Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

04.07.2014 um 22:57 Uhr

kolokithokeftedes drei im De Laurean

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: Time Passages (Al Stewart)

Festwochen vorbei. Halleluja!

Sous-Cheffes Veranstaltung allerdings barg noch ein paar ganz besondere Schmankerln. Die machte nicht wirklich Spass. Anschließend war ich so ausgepowert, dass ich niemanden mehr sehen wollte. Auch nicht Zen. Gerade nicht Zen. Weil zu nachtaktiv. Ich wollte nur noch schlafen. Tat ich dann auch. Und gestern ebenso. Allerdings erst nach einem Abschlusswein mit den Kolleginnen. Musste mal sein, auch wenn ich es heute morgen nur mit hängender Zunge in meinen Zeitreise DeLaurean aka IC schaffte.

Und eine Zeitreise wurde es. In die Mitte von nirgendwo. Nach Stackeln an der Kruke nämlich. Ein winziges Städtchen mit einem Bahnhof, in dem die Zeit stillzustehen schien. Nur ein modernes Parkhaus scheint zur Tarnung aufgebaut zu sein - oder ist es nur eine Fassade? In Stackeln an der Kruke jedenfalls stieg ich aus dem Zug und ging frohgemut zur Bushaltestelle. Dort stehend ein Bus. Insitzend ein rauchender (!) Busfahrer. Nein, er fahre nicht nach Ende-der-Welt. Nein, er wisse auch nicht, wann der Bus nach Ende-der-Welt fahre. Ich nannte die Nummer. Ach, vom Zopp fährt der! Zopp? Ja, Zopp, da gehen Sie da lang (gestikuliert) und links die Überführung. Die Brücke? Nein, untenrum. Ich seufzte, machte den Matchsack zum Rucksack und auf zum Zopp - was immer das ist. Vorbei an einem Automatenkasino, einem seltsamen Imbiss und der Bahnstrecke. Ziemlich lange übrigens. Bestimmt 600 m. Dann in die Eingeweide von Stackeln ohne sichtbare Kruke. Und da war er: der Zopp aka ZOB ... der ZENTRALE Omnibusbahnhof! Welch Euphemismus für einen Wendehammer und drei Glaswartehäuschen! 

Aber immerhin: er war da und schon 25 MInuten später auch der Bus, der mich für retromäßige 2,60 Euro transportierte. Vorbei an unsäglichen Bausünden der 70er und 80er, an Mister Bratwurst und Videoparadies, an Hexenhäuschen mit Parkplatzstein-Terrassen und irgendwann endlich Landschaft. Hübscher Landschaft.

Endgültig für Stackeln nahm mich Frau Busfahrerin ein. So was sieht man bei uns in Citta leider nicht. Fürsorglich Kinder auf Gefahren hinweisend, bevor sie die Tüten öffnet und besorgt um alte Stammgäste, die ein paar Tage nicht mitfahren. Und total hilfsbereit, als ich vorsichtig nach meinem Ziel frage. Kompliment!

To be continued ... denn müde 


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