Friseur, bei dem Nessi nebenbei arbeitet. Wir haben telefoniert. Es geht ihm nicht gut. Sein Bruder (!) hat ihm Klamotten gebracht. Er möchte, dass ich ihn besuche oder umgedreht. Ich lehne beides ab. Endstation?

Heute hat er mir gesagt, er möchte unbedingt zum Entzug. Man staune. Er hat sogar Polizei, Notruf und die Station angerufen, aber niemand wollte ihn dort hinbringen. Warum auch? Das sind ja keine Taxiunternehmen. Das Geld ist alle, man ahnte es. Am Ende des Geldes ist soviel Monat über, das kennen wir ja (fast) alle.

Es ist traurig. Mir ist das nicht einerlei. Aber was hätte ich machen sollen? Wenn ich darüber nachdenke, dass es wahrscheinlich gar keine Lösung gibt, weil das Geld für Wohnung, Kaution, Möbel gar nicht zur Verfügung steht, wird mir angst und bange.

Ist ihm die Situation nun bewusst? Nun ja, er versteht auf jeden Fall nicht, dass ich ihm nicht mehr geholfen habe. Ich war nicht bereit, ihn auf zu suchen, nicht bereit ihn auf zu nehmen. Das waren seine Worte, wenn auch nicht zu mir.

Und wenn man es wörtlich nimmt, hat er ja Recht.

Am Dienstag hatte ich dann unverhofften Besuch. Bea, meine holländische Bekannte, rief an und kam auf ein Glas Wein vorbei. Sie verabschiedete sich aber schnell wieder. Weswegen darüber kann ich nur Mutmaßungen anstellen. Sie hat einen Teil dieser ganzen Telefonate, mit Nessi, mit Detlef mit bekommen. Ich habe ihr dann den Sachverhalt erklärt. Im Übrigen kann sie gar nicht nachvollziehen, wie ich hier in der kleinen Wohnung lebe, was ich dort den ganzen Tag mache. Das wäre ihr nichts.

Ich bin gespannt, ob ich wieder von ihr höre.

Als Randnotiz: Mein Blutdruck war trotz Medikamente zu hoch. Ich war beim Arzt wegen der Befunde der Darmspiegelung. Diese haben dann eine Entzündung ergeben, das wusste ich ja schon. Ich erhielt einen Krankenschein. Es wurde noch eine Untersuchung vorgenommen, den Befund gibt es dann nächste Woche. Die Maßnahme des Jobcenters wurde beendet, da ich ja länger als sechs Wochen arbeitsunfähig bin. Ich war 1,5 Tage auf „Arbeit“ und bin nicht böse darüber, dass es vorbei ist. Das Geld hätte ich allerdings gut gebrauchen können. Mein Staubsauger gab den Geist auf, das Miststück hat erst einen entsorgt. Aber ob das wenige Geld den Aufwand, die Nerven rechtfertigen würde, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Außerdem erfuhr ich aus der Zeitung, dass die Kirche geschlossen sei. Man hat anscheinend niemanden gefunden, der es machen wollte. Ich sollte ja bekanntlich nicht! Den Verantwortlichen Kirchenvorstand traf ich dann zufällig vor dem Hort, der mir das bestätigte, aber zwischenzeitlich sei alles in Sack und Tüten. Ich stand ja leider nicht zur Verfügung. Kann man so sehen!

Weiterhin: Das Miststück war natürlich nicht beim Anwalt wegen seines Bruders. 

 

 

08.05.2013 um 22:56 Uhr

Männertag

von: Paulinchen   Kategorie: Kurios

Die besten Wünsche zum Männertag und