Was kostet die Welt?

24.06.2011 um 15:40 Uhr

Intensivwoche

In dieser Woche haben wir fast täglich mehrere Stunden am Stück gearbeitet und wir waren voll dabei. Wir sind in den Mehrzweckraum der Schule umgezogen, haben unsere Bühne eingerichtet: die Schattenwand, Markierungen für die Kisten auf den Boden geklebt. Organisiert, wo die Requisiten und Kostüme verstaut werden. Es gilt kein Detail außer Acht zulassen. Die Verantwortlichkeiten haben wir unter uns aufgeteilt: Wer kümmert sich darum, dass hinter der Bühne alles an seinem Platz ist, wer kontrolliert den Inhalt einer jeden Kiste, wer stellt die Sitzkisten auf die richtigen Markierungen... ?

Und wir haben wirklich intensiv geprobt. Endlich kommen wir richtig ins Spiel, haben den Ablauf verinnerlicht und ein Gefühl bekommen für Rhythmus,Zeit, Schnelligkeit und Pausen.

Und dann: die Aufführung!!!

Wir waren so aufgeregt, dass wir beinahe erstickt sind. Wollten am liebsten wegrennen...schnell noch mal den Text lesen... immer mehr Leute füllten die Stühle im Publikum, wir hörten unsere Lehrer, unsere Mitschüler und zitterten hinter der Bühne und dann: war es großartig zu spielen. Alle im Publikum waren muckmäuschenstill, alle haben uns zugeschaut und wir haben gespielt, erzählt von unseren Eltern, die kein Taschengeld hatten, mit Stöcken und Steinen gespielt haben und trotzdem eine glückliche Kindheit hatten. Wir tauchten wieder in unsere Welt von heute erzählen vom Shoppen gehen, wie es ist, wenn plötzlich das Taschengeld gestrichen wird und die Angst, dadurch ausgeschlossen zu werden und nicht mehr mithalten zu können, erzählen von Freundschaft und von der Kraft der Kreativität.

Wir haben es geschafft, alle waren begeistert von unserer Aufführung und sehr überrascht uns so zu erleben. Was für ein Gefühl. Es soll unbedingt weiter gehen!!!

Danke an alle.

 

 

16.06.2011 um 15:56 Uhr

Kreativ-Party

"Was machen wir denn jetzt?"

Nachdem klar wird, das allen Mädchen in nächster Zeit von den Eltern das Taschengeld gestrichen wurde, bricht eine große Ratlosigkeit unter ihnen aus. Wie sollen wir nun die Zeit verbringen?

"In den Park gehen und Ball spielen?" fragt die Märchenfigur hinter der Schattenwand hervor. Die Märchenfigur steht als Symbol für die Kreativität. Sie ist stille Begleiterin und Beobachterin der Mädchen.

"Ohnee, wie langweilig!... Ich brauch ne neue Hose ... Ich habe hunger",rufen die Mädchen.

Ohne Geld kann man doch gar nichts machen. Ist das wahr? – Im gestalten der Accessoires für die Kreativ-Party am Ende unseres Stückes haben wir gesehen das es möglich ist, ohne Geld etwas kreatives zu schaffen. Aus Stoffresten, Bettbezügen, alten T-Shirts und allem, was Zuhause unbenutzt herumliegt (und nicht mehr wirklich gemocht wird), haben wir eine Kette und Armbänder aus gerissenen Stoffstreifen hergestellt, eine Kopfbedeckung kreiert, einen Rock aus geschnittenen Streifen aus Plastiktüten gezaubert....

Unser Theaterstück endet in einer rauschenden Kreativparty mit Musik - "Ja, selber kreativ sein, macht Spaß" und Stolz auf unsere eigenen Produkte sind wir auch.

Das Stück steht und alles nimmt nun Form an, wird real. Uns steht eine intensive Probenwoche bevor, um alle Abläufe und Texte zu festigen und Sicherheit auf der Bühne zu gewinnen.

 

 

08.06.2011 um 15:32 Uhr

Der Umgang mit der Aufmerksamkeit

Während des Sprechens von Monologen richtet sich die ganzeAufmerksamkeit in einem Moment auf eine einzelne Person. Anfangs haben einigevon uns sich gar nicht getraut, laut einen Text zu sprechen und die Augen nachoben in das Publikum zu richten. Dann hat es immer mehr Spass gemacht und wirhaben gemerkt, wir können das: einen Moment die Bühne für sich haben undversuchen diesen Moment zu genießen: Jetzt spiel ich, schaut mir alle zu!!!Wichtige Fragen waren: mit wem spreche ich?? mit einer imaginären Figur? Mitdem Publikum? Mit den anderen Mädchen/ der Mutter?

Wir haben an unserem Vorstellungsvermögen gearbeitet undgesehen, wie es uns für unser Spiel hilft. Zum Beispiel von Bergen, wo wir alsKinder gespielt haben zu sprechen und die Berge tatsächlich vor meinem innerenAuge sehen und darüber sprechen ist etwas anderes. Von einem Gefühl sprechen unddieses Gefühl in mir in diesem Moment tatsächlich zu erleben - eine großeHerausforderung.

Wir steigen tiefer in dieSchauspielerei ein und daneben, wird Kostüm, um Kostüm fertig gestellt,Anproben unternommen und an weiteren Requisiten gearbeitet. Es gilt nichts zuübersehen und Schritt für Schritt alles fertig zu bekommen für den großen Tagder Aufführung.

 

 

 

 

01.06.2011 um 15:57 Uhr

Shopping Shopping

Generation Shoppen - das Wichtigste auf Erden? Die zweite Szene: Tüten, Kisten, Klamotten, Schminkzeug, Ketten, Schuhe, Parfüm tümmeln sich auf der Bühne....alles was das Herz begehrt, dazwischen stehen die Kisten aus der 1. Szene.

Die Requisiten für diese Szene wurden über die Wochen gesammelt und selber hergestellt. Sie werden auf die Mädchen verteilt, so dass jede eine Anzahl Tüten mit Inhalt in den Händen hält. Nun improvisieren wir zu verschiedenen Arten von Musiken. Wie bewegen wir uns mit den Tüten zwischen den Kisten durch den Raum? Spielerisch soll der Inhalt der Tüten, das was „eingekauft wurde“, innerhalb der Szene ausgepackt werden und mit ihnen ein Jugendzimmer eingerichtet werden für die nächste Mutter-Tochter Szene. In kürzester Zeit steht auf einmal ein Zimmer mit gemusterten Kissen, einer roten Lampe, einem Bild, Schmuck und Schmuckschatulle auf der Bühne. Nun heißt es die einzelnen Gänge und Handlungen sich gut einprägen. Heute sind alle gleichzeitig am Werk, um der ganzen Requisiten und der Abläufe Herr zu werden. Wow, die Zeit ging schnell vorüber.

 

25.05.2011 um 15:50 Uhr

Die Schattenwand ist da

Heute wird die 4. Szene geprobt, für die wir die Schattenwand benötigen und die nun fertig ist. Hier steht sie nun, dahinter sind 2 Scheinwerfer aufgebaut. Spannend.

Die Szene: Hümera, die gerade von ihrer Mutter das Taschengeld gestrichenbekommen hat, trifft draußen ihre Freundinnen, sie fragen: Kommst du mitshoppen gehen? - Hümera wehrt alle Vorschläge der Freundinnen ab, zu denen manGeld braucht und wird am Ende als „Langweilerin“ von den Freundinnen stehengelassen.

Wir probieren die Schattenwand aus: Schatten gehen und kommen,werden kleiner und größer... klar umrissen, unscharf oder werden doppelt.

Wow, das ist ein ganz anderes Spielen – aber stehen wir hinterder Wand, sieht man ja gar nicht unsere Mimik und unseren Gesichtsausdruck! - Ja genau! Hinter der Wand müssen wir vor allen Dingen unseren Körpereinsetzen um etwas zu zeigen.

Wir werden den realistischen Text teils auflösen, um ihn"mit dem Körper zu spielen". Ein Experimentieren hinter der Schattenwand beginnt.

Während die anderen oben mit der Wand proben wird wieder in der Kreativstube wild gewerkelt. Heute werden die Accessoires für unsere große Kreativparty des Theaterstückes hergestellt. Das bedeutet: Jeder sucht sich ein Accessoire heraus,eine Kopfbedeckung, ein Oberteil, ein Schal, eine Kette, die jeder mit Sabines Unterstützung selbst fertigt und gestaltet. Es geht darum etwas eigenes zu schaffen, aus mitunter kuriosen und einfachen Mitteln, alten Bettüberzügen oder Bettlaken, Tischdecken, alten T-Shirts, Badeschämmen, Schmuck, Obstnetzen...