Therapie ins Leben

15.03.2009 um 23:32 Uhr

Keine Angst mehr

Ich hätte nie gedacht, das ich so schnell an diesen Punkt komme: Ich spüre die Angst nicht mehr. Daran hat sicher mein Klinikaufenthalt einen großen Anteil.
Aber auch der Mensch, mit dem ich jetzt mein Leben teilen darf!!
Sie bringt mir ein solches Vertrauen entgegen, Vertrauen in mich, das ich alles schaffen kann. Ich weiß nicht wirklich, wie ich mich dafür bedanken kann.
Was ich noch spüre ist allenfalls eine gewisse Unsicherheit...ich höre noch zu oft in meinen Körper hinein. Aber wirkliche Angst....die kenne ich nicht mehr!
Ich habe vor, mir dieses Gefühl verewigen zu lassen.
Und zwar in den nächsten 10 Tagen. Mal sehen ob ich dazu auch den Mut habe!!
Danke!!

23.02.2009 um 16:59 Uhr

Selbstdisziplin!

Ich habe dieses Blog lange Zeit vernachlässigt. Wo ich doch meinen Weg für mich dokumentieren wollte.
Habe in der letzten Zeit sowieso einiges schleifen lassen. Das hat nun ein Ende. Ich kann mir den guten Weg den ich eingeschlagen habe nicht kaputtmachen.
Ziele setzen und verfolgen. Aufgaben erledigen, Kontakte knüpfen.
ICH DARF DAMIT KEINEN TAG AUFHÖREN.
Als ich Samstag mit meinem Spatz kurz einkaufen war habe ich den Druck wieder gespürt. Die totale körperliche Anspannung. Das war schonmal fast weg. Aber ich bin selber Schuld....tue im Moment zuwenig.
Doch wie schaffe ich es mich unter Zugzwang zu setzen ohne mich zu überfordern? Keine Ahnung.
Vielleicht schaffe ich es wieder wenn ich meinen Tag etwas strukturiere.
Bin gespannt auf mich selbst!!!

03.02.2009 um 16:46 Uhr

Der tägliche Kampf

Stimmung: Traurig

Das Leben hat mich seit nun genau zwei Wochen wieder. Zwei Wochen, in denen viel passiert ist.
Aus einem Leben, das ich so nicht mehr leben konnte, das grau und trostlos war ist etwas neues entstanden.
Ich habe eine Frau getroffen, die mich liebt wie ich bin, vor der ich keine Rolle spielen muss. Ich freue mich wieder auf jeden neuen Tag.
Den Kampf gegen die Angst habe ich aufgenommen und gewinne ihn jeden Tag ein wenig mehr.
Das schöne dabei ist, das ich mich wegen dieser Schwäche nicht schämen muss. Und diese Sicherheit die Du, mein Spatz, mir gibst, setzt Kräfte frei, die ich ewig nicht mehr gespürt habe.
Ich weiß das alles möglich ist, weiß wieder wie sich Leben und lieben anfühlt.
Daran hast Du einen Anteil der nicht zu beschreiben ist.
Das ich Dich jetzt so sehr vermisse ist natürlich kein schönes Gefühl...aber es zeigt mir, wie sehr ich Dich liebe.
Es ist wundervoll mit Dir gemeinsam diesen Weg zu gehen. Gemeinsam unser Leben zu entdecken und zu gestalten. Und das ist erst der Anfang!!
Letzte Woche hatte ich meinen ersten Termin bei meinem Therapeuten. Ich denke, das ich mich ihm gut anvertrauen kann. Diese Termine werden wichtig für mich sein. Auch die Selbsthilfegruppe möchte ich regelmäßig besuchen. Mich dazu aufzuraffen fällt mir im Moment etwas schwer. Hoffe, das ich es diese Woche schaffe.
Ansonsten habe ich die Angst gut im Griff. Nicht sie mich!
Tiefen sind normal, wichtig ist zu erkennen warum sie da sind.
Bei meinem jetzigen Gefühl weiß ich woher es kommt:Ich habe Sehnsucht weil der Mensch den ich liebe nicht bei mir ist.
Und weil dieser Mensch schwierige Dinge zu klären und regeln hat. Deswegen mache ich mir auch Sorgen.
Aber ich glaube fest an sie!!!

28.01.2009 um 23:20 Uhr

Neues Leben

Stimmung: Gut...ist kein Gefühl, oder?
Musik: Günther

Eingesperrt im eigenen Körper. So fühlte ich mich jahrelang. Angst! Mehr als ein Gefühl. Ich hatte Angst vor der Angst. Jetzt schaffe ich es, die Welt neu zu entdecken. Wenn ich heute mit der Frau meiner Träume durch die Stadt gehe kann ich es genießen. Es ist das Gefühl als ob ich das Laufen lerne.
Im Cafe sitzen, einkaufen, das Leben zu spüren.
Ich bin stolz auf mich, dankbar für die wundervolle Frau, der ich restlos vertraue und die mir dieses auch jeden Tag zeigt!!
MUT...das ist das, was ich mir noch mehr wünsche. Ich schlafe heute Nacht und werde morgen früh mit ein wenig mehr davon erwachen...!

26.01.2009 um 22:15 Uhr

Das Leben geht weiter

Stimmung: Aufbruchstimmung

Eine neue Woche. Eine erste Woche nach der Klinik.
Ich gehe den Weg, den ich dort eingeschlagen habe weiter.
Habe zeitweise etwas Angst....irgendwann erkenne ich aber immer, das es das Leben ist. Und vor dem brauche ich keine Angst haben.
Vieles ist neu. Aber in dem neuen sehe ich die Spannung. Schaue neugierig auf alles was kommt.
Klar, ich vermisse einige Leute, die mir in der Klinik ans Herz gewachsen sind. Onkel Micha, Statler und so einige andere.
Natürlich fehlt mir auch der "Schläfer"! Ich denke auch er wird seinen Weg gehen....vielleicht kann er sich nicht gleich zwischen links oder rechts entscheiden, aber in der Ruhe liegt die Kraft!
All diese Menschen sind in meinem Herzen und immer wenn ich mit großen Augen meine neue Welt erkunde sind sie bei mir.
Das schönste dabei ist, das auf diesem Weg jemand bei mir ist. Ich entdecke mit ihr zusammmen. Und sie mit mir. Wir entdecken unsere neue gemeinsame Welt. Das ist ein so schönes Gefühl, das mir Kraft und Mut gibt.
Und ich hoffe, es geht genauso weiter.
Zieh`Dich warm an "Leben"....Wir kommen!!!
Grüße an alle aus der Ballerburg. Auch auf Euch wartet das Leben. Laßt es nicht zu lange warten, denn es geht unaufhörlich weiter!
Bis denn dann,
Euer Waldorf