Mission Prinz

23.12.2009 um 14:48 Uhr

Merry Christmas, everyone!

Boah, wat war ich heute schon fleißig!

Zunächst einmal musste ich ja zu meinem aktuellen Arbeitgeber (Also die, die mir jeden Monat was überweisen, höm.) und mich über Weihnachten "abmelden". Da wird man ja ganz schön gegängelt... aber ich will mich nicht beschweren. Der Termin war jedenfalls superwichtig und ich hatte echte Alpträume wegen des Autochens. Das hatte mich heute aber wieder lieb und sprang artig an. Unterwegs machte ich gleich letzte Weihnachtseinkäufe:

- eine Kleinigkeit für Garfield, damit ich ihm morgen wenigstens etwas geben kann (Sein richtiges Geschenk kommt erst in ein paar Tagen, wir haben zu lange gewartet...)

- Pralinen für die Vermieter, sowie eine Karte. Die ist auch schon geschrieben und alles schön eingepackt. Naja, fast. Ein paar Tannenzweige brauche ich noch, die "leihe" ich aber heute abend, wenn's dunkel ist. Muss Garfield halt nochmal raus, wenn er kommt. Ein kleiner Spaziergang hat noch keinem geschadet.

Danach stürmte ich fünf vor zwölf das Einwohnermeldeamt um Garfields Pass abzuholen und tankte das Autochen nochmal voll.

Zu Hause färbte ich meine Haare (Eigentlich sollten die vorher nochmal geschnitten werden, aber dank des montäglichen Aussetzers war das zeitlich einfach nicht mehr drin.) und packte zeitgleich die Geschenke ein. Timing ist eben alles. Danach musste durfte ich noch einen Kuchen backen, speziell für meinen Schwager in spe. Der hatte bei meinem letzten Besuch ganz entsetzt gefragt: "Diesmal kein Kuchen?" (Mutti backt nämlich nicht, sie taut auf...) Daraufhin versprach ich, nächstes Mal die Erwartungen wieder zu erfüllen. Was hat der für ein Glück, dass sein Lieblingskuchen meine Spezialität ist! Jedenfalls steht der Zupfkuchen nun im Ofen und müsste eigentlich bald durch sein. Bevor ich mich dann für dieses kleine Essenspäuschen hinsetzte, erledigte ich noch den Abwasch. Ordnung muss sein. Und die Pause sollte ich langsam beenden, denn meine Liste ist noch lang:

- Wäsche abnehmen.

- meine Schlafanzughose nähen. (Die hat seit unserem Taufbesuch vor zwei Wochen unerklärliche Löcher im Bein. Weil sie aber meine beste ist, muss sie mit auf Reisen.)

- Bettbezüge waschen.

- Weihnachtsmusik auf meinen Stick ziehen, damit ich morgen im Auto was zu hören habe. Wir fahren nämlich zunächst mal mit zwei Autos los, um das gute dann bei Garfields Eltern zu lassen. So weit der Plan. Mal gucken, wie weit mich das Autochen morgen bringt...

- eine E-Mail beantworten und diverse Weihnachtsgrüße verschicken. Dieses Jahr mal virtuell, auch wenn ich das sonst blöd finde.

- Sachen packen.

Letzteres wird ein echter Akt, denn wir sind zwei Wochen unterwegs und müssen auf so ziemlich alles vorbereitet sein. Gute Klamotten für die Feiertage, Gammelklamotten für zu Hause, Joggingsachen (Jaha, wir wollen auch im Urlaub...), Mit-dem-Hund-Rausgeh-Klamotten, normale Sachen. Zu allem natürlich die passenden Schuhe. Und Jacken. Ich hab' jetzt schon keine Lust mehr. Nicht zu vergessen die Geschenke, den Kuchen, sämtlicher Kosmetikkrams und und und.

Für das ganze Programm (und ich habe bestimmt was vergessen, ganz sicher sogar!) habe ich ab jetzt zwei Stunden, maximal drei. Je nachdem, wann Garfield heute den Weg nach Hause findet. Jupp, den muss ich auch noch anrufen. Und Mutti. Und dann... *atemhol*... machen wir uns einen schönen gemütlichen Abend mit Eis auf der Couch. Bevor morgen der Stress losgeht. Halleluja, ich liebe Weihnachten!

 

Dickes PS:

Ich wünsche allen Lesern ein frohes, besinnliches, aufregendes Weihnachtsfest - je nach Wunsch!

22.12.2009 um 18:22 Uhr

Ausfälle

Mir reicht's für heute, aber sowas von!

Das Auto, mit welchem ich gnädigerweise herumfahren darf, hat nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Eigentlich läuft er, bis auf ein paar Macken, ganz gut. Seit neuestem aber spinnt die Batterie - und das ist gar nicht lustig! Letztens hatten wir schon morgens das Problem: Ich wollte Garfield zum Arzt fahren, Autochen sagte keinen Mucks. Glücklicherweise konnte der Vermieter Starthilfte geben. Ja, die kurzen Strecken ein-zweimal die Woche gefallen der Batterie eben nicht - schon gar nicht wenn sie fast genauso alt ist wie das Auto. Danach sind wir eine extragroße Runde gefahren und alles war erstmal wieder gut. Am nächsten Tag sprang Autochen artig an, also verwarfen wir den Plan, in eine neue Batterie zu investieren, erstmal wieder. Seitdem lief alles problemlos - bis heute. Ich wollte nachmittags nur schnell in die Stadt: Post, Bibliothek, Kleinigkeit einkaufen. Post und Bibo extrem wichtig, Einkaufen wäre auch morgen noch gegangen. Ich drehe also den Schlüssel... Autochen stottert... nix. Zweiter, dritter, vierter, fünfter Versuch... Auto sagt gar nix mehr. Toll. Ich rufe also meinen Liebsten an, was ich machen soll. Er nimmt mich nicht ernst, findet das ganze sogar lustig. Toll. Zum Glück kam der Vermieter gerade wieder, also musste wieder sein Starthilfekabel ran. Das funzte aber nicht so richtig, weder mit der Batterie noch mit dem Trekker. Letztendlich lösten wir das Problem mit Anschieben. Zehn Kilometer später stand ich vor der Bibliothek und traute mich nicht, den Motor wieder auszumachen. Ich rief also Garfield an:

"Reichen 10 Kilometer, damit die Batterie voll genug ist zum Starten?"

Männe nahm mich natürlich wieder nicht ernst, meinte nur, ich solle doch im Notfall einen netten Mann fragen, wegen Starthilfe. Danke auch! Sicherheitshalber fuhr ich nochmal eine große Runde, parkte dann zentral und erledigte alles zu Fuß. Ja, sollte ich öfter machen, stimmt schon. Aber der Punkt ist: Wie soll ich Sprit - und damit Geld - sparen, wenn ich in den Nachbarort immer über Paris-Peitz-Peking fahren muss, damit die Batterie genug Saft hat? Ist doch Sch... Und es kommt noch besser: Weil ich morgen einen Termin habe, wollte ich sicher gehen, dass Autochen morgen früh anspringt. Nach dem Einkauf startete er tadellos (naja, fast), ich visierte also wieder eine größere Runde an. Wollte mal was neues probieren, gucken, wo ich so rauskomme. Ja, super Idee! Ich habe mich hoffnungslos verfahren, bei den ganzen kleinen Dörfern völlig die Orientierung verloren. Peinlich! Dazu kommt, dass ich bei Dunkelheit die Schilder nur ganz schwer lesen kann und entgegenkommende Fahrzeuge mich blenden. Ein Riesenspass! Ich war heilfroh, als ich endlich einen bekannten Ort entdeckte und schließlich den Weg nach Hause fand. Was ein Aufwand! Aber, immerhin, ich bin gute 30 km gefahren, also wehe, Autochen springt morgen nicht an! Eins steht aber fest: "Zwischen den Jahren" wird eine neue Batterie gekauft!

Das heute war natürlich nur die konsequente Fortsetzung von gestern. Was ein Sch...tag! Nach einem wirklich tollen Wochenende mit Weihnachtsmarkt (Arschkalt!), Kino (Naja...) und lecker Essen (Wir haben Jahrestag gefeiert! Glaubt man das? Meine Premiere!), ging es mir in der Nacht von Sonntag auf Montag urplötzlich schlecht. Von zwei bis vier hatte ich Bauchschmerzen und mir war übel. Gegen vier schließlich enterte ich das Bad und verbrachte die folgende Stunde abwechselnd vor und auf dem Porzellan. Gegen fünf war die erste Welle vorbei und ich schleppte mich wieder ins Bett. Schatzi schlief tief und fest. Eine Stunde später ging es wieder los. Geschlafen habe ich in dieser Nacht kaum, außerdem konnte ich nichts bei mir behalten. Sogar ein kleines Glas Wasser suchte umgehend wieder den Weg nach draußen - entweder oben oder unten. Ich war dankbar, als wenigstens die Kotzerei im Laufe des Vormittags aufhörte. Habe ich mir wirklich mal eine Magen-Darm-Grippe gewünscht??? Meine Schwester hatte sowas mal, und hat spontan drei Kilo abgenommen. Ich war neidisch und wollte auch. ICH bekomme nämlich immer nur Erkältungen, eine nach der anderen. Schön mit dicken Mandeln. Mein Verdauungssystem streikt nie. Jetzt also tat es das doch und keiner weiß, warum. Garfield und ich haben exakt das Gleiche gegessen und getrunken, ihm geht es gut. Heute nun ging es mir besser, ich traute mich sogar, wieder was zu essen. Blieb drin, sehr schön. Ich putzte das Bad und den Rest der Wohnung, wollte mich dann nach draußen trauen... der Rest ist Geschichte.

Eine Frage bleibt: Wieso kotzen Leute freiwillig? Bei mir kommt das nur alle Jubeljahre mal vor, und nie so extrem wie gestern. Das war echt übel, so richtig, bis der Magen komplett leer war. Das ist eklig, anstrengend und tut weh. Warum also machen Menschen das freiwillig? Gewöhnen die sich an den Würgereiz? Eins ist klar: ICH könnte nie Bulimikerin werden!

16.12.2009 um 13:37 Uhr

Das Mchen

So, Rosa ist nach langem Wochenende auch mal wieder im Lande.

Das Wochenende begann schon Donnerstag mit einem Sauna-Besuch. Schön drei Stunden im Wasser bzw. Schwitzkasten rumgegammelt, mit Honig eingeschmiert, herrlich entspannend. Obwohl ICH die Entspannung ja nun nicht unbedingt bräuchte, höm. Freitag waren wir morgens nicht laufen, obwohl wir uns das fest vorgenommen hatten. Stattdessen bummelten wir rum: Frühstück, duschen, Sachen packen. Mittags ging's dann los, einmal quer durch die Republik. Endziel war Norddeutschland, mit Zwischenstopp bei Freundin T. nahe Frankfurt. Dort trudelten wir Freitag nachmittag ein, früher als erwartet. Garfield war vorher super aufgeregt, weil er Angst vor T. hatte. Oder eher vor dem, was ich ihr so über ihn erzählt habe. In seiner Vorstellung reden wir Frauen über ALLES! Stimmt natürlich nicht, auch wenn ich mit T. tatsächlich sehr viel bespreche. Zum Glück legte sich Garfields Aufregung schnell. Ob das nun am Chilli, an T.s einnehmender Art oder am Alk lag, keine Ahnung. Ich atme jedenfalls auf, er findet sie nämlich sehr nett, meine liebe T. Zunächst gab es Tee, dann ging's in die Stadt. Geplant war Weihnachtsmarkt, der hatte aber zu. Kleinstadt... Also nur ein kurzer Bummel durch die Fußgängerzone, bevor wir uns zu Hause auf's Chilli stürzten. Ich hatte T. gesteckt, dass Garfield sowas gern isst und sie hat die Chance genutzt und bei ihm ganz klar gepunktet. Nebenbei gab's Wein, danach Schoki und Chips. Alles in allem ein sehr schöner, entspannter Abend. Und rückblickend das Highlight des Wochenendes, denn die Taufe war... gähn. Aber von vorn:

Samstag war ja Taufe angesagt. Mein großer Tag, denn ich sollte  Patentante werden. Morgens düsten wir also von Frankfurt nach Münster, wo nachmittags die Party steigen sollte. Wir kamen pünktlich an und machten das volle Haus noch voller. Neben der Familie des Babys (Mama, Papa, Schwester) waren noch Onkel und Tante sowie Oma und Opa des Täuflings da. Im Klartext heißt das: Mein Cousin und seine Frau nebst Töchterlein und meinem Patenkind (Im Folgenden und für immer "Mchen" genannt.), mein anderer Cousin samt Frischangetrauter, meine Tante und mein Onkel. Plus Hund und Vögel. Die Patenkindschwester, stolze vier Jahre alt, war ob des vielen Besuchs noch hyperaktiver als sonst, also sehr anstrengend. Wollte ständig bespielt werden. Zum Glück waren wir schon aufgerödelt, brauchten uns also nur auf's Sofa zu pflanzen und der Dinge harren, die da kommen.  Erster Wehmutstropfen: Mchen schlief selig, konnte von mir also nicht bekuschelt werden. Zweiter Schock: Mein Cousin eröffnete mir, dass ich ein Fürbitten vorlesen müsste. Ha! Ich und lesen, in einer Kirche? Wo ich dieser ganzen Religionsgeschichte doch sowieso schon äußerst skeptisch gegenüberstehe? Immerhin hatte Patentante Nummer 2 alles vorbereitet, ich musste also wirklich nur noch lesen. Die nächsten zwei Stunden vergingen mit Rumsitzen (100 min), Neuigkeiten austauschen (5 min) und einem Videospiel (15 min). Zur Beruhigung (???) wurde dem hyperaktiven Kind ein Videospiel eingelegt, da durfte sie sich dann beschäftigen. Mögen es Kinder, wenn man lispelt? Winnie Pu lispelt. Der Sprecher in dem Videospiel lispelte auch. Seltsam.

Nach und nach traf der Rest der Taufgesellschaft ein. Andere Oma und Opa, Uroma, andere Patentante sowie die Schwägerin meines Cousins mit Mann und Kind. Der Mann ist ein richtiger Proll, das Kind einen Monat jünger als Mchen. Herr Proll erging sich den Rest des Tages darin, was sein Junior schon so geleistet hat. Wir hörten Bäuerchen-, Pinkel- und Windelgeschichten. Kennen junge Eltern keine anderen Themen mehr, als die Ausscheidungen ihrer Kinder? Bis zum Kaffee dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, ich sah meinem Schatz bereits an, dass er sich seeeeehhhhr langweilte. Immerhin, der Kuchen sagte ihm zu. (Nebenbei: Meine Plätzchen kamen super an, nicht nur beim hyperaktiven Kind. Ein Loblied auf die Puddingplätzchen!) Dann ging's zur Taufe, wobei mir erst in der Kirche dämmerte, dass wir bei den Katholiken waren. Ich war die ganze Zeit von einer evangelischen Taufe ausgegangen... Katholiken! Das sind ja die ganz Strengen! Naja, ich hab's überstanden. Das Gelaber war eher langweilig und für mich als Atheist oftmals fragwürdig, ich musste Dinge versprechen, die ich so nie einhalten werde (Von wegen, Erziehung im Glauben und so...), es wurde gesungen, Mchen verschlief alles, die Taufkerze ging relativ schnell an. Alles kein Ding, dafür gehören mir jetzt 25 Prozent des Kindes ;-) Der Rest des Tages schleppte sich so dahin: Essen, trinken, mit dem hyperaktiven Kind spielen, Mchen bekuscheln. Mir grauste vor dem Sonntag, denn Garfield war sichtlich gelangweilt. 

Sonntag morgen waren Mchens Mama und das hyperaktive Kind weg, so dass meinte Tante und ich das Baby für uns hatten. Tantchen durfte ihre neue Enkelin anziehen und wickeln, ich durfte füttern. Hach! So süß! Die Kleine ist einfach entzückend! Und wie sie nach dem Fläschchen geben schnauft! Als hätte sie gerade einen Marathon hinter sich. Garfield brach noch schnell einen Streit vom Zaun, aus lauter Langeweile, kriegte sich aber wieder ein. Nach einem kleinen Spaziergang mit Baby und Cousin war auch der Rest der Bande wieder da. Mchens Mama war stinkesauer, wohl weil das Kind nicht warm genug angezogen/zu lange draußen/wasauchimmer war. Irgendwas ging ihr gehörig gegen den Strich und sie machte meinem Cousin eine Szene. Ich bekam die blanken Fragen. Erstens: Wartet man mit sowas nicht, bis man allein ist? Zweitens: Was hatte sie für ein Problem? Dem Baby ging's prima, ganz doof sind wir ja auch nicht! Und überhaupt: Warum lässt sich mein Cousin das bieten? Wo sind bloß seine Eier geblieben??? Egal, nicht aufregen. Seine Sache. Auch die Frau... nervtötend. Aufregen lohnt nicht. Der Streit hat mich doch etwas schockiert, deshalb habe ich mich erstmal versteckt. Im Kinderzimmer, beim hyperaktiven Kind. Dort waren auch schon Onkel und Tante der Kleinen. Wir haben dann echt komplizierte Spiele gespielt und uns gefragt, wieso man sich vor seinen Gästen so aufführt etc. Zwischendurch wollte ich Garfield dazuholen, doch der saß im Wohnzimmer und weigerte sich, mitzuspielen. Offenbar gefiel es ihm so mitten auf dem Schlachtfeld. Vielleicht wollte er aber auch nur heimlich das Baby beobachten. Eigentlich zeigte er kein Interesse am Mchen, aber hinterher gestand er mir: als er da so allein saß, moserte sie rum. Er ging hin, stopfte ihr den Schnuller wieder ins Mäulchen und kraulte ihr das Bäuchlein, woraufhin sie wieder einschlummerte. Er war ganz stolz auf seinen beruhigenden Einfluss. Er versteckt es, aber irgendwo sind da doch Papaqualitäten!

Wir hielten durch bis zum Kaffee, ätzend lange. Nachdem die Luft wieder rein war, verließen wir das Kinderzimmer und guckten das Video von der Taufe. Juchu! Die ganze langweilige Zeremonie nochmal! Nebenbei bemerkt: Ich sah scheiße aus. Das ist doch echt seltsam: Man guckt in den Spiegel, findet sich gut, geht los. Und dann sieht man sich auf Video oder Fotos und sieht voll daneben aus. Verstehe ich nicht. Ist wohl eines dieser Phänomene. Da das Mittagessen ausgefallen war, gab es frühzeitig Kaffee, danach machten wir uns schleunigst auf den Weg. Überraschenderweise bekam ich zum Abschmied nochmal das Baby gereicht... *schmelz*. Es nieste mich an! Es lächelte mich an! Mein Hormonmotor sprang an und ich wurde vom Kinderwunsch beseelt. Nach diesem Wochenende war ich definitiv nicht mehr fähig, vernünftige Entscheidungen zu treffen und wäre garantiert Risiken eingegangen. Zum Glück ist mein Liebster Realist und zumindest etwas desillusioniert durch das hyperaktive Kind. 

Witzig: Kaum saßen wir im Auto, fiel die Langeweile von uns ab und wir redeten die ersten drei Stunden nonstop. Wir hatten wohl einiges nachzuholen...

 

09.12.2009 um 11:09 Uhr

Wettkämpfe

Soll ich oder soll ich nicht? Hier herrscht mal wieder dicke Luft und ich bin mir nicht sicher, ob ich davon erzählen soll. Ist schon recht intim, der Grund. Andererseits interessiert mich sehr, ob andere das Problem auch kennen und vor allem, wie sie reagieren.

Gut, ich probier's mal mit einer harmlosen Sportmetapher:

Wettrennen. Garfield erreicht das Ziel vor mir - weit vor mir. Für ihn war es mehr ein Sprint, ich bin in der Stimmung für Langstrecke. Er ärgert sich über sich selbst, nimmt es aber noch mit Humor. Wir laufen noch ein bißchen weiter, aber meine Lust lässt irgendwie nach. Ich werde immer sicherer, dass ich das Ziel sowieso nicht erreiche, also sage ich schließlich: "Schatz, wir können auch aufhören. Meine Lust ist irgendwie dahin. Ist aber nicht schlimm." ICH meine das auch so: Es ist nicht schlimm. Ok, es ist auch nicht perfekt, denn ich wäre schon gern durch's Ziel gelaufen, aber so doll Lust hatte ich eh' nicht auf das Rennen, also no problem. Nicht so für Garfield: Er ärgert sich mächtig über sich selbst, ist sauer und beleidigt, weil ich keine Lust mehr habe und er keine Chance bekommt, es wieder gut zu machen. Ich versichere ihm, dass es mir auch so Spass gemacht habe, er glaubt mir natürlich nicht. Früher haben Männer sowas geglaubt, aber seit SATC und Männerzeitschriften, hinterfragen sie alles. Insbesondere solche Aussagen. Ich habe Garfield schon etliche Male erklärt, dass der Zieleinlauf nur die Kirsche auf dem Kuchen ist und ich ab und zu auch darauf verzichten kann. Er glaubt mir nicht. Seine Taktik gestern: Er reißt mir an der Schulter und sagt "Los, komm' schon...". Ja, das ist wirklich sehr verlockend und macht definitiv Lust auf mehr. Irgendwann hat er dann doch aufgegeben und was folgte, war die übliche Litanei: DARIN sei er jetzt auch schon schlechter geworden, er bringt's nicht mehr, ich soll mir einen anderen suchen. Und, mein Lieblingssatz: "Dann lassen wir es eben ganz." Ja, super! Genau das wollte ich hören. Eigentlich hätte ich lieber noch etwas gekuschelt, denn genau danach war mir gestern. Aber der Herr schmollte ja lieber. Ich wollte mich auf die Diskussion gar nicht erst einlassen, denn ich finde sie sinnlos. Warum ein Problem aus etwas machen, das eigentlich keins ist? Warum müssen Männer aus allem einen Wettkampf machen? Was soll dieser bescheuerte Ehrgeiz? Ich kann nunmal nicht immer das Ziel erreichen. Meine Libido ist eine diffizile Angelegenheit und sehr anfällig. Da reichen manchmal schon Kleinigkeiten. Sowohl um sie anzustacheln, aber auch um sie zu töten. Ist sie erstmal angestachelt, ist natürlich das Ziel das Ziel. Schwelt sie aber nur so vor sich hin, ist der Zieleinlauf eben nicht sooo wichtig. Dann genieße ich mehr die Nähe, Garfields Spass, die Zärtlichkeiten. Eben die anderen Komponenten. Das Wettrennen besteht schließlich nicht nur aus Start und Ziel, da passiert 'ne Menge unterwegs. Garfield scheint das nicht zu verstehen und fühlt sich veräppelt und unverstanden. Mir geht's genauso. Gestern nun habe ich versucht, sensibel zu reagieren. Ich habe mich angekuschelt, habe ihm mehrmals versichert, dass ich kein Problem sehe, keinen anderen will etc. Garfield hat weder meine verbalen noch die körperlichen Brücken betreten. Schließlich habe ich mich umgedreht und die Diskussion durch Schweigen und schlafend stellen beendet. Er hat noch eine Weile vor sich hin gemeckert, sich unruhig hin und her gewälzt und schließlich doch ein bißchen gelöffelt. Ich habe innerlich triumphiert und war der Meinung, er hätte sich endlich beruhigt.

Hat er wohl nicht. Heute morgen klingelte sein Wecker viel zu früh. Ich schlief sofort wieder ein, was mir sonst nie passiert. Er ging ins Bad, zog sich an etc. Dann kam er nochmal rein, um sich zu verabschieden. Er macht dann immer das Licht an. Damit hat er mich heute aus dem Tiefschlaf geholt. Als er sich über mich beugte und mir einen Abschiedskuss gab, war ich noch nichtmal richtig wach. Reagierte also auch nicht wirklich. Ehe ich richtig da war, war Garfield schon wieder draußen und murmelte irgendwas wie "Na, reizend!". Hätte er mir nur ein bißchen Zeit gelassen, wach zu werden... Aber sein Kuss war auch mehr als knapp ausgefallen, soviel hatte ich gemerkt. Er ist also immer noch beleidigt. Super. Ich hatte gehofft, wenn ich den Computer anmache, habe ich eine Mail von ihm. Eine Entschuldigung oder sowas. Fehlanzeige. Angerufen hat er auch nicht. Das heißt also, dass der Streit heute abend weitergeht. Was freu' ich mich...

08.12.2009 um 15:48 Uhr

In der Weihnachtsbäckerei...

Vorweg die gute Nachricht: Die Heizungen funktionieren endlich! Heute morgen stand wieder der Monteur vor der Tür. Leicht verzweifelt. Er guckte sich Rohre und Hebel wieder an, überlegte und hatte schließlich eine Eingebung. Da war noch ein kleiner Hebel, etwas versteckt unter dem Zähler. Der war zugedreht. Na klasse, da können die Heizkörper ja nicht warm werden! Mr. Monteur drehte auf und schon wurde alles mollig warm. Endlich!

Ansonsten mache ich heute einen auf besinnlich. Ich habe Plätzchen gebacken (Habe mal Peles Puddingplätzchen ausprobiert), die ich am Wochenende mit zur Taufe nehmen will. Optisch sind sie jedenfalls ein Knaller: Eine Parade aus weißen Pinguinen und braunen Elchen. Natürlich habe ich eine kleine Extra-Dose für meinen Lieblingsmitbewohner gemacht, die muss ich aber noch verstecken. Erstmal will ich mir sein Gebrummel anhören, wenn er erfährt, dass er in die große Keksdose nicht mal reingreifen darf, weil sie für's Wochenende ist. Er wird sich schön aufregen, schimpfen und betteln. Und dann irgendwann hole ich seine kleine Dose raus und er darf von mir aus alles auf einmal essen. Das wird ein Spass!

Wie gesagt, mir war heute nach besinnlich, deshalb wollte ich - wie ich das von zu Hause gewohnt bin - beim Backen Weihnachtsmusik hören. Zu meiner größten Überraschung musste ich aber feststellen, dass ich nur zwei läppische Weihnachts-CDs besitze! Die von Frau Carey und die von Frau Dion. Beide sehr schön, tolle Weihnachtslieder drauf, aber nicht so ganz das, was ich im Sinn hatte. Denn, ich gebe es unumwunden zu, ich bin ein Ostkind. Bei mir ist erst Weihnachten, wenn ich die alte grüne Kassette einlege und Herr Schöbel nebst Familie durch das Rauschen des Kassettenrecorders "Weihnachten in Familie" schallmeiht. Was liebe ich diese Kassette! So groß wie wir sind, legen wir zu Hause doch jedes Jahr wieder beim Backen und auch beim adventlichen Kaffee diese Kassette ein. Da führt kein Weg dran vorbei, wir brauchen das. Oder eher ich. Meine Geschwister haben in den letzten Jahren angefangen, sich zu wehren. Natürlich vergeblich, denn letztendlich verliert jeder gegen Familie Schöbel. Was gibt es auch Schöneres, als Plätzchen auszustechen und dabei "He, du - Weihnachtsmann" zu trällern? Wer wollte als Kind nicht auch ein Hängebauchschwein haben? Hach... (Für die Wessis hier, die's nicht kennen: Hier gucken) Welches DDR-Kind hat seine Mama nicht mit dem Mama -Lied zu Tränen gerührt?
Oder das Lied über den Weihnachtsbaum ! Was haben wir uns jedes Jahr beömmelt, denn dieses Leid kennen wir nur zu gut. Mein Papa hat auch so ein Talent. Zielsicher sucht er jedes Jahr den hässlichsten Baum unter der Sonne aus. Wir sind der running gag der Familie. Und was war das peinlich, vor zwei Jahren. Da verbrachte ich Heiligabend bei meinem damaligen Freund und seiner Familie. Mutti ist Försterin, der Baum sah einfach umwerfend aus. Selbst geschlagen und wahrscheinlich sogar selbst gezogen! Am 1. Feiertag dann ging es zu mir nach Hause und ich betete schon vorher: Bitte, bitte, mach' das wir EINMAL einen schönen Baum haben!!! Nun ja... der Baum war ok, konnte aber nicht mit dem bei Familie Förster mithalten. Mein Ex hielt sich mit Kommentaren höflich zurück. Was ich aber eigentlich sagen wollte: Bis zum 4. Advent brauche ich unbedingt die grüne Kassette! Dann müssen wir nochmal Plätzchen backen und ich werde meinen Liebsten damit quälen!

Ok, man hat's gemerkt, oder? Ich liebe Weihnachten! Und ich freue mich alle Jahre wieder wie ein kleines Kind darauf. Ich bin gespannt, wie's dieses Jahr wird. Heiligabend fahren wir zunächst mal zu Familie Garfield. Hui, da muss darf ich dann in die Kirche. Ich find's ja immer seltsam, Heiligabend bei einer fremden Familie zu sein und nicht bei der eigenen. Aber es wollen eben alle was von uns haben. Am 26. geht's dann nach dem Essen zu mir nach Hause. Wat freu ick mir auf sechs Stunden Autobahn! Am 1. Weihnachtsfeiertag! Dafür bleiben wir dann bis nach Silvester bei meinen Eltern und darauf freue ich mich am allermeisten. Wir werden faulenzen, die bunten Teller vernichten, jeden Tag eine große Runde mit dem Hund drehen, Spiele spielen, gemeinsam kochen, bestimmt auch mal was unternehmen. Ach ja, und dann noch Bowlen+Brunch mit der GANZEN Familie am 27.! Mein Papa hat in der Woche komplett frei, meine Mama ein paar Tage. Hoffentlich bleiben meine Geschwister auch ein paar Tage.

Und dann... Silvester! Was habe ich hin- und herüberlegt. Wieder mit den Mädels in Berlin? Ja, das war schon toll... Andererseits will ich doch mit meinem Schatz ins neue Jahr starten. Beides zusammen geht nicht, das war von vornherein klar. Letztendlich habe ich mich für Silvester mit Schatz bei meinen Eltern entschieden. Die richten dieses Jahr die große Familiensause aus, was sehr praktisch ist. Wir können uns so richtig volllaufen lassen und müssen dann nur noch die Treppe hochtorkeln. Die Silvesterfeiern mit der Familie sind eigentlich immer toll. Es gibt lecker Essen, viel zu Trinken, es ist lustig, es wird getanzt. Ein paarmal bin ich fremdgegangen: Zweimal war ich ja nicht da, weil in Frankreich. Da habe ich Silvester natürlich gearbeitet, was irgendwie doof war. Zwei- oder dreimal habe ich als Teenie mit Freundinnen gefeiert, das war immer wesentlich langweiliger als mit der Familie. Vor zwei Jahren schloss ich mich meinem Ex an und feierte mit seinen Freunden. Das war das langweiligste Silvester ever. Letztes Jahr hatte ich zum ersten Mal an Silvester ohne Familie so richtig viel Spass. Auf die Party in der Kulturbrauerei hätte ich natürlich auch wieder Bock, aber das ist nix für Garfield. Außerdem muss es dieses Jahr nicht genauso toll werden, wie letztes Jahr. Was, wenn Silvester mit diesem Erwartungsdruck nicht klar kommt? Und davon mal abgesehen, ist das mit den Mädels auch alles noch sehr unsicher. Wie immer halt. Nene, ich habe mich für Schatz und Familie entschieden. Das ist erstens billig und zweitens für Garfield eine prima Gelegenheit, mit der Familie warm zu werden. Noch wärmer. Wenn er sich nur nicht wieder von meinem Onkel abfüllen lässt...

04.12.2009 um 14:34 Uhr

Post ist da!

Als ich vorhin unter der Dusche war, klingelte es plötzlich sturm. Da war einer echt hartnäckig, was ich aber ignorierte. Klar, unter der Dusche lasse ich mich nicht hetzen. Nachher dann um die Ecke geschielt (Eine Eingebung!) und was liegt auf der Treppe:

Ein OSTPAKET!!! Meine Mama... wußte ich's doch. Jetzt liegt das hier und ruft ganz leise "Reiß' mich auf!", ich will aber warten, bis Garfield kommt. Noch 40 Minuten, wenn's gut läuft.

So, und jetzt bin ganz stark und mache den Computer endlich aus. Muss schließlich noch meinen Kosmetik---ähm---koffer packen.

Naja, man könnte den Computer auch noch so lange anlassen. Koffer packen geht schnell und wer weiß, wann der Herr hier eintrudelt...

04.12.2009 um 10:33 Uhr

Mein gebackener Kerl

Ich wäre ja nicht ich, wenn ich das nicht auch gleich probieren würde. Hier also mein gebackener Mann:

 

Nun ja. Immerhin, wenigstens ist es mein Typ. Dunkle Haare. Anderes Gesicht, kein Sixpack, andere Frisur - und schon habe ich meinen aktuellen Begleiter.

Beim Stichwort Sixpack fällt mir gerade ein: Letztens haben wir "300" geguckt. Hatte ich ja noch nicht gesehen, kannte nur die Verarsche. Und weil so viele von dem Film ganz begeistert waren, haben wir uns nun gebeugt und auch mal geguckt. Nun ja. Ich fand das Ganze jetzt nicht so toll. Ja, die Männer waren schon heiß, mit ihren durchtrainierten Körpern in den Lederschlübbern. Aber die Aufmachung? Man hat wohl versucht, es irgendwie historisch oder anspruchsvoll wirken zu lassen, deshalb hat der Sprecher so geschwollen dahergeredet. Den fand ich ja mal sowieso total nervig. Und die Farben! Alles in Gold- oder Silbertönen! Fand ich auf Dauer etwas anstrengend für die Augen. Jedenfalls für meine. Und wieso sah Xerxes aus wie eine Frau? Jedesmal, wenn der Typ im Bild war, habe ich mich fast bepinkelt vor Lachen, weil ich nur an die Southpark-Verarsche dachte. (Da ist Xerxes eine verkleidete Frau und lesbisch.)

So, ich habe noch eine Menge zu tun, bevor ich ins Wochenende starten kann. Gestern habe ich das schöne Wetter genutzt und die Fenster endlich mal geputzt. Erwartungsgemäß regnet es heute. Nein, halt, es SCHNEIT! Jetzt werde ich noch die Gardinen waschen, dann können die über's Wochenende trocknen. Wenn wir nicht da sind, stört es uns ja nicht, wenn jeder reingucken kann.

 

Bei "Schnee" fällt mir auch gerade ein, dass es hier kalt ist. Und da springen meine Gedanken doch sofort zur neverending Heizungsstory: Nachdem die Heizung nun doch nicht ging, rief mein Schatz den Vermieter an, um ihm dies mitzuteilen. Der Vermieter kam natürlich sofort vorbei, überprüfte selbst (Männer!) und stellte fest: Da muss jetzt ein Profi ran! (Ich hatte eigentlich gedacht, der wäre schon da gewesen. Aber ich bin ja nur 'ne Frau...) Gestern nun klingelte es wieder. Wer stand vor der Tür? Der Vermieter. Strahlte mich an und meinte, jetzt müsste die Heizung gehen, sie hätten ein Teil ausgewechselt. Natürlich kam er sofort wieder reingetrampelt (Wozu habe ich eigentlich letzte Woche die ganze Wohnung gewischt???) um zu testen. Natürlich umsonst, denn da die Heizkörper eh nicht gingen, hatten wir sie wieder ausgeschaltet. Ich schaltete also wieder an und versprach dem Vermieter, das zu beobachten. Natürlich (!!!) wurde nix warm. Ich brachte es aber einfach nicht über's Herz, dem Vermieter dies zu sagen. To be continued.

02.12.2009 um 13:47 Uhr

Örgs!

Ich könnte kotzen! Echt jetzt!

Gestern abend kommt Schatzerl nach Hause. Ich präsentiere stolz die... KALTE Heizung! Jaha, die Dinger waren nur warm gewesen, weil der Monteur ja warmes Wasser durchlaufen lassen hatte. Ich friere also immer noch, die Wohnung ist nämlich arschkalt. Erwähnte ich schon, dass sie relativ feucht ist? Da kommt es einem gleich noch kälter vor. Ich sitze in der Küche, mit warmem Fußboden, und friere trotzdem. Meine Hände sind dunkellila. Leider ist die Tastatur meines Netbooks so filigran, dass ich nicht mit Handschuhen schreiben kann... Heute abend geht's wieder in die Schwimmhalle. Ich träume jetzt schon von dem warmen Wasser!

Heute im Adventskalender: Ein Flugzeug! Kann das nicht bitte, bitte bedeuten, dass ich bald ins Warme fliege??? Man wird ja wohl noch ein bißchen rumorakeln dürfen...

01.12.2009 um 16:40 Uhr

Einer geht noch...

Hurra, wir haben Heizung! Warme Handtücher, ich komme!

Naja, Heizung hatten wir natürlich schon vorher, aber nur Fußboden. Und die ist zwar sehr nett, wenn sie denn mal warm ist, aber das dauert. In der Küche geht's schnell, weil nah am Verteiler. Bad geht auch. Aber Wohnzimmer und Schlafzimmer dauern ewig und so richtig warm werden die großen Räume damit auch nicht. Tipp vom Vermieter: Immer anlassen, weil an- und ausschalten mehr Öl verbraucht. Schon klar, aber wir sind beide Sparfüchse und Geld wächst nicht auf Bäumen. Warum einen Raum ständig heizen, in dem ich mich nur abends für zwei-drei Stunden aufhalte? Na also. Nun gibt es in Wohnzimmer und Bad auch Heizkörper, die bisher allerdings nicht funktionierten. Schon vor Ewigkeiten mokierten wir das beim Vermieter. Reaktion: Er kümmert sich. Wollte irgendwas einstellen. Ergebnis: nix. Also, nix warm. Lösungsvorschlag Nr. 2: Ihr müssts entlüften! Haben wir gemacht. Resultat: Nix. Gestern nun wurden die Heizungskosten abgelesen und ich nutzte die Chance. Schnappte mir den Vermieter und sprach das Heizkörperproblem an. Er entlüftete auch nochmal. Natürlich zwecklos. Dann versprach er, einen Monteur zu besorgen. Ich rechnete damit, dieses Jahr keine warmen Heizungen mehr zu haben, aber ich wurde positiv überrascht. Heute Mittag standen sie vor der Tür: Vermieter und Heizungsmonteur. Es wurde geguckt und an Hähnen gedreht, gefachsimpelt und geschraubt, und schließlich kam man zu dem Ergebnis, dass man nochmal wiederkommen müsse. Herrje! Ich hatte noch was vor und keine Lust, den ganzen Nachmittag auf die Heinis zu warten. Immerhin kamen sie früher zurück als erwartet und hatten sogar eine richtige Strategie im Gepäck: durchspülen. Wenn ich das richtig verstanden habe. Der Dialekt hier macht mir doch arge Probleme... Jedenfalls hat der Monteur dann durchgespült und ich durfte ihm sogar zur Hand gehen. Habe seinen Schlauch gehalten. Höhö. (Um hier auch mal ein paar niveaulose Klischees zu bedienen.) Wohl dank meiner Mithilfe - und NUR daran kann es gelegen haben! - klappte das Manöver und die Heizkörper funktionieren endlich. Heute abend werden wir mal sehen, wie warm das Wohnzimmer damit wird. Und im Bad hängt so ein Handtuchhalterteil. Ratet mal, wo meine Handtücher ab heute immer hängen werden!

Und noch der Aufreger der Woche:

Nachdem hier schon des öfteren über Telefonanbieter, allen voran das Team "Pink", gemeckert wurde, wende ich mich heute mal einem anderen ehemaligen Staatsunternehmen zu: Team "Gelb". Hier im Ort gibt es einen kleinen Tante-Emma-Laden, an dem draußen groß dransteht: Post - Verkauf von Brief- und Paketmarken. Supi, dachte ich, brauche ich mit meiner Bewerbung (Nr. 4. Bitte, bitte, ich kann ein paar Daumendrücker gebrauchen!) nicht in die Stadt fahren, sondern gehe dorthin. Haha, guter Witz. In einer Postdependence kann man Briefmarken nur im 10er-Pack kaufen und Briefe abgeben schonmal gar nicht. Tolle Wurst. Musste ich mich also doch noch ins Auto setzen und in die Stadt fahren. Da wollte man einmal spritsparend und umweltbewußt sein. Und zusätzlich die lokale Wirtschaft stärken, denn ich wollte bei der dicken Tante Emma eigentlich gleich Kleinkram einkaufen; Eier und saure Sahne. (Für Blumenkohlfrikadellen, aber das nur nebenbei.) Da ich nun aber sowieso in die Stadt musste, konnte ich auch gleich den dortigen Supermarkt beehren, wo das Zeuch wesentlich billiger ist als bei Tante Emma. Pech gehabt. Aber mal ehrlich: Kann man sich diese Filialen dann nicht sparen? Wenn dort sowieso nicht wirklich die Aufgaben einer Post erledigt werden? Ich versteh's echt nicht.

Ein Gutes hatte mein Ausflug aber: Ich habe mir gleich mal mein Weihnachtsgeschenk angeguckt. Zumindest sowas Ähnliches. Als ich am Schreibwaren-Wir-führen-vom-Kinderschnulli-bis- Dekotand-alles-Laden vorbeiging, fiel mir ein, dass ich auf der f*i*l*o*f*a*x-homepage gelesen hatte, die wären Händler für f*i*l*o*f*a*x*e. Faxen? Egal, sowas wünsche ich mir jedenfalls vom Schatzerl. Wie das kommt? So:

Neulich hatte ich 'ne Menge Geburtstagskarten zu schreiben. Für die Adressen kramte ich mein altes Adressheft raus, welches ich jedes Jahr auf's neue in den jeweils aktuellen Kalender stopfe. Seitdem liegt das Heftchen in der Küche rum. Garfield - neugierig wie Bolle - hat natürlich einen Blick reingeworfen und was prangt gleich auf der ersten Seite? Adresse und Telefonnummer vom Ex! Hatte ich mal erwähnt, dass mein Süßer sehr eifersüchtig ist? Natürlich schlug er sofort an, wieso und weshalb und überhaupt ich diese Adresse da drin hätte. Ich also erklärt: Heftchen gehörte zu dem Kalender, den ich in genau dem Jahr hatte, in dem ich mit Ex zusammen war. Ergo seine Adresse reingeschrieben, klar.  Seitdem Heftchen immer schön mitgeschleppt und natürlich NICHT die gesamte AB-Seite rausgerissen, nur weil ich die Adresse EINER einzigen Person nicht mehr brauche. Hätte ich ein neues Kalenderlein mit Adressteil, würde ich diese Adresse da natürlich nicht mehr reinschreiben. Männes Fazit: Dann schenk ich dir sowas zu Weihnachten. Ich: Ich wollte schon immer ein f*i*l*o*f*a*x. Sowas ganz Edles. Er: Alles klar, kriegst du. Ich: Die sind aber teuer... Er: Kein Problem. Hatte ich erwähnt, dass er seeehr eifersüchtig ist? Jedenfalls habe ich dann gleich auf der filo-Homepage geguckt und mich schon für ein Modell entschieden. (Für Interessierte: b*a*r*o*q*u*e. Mir gefallen zwar noch andere, aber die sind dann doch zu teuer.) Jetzt muss ich mich nur noch für eine Farbe entscheiden, deshalb wollte ich mir das heute mal in echt angucken. Leider war gerade dieses Modell im Laden nicht vorrätig. Schade. Nebenbei bemerkt: Die Teile, die sie da hatten, sahen schon recht versifft aus. Liegen wohl schon ewig und werden regelmäßig angegrabscht. Bäh!

Jetzt reicht's aber wirklich für heute, sonst könnte man noch den Eindruck bekommen, ich hätte nix anderes zu tun, als bei blogigo abzuhängen. Sonstige

01.12.2009 um 12:10 Uhr

Voilà!

 

01.12.2009 um 12:01 Uhr

GNTK

Der Beweis, dass mein Frollein Germanys Next Top Kitty ist, muss noch warten. Irgendwie mag Blogigo gerade das Foto nicht hochladen...

01.12.2009 um 11:34 Uhr

AAHHHH!

Aktuelles:

Heute im Adventskalender ... *trommelwirbel hier denken* ... ein Adventsgesteck? 'Ne Kerze mit Grünzeug jedenfalls.

Gestern hat Garfield wiedermal einen Anschlag auf mich verübt. Oder eher seine Mutter. Am Wochenende fahren wir ja wiedermal hin, weil der Herr noch ein paar Kisten abholen muss. Mama hat ihn gestern angerufen - nur mal so! - und meinte, dass es doch Sonntags immer so blöd wäre mit dem Mittagessen. Sie arbeitet Sonntag früh immer. Jedenfalls war ihr Lösungsvorschlag, ich soll was kochen. Sie würde alles einkaufen und ich könnte dann loslegen.

AAAAAHHHHHHHHHHHH!

Ja, ich kann kochen. Recht gut sogar. Traue ich mir zu, für diese Familie zu kochen? Definitiv: Nein. Was, wenn es ihnen nicht schmeckt? Oder, noch viel schlimmer, was, wenn es ihnen richtig gut schmeckt? Mama Garfield kocht selbst nämlich nicht besonders gut, das weiß sie auch. Ihre Jungs sind da nicht besonders feinfühlig. Irgendwann hat sie Garfield mal gefragt, ob ich kochen kann. Seine Antwort: "Jupp. Besser als du." Örg! Was mach' ich nur? Ich kann doch nicht besser kochen als die Dame des Hauses, in IHRER Küche! Und was soll ich denn kochen? Meine absolute Spezialität ist Lasagne. Die von Mama Garfield leider auch. Denkt sie zumindest. Ihre Familie liebt ihre Lasagne. Garfield weiß aber, seit er meine zum ersten Mal gegessen hat, dass es besser geht. Viel besser. Nämlich alles selbst gemacht und nicht mit Magg*i & Co. Lasagne fällt damit raus, denn ich kann Mama Garfield nicht übertrumpfen, das geht nicht. Schade, denn da wüßte ich wenigstens, dass es der Meute schmeckt und ich es vor allem garantiert hinbekomme. Für meine eigene Familie habe ich meistens Aufläufe gemacht. Die mögen wir alle sehr und vor allem ist es relativ simpel. Ich hasse nichts mehr, als mit mehr als zwei Töpfen gleichzeitig hantieren zu müssen. Sowas überfordert mich einfach, wahrscheinlich fehlt mir das Multitasking-Gen.

Wieso konnte Mr. Superschlau-Garfield nicht einfach nein sagen??? Naja, soll er sich halt mal 'nen Kopf machen...

 


 

 

 

01.12.2009 um 10:59 Uhr

Für Mister Bo!

So, hier kannst du mal gucken, was ich meinem Frollein Mieze letzten Winter angetan habe. Richtig begeistert war sie nicht, dass sieht man auch:

 

Zu dem Mützchen gab es auch einen kleinen Schal... Da wollte das Frollein aber wirklich nicht mehr: