S.F... wie in Science Fiction

17.11.2017 um 20:59 Uhr

It's just code.

von: SweetFreedom   Kategorie: Filmtips

Zugegebenermaßen hatte ich von "Otherlife" nicht viel erwartet. Ein australischer Indiestreifen mit interessantem Thema aber zu geringem Budget dachte ich, als ich den Trailer sah. Aber irgendwie wollte ich mal reinschauen... und dann war ich an der Angel. 

Ren hat eine biologische Software entwickelt, mit deren Hilfe man Erinnerungen kreieren kann. In einer Minute ein ganzes Jahr erleben? Kein Problem. Aber Ren und ihr Geschäftspartner haben leider unterschiedliche Ansichten, wie man das Mittel nutzen könnte... 

Der Film ist klasse. Die Twists und Turns sind mega und haben mich überrascht. Natürlich muß man die Prämisse des Filmes akzeptieren. Logischerweise müssen das Koppeln des Gehirns an Überwachungstechnik oder das "Drucken" der Lösung recht simpel dargestellt werden. Aber erstaunlich gut ist es gelungen, mit wenig Aufwand interessante Bilder erschaffen.

Es gibt viele coole Aufnahmen, die Schauspieler sind gut. Die Geschichte ist spannend erzählt, mir gefällt ihre Moral. Die Story kratzt an einem ähnlich wie es "Black Mirror" tut, aber sie gibt einem auch einiges. 

9 Punkte von 10

 

Wie so oft, paßt ein Film mal wieder zum Thema des Tages. Heutige Frage war: Wie weit darf Selbstoptimierung gehen? Wer begrenzt wissenschaftliche Forschung, die Überwachung zum Ziel hat (Pillen mit Sensoren u.ä.) ... und nebenbei lese ich über die Methode des Dan Sha Ri, die mir sehr zusagt. Minimalismus mit wenig Regeln, aber viel Gefühl für sich und andere.

Antwort ist heute folgende: Das was ist, paßt. Auch wenn es wie etwas Unvollkommenes erscheint, so ist es doch hochkomplex, so komplex, daß wir immer Zusammenhänge mißdeuten oder übersehen werden. In der Komplexität einen höheren Sinn erahnen zu können, annehmen und wertschätzen zu können, ist ein Geschenk. Selbstoptimierung unter Streß führt sich selbst ad absurdum. Ein leerer Tisch ist ein leerer Tisch, aber vermutlich noch sehr viel mehr als das. Wenn Du im Kleinen aufräumst und aussortierst, losläßt, gewinnst Du an Möglichkeiten, Energie und Klarheit. 

Faszinierend!

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenmovie_tv_addict schreibt am 18.11.2017 um 01:15 Uhr:Sehr schön philosophisch, dein letzter Absatz, der wahre Worte spricht. :-)

    LG
    Stephan
  2. zitierenSweetFreedom schreibt am 18.11.2017 um 08:35 Uhr:Ist echt so. Ich finde oft Themen wieder in den Filmen, die ich auswähle. Und das ist echt 'ne Perle von Film. So Twists, die einem richtig wehtun. Aber dann auch die Stärke der Protagonistin, die einem so guttut... Diese Hauptdarstellerin ist der Hammer. Sie sieht ständig anders aus. Mal wirken ihre Augen dunkel, mal hell. Die gehört vor die Kamera. Sie ist ein ganz besonderer Typ.
    Jessica de Gouw. Du könntest sie z.B. aus Arrow kennen (ich guck das ja nicht).

    Alles ist mit allem verbunden, da bin ich sicher. Und wenn es nur ein unbewußtes Neujustieren ist.
    Was mich gestern umgehauen hat, war noch, daß ich grübelte über etwas, was als Easteregg zu lesen war in Mr. Robot... und dann lese ich die Phrase gestern bei meinen Buchrecherchen und weiß was es bedeutet und es ist gerade mein Thema... muß die Folge jetzt noch ein viertes Mal (!) anspielen, um ganz sicher zu sein. Wenn das nicht cool ist!
    Selbst die Redditleute haben dazu noch nichts geschrieben.
    Sie finden nicht alle Eastereggs. Ich freue mich schon auf die Liste später!!! ;-)
    Apropos... wann schreibst Du was? Hab noch nicht geguckt...
  3. zitierenmovie_tv_addict schreibt am 18.11.2017 um 19:16 Uhr:Danke für deine Infos und deine Gedanken. Jessica de Gouw alias Helena Bertinelli aus der Serie "Arrow" kenne ich sehr gut, habe gerade zufällig heute einige Folgen mit ihr in der zweiten Staffel gesehen.

    Wenn ich einen Meinungsbericht verfasse, dann mache ich es meistens so, dass ich alles per Hand auf Papier niederschreibe, und Schritt für Schritt diese geschriebenen Zeilen auf den Computer per eintippen übertrage. Allerdings habe ich noch andere Dinge am Laptop zu erledigen, sodass ich leider nicht an einem Abend damit fertig werde. Ich bin allerdings kurz vor Beendigung der Übertragung. Bald kannst du meine spontane Meinung zu "Mr. Robot" lesen. :-)

    LG
    Stephan
  4. zitierenSweetFreedom schreibt am 18.11.2017 um 21:55 Uhr:Habe heute mit dem Drachen nochmal E5 und 6 geschaut.
    Er so: In S1 ging es alles so knuffig los. Das jetzt ist Hardcore.
    Ich so: Finde ich gut.
    Er: Ich hätte mir eine andere Richtung gewünscht. Wenigstens mal fünf Minuten zum Durchatmen pro Folge...
    Ich: Für mich ist das so perfekt. Ich hatte damit gerechnet. Es war abzusehen, daß es einen krassen Höhepunkt geben würde.
    ...
    Dabei hat ihn der aktuelle Twist nicht so sehr geschockt wie mich. Er liebt auch Elliot nicht so sehr. Ich mag ja Rami sehr und Elliot hat mein tiefstes Mitgefühl, was auch immer er erlebt.
    ...
    Na, bin gespannt, was Du so schreibst, auch wenn ich denke, daß Du Deine Meinung mehrfach wirst nachbessern müssen - vermutlich nach oben korrigieren. ;-)
  5. zitierenmovie_tv_addict schreibt am 18.11.2017 um 22:40 Uhr:Nach deinen Dialogauszügen mit dem Drachen glaube ich das auch. :-)

    LG
    Stephan

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