... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

31.05.2011 um 06:14 Uhr

*plopp*

von: Wari

Und Totenstille!

 

29.05.2011 um 17:14 Uhr

Von der Kunst gute Vorsätze stilvoll zu brechen.

von: Wari

Gedankenverloren lehnte er sich auf´s Autodach, legte seinen Kopf auf die Arme, lächtelte mich an und von diesem Moment an hörte das Denken auf und wurde zum Fließenlassen, Fallenlassen. Ich hielt den prüfenden Blicken seiner Tochter stand und wurde im Laufe des Tages zum Kletterturm erkoren, wurde mit Balgereien gefordert und hin und wieder auf die Tauglichkeit einer Kuscheleinheit getestet und die gesamte Zeit lag dieser leise Hauch in der Luft. Beim Radfahren, als wir schlimmer als die Kinder um die Wette rasten, beim Klavierspiel, als er mich bat, für seine Tochter nochmal zu spielen und dann in jenem Moment, als Realität mit filmreifer Szene wechselte, als seine Tochter aus dem Haus ging und uns allein in der Küche zurückließ. Den Rest des Tages verbrachten wir gemeinsam mit seinen Freunden aus dem Ort und wir hatten eine Menge Spaß, gingen abends in die sogenannte Kommune, die mich allerdings weniger an das erinnerte, was sie sein sollte, denn mehr an ein großes Haus voller Geselligkeit. Der Ort lebte und strahlte dieses Leben auch in der Runde aus. Ich traf dort einen ehemaligen Kollegen und Bekannte aus Musikerkreisen (sehr witzig, wenn man bedenkt, an welcher Ecke des Landes wir angekommen waren) und als uns die Dunkelheit ummantelte, niemand mehr Fragen stellte, legte sich seine Hand wieder in die meine und machte sich diese erste zaghafte wohltuende Nähe breit. Es gab Szenen an jenem Abend, die mir ein Staunen auf´s Herz zauberten. Als die achtjährige Tochter seiner Freunde bei unserem Abschied mit ihren großen Augen zu mir aufschaut und vorsichtig sagt: "Ich möchte dich so gern auch mal knuddeln!", als in der Dunkelheit des Heimweges seine Tochter piepsend aus dem Hintergrund fragt: "Seid ihr verliebt?" und mir offeriert, dass ich nicht nach Hause fahren soll. Und als ich begann, meinen guten Vorsatz stilvoll zu brechen. Ans Gehaltenwerden beim Einschlafen könnt ich mich gewöhnen, an die zweite große Zahnbürste dort im Becher auch, ebenso wie den Guten-Morgen-Kaffee bei Sonnenschein im Garten. Auf Abschiede könnt ich vermutlich verzichten, auf die Abschiedsküsschen nicht. Davon wöllt ich mehr, mehr, mehr.

 

27.05.2011 um 20:37 Uhr

Wie ein fröhlicher Zauberwald

von: Wari

legt sich der Termin für´s bunteste aller bunten Feste in der lieblichsten aller Lieblingsstädte auf meine Seele. Tanzen bis die Beine müde werden! Jauchz!

 

26.05.2011 um 05:55 Uhr

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

von: Wari

Das für gestern anberaumte Gespräch mit Lehrern und Kinderpsychologin und uns Eltern hätte besser nicht laufen können. Vorallem die Mitarbeiter der Beratungsstelle schafften es, unserem Kind den Rahmen zu geben, dem es würdig ist. Sie schafften Raum für Annahmen und gaben selbst mir unbewusst noch einige Tipps und eine Verständnis mit den auf den Weg, was wohltuend war. Obgleich ich vieles ja schon gehört und zigtausendmal durchgekaut hatte.

Kopfschütteln mal wieder nur für den Kindesvater. Er hat in anderthalb Stunden nicht EIN Wort über sein Kind verloren, nicht mit einer Silbe erwähnt, wie sich unser Großer bei ihm daheim verhält, wie er mit diversen Schwierigkeiten umgeht. Auf die Frage, woher die scheinbare emotionale Gleichgültigkeit unseres Kindes käme, wusste bis dato keiner eine Antwort. Nach dem Gespräch war es mir klarer. Man hat in der ganzen Zeit nicht eine einzige Reaktion seitens des Kindesvaters auf auch nur irgendeine kleine Bemerkung gesehen. Nichts. Absolut nichts. Er saß genauso (scheinbar) emotional unberührt in diesem Raum, wie sein Sohn öfters im Unterricht. Und ich muss wohl langsam aber endgültig lernen, dass er mir in diesem Punkt keine Hilfe sein wird, seinem Sohn leider erst recht nicht!

Für die Schule gesehen hege ich jedoch diesen Hoffnungsschimmer noch, denn darauf bezogen, war es wirklich ein sehr, sehr gutes Gespräch!

 

25.05.2011 um 09:14 Uhr

Ich komm an mir nicht weiter.

von: Wari

Da scheint sich nun was anzubahnen, was doch recht passend scheint, wenn man eins und eins zusammenzählt. Wegen mir auch zwei und drei. Es wird langsam ungezwungener und das Lachen wird herzlicher und dennoch ist da etwas, was mich ausbremst. Vermutlich bin ich es selbst, weil ich nicht mehr in der Lage bin, ab einem gewissen Punkt nur noch zu fühlen. Nein, da wird gedacht, gedreht, gewendet und vorm Leben davongelaufen. Da spüre ich Nähe und grenze mich ab, weil ich es als Einengung empfinde, anstatt mich zu freuen, dass es einen Menschen gibt, der meine Anwesenheit scheinbar schätzt und einfach ein bisschen Zeit mit mir verbringen möchte. Ich ertappe mich beim Denken, beim inneren Aufschrei, dass es zu schnell geht und ich in unseren turbulenten Zeiten nicht weiß, wohin ich ihn noch packen soll. Und auf der anderen Seite entschwinden meine Gedanken hin und wieder schon zu ihm und malen Bilder, was wir alles machen könnten, in der wenigen gemeinsamen Zeit, die es momentan gibt. Da tauchen Gedanken auf, dass ich mit seiner Tochter für seinen Geburtstag was basteln, malen, kleben, schnipseln könnte und was ich ihm vielleicht selbst schenken würde, um gleichzeitig ist einem solchen Moment zusammen zu fahren, ob genau dieser Gedanken. Ist das nicht ein bisschen irre? Ich ertappe mich dabei, mich abzusichern, bevor ich meinen Jungs einen vielleicht potentiellen Freund ihrer Mutter vorstellen möchte. Ich fühle in mich hinein und sehe Sicherheitsvorkehrungen hier und da, weil ich nach Trennung und unehrlichen Liebesbeteuerungen die Nase voll habe von diversen Spielchen, Demütigungen, Verletzungen und körperlichem Gebrauchtwerden. Ich möchte einfach eine Nummer zu viel Sicherheit und möglichst alle Punkte geklärt haben, bevor ich mich auf irgendwas einlasse. Und weiß, wie dumm das ist. Mit genügend Abstand kann ich alles genießen, kann ich lachen, kichern, ausgelassen und fröhlich sein, doch ein Schritt zu nah und schon schrillen alle Alarmglocken. Wie blöd kann frau eigentlich sein?

 

23.05.2011 um 21:41 Uhr

Drei Tage lang nur ...

von: Wari

 

17.05.2011 um 23:10 Uhr

Neues aus der Rubrik Arschlochväter!

von: Wari

Geldgeiles Arschloch!

 

15.05.2011 um 09:59 Uhr

Bucovina

von: Wari

Die müden Glieder in die Horizontale gestreckt, wollte ich mir gerade "liegen lernen" reinziehen und den Abend gemütlich beenden und hatte nicht mit Freund S. gerechnet, der mich binnen zwei Minuten überredete, das schicke Olive überzuwerfen und mit ihm gemeinsam das Tanzbein zu schwingen. Ich schmiss die Kiste an und brauste hungrig durch die Nacht. Mit genügend Zeit im Handgepäck genossen wir die so lange ausgesetzte Zeiwesamkeit und führten herzerfischende Gespräche, wir lachten und blieben ernst und ich lernte den Freund von der Seite kennen, die ich in den letzten Monaten so sehr vermisst hatte. Wir hatten uns voneinander entfernt und ich hatte mich gedanklich darauf eingestellt, dass sich unsere Wege wohl demnächst trennen würden. Aber manchmal im Leben braucht es nur einen kleinen Stupser und ein bisschen Zeit. Wir plauderten und als wir beschlossen, uns endlich in die Spur zu machen, mussten wir einsehen, dass wir schon die Hälfte vom Zigeunerabend verpasst hatten, so vertieft waren wir ins Leben gewesen. Also beschlossen wir stattdessen, eine Flasche Wein zu köpfen, ich holte die Knabbereien aus dem Auto und rief noch schnell die Freundin an, die ich für heute zum Frühstück eingeladen hatte. Und in all diesen Gesprächsstunden konnte ich die Beziehung von Freund S. und eben jener Frühstücksfreundin "kitten", klärte beiderseitige Missverständnisse auf und sorgte dafür, dass heute also beide bei mir sitzen und wir gemeinsam den Tag beginnen werden.

Ich erfuhr Dinge aus dem Leben seiner Mutter, seiner Familie, die mir den Freund nochmal näher brachten (ich mag seine Mom verdammt gerne und wie er mir sagte, war sie total fasziniert von meinen Jungs), wir gingen viele, viele Schritte aufeinander zu und trafen uns an einem Punkt, den wir wohl beide in unserer Freundschaft aus den Augen verloren hatten. Es war ein wohliges Miteinander, ein bisschen Betrunkensein und die Erkenntnis, dass wir beide auf dem richtigen Weg sind (Verlassene, die gelernt haben, sich selbst anzunehmen und sich selber lieben können, sind wirklich erste Sahne! Ich sag´s euch!). Ich umarmte nicht nur den Freund zum Abschied, sondern den ganzen Abend, das ganze Leben!

 

 

14.05.2011 um 17:22 Uhr

Vier Stunden Sonnenschein.

von: Wari

Ein Radler, ein großes Eis (viele, viele rote Punkte!), ein Milchkaffee und dazwischen Spaziergänge, Wald und Wiese, eine Hausbesichtigung bei ihm. Ein hübsches Haus. Ein Oldtimer in der Garage, ein Klavier, auf dem ich ihm vorspielte, ein Kater, den ich nicht aufhören wollte zu streicheln. Gespräche über das Leben, vergangenes und zukünftiges, Vorstellungen, Wünsche Träume, Hoffnungen. Ein Mensch, der eine erfrischende Offenheit an den Tag legte und eine verblüffte Frau Wari, die durchaus auch mal die Klappe halten konnte. Lachen, Scherzen, Ernsthaftigkeit. Ich war geneigt, alle guten Vorsätze über Bord zu werfen. Und hielt mich im Zaum. All das reingepackt in vier Stunden Zusammensein mit einem unbekannten Menschen. Wiederholungsbedürftig wohltuend. Unbedíngt.

 

13.05.2011 um 15:23 Uhr

Geschichten vom Paulaner ... äääh ... Bauernhof.

von: Wari

Oder: Ein Huhn macht Muh, nicht wahr?

Wie stellt man sich einen Hühnerhof vor? Gackernde Glucken, die um den Hahn buhlen, aufeinander herumhacken und sich eine nach der anderen die Finger nach des Gockels Begierden lecken? Vergesst all die Märchen von ominösen Hühnerscharen, von federnrupfenden Weibsbildern und Gluckenalarm so bald der Hahn im Korb auftaucht. Der Abend á la "Das Leben ist wundervoll". Die Hühnerchen wie die Engel gleich in trauter Runde friedlich vereint. Schön! Und noch viel mehr und wie immer viel zu kurz! (Von wegen in der Kürze liegt die Würze! PAH!) Die Tanzbeine wedelten über´s Parkett, die Gruppe vorn gab mit ihrer Stimmgewalt selbst dem sittsamsten Geist noch einen gehörigen Schubs und verpasste dabei nicht, dass auch Frau Waris Melancholie gepflegt werden sollte. (Warum in aller Welt müssen die aber auch so gut auf ihren Instrumenten spielen können! Kann nicht mal einer was nicht können, so wie ich?) Ich bin dann doch für emotionale Blockflötenmucke hinter Bassgitarrentönen versteckt (Frau vielleicht H. bitte übernehmen Sie!) und setz mich ans Glockenspiel. Und das nächste Mal Frühstück am Strand wo die Esel wohnen, mit allem Pipapo. (Trau keinem Wetterbericht, den du nicht selbst gefälscht hast!)

Passend zum kommenden Date hab ich Herpes labialis, propolisiere fleißig und lege gesteigerten Wert auf ne ordentliche Portion Sex. Mädels - so wird das nüscht!

PS: Danke für diese Hühnerhofgeschichte, sie ist wundervoll und auf jeden Fall etwas für uns Wiederholungstäter!

 

11.05.2011 um 06:25 Uhr

Melancholie

von: Wari

Traurigkeit gehört zum Leben, damit man die fröhlichen Stunden genießen und wertschätzen kann. Aber muss das ausgerechnet heute sein?

Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können.

Jaques Francois Anatole Thibault

 

 

06.05.2011 um 13:49 Uhr

Wo bist du?

von: Wari

Der Vater, der liebevolle Wegbegleiter, der Seelenküsser und Händehalter für deine Kinder? Wo ist der Mann, der Mann genug sein sollte, um seinen Kindern Fels in der Brandung zu sein? Wo sind Verlässlichkeiten und wo Klarheiten, wo sind Anteilnahme und Liebe für die deinen, die nicht jeden Tag mit dir teilen können?

Wo?

Was du zeigst, ist Unlust, Unverständnis und wie immer Weglaufen vor den Problemen, vor den Unbequemlichkeiten im Leben deiner Kinder. Weglaufen, wo es nötig wäre, den Kindern die helfende Hand zu reichen.

Sind sie dir unbequem, lästig? Fühlst du dich überfordert, kraftlos, angestrengt? Oder was setzt diesen Mechanismus bei dir in Gang, dich all jenen etwas schwierigeren Themen zu entziehen?

Ich würde es nur ein einziges Mal gern verstehen und wissen, was dich zu solchen Aussagen wie gestern bringt. Aussagen, in denen du das Bild, das ich von dir habe, mehr als bestätigst und jede Hoffnung darauf begräbst, dass ich in dir den wirklichen Vater sehen kann. Ich gebe mir alle Mühe, meinen Blick nicht zurückschweifen zu lassen, aber es wird jedes Mal auch mit dem Blick nach vorn nicht besser und ich frage mich, was noch passieren muss, damit du wahrnehmen kannst, was dir auf einem Silbertablett herübergereicht wird?

Das Leben mit unseren Kindern besteht nicht nur daraus, bunte Spielzeugautos von A nach B zu schieben ... wann wirst du das verstehen?