Gedichte,
Kurzgeschichten,
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15.11.2004 um 23:59 Uhr

Kitsch und Tragik, die 1.: Tod, Nacht, Sehnen, Satan - Alle Schlagwoerter drin ;)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Mittlerweile habe ich hier komplett den Faden verloren. Wenn ich so meinen letzten Artikel, der nun schon einen Monat zurueck liegt, nochmals durchlese, komme ich nur zur Erkenntnis, dass ich ein wenig ueber diesen Auftritt schreiben wollte und dann ueber das, was ich so gesanglich ab der 7. Klasse geleistet hatte. Aber ich habe gar keine Lust, jetzt viel dazu zu sagen. Kann es ja noch nachholen. Ist nur schade, dass so wahrscheinlich lange alles voller Raetsel haengen wird, fuer die Lesenden (Falls es denn ueberhaupt jemanden interessiert). Nunja. Aber im Moment ist mir, wie gesagt, nicht danach, und daher werde ich einfach erst einmal ein paar Gedichtchen hier hineinstellen, ohne Zusammenhang, denn im Moment ist meine Stimmung erstaunlich normal, ich spuere kaum Regungen, vielleicht ist es daher so schwer fuer mich, hier etwas 'Interessantes', Ansprechendes, zu schreiben. Meine Gedichte gehen gerne in Tragik unter, aber das werdet ihr schon selbst merken. Ich hoffe nur, hier wird nichts der Zensur zum Opfer fallen, denn da nehmen es einige Menschen ein wenig zu ernst. Angeblich leben wir in einer Demokratie mit einem Grundrecht, das 'Meinungsfreiheit' deklariert. Den Eindruck verliere ich des Oefteren. Aber fangen wir einfach an. Heute sehr Eisregen-inspiriert und einfach mitten hinein... Jugendgefaehrdend? Wie man meint. Es war nur eine spontane Stimmung von mir. Und als ich es schrieb, war ich unter 16... Kann etwas, was eine unter-16-Jaehrige schreibt, Menschen unter 16 oder unter 18 gefaehrden? Irgendwie ist das doch laecherlich. Aber ist Zensur das nicht generell?


~*~ Kalter Nachtwind ~*~

Wie Grabmale die Tannenwipfel
Schwarze Schatten in der Nacht
Der kalte Mond scheint weiß herab
In Todes Schatten liegest Du
Und ich bin bei Dir
Auf dem dunklen Grab
Der Stein ist kalt und edel nicht
Sterbende Rosen verunzieren ihn
Du liegst neben mir so blass
Kalter Nachtwind auf Deiner Haut
Der ein letztes Lied nun singt
Verzerrte Wolken in der Nacht
Silbrig der Schein meiner Tränen
Golden derer unseres Feuers
In Kerzenschein liegst Du
Unter dem Schatten des Todes
Deine Kälte wärmt mich
Und schwarze Vögel am Horizont
Sie kündigen ein Ende an
Und ich bin bei Dir diese Nacht
Halte Deine laue Hand
Der Wind singt uns ein letztes Lied
Ich will zu Dir, toter Engel
Sehnsucht in Deinem leeren Blick
Sie zieht mich zu meiner Bestimmung
Dunkelheit ist unsere Zuflucht
Spiegelt sich in klarem Wasser
Unter kühlem Firnament
Die Sterne so ewig und fern
Sie rufen mich zu meinem Liebsten
Ich fühle Dein Sehnen nach mir
Das glimmende Verlangen in Dir
Lächelnd Dein schweigendes Antlitz
Fließt Herzblut noch durch Deine Seele?
Göttlich ist Dein verlassener Körper
Doch allein die Hülle nützt uns nicht
Satanisch Dein Ruf aus weiter Ferne
Ewigkeit auf meiner Haut
Will unsere Herzen vereint schon bald
Ich küsse Dich zuletzt für jetzt
Vor meiner langen Reise fort
Deinen leichten Schritten folgend
Leg mich nun nieder fuer Dich
Geküsst sind meine zarten Adern
Getränkt in meines Lebens Saft
Wir liegen da, ein letzter Atem
Ein letzter Kuss auf dieser Welt
Bald bin ich bei Dir...
Bald nur bei Dir...



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