Schwester Marias Bibel Blog

27.01.2018 um 05:02 Uhr

Israel - Holocaust Gedenktag 2018

Israel – Holocaust Gedenktag 2018



„Die Auschwitz-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch und ihr Enkel im Gespräch mit Schülern. »Ich bin 1925 in Breslau, jetzt Wroclaw, geboren«, beginnt sie mit kräftiger Stimme das Gespräch auf der bayerischen Bühne. »Mein Vater war Rechtsanwalt und Notar am Oberlandesgericht. Meine Mutter spielte ausgezeichnet Geige. Wir waren drei Töchter, ich war die jüngste.« Anita Lasker, so ihr Mädchenname, überlebte den Holocaust, die Eltern wurden 1942 deportiert. »Ich habe sie nie wiedergesehen. Ich war damals 16 Jahre alt.«


Für einen Moment scheint sie um ihre Fassung zu ringen. Die Stimme wird leise, der Saal schweigt. Lasker-Wallfisch beugt sich über ihr Manuskript: »In dem sogenannten zivilisierten Land Deutschland wurde damals entschieden, Menschen zu finden, zu registrieren, von ihrer Umgebung zu isolieren, zu erniedrigen, zu berauben und letzten Endes zu ermorden: Juden. Ich bin eine von diesen Juden, und per Zufall habe ich überlebt. So leicht ist es eben nicht, alle Juden aus der Welt zu schaffen. Ich will Ihnen kurz meine Geschichte erzählen, denn mit einem Einzelschicksal kann man sich eventuell identifizieren.«


Lasker-Wallfisch erzählt den Schülerin­nen aus dem Lager, vom Alltag, dem Spie­len der Märsche am Eingangstor, und beantwortet die Frage, warum sie bis heute die tätowierte Nummer am Arm hat: »Wäre sonst die Geschichte vergessen?« Sie blickt fragend in den Raum, der für manch einen Zuhörer eng zu werden scheint...“


Quelle und vollständiger Text:

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/30678


Grabstein, Glaube, Brauchtum



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