Roter Faden - The Central Seam

31.08.2014 um 11:34 Uhr

Karwendel und Wettersteingebirge

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Dieses Jahr ging es endlich wieder einmal in die Berge!

Zusammen mit meiner Nichte startete ich in der letzten Augustwoche nach Leutasch in Österreich. Dort überbrückten wir die Zeit bis zur Zimmerbelegung mit einer Wanderung in der Leutaschklamm (Wettersteingebirge) und zum Wasserfall.

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Die Klamm und der Wasserfall sind zwei verschiedene Dinge: die Besichtigung des Wasserfalls kostet Eintritt und geschieht von Deutschland (Mittenwald) aus; die Schlucht und der Wasserfall liegen bereits in Österreich. Dort geht es eben auf einem Holzsteig dahin.

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Die Klamm kann von Deutschland oder von Österreich aus bewandert werden und erfordert zunächst einen Aufstieg. Sie ist durchweg auf Eisenstegen zu begehen und sehr sicher. Diese weiße Brücke sieht man auch vom Wasserfall aus, wohingegen man den Wasserfall von der Brücke aus nicht erkennen kann.

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Das Blau des Wasser ist faszinierend - die Lichtbrechung soll daran ausschlaggebend sein.

***

 

Die Wanderung durch die Gleirschklamm im benachbarten Karwendelgebirge stellte da schon andere Anforderungen.

Die Wege und Stege waren ungesichert, nur manchmal bot ein im Felsen angebrachtes Stahlseil zusätzlichen Halt. 

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In der Nähe des Einstiegs findet sich noch ein Geländer an der Brücke...

Gleirschklamm2 photo ohneGelaender_zps87e768bd.jpg

 

... tiefer in der Schlucht musste man vorsichtig sein auf den feuchten Holzdielen.

30.08.2014 um 17:37 Uhr

Mit zwei Büchern am Start

Amüsant finde ich, dass ich zwei Bücher, die ich im Mai letzten Jahres zusammen gekauft habe, diesen Sommer benutze.

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Das ist einmal Wandern am Wasser in den Bayerischen Alpen, aus dem wir - ungeplant - drei Wanderungen machten.

Die einzige geplante Wanderung wurde vertagt.

Und From Daisy to Paisley, ein Buch zum Erlernen des Freihandquilten, mit dem ich auch in diesem Monat begann.

Die Rechnung, die in einem der Bücher lag, verriet den gemeinsamen Kauf.

Wahrscheinlich hatte ich damals im Mai einfach einen guten Riecher.

06.08.2014 um 20:16 Uhr

Aus der Warteschlange...

von: Bloomsbury   Kategorie: Nähen

Immer wenn ich lese, dass jemand viele kleine Quadrate schnippelt, um sie dann zu einer großen Quiltdecke voller vieler kleiner Quadrate zusammenzusstückeln, denke ich mir: dieser Aufwand! Das muss doch auch anders gehen! Einen Quilt aus (nur) Quadraten kann man doch viel weniger aufwandsintensiv nähen, indem man den Stoff zu Streifen schneidet, und - wie bei einem Ninepatch - immer 3 Streifen zusammennäht, die man dann wieder zerschneidet. Mit einigen dieser Schnellschneide- bzw. Schnellnähmethoden könnte man ratzfatz den ein oder anderen Quilt (be-)nähen.

Nur - wie bringe ich das alles unter einen Hut?

Begonnen habe ich mit 10-Minuten-Blöcken, die aus 3 Nähten bestehen (die Ziernaht nicht mitgerechnet). Daraus war ruckzuck ein Babyquilt entstanden.  photo Bubenbabyquilt_zps74d47c2a.jpg

Warum aber dachte ich nun ständig ans Schnellnähen? Ein Rand fehlte noch, aber damit kam ich nicht voran... bis ich gestern auf die Seminolen stieß. Seminolen sind rasch und zeitsparend genäht, also genau das, was mir die ganze Zeit im Kopf herum ging. Muss nur noch eine passende gefunden werden.

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Fertig geworden ist in der Zwischenzeit der Applecorequilt, eigentlich ein kleiner Wandbehang. Aber da der Tunnel auf der Rückseite noch fehlt und sich das Annähen desselben wegen doppeltseitig klebendem Bügelvlies auch schwierig gestalten wird, verwende ich den Quilt vielleicht vorläufig als Deckchen oder hänge ihn mit Klipsen auf.

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Ein weiteres Projekt, an dem ich nicht vorankam ist der Fächerquilt. Die Rückseite sollte unbedingt dieser braune, gestückelte Stoff sein - nur gefiel mir das gestückelte nicht. Und auf einen geeigneten... (Seminole) war ich nicht gekommen. Nun sind gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

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Das Freihandquilten kann dann auch mal in Angriff genommen werden...

Wartet noch der Häuserquilt, dessen Fertigstellung ich nun doch nicht mehr für Jahresende anstrebe.

04.08.2014 um 21:11 Uhr

Alraunes Softart-Panoptikum

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Ein wenig krumpelig sind sie schon, die Figuren, die da die Küche, Kaffeetafeln oder Hotelzimmer bevölkern – geschwollene Beine, faltige Augenpartien, angestaubte Kleider.

Denn 'Alraune' Stefanie Siebert näht am liebsten alte Leute, weil die die interessanteren Gesichter haben.

Und diese kommen dann mondän, schrullig oder hausbacken daher, versammeln sich zu Gesellschaften, die den Besucher genauso neugierig betrachten, wie er sie. In Restaurant und Cafe sind sie zu sehen, von der blassen Ur-Uroma in Seniorenbluse bis hin zum parlierenden Tischredner mit Zigarre und Frack. Der Tisch ist angefüllt mit feinem Geschirr und appetitanregenden, genähten Köstlichkeiten.

Im Schrank nebenan stehen weitere Torten und Obstschnittchen. Schade nur, wenn man das alles alleine anschauen muss, weil der Begleiter einen Schnelldurchgang beschlossen hat. In der Küche liegen unter Speiseglocken genähte Sachen zum Befühlen, der Flur bietet Hüte zum Verkleiden und in den Zimmern haben sich berühmte Gäste einquartiert.

Als ich gehe, steht Alraune an der Kasse und stichelt an einer kleinen, noch undefinierbaren Sache herum.

Sie näht etwas? Immer. Sonst bringt sie nichts zustande.

 

Filmchen:  http://de-de.facebook.com/pages/Stefanie-Alraune-Siebert/176446222403929

https://www.youtube.com/watch?v=6I4L3Z85i60

Adresse:   http://www.panoptikum-siebert.de/

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Die Ortsdurchfahrt durch's Tal von Haigerloch ist eng und die Häuser sind urig - grad das Richtige für solch ein Kunst-Städtchen.