Boys don´t cry

04.08.2006 um 20:36 Uhr

Ein paar Worte vor dem Wochenende

von: Ryan

Ryan freut sich wie bekloppt auf den Christopher-Street-Day in Hamburg. Der Tag ist auch großartig verplant. Ich treffe mich mit meiner Lieblingskollegin zum Frühstück, dann kommt mein anderer Lieblingskollege dazu, nachdem dieser seine Freundin zur Arbeit gebracht hat. Vielleicht lernen wir noch ne Runde, wir haben es uns zumindest vorgenommen.

Und danach gehts aufm Christopher-Street-Day zur Parade, weil die beiden noch nie diese Parade gesehen haben. Allerdings wird das ne grenzwertige Erfahrung. Der Kollege knallt immer völlig ab, wenn er ne Transe oder nen Schwulen sieht.
Auf der Reeperbahn gibt es ja diesen Transenstrich. Kaum sind wir da in der Nähe, kommt: "Gehen wir da mal rüber?!" oder so Sachen wie: "Guck dir den Typen an! Der hat ja nen Kleid an! Guck dir den Arsch an, der sieht ja aus wie bei ner Frau."
Und man steht daneben und denkt sich: Oh nee, wieso haben wir ihn mitgenommen? So wirds mir morgen wahrscheinlich auch gehen.

Ansonsten was ganz anderes: Meine Lieblingskollegin und ich ... sie war/ist in mich verliebt. Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass es mal so war, und ihr Exfreund mir sehr verdächtig ähnlich sah.
Und jetzt hat Ryan das Problem, dass er dabei ist sich ganz schön reinzusteigern und sich da ähnliche Gefühle anbahnen und in meinem Kopf immer dieses Was-wäre-wenn-Spielchen statt findet. Und meistens geht das Spielchen so aus, dass ich mir denke: "Es wäre so schön ..."
Vielleicht bin ich auch endlich wieder bereit mich zu verlieben, Gefühle zuzulassen oder sowas. Und sie ist großartig. Sie sieht gut aus, sie ist wahnsinnig lieb, sie bringt mich zum Lachen, ich bin wahnsinnig gerne mit ihr zusammen.
Aber so innerbetriebliche Beziehungen sind auch so ... sehr kompliziert. Und wenn sie schief gehen, hab ich die Hölle auf Erden geschaffen. Ich hab eh den Ruf, dass ich alles rumkriegen will, was bei 3 nicht auf den Bäumen ist. Aber Herr Gott, ich bin nach 2,5 Jahren Beziehung endlich Single und irgendwie wollte ich mich auch ausleben. Gut, den Ruf als "Schlampe" werde ich nicht mehr los.
Es ist alles sehr kompliziert. Erstmal gehen wir morgen frühstücken und darauf freue ich mich.

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