Sexismus-Kritik

07.12.2011 um 17:35 Uhr

Hinweis auf bevorstehende Schließung dieses Weblogs.

Hinweis auf bevorstehende Schließung dieses Weblogs.

Lieber Leser!

Ein Weblog hat den Vorteil, daß es zu seiner Eröffnung keiner Programmierkenntnisse bedarf.

Er hat aber auch entscheidende Nachteile, die darauf beruhen, daß der Inhalt auf einem Server liegt, auf welchen man als Schreiber keinen Zugriff hat. Beendet der Anbieter seinen Dienst oder fällt sein Server aus, so sind die Einträge weg. Auch muß man akzeptieren, daß der Anbieter Werbung einblendet. Und schließlich sind auch die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt. Zuletzt wurden alle neuen Links auf "nofollow" gesetzt.

Aus diesen Gründen habe ich bereits am 4. Mai 2009 mein eigenes Portal "MannPassAuf!" ins Netz gestellt, auf dem man u.a. alle Beiträge aufrufen  kann, die auch auf diesem Weblog aufrufbar sind.

Meine technischen Fertigkeiten waren damals aber noch nicht so fortgeschritten, daß ich auch eine selbst entwickelte  Kommentar-Software hätte einbauen können. Dazu bedarf es nämlich außer den HTML- und CSS- auch ausreichende PHP-Kenntnisse. Inzwischen nähere ich mich diesem Ziel.

Daß eigene PHP-Kenntnisse wirklich Vorteile bieten, merkte ich, als der Statistik-Anbieter zu dem o.g. und meinen anderen Netzportalen seinen Dienst einstellte. Ich mußte mir ein neues Skript suchen, fand auch ein leistungsfähiges solches, muß mich aber seitdem mit kleinen Werbesprüchen abfinden, die farblich stören. Daneben war die Umstellung auch mit Arbeit verbunden. Allein "MannPassAuf!" hatte damals schon über 80 Unterseiten, von denen ich jede einzeln bearbeiten mußte.

Dennoch trauere ich diesem Weblog, von dem ich mich demnächst verabschieden will, ein wenig nach. Es war doch damals, als ich anfing  - das war im Januar 2008 - ein schönes Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit. Bis dahin hatte ich ausschließlich in Foren geschrieben. Dort konnten aber Einträge jederzeit verschwinden. Außerdem ist man versucht, sich in unfruchtbare Auseinandersetzungen mit seinen Kritikern zu verwickeln. Dieses Problem war nunmehr gelöst. Auch war es  zunächst ein aufregendes Spiel, die technischen Möglichkeiten des Editors zu nutzen und die äußere Gestalt der Einträge zu bestimmen. Zuletzt sei übrigens auch dem Anbieter gedankt.

Wann ich mit den Voraussetzungen für eine Schließung endgültig fertig bin, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich bitte Sie, schon jetzt auf "MannPassAuf"! überzuwechseln!

Grüße

"Student1" 

 

24.10.2011 um 12:36 Uhr

Nicht-sexistische Feminismen: Mathilde Ludendorff u.a.

Nicht-sexistische Feminismen: Mathilde Ludendorff u.a.

Mathilde Ludendorff Foto links: Mathilde Ludendorff, prominenteste Vertreterin eines völkisch-rassistischen Feminismus.

1. Die feministische Trias.

Sexismus-Kritik ist - in meinem Verständnis - immer Feminismus-Kritik, nicht aber umgekehrt. Anders gesagt: Feminismus ist umfassender als Sexismus.

Nicht-sexistischer Feminismus ist ein solcher, der zwar eine Besserstellung der Frauen fordert, aber für deren Elend keineswegs die Männer als solche verantwortlich macht. Wen oder was aber dann? Man findet eine Antwort, wenn man berücksichtigt, daß es außer den Männern auch noch andere "Ausbeuterklassen" gibt. So lassen sich unterscheiden:

  • Sexistischer Feminismus (Feindbild: die Männer);
  • kommunistischer Feminismus (Feindbild: die Besitzenden);
  • völkischer Feminismus (Feindbild: die Juden).

Im Folgenden sei die dritte Form besprochen.

N.B. Warum der Sexismus Männer verunglimpft und es keine Ideologie gibt noch geben kann, der Frauen herabwürdigt, habe ich in meinem Sexistinnen-Pranger erläutert (siehe Das ist Sexismus!).

In wenigen Worten: Eine hierarchisch übergeordnete Menschengruppe kann die ihnen untergeordnete Gruppe zwar verachten und mißhandeln. Dazu benötigt sie aber meist keine Ideologie, denn die Überlegenheit ist ihr Rechtfertigung genug. Dagegen hat es die hierarchisch untergeordnete Gruppe nicht so einfach. Sie bedarf nicht nur einer besonderen Organisation zur Mobilisierung der Massen, sondern auch einer Art "Bibel" oder Heilslehre, also einer Ideologie. Und darum gibt es zwar eine Reaktion auf den Feminismus ingestalt von Feminismuskritik und Antifeminismus, aber keine maskulistische Ideologie, die über eine vergleichbare Organisation verfügt und ebenso extreme Ziele verfolgt.

2. Mathilde Ludendorffs Psychologie der Frau.

Die wohl bedeutendste Vertreterin des völkischen Feminismus war Mathilde Ludendorff (1877-1966), eine promovierte Ärztin, tätig als Psychiaterin und später (1926) verheiratet mit dem Weltkriegs-General Erich Ludendorff.

Im 1916 geschrieben Vorwort ihres Buches "Das Weib und seine Bestimmung. Ein Beitrag zur Psychologie der Frau und zur Neuorientierung ihrer Pflichten" (dritte, vermehrte Auflage 1927) bekennt sie, weder dem Feminismus noch dem Antifeminismus Zugeständnisse zu machen. Dennoch enthält gleich der erste Absatz einen Seitenhieb auf den erklärten Antifeministen Möbius:

Wenn daher ein unwissenschaftliches Schriftchen eines sonst tüchtigen Wissenschaftlers wie "Der physiologische Schwachsinn des Weibes" von Moebius mit dem gesunden Appetit von 10 Auflagen vom Publikum verschlungen wird, so beweist das, in welcher Unkenntnis der Geschlechtspsychologie die Mehrzahl der Gebildeten befangen ist. (S.11)

Von ihrem eigenen gesunden Selbstbewußtsein zeugen dann Sätze wie der folgende:

Wir haben den Maulwurfshorizont, der uns 1500 Jahre hindurch aufgezwängt wurde, aufgegeben. Frei schweift unser Forscherblick über die Jahrtausende, wenn es gilt Grundgesetze der Menschenseele zu erfragen. (S.122)

Ihre eigenen Untersuchungen lassen ein durchaus sorgfältiges und kritisches Vorgehen erkennen, wenngleich ihr, soweit ich das zu beurteilen vermag, einige entscheidende Irrtümer unterlaufen. Doch verweilen wir zunächst bei dem, was Lob verdient. Aus meiner Sicht sehr bemerkenswert ist Ludendorffs Feststellung von zwei widerstreitenden Strebungen im Manne:

Der Wille zur Freiheit, geboren aus dem Stolze, der in der Mannesseele die kriegerischen Tugenden weckt, ist in diesem Geschlechte sicherlich machtvoller entwickelt als im Weibe. Diesem Willen, der alle Machtkämpfe des Mannes anregt, ist die größere Hörigkeit vom Weibe, welches sich selbst als unabhängiger erweist, seit je ein Greuel. [...] Das ist das tiefe Geheimnis, welches uns die allgemein bestehende Neigung der Männer aller Rassen, ihr Drängen zur Vormachtstellung über das Weib erklärt. (S.123 f.)

Mag die Schlußfolgerung auch unzureichend sein, so kann ich die prinzipielle Wahrheit jedenfalls aus eigenem Erlebnis bestätigen. Was mich immer davon abgehalten hat, käufliche Liebesdienste in Anspruch zu nehmen, war die Erwägung, in diesem Falle eine Minderwertigkeit zuzugeben. Ich rechnete mir vor: Für eine körperlich anstrengende Arbeit kriege ich einen Stundenlohn von z.B. 10 Mark. Die Prostituierte aber will für weniger als diese Zeit, und auch für weniger Anstrengung, gleich das Zehnfache! Ist sie bzw. ihre Leistung also zehnmal soviel wert? Niemals! Ich sah und ich sehe darin eine Erniedrigung des Mannes vor der Frau; und in Männern, die dem stattgeben, sehe ich Selbsterniedriger.

Dabei ist die Prostitution nur ein Spezialfall dieser Erniedrigung, denn auch ansonsten wird vom Mann erwartet, daß er um die Frau wirbt, und nicht umgekehrt. Allgemeiner spricht Ludendorff von einer größeren Willens-Selbständigkeit des Weibes gegenüber den vitalen Trieben. Dieses Argument bringt sie übrigens auch ein, um die übliche Auffassung von der größeren Kindähnlichkeit des Weibes, der sie einen eigenen Anhang widmet, zu relativieren. Darauf war ich noch nicht gekommen, aber ich gebe ihr recht:

Wenn ein seelischer Konflikt [beim Manne] durch Lieblingsgerichte zum mindesten auf Stunden gemildert werden kann, wenn sich die Sorgenfalten auf der Stirn beim Rauchen einer guten Zigarre glätten, so erscheint der Frau das kindlich, denn ihr sind die vitalen Genüsse in sorgenvollen Stunden noch gleichgültiger als in frohen. Ganz ähnlich wie die Mutlosigkeit der Frau in Gefahr auf den Mann wirkt, erscheint der Mangel an Geduld und Selbstbeherrschung im Ertragen langwieriger Krankheit der Frau als kindähnlich. Ferner bringt der Mangel an psychologischer Begabung den Mann häufig in Lebenslagen, in denen er sich so unbeholfen und naiv verhält, wie es der Frau oft unverständlich und kindlich erscheinen muß.

Endlich wird der Mann infolge der starken vitalen Willensantriebe, besonders in Stunden sexueller Abhängigkeit häufig in die Lage kommen anders zu handeln als er sich vorgenommen hat. Dieses Unterliegen wirkt auf die Frau [...] kindähnlich. Dies letztere so sehr, daß sie häufig in dieser Lage dem männlichen Geschlecht gegenüber die sonst übliche Unterordnung vollständig aufgibt und dem Manne wie einem Kinde moralische Vorhaltungen macht. (S.115 f.)

Gleichwohl erscheint mir die diesbezügliche Kindlichkeit des Mannes als unbedeutend gegenüber der viel auffälligeren Kindlichkeit der Frau, welche nicht nur in der äußeren Erscheinung (kleinerer Wuchs, niedliches Gesicht, hohe Stimme) sofort zum Ausdruck kommt, sondern auch in zahlreichen Verhaltenseigentümlichkeiten sich offenbart, wohingegen die beschriebene Kindhaftigkeit des Mannes nur in einem einzigen Merkmal besteht.

Frau Ludendorff kommt ferner zum Schluß, daß das Weib dem Manne, bei qualitativer Verschiedenheit, dennoch intellektuell (zumindest) ebenbürtig sei. Ihre Gründe überzeugen mich nicht. Wahrscheinlich schließt sie nur von ihrer eigenen Begabung, in welcher sie die meisten Frauen weit überragte, auf alle anderen Frauen. Diesen Fehler haben, wenn mich nicht Alles täuscht, alle Feministinnen gemacht. Auf jeden Fall dürfte sie mit der gegenwärtigen Mädchenförderung an Schulen und mit deren Ergebnissen sehr zufrieden gewesen sein, denn in genau diese Richtung gingen auch ihre Vorschläge.

Als eindeutig falsch erachte ich Ludendorffs Behauptung, daß das Weib weniger egoistisch, vielmehr selbstlos sei. Zwar ist eine Mutter im Verhältnis zu ihrem Kind wirklich selbstlos, aber das Gleiche gilt, auf hierarchisch höherer Ebene, vom Familienvater im Verhältnis zu seiner Familie. Auf jeder hierarchischen Stufe herrscht nach oben die Haltung des Nehmens, nach unten die Haltung des Gebens. Christlich beurteilt, handelt es sich um das Prinzip der Fußwaschung, welches der verkörperte Gott an seinen Jüngern vollzog.

3. Frau Ludendorffs Rassen-Ideal und ihre Feindbilder.

Das christliche Prinzip der Fußwaschung setzt die hierarchische Weltordnung voraus und qualifiziert sie zugleich. Ludendorff legt aber ihrem Bild der Frau die Vorstellung zugrunde, wie sie durch nordische Überlieferungen, aber auch durch eine Schrift des antiken Römers Tacitus vermittelt wird. Demnach nahm die germanische Frau eine im Verhältnis zum Manne hoch geachtete, zumindest gleichberechtigte Stellung ein. Im Kriegsfalle kämpfte sie nötigenfalls wie der Mann; in religiösen Fragen war sie sogar seine Ratgeberin.

Die Frage einer natürlichen Rangordnung der Geschlechter, wie sie in den monotheistischen Religionen beantwortet wird, stellte sich für Ludendorff also gar nicht, da sie nur Naturreligionen als wirklichkeitsgemäß ansah. Auch insofern erscheint sie durchaus als modern. Bedenken wir, daß selbst die Evangelische Kirche Deutschlands - und nicht nur sie! - heute sehr tolerant ist gegenüber heidnischen Kulten, sofern dort nur ein bisexueller oder weiblicher Gott oder ein entsprechendes Pantheon im Mittelpunkt der Weltordnung steht. In diesem Zusammenhang sei auch an die "Bibel in gerechter Sprache" erinnert.

Jedenfalls erkennt Ludendorff im wahrhaft christlichen, besonders im alttestamentarischen Weltbild ein nicht nur fremdes, sondern zutiefst feindliches Prinzip. In zunächst unklarer Weise verbindet sie das mit der Rassenfrage, wenn sie schreibt,

daß unheimlich verheerende Auswirkungen von einer rassefremden Machtverteilung ausgehen müssen und daß eine so verstandene Frauenfrage eine der ernstesten Volksfragen ist. [...] Gleichstellung war das Kennzeichen des hohen Adels unserer Rasse und sie wieder einzuführen, heißt unser Volk genesen machen von so mancher Entartung! -

Dabei kommt nun zum Tragen, was Ludendorff schon unter rein psychologischem Gesichtspunkt (siehe oben) feststellte, nämlich der innere Konflikt des Mannes zwischen seinem kriegerischen Stolz und seinem Sexualtrieb, der ihn zwingt, um das Weib zu werben. Er muß sich irgendwie also erniedrigen. Das beschämt ihn, und der verletzte Stolz erzwingt eine Unterwerfung der Frau. Doch wirkt sich das nicht bei allen Rassen gleich aus:

Bei Rassen und bei dem einzelnen Manne müssen wir also [dort] die rücksichtsloseste Unterjochung des Weibes erstrebt sehen, wo sich starker Sexualtrieb mit stark entwickeltem kriegerischen Wollen paart. Darnach müssen z.B. unter den semitischen Stämmen etwa die Türken in der Geschichte die weitreichendste Unterordnung des Weibes verwirklicht haben.

Wenn aber der Sexualtrieb stark beherrscht wird, so daß von einer Hörigkeit vom Weibe nicht gesprochen werden kann, so muß auch bei Entwicklung eines starken kriegerischen Machtwillens eine hohe Stellung des Weibes sehr wohl möglich [...] sein. Wir sehen dies bei den nordischen Völkern verwirklicht, solange sie sich von Fremdeinflüssen fernhielten. (S.125, Hervorhebung durch mich)

Aber nicht nur artgemäße Qualität des Mannes, sondern auch die des Weibes, ihr artgemäßer Stolz und Wille zur Freiheit, spielt eine Rolle:

Bei hochwertigen Rassen ist dies heldische stolze Wollen natürlich stärker entfaltet als bei Niederrassen, so daß wir in jeder Rasse zwar im Manne die stärkere Entfaltung erleben, aber eine im Verhältnis entsprechende Entwicklung auch im Weibe. Aus diesem Wollen ist es zu erklären, daß Frauen in Kulturstaaten der Vorzeit Vormachtstellung und Gleichstellung mit Würde zu erhalten wußten. (S.126)

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, daß Ludendorff die Türken irrtümlich der semitischen Rasse zuordnet. Doch davon abgesehen: Sind es nicht gerade heute die Türken und Araber (letztere Semiten!) in Deutschland, welche unseren Staats-Feminismus, die Gynokratie, mehr herausfordern als jeder Antifeminismus oder Maskulismus es tut?

Offenbar hat die heutige deutsche Gynokratie ein völkisches Problem, auch wenn ihre Vertreter sich nicht so ausdrücken. Dabei ist klar: ihre Sprachlosigkeit hat einen politischen Hintergrund, der mit dem verlorenen Krieg (unserer "Befreiung") und den bis heute völkerrechtlich nicht geklärten Folgen zusammenhängt.

Ist Ihnen auch aufgefallen, daß in den Zitaten zweimal von Gleichstellung die Rede war? Für Manche wird es peinlich sein, dieses Wort ausgerechnet aus der Feder einer Völkischen zu vernehmen. Doch es steht nun einmal da:

Textkopie

Wiederum stelle ich fest: Frau Ludendorff war in entscheidenden Fragen erstaunlich modern! Haben heutige Politiker sich ihrer besonnen?

4. Die Bedeutung des Judentums für die nicht-sexistischen Feminismen.

In späteren Veröffentlichungen befaßte Frau Ludendorff sich sehr ausführlich mit den Feinden der völkischen Erneuerung bzw. der Wiedergeburt des germanischen Weibes. Jetzt geht es nicht mehr nur um das Christentum als Erbe des alttestamentarischen Judentums, sondern im Besonderen um Jesuiten und Freimaurern, wobei sie als deren größtes Verbrechen den Hexenwahn herausstellt. Dieser sei eine Form des induzierten Irreseins, also künstlich erzeugt, um die Folterung von 9 Millionen (die Zahl ist stark übertrieben) "besonders hochwertiger Frauen" zu rechtfertigen.

Treibende Kraft sei in allen Fällen das "Weltjudentum". Es verfolge das Ziel, mittels Verbreitung von Aberglauben und darauf begründeten Maßnahmen der Abwehr und Ausrottung ein überstaatliches tausendjähriges Reich zu begründen, in welchem die höherwertigen Rassen untergehen würden.

Wenn man heute sieht, wie gezielt die "kulturelle Bereicherung" in Deutschland durch "Menschen mit Migrationshintergrund" politisch gefördert und gleichzeitig das Bekenntnis zum Deutschsein diffamiert wird - allein der Begriff "völkisch" gilt als schwer belastet -, so kann man kaum umhin, in der Verschwörungstheorie von den "Überstaatlichen Mächten" einen beachtenswerten Kern zu entdecken.

In diesem Zusammenhang fällt auf, daß Juden auch in der Erstellung der marxistischen Ideologie sowie in der Organisation der russischen Revolution einen bedeutenden Anteil haben. Ist es statthaft, ihnen eine weltgeschichtliche Mission zuzusprechen?

Aus der Sicht eines jeden wahren Christen hatten die Juden ganz zweifellos eine weltgeschichtliche Mission, nämlich die Vorbereitung der Inkarnation Gottes ingestalt des Christus Jesus. Man kann und sollte jedoch auch fragen, welche Rolle das jüdische Volk danach noch spielte und spielt. Es hätte sich ja auch in anderen Völkern auflösen können, so wie etwa die Kelten, oder wie unzählige andere Völker. Merkwürdigerweise ist das aber nicht geschehen.

Im seinem antijüdischen Verfolgungswahn sah Adolf Hitler im Judentum ein angsterregendes Gespenst, das es zu vernichten galt. Doch Gespenster - Hüllen Verstorbener, die sich nicht auflösen, vielmehr parasitäres Eigensein annehmen - lassen sich auf physischem Wege nicht zum Verschwinden bringen. Hitler hat das Gegenteil bewirkt, nämlich einen neuen jüdischen Staat mit erheblichem Unruhepotential. Er selbst war geistig ein Jude. Die Lehre vom auserwählten Volk (für Hitler war es das deutsche) ist nämlich jüdischen, die Blut- und Boden-Ideologie zionistischen Ursprungs.

Die Parallele des Nationalsozialismus bzw. der Völkischen Bewegung zum Marxismus liegt darin, daß auch in Letzterem Bekämpfer und Bekämpftes sich sehr nahe stehen, ja jeweils dasselbe Thema haben. Beiden, den Marxisten wie den Besitzindividualisten ("Kapitalisten") geht es nämlich um die Erzeugung und Inbesitznahme der Güter zur Befriedigung elementarer physischer Bedürfnisse. Beide sind Materialisten; beide scheitern an der Versuchung, "Steine in Brot zu verwandeln". Christus hatte diese Prüfung bestanden. Das war die notwendige, wenn auch nicht zureichende Voraussetzung für seinen Weg zur Erlösung der Menschheit durch sein Selbstopfer am Kreuz.

Mit diesen Andeutungen zur Rolle des Judentums will ich es hiermit belassen, da eine genauere Erörterung weit vom Thema abführen würde. Hier ging es mir um die nicht-sexistischen Feminismen, von denen zunächst die völkische Form anhand einer Vertreterin erläutert werden sollte. Das Thema selbst ist damit nur angeschnitten - es war ein notwendiger Anfang.

Abschließend bemerken will ich noch, daß man sich durch politische Vorgaben nicht davon abhalten lassen sollte, Begriffe wie "Rasse" und "Volk", "artgerecht" und "entartet" weiterhin zu gebrauchen, ja ihre Berechtigung mit Entschiedenheit zu verteidigen. Läßt hier der Widerstand gegen politische Bevormundung nach, so werden irgendwann auch die bereits unternommen Versuche, Begriffe wie "Vater" und "Mutter" (demnächst wohl "Mann" und "Frau") zu verbieten, erfolgreich sein.

Denn so wie der Feminismus die kriegsbedingte Beschädigung des Volkes erweiterte, indem er den Mord an Ungeborenen zu einer Art Mutterrecht erklärte, so zerstört der Genderismus das völkische Bewußtsein, indem er seine Ideologie vom geschlechtlich nicht definierten Menschen in die Familie hineinträgt.

05.10.2011 um 20:42 Uhr

Elisabeth Selbert und die Abschaffung der Frauenpflichten.

Elisabeth Selbert und die Abschaffung der Frauenpflichten.

1. Der alte und der neue Gesetzeswortlaut.

Elisabeth Selbert
Foto links: Elisabeth Selbert

Unter der Weimarer Verfassung waren Frauen gleichberechtigt und gleichverpflichtet. Heute sind sie nur noch gleichberechtigt.

Dieser Verlust, der von der "besseren Hälfte" der Deutschen selbstverständlich nicht bedauert wird, geht zurück auf die sogenannten "vier Mütter des Grundgesetzes", insbesondere auf Elisabeth Selbert (1896-1986).

Der Artikel 109 der Weimarer Verfassung, zweiter Satz, lautete wie folgt:

Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.

So lautete auch der Artikel 3 unseres heutigen Grundgesetzes in der Fassung vom November 1948 - abzüglich des Wortes "grundsätzlich". Diese Formulierung war also bereits eindeutiger. Aber dann kam Elisabeth Selbert, und ihr verdanken wir die Verkürzung auf folgenden Wortlaut:

Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

Jetzt ist es noch eindeutiger. Aber es fehlt etwas, und das sind die Pflichten. Man könnte einwenden, daß das inbezug auf die Gleichbehandlung kein Nachteil sei, weil nun auch von Pflichten der Männer keine Rede mehr ist.

Doch, es ist ein Nachteil! Denn nun gibt es keinen grundgesetzlich verankerten Schutz mehr gegen die Mehrverpflichtung eines der beiden Geschlechter. Und es ist offensichtlich, daß die Mehrverpflichtung, wie schon früher, auch jetzt wieder die Männer trifft. Man glaube doch nicht, daß eine Partei, von welcher Art auch immer, etwas zu ihrem eigenen Nachteil durchsetzen würde!

Halten wir also fest: Männer und Frauen haben weiterhin gleiche Rechte. Ihre Gleichverpflichtung hingegen ist formell abgeschafft.

2. Wie Elisabeth Selbert vorging.

Einem Artikel von Cornelia Filter, veröffentlicht in der "Emma", Ausgabe 3/2009, verdanken wir eine erfrischend freimütige Beschreibung dessen, was Selbert letztlich beabsichtigte. Es heißt dort:

Der Selbert'sche Satz sehe zwar "ziemlich harmlos" aus, aber er hätte "unabsehbare sozialpolitische Folgen", rechtfertigt ein paar Tage später der Christdemokrat Albert Finck die negative Entscheidung seiner Fraktion: "Fast alle Bestimmungen über Ehe- und Familienrecht würden dadurch über den Haufen geworfen und außer Kraft gesetzt." Und genau das hat Selbert vor.

Welcher Art waren nun diese Bestimmungen, die Selbert außer Kraft setzen wollte? Es waren Bestimmungen, welche die Frau dem Manne unterordneten. Von den Feministen wurden diese als ungerecht empfunden. Fairerweise läßt die Autorin des zitierten Artikels aber auch einen Verfechter der Tradition zu Wort kommen. So etwa den "feinsinnigen, kultivierten Carlo Schmid":

"Es ist klar", schwadronierte er am 1. Dezember 1948 im Hauptausschuss des Parlamentarischen Rats, "dass [...] die Bestimmungen, die die Frau in ihren Rechtshandlungen an gewisse Genehmigungen binden, nicht getroffen worden sind, um die Frau zu benachteiligen. Diese Bestimmungen sind getroffen worden, um die Frau zu schützen (...) und stellen eine Begünstigung dar; so wie es eine Begünstigung des Minderjährigen ist, dass das Gesetz verbietet, ihn an einer rechtsgeschäftlichen Willenserklärung festzuhalten, solange der Vater oder Vormund nicht zugestimmt hat."

Ihm, Carlo Schmid, war offenbar klar, was damals eigentlich allen klar war, mit Ausnahme von Elisabeth Selbert und den Feministen: Daß Frauen auf natürliche Weise "behindert" sind und ihre traditionell untergeordnete Stellung keineswegs auf einem Machtkampf beruhte, den die Männer aus unerfindlichen Gründen einst gewonnen hätten. Denn wäre Letzteres der Fall, dann wären die vier "Mütter des Grundgesetzes" gar nicht erst in ihre Positionen gekommen. Es war ja nicht so, daß sie ihre Positionen erkämpft hätten. Sie waren einfach nur begabter als fast alle anderen Frauen. Anders gesagt: sie waren untypische Frauen.

Was war nun der Grund, daß Selbert gegen alle Vernunft sich durchsetzen konnte? Es war der Krieg und das Blutopfer der Männer. Cornelia Filter spricht es unverhohlen aus:

1946 kommen auf 1.000 Männer 1.263 Frauen; 3,6 Millionen deutsche Soldaten sind gefallen oder werden vermisst; im Mai 1945 sind 11,6 Millionen Männer in Gefangenschaft, und ein Jahr später sind es immer noch zwei Millionen.

Kein Wunder, dass es Elisabeth Selbert leicht fällt, ihre Drohung wahr zu machen.

Sie selbst hat ihren Anspruch, stellvertretend für alle Frauen zu sprechen, so begründet:

Die Frau, die während der Kriegsjahre auf Trümmern gestanden und den Mann an der Arbeitsstelle ersetzt hat, hat heute einen moralischen Anspruch darauf, so wie der Mann bewertet zu werden.

Sie führt also weibliche Verdienste ins Feld, die sie aus der Bewältigung einer vorübergehenden Notsituation ableitet. Doch abgesehen davon, daß den Frauen zu ihrem eigenen Überleben auch gar nichts Anderes übrigblieb und ihr Anteil sich bei näherem Hinsehen als keinesfalls so überragend erweist, wie es immer noch behauptet wird, so handelt es sich bei dem von Selbert erhobenem weiblichen Anspruch schlichtweg um das, was wir in anderen Zusammenhängen als Putsch bezeichnen würden: Der Herr rückt aus zur Landesverteidigung, um nach seiner Rückkehr das Haus besetzt vorzufinden - von den eigenen Untergebenen!

Wiederum sehr offen klärt die Autorin uns auf. Der Satz: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt"

ist die "einzige Aussage des Grundgesetzes", so die Historikerin Antje Späth, "die nur durch einen öffentlichen Druck von 'unten' getroffen worden ist". Noch 30 Jahre nach ihrem Triumph sagt Selbert schlicht: "Es war die Sternstunde meines Lebens."

Man beachte: Durch Druck von unten! Das klingt nach Volksherrschaft, also Demokratie. Aber spricht das wirklich zugunsten der betreffenden Aussage? Wenn der Staat dem "öffentlichen Druck von unten" stattgäbe, dann müßte er z.B. auch Folter und Todesstrafe in Gesetze gießen und würde somit noch einige weitere "Sternstunden" erleben. Zuletzt stellt sich gar noch die Frage, ob nicht all die anderen Artikel des Grundgesetzes, die ja von wenigen Fachleuten, also "von oben" beschlossen wurden, als weniger legitim oder gar als illegitim zu gelten hätten.

Wie dem nun sei, die vollständige Umsetzung des Selbert'schen Wunschtraumes verzögerte sich insgesamt noch um viele Jahre, da das "Nachkriegs-Matriarchat" ein natürliches Ende fand und die Vernunftkräfte vorübergehend sich wieder behaupten konnten.

3. Ein tragischer Erfolg: Die Zerstörung der Familie in Deutschland.

  • Am 18. Juni 1957 wurde das von Selbert konzipierte Gleichberechtigungsgesetz beschlossen;
  • am 1. Juli 1958 trat es in Kraft;
  • am 29. Juli 1959 erklärte das Bundesverfassungsgericht zusätzlich den § 1628 a.F. für nichtig, welcher dem Vater bei Uneinigkeit der Eltern das letzte Wort zugebilligt hatte;
  • gleichzeitig erklärte es den § 1629 Abs. 1 BGB a.F. für nichtig, welcher den väterlichen Alleinvertretungsanspruch bei der gesetzlichen Vertretung des Kindes festgelegt hatte.
  • Die väterliche Versorgungspflicht schaffte es hingegen nicht ab.

Damit war das väterliche Familienoberhaupt formell abgeschafft - und zwar, was seine Rechte, nicht was seine Pflichten angeht. Insgesamt haben wir also folgendes Ergebnis:

  • Frauen verloren Pflichten und gewannen Rechte.
  • Männer behielten Pflichten und verloren Rechte.
Einer weiteren Zerstörung der Familie waren nunmehr Tür und Tor geöffnet.

So wurde am 14. Juni 1976 das erste Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts beschlossen; am 1. Juli 1977 trat es in Kraft. In Scheidungssachen wurde nun das bisher geltende Verschuldensprinzip abgelöst durch das Zerrüttungsprinzip. Auch dieses geht auf ein persönliches Anliegen von Selbert zurück: Bereits im Jahre 1930 hatte sie über das "Zerrüttungsprinzip bei der Scheidung" promoviert.

Für Frauen ist die Scheidung seitdem ein lohnendes Geschäft, während sie für Männer oft genug den totalen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Ruin bedeutet.

Ferner haben unzählige Kinder auf diese Weise ihre Väter verloren - sicher weitaus mehr als im Zweiten Weltkrieg. Zudem enthält das Gesetz eine Regelung, wonach Kinder nicht mehr automatisch den Zunamen des Vaters tragen. Auch damit wird der Verlust väterlicher Führung bekräftigt. Die Psychotherapie-Bedürftigkeit unserer Kinder ist massiv gestiegen, die Zeugungswilligkeit der Männer - und damit die Geburtenzahl - rapide gesunken.

Ob das "Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts" von 2008 die Lage für unsere Kinder verbessert hat, ist fraglich, denn das Statistische Bundesamt bescheinigt für 2010 eine Zunahme der Sorgerechts-Entziehungen um 4 Prozent, bezogen auf das Vorjahr.

Dem Ansehen von Elisabeth Selbert hat all das nicht geschadet - im Gegenteil. Im Wikipedia-Artikel "Elisabeth Selbert" lesen wir:

Für ihre Leistungen wurde Elisabeth Selbert 1956 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 1969 erhielt sie den Wappenring der Stadt Kassel und 1978 wurde ihr die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen verliehen. 1984 wurde Elisabeth Selbert Ehrenbürgerin der Stadt Kassel.

In zahlreichen Städten wurden Straßen nach ihr benannt. Seit dem Wiedereinzug des Bundessozialgerichts in das modernisierte Dienstgebäude im Dezember 2009 trägt der im Innenhof des Gebäudes im Zuge der Modernisierung neu erbaute Sitzungssaal den Namen Elisabeth-Selbert-Saal. Mehrere Schulen in Deutschland tragen ihren Namen.

Wie wir wissen, werden selbst massive Statuen gestürzt, wenn die Zeit hierfür reif ist. Tragen wir dazu bei, daß ein entsprechender Bewußtseinswandel stattfinden möge!


Inbezug auf die durch Selbert mitverursachte Scheidungspraxis ist nach wie vor die Lektüre der 1985 erschienenen Schrift "Vom Rechtsstaat zum Faustrechts-Staat" von Prof.Dr. Joachim Wiesner sehr zu empfehlen.

4. Die Lüge im Prinzip Gleichberechtigung.

Nicht für alle Fehlentwicklungen in der Politik, die das Verhältnis von Mann und Frau betreffen, ist Elisabeth Selbert unmittelbar verantwortlich zu machen. Die Zahl der Mitläuferinnen und Trittbrettfahrerinnen, ja der Mittäterinnen ist Legion. Aber es bleibt die Tatsache, daß entscheidende Weichenstellungen auf Selbert zurückgehen.

In einem Flugblatt der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit dem Titel "Ein Glücksfall für die Demokratie - Die vier Mütter des Grundgesetzes" lesen wir folgende Schlußsätze:

1994 folgte das zweite Gleichberechtigungsgesetz und die Ergänzung des Gleichberechtigungsartikels im Grundgesetz. Schrittweise fand so eine Bewegung in Richtung Gleichberechtigung von Frauen und Männern statt. Rechtlich ist die Gleichberechtigung weitgehend erreicht.

Mit der "Ergänzung" - in Wirklichkeit Perversion - ist folgender Passus in Artikel 3 GG gemeint:

Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Dieses Hinwirken "auf die Beseitigung bestehender Nachteile" ist ein ganz hoffnungsloses, aber in seiner perversen Energie höchst zerstörerisches Unterfangen. Denn die "bestehenden Nachteile" sind rein natürlich begründet.

Die Unterstellung, daß Frauen nur aufgrund von männlicher Mißgunst weniger Führungspositionen einnehmen, ist nichts Anderes als die weitreichendste jemals erfundene Verschwörungstheorie - noch weitreichender als Lenins und Hitlers Theorien von der Ausbeuterklasse bzw. der jüdischen Weltverschwörung.

Allerdings kann kaum ein Zweifel bestehen, daß auch Selbert an die feministische Verschwörungstheorie glaubte. Und ebensowenig kann ausgeschlossen werden, daß sie sämtliche Bemühungen der Verstaatlichung dieser Ideologie mitgetragen hätte, wenn ihr die Lebenszeit das erlaubt hätte:

Nach wie vor existiert in unserer Gesellschaft ein Demokratiedefizit, wenn es um die Chancengleichheit der Geschlechter geht. Gefragt ist deshalb immer noch eine aktive Gleichstellungspolitik. Nur so kann das von den 'Müttern des Grundgesetzes' und anderen engagierten Frauen erkämpfte Grundrecht mit Leben gefüllt - und der Verfassungsauftrag Gleichberechtigung verwirklicht werden.

Eine von diesen vier Müttern des Grundgesetzes, und zweifellos die erfolgreichste, war Elisabeth Selbert.

Es wird Zeit, derartige "Vorbilder" neu zu bewerten und bewußtseinsbildende Maßnahmen einzuleiten.


22.09.2011 um 21:02 Uhr

Lina Heydrich, die starke Frau hinter dem Massenmord-Organisator.

Lina Heydrich, die starke Frau hinter dem Massenmord-Organisator.

Lina Heydrich: Leben mit einem Kriegsverbrecher

Lina von Osten war 18, als sie in die NSDAP eintrat. Vorangegangen war ein Gespräch mit Adolf Hitler.

Sie war schon damals nicht nur eine glühende Nationalsozialistin; sie war auch diejenige Person, welche ihren späteren Ehemann Reinhard Heydrich in den Nationalsozialismus einführte.

Ohne ihre Überzeugungsarbeit, und ohne Heydrichs Entlassung aus der Marine, zu der sie übrigens den Anlaß geboten hatte, wäre Heydrich möglicherweise geblieben, was er bis dahin war: ein ehrgeiziger Offizier, ein erfolgreicher Sportler, und ein begabter Geigen-Virtuose.

Tatsächlich aber ging er in die Geschichte ein als ein Organisator von Intrigen, Folterungen, Hinrichtungen, und zuletzt des Massenmordes an den Juden.


An Lina Heydrich beweist sich aber nicht nur, daß Frauen oftmals die Taten inspirieren, für welche ihre Männer "den Ruhm einheimsen".

Vielmehr ist Lina Heydrich ein recht überzeugendes Beispiel, wie Frauen materiell selbst da von ihren Männern noch profitieren, wo der Anstand es verbietet.

In einem Interview des "Spiegel" mit Robert Gerwarth, dem Autor einer soeben erschienen Heydrich-Biografie, lesen wir:

einestages: Heydrichs Witwe Lina besaß maßgeblichen Einfluss auf die Politisierung ihres Mannes und sollte nie ein Wort des Bedauerns über seine Taten verlieren. Dennoch bezog sie nach dem Krieg Rente vom deutschen Steuerzahler - wie war das möglich?

Gerwarth: Das fragten sich viele Zeitgenossen und insbesondere Überlebende des Holocaust auch. Das Problem ist aber, dass schlechter Einfluss nicht justitiabel ist. Da Heydrich zu Lebzeiten nie als Kriegsverbrecher verurteilt, sondern als ein im Feld gefallener deutscher General geführt wurde, hat sich Lina Heydrich mit ihrem Anspruch auf eine Witwenrente durchgesetzt. Als wollte sie den Staatsanwalt und die deutschen Medien verhöhnen, die das Urteil des Gerichts empört kritisiert hatten, wählte sie als Titel für ihre Memoiren "Leben mit einem Kriegsverbrecher".

Es handelte sich um die Pension ihres Mannes, also sicherlich um einen ansehnlichen Betrag. Im Heydrich-Artikel der deutschen Wikipedia lesen wir dazu:

In einem politisch umstrittenen Urteil sprach das Landessozialgericht Schleswig-Holstein 1956 der Witwe Heydrichs die Pension ihres Mannes zu. Nach Ansicht des Gerichts lagen dem Attentat keine vorwiegend politischen, sondern erhebliche militärische Motive zugrunde. Die Pensionsansprüche entsprachen dadurch denen von Witwen gefallener Soldaten.

Zur Bewertung des Attentates wird darauf hingewiesen, dass die Tat den Tod mehrerer Tausend unschuldiger Vergeltungsopfer zur Folge hatte. Für einen symbolischen Akt sei dies ein zu hoher Preis. Auch die Kommunisten bewerteten das Attentat als "individuellen Terror und diskreditierten die Tat, um den kommunistischen Widerstand als einzig legitimen hervorzuheben.

Halten wir fest:

  • 1956 wurde der Witwe Heydrichs die Pension zugesprochen.
  • 1958 wurde die Institution des männlichen Familienoberhaupts abgeschafft.

Was hat das miteinander zu tun?

Es ist derselbe sexistische, "frauenfreundliche" Ungeist, der die schon von Adolf Hitler hofierten Mütter heute zu ständigen Scheidungs-Profiteusen und zu notorischen Kinder-Verderberinnen gemacht hat.

Derselbe Ungeist ist es auch, der Alice Schwarzer zu ihrer rechtspolitisch erfolgreichen "Abtreibungs"-Kampagne inspirierte.

  • Die gebärende Mutter wurde gewürdigt durch Adolf Hitler;
  • die tötende Mutter wurde ermächtigt durch Alice Schwarzer.

Beide Biologismen, der rassistische wie auch der sexistische, haben die Mütter-Dominanz entscheidend gefördert bzw. diese in ein Matriarchat überführt, in welchem den Müttern Macht über Leben und Tod gegeben wurde.

Behalten wir im Kopf:

  • Die Zahl der durch Mütter seit Schwarzers Kampagne in Auftrag gegebenen "Abtreibungen" (und nur Mütter können rechtskräftig den Auftrag erteilen) übertrifft mittlerweile die Zahl der ermordeten Juden.
  • Beide Massenmorde sind bzw. waren gleichermaßen illegal, aber toleriert.

Was Lina Heydrich betrifft, so hat sie nicht verwerflicher gehandelt als viele andere bekennenden Nazis auch. Ihre Gattentreue ist sogar positiv zu bewerten.

Eine Schande aber ist die Nachkriegs-Rechtsprechung, welche die Frau als solche gegenüber dem Mann bevorteiligt selbst da, wo es geboten ist, Entwicklungen, die im Nationalsozialismus ihren Ursprung haben, einzudämmen.


09.09.2011 um 01:07 Uhr

Vom Dritten Reich zum Titten-Reich. Martin Bormann und der gesteigerte Mutterkult.

Vom Dritten Reich zum Titten-Reich. Martin Bormann und der gesteigerte Mutterkult. 9-9-2011

Breker-Plastik und CDU-Werbeplakat

Bild oben:

Der Dritte-Reich-Bildhauer Arno Breker formte Werke der unverbrauchten männlichen Jugend.

Grotesk: Heute setzen Regierungsparteien auf Altmütterlichkeit !

Es ist längst zur Unsitte geworden, unliebsame Menschen oder Werke mithilfe der "Nazi-Keule" erledigen zu wollen. Hitler, Drittes Reich und Nationalsozialismus sind Begriffe, die belasten und entwerten, meist auch eine geistige Auseinandersetzung verhindern sollen. Ich weiß also, welcher Gefahr ich begegne, wenn ich mit diesen Begriffen operiere.

Doch was den heutigen Feminismus betrifft, so kommt man, wenn man ihn historisch verstehen will, schwerlich um den Nationalsozialismus herum. Dieser hat nicht nur die Auflösung der Geschlechterordnung befördert wie keine Ideologie vor ihm; er hat ingestalt von Adolf Hitler und Martin Bormann auch Befürworter matriarchaler Herrschaft gefunden.

Beginnen wir mit dem ersten, mehr allgemeinen Aspekt. Der des Extremismus nicht gerade verdächtige Sebastian Haffner vermerkt in seinen "Anmerkungen zu Hitler", 11. Aufl., S. 48f.:

Sebastian Haffner
Es gibt drei große gesellschaftliche Veränderungsprozesse, die schon im späten Kaiserreich begannen, sich unter Weimar wie auch unter Hitler fortsetzten und in der Bundesrepublik und DDR immer noch reißend weitergehen. Das sind erstens die Demokratisierung und Egalisierung der Gesellschaft, also die Auflösung der Stände und Auflockerung der Klassen; zweitens die Umwälzung der Sexualmoral, also die zunehmende Abwertung und Ablehnung christlicher Askese und bürgerlicher Dezenz; und drittens die Frauenemanzipation, also die fortschreitende Einebnung des Geschlechtsunterschiedes in Rechtsordnung und Arbeitswelt. [...]

Am deutlichsten ist das bei der Frauenemanzipation, die vom Nationalsozialismus bekanntlich verbal abgelehnt wurde. Tatsächlich aber hat sie, besonders in der zweiten, kriegerischen Sechsjahresspanne des Regimes, große Sprünge gemacht, und zwar mit voller Billigung und oft kräftiger Nachhilfe seitens Partei und Staat. Niemals sind Frauen in so viele Männerberufe und Männerfunktionen eingerückt wie im Zweiten Weltkrieg, und das war nicht mehr rückgängig zu machen - wäre es wahrscheinlich auch nicht gewesen, wenn Hitler den zweiten Weltkrieg überdauert hätte.
[Hervorhebungen durch mich.]

B.-H.Levy wurde deutlicher. In seinem Buch "Das Testament Gottes. Der Mensch im Kampf gegen Gewalt und Ideologie", 1989, lesen wir auf Seite 143:

Die Rassentheorien des Nationalsozialismus, sein Kult von Blut und Boden, der Rasse und dem Vaterland sind nicht erklärbar, ohne immer wieder darauf hinzuweisen, daß es uralte mutterrechtliche Prinzipien waren, die den Führer zu einem Gefolgsmann der Menschheit gemäß der Natur machten.

Es entgeht dem Leser das Wesentliche von 'Mein Kampf', diesem Buch, das eine wirkliche Bibel des Heidentums sein sollte, wenn man nicht den fanatischen Willen erkennt, 3000 Jahre der Rationalität, der Einhaltung des Gesetzes, der vaterrechtlichen Vorherrschaft und schließlich und endlich den Monotheismus abzuschaffen.
[Hervorhebung durch mich.]

Ähnlich äußert sich Alexander Mitscherlich. Siehe "Die vaterlose Gesellschaft", 1993, S.344:

Der versprechende und terroristisch bedrohende Massenführer ersetzt nicht eigentlich den vorhandenen Vater; er ist viel eher - so überraschend das scheinen mag - in der Imago einer primitiven Muttergottheit unterzubringen.
[Hervorhebung durch mich.]

Dieser Massenführer, das ist Adolf Hitler; und tatsächlich hat sich der glasklar für den Primat der Mutter ausgesprochen - sofern die mündliche Überlieferung stimmt, die uns Werner Schubert in seiner Monografie "Das Familien- und Erbrecht unter dem Nationalsozialismus", 1993, Seite 701 f., mitgeteilt hat:

Dabei [so wurde berichtet] "betonte der Führer (Adolf Hitler) mit aller Entschiedenheit, daß nicht die Sorge für das Wohl des Kindes in erster Linie ausschlaggebend sei, sondern das ethische Recht der Mutter auf das Kind."
[Hervorhebung durch mich.]

Joachim Fest bestätigt dies in "Das Gesicht des Dritten Reiches", 1977, S.35, mit folgenden Worten:

[Hitler:] "Wir allein sind befugt, das Volk als solches - den einzelnen Mann, die einzelne Frau - zu führen. Die Lebensbeziehung der Geschlechter regeln wir. Das Kind bilden wir!" bestimmte Adolf Hitler, der bei anderer Gelegenheit dann seinen Totalitarismus für diesen Bereich die Krone aufsetzte mit dem Anspruch, daß die Kinder "den Mütter genauso gehören wie im selben Augenblick auch mir".
[Hervorhebung durch mich.]

Martin Bormann, Stellvertreter Adolf Hilters, fiel es zu, dieses Konzept auszuarbeiten. Er schrieb am 29.01.1944:

Martin Bormann
In der Nacht vom 27./28. Januar unterhielt sich der Führer mit uns über das Problem unserer volklichen Zukunft. Aus dieser und früheren Unterhaltungen und Überlegungen sei folgendes festgehalten:

[...]

Neue Romane, Novellen und Bühnenstücke, die Ehedrama = Ehebruch setzen, sind nicht mehr zuzulassen, ebensowenig irgendwelche Dichtungen, Schriftstellereien, Kinostücke, die das außereheliche Kind als minderwertiges, uneheliches behandeln. Das Wort "unehelich" muß, wie ich schon vor längerer Zeit betonte, gänzlich ausgemerzt werden.

[...]

Die Zahl der Heimschulen (Volksschul-Internate, Hauptschul-Internate mit Vorschule, Oberschul-Internate mit Vorschule) ist gewaltig zu steigern, damit alle Frauen, die irgendwelcher Gründe halber ihre Kinder zeitweise oder dauernd nicht selbst erziehen können, sie ohne Schwierigkeiten auf den Heimschulen erziehen lassen können. Das gilt für Knaben wie Mädchen. Wir müssen - um der Zukunft unseres Volkes willen - geradezu einen Mutterkult treiben, und hierin darf es keinen Unterschied zwischen Frauen, die nach der bisherigen Weise verheiratet sind, und Frauen, die von einem Mann, dem sie in Freundschaft verbunden sind, Kinder bekommen, geben: Alle diese Mütter sind in gleicher Weise zu ehren.
[Hervorhebungen durch mich.]

Mit diesem Konzept aus dem Dritten Reich stehen wir eigentlich schon in der Gegenwart - fast. Denn Martin Bormann machte, sicherlich in Übereinstimmung mit dem Führer, eine Einschränkung:

(Selbstverständlich gilt das nicht z. B. für jene asozialen Elemente, die nicht einmal wissen, wer die Väter ihrer Kinder sein könnten.)

Schon daß er diese Bemerkung in Klammern setzte, zeigt, daß sie eigentlich gar nicht nötig war; m.a.W., daß damals ein höheres Niveau des Anstands herrschte als heute.

Archaische Muttergottheit

Es herrscht also heute ein gesteigerter Mutterkult - quod erat demonstrandum.


Übrigens ergibt sich die Herkunft des gegenwärtigen gesteigerten Mutterkultes aus der "primitiven Muttergottheit" (Mitscherlich, siehe oben) ganz anschaulich in Anbetracht von Figuren, wie man sie in der Erde gefunden hat. Siehe rechts.

So sehen heute nämlich sehr viele Weiber aus, wenn sie sich ausziehen. Man könnte einwenden: Männer auch. Aber das besagt nichts, denn die Götter, die das Patriarchat begründen - Himmelsgötter - wurden niemals dermaßen plump dargestellt. Auch physisch leben wir heute in einer Tittenrepublik.


12.06.2011 um 14:55 Uhr

Die Männer(rechts)bewegung aus der Sicht des Andreas Kemper.

Die Männer(rechts)bewegung aus der Sicht des Andreas Kemper.

Kemper: [r]echte Kerle

Der linksradikale Lehrbeauftragte Andreas Kemper hat sich als eifriger, leider auch despotischer Wikipedia-Schreiber einen Namen gemacht: "Schwarze Feder". Nun hat er, als freier Autor, ein gut recherchiertes Büchlein mit dem Titel [r]echte Kerle veröffentlicht, in welchem er, was in dieser Form legitim ist, seine Position "Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung" (Untertitel) darlegt.

Kemper war selber in der pro-feministischen Männerbewegung aktiv, solange es sie gab. Diese Phase wird von ihm ausführlich beschrieben. Der anti-feministischen Männerbewegung, die sich hiervon emanzipierte, spricht er jede Legitimation ab. In dem Bemühen, sie auf eine bloße Variante des Rechtsextremismus bzw. der "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" zu reduzieren, liegt das erklärte Ziel des Buches.

Mehr noch, es gibt sie gar nicht und kann sie nicht geben, so Kemper. So wie die konservative Eva Herman nicht der Frauenbewegung angehöre und die Atomlobby nicht der Umweltbewegung, so gehöre auch der Antifeminismus nicht der Männerbewegung an. Diese sei nur als Profeminismus möglich. Zur Unterscheidung hiervon spricht Kemper jetzt konsequent von "Männerrechtsbewegung". Ob er mit dieser Einfügung an Rechte=Ansprüche gedacht hat, oder an die politische Rechte oder an beides, bleibt offen.

Dieser sogenannten Männerrechtsbewegung spricht er allerdings den emanzipatorischen Charakter ab. Weder handle es sich um eine Befreiungsbewegung, noch um eine solche der Antidiskriminierung.

Das ist allerdings merkwürdig. Denn

  • Erstens ist diese Bewegung, egal wie man sie nennt, durch einen Akt der Emanzipation von der profeministischen Männerbewegung entstanden. Sie ist also emanzipatorisch.

  • Zweitens sucht sie den Mann aus Lasten und Zwängen zu befreien, die seine Lebenserwartung insgesamt um etwa 6 Jahre reduzieren. Sie ist also eine Befreiungsbewegung.

  • Drittens kämpft sie gegen die Diskriminierung des Mannes als Täter und Gleichsetzung der Frau als Opfer, und somit gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Sie ist also eine Anti-Diskriminierungsbewegung.

Wie kommt Kemper nun dazu, dies zu leugnen? Durch begriffliche Verengung, wenn nicht durch Umdeutungen. So legt er Emanzipation fest auf die Emanzipation der Frau. Profeministen, die stricken und kochen, verhalten sich damit ebenfalls emanzipatorisch.

Befreiung, so meint er, gilt nur inbezug auf Folter, Knast und Todesstrafe, wovon Männer aber wohl nicht betroffen sind. Und: "Diskriminierungen basieren auf essentialistischen Zuschreibungen, also auf eine Differenzierung von Gruppen, die als unaufhebbar verstanden werden will." Die Täter/Opfer-Zuschreibungen zählen anscheinend nicht dazu.


Für die erklärten Ziele der Antifeministen oder Maskulisten interessiert Kemper sich nicht wirklich. Er will deuten, nicht darstellen; interpretieren, nicht referieren. Er zitiert einen profeministischen Autor, der inbezug auf die antifeministischen Analysen der Männerrechtsbewegung von "Verdrehung von Tatsachen" spricht und dies im einzelnen "belegt". Damit ist die Frage der emanzipatorischen Berechtigung für Kemper abgehakt.

Kemper geht es jetzt nur noch darum, Vertreter der Männer(rechts)bewegung als Rassisten, Sexisten, Biologisten, Essentialisten und Antisemiten darzustellen. Dafür stellt er eine Recherche im wgvdl.com-Forum an und betreibt eine statistische Auswertung der Zitate.

Da stellt sich natürlich die Frage, was Kemper mit "rechts" eigentlich meint. Gibt es nicht auch - so paradox das in seinen Ohren klingen mag - rechtsextreme Feministen und linksextreme Maskulisten?

  • Beispiele für die rechtsextreme Feministen sind die meisten Personen, die ich in meinem Sexistinnen-Pranger aufgeführt habe, vor Allem diejenigen, welche die angebliche Höherwertigkeit der Frau und Minderwertigkeit des Mannes aus biologischen Merkmalen ableiten.

  • Als Beispiel für einen linksextremen Maskulisten müßte man mich nennen, der ich die 50%-ige Besetzung von Gefängnissen durch Frauen fordere - sofern ich nicht alternativ die Abschaffung des Frauenwahlrechts fordern würde, was mich als extrem rechts ausweist. Aber ich könnte mich ja auch beschränken.

Jeder, der Gleichstellung fordert, auch z.B. Gleichstellung in der Ausübung der Todesberufe, des Wehrdienstes oder des Sorgerechts, vertritt eine linke Position. Ob er das als Feminist oder als Maskulist tut, spielt dabei gar keine Rolle.

Entsprechendes gilt übrigens auch für die bestehenden Gesetze und die geltende Rechtssprechung. Eine Position, die im Familienvater den Ernährer und Unterhaltszahler sieht, ist rechts. Eine Position, die der Mutter das jederzeitige Recht auf Scheidung zuspricht, ist links. Eine Position, die sich aus beiden die Rosinen herauspickt, ist feministisch und matriarchalisch.

Doch wie gesagt, Kemper hält sich mit derlei Unterscheidungen nicht auf. Vielmehr handelt er wie ein Angestellter des Verfassungsschutzes, dem aufgetragen wurde, einer Zielgruppe, hier: den Maskulisten, eine vordefinierte Eigenschaft zuzuordnen, und dies durch Recherchen zu belegen. Und dazu muß er diskriminieren, also essentialistische Zuschreibungen vornehmen. Die Realität steht dieser Arbeit nur im Wege.


Mir kommt die "Ehre" zu, unter den Inkriminierten in Kempers Buch als erster namentlich genannt und zitiert zu werden (Seite 47). Allerdings, so räumt Kemper ein, ist T.R.E.Lenze - hier hat er vor Schreck das "t" in meinem Zunamen ausgelassen - selbst im WGvdL-Forum umstritten. Das Zitat ist entnommen meinem Thread mit dem Titel "Eigene Meinung = Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit!" vom 08.10.2009, 00:44:

Wenn es danach geht, dann bin ich ein Menschenfeind, aber (fast) total! Ich gehöre nämlich zu den 38,8 Prozent, die beim Anblick sich öffentlich küssender Homosexuelle Ekel empfinden; und zu den 35,4 Prozent, die sich gegen eine Ehe zwischen Homosexuellen aussprechen.

Außerdem bin ich fremdenfeindlich, weil ich zu den 54,7 Prozent gehöre, die meinen, daß zuviele Ausländer in Deutschland leben würden; Antisemit, weil ich meine, daß die Juden in Deutschland zuviel Einfluß ausüben; Rassist, weil ich meine, daß die Weißen zurecht führend in der Welt seien.

Obachlose sind mir in Städten unangenehm - noch ein Minuspunkt. (Um genau zu sein: Ich stehe ihnen nicht feindselig gegenüber; mir sind sie nur unangenehm.) Ebenso meine ich, daß viele Forderungen von Behinderten "überzogen" seien. Auch das spricht natürlich gegen mich.

Und jetzt - ganz wichtiger Punkt! -, ich bin Sexist! Und zwar ein sogenannter "klassischer Sexist". Ich gehöre nämlich zu den 28,5 Prozent, die meinen, daß sich Frauen auf ihre "angestammte" Rolle der Mutter und Ehefrau besinnen sollten.

Dazu äußert Kemper sich in rhetorischer Empörung:

Diesem Zitat wird in keinem der zwanzig folgenden Beiträge widersprochen, stattdessen wird die Forschungsinstitution diffamiert ("Es geht doch nur darum, Kunden für die Betroffenheitspolitiker und Helferinnenindustrie zu produzieren.")

Die Beweisführung im Sinne einer rechtsradikalen Zuschreibung, die Kemper hier vornimmt, ist allerdings selbstreferentiell, denn bei der angeblich diffamierten "Forschungs"institution handelt es sich um das linksradikale "Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung". Dieses arbeitet im Auftrag der ebenfalls linksradikalen Friedrich-Ebert-Stiftung.

Selbstverständlich ist die Zuschreibung der Menschenfeindlichkeit auf Bürger, welche politische Entscheidungen kritisch hinterfragen, vollkommen unsinnig. Sie selbst ist ein gruppenbezogen menschenfeindlicher Akt. Die Zuschreibung "heterosexistisch", der sich Kemper in seinem Buch bedient, ist sogar mehr als das; sie ist mehrheitsbezogen menschenfeindlich. Doch wer die öffentlichen Küsse der Schwulen widerlich findet, ist in Wirklichkeit normal; wer die deutsche Einwanderungspolitik als verfehlt erkennt, ist nicht ausländerfeindlich; wen die Obdachlosigkeit schockiert, der sieht die Betroffenen nicht als Feinde; wer das Weib in der Rolle als Mutter und Hausfrau zu schätzen vermag, ist kein Frauenhasser. Er ist nicht einmal rechts - er ist einfach nur: nicht links.


Von Seite 52 an bringt Kemper insgesamt 36 weitere Zitate aus dem WGvdL-Forum (genauer gesagt: aus dem Forum mit der Domain-Endung .com, denn es gibt noch ein gleichlautendes Forum mit der Domain-Endung .net), und zwar aus dem Zeitraum vom 15-2-2010 bis zum 7-3-2010. Hinzu kommt noch ein weiteres Zitat außerhalb der Reihe, geschrieben vom Forenleiter mit dem Nickname "Rainer", dem Kemper das Mittragen eines extremen Heterosexismus bescheinigt. Alle diese Zitate sind eingeordnet in die Kategorien

  • (geschichtliche) Kontinuitäten
  • Biologismus/Heterosexismus
  • Antisemitismus/"Parasiten"/Verharmlosung des NS
  • Altermedia/FPÖ/Rechte Bekenntnisse
  • Illegalität/Systemfrage/Wahlrecht
  • Internetagitationen/Einschüchterung/Mordphantasien

Zusätzlich sind alle Zitate auch noch den einzelnen Aussagen zugeordnet, die angeblich eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zum Ausdruck bringen. Die weitaus meisten fallen demnach in die Kategorie "Chauvinismus und Sexismus".

Unter den namentlich zitierten Autoren findet man in Kempers Buch: Rainer, ChrisTine (Forenleitung), Mus Lim, ajki, Roslin, Benny, adler, Timothy, Sachse, Marlow, Scotty, Kurti, Chato, Holger, Narrowitsch, Puffbesucher, Royal Bavarian, Vt, Junggeselle, Eugen, Robert.


Wie soll man mit einem Autor wie Kemper umgehen? "Mit etwas umgehen", das heißt ja im linken Milieu oftmals soviel wie eine Behinderung oder eine perverse Neigung, oder eine nicht assimilierungsfähige Menschengruppe wohlwollend "annehmen". Ja, ich meine, wir sollten Kemper annehmen; da fühle ich links. Immerhin trägt er zu unserer Popularisierung bei.

Wir müssen ja deshalb nicht so werden wie er. Denn so werden wie er, das hieße, die mehrheitsbezogene Menschenfeindlichkeit propagieren.


16.05.2011 um 22:56 Uhr

Plädoyer für die 50%-Frauenquote in Gefängnissen.

Plädoyer für die 50%-Frauenquote in Gefängnissen.

Frauenknast
Bild oben: Modernes Frauengefängnis

Einer vertrauenswürdigen Quelle, der JVA für Frauen in Vechta, ist zu entnehmen:

Obwohl rund 52% unserer Bevölkerung weiblich sind, erfasst die polizeiliche Kriminalstatistik lediglich etwa 23% weibliche Tatverdächtige.
Der Anteil der Frauen an den rechtskräftig Verurteilten ist mit 16% noch geringer.

Und vor Allem:

Nur etwa 5% aller Inhaftierten sind Frauen.

Obwohl man nun meinen könnte, daß das weibliche Geschlecht damit ganz gut abgeschnitten hat, ist der Verein Förderung inhaftierter Frauen e. V. gleichwohl noch nicht zufrieden,

da die Benachteiligung von Frauen und Mädchen auch vor den Gitterstäben nicht halt macht.

In Vechta heißt es bestätigend:

Frauen im Vollzug haben ein höheres Maß an Strafempfindlichkeit, sie leiden stärker an der Trennung von Familie und Kindern.

Ebenso meinte der engagierte Richter Vultejus:

Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken.

Doch soviel Barmherzigkeit sollten wir, wie es heute so schön heißt, "kritisch hinterfragen"!

Also: Wenn Frauen es im Leben schwerer haben, warum währt ihr Leben dann ein paar Jahre länger? - Weil sie gesundheitsbewußter leben als Männer, heißt die oft geäußerte, und, wie ich meine, reichlich zynische Antwort.

Aber könnten wir das nicht ändern? Könnten wir nicht eine 50%-Frauenquote für Todesberufe einführen - und übrigens auch eine 50%-Quote für die Besetzung von Gefängnissen, und zwar zu gleichen Haftbedingungen?

"Moment mal", höre ich die Feministen sagen, "Frauen werden einfach seltener straffällig. Und wenn sie es werden, dann treiben sie's lange nicht so schlimm."

Ja, aber woran liegt das, antworte ich. Sind Frauen etwa bessere Menschen? Falls ja, dann hätte ich gar nichts dagegen, daß, wie einige Feministinnen empfohlen haben, Männer weltweit auf 10% der menschlichen Rasse reduziert würden.

Es könnte aber auch noch einen ganz anderen Grund geben!

Bekanntlich ist unser Strafrecht zu einer Zeit geschaffen worden, da das Patriarchat noch uneingeschränkte Geltung besaß. Frauen traten im öffentlichen Bereich nur selten hervor. Es war also gar nicht nötig, die weibliche Bosheit rechtlich zu bewältigen - das besorgte meist schon der Hausherr.

Und genau das ist der Grund, warum uns heute Gesetze fehlen, welche die spezifisch weibliche Bosheit strafrechtlich erfassen und bewerten. Folglich sind Gesetze zu beschließen, welche typisch weibliche Fehlhandlungen unter schwere Strafe stellen. Das wären dann: Anstiftung zu Straftaten, Intrigantentum, sexuelle Erpressung im Ehebett, Prostitution, Exhibition, nicht bewiesene Anschuldigungen, und dergleichen mehr.

Wenn Frauen geistig-moralisch wirklich auf gleicher Augenhöhe mit Männer stehen, dann haben sie sich auch in gleichem Maße für ihr deviantes Verhalten zu verantworten. Anders gesagt: Recht muß wieder mit Gerechtigkeit verknüpft werden.

In Konsequenz kann das nur bedeuten:

o Entweder wir erkennen Mann und Frau als gleicherweise verantwortlich. Dann haben beide auch gleicherweise Anteil zu nehmen am Leiden, das aus verantwortlichem Handeln folgt, auch mit der Folge einer Angleichung ihrer Lebenserwartung. Dies gilt auch hinsichtlich der Schwere von Strafen.
o Oder wir erkennen Frauen als Wesen, die in ihrer geistig-moralischen Reife zwischen Männern und Kindern stehen. Dann ist ihnen das Wahlrecht abzusprechen und das Patriarchat, wie es seit vielen Jahrtausenden kulturbildend gewirkt hat, wieder einzuführen.

Ich halte die zweite Lösung für die bessere, und ich bin überzeugt, daß wir in Notzeiten auch wieder dahin zurückfinden werden. Aber da sie momentan nicht realistisch ist, ist somit die andere Konsequenz zu ziehen, und die lautet:

Schafft ein Strafrecht, welches auf weibliche Bosheit Rücksicht nimmt, und füllt die Haftanstalten landesweit zu 50 % mit Frauen!

19.04.2011 um 16:06 Uhr

"Erschießt zuerst die Frauen!" Das Ende des Minnesangs.

"Erschießt zuerst die Frauen!" Das Ende des Minnesangs.

Eileen MacDonald: Erschießt zuerst die Frauen!
Bild rechts:

Polizisten sind gut beraten, ihren männlichen Beschützertrieb kaltzustellen - zu ihrem Selbstschutz.

 

Warum sind Polizisten angewiesen, unter Terroristen zuerst die Frauen zu erschießen? Weil es Frauen sind, die am wenigstens Hemmungen zeigen, wenn es ums Töten von Männern geht!

Richtig, Frauen erschießen Männer, ohne zu zögern. So nämlich, wie Kinder keinen Beschützertrieb gegenüber Erwachsenen haben, so haben Frauen keinen Beschützertrieb gegenüber Männern. Männer haben ihn umgekehrt schon. Und das wird ihnen zum Verhängnis - es sei denn, sie emanzipieren sich von ihrem natürlichen Mannsein in gleicher Radikalität, wie viele Frauen sich von ihrem natürlichen Frausein emanzipiert haben.

Was inbezug auf den sogenannten Terrorismus gilt - sogenannt, weil Terrorismus ursprünglich ein staatliches und nicht ein individuelles Verhalten bezeichnete -, das gilt für alle Bereiche des Lebens. Wo Frauen sich von ihrer Natur emanzipieren, das heißt, wo sie einerseits ungeborene Kinder bedenkenlos "abtreiben", anderseits den Mann nicht mehr als Familienoberhaupt akzeptieren, da führen sie immer die Erstschläge aus.

o Sorgerecht: Jeder Familienanwalt weiß zu berichten, daß Frauen den Auszug aus der gemeinsamen Wohnung und die Kindesmitnahme über Monate geplant und detailliert besprochen haben, während der Mann wie vom Blitz getroffen vor dem familiären Scherbenhaufen steht. Und weil er selbst dann noch glaubt, die Ehe retten zu können, wird er schließlich alles verlieren - Frau, Kinder, Einkommen, Gesundheit, eventuell das Leben.

o Häusliche Gewalt: Wenn die Polizei eintrifft, wird der Mann seine Verletzungen vorzeigen und glauben, die Frau habe sich hiermit diskreditiert. Umso überraschter wird er sein, wenn nicht sie, sondern er aus der Wohnung entfernt wird. Und selbst hinterher wird er versuchen, sich mit ihr zu arrangieren, nicht ahnend, daß die Frau eine sogenannte "pro-aktive Beratung" hinter sich hat und angewiesen worden ist, sich auf keinen Fall mehr mit ihm einzulassen.

o Sexuelle Falschbeschuldigungen: Nicht er, sondern sie hat rechtzeitig "Beweise" gesammelt, die ihn zum Delinquenten stempeln. Davon macht sie dann Gebrauch, wenn sie sich von ihm innerlich bereits gelöst hat, vielleicht aber auch erst Jahre danach, als späte Rache.

Wann werden Männer endlich lernen, daß sie den Erstschlag zu führen haben, um nicht ständig zu verlieren?


Beschäftigen wir uns noch einmal mit dem Gedanken der Emanzipation. Daß Frauen gegenüber Männer keinen Beschützertrieb kennen (von Ausnahmen abgesehen, wo kinderlose Frauen mütterliche Gefühle für den kranken Ehegatten entwickeln), ist kein Ausdruck von Emanzipation, sondern wurzelt in natürlichen Gegebenheiten, die ein hierarchisches Verhältnis begründen. Emanzipation von der weiblichen Natur liegt erst vor, wenn der Wille, sich dem Mann zu unterwerfen oder zu ihm bewundernd aufzuschauen, erloschen ist.

An dieser Stelle möchte ich dem Vorurteil gegenübertreten, Männer hätten sich nicht ebenfalls in irgendeiner Weise emanzipiert. Sie haben es, und sie haben es schon früher. Aber Emanzipation ist nur möglich von etwas, von dem man bis dahin abhängig war, also von einem hierarchisch jeweils Übergeordneten. Im Falle des Mannes ist das nicht die Frau, sondern ist es Gott oder die göttliche Welt. Erst mit der Epoche der "Aufklärung" also, die in Wirklichkeit eine Epoche der Verdunkelung war, wurde der Boden bereitet, auf dem auch die Frau sich emanzipieren konnte, und zwar wiederum von dem ihr hierarchisch Übergeordnetem, also dem Mann. Zuletzt haben sich Kinder von ihren Eltern emanzipiert. In der Folge sind Kinder jetzt mehrheitlich ebenso respektlos wie behandlungsbedürftig.

Daß Frauen keine Neigung haben, Männer zu beschützen, ist also natürlich und nicht zu beanstanden. Nicht mehr natürlich ist aber der fehlende Wille zur Unterordnung. Erst dies macht Frauen für Männer gefährlich. Denn somit kommt eine Asymmetrie zustande, weil Männer immer noch so natürlich sind, Frauen zu beschützen. Männer sind naturgemäß "ritterlich". Sie zögern, auf Frauen einfach drauflos zu ballern. Frauen zögern nicht.

Emanzipation ist also ein dialektischer Vorgang, wenn sie nicht chaotische Verhältnisse hervorbringen soll. Es emanzipierten sich: Männner von ihrer göttlichen Führung; dann Frauen von den sie führenden Männern; schließlich Kinder von ihren Erziehern. Jetzt müssen Männer sich wiederum ein Stück von ihrer eigenen Natur, die in Fürsorglichkeit gegenüber der Familie besteht, emanzipieren. Anderenfalls werden sie brutal ausgenutzt.


Die Autorin des abgebildeten Buches, Eileen MacLeen, hat ausführliche Lebensbeschreibungen einiger sogenannter Terroristinnen gegeben. So interessant sie in biografischer Hinsicht auch sind, so tragen sie doch zur Klärung der Sache nur wenig bei. Viel aufschlußreicher sind die Gespräche, welche die Autorin mit dem damaligen Leiter der Antiterrorismus-Abteilung des deutschen Verfassungsschutzes, Christian Lochte, geführt hat. Es ist merkwürdig, wie dieser, der die Bedrohung männlicher Polizisten gerade durch weibliche Terroristen gut erkannt und auch die richtige Folgerung gezogen hat - "Erschießt zuerst die Frauen!" -, in seinen Erklärungsversuchen doch in feministischen Denkmustern gefangenbleibt:

Frauen würden nicht zögern, sagte mir Lochte, zu schießen, wenn sie sich in die Ecke gedrängt sähen - ein Schluß, zu dem er nach jahrelanger Beobachtung gelangt ist. "Wem sein Leben lieb ist, sollte zuerst auf die Terroristinnen schießen. [...] Es gibt mehrere Beispiele, in denen Männer, die sich in die Ecke gedrängt sahen, einen Moment zögerten, ehe sie abdrückten. Frauen schossen immer sofort. Das ist ein allgemeines Phänomen."

An diesen Feststellungen ist nichts zu beanstanden. Wohl aber an Erklärungsversuchen wie den folgenden:

Revolutionärinnen sind also stärker, mehr der Sache verpflichtet, schneller und härter als Männer, und außerdem sind sie noch in der Lage, eine Gruppe zusammenzuhalten, sie zu leiten und alle Aufträge auszuführen, die man ihnen gibt. Gab es noch etwas? "Frauen haben größere Ausdauer und können mehr erdulden", sagte er. "Sie haben bessere Nerven als Männer und können gleichzeitig aktiv und passiv sein." (S.272)

Ein paar Seiten versteigt er sich sogar zu einem Stück essentialistischer Geschlechter-Psychologie:

"Es gehört zur Mentalität einer Frau, ihre Arbeit ernst zu nehmen, viel mehr als Männer, die denken, das ist bloß ein Job. Frauen sind auch begeisterungsfähiger als Männer, wenn es um soziale Dinge geht. Sie wollen soziale Probleme lösen. [...]" (S.276)

Wollte Marx und wollten die Marxisten, Leninisten usw. keine sozialen Probleme lösen? Nahmen sie ihre Arbeit nicht so ernst? Hatten sie keine Ausdauer, zeigten sie keine Härte? Oh doch, sehr wohl!

Frauen wirken nur darum energischer, weil sie, darin den Kindern und Tieren gleich, besinnungsloser als Männer handeln und ihr Handeln nicht durch Bedenken unterbrochen wird. Aber Revolutionen werden ohnehin nicht durch Bedenken geprägt; meistens verlaufen sie chaotisch, so wie auch das Geschwätz der Weiber sich frei von logischen und ethischen Rücksichten ausbreitet. Es war folglich nur konsequent, daß Delacroix in seinem berühmten Revolutionsbild die "Freiheit" als eine Frau darstellte.


Im Grunde ist die hier besprochene Erkenntnis aus der sogenannten Terrorismusforschung deprimierend. Sie ist es auch darum, weil sie verallgemeinert werden muß, wie ich es anhand der Themen von Sorgerecht, häuslicher Gewalt und Falschanschuldigung ausgeführt habe. Das Deprimierende dabei ist nicht einmal, daß Männer ins Hintertreffen geraten, wenn sie ihre zweite Emanzipation versäumen, sondern, daß kulturbildende Werte, in diesem Fall die vielgerühmte Ritterlichkeit des Mannes, auf der Strecke bleiben.

Daß Frauen nicht mehr fraulich sind, daran haben wir uns fast schon gewöhnt. Der Verlust wird uns oft erst dann bewußt, wenn wir andere Länder bereisen. Daß ebenso wir Männer ein Stück unmännlicher und damit unmenschlicher werden, wenn wir uns von unserer natürlichen Ritterlichkeit und Fürsorglichkeit emanzipieren, ist für uns selbst mindestens ebenso so schwer zu ertragen. Die Autorin des zitierten Buches schreibt hierzu:

Man kann sich vorstellen, wie man Polizeirekruten warnt, keiner Frau zu trauen, wie unschuldig oder elegant sie auch wirken mag, aber man kann leicht erkennen, wie schwierig es ist, Männer an den Gedanken zu gewöhnen, Frauen grundsätzlich als gefährlich zu betrachten.

Und doch, wir werden uns an diesen Gedanken gewöhnen müssen, und wir werden die Konsequenzen zu ziehen haben. Anders gesagt: Wir werden lernen müssen, gegen Frauen die Erstschläge zu führen. Und das nicht nur als Polizisten, sondern ebenso im Privatleben.

Als einzige Lösung sehe ich eine Rückbindung des Mannes an seine kosmische Herkunft. Alle Religionsgründer waren Männer. Ich meine keineswegs die Mutterreligionen, die keiner Gründer bedurften, weil sie "chthonischen Ursprungs" sind; die also aus der Erde, dem Trieb- und dem Instinktleben quellen. Sie sind ihrerseits gefährlich, weil sie als Atavismen die Triebkraft für ideologische Bewegungen bilden, so für den Materialismus, dem Nationalsozialismus und den Feminismus. Nein, wir haben uns "nach oben" zu orientieren. Es gilt für uns, im besten Sinne demütig zu werden, anstatt rauschhaft zu entarten.

Der größte Teil der ohnehin überwiegend atheistischen Männerbewegung dürfte damit nicht einverstanden sein. Diese Bewegung verharrt großenteils in einem "Anti-". Sofern aber der oppositionelle oder revolutionäre Zug lediglich als ein notwendiges Übergangsstadium eingeplant ist, kann ich mich mit ihr solidarisieren.

Es bleibt dann nur zu hoffen, daß dieser Zug sich nicht doch noch ideologisch verselbständigt und aus der Befreiungsbewegung eine Vergeltungsbewegung wird, welche, wie der Feminismus, einen auf Jahrtausende angelegten Schuldkult etabliert.

07.04.2011 um 09:55 Uhr

Feministische Wehrsportgruppen und warum sie nicht verboten werden.

Feministische Wehrsportgruppen und warum sie nicht verboten werden.

Ideologisierter Kampsport

Das sogenannte Positionspapier des BV FeSt e.V. - die Abkürzung steht für Bundesfachverband Feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung e.V. - irritiert durch eine seltsame Vermengung von Angeboten zur individuellen Ertüchtigung und von Aufrufen zum Umbau der Gesellschaft. Diese Vermengung begegnet dem Leser in fast jedem Satz, wobei Widersprüche wie auch inhaltlose Phrasen ein Verständnis erschweren oder unmöglich machen.

Gehen wir einmal einige dieser Sätze durch. Zunächst heißt es:

Der BV FeSt e. V. verfolgt das Ziel einer tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie aller gesellschaftlich benachteiligten Gruppierungen.

Was unter Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu verstehen sei, ist noch relativ eindeutig: Es könnte bedeuten, daß beide dieselben Toiletten benutzen dürfen (aber wer will das?), oder daß weibliche Privilegien wie Frauenparkplätze und Frauenhäuser abgeschafft werden.

Doch für die folgende Gruppe, nämlich die der "gesellschaftlich benachteiligten Gruppierungen", fehlt die Referenzgruppe. Mit wem sollen diese Gruppierungen gleichberechtigt werden - und warum überhaupt? Wäre es nicht konsequenter, gesellschaftliche Benachteiligungen abschaffen, anstatt die Betroffenen mit den Nichtbetroffenen rechtlich gleichzustellen? Wer sind diese Gruppierungen überhaupt?

Offenbar kommt in der Verworrenheit des zitierten Satzes die Hilflosigkeit zum Ausdruck, die den "Bundesfachverband" angesichts seiner Versuche einer Legitimation ergriffen hat. Es soll jedenfalls der Eindruck erweckt werden, daß man etwas vorhabe, womit doch jeder einverstanden sein muß.

Eklatant widersprüchlich sind dann die folgenden zwei Sätze:

Die feministische Organisation sieht das gesellschaftliche Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern als ursächlich für die Entstehung von (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Aktivitäten des Verbandes richten sich in parteilicher Grundhaltung für Frauen und Mädchen auf gesellschaftlichen Wandel und Abbau von Ungleichheit durch Entwicklung und Förderung gewaltpräventiver Konzepte.

Das kann man so übersetzen: Männliche Dominanz in der Leistungsgesellschaft führt zu männlicher Gewaltkriminalität gegen Frauen. Wir betreiben umgekehrt Gewalt-Vorbeugung, um die Gesellschaft zu verändern.

Wie soll das gehen? Ersetzt man den Ausdruck "gewaltpräventive Konzepte" durch "revolutionäre Gewalt", dann würde es vielleicht gehen. Das ist jedenfalls die Hoffnung aller gegen den demokratischen Rechtstaat gerichteten Bewegungen, insbesondere des Kommunismus. Auch hier hat also die Legitimationsfrage eine sprachlich wirre Gestalt angenommen. - Es werden dann "Information und Erklärung über jegliche Formen und Ursachen von Diskriminierung, Bevormundung und (sexualisierter) Gewalt" in Aussicht gestellt. Diese riesige Aufgabe wird nicht ansatzweise gelöst, ja gar nicht erst in Angriff genommen. Warum nicht, das ergibt sich aus der ebenfalls völlig widersprüchlichen nachgeschalteten Willenserklärung, nämlich

ein Bewusstsein für das Recht und die Selbstverständlichkeit eines selbstbestimmten, gewaltfreien Lebens zu schaffen, (sexualisierter) Gewalt entgegen zu wirken und sie zu verhindern.

Dahinter verbirgt sich nichts anderes als die Idee einer Alternative zum Rechtsstaat. Denn der Rechtsstaat ist in dem Bewußtsein geschaffen worden, daß ein gewaltfreies Leben selbstverständlich zu sein hat, und daß ein staatliches Gewaltmonopol nötig ist, um der gesetzlosen Gewalt entgegenzuwirken bzw. sie zu verhindern. Wenn der "Bundesfachverband" meint, hierfür erst ein Bewußtsein schaffen zu müssen, dann setzt dies die Annahme voraus, daß der Rechtsstaat mit seiner Aufgabe überfordert ist. Nötig wäre demnach die Aufhebung des staatlichen Gewaltmonopols. Der verschwurbelte Sprachstil dieser feministischen Vereinigung ist offenbar nur dem Umstand geschuldet, daß ihre Vorstandsfrauen sich nicht trauen, dies unumwunden zuzugeben. - Es geht weiter:

Hierzu werden Präventionskonzepte gefördert und entwickelt, die dazu beitragen, Frauen und Mädchen in ihren individuellen Fähigkeiten und Widerstandsformen zu stärken, sie aber auch ermutigen, durch solidarisches Handeln verändernd auf persönliche und gesellschaftliche Bedingungen zu wirken.

Gegen die Stärkung individueller Fähigkeiten ist selbstverständlich nichts einzuwenden. Irritierend, ja unerträglich ist aber, daß unmittelbar danach, im selben Atemzug, von "solidarischem", also nicht-individuellem Handeln die Rede ist, das zudem verändernd auf persönliche und gesellschaftliche Bedingungen einwirken soll. Das eine ist Aufgabe der Pädagogik, das andere ist Aufgabe von Kaderschmieden. Die ständige Zusammenwürfelung ganz unterschiedlicher Ziele bzw. Bereiche erfüllt offenbar den Zweck, Nebelkerzen zu werfen und das gesunde Urteilsvermögen auszuschalten.

Übliche Rollenbilder werden hierbei in Frage gestellt zugunsten der Entwicklung vielfältiger Alternativen - für alle Geschlechter.

Welche Rollenbilder sind gemeint? Etwa die vom gewalttätigen Mann und der Frau als Opfer? Das kann es wohl nicht sein, denn eine Infragestellung dieser Rollenbilder würde den Fachverband delegitimieren. Allem Anschein nach ist vielmehr die sogenannte "Heteronormativität" gemeint, d.h. die demokratisch legitimierte Tatsache, daß sexuelle Minderheiten nicht den gleichen Einfluß auf die Gestaltung der Gesellschaft haben wie die Mehrheit. Der Ruf nach Infragestellung üblicher Rollenbilder bedeutet also nichts anderes als die Forderung nach Aufhebung des demokratischen Grundprinzips.

Insgesamt ist festzustellen, daß der Bundesfachverband mit seiner Zielsetzung den demokratischen Rechtsstaat infragestellt.


Was unterscheidet diese feministische Vereinigung nun von einer der als rechtsextremistisch eingestuften und verbotenen Wehrsportgruppen, etwa der "Wehrsportgruppe Hoffmann"? In einem weiter unten stehenden Absatz lesen wir:

Der BV FeSt e. V. fördert im Rahmen der Gewaltprävention speziell die Verbreitung von feministischen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen [...].

Das Günstigste, was sich daraus ableiten läßt, ist, daß es sich unter anderem auch um einen wirtschaftlichen Interessenverband von Trainerinnen handelt. Tatsächlich ist jede dieser Trainerinnen mit Adresse und Webseite aufgeführt. Beispielhaft sei hier auf das Portal der Trainerin Renate Rommel eingegangen, da sie auch verantwortlich zeichnet für den Inhalt des Portals des "Fachverbandes". Ihre Selbstdarstellungs-Seite ist eingeleitet mit dem bekannten Satz der Simone de Beauvoir: "Man kommt nicht als Frau zur Welt, sondern man wird dazu gemacht."

Was aber soll das heißen? Wer den Wälzer der Beauvoir nicht gelesen hat oder ihrer Autorin ideologisch nicht folgen will, wird mit dem zitierten Satz eine chirurgisch und chemisch vorgenommene Geschlechtsumwandlung verbinden. Wie dem auch sei, als Nächstes stellt sich die Frage: War diese Geschlechtsumwandlung freiwillig? Falls nicht - und ohne die Unterstellung der Unfreiwilligkeit ergibt die Parole wenig Sinn -, dann kann sie durch ein Selbstverteidigungstraining jedenfalls nicht mehr rückgängig gemacht werden. Auch eine Vorbeugung ist auf diesem Wege nicht möglich.

In der Hauptsache will der "Bundesfachverband" wohl revolutionäre Stimmung und eine Gewaltbereitschaft erzeugen, die sich, über allerhand sprachliche Verwindungen, als "Gewaltprävention" ausgibt. Dabei geht es nicht mehr, wie im Kommunismus, um den Klassenkampf, oder, wie im Nationalsozialismus, um Lebensraum für die als überlegen eingestufte Rasse, sondern um den gesellschaftlichen Umbau zugunsten des als "gewaltfrei" eingestuften Geschlechtes.

Warum aber wird ein "Bundesfachverband", der die Militanz seines Sexismus nicht kaschieren kann und seine "parteiliche Grundhaltung" ungeniert hervorhebt, nicht verboten?

Er wird aus demselben Grunde nicht verboten, aus dem im kommunistischen Rußland und im nationalsozialistischen Deutschland die entsprechenden Trainingsgruppen nicht verboten wurden. Unser demokratischer Rechtsstaat hat eine Schwachstelle.

Wer etwas über diese Schwachstelle erfahren möchte, der lese z.B. über den Begriff der sogenannten Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die den Titel trägt: "Die Abwertung der Anderen : eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung". Unter den Formen der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" finden wir in besagter Studie aufgelistet:

  1. Fremdenfeindlichkeit
  2. Rassismus
  3. Antisemitismus
  4. Islamfeindlichkeit
  5. Sexismus
  6. Homophobie

Nun wäre zu vermuten, daß diese Studie eine Haltung, wie sie der "Bundesfachverband" vertritt, unter Sexismus einordnen würde, denn der Verband unterstellt ja einseitig einem der Geschlechter eine Tendenz zur Gewalttätigkeit, mit welcher der Rechtsstaat allein nicht fertig werde. Doch weit gefehlt! Unter "Sexistische Aussagen", mithin als Ausdrücke "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit", fallen für die Autoren nur zwei:

"Frauen sollten ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen."

"Wenn Arbeitsplätze knapp sind, sollten Männer mehr Recht auf eine Arbeit haben als Frauen."

Die Einstufung ausgerechnet dieser Aussagen als sexistisch bzw. menschenfeindlich ist offensichtlich absurd. Denn daß Frauen für die Mutterschaft von Natur aus vorgesehen sind, ist das Allererste, was an ihnen auf den bloßen Blick bereits auffällt. Dazu bedarf es nicht einmal einer "differenzierten Wahrnehmung", sondern einer elementaren Wahrnehmungsfähigkeit überhaupt, m.a.W. der Abwesenheit von Blindheit. - Daß Arbeisplätze im Zweifelsfalle Männern vorbehalten sein sollten, ergibt sich aus demselben Grunde, und übrigens auch daraus, daß viel mehr Männer als Frauen zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden. Der angebliche Sexismus unterstützt also gerade die (in Wirklichkeit sexistische) Rechtssprechung. Unzählige Frauen müßten diesen "Sexisten" dafür dankbar sein.

Entsprechend werden auch fast alle anderen zur Befragung vorgelegten Aussagen, die ein vernünftiges Urteil enthalten und als solche den übrigen Themen zugeordnet werden, als Ausdruck "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" eingestuft und ihre Vertreter als Rechtsradikale (im Sinne von tendenziellen Nazis) bewertet. Selbstverständlich ist diese Bewertung ihrerseits ein Ausdruck gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, und zwar einer solchen mit marxistischem, letztlich also revolutionärem Hintergrund.

Festzuhalten bleibt:

In der Zuschreibung von Gewalttätigkeit auf das männliche Geschlecht und in der entsprechenden Selbstlegitimation von feministischen Wehrsportgruppen sieht die Friedrich-Ebert-Stiftung keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Wie sähe es aus, wenn Männer einen entsprechenden "Bundesfachverband" mit gleichartiger Begründung ins Leben rufen würden? Machen wir doch die Probe auf's Exempel!

22.03.2011 um 15:17 Uhr

Der Feminismus und seine Überlebenden zweiten Grades. Innere Blut- und Bodenpolitik.

Der Feminismus und seine Überlebenden zweiten Grades. Innere Blut- und Bodenpolitik.

Abtreibung macht frei

Wer unter Stalin oder Hitler interniert wurde, überlebte eine selbst langjährige Lagerhaft bisweilen ohne bleibende Schäden. So schrieb der spätere Oberbürgermeister von Köln, Robert Görlinger, in einem Brief vom 20-4-1950 an meinen Vater:

[...] dann konnte ich endlich nach 12 jähriger Abwesenheit nach Köln zurückgehen. Meine körperliche Verfassung war zufriedenstellend. Ich hoffe, meinen Lageraufenthalt ohne gesundheitliche Nachteile überstanden zu haben.

Ebenso hat Solschenizyn seinen Gulag-Aufenthalt anscheinend gut überstanden. Allerdings gehörte er zu den Privilegierten. Andere Lagerhäftlinge starben unter den Mißhandlungen, oder sie behielten bleibende Schäden zurück, so wie mein Vater, dessen Tod laut Rentenbescheid meiner Mutter KZ-bedingt war.

Wenn es etwas gab, was die Häftlinge seelisch aufrecht erhielt, dann war es die Hoffnung auf Rückkehr in die Familie. Familien waren damals weder in Rußland noch in Deutschland so zerstört, wie sie es heute sind. Vielleicht hat die KZ-Haft meinen Vater nur deshalb nachhaltig geschädigt, weil er zuvor keine Familie gegründet hatte, in die er hätte zurückkehren können, und auch Angehörige seines Elternhauses nicht mehr lebten.


Zwar kennt der Feminismus keine Vernichtungslager aus Holz oder Stein. Dafür aber sterben die Menschen jetzt in warmen Mutterleibern, und ihre Opferzahl ist nicht geringer als in den Vorgängersystemen. Exekutionen sind nunmehr unspektakulär: Starben die Menschen - meistens Männer - unter Lenin und Stalin durch Genickschüsse unter freiem Himmel, unter Hitler vergemeinschaftet in dafür konstruierten Gaskammern, also bereits mit einem "Dach über dem Kopf", so sterben sie heute im intimsten Ort, der denkbar ist, im "Paradies", wie einige Psychoanalytiker das Leben im Uterus bezeichneten. Und wahrlich, es geschieht unspektakulär: Keine Anklage und kein Prozeß geht der Tötung voran, lediglich die Willenserklärung einer Frau. Die Erklärung, daß ihr die Sorge um einen kleinen Menschen lästig ist.

In diesem System sind wir alle, die wir seit der Neufassung des § 218 am Leben sind, Überlebende. Nicht unsere politische Linientreue, nicht unsere Verteidigung, sondern allein die Laune einer Frau, eine glückliche Laune, hat es verursacht, daß wir noch am Leben sind. Es hätte auch anders kommen können. Doch die Frau hat von ihrer Möglichkeit der straffreien "Abtreibung" keinen Gebrauch gemacht, so wie viele Lageraufseher von ihrer Möglichkeit des straffreien Abknallens von Gefangenen keinen Gebrauch gemacht haben.

Aber der Feminismus hat auch eine neue Form der Folter geschaffen. Sie besteht nicht in der Zufügung von körperlichem Schmerz. Das ist altmodisch. Sie besteht vielmehr in einer neuen Qualität der Demütigung und Verunsicherung, wie sie bisher niemals in der Menschheitsgeschichte systematisch ausgeübt worden ist - nämlich in der polizeilichen Wohnungsverweisung aufgrund des Gewaltschutzgesetzes. Dabei genügt es, daß die Frau den Mann beschuldigt. Der Rest ist ein Automatismus der Exekutive. Ermittlungen werden nicht durchgeführt, können es auch gar nicht gemäß der Intention des Gesetzes; nachträgliche Klagen der betroffenen Männer (sie sind zu fast 100% betroffen) haben noch niemals Erfolg gehabt. Das Gesetz suspendiert durch seine bloße Existenz den Rechtsstaat - der ja ohnehin, wie Feministen sagen, nur eine patriarchale Erfindung ist.

Es ist so, wie wenn ein verantwortlicher Unternehmensleiter, der als solcher Löhne zu zahlen hat, jederzeit auf Wunsch der Belegschaft vor die Tür gesetzt werden kann, er selbst aber niemanden entlassen darf. Umgekehrt darf jeder Lohnnehmer kündigen, Weiterzahlung des Lohnes verlangen, Lehrlinge mitnehmen und deren Entlohnung ebenfalls verlangen. Einem solchen Unternehmensleiter würde damit gesagt: "Du stehst nicht in führender Position, ja nicht einmal auf gleicher Augenhöhe. Nein, du stehst hierarchisch weit unterhalb deiner Lohnnehmer." Wer würde dann noch ein Unternehmen gründen wollen, zumal ein solches, das wächst?


Doch zurück zur Wirklichkeit. Es geht dem System nicht um den Schutz der Frau; dafür würden ja Frauenhäuser und faire Gerichtsverfahren reichen. Es geht ihm um die Demütigung des Mannes, um seine Erfahrung der Unbehaustheit. Es ist eine Art von innerer Blut- und Bodenpolitik: Nach der Wegnahme des Kindes, in dem sein Blut fließt, nun auch noch die Wegnahme der Behausung.

So wie seine erste Behausung, der Uterus, sich als potentielles Todeslager herausstellt; so wie seine zweite Behausung, das Elternhaus, oft ein trostloses Durchgangslager war; so erweist sich sein selbstgeschaffenes Zuhause jetzt als Endlagerstätte verbrannter Hoffnungen und verlorenen Vertrauens. Im Namen der Selbstbestimmung der Frau wird Leben vernichtet, wird familiäre Heimatlosigkeit geschaffen und wird die Unbehaustheit zur existenziellen Erfahrung gemacht.

Das hatten die Überlebenden der Vernichtungslager den Überlebenden des Feminismus voraus: Ihre Vernichtung und ihre Vertreibung war nocht nicht privatisiert. Konnten sie der staatlichen Verfolgung entkommen, so blieb ihnen die Hoffnung auf eine Familie und eine Behausung. Diese Hoffnung gibt heute nicht mehr - und das gilt allein für die Angehörigen eines der beiden Geschlechter. Staatliche systematische Repression im Namen der Frau ist vorgedrungen bis in die letzten Räume.

Darum habe ich den Ausdruck Überlebende zweiten Grades gewählt (erstmals hier). Es gibt Verbrennungen ersten, zweiten und dritten Grades, und der zweite Grad ist schlimmer als der erste. Ob es noch einen dritten Grad geben kann, und was der bedeuten würde, das bleibe dahingestellt: Das jetzt Erreichte ist schon schlimm genug.

Abtreibung macht frei

Wer einmal die Erfahrung des Überlebenden zweiten Grades gemacht hat, sei es im Bewußtsein einer mutwilligen Abtreibung, der er entgangen ist, sei es in der Erfahrung eines polizeilich ausgeführten Wohnungsverweises oder einer gerichtlich bestätigten Falschbeschuldigung, wie sie erst durch den Feminismus möglich ist, dessen Grundvertrauen ist in jedem Falle tiefer erschüttert als durch eine KZ- oder Gulag-Erfahrung.