Fabs0rs Medien- und Gezuppelwelt

31.01.2006 um 11:42 Uhr

Pisa-Studien-Bewältigung

von: Fabse


Lang ist das ja noch nicht gerade her, als ein großer Aufschrei durch die Öffentlichkeit ging: Deutsche Schüler sind saudumm und das kann man sogar belegen! Allerorts schlug man die Hände über den Köpfen zusammen und für kurze Zeit waren alle anderen Probleme nichtig. Wer sollte bitte die Kampfjets fliegen, wenn die Deutschen sich mal aufrafften und die Holländer, sowie die Froschschenkeldiebe aus der Welt bomben würden? Was passiert wenn die mollige Frau an der Kasse bei REWE mit dem Satz des Pythagoras konfrontiert werden könnte? Und die wichtigste aller Fragen: Wie sollen die ganzen 16-jährigen Neo-Nazis ihren drei Kindern rhetorische Feinheiten vermitteln?

Diese ganze Misere schrie förmlich nach einer fixen Abhilfe contra Bildungsdefizit. Ein großes Programm zur Prophylaxe und eine schnelle Schadensbegrenzungsmaßnahme mussten her. Erste Schritte in Richtung Bewahrung des Friedens und Ansehens in der Welt nahmen sich ein Vorbild an der gängigen Praxis der Engländer: Jede dumme Sau, die noch glaubte, dass unser Bundeskanzler Adolf Hitler heißen würde verfrachtete man an die Universitäten.

Kurzerhand stampfte man dazu neue, nichtige Bildungsgänge und unnütze Abschlüsse aus dem Boden, die ein Volk von Pseudostudenten auf den Plan riefen. Hauptsache, das Pack verschwand von den Straßen und konnte in der Freizeit vor seinen Goldkettenfreunden erzählen, dass die Mitkommilitonen im Bildungsgang des Bachlor of fine retard arts heute eine neue 50cent-CD mitgebracht haben. Die Jungs, denen nicht damit zu helfen war zimmerte man Hartz IV und verfrachtete die Sachbearbeiter von Sozialamt und Arbeitsamt in neu angelegte Wartebunker. Was vorher innerhalb des Stadtbildes mit Bierdosen in der Hand rumpöbelte musste nun zusammen mit geistig anders befähigten Pechvögeln in langen Gängen warten und zwangsläufig neue Arten der Kommunikation erlernen. Dieses „Alles in einen Sack“ wurde in der Postmoderne zum lukrativer klingenden „Austausch von Kompetenzen“. Dazu noch ein „Du bist Deutschland“-Spot (etwa 100 mal am Tag in TV und Kino) und die latente, patriotische Message „Du bist genau so eine dumme Sau, wie dein Gegenüber!“ Da freute sich das Subjekt 1 wenn es durch Subjekt 2 in der unnützen Existenz bestätigt wurde.

Noch radikaler verfuhr man mit den Idioten in Spe (auch Schüler genannt) und blätterte in den Geschichtsbüchern, wie der Ausgleich der mangelnden geographischen Kenntnisse bewerkstelligt werden könnte. Lösung des Problems: Einfach alle in den Zug packen! Damit das Unterfangen mit Erfolg gekrönt sei, wurde selbst die verschmierte Regionalbahn aus dem Museum gezerrt und mit klangvollem Stadt-Land-Fluss-Namen versehen.

Aus dem RB 321 schusterten die Bahnmenschen schöne Züge, wie die Volmetal-Bahn, den Wupper-Express und andern Schrott. Flugs noch die geschundenen Pädagogen eingeweiht und los ging es nach der Jigsaw-Methode: Klasse geteilt, durch die Gegend kutschiert und bei dem anschließenden Gespräch danach gefragt an welchem Fluss denn nun die Stadt Witten liegt. Da das wunderbar funktioniert, wird der geplagte Bahnnutzer schier täglich mit den Dummblagentransporten belästigt. Sogar die Krankenkassen spielten dort dann noch schön mit, indem an den Bahnhöfen das Rauchverbot eingeführt wurde und spezielle Rauerbereiche nur an Stellen errichtet wurden, an denen Tauben den lieben langen Tag herunterkacken. Da steht nun der Nikotinsüchtige und trägt eine Schutzschicht aus Vogelkot. Die Kids, die auf Bildungsexkursion sind, sehen den Raucher und wissen neben der Tatsache, dass Münster im Münsterland liegt jetzt sogar, dass Rauchen kacke ist.

29.01.2006 um 14:32 Uhr

Deutschland feiert: Wir sind Habermas!

von: Fabse

Elender Verräter an der Dialektik! Wenn das Max und Theodor sehen würden,  wäre ein ordentliches "Auf Maul!" angesagt!


27.01.2006 um 09:04 Uhr

"Ich würde gern ein Objekt a kaufen!"

von: Fabse


Los jetzt, liebe Blogleser: Auf zum Kiosk gerannt und die neue PERSONA NON GRATA #67 gekauft. Wer wissen will, welche Drogen wo und wann zu konsumieren seien, kommt eh nicht daran vorbei meinen vierseitigen "Mann mit dem Rauschebart" in der aktuellen Ausgabe zu schmökern. Neben 130 Seiten Music n' Popculture gibt's noch ne feine CD von Cooperative Music dazu (feat. The dirty Three, Bloc Party & more). Sollte euere Bahnhofsbuchhandlung die PNG nicht im Programm führen (wider der reinen Vernunft!), so könnt ihr natürlich auch Online bestellen .

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25.01.2006 um 01:23 Uhr

FTB-Amoklauf!

von: Fabse


Zurück nach Dalarna (2005)

Oder der Kampf mit der Sneak-Preview im hiesigen Multiplex

Der Mensch an sich ist ja geradezu darauf geeicht aus purer, strunzdummer Neugier aus den heimischen vier Wänden zu rennen um sich überraschen zu lassen. Manche rennen geradewegs zu Urologen und lassen den Mediziner stundenlang die Prostata abtasten, wieder Andere fiebern dem Anschreiben des Finanzamtes entgegen und selbst Thailand-Sextouristen spielen russisches Roulette wenn eine flachbrüstige Person, mit der harten Währung geködert, mit auf das verschmutzte Motel-Zimmer genommen wird. Das Ende vom Lied ist ja zumeist immer mit einem Aufjaulen verbunden und man gibt sich überrascht im Bezug auf Klötenkrebs, Nachzahlungen und Transen! Hätte man ja auch alles mal vorher besser überlegen sollen und der Nervenzusammenbruch wäre einem erspart geblieben. Eigentlich hätte ich darüber auch mal nachdenken sollen, bevor ich bejahte, den Volkssport namens Sneak-Preview mit zu machen. Ein Überraschungsfilm also, der zum kleinen Preis einlädt entlarvt zu werden. „Da machen wir ja ma mit, wah?“, dachte ich bis zum Betreten des Kinosaales dann auch. Was da dann allerdings passierte hatte mit einem netten Kinoabend samt gemütlichen in die Sitze furzen nicht mehr viel gemein.

Anstatt sofort mit einer Malboro-Mann-Trailershow zu starten beginnt die Sneak mit einem Moderatoren-Duo, das wahrscheinlich aus der Klapsmühle auf Ibiza ausgebüchst ist. Da kannte der Stammtischfrohsinn kaum noch Grenzen, wenn das Duo-Infernale arglose Menschen aus dem Publikum angelte um mit ihnen dümmliche Ballermann 6-Partyspiele zu veranstalten oder einfach nur eine, aus einer anderen Vorstellung entrissene, Türkin mit einem Döner-Kartenspiel beglücken: Ein Spaßfaktor für Menschen deren IQ über 70 liegen mag war praktisch nicht vorhanden. Peinlich berührt schämte ich mich für die menschliche Rasse und blickte starr an mir herab, auf dass diese Wildecker Arschbuben schnell verschwinden sollten und hoffte, dass in den nächsten fünf Minuten ein atomarer Erstschlag Teutonenland zerstören möge. Irgendwo zwischen „Hihi! Mutti, ich habe mir in die Hosen geschissen!“ und vergilbten Feinrippunterhemden bewegte sich die Performance der beiden Dick und Doof-Imitatoren aus der Unterhaltungshölle. Auch nach dem Auftritt der debilen Vorhut aus Spastanien kannte das Überraschungsmoment keine Gnade und suhlte sich in „Bundeswehr is cool-Werbung“ und einem Extendet-Cut der „Du bist Doofland-Werbung“. Doch dann endlich ging’s zurück nach Dalarna:

Verbratzte Mittdreißigerin, die in Stockholm an Computern rummurkst, kommt zurück in die Provinz da Daddy seinen 70. Geburtstag feiert. Lustigerweise passiert aber jedes Jahr wenn der alte Herr Wiegenfest hält irgendetwas Schlimmes innerhalb des Dorfkosmos und auch diesmal kennt das Unglück kein Erbarmen. Nachdem sämtliches Pack sturzbesoffen ist eröffnet man sich gegenseitig Neurosen, Lebenslügen und ungewollte Schwangerschaften.

Da is er, liebe Leute: Der Gewinner des schwedischen Filmpreises 2005! Was recht nett beginnt und den Provinzmief mit einem Culture-Crash ad absurdum führen könnte um im tragisch komischen Drama zu münden, entpuppt sich allzu schnell als Sammelsurium an verschenkten Ideen und anstrengende Revue um heiße Luft. Allein um Drama zu sein fehlt es an Tiefgang und auch als Comedy, die das kauzige Dorfleben parodiert, taugt hier von vorn bis hinten nichts. Drei Schwestern, die sich gegenseitig offenbaren was am Leben der Anderen beneidenswert ist und am eigenen Sein stinkt, ein widerlicher Dorfplayboy, der Vatis Selbstmord nicht verkraften kann und eine vulgäre Gesellschaft reichen hier nicht um den Film über die komplette Laufzeit interessant zu gestalten. Man sabbelt viel, ab und an kotzt man und es wird hier und da auch geheult. Das Ende des unmelodischen Liedes bildet dann eine erschossene Katze neben einem tödlichen Herzinfakt und der Tatsache, dass man denselben Mist brabbelt wie am Anfang. Was vom Grundkonstrukt her ein unglaubliches Potenzial aufweist endet als der Streifen, der demnächst jeder Brigitte-Ausgabe mit passendem Strickmuster für Topflappen beiliegt.

2 von 10 Flaschen Schnaps

22.01.2006 um 23:40 Uhr

FTB-News: Hostel (2005)

von: Fabse




Jetzt tanzt die wilde Luzie im Kreis und täuscht starke Bemühungen vor, dass unser Ex-Troma-Mitarbeiter und Cabin Fever-Verbrecher Eli Roth eine Story ins Script gekrickelt haben könnte. Das Grundkonstrukt um das sich der momentane Box-Office Hit aus Imperialistenhausen dreht ist einfach viel zu nichtig, als dass es sich als Handlung ausweisen könnte: Drei prollige drogen– und sexbegeisterte Amis stürzen sich in einen Interrail-Trip um knackige Europäerinnen zu bummern, rumzupöbeln und Rauschmittel zu konsumieren. Angekommen in Rumänien scheint auch der Plan der unkomplizierten Triebabfuhr zunächst brillant aufzugehen, doch nach kurzer Zeit ist der erste dekadente Drecksack unauffindbar verschollen.

Was passiert wenn Harry Knowles dem Eli Roth eine abartige Internet-Seite zeigt und Quentin Tarantino das Ganze so abartig fein findet, dass er finanziell mitmischt? Der Zuschauer wird Zeuge davon, dass Herr Roth nach seinem schwachsinnsgebeuteltem Erstling doch wirklich einen abstoßenden und atmosphärisch beklemmenden Schocker auf die Beine stellen kann! Den Humor hat man kurzerhand in Urlaub geschickt und präsentiert eine Nummernrevue, bei der Mainstream-Kinokonsumenten in Scharen die Lichtspielhäuser verlassen werden um ihren Mageninhalt in der Natur zu verteilen. Die Mär um gekaufte Folter und bezahlte Exekutionen als Freizeitspaß der europäischen Perversen mit gut bestückten Bankkonten, geizt nicht mit expliziten Details von Amputationen, Bohrköpfen die rotierend in Körper dringen oder der Vernichtung menschlicher Überreste.

Was uns die Herrn Roth und Tarantino hier vorsetzen ist alles andere als leicht verdaulich! Wenn schon der Mob die kompromisslose Gewalt in Ajas Haute Tension als härteste Kost der letzten zehn Jahre anpries und dem Gore-Bauern damit anheizte, so erfüllt sich mit Hostel ein weiterer feuchter Traum für Freunde der gepflegten Abendunterhaltung. Seit dem seligen Ultra-Sicko Men behind the sun wurde nicht mehr sadistisch mit wehrlosen Körpern zu Gericht gezogen. Dass Mr. Roth diesem Film hier auch gleich mehrfach offensichtlich huldigt ist nur sehr schwer zu übersehen. Hier fühlte sich der der Trupp um Greg Nicotero mal wieder berufen, so richtig dreist abzusauen und fährt recht große Kaliber auf um die rote Suppe durch die Gegend spritzen zu lassen: Kettensägen treffen auf Finger, Köpfe werden radikal zu Bruch getreten und Frauen mehrfach mit dem Auto überfahren, bis nur noch ein matschiger Brei überbleibt.

Ja, meine Damen und Herren „Sin-City-war-ein-übler-Gewaltexzess“, hier werdet ihr angemahnt werden, die nächste Demonstration gegen verkommene Schmuddelfilme anzuleiten. Hostel sprudelt fast über vor depressiven und ausweglosen Situationen, die in rohester Form ihre Entladungen finden. Ja, liebe Gorehounds, es ist wahr: Wenn erst mal einer der Protagonisten in der rumänischen Exekutionsanlage angelangt ist, wird ohne Gnade kaputt gemacht, dass es nur so raucht! Obwohl Hostel stilistisch auf den Pfaden von Cabin Fever wandert, so wird ein Durchschnittspublikum sich in seinen Sehgewohnheiten erschüttert fühlen. Gemäß des The Exploited Credos „Sex and Violence“ kommt hier ein straighter Horror-Film um die Ecke, der das standarisierte Genre-Einerlei mit Füßen tritt. Und ja, ich bin recht angetan davon.

9 von 10 Frontalkollisionen mit dem ICE

22.01.2006 um 12:02 Uhr

Muddi, s Han is a Rockschtar!

von: Fabse

19.01.2006 um 21:25 Uhr

Etymologie der Rektalgelehrten

von: Fabse


Jeglicher Schock, der einen erahnt, sobald am Anbeginn des Tages auf das Kalenderblatt geglotzt wird hat Berechtigung in Zusammenhang der Rezeption von Anzeigen und Hochzeitsverkündungen am Kaffeetisch. Ein Aufschlagen der hinteren Seiten einer Lokalzeitung kann einem manchmal auch wirklich den Schrecken in die Glieder fahren lassen: "Was ist das denn? Scheint so als wenn der bekannte Karl Arsch der Ex-Schulidiotengilde einen brünstigen Fleischlappen geehelicht hat!"

Was genau hat man jetzt also davon zu halten? Der ewige Döhsbaddel, den man einst für seine postpubertäre Bundeswehrverehrung fast hätte lachend Vermöbeln sollen, hat anstatt einer AK 47 und einem netten Aschenbecher mit Reval-Aufdruck nun doch eine menschlich anmutende Person aus Gottes Schaffenskrise abbekommen. Da greift doch dieser doofe Spruch mit dem Deckel und dem Töpfchen auch nicht wirklich, wenn es darum geht die Realität in Phrasendrescherei zu transponieren. Jedes Lokus wird bebrillt, sollte es da wohl besser heißen. Was hat der Klerus sich dabei gedacht, als die Institution namens Ehe in die Welt gefurzt hat? „Hach, da draußen vegetieren ein paar doofe Zellhaufen rum. Die könnten wir ja paarweise eintüten, dann wird unsere Gebetsbutze voller!“

Da finden wir auch gleich die Begründung für die Ehelosigkeit der römisch katholischen Hirten: Zwei Kanzelpfeifer verwirren das volle Haus dann doch zu sehr. Und was durchkreuzt den Masterplan? Genau, der Wartburghocker pöbelt rum und macht den Kreuzzüglern das Leben mit dem Reformationsschiss schwer. Nichts gegen Emanzipation, aber das schreit doch gerade nach einer neuen, regelnden Einheit, die mit Menstruationsblut auf Papyrus geschmiert wurde. Höchstens pseudoautonome Gruppierungen könnten daran Spaß haben und im hiesigen Frauenmagazin preist man das Werk namens Bibelin an! Klar, dass der Gegenpool sich hier aus Trotz ein Snickers in die Hose klemmt und den Messdiener durchorgelt.

Das Forschungsergebnis heißt einfach nur: Doof bleibt doof und der atomare Erstschlag steht uns ja eh wieder ins Haus. Da zieht man Goethe aus gegebenen Anlass aus dem Hut.

„WER WISSENSCHAFT UND KUNST BESITZT, HAT AUCH RELIGION; WER JENE BEIDEN NICHT BESITZT, DER HABE RELIGION!“

16.01.2006 um 11:59 Uhr

Twisted Sisters-Event richtet Kritiker

von: Fabse




Gerade wenn man glaubt, der vordere Stirnlappen sei nun unweigerlich auf die Kacheln geklatscht und dem fröhlichen Amoklauf mit anschließendem Suizid stände nichts mehr im Wege, kommt plötzlich ein bunter Vogel angeflattert, der sich auf das Haupt des Positivismusgegners setzt. Nach dem initiierten Waterloo, welches der Zirbeldrüse den Abstieg zum Rektum zusicherte läutete der vergangene Samstag die Fruchternte des beschwerlichen Schleichweges namens Dekonstruktion ein. Ein finales Nullus dolor est, quem non longinquitas temporis minuat ac molliat auf den Lippen machte ich mich also daran mit der Deutschland-Premiere des Wolfgang Büld Films „Twisted Sisters“ die lukewarme Kulturmaschinerie neu zu schmieren.


Phantasmagorien niemals nicht zugetan, erwartete man nach dem wenig ruhmreichen Abgang der L’Aldila – Filmclub-Aktivitäten ein leicht verhaltenes Interesse am abendlichem Werke der Herrn Büld, Paffendorf und Neumann. Was uns allerdings dann in den Räumlichkeiten der Alten Druckerei entgegen prallte war eine recht große Schar gut gelaunten Publikums. Sämtlich Volk, dem man wohl gesonnen ist erfreute uns mit seiner Anwesenheit. Andächtig schoss mir bei diesem Anblick ein „Heilige Scheiße!“ durch die Rübe und einem warmen Yoghurtschauer im Genick schien nichts mehr entgegen zu stehen. So sollte es immer schon sein, wenn Sexploitation und Rock n’ Roll die Szenerie bestimmten. Selbst Anreisen von geliebten Ruhrgebietlern erfreuten das Herz im überschwänglichem Maße. Nach der galanten Ansage durch unser Veranstalter-Trio schlug allerdings der Technikteufel unweigerlich zu: Der DVD-Player und sein Freund namens Beamer streikten bockig.


Doch kurz bevor ich mit dem Schädel durch die Wand brechen wollte, half der überaus geschätzte Rauno aus in dem er mich kurzerhand schnappte und ein paar Häuslein weiter seinen „Der nimmt alles-Player“ schulterte. Für den Beamer-Frieden sorgte sodann Location-Chef Olli und der grandiosen Fortsetzung des rauschenden Festes stand nichts mehr entgegen. Im Falle eines Tonausfalles bot mir ein Besucher des Events die Hilfe an, mit seiner reichlichen sexuellen Erfahrung, die Erotikszenen live zu synchronisieren. Ich winkte allerdings dankend ab und bezweifelte, dass sein Wortschatz dafür genug Obszönitäten aufweisen könnte um dies zu bewerkstelligen. Was nun alles folgte, kann nur noch  als grandios betitelt werden.


Fast wie an einem dieser widerlichen Jahrmarktsautomaten, die das erfüllen aller Wünsche versprechen fühlte ich mich und es war so genial, dass man vor inneren Luftsprüngen beinahe den Schädelbasisbruch riskierte. Auch die Aftershow-Party und die Gespräche mit dem begeisterten Publikum, das uns umringte vervollständigten den Eindruck, dass uns diesmal ein richtiger Knaller gelang. Über das positive Feedback am Sonntag, das sich über uns an allen Fronten ergoss, freuen wir uns wie verrückt. Über weitere Details schweigen wir uns jetzt mal aus, und verweisen darauf, dass der Genuss dieser Megasause noch lange anhalten wird. Wir sind zurück gekehrt und ich werde alles darauf verwetten, dass es in naher Zukunft wieder mehr davon geben wird.


Leute, ihr seid super!

13.01.2006 um 13:53 Uhr

Despoten auf vier Pfoten

von: Fabse




Eigentlich hatte ich hier vor, neueste Erkenntnisse in der Medienwirkungsforschung anhand meiner aktuellen Erfahrungen mit den Kasperköppen rund um Herrn Kofler zu präsentieren, doch mein Plan wurde von einem Geschöpf vereitelt, wie man es sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen könnte. Ein außerirdisches Wesen, welches sich seit Jahrhunderten zur Aufgabe gemacht den Menschen zu studieren und zu unterjochen, wie es sonst nur einer Ehefrau gelingen könnte. Selbst frühe Hochkulturen verdonnerte es zur Knechtschaft und sein Regiment lebt auch in der Zivilisation der Neuzeit beständig fort. Der Name dieses abtrünnigen Aliens ist so unaussprechlich, dass er beim Aussprechen wohl die Hirne sämtlicher Kreaturen die ihn vernehmen könnten implodieren lassen würde. Um diesen Umstand abzumildern ersonnen sich Gelehrte, die sich dieser Gefahr bewusst waren, einen neuen, weniger einschüchternden Namen für den Invasoren des Planeten Terra: Katze!


Irgendwo zwischen dem Wahnsinn von Adolf Hitler und der Genialität eines Stephen Hawking schwankend bewegt sich der Geist dieser Kreatur, die in ihrer äußeren Erscheinung viel mehr den Anschein eines liebenswerten Hamsters im XXL-Format macht. In Gegensatz zu andern Vierbeinern, die sich über die Epochen hinaus als Freund, Helfer und sabbernde Begleiter der menschlichen Rasse kultivieren ließen, kennt die Katze höfliche Umgangsformen nur in Verbindung mit dem größtmöglichem Verweisen auf die eigene Selbstherrlichkeit. So ist es kaum außergewöhnlich, dass beizeiten (und das oftmals in Variationen eigentlich sogar immer) Kommunikation mit der Katze in Form eines Dialogs verbildlicht werden kann:


„Hey Unterprivilegierter, mir dröhnt das Gedärm nach Schleckerpampe! Mach hinne oder es gibt Ärger!“


--„Was? Mäßige deinen Ton, du bist hier nur Gast!“


„Das wollen wir mal sehen…! Hier, ich weiß was dir lieb und teuer ist und welchen Stellen deines Körpers ich das Blut literweise entziehen kann!“


--„Okay, was darf es für meinen Gebieter sein?“


Auch Arbeit liegt dem Stubentiger fern. Am liebsten zwölf Stunden am Tag irgendwo rumgammeln, schnarchen, träumen und ausgewählte Orte belagern. Wenn in Polen einmarschiert wird, so ist es dem Pflegel egal, ob nun auf einem DVD-Player, der Tageszeitung oder im Bett fremder Leute genächtigt wird. Hauptsache beim Erwachen ist das gefügige Etwas, welches Nahrung beschafft und brav die Exkremente beseitigt, wieder zur Stelle um seinen Dienst zu verrichten. Eine weitere Abart, die der extraterrestrische Despot sein Eigen nennt, ist das wahrlose Zerstören von Dingen, die nicht einzig und allein zu seiner Lebensverbesserung beitragen. Besonders Errungenschaften des Menschen, die von der 24 Stunden Katzenverehrung ablenken können, fokussiert fleischgewordene Fellanarchist schon beim neuerlichen Eintreffen in sein Hoheitsgebiet. Schon beim Auspacken eines neuen, sauteueren Marshall-Gitarrenverstärkers zeigt sich der Reichskanzler überaus interessiert: „Dieser Karton ist konfisziert! Zum eigentlichen Dingens kommen wir später noch!“ Und wie versprochen, wird die geliebte Beschallungseinheit bei belieben mit den Krallen traktiert.


Sollte der Katze Befindlichkeit durch eine schlecht ausgesuchte Mahlzeit eingeschränkt sein, zögert sie auch nicht lange und erbricht sich, auf das es auch wirklich jeder der anwesenden Vertreter der Unterrasse bemerken soll, auf sämtliche Gegenstände, die sie nicht schätzt und die für ihren Sklaven von unschätzbaren Wert sind. Am liebsten über Computerverkabelungen, auf DVD-Hüllen, in Wäschekörbe oder halt in andern Spezies Bette. Eine nicht minder verhöhnende Art, der ausdrucksstarken Unzufriedenheit ist das Kotzen an Stellen, an denen in den nächsten fünf Minuten ein Mensch barfuss hineintreten könnte. Ist dieses Klassenziel erreicht, lehnt sich Gevatter Diktator zurück und amüsiert sich darüber.


Nein Mr. Welles, nicht drei, sondern vier Beine haben die Aggressoren, die uns heimsuchen!

05.01.2006 um 23:34 Uhr

FTB-NEWS: KING KONG 2005)

von: Fabse



Wie ihr vielleicht schon bei der kleinen 2005 Retrospektive erahnt habt, bin ich bereits in den zweifelhaften Genuss gekommen, Peter Jacksons heiß erwartetes Remake, des 1933er Klassikers um den Riesenaffen zu sehen. Zweifelhaft? Genau das! Nähern wir und dem 208 Millionen Dollar Vehikel aber mal ganz langsam um herauszufinden, was da denn jetzt Sache ist.


Wir schreiben die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts und in Deutschland macht sich ein österreichischer Maler daran richtig derbe auf Kacke zu hauen und selbige in die Köpfe des Volkes zu packen. In Amiland ist man derweil mit anderen Schmopanz zu Gange: Die stets lieblich grinsende Theater-Aktrice Ann Darrow (Ja, ja, die Watts, die sich für denn Lynch schon im Schritt schubberte.) gerät zufällig an den moppeligen Filmregisseur Carl Denham, der mit seiner Crew und dem Geld seiner Produzenten auf der Flucht vor den Studioheinis ist, die seiner Idee für einen neuen Kassenflop nicht zugetan sind. Kurzerhand engagiert der gehetzte Enthusiast die Dame für die Hauptrolle in seinem neuen Film und ab geht’s nach Skull Island. Dort angekommen wird Ann auch sofort von Eingeborenen gekidnappt und dem Herrscher der Insel (Na, wer ist das wohl?) zum GV überantwortet. Der Rest ist auch soweit bekannt: Affe geht steil auf die Dame später fällt er vom Empire State Building.


The Story so far! Was macht ein Regisseur, den man allerorts als Wunderkind abfeiert und dem ein Studio finanzielle Freiheiten einräumt, bis es knallt? Richtig, er erfüllt sich seinen Kindheitstraum! Im Falle von Steven Spielberg war das ein großer, bunter und bombastischer Peter Pan-Film. Was schließlich aus „Hook“ wurde, war ein kitschiger Haufen der mit Karies sympathisierte und sich darüber hinaus als Kassengift entpuppte. Und denkt mal an Martin Scorsese : Sein „Gangs of New York“ entpuppte sich doch auch nach fast 30-jährigem Wunsch auf Realisation als ein Desaster. Da kann noch so oft der Presse vorgemümmelt werden, dass der Maestro sich hier seinen Traum erfüllt: Letztendlich sind solche Projekte zumeist einer Gattung zuzurechen, der das Publikum mal getrost den Buckel runter rutschen darf. Doch zurück zu Jacksons Affenschande.


Natürlich ist der dreistündige Film ambitioniert in Szene gesetzt und lässt sich Zeit für seine Charaktere, bevor ab der 70. Minute ein WETA-Effektgewitter sich auf der Leinwad entlädt. Doch genau hier versagt Jackson seinem Publikum sämtlichen Spaß an dem CGI-Ungetüm: Fakt ist, das ein schnell geschnittener Actionoverkill aus den Computern noch lange keinen guten Film garantiert. Ständig ist man bemüht, das Gesehene als großartig und technisch perfekt zu huldigen, doch knapp 15 Minuten, in denen nur noch Geviehch sich prügelt, würgt und rumhüpft kriegt man leichte Bedenken, ob man nicht eventuell einem Grafikdemo von Hochleistungsrechnern beiwohnt. Nonstop zelebriert hier Jackson nach einer recht langen Anlaufphase dann seine Saurierstampeden, Rieseninsektenattacken und Affenprügeleien, dass einem nur noch das Kotzen oder Schlafen als Gegenmittel ins Bewusstsein gerufen wird. Ja, der Riesenaffe ist sein Star und er lässt uns auch nicht daran zweifeln, dass seine Darstellerriege nur Beiwerk ist: Selten sah man einen so dermaßen unsympathischen Jack Black-Charakter wie Denham über den Screen flitzen, noch nie war Naomi Watts so klar als optisches Beiwerk zu erleben und einen Adrien Brody als Actionhelden vorzuführen war schon im Gedanken eine Zumutung. Wenn dann noch der deutsche Untergängler Thomas Kretschman als Prochnow-Pendant aufmarschiert wird einem noch übel. In der dt. Fassung synchronisierte sich der Exportschlager sogar noch selbst, was an Peinlichkeit und unfreiwilliger Komik selbst Nulpen wie Diane Krüger oder Franka Potente den Rang ablaufen sollte. Da retten selbst die gelegentlichen In-jokes, wie eine Kiste mit dem Sumatra Rat Monkey nicht mehr viel. Wirklich schlechtes Popcorn-Entertainment serviert der Herr der Ringe- Macher uns hier zwar nicht (Da gibt’s beileibe wirklich schlimmere Aspiranten um den Asiknüppel 2005), doch die Affenmär entpuppt sich als PJs miesester Film und als Enttäuschung des vergangenen Kinojahres.


5 von 10 Doppeldeckern

05.01.2006 um 11:21 Uhr

Der Martin, Fabse und das Tony Hawk-Geknüppel

von: Fabse

Schwer geschädigt durch Nikotin, Alkohol und täglichen Irrsinn, genossen die Patienten Tamboers und Paffendorf ihre Zeit in der Reha-Klinik bei einer Partie  Schach auf virtuellen Holzbrettern.  Einzig die Frustration in gelegentlichen Patt-Situationen verlangte es zeitweise die Medikation in Form von  Stechapfeltee zu erhöhen. Auf gute Genesung......


04.01.2006 um 17:03 Uhr

Gott, sein Ebenbild und die Genugtuung der Frankfurter Schule

von: Fabse

Es gibt Tage, an denen man vor die Haustür tritt und genau weiß, dass irgendetwas an ausgewachsenen Stumpfsinn auf einen warten könnte. Aber sich der Tatsache bewusst, dass Unheil für Hirn und Leib drohen könnte, macht man sich eben doch auf den Weg um die Bewohner der Provinz mit all ihren neurotischen Eigenschaften  zu erleben.

Irgendwo zwischen geistiger Umnachtung, Schützenverein und Elektroschocktherapie entspringt  einem Zellhaufen dann eine Art Mensch, die sich ihrer Umwelt  beizeiten versucht mitzuteilen.  Meine Nemesis  ereilte mich dann auch recht schnell beim abendlichen Bierschlürfen in einer türkischen Lokalität. Da sitzt man nun am Tisch und führt schandhafte Dialoge mit seinem Kollegen und  beobachtet mit welch unaufhaltbarer Wucht in den nächsten Momenten die Tür der Mampfbude aufgerissen wird, auf dass ein rhetorisch visiertes Prachtexemplar der Gattung  Homo Sapiens  Dementia  sich den Weg zur Theke bahnen mag.


Der erste Anwärter auf den Thron "Wie schön dass du geboren bist" ist dann auch just eine Dame älteren Semesters, an der ein Teufel namens Alkohol nicht völlig spurlos vorbeigezogen sein dürfte.
Wild gestikulierend und der Bildung ganzer Sätze abgeneigt flankiert sie dem Besitzer der Dönerhölle auch gleich was ihr Begehr sei und öffnet gierig einen Jutesack,  der durch halb verdaute Nahrungsreste  ummantelt erscheint.  Als der nette Onkel vom Drehfleischspieß ihr das Säckchen voller Bierflaschen der Marke Hans A. füllt macht sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht breit.  Natürlich ist diese Geste der Freude nicht einfach als selbige auszumachen: Es könnte auch einfach nur ein Zittern der Gesichtsmuskelatur sein, die  dem entspannendem Gesöff  entgegen vibriert.


Kurz darauf ist die Tante Fettel dann über alle Berge und die Tore der Kebabschmiede öffnen sich erneut. Weit genug sogar um den Stargästen des Abend den Einlass zu ermöglichen:  Die wundervolle Bratzolina und ihr Gemahl Don Debilo betreten die Szenerie.
Optisch sind  die  Fronten  klar verteilt und die weibliche Emanzipation  liegt irgendwo in der Ecke neben einem Fach mit verdorbenen Früchten des Garten Eden.  Der große Baseball-Cap-Hansel fühlt sich befehligt für sich und seine kleingewachsene, ihn anhimmelnde Gattin Fressalien zu ordern. Kurz entschlossen und zu jeder Schandtat an der deutschen Sprache bereit ergreift er die Gelegenheit um dem Steuermann der SS-Dönaria seine Bestellung vorzuschnattern:

"Zwei ma' Dönhäää ohne Zwübeln, mit Krautsalat und Dönersoße."
Dönersauce? Was soll denn das bitte sein? Meint er jetzt Saziki? Oder vielleicht eine andere Pampe, die die Auslage beheimatet? Möglich auch, dass mit Dönersauce  die Brühe eines entsafteten Rindes gemeint sein könnte? Wie dem auch sei: Der stets lächelnde Mann im Grill dreht dem Ranzhirn dann einfach Curry als Sauce an und gut is!
Nun hüpft der Coole vom Schulhof zurück zu seiner Partnerin, die seine äußerst männliche Form  der Nahrungsbeschaffung  bereits mit lüsternen Blicken goutiert hat.  Mit unterwürfiger Mine fragt sie dann den Meister des Testosteron: "Du, was ist denn da drüben in der Jugendkneipe los?"
Schlau wie Beppos bronchialer Auswurf halt so ist, hat er sich für solcherlei Fragen schon die Antworten auf die Handinnenfläche gekritzelt und erzählt dem Mädel, was denn dort in den Räumlichkeiten der Schankwirtschaft, die Massen anziehe:   Da spielen die Bingo. Das spielen die auch im Altersheim. So mit Zaheln. Dann kriegen alte Omas Essen wenn die da mitmachen, glaube ich."

Geil, da gibt's Essen wenn man also  Zahlen hat! Schnell fuchtel ich mir mit den Fingernägeln eine 666 auf den Handrücken und freue mich auf Sauerkraut mit Eisbein.  Ja, ja, manchmal sollte man vor dem vollzogenem GV mit Unkinderwunsch lieber rühren als das Skrotum schütteln.  Doch was ist das? Die kleine Schnecke unseres  Quells an geistiger Diarrhoe  sieht bekannte Gesichter vor der Kneipe stehen:
"Hey, da sind Steffi, Sandra und Melli!"
Jetzt dreht der  Tristan richtig auf um Isolde die ganze Wucht seiner Ablehnung für ihre sozialen Kontakte vor den Latz zu knallen: " Waaaas?! Ey, weißt du was,ey? Das sind voll die Bitschääs. Bitschääs, Bitschääs, Bitschäässs!"


Erbaut über so viel gehaltvolles Entertainment treten Martin und ich dann die Flucht an, weil wir uns  ein lautes Losbrüllen nicht länger verkneifen können.
Eine  Frage bleibt allerdings: 
Wie hat es der Kerl nur geschafft schon mit ca. 20 Jahren den aufrechten Gang zu seinem Freundeskreis zu zählen?

02.01.2006 um 23:02 Uhr

FTB-News: Harry Potter und der Feuerkelch (2005)

von: Fabse





Ja, ich gebe es zu: Habe immer noch keine Rowling-Bücher gelesen und belasse es auch dabei wenn des Potters Verkintoppung so rasant weiter an Fahrt zunimmt. Stürzen wir uns also mal in das neueste Filmwerk mit dem Zauberlehrling.

Das vierte Jahr in Hogfotz ( ich schreibe das ab jetzt so! ) gebärdet sich radikaler als je zuvor für Harald Töpfer und Co. Nachdem die Weltmeisterschaft im Quiditch durch einen Überfall von Voldemorts Anhängerschaft jäh beendet wird, setz es schon die nächste Schelte für die Jungspünde, in Form des trimagischen Turniers. Als einziger unter 17-Jähriger lost der Feuerkelch Harry Potter als Teilnehmer des Wettbewerbes aus. Neben dieser Misere regieren ab nun auch hormonell bedingte Streitigkeiten unter den rolligen Schülern.

Wie schon im dritten Teil markiert, schlägt die Serie einen mehr erwachsenen Stil ein, bei dem manche Blage vor der Leinwand sitzend laut anfängt rumzuheulen. Diesmal hagelt es sogar ein paar Tote und die Auferstehung Voldemorts ist wirklich sehenswert inszeniert. Wer den kleinen Daniel Radcliff schon immer zum brechen fand und dem Potter fieses Leid an den Arsch gewünscht hat, der wird hier diesmal richtig auf seine Kosten kommen. FX-mäßig hat man beim vierten Teil die Schraube noch etwas mehr angezogen, wenn es darum geht die ganzen Viecher und Zaubereinen realistischer aussehen zu lassen. Blog-Buster (witz komm raus!), der das Genießen leicht macht und glücklicherweise konsequent genug an Fahrt gewinnt. Zwar hält man sich laut verschiedener Stimmen nicht mehr wirklich an die literarische Vorlage, doch das ist wumpe, solange das so schön kracht wie hier. Wir sehen uns dann beim nächsten Potter wieder. Ich gebe die Hoffnung bestimmt nicht auf, dass bald nichts mehr kindgerechtes bei den Fortsetzungen zu finden sein wird.

8 von 10 weinenden Blagen im Kino

01.01.2006 um 18:43 Uhr

Bald kommt der Fabse zu euch

von: Fabse


Na, alle nen alkoholdurchtränktes Silvester-Fest genossen? Ich muss ja leider gestehen, dass mir dieses  Gedröhne ähnliche blaue Flecken wie sein Kumpane Karneval bereitet: Jeglich Pöbel, der mit Stock im Rektum darf hier mal richtig zügellos das Warzenschwein durch den Vorgarten hetzen und nachher Sachen wie "War ja ***bitte Feiergrund einsetzen*** . Da darf man das, höhöhöh", sagen. Hat so nen bisserl dann den Charme wie ein Günther Pfitzmann, der im TV bei Schmidt die wunderbar seelige Olympiade in Berlin umschwärmt. Mache ich dann demnächst auch so: "Ja, Herr Wachmeister es ist wahr. Ich gestehe drei tote Eichhörnchen gewaltsam in die 83-jährige Hartz 4-Empfängerin geschoben zu haben. Schließlich war ja Frohen Leichnam, und da darf man das!"


Okay, zu was anderem. Ich möchte euch alle herzlich einladen:

1. Euch schnellstens am Bahnhofskiosk oder direkt per Mailorder die Januar-Ausgabe des "PERSONA NON GRATA" zu kaufen! Darin erwartet euch ein großer Drogenbericht, den ich letztens zusammengestellt habe. Ordern und mehr könnt ihr hier


2. Mich bei der Deutschland-Premiere von Wolfgang Bülds Film TWISTED SISTERS zu besuchen. Die wird am 14. Januar ab 22 Uhr in unserer Heimatstadt Lüdenscheid statt finden. Genauer gesagt im Club des STOCK /ALTE DRUCKEREI (58507 Lüdescheid, Knapperstraße 53).

Hier mal die Infos + mehr zu den anderen Tour-Terminen:


Der dt./engl. Sexploitation-Thriller "Twisted Sisters" kommt im Rahmen einer Kinotour auch in euere Nähe. Wer den im März überall auf DVD erhältlichen neuesten Streich der Produktionsschmiede "Dark Black Films" vorab sehen möchte oder mich im Kino mal betrachten will(Ja, ich spiele da sogar mit ), dem seien folgende Termine ans Herz gelegt:

14.01.2006 Deutschland Premiere -Alte Druckerei -Lüdenscheid**

18.01.2006 Kino 3001 in Hamburg*

20-26.01.2006 täglich Werkstattkino München

20-26.01.2006 täglich Kommkino Nürnberg*

26.01- 08.02.2006 täglich Brotfabrik Berlin


Auch sei ein Besuch auf www.darkblackfilms.com empfohlen. Ebenfalls jetzt online: www.twistedsisters.de. Hier könnt ihr noch den Trailer und Stills begutachten. Zum Inhalt:

Twisted Sisters is a dark thriller dealing with the personal struggle between two twins. Jennifer was given everything a girl could wish for, Norah learned to survive on nothing. Now it is time for the tables to turn. Locating, stalking and mimicking the life of her sister, Norah decides it is time that she had it all .

* Regisseur und Teile von Cast & Crew vor Ort **Ich bin an diesem Abend euer Gastgeber und werde die Moderation mit dem Regisseur Wolfgang Büld gemeinsam machen. Cast & Crew Mitglieder sind natürlich auch da. Im Anschluß gibt's ne Aftershowparty mit einem Headless-DJ ( Emo, Punk und Hardcore garantiert!)


Hier noch die offizielle Ankündigung der Alten Druckerei.


Was euch hier die Organisatoren Fabian Paffendorf (Filmclub L’Aldila, Journalist, Musiker, Schauspieler!) und Chris Neumann (L’Aldila, Fotograf, Designer und Regisseur!) hier bieten, werdet ihr so schnell nicht vergessen: Erlebt exklusiv in der Alten Druckerei die Deutschland-Premiere von „Twisted Sisters“! Der neue Film des gebürtigen Lüdenscheiders Wolfgang Büld ( Regisseur u.A. von „Gib Gas-ich will Spaß, Penetration Angst und des Kassenhits Manta,Manta) begeisterte zuletzt das Publikum seiner Weltpremiere beim Spanischen „Stitges“-Filmfestival, dass Quentin Tarantino 2005 präsentierte. Erlebt noch vor den Screenings in München, Hamburg und Berlin den neuesten düsteren Thriller aus der Dark Black Films-Schmiede. Da trifft der Stil eines Brian DePalma den Kollegen Jess Franco und auch die internationale Darsteller-Riege lässt frohlocken: Fiona Horsey (Lovesick, PA) , Paul Conway (Cold Mountain, Evil Aliens, PA) und Joan Blackman (Bridget Jones 1+2) in den Hauptrollen lassen keine Wünsche offen. Auch euere Gastgeber Fabse und Chris sind in Kurzauftritten mit von der Partie! Selbstverständlich ist Regisseur Wolfgang Büld auch vor Ort und wird euere Fragen zu seinen Filmen oder Weggefährten wie Joe Strummer beantworten können. Mehr zu Twisted Sisters ( Trailer & Stuff) findet ihr unter www.twistedsisters.de Im Anschluss steigt dann auch noch eine Aftershowparty mit DJ Bassel (Ex-Root), die euch mit Alternative, Hardcore und Punkrock zum Tanzen bringen wird. Eintritt 2 Euro Beginn 22 Uhr

www.altedruckerei-luedenscheid.de

Ich freue mich euch zu sehen.