Spielereien...
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Was in einem Bild steckt, das nix geworden ist...
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(Gedanken aus und inspiriert durch das Buch "Zeitmuseum" von Jane Roberts.)
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Überseele Sieben reiste in der Zeit und merkte auf einmal, dass er in einem anderen Universum angekommen war... es war auch ein physisches. Er fühlte sich sehr bedrückt, er fühlte sogar sowas wie Verzweiflung... und als er um sich sah, sah er grauen Sand, der die Erde bedeckte, nichts wuchs hier... die Hügel in der Ferne waren kahl, der Himmel von einer seltsamen purpurnen Farbe... ob es Tag oder Nacht war konnte man gar nicht sagen. Er sah nichts Lebendiges, hörte keinen Vogel zwitschern, nichts... Trümmer zerstörter Häuser aus Holz lagen herum... irgendwo dazwischen las er ein Schild mit der Aufschrift: "561. Schlacht, V. Weltkrieg". Sieben begriff, dass dies das Universum der Verzweiflung war... und er spürte, wie sich die Menschen in diesem Zustand fühlen. Es war schrecklich. Sieben stellte fest, dass es auf diesem Planeten offenbar gar keinen technischen Fortschritt gab, keine Erfindungen, nichts... alles bestand nur aus Kampf, Angst, Verzweiflung.
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Ich blieb kurz hängen bei der Tatsache, dass es keine technischen Errungenschaften gab im Universum der Verzweiflung. Natürlich nicht, denn wer verzweifelt ist, hat keinerlei Schaffenskraft. Unsere Errungenschaften haben oftmals Nachteile... sie schaden uns und der Umwelt, und dann müssen wir sie verbessern, neu kreieren, den negativen Teil davon ausmerzen. Doch von Abgasen bis Atommüll ist nichts derart giftig und so total lebensvernichtend wie Verzweiflung. Verzweiflung heißt, dass es keine Chance gibt, kein Licht, keine Rettung, kein Leben. Jeder, der weiß, was Depressionen sind, kennt das wohl. Dann befinden wir uns im Universum der Verzweiflung, das natürlich ein Symbol ist, das aber voll und ganz real ist. Wenn man es sich so vorstellt, kann man sich allerdings vielleicht auch vorstellen, eine andere Wahl zu treffen. Wenn man sich die Zerstörung und Lebensfeindlichkeit der Verzweiflung ansieht, und sie so plastisch vor sich sieht, kann man sich leichter entscheiden, dieses traurige Universum zu verlassen. Man kann es tun, es ist einfach falsch zu denken, es gäbe nichts anderes. Es gibt viele andere Universen...
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- die überaus Heitere - ist die älteste Republik der Welt (gegründet im Jahr 301), winzig klein, wunderschön gelegen auf einem Berg mit Menschen die wirklich so fröhlich lachen, dass der Beiname einen nicht sehr verwundert... Ihr Wahlspruch ist "Freiheit". Da die Republik so klein ist, darf nur hinzuziehen, wer einen Einwohner heiratet... Da wir schon verheiratet waren, überlegten wir kurz, ob wir uns scheiden lassen und jeder von uns einen Einwohner heiraten sollte, verwarfen den Gedanken dann aber doch wieder. Obwohl wir uns dort bestimmt wohlgefühlt hätten. Und auch Tim... der den jungen Frauen beim Treppensteigen unter die Miniröcke schnupperte... wir mussten uns einmal wirklich entschuldigen... es war richtig peinlich. Die Mädchen namen es aber nicht übel, lachten und streichelten ihn sogar. Es muss die Luft gewesen sein... wir waren ja auch irgendwie ganz ausgewechselt. Selbst in diesem winzigen Staat fanden wir - immer auf der Suche nach stiller Natur -, einen wunderschönen Fleck am Fuß des Berges, mit einem fröhlich dahin plätschernden Bach... dort blieben wir einen ganzen Nachmittag. Es war wunderschön. Schade, dass es davon keine Fotos gibt. Wie ich jetzt darauf komme... Weil ich vorhin durch J.B. Kerners Sendung über die Todesstrafe ein bisschen zu dem Thema herumgoogelte... ich landete auf einer Liste mit Ländern, die die Todesstrafe abgeschafft haben, mit Angabe der Jahreszahl. Und dieser kleine Staat hat die Todesstrafe bereits 1865 abgeschafft, früher als jeder andere, wenn ich nichts übersehen habe, Naja, dadurch kamen die Erinnerungen an diesen Urlaub mit dem Wohnmobil hoch, in dem wir auch in La Serenissima landeten und zwei wunderschöne Tage dort verbrachten.
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...ja, das war es heute... aber es war schön, richtig schön, frisch, als ob plötzlich mehr Sauerstoff da ist...
naja, ich freu mich aber trotzdem auf die Sonne, die bald kommt...!
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Naja, sie werden nass. Nichts weiter. Ich dachte, die Regentropfen würden die Schirmchen abreißen... aber nein, is nicht so. Sie patschen einfach ein bisschen zusammen und sehen auch so sehr hübsch aus... :-)
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Boooah, was für wundervolle, geradezu paradiesische Aussichten. Diese Quälerei mit den Zähnen wird irgendwann mal der Vergangenheit angehören (oder tut es jetzt schon, weil ja genau genommen alles gleichzeitig geschieht)... Ich wusste das eh immer, aber jetzt wurde es wunderschön in dem 3. Band über Überseele Sieben - "Zeitmuseum" von Jane Roberts - beschrieben. Ich konnte mich außergewöhnlich gut (und gerne) in diese Szenerie hineinversetzen... ;-)
Überseele Sieben hatte sich auf der Suche nach John Fenster wieder mal in der Zeit verirrt und landete im 25. oder 23. Jahrhundert... ganz sicher war er sich nicht. Er befand sich noch am selben Ort wie im 20. Jahrhundert, woher er gerade kam... das Gebäude mit der Zahnarztpraxis von Dr. Brainbridge stand da immer noch... doch es war jetzt ein Museum. Im Behandlungszimmer standen Vitrinen mit den Geräten, daneben ein kleines Schildchen mit der Aufschrift "Zahnärztliche Instrumente". Sicher schaut man sich das in der Zukunft mit einem ähnlichen leicht gruseligen Gefühl an wie wir heute in irgendwelchen Verließen alter Schlösser die Folterkammern früherer Zeiten... in der wohligen Gewissheit, dass das Vergangenheit ist! Puuuh... so ein Glück. :-)
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Nachdem sicherlich viele nicht unbedingt auch in meinen Tiergeschichten-Blog schauen, wollte ich auch hier gerne mal darauf hinweisen, dass es eine Webcam gibt, die ein Storchenpaar in Vetschau im Spreewald beobachtet. Das ist ja schon was ganz besonderes, vielleicht mögt ihr ja mal reinschauen, besonders ab Ende Mai, wenn die Küken da sind.
Cico und seine Frau haben inzwischen schon fünf Eier gelegt, die sie regelmäßig wenden und bebrüten. Der Termin für das Schlüpfen des ersten Kükens ist um den 24. Mai. Im Tiergeschichten-Blog berichte ich regelmäßig über Neuigkeiten aus dem Storchennest... soweit ich das selber sehe oder aus dem Storchenforum erfahre. Hier ist der Link zur Webcam (ist auch im Blog an der Seitenleiste verlinkt): Das Storchennest in Vetschau Es macht wirklich Spaß, die Störche zu beobachten... und ich freue mich schon sehr darauf, wenn die Kleinen schlüpfen... Sowas bekommt man ohne Webcam normalerweise nie zu Gesicht.
Ach ja, und auch hier nochmal die Bitte an alle, Regenwolken gen Osten zu schicken! Es hat länger nicht mehr geregnet und ist ziemlich trocken... was bedeutet: wenig Futter für die Störche. Doch gerade jetzt und dann wenn die Kleinen da sind, haben sie einen großen Bedarf. Also: Regen für den Osten bitte (und Sonne für Franken)... :-)
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In dem Buch über gewaltfreie Kommunikation steht auch was übers Müssen. Wir rechtfertigen Dinge, die wir tun, obwohl wir sie nicht tun wollen, indem wir sagen, dass wir sie aus verschiedenerlei Gründen tun "müssen". Was uns als Opfer oder Sklaven einer wie auch immer gearteten Obrigkeit abstempelt... das heißt wir machen uns selber dazu... und treten somit die Verantwortung für unser Tun auch an jene ab. Krasses Beispiel ist das Nazi-Regime... und die Rechtfertigung derer, die ihm gedient haben, indem sie sagten: Das mussten wir. Aber es fängt ja schon bei viel geringerem an.
Wahr ist, dass wir nichts müssen. Sondern wir tun bestimmte Dinge aus bestimmten Gründen. Wir könnten sie auch lassen, aber wir wollen etwas bestimmtes erreichen, wozu es eben notwendig ist, so und so zu handeln. Zum Beispiel sagte eine Lehrerin: "Ich muss den Kindern Noten ergeben obwohl ich das eigentlich gar nicht will." Es stimmt, dass Noten verlangt werden. Aber sie drückt es so aus, als wäre sie das Opfer des Systems, das sie nicht unterstützt - und fühlte sich auch so. Wenn sie wirklich Verantwortung für sich und ihr Handeln übernimmt, sagt sie schließlch: "Ich vergebe Noten, weil es mein Job, den ich ausüben WILL, erfordert." Dann kann sie erläutern, wie sie selber persönlich dazu steht und dass sie es gerne ändern würde... Sie kann die Schule wechseln und an eine alternative Schule gehen oder sie kann bleiben und das Beste daraus machen.
Eine andere Frau wollte es nicht wahrhaben, dass es gar nichts gibt, was man muss. Sie wurde sogar richtig wütend und sagte: "Aber manche Sachen MUSS man tun!!" Der Seminarleiter fragte: "Was denn zum Beispiel?" Sie: "Ich hasse es zu kochen, und doch koche ich jeden Tag seit 20 Jahren für meine Familie, und wenn ich mich noch so schlecht fühle! Das muss doch gemacht werden!" Am Ende des Seminars wurde ihr klar, wie fürchterlich das eigentlich ist, 20 Jahre lang etwas zu tun, was man überhaupt nicht leiden kann und dass es kein Muss gibt... es gibt fast immer andere Möglichkeiten. Sie setzte das wirklich um und letztlich war ihre Familie froh darüber, denn man hatte es ihr ja immer angemerkt, dass sie das nicht gerne machte. Die Familie hatte es nicht wirklich von ihr verlangt... und spätestens seit die Kinder größer waren war es wirklich nicht mehr erforderlich... aber wie das so ist... jemand macht etwas und man nimmt das gerne so an, ohne sich viele Gedanken zu machen. Das heißt also, jeder kann sich nur selber aus unguten Umständen befreien.
Tatsächlich kann man ALLES ändern und muss GAR NICHTS.
Alles außer sterben hieß es immer. Neuerdings heißt es: alles außer sch..... höhö...
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...manchmal komme ich mir vor wie in einer,
wenn ich Nachrichten schaue zum Beispiel...
es fehlt nur das Grinsen am Ende, das Gelächter und das Klatschen...
aber sonst... die Laiendarsteller sind gar nicht schlecht...
man könnte es ihnen fast für Ernst abnehmen...
Mit ein wenig zeitlichem Abstand, in der Erinnerung
geht es mir auch mit meinen Psych-Sitzungen so
und mit so einigem anderen auch...
Ist gar nicht die schlechteste Betrachtungsweise.
Vielleicht sollte ich das auch mal mit meiner ganzen herrlichen
Vergangenheit auch so versuchen... war alles nur ne Comedy-Show.
Manchmal sucht man die Lacher vielleicht vergeblich...
naja, es gibt auch schlechte Komiker.
Aber am Schluss fällt der Vorhang und es ist vorbei...
und man hat es überlebt... hahaha...
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Manchmal passierts mir, dass ich an einem Wort hängen bleibe... es wiederhole... drüber ein bisschen sinniere... und dann schallend lachen muss... oder staune, weil plötzlich die Bedeutung des Worts verschwindet, durch das Wiederholen... Lustig ist das.
Vorhin in den Weinbergen fiel mir das Wort "wohnen" ein... was für ein witziges Wort. Ich habe eine Wohnung, und wenn ich da bin, dann "wohne" ich. Und wenn ich grade nicht da bin... dann wohne ich nicht... ;-)... Wenn aber jemand ein Haus hat, dann müsste er hausen, nicht wohnen. Und einer in ner Höhle höhlt... und einer in nem Turm turmt (es gibt wirklich Leute, die in Türmen turmen, Leuchttürmen zum Beispiel)... Und Leute in Villen villen. "Ich will gerne in Südfrankreich villen." *kicher*... oder lieber schlossen? Beim Zelt machen wir es ja schon richtig, da sagen wir ja auch zelten...
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Vor einigen Jahren.
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"Stell Dir vor, als Stefan und ich gestern an einem Rapsfeld vorbeifuhren, hat er gesagt, wie wunderschön das Gelb ist! Ich hätte nie gedacht, dass er das überhaupt sieht."
Mein Gott, geht es nicht noch ein bisschen arroganter... dachte ich.
"Und weißt Du, was er sich zum Geburtstag wünscht? Eine CD vom Fliegenden Holländer... ich hab so gestaunt."
20 Jahre verheiratet und solche Aussagen über den eigenen Mann... Ich fragte sie, ob sie denn wisse, wen sie geheiratet habe. Sie fasste es als Scherz auf, und fuhr lachend weiter. Was das nächste Thema war, das sie redselig anschnitt, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich ging es um die nächste Shoppingtour oder die letzte Doku-Soap. Den Mohn jedenfalls sah sie nicht mehr - oder sagte jedenfalls nichts mehr darüber.
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Zwei Jahre später saß sie heulend bei mir und sagte, sie könne nicht mehr mit ihm zusammen sein. Er trinke Bier und rauche und würde immer Sex wollen. Er trank schon 20 Jahre lang Bier, aber nicht übermäßig. Er rauchte, ebenso wie sie - bis vor ein paar Jahren, da hatte sie aufgehört und seitdem jede seiner Zigaretten missbilligt. Immer Sex? Er liebte sie, er wollte nicht Sex, sondern sie. Er ging nicht fremd. Er wollte ihre Nähe. Ich habe keine Ahnung warum, aber er liebte sie über alles. Mag es ungerecht sein von mir, aber sie hat diese Liebe nicht verdient. Leider wollte sie sie auch nicht mehr... trat sie mit Füßen. Spielte das arme Opfer, gefangen in einer unglücklichen Ehe.
Er sagte zu ihr, völlig verzweifelt: "Lass es uns doch probieren. Wir können ja Dinge ändern. Wenn wir uns beide Mühe geben, dann..." Es war sinnlos.
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Irgendwann heulte sie wieder einmal bei mir. Ihr Geliebter wollte nicht zu ihr stehen. Sowas aber auch. Sie sagte, er fühle sich ihr nicht gewachsen... sie verstehe das gar nicht. Ich dachte mir nur: Er hat offenbar ein gutes Gespür... Es war nicht leicht, ihr gewachsen zu sein. Sie war in allem absolut rigoros und auf sich bezogen. Männer fanden sie attraktiv... aber auch abschreckend. Ihre Art, andere zu vereinnahmen und die Ansprüche einer Königin zu stellen, und das auf eine so selbstverständliche Art und Weise... dass alles andere sie geradezu empörte... Sie war so von sich überzeugt, dass sie es sogar genoss über den Zebrastreifen zu gehen und sich dabei einbildete, es wäre ein roter Teppich und die haltenden Autofahrer würden sie bewundernd ansehen.
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Etwas später ein neuer Geliebter. Und bald darauf wieder Tränen. Er wollte sich nicht für sie von seiner Frau und seinen drei kleinen Kindern trennen. Aber er müsse doch verstehen, dass sie nicht einfach nur eine Geliebte sein könne. Das würde sie vollkommen fertig machen... er müsse sich entscheiden, schluchzte sie.
Ich lernte den Geliebten kennen. Ich erinnere mich an seine warmen Händen mit denen er eines Wintermorgens die vereisten Scheiben seines Autos zum Schmelzen brachte... und dabei lausbubig lächelnd herüberschaute zu uns, die wir bibbernd am Eingang standen um ihn zu verabschieden. Das Bild dieser unglaublich warmen Hände ging mir nicht mehr aus den Kopf. Er hatte eine unglaubliche Wärme in sich, in jeder Beziehung... Seine Zuneigung zu ihr war echt. Er sagte ihr jedoch, dass er seine Frau und seine Kinder nicht verlassen könnte. Ja, es habe sich alles totgelaufen in ihrer Ehe... aber die Kinder... es ging nicht. Es tue ihm sehr leid sagte er und beendete die Beziehung. Ich war irgendwie erleichtert, obwohl es mich nichts anging...
Und sie? Was für eine ungerechte Welt... alles war gegen sie. Wie konnte er sich gegen SIE entscheiden? Sie begriff es nicht einmal ein klein wenig.
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Immer wenn alles gerade gut ging, die Männer sie verehrten und alles nach ihren Plänen lief, sah ich sie nicht mehr. Nur ihre Tränen bekam ich zu sehen. Aber das lag wohl nicht nur an ihr. Denn in ihrer Königinnen-Art war sie für mich nur schwer erträglich. Allerdings darf ihre Tränen seit ein paar Jahren jemand anders trocknen... das tue ich nicht mehr. Seither hat sie keinen Geliebten mehr gehabt... jedenfalls wurde nichts derartiges bekannt. Sie ist wieder verheiratet, mit einem aus nem Chat...
Ihr geschiedener Mann konnte keine andere Frau mehr lieben. Eine Frau, die in ihn verliebt war, begann eine Beziehung mit ihm. Ich glaube er hatte keine Kraft, sich zu widersetzen, weil er überhaupt gar keine Kraft mehr in sich hatte. Sie wurde schwanger... und gebar ein totes Kind. Einige Zeit später starb er an Magenkrebs. Was für ein Leben.
Es gibt psychische Landschaften. Und durch diejenige, die er mit der "Königin" teilte, zog sich eine Spur der Verwüstung.
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... wie heute leuchtet zur Zeit wenigstens der Raps...
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... eine Wald-Anemone...
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Und hier die griechische Sage, wie die Wald-Anemone entstanden ist (mit Dank an Findus):
Es lebte einmal eine Nymphe namens Anemona, die war so schön, dass sich Zephyr, der Gott des Windes, sofort in sie verliebte. Doch das brachte der Armen kein Glück: Flora, die eifersüchtige Gattin des Windgottes, verwandelte ihre Rivalin in eine Blume. Seitdem wiegen sich die Anemonen im Wind – so will es jedenfalls eine griechische Sage. Übrigens ist "anemos" auch das griechische Wort für "Wind"...
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Heute war ich seit langer Zeit wieder mal auf dem benachbarten Weinberg... es ist ein bisschen äktig dort hoch zu fahren, kreuz und quer die Weinbergswege entlang... und der Berg erhebt sich nur langsam, nirgendwo ist es steil, dafür dauert es umso länger, bis man oben ist. Oben ist ein Naturschutzgebiet. Dort stehen vorwiegend Kiefern, aber auch Eichen und viele verschiedene Sträucher... die Vegetation ist teilweise schon recht verschieden von "unserem" Weinberg und von dem Naturschutzgebiet direkt am Fluss... Ich entdeckte so einige Blümchen, die ich unten oder drüben kaum finde, oder gar nicht. Danach fuhr ich noch zum Fluss, vorwiegend wegen Felix. Dort ist die Wiese inzwischen ganz schön hoch gewachsen, in sehr kurzer Zeit... Viele Blüten sind inzwischen geöffnet, die vorher noch kaum zu sehen waren, zum Beispiel die Zaunwicke und der Wiesensalbei... wundervoll ist es überall... dann noch der Fliederduft von den Gärtchen in der Nähe... herrlich.
Als ich so zuerst auf dem Berg, dann am Fluss dahinschlenderte wurde mir bewusst wieviele Bilder unfotografiert bleiben, obwohl ich schon so viele mache. Natürlich müssen sie auch gar nicht gemacht werden... Ich spreche eigentlich gar nicht von Fotos... sondern von Kreationen des Menschen mittels seines Sinnes für Schönheit. Der bestimmte Sinn für Schönheit - woher auch immer der kommt, jedenfalls ist er tief mit Freude verbunden - lässt einen wie elektrisiert irgendwo hin schauen und staunen und Oh und Ah sagen... Er lässt mich "komponieren" wenn ich in der Wiese herumrobbe, und die Blüten aus neuen Perspektiven betrachte. Doch wieviel bleibt ungesehen... Das ist nicht schlimm... Ich meine nur... was für ein enormes Potential ist da.... Die Bilder, die ich sehe, und die wunderschön sind, sind nur ein winziger Teil dessen, was möglich ist, zu sehen.
Und dann verblüfft mich immer wieder, was man alles übersieht, weil es sehr klein ist. Nicht mikroklein, nicht unsichtbar, nur einfach recht klein. Also zum Beispiel ein Käferchen auf einer Blüte. Wie oft ist es mir passiert, dass ich eine Blüte fotografierte, und erst daheim am PC sah ich, dass da in der Mitte oder zwischen den Blütenblättern ein Käferchen hockte, eine kleine Fliege, ein kleines Spinnchen... Wenn man schon das übersieht und sich darüber wundert... was gibt es dann noch alles, was wir nicht sehen, übersehen... wofür wir kein Auge haben, worauf wir nicht gefasst sind oder was wir einfach nicht kennen... Wie kann also jemand sagen, er glaube nur, was er sehe... das hab ich mich schon oft gefragt. Wo es doch so offensichtlich ist, dass wir sehr vieles nicht sehen, obwohl es definitiv da ist.
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Gestern abend ging es bei Anne Will darum, ob die DDR und Unrechtsstaat sei... So einige wollen die DDR nicht so betitelt haben, andere sagen, sie sei selbstverständlich ein Unrechtsstaat gewesen. Ich frage mich, ist es sinnvoll, auf so einem Begriff herumzureiten und alles immer in Schwarz und Weß einzuteilen...? Unrecht war es, Menschen einzusperren und sie nicht weggehen zu lassen, es sei denn es wurde Geld für sie bezahlt. Unrecht war es auf jeden Fall, sie einfach zu ermorden oder einzusperren, zu foltern, wenn sie versuchten zu flüchten oder Kritik übten. Kann man zu Recht sagen, dann müsste auch die USA "Unrechtsstaat" genannt werden, da sie - zumindest unter der Regierung Bush - Folterungen durchführte? Diesen Einwurf eines Politikers der Linken nahm man nicht wirklich ernst... Ist es legitim, die DDR mit der Nazizeit zu vergleichen, wie es einer der Diskutanten mehrmals tat??
Ein wenig erschreckend war, wie wenig die Jugendlichen im Osten (wahrscheinlich auch im Westen, aber die Umfrage war nur im Osten) über die DDR wussten... wirklich krass war das... Nach Städten befragt, die früher einmal in der DDR gelegen hatten, fragte eine Schülerin unsicher, ob wohl Köln dazugehöre? Und nach Politikern der DDR befragt... Stille... dann half der Reporter: "Erich...?" Die Schülerin lacht und sagt, da falle ihr nur Erich Kästner ein... War das wirklich repräsentativ, fragte ich mich... Was ist mit den Schulen los? Mit den Eltern?
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aus: "Gewaltfreie Kommunikation" von Marshall B. Rosenberg,
darin ein Lied von Ruth Bebermeyer:
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Ich habe noch nie einen faulen Mann gesehen; ich habe schon mal einen Mann gesehen, der niemals rannte, während ich ihm zusah, und ich habe schon mal einen Mann gesehen, der zwischen Mittag- und Abendessen manchmal schlief, und der vielleicht mal zu Hause blieb an einem Regentag, aber er war kein fauler Mann. Bevor du sagst, ich wär verrückt, denk mal nach, war er ein fauler Mann, oder hat er nur Dinge getan, die wir als "faul" abstempeln?
Ich habe noch nie ein dummes Kind gesehen; ich habe schon mal ein Kind gesehen, das hin und wieder etwas gemacht hat, was ich nicht verstand, oder etwas anderes gemacht hat, als ich geplant hatte; ich habe schon mal ein Kind gesehen, das nicht dieselben Orte kannte wie ich, aber das war kein dummes Kind. Bevor du sagst, es wäre dumm, denk mal nach, war es ein dummes Kind, oder hat es einfach nur andere Sachen gekannt als du?
Ich habe mich so intensiv wie nur möglich umgesehen, habe aber nirgendwo einen Koch entdecken können; ich habe jemanden gesehen, der Zutaten kombiniert hat, die wir dann gegessen haben. Jemanden, der den Herd angemacht und aufgepasst hat, dass das Flesich auf dem Feuer gar wird. Das alles habe ich gesehen, aber keinen Koch. Sag mir, wenn du hinschaust, ist das ein Koch, den du siehst, oder siehst du jemanden Dinge tun, die wir kochen nennen?
Was die einen faul nennen, nennen die anderen müde oder gelassen, was die einen dumm nennen, ist für die anderen einfach ein anderes Wissen. Ich bin also zu dem Schluss gekommen, dass es uns allen viel Wirrwarr erspart, wenn wir das, was wir sehen, nicht mit unserer Meinung darüber vermischen. Damit es dir nicht passiert, möchte ich noch sagen: Ich weiß, was ich hier sage, ist nur meine Meinung.
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...dafür steht das Vergissmeinnicht...
Und gerade heute, sechs Wochen nach Tims Tod, haben wir sehr intensiv an Tim gedacht...
und am Nachmittag diese Vergissmeinnicht gefunden.
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Und vorhin dachte ich auch an ihn, wie er uns nachts immer geholfen hat...
man musste sich keine Gedanken darüber machen, gerade im Frühjahr, bis zum Mai,
beim nächtlichen Spaziergang Wildschweine mit Frischlingen zu überraschen,
so dass sie erschrecken und einen dann womöglich angreifen,
denn er rannte voraus und sobald er welche roch oder sah, bellte er... jedoch ohne sie zu jagen...
somit waren sie gewarnt und es kam keine gefährliche Situation zustande...
denn es gibt in den Weinbergen viele Wildschweine... friedliche Tiere, solange sie nicht erschrecken.
"Es ist immer gut, einen Tim in der Nähe zu haben."
Der Satz war ein geflügeltes Wort, geprägt von einem Krishna-Devotee, einem guten Freund.
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...in meinem Leben... bestimmte Themen. Das ging mir grade beim letzten Spaziergang durch die Weinberge so durch den Kopf. Keine inneren Monologe, keine Aufsätze, nur Stichworte... ein Versuch es auf den Punkt zu bringen. Vielleicht etwas mehr zu verstehen... was wirklich wichtig ist. Denn wenn ich beim Psych hocke ist alles in mir, mein ganzes Leben, alle Erlebnisse und alle Gefühle, alle Gedankengänge ein einziges riesengroßes Wirrwarr ohne Anfang und Ende... Normalerweise steigt etwas, das hervor muss, schon von alleine in mir hoch... tut es aber nicht gerade in der Stunde, wenn ich dort hocke... da ist vielleicht grade meine innere Schweigezeit. Und ich dann picke ich aus dem ganzen Wirrwarr mehr oder weniger gezwungenermaßen irgendwas raus... und fühle mich oft so, als würde ich grade was ganz Verkehrtes erzählen... etwas das gerade gar nicht mit mir in Übereinstimmung ist... auch wenn es tatsächlich stimmt. Ich hatte nach der letzten Stunde den Eindruck, als würde ich immer gerade das Falsche erzählen... Ich dachte, vielleicht sollte ich mal etwas aufschreiben, damit ich selber sehe, was denn wichtig ist. Jetzt hab ich innerlich mit Stichworten angefangen... ob es hilft... wer weiß. Jedenfalls, wichtig in meinem Leben waren/sind - das meiste davon gleich schon von Kind an:
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* Natur
* Gott
* Tiere
* Tod (positiv besetzt und ohne Lebensverneinung)
* die Pole männlich - weiblich
* Gewalt - Macht - Ohnmacht - Angst
* Sucht
* Kommunikation
* Kreativität
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Und ganz sicher habe ich etwas außergewöhnlich Wichtiges vergessen...
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