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22.06.2006 um 14:38 Uhr

Eisblumen (16.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Vanitas

Ein Winter, so grausam und kalt
Verhuellt unsre Seelen mit aller Gewalt
Wie Baeche gefriert unser Blut
Vergeht jede Waerme, erlischt jede Glut

Und Eisblumen bluehen bald starr
Im frosttoten Herzen, dornig und klar

Dort, wo die Zeit nie verrinnt
Wo niemals je mehr der Fruehling beginnt
Haelt Einzug die ewige Nacht
Gnadenlos, still, mit eisiger Macht

Das Jenseits verstrahlt seinen Glanz
Wie sterbende Sonnen beim Totentanz

Verschlossen die Augen, voll Schmerz
Beruehrt keine Waerme das sterbende Herz
Ein Winter, so grausam und kalt
Verhuellt unsre Seelen mit aller Gewalt
 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. hibiscus schreibt am 22.06.2006 um 23:53 Uhr:Ich finde es wunderschön, treffend und momentan mal wieder zu mir passend. Ich bin wieder einmal beeinduckt.
  2. AngelInChains schreibt am 23.06.2006 um 00:27 Uhr:Danke. Dass es dich persoenlich betrifft, freut mich aber weniger... Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.

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