Name
Naja
Alter
19
Har seit...
3 Jahren
Stamm
Kakkahar
Einstellung
Er steht den meisten Dingen eher gleichgültig gegenüber oder erweckt zumindest den Anschein, dass dies der Fall ist. Er behandelt Hara, egal ob Sklave, Stammesmitglied oder Fremder mit dem gleichen Maß an Respekt, welches jedoch nicht unbedingt besonders groß ist.
Die Einzigen, die von ihm als etwas größeres und höhergestelltes angesehen und daher mit größerer Vorsicht, Respekt und Höflichkeit behandelt werden sind Schamanen und Magier, da er deren Wirken weder verstehen noch nachvollziehen kann. Dennoch hat er in seinem Leben schon einiges gesehen, was ihn von der Wirksamkeit ihres Tuns überzeugt hat.
Herkunft
Er gehörte einem Normadenstamm an, so dass man die ganze Wüste als seine Herkunft bezeichnen könnte.
Aussehen
Naja hat eine für Wraeththu durchschnittliche Größe und einen trainierten und braungebrannten Körper, der nicht aus Eitelkeit sondern den natürlichen Begebenheiten seines Lebens und seiner Umgebung resultiert. Er schminkt sich selten und wenn er es tut, dann nur, weil es für einen bestimmten Anlass von Bedeutung ist.
Seine Haare sind von einer undefinierbaren Mischung aus Blond, Rot und Braun und nur schwer zu bändigen, sie sind eher hart im Gegensatz zu den seidigen Haaren der meisten anderen Hara. Er trägt sie in einem praktischen durchgestuften Schnitt, der oft wirr und ungepflegt wirkt, ihm aber dafür nicht im Gesicht hängt und dadurch stört.
Tätowierung einer Brillenschlange über den Rücken, deren Schwanz sich bis nach Vorne auf seinen Bauch schlängelt und deren Kopf genau zwischen seinen Schulterblättern sitzt. Die Tätowierung ist äußerst kunstvoll und die Schlange in leuchtenden Farben dargestellt, die nicht der Realität entsprechen. Ihre Augen sind Gelb und der Körper schillert in Türkis, Weinrot und Orange.
Seine Kleidung ist schlicht und praktisch. Wenn er in der Wüste unterwegs ist, trägt er eine Lederhose und seidene Tuniken gegen die Sonne, sowie eine Wolljacke für die Kälte der Nacht. Im Lager besteht sein Outfit meist aus seidenen weit fließenden Hosen und dazu passenden Tuniken, wobei diese auch oft einfach wegfallen.
Er besitzt einiges an Silberschmuck, was das einzige ist, was den Anschein erweckt, er besäße so etwas wie Eitelkeit. Jedoch haben die meisten Schmuckstücke für ihn eine Bedeutung, einige mehr, andere weniger.
Ausrüstung/Waffen:
Stute Ajene
Luchs Nidi
Er kämpft mit einem Speer, den er sich selbst geschnitzt, mit Seidenbändern in seinen üblichen Farben Türkis, Weinrot, Gelb und Orange verziert und dessen Steinspitze er selbst geschärft hat. Seitlich sind im oberen Bereich in Spitzennähe messerscharfe Steinklingen in den Stab eingesetzt, die zusätzlich zu schweren Verletzungen führen. Vor größeren Schlachten vergiftet Naja die Klingen.
Ansonsten trägt er einen kleinen mit Türkisen und Silberfäden verzierten Dolch bei sich, den er größtenteils zum Ausnehmen von Jagdbeute oder ähnlich praktischen Dingen verwendet, der notfalls jedoch auch zur Selbstverteidigung taugt.
Unterkunft/Lebensart
Naja lebt in einem eher kleinen, jedoch eigenen Zelt, welches auf Art der Kakkahar luxuriös mit verschiedensten Tüchern, vorwiegend jedoch Seide, Leinen und Samt dekoriert ist. Die dominierenden Farben sind leuchtendes Orange, Weinrot, Türkis und Gelb. Sein Lager im hinteren Teil des Zeltes besteht zu einem Großteil aus Lama-Fellen, jedoch hat er diese mit Schaffellen, die er als Handelsware aus anderen Gegenden der Welt erhalten hat aufgewertet. Darauf liegen verschiedene bestickte Kissen und dünne Decken aus zarter, durchscheinender Seide, aus welcher auch der Vorhang ist, der diesen Teil des Zeltes vom restlichen Zelt trennt. Ebenfalls in diesem hinteren Teil steht eine schwere eicherne Holztruhe, die seine persönlichen Dinge enthält, wozu Waffen und Zahlungsmittel sowie die für Kakkahar typischen Giftfläschchen und Pülverchen gehören, jedoch auch einiges anderes, was er niemanden sehen lässt. Auch sein Sklave, der ansonsten sein Vertrauen und darum auch relative Freiheit genießt, darf diese Kiste nicht berühren.
Der vordere Teil des Zeltes ist schlichter gehalten. Hier befinden sich nur drei Truhen an einer Zeltwand, von denen zwei seine Kleidung beinhalten und eine weitere alltägliche Gegenstände wie Geschirr und Werkzeug, sowie ein kleiner flacher Tisch, der von vier Sitzkissen umgeben ist.
Es ist die Aufgabe seines Sklaven sich um Ordnung und Sauberkeit im Zelt zu kümmern und dann und wann teilt er auch sein Lager mit ihm. Wenn er nicht anwesend ist, erlaubt er seinem Sklaven auf seinem Lager zu schlafen - allein selbstverständlich - doch wenn er anwesend ist, muss dieser dann und wann mit einigen Fellen im vorderen Zeltteil vorlieb nehmen.
Verwandte
Seine Eltern sind tot, sowie zwei seiner Schwestern. Einer seiner Brüder war ebenfalls Kakkahar bevor er in einem Kampf getötet wurde. Ein anderer Bruder und eine Schwester sind verschollen.
Charakter
In Najas Adern fließt Nomadenblut und darum liebt er die Freiheit und die Wüste und kann es nicht ertragen zu lange an einem Ort zu verweilen. Da er von den Kakkahar inceptet wurde und diese ihr Lager nur selten verlegen, streift er statt dessen manchmal tagelang allein durch die Wüste. Er liebt Tiere, besonders seine Stute und seinen Hund/Wolf/Hyäne (?), welche ihn auf seinen Reisen begleiten. Böse Zungen behaupten er könne besser mit Tieren als mit hara umgehen und das ist sicherlich nicht ganz falsch.
Er hält sich im Normalfall von großen Ansammlungen und Festen fern, nicht jedoch, wenn diese einem rituellen Zweck dienen und vor allem nicht, wenn getanzt wird. Musik und das Gefühl, welches diese in ihm auslöst, liebt er und er ist ein leidenschaftlicher Tänzer. Engumschlungen mit jemand anderem würde man ihn dagegen natürlich nicht tanzen sehen.
Die einzigen Gelegenheiten, zu denen er jemanden in seinen persönlichen Raum lässt, sind Aruna oder rituelles Grissecon. Ein einfaches Atemteilen gibt es für ihn nur, wenn es die Situation erfordert, nicht weil er sich nach Nähe sehnt. Kuscheln oder ähnliches gibt es bei ihm nie.
Er erwartet Ehrlichkeit von seinen Mithara und lügt selbst nie. Es gibt Dinge, die er verschweigt, doch er würde keine Unwahrheiten darüber erzählen.
Naja ist alles andere als herzlich, manchmal sogar mürrisch oder kalt, jedoch meint er es nicht böse sondern ist in solchen Momenten einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt und findet es zu anstrengend höflich zu sein. An guten Tagen kann er spüren, wenn es einem anderen Har schlechtgeht und kümmert sich sogar darum, an anderen geht alles völlig an ihm vorbei.
Die Einzigen, die sich seiner Zuneigung, Pflege, Wärme und Güte immer sicher sein können, sind seine Tiere.
Ängste
Angst davor seine Freiheit zu verlieren
Angst vor Enge
Gewisser Respekt vor Magie, er würde sich nicht mit einem Schamanen anlegen
Abneigungen
Enge
feste Gebäude
Lärm
Geschwätz
Große Ansammlungen
zu Töten
Eitelkeit
Granatäpfel
Vorlieben
Seine Tiere
Die Farben Weinrot, Orange, Gelb und Türkis
Die Wüste
Stille
Lagerfeuer
Reiten
Musik
Tanz (rituelle Tänze)
Ehrlichkeit
Lebenslauf
Deborah war gerade mal 19 Jahre alt, als sie ihren Vater auf einer Forschungsreise durch die Wüste begleitete. Ihre Mutter, eine Tänzerin, hatte die Familie früh verlassen und so hatte Deborah unter dem Einfluss ihres leicht schrulligen Vaters eine ähnliche Begeisterung für die Wissenschaft entwickelt wie er selbst und war früh selbstständig geworden.Doch diese Reise sollte ihre letzte gemeinsame werden.
Sie waren eine Weile bei einem Nomadenstamm zu Gast, der abgeschieden von der Zivilisation in der Wüste lebte. Dort lernte Deborah Tafiti kennen, einen um einiges älteren, im Stamm jedoch angesehenen und auch von ihrem Vater geschätzten Mann. Deborah war kein Mensch, der lange zögerte und so wurde schon wenig später Hochzeit gefeiert.
Die beiden bekamen sechs Kinder, von denen Naja, der damals noch Rudo hieß, das jüngste war. Seinen Großvater lernte Rudo schon nicht mehr kennen, jedoch sagte man ihm oft, er habe eine große Ähnlichkeit mit dem Wissenschaftler. Besonders seine blonden Haare, die außer ihm nur eine seiner Schwestern besaß, waren auffällig.
Er wuchs glücklich und friedlich auf. Nie war er ein großer Redner, aber schon immer hatte er ein Händchen für Tiere gehabt. Von klein auf trieb er sich bei den Gehegen herum und kümmerte sich ungefragt um die Kamele und Ziegen des kompletten Stammes. Schon kurz nachdem er laufen gelernt hatte, schenkte ihm sein Vater ein kleines Pony, auf dem er schon wenige Jahre später die ersten einsamen Ausritte in die Wüste unternahm.
Als er zum ersten Mal über Nacht fortblieb starb seine Mutter halb vor Sorge, doch auch sie gewöhnte sich schließlich daran. Es war klar, dass sie ihren Sohn nicht einsperren konnte, da der Wind ihn immer mit sich zog. Rudo lernte bei seinen Ritten sich mit Hilfe von Sonne und Sternen zu orientieren und fand Plätze, zu denen er noch heute reitet.
Im Alter von 16 Jahren wurde schließlich er gefunden – von Uchi, einem Mitglied der Kakkahar. Dieser nahm ihn mit und ließ ihn nicht mehr gehen. Er verlebte einige schwere Monate als menschlicher Sklave, während derer er weder hinaus durfte noch irgendeine Chance bekam, seine Familie zu besuchen. Schließlich wurde er incepted und bekam im Zuge dessen seinen neuen Namen Naja.
Nachdem die Umwandlung vollzogen war, änderte sich auch seine Einstellung und er begann sein neues Leben zu mögen und zu genießen. Auch sein ursprünglicher Hass auf Uchi wurde schwächer und verschwand schließlich ganz, auch wenn er keine Träne vergoss, als dieser in einer Schlacht getötet wurde.Vorher hatte er Naja jedoch noch im Kämpfen ausgebildet und ihn trainiert und ihn schließlich aus seinem Sklavenstatus entlassen. Außerdem machte er ihm eines der wichtigsten Geschenke, seine Stute Ajene.
Seine Familie suchte Naja jedoch erst nach Uchi’s Tod. Er fand nicht viel, nur einer seiner Brüder – Nidi - und zwei Schwestern waren noch bei seinem Stamm, dem kaum noch Mitglieder geblieben waren. Sie waren Überlebende eines Angriffs von Wraeththu auf die Menschen. Naja hörte den Berichten schweigend zu und beantwortete die Fragen wo er gewesen war nicht. Statt dessen ritt er in der Nacht davon und nahm seinen Bruder mit.
Der Versuch diesen zu incepten schlug fehl. Er war mit seinen 21 Jahren schon zu alt.
Es war das erste und letzte Mal, dass Naja einen Inception-Versuch unternahm. Nicht viel später fand er in einer Oase inmitten der Wüste einen halbverhungerten Hund. Es war ein Saluki, eine Rasse, die in dieser Gegend früher verbreitet gewesen war. Er kümmerte sich um ihn, fütterte ihn und gewann dadurch einen treuen Gefährten. Zu Ehren seines toten Bruders nannte er den Hund Nidi.
Seit kurzer Zeit lebt er nicht mehr allein in seinem Zelt, sondern teilt dieses mit einem Sklaven namens Rune, der sich um Ordnung und Sauberkeit kümmert und auf sein Hab und Gut achtet, wenn er wieder tagelang verschwindet.