Der Kuchenbäcker
Eigentlich wollte ich gestern Abend nen Eintrag schreiben über eher blöde Dinge, die mich zur Zeit beschäftigen, von meinem Vater, der mal wieder doof verhalten hat, weil er meinte mir nichts erzählen zu müssen dass jemand der mir sehr am Herzen liegt sehr krank ist, aber man wollte mich ja nicht behelligen. Und als ich dann sauer am Telefon nachts versuchte meinen Vater an die Strippe zu kriegen, war nur meine ältere Halbschwester dran, die mir erzählte wie ähnlich mein Vater ich uns seien, dass ich ja genauso aussehen würde wie er als junger Mann und wie oft er von mir sprechen würde. Es war nen ziemlich langer Eintrag, aber da mein Computer zur Zeit wieder spinnt und sich weigert Texte in den Explorer einzufügen, muss ich den Eintarg verschieben.
Schrieb ich heute also mal wieder was positives. Ich wunder mich über mich selbst. Wir haben Samstag mittag und anders als sonst bin ich schon lange wach. Ich bin früh aufgestanden um ... und jetzt aupfassen ... Kuchen zu backen. Ich krieg nämlich Besuch zum Kaffeetrinken. Ungewöhnlich für mich. Zum einen bin ich nicht der Mensch, der sich zum Kaffeetrinken trifft, zum zweiten hab ich noch nie nen Kuchen gebacken. Okay, mit meiner Mama vielleicht mal als ich klein war, aber noch nie alleine. Eigentlich isses auch mehr nen Torte mit Obst und viel Sahne, aber ich hab sogar den Tortenboden selber gemacht.
Meine Freundin war ganz erschrocken als ich morgens um 9 aufgestanden bin, irgendwas nuschelte von wegen: "Ich muss den Kuchen machen." Sie blinzelte, ich schon aufm Weg ins Bad, da kam sie gleich panisch hinterher gelaufen: "BITTE WAS?!" - "Ich mach nen Kuchen." sagte ich und steckte mir die Zahnbürste in den Mund. Sie blinzelt verdattert: "Wieso Kuchen? Ryan, bist du überhaupt richtig wach?!" - "Ja aber wir kriegen doch Besuch und ich dachte es wäre schön, wenn ich nen Kuchen anbieten kann." Sie blinzelt wieder "Okay ... wenn du meinst ..." und schlurft wieder ins Bett. Als sie dann ne Stunde später in die Kuche kam, wieder so ein panisch-erschrockener Ausruf: "Du machst ja wirklich nen Kuchen!" und der nächste Satz war dann: "Egal was mit dir los ist, das kann gerne länger anhalten."
