SweetFreedom

09.02.2018 um 21:02 Uhr

Aufheben

O.k... Ein Drittel unserer alten Hauptabteilung ist nicht mehr da. Ab und an hört man was von den Angeboten. Ich würde unterschreiben, spätestens in der zweiten Runde. 

Das erste Meeting der neuen Abteilung war nett, erstaunlich angenehm und witzig. Diese Leute wissen, wovon sie reden. 

Es ist unglaublich, wie die Firma ihre aktuelle Personalpolitik handhabt. Alles ist geheim. Offizielle Aussagen gibt es keine, nur der Buschfunk sagt uns, warum vielleicht bei Kollege XY keiner mehr ans Telefon geht. Früher lief sowas anders bei uns. Sie können versuchen, mich für dumm zu verkaufen, mir was von obsoleten Positionen erzählen, aber ich weiß, was abgeht. Leider heißt das dann auch, daß man jede neue Strategie oder Firmenpolitik nur noch milde belächelt, denn zwei Wochen später schon könnte genau das Gegenteil up to date sein. Traurig.

Es war hart gestern, irgendwie überhaupt durchzusehen und sich anzupassen. Man resigniert irgendwie. So sollte es nicht sein. Aber motivierte Mitarbeiter zu haben, scheint kein Ziel mehr zu sein. Alles fühlt sich wahllos und zufällig an. Ob ich nun bleibe oder gehen muß - liegt das an meiner Leistung oder nur daran, wie lange ich da bin? Hat mich einer auf der Agenda oder bin ich nur "durchgerutscht"?

Am liebsten würde ich mir was anderes suchen. Ich fand letztens ein Angebot im Öffentlichen Dienst... ich hätte dort 800 Euro netto weniger verdient... Und wenn du gehst und bist anderswo wieder die Neue... Ich kenne ja einige Konkurrenten recht gut und weiß, was dort los ist... teilweise ist's noch schlimmer als bei uns. Irgendwie ist da Ohnmacht. Soll das jetzt noch 25-27 oder 30 Jahre so bleiben? Ständig bibbern müssen und herumgeschoben werden, bis irgendwann vielleicht doch mal einer kommt und einem Geld gibt dafür, daß man nicht mehr erscheint? 

Ich bin nur froh, daß ich so langsam wieder Appetit kriege, daß es dem Bauch ganz gut geht, ich relativ gut drauf bin (ich würde das sonst weniger gut weggesteckt haben) und daß ich ganz gut organisiert bin, was Essenszubereitung angeht. Der Virus hat mich echt fertiggemacht. Ich huste immer noch sehr viel, aber es wird besser. In der Kita gibt es jetzt Läuse - mir ist klar, wer da demnächst Spaß haben wird. Hab schon ein ganzes Set bestellt... 

Etwas müde bin ich abends, aber das ist normal bei der Ernährungsumstellung. Ich habe mir Schokolade ohne Milchanteil gekauft, die ganz gut schmeckt. Das war beim letzen Mal ein Punkt, der mir zu schaffen machte. Einfach das Gefühl, etwas nicht zu dürfen... Jetzt liegt die Schoki im Kühlschrank und ich habe bisher nur ein kleines Stück davon gegessen. Ich esse mehr Obst als beim letzten Mal und bin beim Mahlzeitendesign nicht so streng - im grunde ist es also kein Whole30 mehr, sondern mein eigenes Ding mit viel Obst und Gemüse, Protein, guten Fetten, ab und an Pseudogetreide oder Kartoffeln oder Reis, aber eben ohne Getreide, Milch, die meisten Zusatzstoffe (esse so gut wie nichts aus Verpackungen mehr). Auf Hülsenfrüchte reagiere ich mit Kopfschmerzen, das weiß ich jetzt. Wirklich gut zu wissen. Ich werde trotzdem ab und an glutenfreie Sojasoße, Edamame oder grüne Bohnen essen. Alkohol ist kaum ein Thema, aller Jubeljahre ein Glas Wein ist o.k. Zucker verteufele ich nicht. Zucker im Kaffee erlaube ich mir und auch mal etwas Honig. Bis jetzt scheint mir alles gut zu bekommen...  

Milch und Getreide sind "crucial" bei mir, das weiß ich jetzt. Diese Bauchschwellungen sind wieder weg und so soll es auch bleiben. Bin noch lange nicht an dem Punkt, wo mir Ende letzten Jahres die Darmflora ausgestiegen ist. Ich denke aber, das wird diesmal nicht passieren. 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Frau_VonUndZu schreibt am 10.02.2018 um 07:08 Uhr:Schön, dass es wieder bergauf geht!
    Bei uns im Laden herrscht auch Unruhe. Das merken allerdings nur die alten und die, die genau hinschauen. Fast niedlich sind manche Aktionen der Direktoren. Ich bin dann mal krank...
    Liebe Grüße
  2. SweetFreedom schreibt am 10.02.2018 um 18:13 Uhr:Ja, manche lassen sich echt alles erzählen.
    Bei uns ist immer wieder genau das Gegenteil Mode, je nach Besitzer oder obersten Chefs. Ich kenne alle Argumente für und gegen jede der Strategien. Es ist nur noch lustig. Und traurig. Jeder muß seine Position mit einer Umstrukturierung legitimieren, egal ob es sinnvoll ist oder nicht. Mal sehen, wie lange ich jetzt "dort" hingehöre...
    Die Frau, die meinte, es wäre legitim, wiederholt das Arbeitszeitkonto zu frisieren (es gab auch keine Konsequenzen), darf, wenn sie möchte, bis Ende des Jahres auf Kosten der Firma zu Hause bleiben, kriegt Abfindung und Hilfe bei Stellensuche. Finde das mehr als freundlich. Würde mir persönlich das Gehen doch sehr erleichtern.
    Bist Du echt krank? Wenn ja, dann alles Gute.
    Liebe Grüße
    S.F.
  3. Frau_VonUndZu schreibt am 11.02.2018 um 21:28 Uhr:Danke, aber ich bin fit wie ein Turnschuh. Das krank sein sollte mein Mantra für schlechtere Zeiten sein ;-)
  4. SweetFreedom schreibt am 12.02.2018 um 06:13 Uhr:Aha! Umso besser. :-)

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