Man lernt ja nicht für die Prüfung, sondern für´s Leben
Eigentlich hat sich in meinem Leben nichts wesentlich verändert - außer dass
- der Tag der Prüfung sehr viel näher gerückt ist und ich das Gefühl hab, das tut er mit JEDER Minute
- und ich dick erkältet bin - ich bin sofort zum nächsten Doktor und hab mir Antibiotikum verschreiben lassen - wie kann man denn ne Woche vor Prüfung krank werden?
Und wir lernen und lernen und lernen. Herzinfarkt, Herz - und Niereninsuffizienz, Nierenversagen, leberzirrhose, Wochenbett, Onkologie, Gynäkologie, Psychiatrie, Neurologie ... um nur wenige medizinische Bereiche zu nennen. Nebenbei noch Pflegeprozeß, Pflegequalität, Geschichte der Pflegeberufe, Arbeitsrecht, BtM-Gesetz, Zivilrecht, Strafrecht ... langsam hab ich die Schnauze richtig voll ...
Und grade jetzt hau ich nochmal richtig rein. Ich fang mit dem Lernen morgens an und hör nachts irgendwann wieder auf. Tägliche Unterbrechung maximal 2 Stunden. Ich krieg jede Nacht nur 5 Stunden Schlaf maximal, esse zu wenig und rauche um die 30 Zigaretten am Tag - trotz Erkältung. Und so jemand wie ich erlernt nen Beruf im Gesundheitswesen ... interessanter Nebeneffekt: Ich ha ziemlich abgenommen. Ich war seit über 1,5 Jahren nicht mehr so "leicht" wie jetzt.
Am Wochenende werde ich weiter lernen, Montag hör ich auf. Dienstag ist dann Wellness-Tag: Frühstücken mit Freunden, mittags vielleicht Kino, shoppen oder sowas, ausgiebig duschen, telefonieren, alles was man so machen kann und was nicht mit der Arbeit zu tun hat. Und dann ... ja und dann geht´s Mittwoch in die erste schriftliche Prüfung, und Freitag Mittag isses vorbei ... das Schlimmste ist geschafft. Und jetzt noch nicht - also werde ich jetzt meinen Laptop wieder brav ausmachen und wieder ein Buch aufschlagen.
Im übrigen warte ich immer noch darauf, dass irgendein Idiot unseres Krankenhauses auf die Idee kommt, dass Pfleger Ryan übernommen werden sollte ...

LG,
Susann
Liebe Grüße,
Lina