Projekt 62

05.08.2013 um 13:01 Uhr

In den Krieg gezogen

von: VomFeuerkind   Stichwörter: jetzt, wieder, gut

Meiner neu entdeckten Sportmotivation geschuldet und weil ich es nun mittlerweile ziemlich regelmäßig 2-3 mal die Woche schaffe, sehr tapfer zum Sport zu gehen, musste dieses Wochenende ein zweites Sommer-Sport-Outfit her. Es ist nun nicht so, dass ich keine Sportsachen besitzen würde. Nein… eher im Gegenteil. Ich habe eine eigene Sektion im Schrank, die nur für Sportkleidung reserviert ist. Aber wie war das? Kalorien sind die kleinen Wesen, die nachts die Klamotten enger nähen? Die müssen auch bei mir zugeschlagen haben, denn genauso wie die restlichen (schicken) Sommerklamotten passen auch die Shorts und Funktionsshirts leider nicht mehr.

 

Also zog ich aus in den Krieg und suchte Beute im S*SV. Und dann traf mich die Ernüchterung. Offenbar darf man keinen Sport machen, wenn man etwas moppelig ist! Und ich bin jetzt ja nicht fett! Kleidergröße 44 ist zwar nicht mega vorteilhaft, besonders, wenn man klein ist, aber immer hin noch so, dass man sie in normalen Geschäften kaufen kann. Trifft normalerweise auch zu, aber eben nicht, wenn es um Sportklamotten geht. Zuerst dachte ich, dass es nur an den Marken liegt, dass außer 34, 36 und 38 nichts anderes vorhanden war. Und mal ehrlich… ich sehe es ja so was von nicht ein, 50€ für eine Sporthose auszugeben, nur weil da drei Streifen drauf sind oder ein weißer Haken. Also habe ich weitergesucht und bekam immer schlechtere Laune. Nichts. Gar nichts. Nicht eine Hose in meiner Größe.

 

In irgendeiner Ecke fand ich dann schließlich doch was Passendes. Eine einzige Hose. Die saß nun nicht so mega gut (immerhin besser, als die aktuelle), war dafür aber schön flexibel und schwarz und kostete nur 15€. Außerdem fand ich noch zwei T-Shirts in einem schönen leichten Stoff – nur leider nicht in Farben, die ich mich trauen würde, in der Freizeit anzuziehen (Cyan und Magenta harmonieren nun mal nicht so richtig gut mit den roten Haaren – jetzt fehlt nur noch gelb und ich kann als Druckerpatrone gehen). Beim Sport stört mich das nicht so sehr. Da mache ich ohnehin eine schlechtere Figur, als mir lieb wäre und die Spiegel in den Kursen zeigen auch so, dass ich nicht gerade eine Grazie bin, da kann ich wenigstens eine fröhliche Farbe anziehen. Irgendwie finde ich die Shirts schon ziemlich gut, vor allem weil der Stoff so toll ist. Am Ende gab es auf alles noch mal 20% Rabatt, eben weil die Ware reduziert war. Jipie.

 

Also ging ich am Ende doch noch mit Kriegsbeute nach Hause und freue mich nun auf heute Abend, wo ich das erste Mal mein neues Sport-Outfit ins Studio führen darf.

 

Sport rocks!

 

Achso ja: Abgenommen habe ich leider noch nichts. Als wir (meine Freundin und ich) uns letzte Woche im Studio auf die Waage gestellt haben, hatte ich doch tatsächlich 1 ganzes Kilo mehr als die Woche zuvor. Vermutlich lag es an der Tüte Flips, die am Vortag (und die Reste noch schnell vor dem Training) dran glauben musste. Vielleicht sieht es diese Woche schon wieder etwas besser aus. Die Chancen stehen gut, schließlich habe ich jetzt schon deutlich bessere Laune, als die ganze letzte Woche. Trotzdem bin ich sehr stolz auf mich, eben weil ich es gerade mit dem Sport schaffe. Schließlich merke ich schon, dass ich mich deutlich besser mit Sport als ohne fühle. Hallo Sexy und goodbye Rückenschmerzen.

25.07.2013 um 12:01 Uhr

Das gute Gefühl

Stimmung: motiviert

Nachdem ich ja nun feststellen musste, dass es in Sachen Ernährung kaum noch Optimierungspotential gibt (oder zumindest keins, was ich bereit wäre einzugehen) und die letzten ich-mache-dann-einfach-mehr-Sport-Versuche an der mangelnden Motivation gescheitert sind, habe ich nun einen neuen Anlauf gestartet. Diesmal mit meiner Freundin. Wir sind jetzt so was wie Abnehm-Buddies. Komplizen. Sie ist auch ein wenig moppelig, passt nicht mehr in ihre vielen schönen und sexy Klamotten und daran will sie auch etwas ändern.

 

Also nutzte ich die Gelegenheit einer Sommeraktion und meldete mich in ihrem Fitnessstudio an. Eigentlich wäre das nicht meine erste Wahl gewesen. Es liegt für mich nicht so verkehrsgünstig, es ist ein reines Frauending und wirkt irgendwie klein. Aber ich muss sagen, es gefällt mir wirklich ausgesprochen gut da. Erstmal ist alles da, was große Studios auch haben. Dann finde ich es so mega entspannt, dass nur Frauen dort trainieren, weil dann das sehen und gesehen werden völlig weg fällt. Niemand wird schief angeguckt, weil sie nicht der Norm entspricht und alle sind wirklich nett, kommunikativ und gut drauf. Die Atmosphäre ist dort auf jeden Fall viel toller, als in jedem anderen Studio, in dem ich bisher war. Dann bieten sie für die Mütter Kinderbetreuung an, die Trainer haben echt Ahnung, sind super nett und versuchen einem nicht mit Pflichten zu kommen, die Kurse sind vielfältig, liegen günstig für die berufstätige Frau und sind dazu auch noch wirklich super. Und das beste von allem, meine Freundin trainiert auch da.

 

Die Entscheidung aus dem Sommer-Probemonat eine echte Mitgliedschaft zu machen, war also schnell getroffen. (Finanziell hätte ich es wirklich nicht besser machen können: Ein Monat vergünstigt, quasi 2 Monate kostenfrei und keine Aufnahmegebühr... Hallo!?)

 

Und jetzt verabreden wir uns schon seit zwei Wochen zum Sport. DAS ist wirklich super. Da gibt es dann kein "uah, heute bin ich irgendwie unpässlich" oder "ach du mein Schweinehund hat so viel bessere Argumente". Wir sind verabredet und deswegen gehen wir. So! Letzte Woche hat das schon den ersten Erfolg gebracht. Ich saß zu Hause und kämpfte mit meinem Schweinehund, aber die Unlust war nicht so groß, dass ich abgesagt hätte, aber ich wäre nicht gegangen, wenn sie damit angefangen hätte. Als ich ihr das dann gestand, meinte sie, es wäre ihr genauso gegangen. Prima. So muss das sein.

 

Gestern war dann mal ein Kurs dran. Wirbelsäulen Training. Und ehrlich, ich habe noch nie so was anstrengendes gemacht. Dabei hatte ich mich mit meinem Fitnesslevel eher so mittelmäßig eingeschätzt. Ich habe es nicht geschafft, das Aufwärmen und die Übungen alle mitzuturnen. Ich habe die Übungen nicht mal alle hinbekommen. Das war bei dem Kurs sogar noch schlimmer, als bei dem Step-Kurs letzte Woche , bei dem ich nicht alles hinbekommen habe, aber meine Ausdauer zumindest nicht versagt hat. Gut... auch da waren die Bodenübungen zu viel des Guten, aber immerhin bin ich bis dahin gekommen. Schiebe ich aber auch auf die Hitze. Aber der Kurs gestern war echt der Hammer und das lag nicht nur an der Hitze. Sie hat Übungen gemacht, bei denen ich zuerst überhaupt nicht verstanden habe, wie man die ausführen soll und welchen Muskel man da benutzen muss. Irgendwie ging es dann doch. Aber dass hätte ich nie gedacht, dass nach dem ganzen Badminton, Golf und Pilates noch so viele Muskeln scheinbar nicht genutzt werden.

 

Aber ich habe mich dann danach gestern Abend das erste Mal seit langem wieder so richtig wohl in meiner Haut gefühlt und mir ist aufgefallen, wie sehr ich den Sport doch vermisst habe. Gestern haben wir beide dann gemeint, dass wir den Kurs mindestens so lange mitmachen, bis wir den durchturnen können. Heute finde ich die Idee so mittel. Ich habe so krassen Muskelkater. Und Muskelkater im Rücken ist wirklich kacke, weil man sich dann null bewegen kann. Jedesmal den Arm bewegen = Aua im Rücken. Drehen = Aua im Rücken. Bücken = Aua im Rücken. Atmen = Aua im Rücken. Da ist scheinbar noch viel Optimierungspotential in der Muskulatur vorhanden. Es fühlt sich nämlich nicht verschoben oder falsch an. Nur wenig benutzt. Komischerweise sind auch meine Verspannungen im Kiefer wie weggeblasen.

 

Es wäre also gut, wenn ich das in einem Jahr noch nicht wieder vergessen habe, dass Sport nicht nur super ist, um abzunehmen (wenn es denn wenigstens damit diesmal klappen würde), sondern ich das auch weitermachen muss, damit ich weniger körperliche Probleme habe und mich insgesamt wohler zu fühlen.

24.04.2013 um 18:46 Uhr

Disziplin denke ich

Stimmung: mh naja

Als ich mich heute morgen auf die Waage gestellt habe, war ich schon etwas frustriert. Sie zeigte 86,5kg. Das ist immer noch ein Kilo mehr, als bevor ich wieder einmal keine Lust mehr hatte. Aber als ich dann nachdachte, sind es immerhin 0,4 kg weniger als letzte Woche. Darüber sollte man sich doch wirklich freuen!

Ich hab mal so darüber nachgedacht. Eigentlich kenne ich niemanden, der mal irgendwie dick war und der ohne was zu tun wieder schlank geworden. Auch wenn es nach einer Schwangerschaft irgendwie leichter geht, muss man trotzdem was machen. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als sich beim Essen zusammenzureißen und Sport zu treiben. Schlankwerden hat immer mit Disziplin zu tun und die kann ich offenbar nur wenige Wochen am Stück aufbringen.

Aber es ist so ärgerlich, wenn man aufgibt, nachdem man sich dafür schon so lange engagiert hat. Wenn man mal zwei Wochen nichts macht und über die Stränge schläft, braucht man 3-4 um wieder auf dem alten Stand zu kommen. Eigentlich sollte das Motivation genug sein – ist es offenbar nicht. Eigentlich habe ich mich ja die ganzen letzten Jahre schon gehen lassen, da könnte ich mich die nächsten ja mal zusammenreißen.

27.03.2013 um 07:50 Uhr

nur ein kleiner Rückschritt

Die letzten Wochen waren wirklich erstaunlich. Ich war eine Woche auf der Messe und habe es tatsächlich geschafft mich an meinen Ernährungsplan zu halten. Ich habe mich nicht, wie sonst mit haufenweise Keksen, Schokolade und anderen Knabbereien vollgestopft, sondern habe das richtig schön im Rahmen gehalten.

 

Die Woche danach war ich krank. Da hatte ich kaum Appetit - was ja mega praktisch ist, denn dann kann man auch nicht zunehmen.

 

Ich wurde auch belohnt, weil die Waage letzte Woche dann 85,3 anzeigte. Ich glaube es war zwischendurch auch schon weniger, aber das zählt nicht, weil es sich um die Waage des Pferdeflüsterers handelte. Die wiegt immer was anderes als meine.

 

Aber seit letzter Woche arbeite ich wieder „normal“ und es hat wieder diese persönliche Egalhaltung eingesetzt. Zuerst war es nur Belohnungsdenken, dann wurde es unkontrolliert.

 

Am ersten Tag gab es den Kuchen, weil meine Kollegin und ich wegen einer völlig anstrengenden und gleichzeitig unsinnigen Aktion total fertig waren und wir beide dachten, wir hätten ihn uns verdient.

 

Am nächsten Tag hatte ein Kollege seinen letzten Tag und brauchte auch Kuchen mit. Das ist ja nur ein Ausnahme

 

Am Freitag kaufte ich mir ein Teilchen am Bäcker - ohne Grund. Schließlich kann man sich ja einfach mal was gönnen. Außerdem schlemmte ich mit dem Pferdeflüsterer ein wenig und aß fast allein eine Tüte Chips auf. Weil sie da war. Weil ich nicht nachdachte. Weil es egal war, ob ich sie aß oder nicht.

 

Am Samstag gab es Kuchen weil wir nach dem vielen Runtertragen aus der Wohnung von der Mutter des Pferdeflüsterers völlig fertig waren. Abends schlemmten wir auch und ich aß den Rest der Chips-Tüte des Pferdeflüsterers auf.

 

Am Sonntag gab es Kuchen, als wir meine Eltern besuchten und sich das irgendwie gehört.

 

Am Montag hatten wir Abends zwar Salat, aber es gab noch Yogurette und andere Schokolade und ich kam so auch über meinen Tagessatz. Wie das die anderen Tage war weiß ich nicht, weil ich zu faul war mitzuschreiben.

 

Gestern bemühte ich mich wieder auf meine 80% zu kommen, aber das ist nicht leicht, wenn man einen unglaublichen Jieper auf Süß und salzig in Kombination hat. Gut... ich schaffte nicht 80% blieb aber wenigstens unter dem Tagesbedarf.

 

Ich fühle mich völlig ausgelaugt und fertig und es ist mir egal, ob ich schlank werde oder nicht. Und heute ärgert es mich, dass ich nichts zu meiner Motivation im Vorfeld aufgeschrieben habe, weil ich es jetzt brauchen könnte. Was war denn noch mal so schlimm daran, keinen hübschen BH zu finden, schnell kaputt zu sein oder Dehnungsstreifen am Bauch zu haben? Ist doch eh alles egal.

 

Halt. Stopp. Das ist ganz gefährlich. An meiner Motivation stimmt etwas nicht. Diese Gedanken helfen überhaupt nicht. Mein Körper und meine Gesundheit sollten mir wichtig sein. Ich sollte mir wichtig sein. Aber warum stopfe ich dann ohne nachzudenken Dinge in mich hinein? Warum versuche ich wieder Traurigkeit mit Essen zu kompensieren. Das geht nicht. Das führt dazu dass ich aussehe wie eine Tonne. Glücklicherweise gab es für diesen Exzess diesmal nicht so schlimme Folgen. 85,5 zeige die Waage heute morgen. Glück gehabt. Kein Grund aufzugeben. (Ich hab wegen solcher Rückschläge auch schon mein Ziel komplett aufgegeben)

 

Also der Plan ist, die innere Traurigkeit wieder anders anzugehen und nicht wahllos zu essen. Essen ist dann an der Stelle meine Droge, um nicht fühlen zu müssen. Ich sollte bewusst essen. Weil ich Hunger habe und nicht weil ich ein Gefühl habe. Also weiter an der Ursache arbeiten: Ich will mich gut fühlen. Also tue ich Dinge, um mich gut zu fühlen. Da muss also spätestens am Wochenende ein Tag für herhalten.

27.02.2013 um 22:01 Uhr

Eine wichtige Entscheidung

Heute war Wiegetag und endlich gab es auch mal ein positives Ergebnis. Die Waage zeigte mir heute Morgen eine entspannte 86,3 an. Das heißt ich bin schon ca. 2,2 kg unter meinem Maximal-Wert und das sind 0,5 kg seit letzter Woche. Es geht also tatsächlich abwärts.

Ein kleines bisschen überrascht bin ich doch, dass es seit letzter Woche doch so viel war. Ich hatte viele Tage mit deutlich über 1800 kcal drin, allerdings im Schnitt waren es dann doch bloß 1674. Das erstaunt mich, ist aber total im Rahmen. Egal... ich freue mich trotzdem.

 

So und jetzt noch ein wenig Motivations-Hintergrund:

 

Eins der Dinge, die ich mir vorgenommen habe, ist weniger aus Stress und Frust zu essen. Das gelingt mir auch ganz gut. Hauptsächlich, weil ich mir diese Situationen überhaupt erst bewusst mache. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass mein Job an zumindest einem großen Teil meines Übergewichtes schuld ist. Ok... es ist nicht so gemeint, wie es sich anhört. Natürlich bin ich schuld. Aber ich habe mich von der Arbeit verleiten lassen. Beeinflussen lassen. Stressen lassen.

Es gab eine Zeit, in der es wirklich stressig war. Ich habe abends viele Überstunden gemacht und mir dann mit den anderen irgendwelchen Scheiß bestellt. Ich habe so viel gearbeitet, dass ich weder Zeit noch Energie hatte, um mich in meiner Freizeit auch noch zu bewegen. Und ich habe mich schlecht gefühlt und das Gefühl durch Schokolade versucht zu beheben. Ich habe meine eigenen Bedürfnisse und das was mir gut tut, der Arbeit untergeordnet. Und das hat ja nicht aufgehört, nachdem es dort wieder etwas besser wurde.

Aber das ist ganz schlecht. Ich bin wichtig. Und es ist wichtig, dass es mir gut geht. Das ist wichtiger als ein schlecht bezahlter Job oder irgendwelche Deadlines oder Flyer oder sonst was. Wie soll ich denn gute Arbeit leisten, wenn ich nicht fit bin? Wie soll ich mich denn mit meinem Leben wohl fühlen, wenn ich auseinander gehe wie ein Hefekloß?

Ich habe also einen Haufen Entscheidungen getroffen und eine ist, dass ich mich für die Arbeit nicht mehr tot machen werde. Ich ziehe eine Grenze und die ist da, wo es anfängt mir schlecht zu gehen. Das fällt mir nicht immer leicht, vor allem weil ich mir jetzt anhören muss, dass ich nicht so effektiv bin, aber das macht nichts.

Und heute hatte ich wieder einen wirklich anstrengenden Tag. Einen an dem ich liebend gern alles hingeschmissen hätte. Einen bei dem ich nach Hause kam und mich leer fühle und als würde mir der Boden unter den Füßen weggerissen. Und ich habe etwas anders gemacht. Ich habe mich gegen die Tafel Schokolade und für den leckeren (leider teuren) Salat aus meiner Lieblingspizzeria entschieden. Auf dem Weg dorthin habe ich gemerkt, dass mir das Laufen so richtig gut tut und bin noch einmal um den Block, bevor ich mir den Salat geholt habe. Ich habe das so richtig genossen und hinterher war ich nicht mehr entwurzelt. Ich habe mehrfach durchgeatmet und mich gesammelt und meinen Salat gegessen und nur ein Stück Schokolade gegessen.

Und so werden es immer die täglichen Entscheidungen sein, die den Unterschied machen.

 

26.02.2013 um 11:25 Uhr

Ein neuer Anfang

Stimmung: motiviert

Ich zähle seit 2 Wochen aktiv Kalorien. Ich hab ne neue App entdeckt (Shape up), die einem das Zählen ein wenig erleichtert soll. Gut, die App finde ich nur zur Hälfte gut. Das Eingeben von Lebensmitteln dauert lange: die Kategorien helfen nicht – sie irritieren eher, ich habe irgendwie das Gefühl die Kalorien stimmen auch nicht mit dem überein, was auf der Packung drauf steht und manche typische Mengenangaben, wie z.B. Brötchen sind auf Englisch. Es sind auch wenig typisch deutsche Lebensmittel in der Liste enthalten. Es nervt mich auch, dass man auf jedem 3. Knopf aufgefordert wird, die Gold-Version zu kaufen, die in der 3-Monatsversion 5€ pro Monat kostet – was bei mir nicht mal funktioniert.

Aber sie ist nett aufgemacht. Man bekommt auch in der normalen Version tolle Grafiken und visuelle Unterstützung, wenn man zu viel gegessen hat. Man kann auch total sein Abnahmeziel eingeben und sich ausrechnen lassen, wie viel man einsparen muss, damit man ca. 0,5 kg in der Woche abnimmt. Und das beste: sie erinnert einen daran, dass man etwas eintragen soll. Ich hätte mir das noch konfigurierbar gewünscht, aber naja. So… und jetzt gebe ich meine Lebensmittel in der am einfachsten handhabbaren App von fddb ein und übertrage die Gesamt-Kalorien in die andere, damit ich da die Grafiken nutzen kann. Das geht insgesamt schneller, als würde ich nur die Shape-up-App nutzen.

Wenigstens sind sich die beiden Apps einig, wie viele Kalorien ich insgesamt maximal essen darf. Ich habe mich für gesundes Abnehmen mit 0,5 kg/Woche entschieden und komme so auf ca. 1600 kcal am Tag. Damit kann ich leben. Wenn ich das durchhalte, hätte ich mein Wunschgewicht von 64 kg in 41 Wochen erreicht – also Silvester. Das sind doch mal tolle Aussichten, oder? Weil ich es wenig motivierend fand, habe ich mir ein Zwischenziel von 80 kg definiert, was ich in 14 Wochen erreichen kann. Das wirkt wenigstens nicht so wie ein großer Berg.

Es gibt Leute, die mit der App 1kg pro Woche abnehmen, aber das finde ich zu viel. Dann kann man nur so knapp 1200 kcal essen und dafür muss man sich schon ziemlich zusammenreißen. Da hat man dann auch keinen Spaß mehr. Naja… wenn man jeden Tag noch 400kcal verbrennt, bspw. durch 45 min joggen, dann ist auch mal ein Stück Schokolade drin. Aber so will ich das ja gar nicht angehen. Ich will mich nicht für Sport mit Schokolade belohnen. Das hatte ich schon – hat nicht funktioniert.

So.. der Status ist nun folgendermaßen: Ich habe letzte Woche 400g geschafft. Diese Woche war ich nicht ganz so konsequent und ich habe auch wenig Sport gemacht, also wird es nicht so viel sein. Aber mir ist es wichtig, dass es mir dabei gut geht und ich nicht das Gefühl habe, auf etwas zu verzichten. Aber wie es gerade läuft kann ich gut damit leben. Mein absoluter Höchststand waren 88,5kg. Mittlerweile bin ich wieder auf ca. 87 runter. Aber es ist ein langer Weg, den ich noch vor mir habe.

26.09.2012 um 12:38 Uhr

Erwecke die Göttin in Dir

Stimmung: einen Weg vor Augen

Ich weiß nicht, warum genau dieser Satz gerade so richtig gut zieht – aber im Moment ist er mein Credo. Ich will, dass es mir wieder gut geht. Ich will mich mehr um mich kümmern. So viele Dinge habe ich in der letzten Zeit schleifen lassen. Das fängt mit regelmäßigen Haut und Haarkuren an und geht bis hin zur falschen Ernährung und zu fehlenden Sport.

Ich weiß überhaupt nicht mehr wer ich bin und ich versuche gerade wirklich wieder die Göttin in mir zu erwecken. Und das beinhaltet alles: den Körper und den Geist. Ich achte also darauf, Dinge zu tun, die mir gut tun und eher festzustellen, wenn etwas nicht so gut für mich ist. Ich esse nur das was mir schmeckt und dann esse ich mit Genuss. Ich lasse Dinge weg, weil sie eben nicht dazu dienen, dass meine innere Göttin aus ihrem Fettversteck wieder erstrahlen kann.

Ich will mich wieder spüren. Das habe ich letzten auch mal wieder total krass erlebt. Ich war nämlich beim PowerPlate Probetraining. Eigentlich haben wir in der Stunde mehr gequatscht, als geturnt. Im Endeffekt habe ich nur ca. 5 Übungen mit 2 Wiederholungen à 30s gemacht und habe geschwitzt, einen Liter Wasser getrunken und war hinterher völlig fertig. Und das Beste war, ich hatte Muskelkater. Mein Körper ist noch da. Er reagiert und funktioniert noch. Und jetzt will ich das Gefühl auch dauerhaft haben. Zu blöd, dass dieses Poweplate-Kram so teuer ist.

Dieser Gedanke fing schon vor dem Urlaub Gestalt anzunehmen – dank der TCM – und zieht sich seit dem durch den Tag. Ich habe im Urlaub auch nicht viel zugenommen, nur ein halbes Kilo.

Aber jetzt will ich mich bewegen, weil es mir gut tun. Ich will gesund essen, weil es mir gut tut. Ich will abnehmen, weil mein Körper für das Gewicht nicht gemacht ist. Ich will mich um mich kümmern, mich hegen und Pflegen. Ich will wieder von innen strahlen

Immer wenn eine Entscheidung ansteht, frage ich meine innere Göttin, was sie braucht um wieder zu strahlen. Und nein… gestern wollte sie keine Tüte Chips essen. Also habe ich es gelassen. :)

"Schönheit ist wie Liebe, je mehr man sie pflegt, desto länger bleibt sie einem erhalten."

15.08.2012 um 08:58 Uhr

Umbruch

Stimmung: gut

Ich habe mich ein wenig mehr mit dem Thema Abnehmen auseinander gesetzt. Nein, ich will keine Diät machen. Nach meinen Recherchen sind Diäten Mist. Man schränkt sich nur für einen kurzen Moment ein und dann, weil man sich zu sehr gegeißelt hat oder es keinen Plan für das Danach existiert, nimmt man wieder zu. Ich bin es aber leid, dass ich immer wieder zugenommen habe.

 

Das Stichwort ist „Ernährungsumstellung". Das Problem mit Ernährungsumstellung ist aber, dass das Wort nicht mächtig genug ist. Wessen Freundin nimmt es einem nicht übel dass man am Freitag nicht mit Cocktails trinkt, weil man seine Ernährung umstellt? „Ich mache eine Diät" ist dagegen für alles eine super Entschuldigung. Aber vielleicht haben „ich achte mehr auf mich", „ich möchte nicht" oder „es passt nicht mein Ernährungskonzept" eine ebenso starke Wirkung. Man muss es nur fest vertreten.

 

Dass ich versuche meine Ernährung umzustellen, geht nun ja auch schon eine Weile. Genutzt hat es bisher wenig. Ich wiege das, was ich zu Anfang des Jahres auch schon gewogen habe. Mir fehlt in wichtigen Momenten immer wider Motivation, Rückhalt oder Kontrolle. Oder sagen wir es so, die Motivation war noch nicht stark genug.

 

Aber nachdem ich eine Weile meine Ernährung beobachtet habe, konnte ich feststellen, dass sie so verkehrt nun auch nicht ist. Vielleicht kann ich noch mehr genießen und noch mehr Gemüse essen. Aber ich bin mir nun sicher, dass es eine Mischung aus schlecht fühlen und deswegen essen und zu wenig Sport ist.

 

Es muss also ein Plan her, wie ich es schaffe, mich selbst auch über einen längeren Zeitraum an mein Konzept zu halten, um mich irgendwann nicht ständig kontrollieren zu müssen. Also Punkt eins: Ich muss versuchen meine Gewohnheiten anzupassen und sie nachhaltig verändern. Damit sich eine angewöhnte Gewohnheit verändert, muss man es 6, besser 12 Wochen einüben. So lange muss man sich täglich daran erinnern, was man den Tag über machen will. Sich zwingen. Zu blöd nur, dass ich in 3 Wochen in den Urlaub fahre und es genau in meine Übungsphase fällt. Aber das macht nichts. Dann fange ich schon mal an, die Strukturen zu schaffen und fange die Zeit an, nach dem Urlaub zu zählen.

 

Gut... das ich abnehmen muss darüber besteht kein Zweifel. Ich habe heute morgen 86,0 kg auf die Waage gebracht und ich fühle mich weder sexy noch sportlich. Es fängt an, zu einem Gesundheitlichen Problem zu werden und 20 kg müssen runter. Aber damit das nicht so übermächtig ist... schließlich sind 20 kg schon ganz schön viel... nehme ich mir nun hier vor, noch dieses Jahr unter die 80 kg Marke zu kommen.

 

Aber wie mache ich das jetzt? Welche Gewohnheiten müssen umgestellt werden? Am liebsten wäre es mir, ich würde morgens aufstehen können und Sport machen. Dummerweise ist diese Langschäferei eine verdammt hartnäckige Gewohnheit, die ich nicht eben mal von heute auf morgen umstellen kann. Aber ich kann es schaffen, 2 mal die Woche morgens vor der Arbeit meine Übungen machen. Ziel ist es natürlich das jeden morgen hinzubekommen.

 

Dann muss ich unbedingt darauf achten, dass es mir gut geht. Ich muss mehr in meiner Mitte ruhen. Ich habe angefangen Qi-Gong zu machen und ich möchte jeden morgen eine kleine Übung einbauen, weil einen dieses fließende Qi so schön wach macht und man Lust hat Dinge zu erledigen.

 

Bei allem was ich esse will ich mich in Zukunft fragen, ob es mir wirklich gut tut und es dann wirklich genießen, wenn ich es esse. Ich will deutlich weniger Scheiß essen, aber mich auch nicht geißeln, wenn es mal zwischendurch nicht klappt. Man ist was man isst. Und ich weiß nun doch schon, dass es mir gut geht, wenn ich darauf achte, ausgewogen zu essen. Auch das ist ein Prozess, der mehr als nur das Essen beinhaltet

 

Ich will mich wieder wohl in meiner Haut fühlen und mich um mich kümmern. Ich mache das alles für mein Wohlbefinden.

 

PS: Weil ich jetzt einen frischen Start machen will, habe ich den ganzen anderen Kram hier gelöscht. Vielen Dank für Eure lieben Kommentare.

PPS: Ja ich wollte es löschen. Aber ich habe hier schon so viele tolle Gedanken aufgeschrieben und viele witzige und nachdenkliche Einträge verfasst, dass ichmich nicht dazu durchringen konnte.

 

16.05.2012 um 22:01 Uhr

Facing the obvious

Stimmung: es wird

Gut... ich bin aus dem Zucker Experiment ausgestiegen. Und ja... es nervt mich, hier schon wieder von einer Niederlage zu schreiben. Und ja... es gab ausreichend Ausreden. Vielleicht hätte ich es noch irgendwie einen Umweg um den sau leckeren Kuchen machen können, aber einen Streit mit dem Pferdeflüsterer zu überstehen ohne Zucker, das war dann doch etwas viel. Habe ich auch nicht versucht. Und dann gemeinsamen Urlaub in Berlin und einen Grillabend...???

 

Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich wohl doch nicht so richtig abhängig bin. Aber wenn man die ganze Zeit darüber nachdenkt, hat man irgendwie auch ein Problem. Und wenn man absichtlich keinen Zucker essen will, muss man zwangsläufig immer darüber nachdenken. Das ist so als würde man sich vornehmen nicht an den Rosa Elefanten zu denken... und was tut man dann?

 

Außerdem habe ich festgestellt, dass das Problem nicht beim Zucker sondern bei der Beschäftigung ist oder bei der Beruhigung der Nerven oder beim Genuss oder irgendwas anderem. Ich kann auch schwer nein sagen, wenn andere essen. Aber ich kann mich genauso gut statt mit Schokolade mit ner Tüte Chips vor den Fernseher setzen. Oder Unmengen Nüssen. Aber ich fand nicht, dass das eine Lösung ist. Dann lieber 1-2 Stücke Schoki und gut. Man soll dem Körper ja auch geben, worauf er Appetit hat. Ist ja nicht so, als würde ich die Schoki Tafelweise in mich hineinstopfen.

 

Letztens nach dem Grillabend habe ich mich wirklich geärgert, dass ich so viel gegessen habe. Mir war so spei übel und ich hatte so ein Völlegefühl, dass ich mit zwischendurch gewünscht hätte, mir einen Finger in den Hals zu stecken. Aber wenn ich DAS anfange ist alles vorbei. Dann habe ich wirklich eine ernsthafte Essenstörung. Das geht nicht. Das ist das alles nicht wert. Und mir hat der Gedanke Angst gemacht.

 

Etwas hat der Zuckerverzicht und die letzten Wochen dann doch gebracht. Ich esse wieder viel bewusster und versuche den Sattpunkt zu erwischen. Große Mengen Süßes führen jetzt auch dazu, dass mir schnell schlecht ist. Und ich kann mich wieder an meinen Plan halten. Die letzten Tage habe ich konsequent weniger gesessen als mein Grundumsatz war. Natürlich nicht zu wenig und jetzt geht es wieder mit dem Gewicht runter. Vielleicht hilft es auch, dass ich den Pferdeflüsterer mit der Buchführerei angesteckt habe. Aber so macht es auch wirklich Spaß.

 

Auch das mit dem Sport funktioniert jetzt ganz gut. Es ist schon die zweite Woche, wo ich fast jeden Tag eine Sporteinheit untergebracht habe. Den einen Tag Radfahren, den nächsten Gymnastik, dann mal Badminton oder Pilates und dann noch mal Gymnastik. Es fällt mir auch gerade nicht so schwer. Die Sache mit dem Sport ist ja auch wirklich gemein. Wenn ich wenig Sport mache, ist er sehr anstrengend und weil es anstrengend ist, mache ich keinen Sport. Mittlerweile wird es besser. Ich bin noch lange nicht bei meiner alten Form, aber es wird besser.

 

Essen aus Frustration ist immer noch ein Problem. Ich versuche nicht mehr frustriert zu sein, weil ich dick bin und zu essen, weil ich frustriert bin. Obwohl mir das wirklich schwer fällt. Wenn ich mich im Spiegel sehe, fühle ich mich eben dick. Und unsexy. Und frustriert. Und da kann der Pferdeflüsterer 1000x sagen, dass er mich trotzdem liebt und mit mir S*ex haben will. Ist halt mein Gefühl. Shopping ist auch doof. Erstens will ich keine Sachen kaufen, die ich vllt in einem halben Jahr nicht mehr anziehen kann und zweitens finde ich gerade sowieso alles doof an mir. Da ist es dann auch egal. Andererseits fühlt man sich auch gleich weniger frustriert, wenn man großartig aussieht. Ich sollte das noch mal überdenken.

 

Und ich habe ein neues Mantra gefunden, was mir hilft. Früher war es. „Wer erfolgreich sein will, der muss auch erfolgreich aussehen und ich will erfolgreich sein." Aber weil sich meine Einstellung zum Erfolg geändert hat, hat der Satz nicht mehr funktioniert. Jetzt ist es: „Ich will langfristig gesund und fit sein. Ich will mit meinem Körper gut umgehen. Und am Jahresende, will ich wieder in meine vielen schönen Sachen reinpassen."

 

Weil ich hier schon so viele Versuche vorgenommen habe, die alle nach und nach gescheitert sind oder die ich aufgegeben habe, versuche ich die Sache realistisch zu betrachten. Im Grunde versuche ich mich damit abzufinden, dass ich vermutlich ewig Ernährungstagebuch führen muss. Aber weil „ewig" jetzt so lange scheint, habe ich mir erstmal einen Monat vorgenommen. Einen Monat, in dem ich ein wenig Verzicht übe und Sport treibe. Wenn der um ist, kann ich mal ne Bestandsaufnahme machen und überlegen, ob es wirklich so schwer war oder ob ich nicht weitermachen kann.

 

Ein Monat schaffe ich.

24.04.2012 um 12:37 Uhr

Tag 7 ohne Zucker - kaum noch ein Gedanke

Stimmung: eigentlich gut

Ich verschwende schon kaum noch einen Gedanken daran, dass ich keinen Zucker esse. Ich vergesse meinen täglichen Dialog mit meinem inneren Mentor, weil es da für mich einfach nichts zu reden gibt. Ich esse keinen Zucker und es macht mir nichts aus. Nicht mal am Wochenende, als der Pferdeflüsterer da war oder bei dem Abend mit den Mädels, wo ich tapfer auf die gebackene Banane mit Honig verzichtet habe. Auch nicht, als ich meine Tage bekommen habe und mich den ganzen Sonntag scheiße gefühlt habe. Gut.. wir waren auch nicht Kaffee trinken oder Eis essen, wo es üblicherweise schwierig wird. Der Pferdeflüsterer hat auch nicht seine gewohnten Süßberge mitgebracht, also war es eigentlich ganz leicht.


Gut... einen kleinen Nebeneffekt gibt es. Offenbar habe ich mir schnell eine Ersatzbefriedigung gesucht: Ich esse Nüsse. Gut, Nüsse sind ja nicht so wahnsinnig ungesund. Sie enthalten viel ungesättigte Fettsäuren und regen die Verdauung an. Und nein.. ich muss auch nicht Unmengen davon essen. Meist wird mir nach ein paar schon schlecht. Aber Abends vor dem Fernseher zu sitzen und gar nichts zu essen fällt mir schon schwer.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich Cola Light nicht vertrage. Ich konnte die Nacht kaum schlafen und hatte nach dem vielen Süßstoff auch eher Kreislaufprobleme. Und neulich als ich meinen Balkon bepflanzt habe, hat ein merkwürdiger Erschöpfungszustand nach 20min eingesetzt. Balkon bepflanzen sollte meine Zeit der Fülle werden. Also eine Fülle bunter Blumen. Aber nach dem ersten Kasten war ich so kaputt, dass ich erstmal eine Pause machen musste. Nach dem zweiten auch und das Aufräumen hat mir dann den Rest gegeben. Das fand ich schon merkwürdig.


Aber was mir gerade wirklich mächtig auf den Keks geht, sind die dünnen Frauen mit ihren Luxus-Problemen. „Achja... ich bin schon in Idealbereich, aber ich will unbedingt noch 3kg abnehmen. Und och mist... irgendwie klappt es mit der Motivation und der Konsequenz nicht." Heititei. Wenn man min 10kg abnehmen MUSS, aber 20 besser wären, dann hat man ein Problem. Und ja...es ist verdammt schwierig. Weil man eben den riesigen Berg vor sich sieht. Und weil ein Kilo eben kaum was ausmacht. Man merkt das Kilo auch noch nicht an den Hosen. Erst nach 5-6 Kilo hat man einen spürbaren Erfolg. Aber da erstmal hinzukommen ist halt sau schwierig. Vor allem wenn man sich überlegt, dass das mit den 20 Kilo schon so ein Jahresprojekt ist. Wer kann denn ein Jahr lang konsequent bleiben? 2 Wochen kriegt jeder mal so hin. Und jedes Motivationsdefizit führt zu einem Jojo-Effekt, der nicht nur die geschafften Kilos kaputt macht, sondern einen vor weitere 2 Kilos stellt, die zusätzlich runter müssen.


Da ist es schon fast einfach gar nicht erst anzufangen. Aber ich fühle mich gerade so unwohl in meiner Haut. Kaum Klamotten, die passen, einen leicht vorgewölbten Bauch, was ich sonst nie hatte, einen dicken Po, der nicht neu ist, ein Doppelkinn und so viel Oberweite, dass es mir wirklich zu viel ist. Jaja.. ich habe irgendwie noch Glück. Die Natur hat es mit mir nicht schlecht gemeint. Ich habe immer noch Taille und immer noch mehr Busen als Bauch und irgendwie wirkt es trotz 20kg zu viel immer noch harmonisch. Ein bißchen weiblich aber noch nicht richtig dick. ABER ICH MAG ES NICHT MEHR. Ich fühle mich nicht mehr sexy und offenbar gehört es zu meiner Persönlichkeit dazu sexy zu sein.


Mir geht der ganze Spaß dahin. Mich sexy auf der Tanzfläche räkeln wirkt nun eher lächerlich. Mit Männern flirten funktioniert nur so mäßig, selbst meinen Freund zu verführen, klappt nur so halbherzig. Weil mir eben selbst der Glaube fehlt, attraktiv zu sein. Ich weiß es muss sich was ändern. Am liebsten schnell. Aber schnell geht es eben nicht. Und das ist das schlimmste.