Traumlied der Tiere
Aus "Überseele Sieben" von Jane Roberts
Traumlied der Tiere
Seht uns, seht uns
In eurer Welt daneben.
Wir sind eure in Fell und Blut
Lebendigen Träume.
Wir sind die Tiere,
Gesegnet und heilig,
Wild und knochig,
Hinausgestoßen von euch
In diese Welt.
Wir sind euer Lob.
Es ist vernünftig.
Denn wir wissen, dass wir
Aus den Rippen eures Schlummers entstehen.
Geboren, verletzt und zerrissen
Von glühend wütenden Begierden.
In der Mitternacht eurer Sinne
Erstehen wir in ganzer Pracht.
Vollkommen und behend
Springen wir hinaus in die Wälder,
Eilen durch die Lande
In Mondlicht und Schatten.
Wir sind eure Träume,
Dem Traumkäfig
Für immer entflohen,
Dessen Tür weit offen.
Wir träumen unsere Träume.
Denkt daran.
Bitten und Warnen zugleich.
Unsere Gedärme tanzen,
Schimmernd und sehnsüchtig.
Unter dem Morgen
Leben wir durch euren Zauberbann.
Doch unsere Träume erheben sich
Wie die euren,
Und treten uns entgegen.
Die Tiere der Tiere
Brauchen Nahrung, Pflege.
Die Träume der Träume
Sind keine Waisenkinder,
Die man ins Dunkel stößt.
Wir versammeln uns vor euch,
Und wünschen
Eure Aufmerksamkeit.
Wir sind das Blut und die Haut
Eurer Träume,
Die am helllichten Tag
Paradieren.
Wir durchdringen die Wälder
Bezwingen Hänge,
Aus eurem Nichtwissen
Herausgeschnitzt.
Lernt uns kennen,
Die wir wandern
Unter dem Mond eures Gehirns.
