***Serenas Augenblicke***

31.07.2009 um 23:00 Uhr

Im Lotussitz...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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...saß da einer auf dem Boden mitten auf dem Platz neben dem Dom... Schön hat er das gemacht (ironischer Unterton). Er drehte sich mit gestrecktem Rücken, als hätte er nen Stock verschluckt, nach hinten, erst links dann rechts... übte, dehnte sich. Er saß nicht am Rande, sondern mitten auf dem Weg, wo die Leute gehen, die teilweise einen Bogen um ihn machen mussten. Ich dachte erst, es wär ein Bettler. Dann sah ich, was er da machte... und es kam mir so falsch vor. Ich weiß nicht... kann ja nicht in ihn reinschauen, aber es fühlte sich so sehr falsch an... so dargeboten, so schreiend... Etwas was in die Stille gehört an die Öffentlichkeit gezerrt... Und er war keiner, der so befreit ist, dass er wirklich niemanden wahrnimmt. Ich kenne so einen. Der allerdings sitzt nie im Lotussitz, auch nicht in der Stille. Der macht gar keine Techniken, der IST einfach immer und überall das was er ist. Ziemlich stark. Manchmal erschütternd... man muss gewappnet sein, wenn man mit ihm zusammen unter Leuten ist... oder besser: entspannt. :)

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31.07.2009 um 21:08 Uhr

Ein Bett im Kornfeld...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Tiere/Insekten Alt

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31.07.2009 um 19:54 Uhr

Horrorhaus, Bücherbordell und Kreuzgang

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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Stadtgang. Das kommt nicht häufig vor. Ich hab nicht viel in der Stadt zu tun und das ist gut so. Heute musste ich Pappe für meine Bilder besorgen und Aufhänger... alles für die Ausstellung. Hab nochmal nachgefragt, wann es genau losgeht und ich mit meinen Bildern anrücken soll und hab mir das Fenster nochmal angeschaut und überlegt, wieviele Bilder ich dort reinhänge. Es soll nicht überladen sein, weniger ist da oft mehr. Ich habe mich gegen Rahmen entschieden. Kohlebilder - auch Drucke davon - passen irgendwie nicht hinter Glas. Die Rahmen erschlagen die Bilder. Also gibt es nur Passepartouts alla Eigenkreation.

Ich hatte ziemlich schnell alles was ich brauchte und schnupperte noch ein bisschen herum in der Stadt. Ich ging eine enge Verbindungsgasse zwischen Dom und Marktplatz entlang, auf den Marktplatz zu und ging immer langsamer und langsamer... und hoffte einen Moment lang wirklich, dass das schreckliche Horror-Bankenhaus plötzlich sang- und klanglos verschwunden sei... Ich schaute schaute schaute, bewegte mich ganz langsam... und ZACK, da tauchte die erste Kante davon auf... Es war NICHT verschwunden... :-(  So ein schreckliches Haus hat die Welt noch nicht gesehen, das sie da in einer Nacht- und Nebelaktion auf den Unteren Markt gestellt haben, hingepappt an alte Gebäude, die noch zum Rathaus und zum Ratskeller gehören... Die Leute, die das genehmigt haben, sollte man untersuchen lassen und eventuell einsperren... Aber naja, es war sicher das Geld, dass es möglich machte, dass alle die Augen verschlossen haben vor dieser Unsäglichkeit. Ich habe meinen Fotoapparat zuhause gelassen, sonst hätte ich das Monstrum hier zeigen können. Aber besser nicht. Nicht nur wie es platziert ist, auch wie es gemacht ist... mit breiten schwarz-grauen Streifen und einem Loch drin, das die Tür sein soll... das wirkt, als ob die Leute hineingesaugt und verschluckt werden... Ich überlegte, mich hinzusetzen und zu warten, um sicherzugehen, dass die Leute, die ich hatte reingehen sehen auch wieder herauskamen... aber dann ging ich doch weiter...

Dann kam ich am neuen Hugendubel vorbei... sie sind umgezogen. Vorher war alles wesentlich kleiner und kuscheliger. Jetzt ist alles auf einer riesengroßen Fläche im Erdgeschoss und drüber nochmal dasselbe und es wirkt wie eine Bahnhofshalle mit weit offenen Türen... Irgendwie kamen mir die Bücher verraten und verkauft vor... als ob es gar nicht mehr um sie ginge. Das ist ein Bücherbordell, schimpfte jemand in mir... es muss L. gewesen sein, sie liebt diese Art von Vergleichen. ... Im alten Laden hatte es nach Büchern gerochen, so wie es soll... jetzt riecht es nach Kaffee und Kuchen... es ist groß, laut, hektisch, unkuschelig. Ich ging zu den Biographien... hatte Lust auf eine, fast egal von wem... und es fiel mir ziemlich automatisch eine von Hermann Hesse in die Hände... schmal und blau und leicht... ich schlug einfach so auf, und da stand etwas von einem davonflatternden Schmetterling. Bingo... das war grade viel besser als Kafka, der so schwer und dunkel und dick und teuer danebenstand... nicht wie ein Schmetterling, eher wie eine Raupe...

Nicht weit ist der Dom, von da war ich hergekommen... Dort gehe ich immer hinein wenn ich in der Stadt bin, es ist schön da. Heute allerdings war es wie ein Marktplatz... unheimlich viele Leute, Touristen, die sich den Dom anschauen wollten, umherliefen, fotografierten... Ich ging zum Marienaltar mit den vielen Kerzen... dort waren fast alle Plätze besetzt... Da sah ich, dass die Türe zum Kreuzgang geöffnet war... dort war niemand. Ich ging hinaus... ich wurde immer langsamer auf dem alten, unebenen Boden mit den beschrifteten Steinplatten... ich wollte nicht auf die Schrift treten, aber das ging eigentlich nicht, wenn man normal ging... Die steinernen Säulen und Bögen zum Innenhof sind aus stumpfen Sandstein und sie wirken so still... als ob der Sandstein alles Laute, allen Lärm verschluckt. Und wieder hatte ich einen Flash... ich sah eine Robe, schwarz, an mir selbst, ich sah meine Beine, die die Robe im Gehen nach vorne warfen... ich spürte einen sehr ruhigen Geist, der nicht mit modernen Sachen beschäftigt war... Er war konzentriert auf irgendein Ereignis, das bevorstand... er meditierte und bereitete sich innerlich darauf vor... vielleicht war es eine Priesterweihe oder so etwas... vor hundert Jahren oder länger... Der Geist dieses Menschen war zwar jung, aber sehr ruhig und sehr ernst, sehr aufrichtig, schön... idealistisch...

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31.07.2009 um 17:10 Uhr

Endloses Gequassel...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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Ich setze, was das Radio betrifft, irgendwie immer noch hartnäckig etwas voraus, was gar nicht so ist... nämlich dass es hauptsächlich dafür da ist, die Menschen mit Musik zu unterhalten. Aber das ist wirklich ein Irrtum meinerseits. Vom Wort her bedeutet es lediglich, dass etwas ausgestrahlt wird, völlig egal was. Also um halb und um ganz kommen Nachrichten, davor Werbung, danach Wetter und Verkehrsdurchsage... bleibt nicht mehr viel Zeit dazwischen. Aber sie bringen es fertig, auch diese vollzuquasseln. Zwei Lieder am Stück ohne Gequassel dazwischen ist schon ne Seltenhaut außer bei Klassik Radio... wo offenbar am meisten Musik rauskommt... Aber ich mags auch nicht immer klassisch. Naja... ich muss das wohl streichen und endlich irgendeinen anderen Musikmacher im Auto installieren... es nervt nämlich...

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30.07.2009 um 21:03 Uhr

Religion - Irrtum und Gewalt

von: Seren_a   Kategorie: Aufgeschnappt Alt

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Religion ist ein Mischmasch

aus Irrtum und Gewalt.

Johann Wolfgang von Goethe

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Ich würde ihm zustimmen, nur mit der Einschränkung, dass die Religion nur etwas übernommen und kanalisiert hat, was eh schon da war, unter den Menschen... Menschen werden nicht gut oder schlecht durch Religion... Man sieht durch die institutionalisierten Religionen nur einfacher und klarer, in welchem Zustand die Menschheit sich befindet. Jesu Lehre wird weitergegeben und gefeiert, aber wir befinden uns de facto noch mitten im alten Testament, nach dem Motto "Auge um Auge - Zahn um Zahn".

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30.07.2009 um 18:31 Uhr

Schön...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Pflanzen

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30.07.2009 um 12:14 Uhr

Hinrichtung...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Emotionale Bilder - nicht sichtbar - nur als Muster deutlich spürbar, Muster, die ich - ohne das bewusst zu tun - zu Papier gebracht habe... Jemand wird zu einer Hinrichtung abgeholt. ICH werde zu einer Hinrichtung abgeholt. Absolutes grauenhaftes Entsetzen. Ausweglosigkeit. Verzweiflung. Irrtum auch, denn man kann mir den Körper ja nehmen, aber mehr nicht... und ich bin ja mehr, ich besitze den Körper nur. Was man besitzt, kann einem genommen werden, aber das, was man innerlich ist, das nicht. Dennoch einfach blankes Entsetzen... Ich musste es weiter unten als Witz karikieren, blödsinnig überzeichnen... um zu sehen wie verrückt das ist, und dass es eben nicht real ist! Aber es war einmal irdische Realität. Doch warum trägt man das in andere Leben hinein... Fjodor Dostojewskij wurde zum Tode verurteilt und kurz vor der Hinrichtung begnadigt - er war bereits auf den Hof geführt worden, wo sie stattfinden sollte. Nach dieser schrecklichen Erfahrung sagte er, dass es keinen Grund geben kann, der es einem Menschen erlaubt, einen anderen hinzurichten. Ich las das tränenüberströmt. Auch heute noch gibt es Hinrichtungen in Ländern, die als zivilisiert gelten. Immer noch leben wir nach dem Gesetz der Vergeltung und Rache. Und irgendwann war ich auch einmal der Henker... der sich im Recht fühlte.

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30.07.2009 um 11:49 Uhr

Krank - in "Kategorien der Gesellschaft"

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Sie sind krank ... aber - verstehen Sie mich nicht falsch, sagte er - nur in "Kategorien der Gesellschaft". Sie glauben immer noch, sie müssten trotzdem weitermachen und sich eben zusammenreißen. Aber es geht nicht, das haben Sie doch schon gesehen. - Ich sehe Mr. Train mit einem Bein da stehen, wo ich bin, und mit einem in dieser Welt. Momentan ist er wohl das perfekte Verbindungsstück, egal in welche Richtung man zu gehen gedenkt.

Was heißt "krank". Unvermögend, eine Rolle zu spielen. Krank sein heißt, eine Pause brauchen, in der man sich darüber klar wird, ob und wie man weitergehen kann. Krank sein heißt, zu bemerken, dass man bisher etwas in sich verleugnet oder falsch verstanden oder übersehen hat. Etwas sehr wichtiges, nämlich sich selber, die innerste Wirklichkeit. Oder dass man das, was man ist, einfach der Welt nicht zumuten wollte.

Dann stellte und stelle ich mir oft mehr oder weniger verzweifelt die Frage, wie ich diese Welt, die ich innerlich erlebe, denn in dieser Welt ausleben können soll... geht doch nicht. Ich weiß es immer noch nicht. Aber es gibt Menschen, die es getan haben und tun. Sie tun es einfach, sie haben aufgehört nur darüber nachzudenken. Ob es nun jemand ist, dessen Traum es ist, in einer Millionenvilla zu leben oder jemand, der den Straßenhunden in Thailand helfen will oder jemand der ohne Geld leben will oder jemand, der herrliche FIRLEFANZ-Ideen umsetzen will *lächel*. Alles Sachen, die der Vernunft, schwierig, unmöglich oder abgedreht erscheinen. Aber möglich ist alles.

Krank sein heißt also, noch nicht die Zuversicht haben, sich das Leben wirklich so zu gestalten, wie es einem ganz und gar entspricht. Aber man kann ja genesen, gesund werden. Und ich komme mir vor wie zwischen Tür und Angel stehend, zwischen den Welten. Ich schaue hierhin und dorthin und überlege, wie ich sie zusammenkriege... ob ich das kann oder nicht... Was man nicht will, das kann man auch nicht. Und umgekehrt. Is doch so... oder?...

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29.07.2009 um 21:54 Uhr

Durchgehechelt...

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

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29.07.2009 um 21:27 Uhr

Geshoppte Dogge...

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

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29.07.2009 um 19:55 Uhr

Geskizzte Katze...

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

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29.07.2009 um 19:28 Uhr

Kein Scherz "alla Kafka"...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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...und NIEMALS das kleingedruckte überlesen! Es könnte Ihr Leben verändern... Hahaha...

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Beschluss

Hiermit werden Sie, Herr O.M., aufgefordert, sich am Sonntag, dem 13. 13. 3113 um eine von uns nicht genau zu benennende Uhrzeit am Nachmittag pünktlichst auf dem Marktplatz zu Ihrer Vierteilung einzufinden.

Die Gründe für diesen Beschluss, dem nicht widersprochen werden kann, dürfen laut Paragraph Dreibilliardenfünfmillionendreihundertachttausend a und b mit sämtlichen Absätzen völlig ungenannt und somit unbekannt bleiben.

Die Vorgehensweise unsererseits wird Ihnen in einem gesonderten Schreiben zugesandt.


Sollte der Delinquent zum genannten Termin nicht erscheinen, so ist die Sache damit erledigt.

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29.07.2009 um 13:47 Uhr

Jefraud oder niefraud oder...

von: Seren_a   Kategorie: Gemaltes & PC-Kunst Alt

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29.07.2009 um 11:30 Uhr

Was die Orakel immer sagen...

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Manchmal sind Deutungen ganz einfach. Ich erinnere mich an meine Astrologie-Lehrerin, als sie so einige Bilder als Beispiel nahm... "Sagen wir, da kommt eine Frau und sie hat einen grünen Hut auf. Wenn Grün die Farbe der Auflösung ist, dann wissen wir: für sie ist Auflösung jetzt gerade das Höchste. Vielleicht trennt sie sich vom Partner, oder zieht in eine neue Wohnung oder wechselt den Job der wandert aus. Das steht jetzt gerade an, hat höchste Priorität." So ähnlich erklärte sie das.

Daran dachte ich gestern, als der Schmetterling dreimal auf meinem Kopf landete. Ein Schmetterling auf dem Kopf... Das hieße dann also, dass das, was ein Schmetterling oder gerade *dieser* Schmetterling - ein älteres Tagpfauenauge-Weibchen (wahrscheinlich Weibchen, nicht sicher) symbolisiert, ist gerade das Höchste, bzw. steht an.

Ein Schmetterling symbolisiert auf jeden Fall Verwandlung. Von der Raupe und der Puppe zum wunderhübschen Falter. Metamorphose. Immer immer kommt sowas heraus bei allen Deutungsversuchen, egal wovon... immer kommt Veränderung heraus, Metamorphose... Auflösung und Neubeginn... Egal ob ich früher Karten legte oder die Transite nachschaute oder I-Ging warf oder was auch immer. Wahrscheinlich befragt man das Orakel eh immer gerade dann, wenn Veränderung ansteht... also sagt es das einem auch. Welche Art von Veränderung? Entfaltung des Selbst. Der Schmetterling macht das ganz selbstverständlich. Es gibt keinen Zweifel, dass aus der Puppe der Falter schlüpft, es sei denn sie wird vorher gefressen. Sehr wahrscheinlich fragt sich die Puppe oder die Raupe nicht die ganze Zeit, was wohl noch aus ihr werden soll... Aber sicher wissen tut mans nicht. Vielleicht ist sie auch von Zweifeln zerfressen - und wird trotzdem zum Falter. Ha.

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29.07.2009 um 09:28 Uhr

Kein Platz für unsichtbare Hexen...

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Ja, also... Mr. Train versteht so einiges, hab ich das Gefühl... mehr als ich von einem Psych erwartet habe. Ich habe von dieser Ich-losigkeit erzählt... auch dass ich als Kind immer dachte, ich könnte nicht gesehen werden, weil ich mich nicht mit dem materiellen Körper identifizierte. Und wie ich mich immer gewundert hatte, als ich feststellte, dass ich doch gesehen wurde... und dass die Leute mir sogar bestimmte Eigenschaften zuschrieben - von denen ich keine Ahnung hatte. Kein Erstaunen seinerseits, er nickte... und erklärte mir dann, dass das eigentlich in verschiedenen Stadien bei sehr vielen Menschen so sei. Es gäbe die ganze Bandbreite... von dem, der gar nicht und überhaupt niemals weiß wer er ist bzw. wer er sein soll... bis zu demjenigen, der breitbeinig in der Welt steht und glaubt, genau zu wissen, wer er ist... Obwohl auch letzterer, meinte er, das gar nicht so genau wisse... das sei mehr oder weniger seine selbstgemachte Illusion. - Bin ich bei einem Psychotherapeuten... oder einem Druiden? Ich war ein bisschen erstaunt.

Er hat's mit dem Christentum... aber weniger mit der Institution als wirklich mit der Lehre, das wurde deutlich. Hat an passender Stelle ein Kirchenlied zitiert... in dem es heißt, wir sind nur Gast auf dieser Erde... und dass unsere Heimat eben woanders ist. Also genau meine Rede. Weiß ich ja. Aber was ist mit dieser Welt? Wieso dieser ganze Zinober? In ihr einen Platz suchen, obwohl sie eben nicht die Heimat ist.  Ich finde keinen Platz darin. Die Zeit der Hexen und Schamanen ist vorbei... und das ist das einzige was mir einfällt, was ich sein könnte... aber auch das ist viel zu sehr definiert. Diese Welt verblassen lassen... einfach verblassen, immer kleiner werden lassen... zusehen wie sie als immer kleiner werdender Punkt irgendwann ganz verschwindet in der Weite von allem was ist... und sich nächstens genauer überlegen, was man erschafft. Ähm... ja, ich schweife ab...

Er meinte noch, meine Ansprüche wären sehr hoch... vielleicht ZU hoch für die Welt - obwohl er das gut verstünde, zu hoch für die Mitmenschen. Aber ich verlang doch von keinem was... Kann doch jeder so leben, wie er möchte. Ich sag doch niemandem, dass er es anders machen soll oder sich hier nicht wohlfühlen soll, wenn er das tut... Es geht darum, was diese Welt für mich bedeutet. Wieso ich sie so sehe wie ich sie sehe... Wieso all dieser Druck, dieser Schmerz, diese Sehnsucht. Warum ich an all dem festhalte. ... Wir kamen auf zwei Menschen zu sprechen, einen Onkel von mir und unseren Mieter, die sich getötet haben... Wie die Welt über solche Dinge oftmals urteilt, nicht nur die weltlichen Menschen, nicht nur die christlichen Menschen, auch die Esoteriker oder spirituellen Leute... alle meinen es verurteilen zu können oder zu müssen oder zu sollen. Er meinte, so etwas könne er im Evangelium nicht finden... in Jesu Worten könne er nicht finden, dass irgendjemand für so etwas verurteilt oder gemaßregelt werden soll... Oder ihm auch nur gesagt werden soll, dass es nicht richtig sei, was eine Maßregelung ist. Hm.

Ich klammere mich fest an diese eigentlich ungeliebte unwirtliche Welt, die nicht meine Heimat ist. Ich kann mich erinnern - ich habe das drüben bei Priyadevi kürzlich erst in einem Kommentar geschrieben -, dass es mich einmal mit großer Macht wegzog von all dem... und wie ich feststellte, dass ich mich, je mehr es mich wegzog, ich es umso stärker umklammerte... Aber es war nicht Angst. Es war irgendwie eine Entschlossenheit eines Teils von mir, den ich nicht kenne... Doch, ein Teil hatte auch Angst, stimmt schon... aber das war mehr eine körperliche Reaktion, hatte mit dem inneren Gefühl nicht so viel zu tun. Das war mehr wie wenn der Körper-Instinkt vor einem Abgrund zurückschreckt.

Ja... es geht weiter und weiter, man findet gar kein Ende. Jedenfalls ist der Therapie-Antrag eingereicht... Was wir darin dann machen ist nicht so genau definiert. In jedem Fall tut es gut, mit jemandem zu reden, der einen nicht so völlig verständnislos ansieht, wenn man von sich erzählt... sehr gut ist das.

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29.07.2009 um 01:34 Uhr

Die Welt ist schlecht

von: Seren_a   Kategorie: Sprachliches

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29.07.2009 um 00:31 Uhr

Gespräch mit einem Schmetterling...

von: Seren_a   Kategorie: Episoden

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Ein Schmetterling... ein Pfauenauge, schon etwas älter wie man an den Flügeln sehen kann... hat sich mit mir unterhalten. Er flog mehrmals geradewegs auf mich zu, so dass ich schon den Impuls hatte auszuweichen, so schnell flog er... doch kurz vor dem Aufprall glitt er nach oben über meinen Kopf hinweg. Ich drehte mich um... Er flog ein paar Meter weiter, drehte wieder um, flog wieder vor mich und machte dasselbe Spielchen nochmal. Ich weiß, es klingt abgedreht. Aber er hat das wirklich gemacht... und es war pure Absicht... Zufall kanns nicht gewesen sein. Sind ja nicht bescheuert, so Schmetterlinge. Dann landete er auf den Brennnesseln.

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Ich hab ihn natürlich angesprochen, klar. Ich ging auf ihn zu und streckte meinen Finger hin und sagte ihm, er solle sich doch draufsetzen... Aber das wollte er nicht. Er flog nach oben. Ich streckte den Zeigefinger in die Höhe, er kam herangeflogen, berührte meine Hand, landete... FAST... drehte dann ab und... landete direkt auf meinem Kopf. Dort spazierte er ein wenig herum... es kitzelte... dann flog er wieder hoch, auf die Brennnessel, dann wieder auf meinen Kopf... und das Ganze ein drittes Mal. Ich hätte das ja so gerne gesehen... Pfauenaugen mögen Menschen. Es ist schon öfters passiert, dass einer um mich herum tanzte... aber sowas wie heute hatte ich noch nicht erlebt. Als er auf der Brennnessel saß sah es so aus, als ob er mich direkt anschaute... er hatte nicht die geringste Furcht, war überhaupt kein bisschen scheu. Eigenartig und schön war das... Nach dem dritten Besuch auf meinem Kopf verschwand er... ich rief ihn, aber er kam nicht mehr.

Ich war nicht gerade bester Stimmung gewesen, als ich rausging... im Beitrag weiter unten steht ungefähr, wies mir grade so geht... Vielleicht wollte er mich ablenken. Jedenfalls hab ich mich sehr über ihn gefreut.

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28.07.2009 um 23:09 Uhr

Besuch...

von: Seren_a   Kategorie: Fotos Tiere/Insekten Alt

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28.07.2009 um 22:21 Uhr

Happy End - eine lustige Erfindung

von: Seren_a   Kategorie: Visionen, Gedanken

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Das ist ja eine lustige Erfindung... oder? Ich hab mich bei Filmen mit Happy End immer gefragt, wie es jetzt wohl weitergeht mit den Figuren. Das Leben geht weiter, die Geschichte, die nicht mehr erzählt wird, wie sieht sie aus? Sogar ein so aus dem Rahmen fallender Film wie Amélie hat ein Happy-End. Wird Amélie mit Nino glücklich sein, ein ganzes Leben lang?

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28.07.2009 um 21:08 Uhr

Standbeine - Liebe

von: Seren_a   Kategorie: Seelische Inventur

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Standbeine... bräuchte man, sagte sie. Aus denen man Sicherheit bezieht. Sie hat Recht und auch nicht Recht. Es kommt darauf wer man gerade ist. Und ich weiß das fünf Minuten vorher nicht. Eine Minute vorher nicht. Standbein... die Liebe in irgendeiner Form. Aber Form muss sie eben haben für den Menschen. Die formlose durchdringt alles, aber der Mensch ist Form und will Form und zwar deshalb, um Form zu erschaffen, nach seinem Bild. Dafür ist er Mensch. Sobald der Wunsch nicht mehr da ist, gibt es auch das Menschsein nicht. Wenn ich Mensch bin, verstehe ich das. Wenn nicht, brauche ich es nicht zu verstehen. Doch wenn ich dazwischen bin, weder hier noch dort, ist es schlimm. Jetzt ist es schlimm.