"Gordian"

03.03.2009 um 18:18 Uhr

"Wie nach dem 11. September!"

von: Vaysh

Stimmung: geschockt

Dienstag, 3. März 2009

Ein Ehepaar vermisst Hauseinsturz in Köln


In der Kölner Innenstadt ist das Historische Stadtarchiv komplett eingestürzt. Ein benachbartes Wohnhaus brach ebenfalls zusammen, und ein viergeschossiges Nachbarhaus mit einer Bäckerei im Erdgeschoss stürzte großenteils ein. Es gebe jedoch keine konkreten Vermisstenmeldungen, sagte der Direktor der Kölner Feuerwehr, Stefan Neuhoff, bei einer Pressekonferenz nahe des Unglücksortes. Allerdings galt ein Ehepaar zunächst als vermisst.
 
Ein Ehepaar vermisst
 
In dem Wohnhaus könne sich ein Ehepaar befunden haben, nach ihm werde nun mit Spürhunden gesucht, sagte Neuhoff. Die Mitarbeiter und Nutzer des Archivs hätten sich nach vorläufigen Erkenntnissen alle retten können, weil sich der Einsturz durch Geräusche angekündigt habe. Mindestens ein Mensch wurde leicht verletzt. Auch ein ganzer Häuserblock zur Severinsstraße hin soll laut Augenzeugen beschädigt oder komplett zerstört worden sein.
 
Großalarm ausgelöst
 
Bei Polizei und Feuerwehr wurde Großalarm ausgelöst. Das Gebiet rund um den Unglücksort an der Severinstraße in der Kölner Südstadt wurde weiträumig abgesperrt. Augenzeugen berichteten von einem "Riesenkrach". Danach habe es eine mehrere Stockwerke hohe Staubwolke gegeben: "Die komplette Kreuzung war in dunklem Nebel." Dutzende Krankenwagen und Feuerwehrautos fuhren vor, Polizeisirenen heulten.
 
Entgegen ersten Annahmen stürzte nicht nur ein Teil des Archivs ein, sondern das gesamte Gebäude. 210 Einsatzkräfte seien vor Ort, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Versorgungsleitungen für Wasser und Gas seien abgesperrt worden. Mehrere Autos wurden unter den Trümmern des Archivs begraben.
 
Spekulationen über Ursache
 
Ob das Unglück im Zusammenhang mit der laufenden Erweiterung der U-Bahn in dieser Gegend stehen könnte, war nach Angaben von Polizei und Feuerwehr unklar. Die unterirdische Baustelle sei aber ebenfalls von dem Einsturz betroffen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Trümmer des Archivs seien in die Baugrube gestürzt. Eine Sprecherin der Kölner Verkehrsbetriebe sagte, direkt unter dem historischen Stadtarchiv gebe es keine Arbeiten. Ihr seien auch keine Arbeiten bekannt, die den Einsturz hätten auslösen können.
 
Unweit der Einsturzstelle hatte im September 2004 schon einmal ein Beinahe-Einsturz für Aufsehen gesorgt. Der Turm der Kirche Sankt Johann Baptist kippte damals um 75 Zentimeter zur Seite und wurde als "schiefer Turm von Köln" bekannt. Damals waren unterirdische Bauarbeiten im Vorfeld des U-Bahn-Baus die Ursache gewesen. Der Turm wurde rund ein Jahr später wieder aufgerichtet.

Quelle: www.n-tv.de

 

 

 

Solange niemand gestorben ist, trauere ich den alten Dokumenten nach. Muss G. mal anrufen, der wohnt da quasi direkt nebenan.


Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.