Reise zu den Sternen

23.03.2017 um 05:29 Uhr

Schwarze Löcher

von: mijoni

Stimmung: Fasziniert

Schwarze Löcher sind unheimlich anziehend ... 😂😂😂 ... Wortspiel. Nein, ganz ernsthaft ...

Schwarze Löcher ziehen alles an, was sich ihnen nährt. Es verschwindet scheinbar in der undurchdringlichen Schwärze. Den Ursprung dieser Materiefresser kennt man, kollabierte Sterne oder Planeten, so zumindest die mögliche Erklärung für das Phänomen.

Aber wozu gibt es sie? Erfüllen sie einen Zweck? Und was passiert mit dem, was sie anziehen und sich einverleiben? Gar ein Durchgang zu einer anderen Dimension? Was ja wissenschaftlich als ausgeschlossen gilt.

Und doch sind die Schwarzen Löcher unheimlich anziehend. Es gibt sie selten und sie beschäftigen die Phantasie des Menschen. Wecken die Neugier, weil sie da sind und keiner genau weiß, warum und wozu.

Man sollte sich allerdings nicht zu sehr nähren. Sie ziehen alles an, unweigerlich und ab einen gewissen Punkt, kann man sich der Anziehung nicht mehr entziehen und landet im Nichts?

 

18.03.2017 um 21:53 Uhr

Worte, II

von: mijoni

Stimmung: Verstummt

Worte ...

Formen, bildend, deutlich, klar, flüsternd, laut, leise, dumm, sinnlos, aneinander gereiht, wiederholt, bittend, flehend, mißverständlich, verletzend,rausgerutscht ...

Worte ...

Zerstören, bauen auf, erzeugen Bilder, Gefühle, beschreiben, trösten, ermutigen, machen hilflos, traurig, wütend, zornig, sind leicht und zart, sie streicheln, schmeicheln ...

Worte ...

Verwirrend, verunsichern ...

Sprachlos ... Ohne Worte ... Schweigen, drückend, laut und nicht zu ertragen.

Wenn Worte ungehört verhallen und unbeantwortet bleiben ...

Wenn Worte als Instrument und Werkzeug versagen ...

Wenn Worte nicht mehr ausdrücken, was zu sagen ist ...

Worte ... dumme Spielerei und Gauklerei ...

Nur Narren glauben, was sie sagen ...

Und Spiegel verdrehen den Sinn ...

Worte ziehen vorbei, wie Kometen, bald unsichtbar in der Unendlichkeit verschwunden ...

 

17.03.2017 um 05:23 Uhr

Verstehen

von: mijoni

Stimmung: Unverständlich

Das mit dem Verstehen ist eine komplizierte Sache. Es gibt so vieles, was man versucht zu verstehen, Situationen, Menschen, Aufgaben, das Leben ...

Ich versuche immer so viel wie möglich zu verstehen, bin also voll mit Verständnis. Aber manchmal ist das Verständnis und auch das Verstehen ausgereizt. Da muss ich entscheiden, ob ich mir das weiterhin zumuten möchte oder lieber sage, nein, danke, das tut mir nicht gut.

Wenn es um Situationen geht oder Aufgaben, funktioniert das zuweilen. Bei Menschen wird es dann schon schwierig, erst recht, wenn auch noch Gefühle im Spiel sind.

Wenn man Menschen kennen lernt, sind die wie Wunder Türen, man weiß nicht, was man findet oder sich hinter der Fassade versteckt. Ich schau da gern nach, freu mich darauf und lass mich auch nicht so schnell abweisen, abschrecken oder ins Bockshorn jagen.

Meistens lohnt es sich, zudem ich auch schnell hohle Nüsse aussortiere. Die, bei denen ich mich dazu aufmache, hinter die Fassade zu blicken, haben nicht nur meine Neugier geweckt. Sie haben es geschafft, das ich versuche, sie zu verstehen.

Die meisten sind sehr dankbar, wenn sie bemerken, das man aufrichtig zu ihnen ist und der Wunsch, sie verstehen zu wollen ist Basis einer Beziehung. Erstaunlich, viele tauen dann auf und zeigen Dinge, die sonst verborgen bleiben. Ich mag das, Menschen in ihr Herz zu sehen.

Es gibt aber Menschen, die wollen das nicht. Sie sagen es zwar, tun auch alles dafür, um diesen Eindruck zu vermitteln. Allerdings stimmt das nur bedingt. Sie haben den Wunsch, verstanden zu werden, sie möchten, das jemand in ihr Herz schaut ... Sie lassen es aber nicht zu. Und das ist schade und auch traurig.

Ein, zwei solcher Menschen sind mir schon begegnet. Schöne Zeiten, aber befristet, weil ich irgendwann gegangen bin. Man durchdringt sie nicht, sie verwenden sehr viel Zeit und Energie damit, sich zu entziehen. Ich verstehe das und hoffe eigentlich immer auf die Zeit. In diesen Fällen bringt Zeit gar nichts ...

Wenn ich das für mich erkenne, macht es mich traurig, nicht für mich, für den anderen. Denn mein Verständnis und mein Wunsch zu verstehen, sind dann nicht mehr positiv und belebend.

Ich entscheide für mich, diese Menschen gehen zu lassen, weil ich unter diesem Nicht-Verstehen leide und mich in Frage stelle. Dabei ist mit mir alles okay, ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn der andere es nicht zulassen kann. Das muss ich nicht verstehen.

Natürlich ist es schade, vor allem sehr traurig ... Ich hoffe immer, es möge jemand anderen gelingen, zu verstehen und das Herz zu erreichen.

Ob es anderen mit mir auch so geht? Bestimmt ... Sie sind dann nur nicht ehrlich und erfinden etwas, um gehen zu können. Um es für sich leicht zu machen. Schade, ehrlich zu sein ist weniger schmerzhaft.

 

13.03.2017 um 20:49 Uhr

Vollmond

von: mijoni

Stimmung: Müde, still und ausgebrannt ...

Schon wieder Vollmond ... Wieder ein Zyklus vorbei, ohne ihn bewusst wahrgenommen zu haben ...

Heute ist mir aufgefallen, wie sehr es mich müde gemacht hat zu reden, zu erklären und mir ist danach einfach gar nichts mehr zu sagen. Die Worte fühlen sich alle hohl an, deplatziert und vollkommen "sinnlos" ...

Ich dachte, das Schreiben würde mir helfen, tat es, aber nur bedingt. Jetzt ist es mühsam und die Worte, die später auf Papier oder dem Bildschirm stehen, scheinen mir vollkommen fremd zu sein.

Ich habe viel geredet die letzten Monate, zu viel, wie mir jetzt scheint. Das Herz oft genug auf der Zunge getragen. Jetzt bin ich ausgebrannt, nichts mehr zu erzählen und keine Worte dafür, was nicht in Worte zu fassen scheint.

Jedes Wort erscheint mir überflüssig, unnütz und es tut mir weh, sie zu benutzen. Und es tut mir weh, den Krach der anderen um mich herum zu ertragen. Die Stimmen erscheinen allesamt disharmonisch und klingen wie Kreide auf der Tafel ... Oder Fingernägel auf der Tafel ...

Mein Kopf ist voll mit Gedanken, Gedanken, denen ich verweiger sich in Worte zu kleiden. Den Gedanken werden zu Worten und Worte werden zur Wahrheit ... In diesem Fall wohl eher zur Gewissheit.

Ich will sie nicht, diese Gewissheit ... Seit 5 Jahren verweiger ich diesen Gedanken, seit 5 Jahren kämpfe ich dagegen an, will es nicht sehen und schon gar nicht wahr haben ...

Es hört sich immer so einfach an, das man die Situation akzeptieren und annehmen muss ... Es hört sich immer so einfach an, das man Loslassen soll ... Verdammte Klugscheißer!

Erklärt Akzeptanz das "Warum"? ... Befreit mich das "Loslassen" von der Verantwortung? Und befreit mich der Scheiß von der Frage, warum ich und was stimmt nicht mit mir? 

Nein, davon befreit es mich nicht und wie kann ich diese Fragen beantworten, wenn ich selbst keine Antwort darauf habe. Geschweige denn, irgendeinen Sinn darin sehen kann ...

Ich mag nicht drüber reden und schreiben ist eine Qual ...