Weltgebetstag 2012
Frauen aller Konfessionen luden ein zum Weltgebetstag,
der dieses Jahr von Frauen aus Malaysia vorbereitet war.
Das Motto lautete:
Steht auf für Gerechtigkeit
Es nimmt einen Gedanken des Evangelisten Lukas zum Anlass, der aussagt, „dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten“ (Luk 18,1-8). Das bedeutet, dass auch Frauen hartnäckig sein und einen langen Atem und Hilfe haben müssen, um ihr Recht einzufordern.
Das Bild zum diesjährigen WGT zeigt deshalb drei Frauen, die von loderndem Gebüsch – einem Zeichen für den überbordenden tropischen Pflanzenreichtum Malaysias – umgeben sind. In einer lichtdurchfluteten Umgebung helfen zwei Frauen einer dritten, aufzustehen. Dabei entsteht zwischen den helfenden Frauen eine weitere Gestalt, die man als Unterstützerin oder als guten (heiligen?) Geist verstehen kann.
(Die malaysische Künstlerin Cheriyan Varghese (+2009) begrüßte es, wenn Bilder von ihr in Publikationen verwendet wurden, weil sie es als kleinen Beitrag zum christlichen Dienst füreinander sah)
Auch Frauen in aller Welt leisten – wie die Künstlerin Cheriyan Varghese - ihren Beitrag zum diesem christlichen Dienst, mit dem, was ihnen möglich ist. So lasen Frauen im Gottesdienst Zwiegespräche in verteilten Rollen, um die Situation der malaysischen Frauen nachzuempfinden und darzustellen. Im Gleichnis von der beharrlichen Witwe und dem ungerechten Richter (Luk 18, 1-8) erfuhren die Teilnehmerinnen, dass auch Gott jenen, die unermüdlich zu ihm rufen, Recht schaffen wird. So werden auch wir aufgefordert, unsere eigene Situation zu betrachten.
Aus den Informationen über das Land, die Lebensbedingungen und den Alltag der dort lebenden Frauen erfuhr man folgendes:
Malaysia ist insgesamt etwas kleiner als Deutschland und in zwei Landesteile auf der Halbinsel Thailand und der Insel Borneo verteilt. Da es ein Einwanderungsland mit guten Arbeitsmöglichkeiten ist, finden sich dort viele Kulturen und Religionen. Der Bildungsstand ist hoch und neben den 40 % erwerbstätigen Frauen – die einen westlichen Lebensstil pflegen und auch in Unternehmen und akademischen Berufen tätig sind - gibt es auch eine traditionell lebende Mittelschicht, die Hausmädchen beschäftigt. Diese ungelernten ZuwanderInnen aus den asiatischen Nachbarstaaten erleben in dieser multikulturellen Gesellschaft häufig Benachteiligung und Rechtlosigkeit. Irene Fernandez (65), eine Menschenrechtsaktivistin, die Gewalt gegen Frauen und Missbrauch von Zuwandereren bekämpft, unterstützt mit ihrem Projekt „Tenaganita“ (Frauenkraft) die Rechte dieser benachteiligten Frauen und hilft ihnen, für sich einzutreten.
Die gesammelten Spenden aller Aktionen zum diesjährigen WGT gehen daher an Irene Fernandez‘ Projekt „Tenaganita“.
Weitere Informationen: http://www.weltgebetstag.de/index.php/de/service/downloads/malaysia-2012-ideen
. Mit meinen vier UFOs weiß ich wenigstens, was mich erwartet und wie es geht.










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