Radweg Holdorf - Nesow

23.08.2017 um 13:26 Uhr

weg und hin

von: Goldy

Die Baustellenschilder sind weg!
Alles was Schildertechnisch an eine Baustelle erinnert oder hinweist, ist seit heute nicht mehr da.

Dafuer gibt es jetzt schon die neuen Radwege-, und Hinweisschilder.


neue Schilder

18.08.2017 um 18:49 Uhr

archaeologie, und erste ergebnisse

von: Goldy

hier wird Gegraben (2)hier wird GegrabenDiese Gegend hier ist eine ware, kleine Schatzkammer fuer Archaeologen.
Da wundert es natuerlich nicht, das beim Bau des Radweges auch Archaeologen vor Ort waren. Wer Aufmerksam gelesen hat, erinnert sich an den Eintrag von Anfang Juni.

Auch die Archaeologen und deren arbeit habe ich natuerlich mitbekommen und auch Fotografiert.
Der Bitte, die Fotos und Beitraege solange nicht zu veroeffentlichen bis Sie hier fertig sind, bin Ich natuerlich nachgekommen. Stichwort: Pluenderer!

Ich war natuerlich Neugierig, was aus der Grabung wurde und was sich daraus Ergeben hat. Ich habe also Nachgefragt und am Freitag abend auch Antwort bekommen. Diese kurze Zusammenfassung darf ich auch hier Einbringen.

Hier nun die kurze Zusammenfassung:

Gräber unterm Radweg
Im Frühsommer 2017 fand östlich der B 104 auf Höhe des Dorfes Holdorf im Landkreis Nordwestmecklenburg eine Grabungsmaßnahme des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern statt. Auslöser dafür war der geplante Bau eines Radweges, durch den zwei archäologische Fundplätze tangiert wurden, die baubegleitend unter der Leitung von R. Schulze ausgegraben werden mussten.

Obwohl nur der 3 m breite Trassenverlauf untersucht wurde, waren die Ergebnisse bemerkenswert. So konnten im nördlichen Teil des 560 m langen Untersuchungsabschnittes Teile eines Brandgräberfeldes aus der Zeit kurz nach Christi Geburt (ältere römische Kaiserzeit) untersucht und neben Urnenresten auch einige interessante Metallobjekte geborgen werden, darunter eine gut erhaltene Fibel (Gewandschließe) sowie der Sporn eines Reiters, beide aus Bronze.

Noch interessanter waren die Befunde, die am südlichen Ende des Bauabschnittes aufgedeckt wurden. Die größte Grube dort erbrachte auf der Befundsohle eine 3 x 1,2 m große Steinpackung, die als Baumsarggrab der ausgehenden Jungsteinzeit oder frühen Bronzezeit gedeutet wird, also um 2000 v. Chr. angelegt wurde. Zwar waren Baumsarg und Skelett vollständig vergangen und auch Beigaben enthielt das Grab nicht, doch war die aufgedeckte Struktur auch so sehr beeindruckend – auch weil der Bereich mehrfach als Grab genutzt wurde, denn etwa 1500 Jahre später hatte man die Grabgrube partiell geöffnet und dort ein Urnengrab der vorrömischen Eisenzeit vergraben. Man deponierte die Urne aber nicht in der gängigen Art und Weise stehend, sondern auf dem Kopf, also mit der Mündung nach unten! Das ist ausgesprochen ungewöhnlich und gibt den Fachleuten aktuell noch Rätsel auf. Noch einmal mehr als 1000 Jahre später wurde die Grabgrube ein drittes Mal als Bestattungsplatz genutzt, denn zuoberst kamen Reste eines jungslawischen Brandgrubengrabes zum Vorschein. Um ein weiteres Grab, zumindest aber um eine rituelle Anlage handelt es sich auch bei einer benachbarten Grube, auf dessen Sohle ein intakter, leider undatierter Kinderschädel deponiert worden war.

Diese Ergebnisse zeigen nicht nur, wie lange in diesem Bereich bestattet wurde, sondern auch, dass selbst recht kleine archäologische Maßnahmen bisweilendurchaus große Überraschungen bergen können.

Dr. Jens-Peter Schmidt
(Landesamt für Kultur und Denkmalpflege MV, Schwerin)

17.08.2017 um 16:06 Uhr

wurzelschutzfraese

von: Goldy

Da war Ich aber echt Ueberrascht.
Ich wollte schauen, ob das Baustellenzentrum komplett weg ist. Und was sehe ich stattdessen? Arbeiter !!

Wurzelschutzfraese vornDiese waren von einer Spezialfirma aus dem Spreewald, die knapp neben dem Radweg eine feste "Wurzelschutzfolie" hochkant in die Erde brachte. Was fuer ein Bild. Zwei Multicars und ein Arbeiter mit einem Rechen bewaffnet.

Der erste Multicar ist mit der Wurzelschutzfraese ausgestattet. Ein Unikat!! Sie Fraesst einen schmalen Spalt ins Erdreich und bringt die Folie hochkant ein. So, dass die Folie mit dem Erdreich oben abschliesst.

Arbeiter mit RechenDer Arbeiter mit dem Rechen wiederum, holt die Erde (die die Fraese ausgeworfen hat)  mit dem Rechen zurueck und verteilt diese wieder gleichmaessig ueber der Folie / Bankett.
Auf meine Nachfrage, warum dafuer keine Maschine genommen wird, habe ich folgende Antwort bekommen:
"Wir haben das schon probiert, doch mit einem Bagger haben wir die Folie wieder Rausgezogen".
Auf jeden Fall ist er ordentlich Zuegig unterwegs.

Der 2. Multicar raeumt quasi wieder auf.
Mit einer Ruettelplatte verdichtet er das Erdreich wieder - dort wo eben noch die Folie eingebracht wurde. Danach Faehrt er zurueck und kehrt die Erde vom Radweg. Dann den selben Abschnitt nochmals Ruettel und wieder Kehren. Das wird 4 bis 5 mal wiederholt.

Wer genaueres Wissen moechte, kann sich auf der Homepage der Firma (http://wurzelschutzfraese.de/de/) informieren.

2. Multicar. Hier wird Geruettelt.2. Multicar. Hier wird Gekehrt.

13.08.2017 um 17:53 Uhr

abgerueckt

von: Goldy

aufgeloestes Baustellenzenter"Radbruecke" mit Gelaender und PflasterDie letzten Handgriffe am Bau des Radweges scheinen gemacht zu sein.

An der kleinen Bruecke, wo vor wenigen Wochen noch der Bagger mit dem Schlamm kaempfte, ist nun das Gelaender fertig und die Pflasterung ist auch schon Geschichte.

Das "Baustellenzentrum" ist auch schon aufgeloesst worden. Nur noch klaegliche Reste sind vorhanden und auch diese werden in  den kommenden Wochen noch verschwinden.

31.07.2017 um 15:31 Uhr

nacharbeiten !?

von: Goldy

Durch den vielen Regen, der in der letzten Zeit hier gefallen ist, muessen die neu angelegten, kleinen Graeben etwas nachgebessert werden. Das ist fuer diesen Arbeiter aber kein Problem.

Bagger beim Nacharbeiten

27.07.2017 um 17:02 Uhr

bankett ist fertig

von: Goldy

Bankett ist fertig Leider bin Ich etwas zu Spaet gekommen, die Banketiermaschine war schon fertig und unterwegs zu neuen Einsaetzen. Nur das abgebildete Fahrzeug habe ich noch erwischt. Mit der kleinen Walze (wird vorne gerade hochgeklappt) wurde der kleine Erdstreifen rechts und links vom Radweg verfestigt. Mit der Besenwalze (hinten) wurde verleibenden Erde vom Radweg gefegt.

19.07.2017 um 22:15 Uhr

die letzten meter #2

von: Goldy

Auftrag der 2. SchichtVerdichten der 2. SchichtSie haben es geschafft !!  Fröhlich  Fröhlich  Fröhlich

Der zweite Teil der Asphaltierungsarbeiten ist Fertig. Die Deckschicht ist drauf und Festgewalzt. 
Heute Nachmittag waren Sie auch mit dieser Arbeit fertig. Das ging recht zuegig.

Fertig ist die Arbeit aber noch nicht. Durch Nachfrage habe ich erfahren, dass der Bankettfertiger den seitlichen Rand spaetestens mitte der kommenden Woche fertig hat und in 10 bis 14 Tagen die Bauabnahme erfolgen soll.

Dann ist er "offiziell" Fertig.

 

18.07.2017 um 20:34 Uhr

die letzten meter #1

von: Goldy

Handarbeit beim letzten Meter (nr 1)Nachdem Sie gestern ueber die haelfte des Radweges schon mit der ersten schicht Asphalt belegt hatten, war heute der Rest dran und circa 15.30 Uhr war auch dieser Geschafft.
Wieder ein riesen Stueck weiter in Richtung - FERTIG. Naja, noch nicht ganz, doch bei der Geschwindigkeit ist in wenigen Tagen Eroeffnung. 

Das Video zeigt die Fertigstellung der letzten 2 - 3 Meter. Nach dem Wegfahren der Maschine war Handarbeit angesagt, siehe Foto.

17.07.2017 um 17:44 Uhr

die letzte phase ...

von: Goldy

Asphaltiermaschine mit LKWkleine WalzeHeute Vormittag ist nun die letzte und wichtigste Maschine, im Moment, eingetroffen; Die Asphaltiermaschine.

 

Heute und Morgen ist das Aufbringen der "Tragschicht" vorgesehen. Danach die duennere "Deckschicht". Zwischen beiden kommt noch etwas "Fluesigkleber" damit auch beides gut zusammenhaelt. 

Der Einsatz des Bankettfertiger laesst also nicht mehr lange auf sich warten. Dieser bearbeitet den "Seitenstreifen" des Radweges in beide Richtungen. 

Die Eroeffnung rueckt naeher !!! 

14.07.2017 um 20:16 Uhr

nur noch tage

von: Goldy

3 neue MaschinenAnweisungAn allen ecken und kanten haben Sie in den letzten Tagen gearbeitet. Hier wurde letzte Hand an die Trasse gelegt, dort wurden kleine Graeben gezogen und da wurde ueberschuessige Erde abgefahren. 
Es ist dieser beruehmte "Kleinkram" der doch mehr aufhaelt als man denkt.

Doch nun scheint es in die letzte Phase zu gehen. 3 weiter Maschinen sind heute Eingetroffen, darunter auch 2 kleine Walzen. Nur die Asphaltiermaschine fehlt noch. Die Anweisungen fuer diese sind schon "Geschrieben". 

Also, es wird doch. Es kann sich nur noch um Tage handeln. Fröhlich *freu*