Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

30.05.2011 um 07:30 Uhr

... unser tägliches Brot gib uns heute!

Musik: ????

Nahrung ist ein Problem. Für Selbstminderungswillige sowieso und derzeit ja noch mal extra. Sie wissen schon ... das böse four-letter-word, das uns derzeit Gurken flüchten lässt wie der Teufel die arme Seele.

Und der Mai ist eh Feiertagssaison, meist mit üppiger Bewirtung verbunden. Gestern allerdings hatte ich das Gefühl, mir Hauptgericht, Dessert und Kuchen wirklich verdient zu haben. Denn der konfirmierende Pastor liess die Abendmahlwilligen stolze 2 (in Worten ZWEI) Stunden ausharren. Und wer wie ich davor weder gefrühstückt hatte noch am stimmungsvollen Altarkreis teilnehmen wollte, hatte es dann nochmal 30 Minuten länger bis zur ersten Kalorientankstelle! Frau Frühlingsrolle gehört ja der anderen Konfession an ... und klopfte in Gedanken den Geistlichen auf die Schulter, die die Kommunionmessen der Röllchen brav auf maximal 70 Minuten begrenzt hatten - und den Pfarrgemeinderäten, die sich stets eines "Grusswortes" enthalten hatten. Dieses Feingefühl besassen der Pastor und sein Presbyter (nochmal 10 Minuten extra) leider nicht. Jedenfalls war ich heilfroh, dass ich die Röllchen erst zur anschließenden Feier einbestellt hatte ... und dass es dort keine Reden, dafür aber viele nette Leute, schöne Musik und tolles Essen gab. Wegen des schönen Wetters hatte man nämlich alles in den Garten verlegt ... und das wiederum fand ich viel entspannter als die Kommunionfeiern der Röllchen. Womit für und wider dann wieder ausgeglichen wären.

Ein paar der Kuchen-Kalorien haben wir uns übrigens spätnachmittags wieder abtrainiert. Die armen Röllchen mussten nämlich zwangsweise nach Hause laufen. Klingt schlimmer als es war - inklusive Böötchen über den Zellophanfluss waren wir noch nicht mal eine Stunde unterwegs.

Gerade eben holte mich das Nahrungsproblem dann aber wieder ein. Da hatte ich so schön Tomaten und Rucola aus der Region gekauft ... und traue mich nicht, sie zu essen. Also wird's die Suppenküche werden müssen heute mittag. Das Gemeine ist: die haben sooo tollen Salat. Könnte nicht jemand endlich dieses blöde Bakterium von meinem Salatteller nehmen? Da hatte ich gerade angefangen, Töle und Kater ein wenig in ihre Schranken zu weisen und dann SO WAS.

Traurig

 

 

25.05.2011 um 11:50 Uhr

Roll, Roll, Roll ... der Kisten-Blues

Stimmung: puuuuuh
Musik: Saturday Night ...

Um es vorweg zu nehmen: diesmal rollt nicht Frau Frühlingsrolle, sondern diverse Gefährte mit Umzugsgut. Nachdem die Röllchen und ich im Winter unseren privaten Umzugshorror hinter uns gebracht haben, überraschte uns die Fürsorge unseres Arbeitgebers mit einem Bürowechsel. Leider dem vierten in fünf Jahren. Und so packte ich heute morgen Putzeimerchen statt Puderdose in die Handtasche (ja: ich oute mich ... ich bin ein Fan großer Schultertaschen) und verbrachte den Vormittag zwischen Aktenkisten, Staub und Handwerkern. Nun ist mein altes Büro leer, im neuen steht schon alles, was nicht niet- und nagelfest war. Leider steht dort auch noch ein Stapel Möbel, der eigentlich nicht mehr stehen dürfte. Und so warten mein Schreibtisch, mein Regal und ich jetzt auf das Rollkommando, das dort freiräumt und uns dann umzieht.

Roll, Roll, Roll ...

23.05.2011 um 12:15 Uhr

... Gold im Mund???

von: Spring_Roll   Kategorie: Morgenstund

Stimmung: Die Musik sagt alles ...
Musik: I don't like Mondays (Boomtownrats)

Mit lautem Schnurren (ich hatte ihn gestern abend leider noch mal gefüttert) versuchte Kater heute früh, den Wecker zu übertönen. Wie immer vergeblich ... und ich hätte doch sooo gern weitergeträumt!

Montagsmorgens fällt mir die Routine immer besonders schwer. Bereits unter der Dusche fängt Unerledigtes an, in meinem Kopf zu kreisen und ich wünschte mir, einfach zuhause bleiben zu dürfen und die Stimmung im Garten zu geniessen, statt mich gleich in den Kreisel stürzen zu müssen. Montags überraschen die Verkehrsbetriebe meist mit Verspätungen oder Bahnausfällen. Und der Einzug der Bus-Fahrgäste über die Betonrampe in die lauschig zwischen zwei Schnellstraßenfahrstreifen gelegene Haltestelle erinnert mich dann immer an den Einzug der Gladiatoren. Individuen, die zu einer Phalanx verschmelzen, der nur der genervt-aggressive Gesichtsausdruck gemein ist. Und leider in vielen Fällen die Kopfhörer. Auf Maximum aufgedreht, schlechtest isoliert ... und so muss ich wider Willen Bässe und Techno-Beats hören, obwohl mir nur nach Stille und meinem Buch ist. Meist sogar beides und eventuell noch Türkpop oder Schlager obendrauf - je nachdem, wer und wieviele sich gerade mal wieder dazu entschlossen haben, dass an ihrem schlechten Musikgeschmack und ihrer billigen Technikausstattung die Welt gesunden soll. Ich gesunde nicht - mich macht diese Zwangsbeschallung wütend und hilflos.

Ich fahre aus Umwelt- und Geldgründen seit langem fast nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ein eigenes Auto besitze ich nicht. Aber manchmal, wenn wieder so ein rücksichtsloser Zeitgenosse den halben Wagen beschallt, dann wünschte ich mich in ein kleines und vor allem STILLES Auto. Und ein zugluftfreies ...

Die Schwerkraft hat in der letzten Woche ein Unentschieden buchen können. Stolz bin ich auf meine Disziplin in Sachen Sport. Zweimal Sportclub, viermal Laufen und einmal 90 min Walken. Das Trainingsgerät im Wohnzimmer rückte zwei Meter näher an den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit - jetzt muss ich nur noch draufsteigen! Meine Ernährung krankt an guten Gelegenheiten - nach den Kuchensünden des Wochenanfangs folgten zwei superdisziplinierte Tage. Das Wochenende war mittel ... und heute begann ich den Tag mit einem Kuchen-Malus ... Kollegengeburtstag.

Trotzdem .... jedes Stückchen Sport, jede vernünftige Mahlzeit ist ein Gewinn und heute werde ich dreimal Plus haben: zweimal Salat und einmal Sport im Club.

 

 

19.05.2011 um 07:09 Uhr

Autsch!

von: Spring_Roll   Kategorie: Schwerkraft   Stichwörter: Schwerkraft

Stimmung: grau in grau
Musik: Dicke (M M-W)

Das Lied "Dicke" war immer ein Stück, das mir weh tat. Als Teenager war ich mit meinen 50 Kilo bei 1,68 bestimmt nicht dick, aber leider, was Schulsport und alle Mannschaftssportarten anging, unsportlich und das hatte damals halt das Etikett "dick". Und so rutschte ich in die Jojo-Karriere. Das Lied ist leider nicht in der Versenkung verschwunden - und es tut mir heute noch genauso weh wie damals (und heute leider begründeter).

Seit vier Tagen bin ich back to green ... esse Salat, wo immer möglich und trinke ganz bewußt mehr (besonders bei Hungeranfällen). Auch wenn ich in Sachen Süßkram noch nicht so konsequent bin, wie ich eigentlich möchte. Mit allen Nebenwirkungen, positiv wie negativ. Die positiven: ich fühle mich wacher und fitter, habe das Gefühl, mein Körper arbeitet und schwemmt die schlechten Ablagerungen aus. Die negative: nun ja ... Rohkost eben. Grummeln und Rumpeln in allen Servicetrakts unterhalb des Magens. Diese Umstellung kenne ich - und ich weiß, dass sie nicht andauern wird.

Heute morgen habe ich mir ein Herz gefasst und das böse W unter dem Badschrank hervorgezerrt, wo es seit unserem Einzug ein Schattendasein fristete. Töle zerrte an meinem Bein und versuchte mich zu hindern, während Kater sich auf meiner Schulter ganz klein zusammenkauerte. Ich war stärker - aber nur ein paar Sekunden. So lange dauerte es, bis das böse W mir mit einem Zeigerausschlag meinen Tag in den Sondermüll fegte. Da stand die Zahl, die ich nie wieder wollte. Und ich wollte nur noch ein Mauseloch. Ich zwinge mich trotzdem, unter hämischem Grinsen des Trios den Spring_Roll-Zombie in Richtung Arbeit zu bewegen. Kein Sport heute früh, der kommt erst abends.

Hilfe, ich brauche Motivations-Doping ... oder doch ein Mauseloch?

 

18.05.2011 um 07:59 Uhr

Super Girl?

von: Spring_Roll   Kategorie: Töle

Stimmung: nachdenklich
Musik: Super Girl (Reamonn)

Super-Girls just fly ... diese Liedzeile geht mir immer wieder durch den Kopf, wenn die Arbeit nur zäh fließt, die Röllchen täglich mit neuen Katastrophen überraschen (JA … es ist wieder Elterntribunalzeit in den Schulen) und das Trio Zudick, Töle, Kater fröhlich summend auf meiner Nase herumtanzt. Abnehmtechnisch wäre ich auch gern Super-Girl … und lese immer wieder mit Vergnügen den Blog einer Australierin in Schottland, die unglaubliche 80 Kilo abspeckte und selbstironisch-sympathisch ihre „Amazing Adventures of Diet-Girl“ als Blog und inzwischen auch als Buch veröffentlichte. Wer mag: Shauna ist über Herrn Gugl leicht zu finden. Was ich bei Shauna lese und auch selbst oft genug vergeigt habe: Abnehmen ist Disziplin und Routine. Wer einen „figurfreundlichen“ Tagesablauf fest in seinem Leben verankert hat und in der Routine bleibt, hat Erfolg. Sobald Sand ins Getriebe kommt, geht’s abwärts … oder in diesem Falle ja eher aufwärts (auf der Waage).  Mir gelingt es an „Routinetagen“ am besten, Ernährung und Sport gut zu gestalten und Heißhunger zu umschiffen. Unplanmäßige Termine, Sorgen, Kummer, Gäste, Einladungen, Reisen – all das macht das Durchhalten schwieriger und sorgt für Stressgefühle und ein nahrungstechnisch schlechtes Gewissen, so schön und wichtig die Anlässe manchmal auch sein mögen.  Routine ist mein Kapital. Jede vernünftige Mahlzeit, jede Sporteinheit oder zusätzliche Bewegung, jeder nicht hochkalorisch gestillte Heißhunger ist ein Plus. Vielleicht sollte ich einfach mal jeden Tag als Möglichkeit zum Neubeginn sehen, statt mir für Ausrutscher Vorwürfe zu machen …?  

Und hier noch ein Bücher-Stöckchen, das ich bei lady_bright fand - 100 Bücher, die frau gelesen haben sollte (zugegeben, viele waren Schullektüren) kursiv markiert die nicht-gelesenen Bücher:

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien 2. Die Bibel 3. Die Säulen der Erde, Ken Follett 
4. Das Parfum, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross 
11. Tintenherz, Cornelia Funke
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende 
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder 
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams 
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie 61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Sturmhöhe, Emily Bronte
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

 

17.05.2011 um 07:43 Uhr

Genudelt?

von: Spring_Roll   Stichwörter: Schwerkraft

Stimmung: Kampfeslustig
Musik: Eye of the Tiger (Surveyor?)

Aus aktuellem Anlass rüstet sich Frau Spring_Roll für eine Schwerkraft-Offensive. Der Anlass ist tiefdunkelblau und kam per Post - der Schreibstaukauf der letzten Woche, zwei GAP-Jeans, wunderschön und höllisch reduziert. Die standen schon sooo lange auf der Wunschliste, aber bisher lieferte der Online-Shop ja nicht nach Deutschland und als ich das letzte Mal im Ausland einen Store sah, hatte ich leider die Röllchen dabei und konnte nicht einkaufen. War aber gut, dass ich wartete, denn jetzt konnte ich meine Wunsch-Jeans für 20 Pfund pro Stück (statt 45 bzw. 70 Euro) ordern. Das Paket kam bereits am übernächsten Tag, tolle Jeans ... und dann der Frust. Sie passten - aber ehrlich gesagt noch ziemlich eng. Eingedenk der Erfahrung einer Freundin ("die weiten sich total") versuche ich sie jetzt "einzutragen" - aber an den Oberschenkeln sind sie einfach nicht so bequem und ich muss sie öfter mal hochziehen. Das nervt.

Deshalb also die Offensive: weg mit den Oberschenkelrollen. Gestern abend habe ich es tatsächlich mal nach der Arbeit in den Sportclub zum Gewichtekurs geschafft. War eine ziemliche Hetzerei, da die Röllchen auf's Abendessen warteten, aber ich war hinterher ziemlich froh, dass ich Töle niedergebrüllt und mich in den Trainingsraum geschwungen hatte.

Essenstechnisch war der Tag trotz Mittagssalats weniger ideal. Zum Einen wegen des mit Marmorkuchen garnierten Kollegengeburtstags und zum anderen wegen mutterinduzierter Inkonsequenz am Abend. Die Dampfnudel- und Hefepfannkuchenspende meiner Mama ging zwar größtenteils an die Röllchen, doch je ein Stück musste ich nach meinem überbackenen Spargel dann auch probieren.

Heute morgen schleppte ich folglich Töle UND Kater mit auf die Laufrunde. Beide erholen sich derzeit noch und waren nicht zu einem Statement bereit (STRIIIIIIIIKE!!!). Statt Frühstück habe ich mir einen Milchkaffee gegönnt und heute mittag gibt's natürlich Salat. Allerdings war's das dann auch mit der Konsequenz, denn später am Tag sind Pflichtkalorien angesagt - hier am Zellophanfluss ist es üblich, nach Kommunionen oder Konfirmationen Freunde und Nachbarn zum Restkuchenessen einzuladen. Bei Besterfreundin war's mal wieder so weit und so gehe ich nachher mit einem Röllchen dorthin.

Nichtsdestotrotz wird die Kampagne "Shrink to fit" weiter verfolgt. Und im Gegensatz zu den Jeans der 80er muss nicht die Jeans, sondern mein Oberschenkelumfang schrumpfen. Zwei, drei  Zentimeter würden wohl reichen.

Frau Spring_Roll ist ja good at Gugl und gab deshalb heute vorm Laufen flugs "Oberschenkelumfang reduzieren" in die Gugl-Suche ein. Im Gegensatz zum Bauchfett kamen hier allerdings nur 258 hits. Ca. 15 davon habe ich angeklickt und hier sind die Ergebnisse:

Neben den üblichen Werbetipps für Cellulitecremes, die einzig wahre Aloe, Fettabsaugen und anderen teuren Schnickschnack fand ich als Aktivtipps:

Joggen – täglich 40 min (ok ... mache ich ca. dreimal pro Woche und dann ca. 50 min)

Aerobic (habe ich früher mal gemacht, hat mein Sportclub gar nicht mehr im Angebot)

Fahrradfahren (ungern ... aber ich werde das Rad wohl wieder aus dem Keller hieven)

Skaten (brrrrrrrrr ... ich schüttle mich heute noch beim Gedanken an meine erste und einzige Inliner-Erfahrung)

Viel trinken (Wasser, Tees etc. - die Kanne steht auf dem Schreibtisch und wenn ich zusammenrechne, kommen an Wasser und Tees ca. 3 - 4 l pro Tag zusammen)

Fettreduzierte Ernährung (daran muss ich noch basteln)

Cardio (sollte ich wieder öfter machen)

Fettabbautraining (siehe Joggen)

Stepper (siehe Ungedrucktes)

Diese Ratschläge wiederholten sich in Abwandlungen.  

Ich fasse mal für mich zusammen:

1. Mit Joggen und zweimal pro Woche Sportclub liege ich sportlich schon im Grünen Bereich, könnte aber durch tägliche, gezielte Zusatzübungen zuhause sicherlich noch mehr erreichen. Außerdem könnte ich versuchen, auch die beiden Wochenendtage zumindest mit einer Bewegungs-, wenn nicht Sporteinheit zu verbinden.

2. Ernährung - hier ist meine Achillesferse. Ernährungsdisziplin ist für mich ungleich schwieriger zu erreichen als Sportdisziplin.

3. Trinken - konsequent vier Liter über den Sommer wären gut. Aber auch das, was ich derzeit trinke, zeigt klar "Grün".

Höllenpflastersteine der Woche:

- Sportgeräte so platzieren, dass sie ohne große Vorbereitungen nutzbar sind

- Mindestens zweimal zu einem Mini-Workout für die Schenkel aufraffen, besser dreimal (idealerweise morgens an den Sportclubtagen und abends an den Lauftagen)

Liebe Blogigo-Gemeinde: Habt ihr vielleicht Tipps für mich, wie ich die 2 cm ganz gezielt abbauen könnte??

Und hier zum Schluss noch ein wirklich tolles Fundstück von Herrn Gugl - seeehr hilfreich:

http://www.helpster.de/duennere-oberschenkel-durch-gezielte-uebungen-eine-anleitung_23212

(ich habe die Anleitung auch kopiert, verweise aber ausdrücklich darauf, dass das copyright bei der auf der verlinkten Website genannten Autorin liegt und nicht bei mir, deshalb in grüner, kursiver Schrift). 

Was Sie benötigen

·                                 Übungen zur Muskelstraffung ·                                 Ausdauersport ·                                 Low Carb Ernährung ·                                 Motivation ·                                 Disziplin ·                                 regelmäßige Trainingseinheiten  
Dünnere Beine durch Ausdauersport
  • Wenn Sie Ihre Beine in Form bringen und Ihren Oberschenkelumfang reduzieren möchten, kommen Sie um ein regelmäßiges Ausdauertraining nicht herum. Damit Sie dünnere Oberschenkel bekommen, müssen Sie überschüssiges Körperfett verbrennen. Jedoch gibt es keine Sportart, mit der es möglich ist, gezielt an einer speziellen Körperstelle überschüssige Fettreserven abzubauen. Ihre Gene entscheiden, an welchen Stellen Ihres Körpers Sie zuerst abnehmen. Um ordentlich Kalorien zu verbrennen, ist jede Ausdauersportart geeignet: Treiben Sie zwei bis drei Mal die Woche für mindestens 45 Minuten Ausdauersport. Wenn Sie unter starkem Übergewicht oder Rückenbeschwerden leiden, wählen Sie eine schonende Sportart, wie etwa Schwimmen oder Nordic Walking. 1
  • Wenn Sie zusätzlich Muskelmasse aufbauen, erzielt Ihr Körper einen noch besseren Energieumsatz, auch im Ruhezustand. Je mehr Muskelmasse Sie besitzen, desto höher ist Ihr Grundumsatz. Die meisten Frauen sorgen sich, dass Sie durch Krafttraining Muskelpakete wie Männer bekommen. Dies ist - genetisch bedingt - nicht möglich. Es sei denn, Sie helfen mit gesetzlich verbotenen Testosteron-Mitteln nach, die Ihre Gesundheit stark gefährden. Ansonsten können Sie unbesorgt Krafttraining durchführen. Wenn es Sie stört, dass Sie u.U. durch Muskelaufbauübungen Ihren Oberschenkelumfang etwas erhöhen, da Ihre Muskeln Ihren Querschnitt vergrößern, trainieren Sie mit leichten Gewichten und betreiben lediglich Muskelstraffung. Somit bleiben/werden Ihre Muskeln schön schlank und Ihre Oberschenkel werden trotzdem dünner und bleiben dabei schön stramm und fest. 1
  • Auch im Alltag können Sie Ihren Oberschenkeln etwas Gutes tun: Statt mit dem Lift zu fahren, gehen Sie die Treppen lieber zu Fuß hinauf, statt zum Bäcker um die Ecke mit dem Auto zu fahren, lassen Sie es öfter mal stehen und nehmen stattdessen Ihr Fahrrad. Vertreten Sie sich öfter die Füße, gehen Sie spazieren oder belegen Sie einen Tanzkurs. Heutzutage verbringt man viel Zeit vor dem TV oder Computer. Achten Sie unbedingt auf einen Ausgleich durch körperliche Bewegung.
 Stramme Oberschenkel durch Krafttraining
  • Damit Ihre Oberschenkel nicht nur dünner, sondern auch fest werden, ergänzen Sie Ihr Training mit gezielten Krafttrainingsübungen zur Muskelstraffung. Hierbei trainieren Sie entweder mit Ihrem eigenen Körpergewicht oder mit geringen Gewichten an Geräten und hohen Wiederholungszahlen. Auch Muskelaufbau ist für Sie geeignet, da Frauen nicht so viel Muskelmasse aufbauen wie Männer. Durch Muskelaufbau oder Straffung können Sie Ihre Beine schön formen und definieren.
  • Um festere Oberschenkel zu bekommen, reicht es, wenn Sie zwei Mal die Woche ein Bein-Work-out absolvieren. Sie werden von Woche zu Woche merken, dass Ihre Haut straffer wird. Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihre Kraftübungen durchzuführen: Entweder Sie melden sich in einem Fitnessstudio an oder führen geeignete Übungen zu Hause durch. In einem Fitnessstudio können Sie sich gezielt beraten lassen und an speziellen Geräten für Ihre Oberschenkel Übungen zur Muskelstraffung durchführen. Es ist empfehlenswert, Ihren gesamten Körper zu trainieren, da mehr Muskelmasse Ihren Energieumsatz erhöht und Sie somit leichter abnehmen werden. Liegen Ihnen die Geräte weniger, führen Sie zu Hause, z.B. auf einer Matte, selbstständig kräftigende Übungen durch.
  • Ihre Oberschenkel bestehen aus verschiedenen Muskelpartien, die alle trainiert werden müssen, um einen rundum strammen Oberschenkel zu erhalten. Hierzu müssen Sie zum einen die vordere, hintere und seitliche Beinmuskulatur trainieren. Bedenken Sie immer, dass Ihr Körper besonders schön aussieht, wenn Sie auf richtige Proportionen achten: Ihr Oberschenkelvolumen sollte immer in einem guten Verhältnis zu Ihren Waden stehen, damit das Gesamtbild stimmig ist.
Dünnere Oberschenkel - Kniebeugen für zu Hause
  • Eine klassische Übung für dünnere Oberschenkel ist die Kniebeuge: Hier trainieren Sie Ihre gesamte Oberschenkelmuskulatur. Je nachdem wie Sie Ihre Kniebeuge ausführen, werden verschiedene Bereiche Ihres Oberschenkels stärker trainiert. Für eine leichte Kniebeuge stellen Sie sich hüftbreit hin, spannen Ihre Oberschenkelmuskulatur an und gehen 15 bis 20 Mal leicht in die Beuge. Wiederholen Sie das Ganze drei Mal mit etwa zwei Minuten Pause zwischen den Sätzen.
  • Möchten Sie verstärkt Ihre Innenseiten trainieren, stellen Sie sich breitbeinig hin und achten Sie darauf, dass Ihre Fußspitzen nach außen gestellt sind. Gehen Sie etwas weiter runter, bis Sie einen deutlichen Druck auf Ihren Fußballen spüren. Möchten Sie vermehrt Ihre Außenschenkel stärken, ist ein engerer Fußstand nötig. Sowohl von der breiten als auch bei der engen Kniebeuge führen Sie drei Sätze á 15 bis 20 Wiederholungen - mit zwei Minuten Pause dazwischen - durch.
  • Um gesund abzunehmen, ist eine dauerhafte Umstellung Ihrer Ernährung sinnvoll: Eine Low Carb Ernährung mit weniger kohlenhydratreicher Kost, dafür mehr proteinhaltige Kost und gesunden Fetten, hilft Ihnen auf Dauer Ihr Wohlfühlgewicht zu halten. Nehmen Sie zudem ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees zu sich.

15.05.2011 um 22:58 Uhr

Waffenstillstand mit Töle

von: Spring_Roll   Stichwörter: Töle

Stimmung: entspannt
Musik: Sunshine Reggae (wie hiessen die noch?)

Warum schreiben Menschen Blog?

Angelmagia sagt, "um irgendwo die Gedanken abzuladen, die mir laufend durch den Kopf gehen". Darüber habe ich nachgedacht. Und es stimmt. Dennoch glaube ich, dass es ohne einen Auslöser nicht beginnt. Und ich glaube, es kann süchtig machen, wenn ich mich hier so durch die teilweise seit Jahren wachsenden Parallelblogs lese.

Die Töle und ich haben uns gerade mit einem hochkalorischen Nachtisch (statt, nicht nach Abendessen) und ein paar neuen Einträgen in den Lieblingsblogs verwöhnt. Töle und ich haben nämlich Waffenstillstand dieses Wochenende. D.h. die Röllchen war'n nicht da und ich war derweil mit dem Liebsten feiern. Es war schön ... auch wenn wir natürlich lange nicht an die schwarz-gelbe Dauerparty in Dortmund heranreichten. Jedenfalls, ich bereue nix ... und die Töle durfte unter der Bedingung mit, dass sie den Kater in Schach hält. Hat sie gemacht. Brave Töle. 

Eine Nacht darf sie sich noch in Sicherheit wiegen und morgen sogar ausschlafen - aber morgen abend ist der Waffenstillstand zu Ende, definitiv! Dann gibt's Sportclub und hinterher Salat - da hast du, Töle! Mal sehen, ob die wunderschöne neue Jeans, die jetzt noch eher schuhlöffelpassform hat, dann bald lockerer sitzt ... es geht doch nix über Fernziele Traurig

 

 

 

13.05.2011 um 08:08 Uhr

Mit Speck fängt man Rollen

von: Spring_Roll   Stichwörter: Zudick

Stimmung: nachdenklich
Musik: Es lebe der Sport (von wem auch immer)

Warum schreibt man/frau, sprich: Frau Spring_Roll, einen Blog? Einfach so aus Langeweile, weil gerade nichts anderes anlag? Ich muss gestehen, dass ich schon länger zu den „Spannerinnen“ hier gehörte. Etwa ein Jahr lang lese ich immer mal wieder in der Blogigo-Gemeinde herum. Natürlich habe ich meine Lieblinge unter den Bloggern hier … wobei, es sind eigentlich fast nur Bloggerinnen, deren Leben ich im Zoom mitlese. Manchmal mit Erstaunen, oft mit Schmunzeln, selten mit Unverständnis und meistens mit einem Gefühl von „Küchentisch“. Das kennt ihr, gelle? Dieses wohlige Gefühl, mit besterFreundin am Küchentisch zu sitzen, genüsslich eine Flasche Rotwein zu leeren und Gott, die Welt, die Männer und das Leben Revue passieren zu lassen. Ich kenne die Frauen nicht, deren Leben ich mitlese – noch nicht mal virtuell haben wir uns „getroffen“. Aber trotzdem isser da … der „Küchentisch“. Und wenn ich in meiner Favoritenliste durchschaue, wer da alles drinsteht, muss ich wohl eine große Flasche Wein besorgen … oder so einen Kanister von Jakobs Weinlager. Aber zurück zum Faden, den ich gerade verlor: Warum schreibt frau den ersten Eintrag in einen Blog? Wenn ich mir einige der „bekannteren“ Blogs anschaue, wage ich mal Folgerungen zu treffen. Liebeskummer und Liebesstress ist eine klare Nr. 1, dann kommen Singlefrust, Trauer und Unglück, schwierige Lebenssituationen oder verwirrende Gefühle, für deren Klärung geduldiges Papier respektive dessen Bildschirm-Äquivalent die beste Hilfe ist. Es ist wie immer im Leben: es braucht einfach einen Anstoß. Mein Anstoß war zudick. Und allein die Tatsache, einen Blog begonnen zu haben, hat schon therapeutische Auswirkungen. Es ist ein bisschen wie geistiges Hyperventilieren. Ich habe ETWAS getan. Zwar ist es nicht das richtige, nicht das, was ich eigentlich tun sollte … aber immerhin: da steht jetzt ETWAS. Ein Blog. Typische Fallensituation bei zudick. Hauptsache, ETWAS tun.Und so – das kann mir wohl jede Leidensgenossin bestätigen – bin ich in ziemlich jede Falle getappt, die das Monster zudick mir stellte … respektive habe ich auch noch an der Fallenstellung aktivst mitgewirkt. Die Diät-Falle alias Jo-Jo: Wenn Frau Spring_Roll daran glaubt, dass kurze Zeiten der Disziplin dauerhaften Effekt bringen können. Natürlich bringt auch die konsequenteste Kasteiung nichts, wenn Frau Spring_Roll danach wieder schleichend in alte Ernährungsgewohnheiten zurückgleitet. Und by the way: es ist ja auch nicht Sinn der Sache, lebenslang ein Gefühl von Entsagung zu haben, gelle? Die Gefühls-Falle: Essen gegen Angst und Frust füttert nur die Töle und den Kater. Wenn Essen gleich Ausruhen und Belohnen gesetzt wird, setzt es um so kräftiger an. Die ETWAS-Falle: Es ist toll, endlich ETWAS zu tun. Und so meldet sich Frau Spring_Roll hochmotiviert im Sportclub an, kauft tolle Trainingsklamotten und ein halbes Studio-Equipment für zuhause. Allerdings liest sie das fett Ungedruckte in den Verträgen und Beipackzetteln nicht: Dieses Produkt entfaltet Wirkung nur, wenn Sie es regelmäßig benutzen!  

Das ist das Paradoxe: gerade diejenigen, die die größten Probleme mit zudick und seinen Genossen Schweinetöle und Fresskater haben, wissen oft am besten Bescheid darüber, wie es „richtig“ geht, diese Bande zu vertreiben. Leider nur theoretisch, denn vor allem Töle die verfügt über ein wahres Arsenal an fiesen Tricks. Angefangen mit Kohlehydratjieper und Schoki-Sucht über Sofamagnetismus bis hin zu schwersten Anfällen von Heißhunger.

Beschäftigt Von Dezember bis April hatte mich das TrioInfernal - zudick, Töle und Kater – fest im Griff, beginnend durch eine körperliche Unwohlbefindlichkeit (Fuss umgeknickt) und erschwert durch einen unfreiwilligen und äußerst anstrengenden Umzug einen Hügel weiter. Seit Mitte April bin ich wieder im Ring mit den Dreien. Zudick und seine Handlanger sind ein verdammt harter Gegner, zäh und unfair. Aber das bin ich auch. Zumindest gelingt es mir wieder recht regelmäßig, die Töle morgens im Tiefschlaf auf die Laufstrecke zu teleportieren. Und ich arbeite daran, meine Frequenz im Sportclub von derzeit schändlichem einmal pro Woche wieder auf mindestens zwei, lieber dreimal, hochzuschrauben. Außerdem habe ich endlich das Ungedruckte auf meinem um Weihnachten herum bestellten tollen neuen Sportgerät gelesen und mir ein Trainingsprogramm dafür besorgt. Es handelt sich um eins dieser Geräte, die angeblich vom Hingucken schlank machen. Eine Platte mit Vibrations. Ok, die Realität ist doch etwas anders. Nachdem ich das Programm einmal durchprobiert hatte, wusste ich zumindest, worauf die Wirkung beruhen kann (wenn frau es regelmäßig anwendet). Das schlaue Gerät verstärkt durch die Vibration den Effekt klassischer Übungen (die ich sämtlich aus anderem Sportkontext kannte). Zwar wird jede Übung nur sehr kurz ausgeführt – nämlich 30 bis 120 Sekunden -, jedoch entspricht die Wirkung etwa der doppelten Trainingszeit ohne Vibration. Dasselbe Prinzip wenden z.B. diese Vibra-Stäbe an, die in Gymnastikkursen Verwendung finden. So, bevor Frau Spring_Roll wieder theoretisch brilliert und praktisch nix schnallt, kloppen wir mal einen kleinen Höllen-Pflasterstein zurecht:  Ich, Frau Spring_Roll, nehme mir vor, mindestens zwei-, besser dreimal pro Woche eine Trainingseinheit auf meinem neuen Gerät durchzuführen und mich dabei besonders auf die Bauchmuskeln zu konzentrieren. Der Bauch ist nämlich mein Problem. Ich bin insgesamt rundlich, aber leider habe ich in den letzten beiden Jahren vermehrt am Bauch zugenommen. Nicht umsonst nenne ich mich hier Spring_Roll. Leider. Laufen nützt nix gegen diese Probleme. Und auch mein ansonsten tolles Programm im Studio wirkt nicht so, wie ich es mir wünschen würde (auch, wenn ich öfter hinginge). Dabei habe ich extra zusätzliche Bauchübungen eingebaut. Dummerweise werden hier aber Muskeln angesprochen, die mein Körper nur noch in Fragmenten hat. Der Waschbrettbauch ist für mich nicht mal mehr eine theoretische Option, denn ein ansonsten lebensrettendes Skalpell hat vor langer Zeit Muskeln zertrennt, die ich dazu brauchen würde. Ich kann also nur im Randbereich arbeiten, um das Ganze wieder in den gelben Bereich zu bringen – grün ist Illusion. Generelle Vorsätze in Sachen Ernährung fasse ich nicht mehr. Nur einen: Ich will versuchen, bewusster zu essen. Mir, wenn ich eine Mahlzeit zubereite, überlegen, was ich da esse und warum. Damit habe ich gute Erfahrungen.  Damit, und mit Salat. Wenn ich wirklich abnehmen möchte, gibt es nichts besseres für mich, als Salat und Rohkost zum Hauptgericht zu machen. Möglichst zweimal täglich. Nicht drei grüne Blätter an Zitronensaft, sondern eine große Schüssel voller leckerer Sachen, angemacht mit Essig und Öl: grüne Salate, Sprossen, Paprika, Gurke, Mais, Möhren, geröstete Kerne und obendrüber Käsewürfelchen, Fisch oder Fleisch. Aber kein Brot dazu (Brot nur morgens, ganz wichtig). Und viel Zeit zum Essen, langsam und mit Genuss. Wenn ich das in der Regel schaffe, dann nehme ich ab, auch wenn ich mal nachmittags ein Stück Kuchen esse oder zwischendurch mal Pasta oder Reis.  Klingt einfach, oder? Scheitert aber viel zu oft an den kleinen Tücken des Alltags. Wenn die Röllchen mir etwas voressen oder der Liebste zum Griechen will (da schmeckt mir der Salat nicht). Oder wenn ich einfach keine Zeit habe, den Salat vorzuschnippeln oder – noch besser – die Schüssel morgens im Kühlschrank vergesse und dann im Büro Junk-Food esse. Ich glaube, ich denke einfach immer nur bis zur nächsten Mahlzeit … und die wird diesmal gesund (Salat geschnippelt UND bereits in der Bürotasche!) 

Und: kommt Zeit, kommt Rat, geht Kohlehydratjieper!  Sonstige

12.05.2011 um 23:08 Uhr

Marathon-Rolle

von: Spring_Roll   Stichwörter: Päckchen

Stimmung: müde
Musik: I will survive (Gloria Gaynor)

Nein, es hat mich niemand verlassen. Niemand ist gestorben. Keine Katastrophen passiert, weder hier in den Grünen Hügeln über dem Zellophanfluss noch sonstwo in meiner kleinen Welt. Es ist nur einer dieser Tage, an denen ich einfach keinen "Packan" finde. An dem sich die Aufgaben zu großen Gummiwänden türmen gegen die anzulaufen sich nicht lohnt. An denen ich morgens schon Erschöpfung vorwegnehme, bevor ich überhaupt leiste, was mich erschöpfen wird. Ich bin noch nie Marathon gelaufen. Zu meinen besten Zeiten schaffte ich die halbe Distanz relativ entspannt. Aber diejenigen, die die ganzen 42 komma irgendwas Kilometer liefen, beschrieben immer die letzten paar Kilometer als Kampf gegen sich selbst. Ich hab's nicht selbst erlebt ... aber das Gefühl kommt mir verdammt bekannt vor. So fühle ich mich in letzter Zeit öfter mal.

Und wenn ich drüber nachdenke, habe ich eigentlich das Recht dazu. Ich arbeite seit meinem 18. Lebensjahr. Auch als ich die Röllchen bekam, hörte ich nicht damit auf. Nach dem ersten Röllchen pausierte ich ein halbes Jahr, um dann wieder Teilzeit einzusteigen. Beim zweiten Röllchen musste ich krankheitshalber ein paar Monate kürzer treten, gründete in der Zeit mal eben den benötigten Kindergarten und machte mich dann selbständig. Nach der Trennung vom Röllchenvater nahm ichzusätzlich einen angestellten Job an, der inzwischen Vollzeitjob ist ... dazu natürlich die Röllchenhege. 

Eigentlich habe ich ein gutes Leben. Die Röllchen werden immer selbständiger und sie sind (Achtung: stolz voreingenommenes Mutterrollenverhalten) recht wohl geraten. Der Job macht öfter mal Spass und in den grünen Hügeln lebt es sich gar nicht schlecht. Und seit Frau Spring_Roll den Mann vom anderen Ufer des Zellophanflusses traf, geht es auch ihrem Gefühlsleben wohligst.

Und trotzdem fühlt es sich manchmal an wie Kilometer 39. An diesen Tagen sitze ich vor meinem PC und versuche mich zu motivieren. Ich klicke wahllos Internetseiten an, trinke literweise Tee, beobachte die alte Frau hinter dem Fenster gegenüber und suche nach meinem Hebel. Wenn ich ihn finde, kann ich abtauchen in meine Gedanken und die Ideen fließen. Wenn nicht, daddle ich in den Weiten des Netzes herum, verliere mich in Kleinkram und kaufe in der Pause Zeug, das ich nicht brauche. Wie gestern. Drei Stunden Blockade und zwei GAP Jeans.

Auf der Seite des Müttergenesungswerks war ich auch. Eine Kur ... ob das mir frische Energie geben könnte? Eine Mutter-Kind-Kur wollte ich ja nie ... die Röllchen waren jahrelang so anstrengend, dass ich einen Urlaub ohne erwachsene Verstärkung fürchtete wie der Teufel das Weihwasser. Eine Mütter-Kur? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich von drei bis vier Wochen totaler Auszeit träume. Nur ich allein. Ohne Röllchen, ohne Freund.

Wenn ich die Augen schließe, sehe ich ein Zimmer mit Balkon am Meer. Nicht im Süden, eher Nordsee oder Ostsee. Es kann auch eine Insel sein. Ich sehe einen langen Strand mit hartem Sand an der Wasserlinie und vielleicht ein kleines Städtchen in der Nähe mit schattigen Straßencafés. In dem Haus, in dem ich wohne, gibt es ein Hallenbad, eine Sauna und ein kleines Fitnesscenter. Ich stehe morgens sehr früh auf, genieße meinen Early Morning Tea auf dem Balkon, gehe vor halb sieben ins Fitnesscenter und mache mein Trainingsprogramm in aller Ruhe. Dann gehe ich kurz in die Sauna und schwimme noch eine halbe Stunde. Gegen 9 mag ich frühstücken. Am liebsten frischen Obstsalat und ein Vollkornbrötchen. Nach dem Frühstück habe ich Lust auf einen Strandspaziergang. Barfuss am liebsten. Mittags hätte ich gern einen riesengroßen Salat mit etwas Fleisch oder Fisch. Danach eine Siesta oder ein Buch, später vielleicht ein Ausflug, ein Kaffee im Hafen oder ein Bummel im Städtchen. Vor dem Abendessen vielleicht noch etwas entspannendes wie Pilates oder einfach in den Dünen sitzen und aufs Meer schauen. Abends wäre mir Salat wieder am liebsten - oder leichte, vegetarische Gerichte bzw. Fischspezialitäten. Dazu ein schönes Glas Wein. Nach dem Essen ein Espresso auf meinem Balkon, ein letzter Blick auf das Wasser und dann ganz früh schlafen gehen. Und das vier Wochen lang ... ich wäre ausgeruht, fit und schlanker, wenn ich wiederkäme. Und mit den richtigen Büchern würde ich mich niemals nicht langweilen!

Wobei mir gerade aufgeht, dass diese Art Auszeit zwar den optimalen Kur-Effekt für mich hätte, Kurträger aber meist eine Unzahl von mehr oder weniger sinnvollen "Anwendungen" parat hätten, die genau das konterkarieren, was für mich der größte Gewinn wäre: selbstbestimmte Zeit. Ich glaube auch nicht, dass ich Lust auf Gruppenaktivitäten hätte ... im Gegenteil, es würde mir wohl gut tun, mal wirklich mit MIR alleine zu sein.

Übrigens ist der geschilderte Tagesablauf kein reines Wunschdenken - wenn ich allein verreise, hat Sport einen ganz festen Platz in meinem Tag. Und es gibt ein paar Orte, an denen ich genau die passenden Rahmenbedingungen finden würde. Bloss leider, leider, kann ich mir weder vier Wochen röllchenunabhängigen Urlaub noch die Reisekosten leisten. 

Also werde ich der Schwerkraft wohl noch eine Weile erhalten bleiben ... Fröhlich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12.05.2011 um 00:02 Uhr

Völlig von der (Frühlings-)Rolle?

von: Spring_Roll   Stichwörter: Abendheimer

Stimmung: gedankenlos
Musik: Cabaret (Liza Minelli)

Ich blogge ja nun wirklich noch nicht lange, aber aus gegebenem Anlass muss ich heute eine Warnung in eigener Sache veröffentlichen.

NEHMEN SIE DIESE FRAU NICHT ERNST.

Denn - mal ernsthaft - würden SIE jemanden ernst nehmen, der mit beherztem Schwung ein Spühmaschinentab zum Mund führt??? ICH nicht ... aber ich konnte gerade noch vor dem Erstkontaktt calgon-Zunge meine Hand stoppen! Und NEIN, das sind weder suizidäre Tendenzen noch ein bizarrer Trip noch "friss alles was bei drei nicht aufm Baum ist"-Anwandlungen. Sondern eine Mischung zwischen Abend-Heimer und Übersprunghandlungen ... sowas wie Butterpäckchen in Spüle und Messer in Müll, wie Handcreme auf Zahnbürste oder mit Pantoffeln zur U-Bahn (NEIN, DAS ist mir noch nicht passiert ... auch wenn ich gestehen muss, dass ich alles andere schon ausprobiert habe). Ob das schlimmer wird?

Falls ja, sollte ich vielleicht schon mal die Putzmittel mit Spring_Roll-Sicherung versehen? Fröhlich

Ansonsten war's auch ohne Spülmittelkonsum ein schöner Abend ... Frau Spring_Roll genoss Garten, auch wenn bislang statt grüner Daumen nur schwarze Ränder unter den Fingernägeln gewachsen sind.

Ich sach nur: Zum Glück gibt's Bodendecker Fröhlich

11.05.2011 um 07:21 Uhr

Himmel, Hölle, Fegefeuer

von: Spring_Roll   Stichwörter: Fegefeuer

Stimmung: wütend
Musik: Highway to Hell (ACDC)

Nicht, dass ich wirklich ACDC hören würde zu dieser frühen Morgenstunde ... die lauten Beats aus den Autos vor meinem Bürofenster reichen mir schon an akustischer Belästigung ... aaaaber .... ich bin stinksauer! Das Fegefeuer hat wieder mal zugeschlagen gestern abend. Die Ex meines Liebsten. Und warum macht mich das so wütend? Ganz einfach: weil es sich auf mich auswirkt ... und manchmal, nur manchmal, würde ich mir diese lästige Frau gerne mal vorknöpfen und sie aus MEINEM Leben rauswerfen.

Und ja ... als ich gestern von Höllenpflastersteinen sprach, meinte ich das Ziel nicht ganz so wörtlich. Und ja ... heute morgen war ich zwar wieder laufen, aber leider auch beim Kohlehydratdealer ... manchmal hilft eben nix ausser Nussecken!

10.05.2011 um 09:55 Uhr

Wenn der Hafer sticht ...

von: Spring_Roll   Stichwörter: Abendsünden

Stimmung: frühjahrsmüde
Musik: Zombie (Kassav)

Der Hafer stach gestern abend heftigst - in Form zarter Kölln-Flocken, getränkt in einer Mischung aus Sahne und Alkohol. Saulecker, eigentlich in Kleinstportionen mit Früchten zu genießen und zur abendlichen Plauderstunde mit einer Freundin im Garten zubereitet. So weit, so gut. Aber erstens ist Leben lt. Lennon et alia immer das, was passiert, während wir gerade andere Pläne machen und zweitens hatte auch die innere Schweinehündin ein kräftiges Magenknurren mitzureden, nachdem ich mich beim Abendessen mit den Frühlingsröllchen auf eine Mini-Portion Fladenbrot und Grillfleisch (Geflügel) beschränkt hatte. Mit anderen Worten: ich wurde zugunsten eines um Mehrarbeit bettelnden Chefs versetzt und fr... den ganzen Nachtisch alleine. Ohne Obst. Und hinterher ärgerte ich mich über mich selbst. War klar, oder? Und aß aus Frust noch vier Rippen von der Schokolade, die angeblich besonders hübsch Danke sagt. 

Ärgerte mich noch mehr und hatte heute morgen das, was ich Fress-Kater nenne. Kennt ihr dieses Gefühl der unbefriedigten Völle? Hunger, Verlangen nach einem "besonderen Essen" ... dann der Versuch, diesen Hunger zu stillen ... und nichts macht wirklich satt im Sinne von zufrieden. Das Verlangen bleibt und das Essen selbst ist kein wirklicher Kick. Irgendwann stellt sich ein Gefühl der Sättigung und Völle ein ... und dieses Gefühl ähnelt am nächsten Morgen den Symptomen eines Alkoholkaters. Widerlich, das.

Heute morgen jedenfalls hockte so ein Katerchen auf meiner Schulter und schnurrte im Duett mit der noch schnarchenden Schweinehündin. Die dürfte sich beim Erwachen ganz schön gewundert haben, denn ich nutzte ihr Nickerchen dafür, die Frühlingsröllchen zeitig auf die Strecke in ihre jeweiligen Bildungsinstitute zu schicken und mich selbst in Richtung Hügel in Trab zu setzen. Katerchen wurde es nach ein paar km dann auch zu blöd und er ging anderweitig streunen - gut! Wie immer habe ich das Laufen sehr genossen ... einfach toll, in der Morgenluft über Waldwege unterwegs zu sein! Und wie immer habe ich den beruhigenden Laufrhythmus (ja, ich mag die alte Rechtschreibung!) dazu genutzt, mir ein paar Pflastersteine zur Hölle aka Vorsätze zurechtzuträumen.

Vorsatz 1: heute mittag werde ich nicht schwach - kein müder Cent für die umliegenden Kohlehydrat- und Weißmehldealer

Vorsatz 2: heute abend gibt's Salat - viel davon

Mal sehen, was die Schweinehündin dazu sagt ...

Nachtrag: Sie sagt gar nix ... sie knurrt. Im Duett mit meinem Magen, der sich mit dem schmackhaften Salat von heute mittag im nachhinein nicht ausgelastet fühlt. Ergo einen fertigen Espresso-Macchiato nachgekippt, in der Hoffnung, das süsse Zeug beschwichtige die sauische Töle und den Magen. Genützt hat's nix. Töle und Magen knurren im Gegenteil so laut, das ich mich kaum darauf konzentrieren kann, bezahlte Buchstaben zu Papier zu bringen. Und genau hier liegt die Achillesferse jedweder Frühlingsrollenoffensive: je Hunger desto Schreibstau!

Nächster Versuch: heißer Tee ... jaaaaa, Töle .... du bist gemeint!

Und davon, dass die Röllchen zuhause ihre Osterschoki in allen Räumen verteilt haben, wird's sicher auch nicht einfacher ...

 

 

 

09.05.2011 um 17:42 Uhr

Roll, Roll, Roll ...

von: Spring_Roll   Stichwörter: Anfang

Stimmung: verwundert
Musik: Aber bitte mit Sahne (Udo Jürgens)

Roll, Roll, Roll ... und die glänzende Blechbüchsenarmee kullert den grünen Hügel hinunter, vorbei an bunten Häusern und staunenden Menschen mit übergroßen Köpfen und Wollhaaren. Dank der Wiederausstrahlung im Kika kennen den wunderbaren Don Blech ja zum Glück auch die Kinder der nächsten und über-über-nächsten Generation. Roll, Roll, Roll ... und es sieht ja auch zu niedlich aus, wie die tonnenförmigen Kerle sich ihren Weg bahnen bis zum Folienmeer.

Aber ich schweife ab. Typische Wort-Geschichten-Assoziation mal wieder. Wie kam ich eigentlich drauf? Es fing wohl mit dem Namen für diesen Blog an. Oder genauer: mit dem Ärger über einen Zustand. Da ich eine Frau bin, ist dies eigentlich selbsterklärend. Aber für den geneigten männlichen Leser nochmal: der Zustand heißt "zudick". Ich fühle mich, bin zudick. Zudick ist mehr als ein Adjektiv. Viel mehr. Diese sechs Buchstaben okkupieren das Bewusstsein, lassen die Gedanken kreiseln und den Magen knurren. Und dann passieren Dinge wie vor einer halben Stunde. Da googelt Frau nach der Quelle allen Übels ... und findet 122.000 hits für das Schlagwort "Bauchfett"! Das allerdings scheint ein rein deutsches Phänomen zu sein, denn der Übersetzungslöwe hat KEINE englische Entsprechung. Entweder sind die Briten respektive Britinnen niemals in zudick-Gefahr oder der Löwe spinnt! Aber eine Nation, die Rettungsringe love-handles nennt, ist definitiv liebevoller zu ihren Mobbeln. Ich entscheide mich also für die britische Lösung - statt Mobbel oder Rubensfrau bin ich Frau Spring_Roll ... die Rolle kann ich ja nicht wegleugnen, aber Frühling dazu ist definitiv viiiel besser als alles, was die Sprache der Dichter und Denker (angeblich die Unsrige) zu bieten hätte.

Also her mit den kleinen Engländerinnen sprich verniedlichenden anglo-amerikanischen Ausdrücken und losgebloggt. Eine Premiere übrigens, denn mein letztes Tagebuch schrieb ich auf einem Schüleraustausch mit gerade mal 14 Jahren. Ich hab's neulich wiedergefunden und musste schmunzeln beim Gedanken an meine Schwärmerei für einen hübschen blonden Schwimmer aus dem Ruhrpott, der zeitgleich zu einem Wettkampf beim Sohn meiner Austauschfamilie weilte. Anno 1979 konnte ich mir nicht vorstellen, je 30 zu werden - und heute ist eines meiner Mini-Frühlingsröllchen schon älter als ich damals! 

Der erste Eintrag in einem neuen Tagebuch respektive Blog fühlt sich seltsam an - bilanzpflichtig irgendwie. Bilanzen und Erklärungen jeder Art sind mir ein Greuel, angefangen mit der Steuererklärung, die ich jedes Jahr schiebe bis zur letzten Millisekunde und weiter bei Versicherungspapieren etc. ... jetzt hoffe ich nur, dass ich nicht zu den "Glücklichen" gehöre, die die Neugier unserer Bundes-Statistiker bald befriedigen dürfen! Der geneigte Leser liest die Auskunftsfreude aus jedem Leerzeichen, gelle?

Aber ein paar "Bröckchen" müssen sein. Die Spring_Roll lebt mit ihren Frühlingsröllchen da, wo sich das Kullern für Blechbüchsenarmeen lohnt: genau zwischen den grünen Hügeln, den kleinen Häuschen und dem Zellophanfluss mit den tutenden Schiffen. Sie hört öfter auf ihren inneren Schweinehund und ihr Magenknurren als die Vernunft, die Joggingschuhe und das Fitnesscenter. Und sie beneidet den Ihrigen heiss darum, dass er nicht nur mangels eigener Frühlingsröllchen seine Freizeit flexibel einteilen kann, sondern auch abnimmt, sobald er mal ein paar Minuten auf ein Fitnessgerät steigt, während sie sich mit Kohlehydrateentzug abquälen muss. Ungerecht ist der Welten Lauf!

Ihr ahnt es schon ... ich habe vor, euch mit den kleinen und großen Katastrophen meines Kampfes gegen mich selbst zu konfrontieren. Es geht um die Wurst - bzw. eigentlich darum, sich nicht mehr wie eine solche in der Pelle zu fühlen. Es geht um Ziele und Verfehlungen, um Süchte und Übersprunggelage, um Love Handles und Dellen, wo keine sein sollten. Es geht um straffer und um Bauch weg. In Zahlen heißt das von 44/46 zurück zu 42. Damit bin ich zufrieden, das passt zu mir.

Und so richte ich nun ein Stoßgebet an die heilige Consequenzia und rolle langsam den Hügel hinab heimwärts .... roll, roll, roll. Und das, was da so unangenehm an die Rippen stößt, sind sicher die guten Vorsätze, mit denen ja bekanntlich der Weg zur Hölle gepflastert ist ... roll, roll, roll. Siehe Musik ... und der Herrgott den Weg in den Himmel ihr bahne ... ABER BITTE MIT SAHNE!