Fabs0rs Medien- und Gezuppelwelt

24.06.2006 um 21:49 Uhr

Intermission with THE STROKES

von: Fabse


15.06.2006 um 00:25 Uhr

Bücherregal: Der Tag als Rosie kam

von: Fabse



Funny van Dannen ist ein Mann mit vielen Talenten. Egal ob er eine neue CD mit seinen stets wunderbaren und ebenso witzigen wie gefühlvollen Songs aufnimmt, der Malerei frönt oder Geschichten schreibt: Der Mann ist ebenso Wunderkind wie auch Arbeitstier. Als die BILD mit ihrer Story „Die klügsten Köpfe Deutschlands“ Günter Grass auf’s Titelblatt hievten und ihn als intellektuellen Fickmeister vom Dienst kürten loderte das Feuer wo möglich in all denen auf, die Funny kennen. Sollte unserer Planet jemals einen Botschafter entsenden wollen, der den außerirdischen Besuchern das Leben hier erklären sollte, müsste unweigerlich die Wahl auf den Mann fallen, der schon vor dem 11. September ein scheiß Gefühl hatte und bei dem der Dingficker Sven Ahnung von der Welt besitzt. Der Kurzgeschichtenband „Der Tag als Rosie kam“ bietet mal wieder Funny in Reinkultur und wer beim Schmökern in diesen Texten nicht laut loslacht oder ein breites Grinsen im Gesicht trägt, kann einfach kein guter Mensch sein. Da wo Helge Schneider in seinen Romanen gerade aufhört, fängt Funny van Dannen erst an. Sind es wirklich Parallelwelten, in denen Willis Schwiegermutter durch den technischen Fortschritt stirbt, Gott die lüsternen Mönche verarscht und überfährt und in denen Joe Bürobedarfski Opfer einer Verschwörung wird? Was bringt der Survival-Urlaub im Sauerland, wenn der Kumpel vom Blitz erschlagen wird, was macht ein abgeleckter Audi in der Garage und warum kam das Unglück in die Welt? Rote und blaue Hühner mögen den Pfarrer und mit einem Album voller Pimmelbilder der Gäste kann man eine leere Flasche Schlüpferstürmer anlocken um sie zu foltern. Bei van Dannen brauchen 1000 Dinge Liebe und genau so charmant und witzig wie seine Musik und Malerei kommt seine Schreibe zu uns. Jeder Zeit intelligent, unkompliziert, kritisch, witzig und wunderbar mehrdeutig fliegt dem Leser seine Lyrik entgegen. Und wenn es sein muss krault man halt den Ehemann der Jugendliebe am Hoden oder ein Öleinfüllstutzen wird ausrangiert weil er gerne eine Vagina wäre. Sich Funny van Dannens Output zu entziehen kann keinem gelingen, der sein Herz am rechten Fleck trägt. Wenn dem Mann nicht irgendwann ein Denkmal errichtet wird, muss was in dieser Welt schief gelaufen sein.

14.06.2006 um 22:32 Uhr

Buch-Kritik: Menschenverachtende Untergrundmusik

von: Fabse



Welche Funktion übt Todesfaszination und ihre ästhetischen Aufarbeitung innerhalb der Subkulturen des Heavy-Metal aus und was steckt hinter der vermeintlichen Provokation und der oftmals angekreideten Geschmacklosigkeit dieser Art von Entertainment? In seiner unter dem Titel „Menschenverachtende Untergrundmusik?“, im Telos-Verlag erschienenen Magisterarbeit „Todesfaszination zwischen Entertainment und Rebellion am Beispiel von Gothic-,Metal- und Industrialmusik“ versucht Philip Akoto dies analytisch auszuarbeiten. Im Gegensatz zur implizierten Erwartungshaltung, den der von Funny van Dannen entliehene Buchtitel wecken mag, verbirgt sich hinter der 120 Seiten starken Lektüre eine recht terminilastige Aufarbeitung der Subkultur, die sich durchweg an soziologisch interessierte Leser richtet. Die analytischen Handwerkzeuge und Ansätze mit denen sich Akoto der Materie nähert finden sich im Strukturalismus Bourdieus ebenso, wie sie sich der kulturkritischen Theorie der Frankfurter Schule auf der Gegenseite verpflichtet fühlen. Rebellion, Generationskonflikte und neomarxistische Thesen treffen hier auf die Subkultur und eine Auswahl ihrer individuellen Sprachrohre, deren Motivation für die verwendeten Ästhetiken unterschiedlicher kaum sein könnten.

Nach einer einführenden Definition des Subkultur-Begriffes widmet sich Akoto dem Tod und Sterben in der gegenwärtigen Medienkultur. Kurze Einblicke in die ästhetischen Grenzgänge von Film, Fernsehen und Literatur der Gegenwartskultur leiten über in die „düsteren“ Welten der Musikszene bevor exemplarische Vertreter ihrer jeweiligen Unterart der Extrem-Musikszene näher beleuchtet werden. Neben den Cover-Artworks des Trash-Metal (Stichworte: Cannibal Corpse , Carcass“) wartet die Gothic- Front mit der Band Thanateros und einem Interview ihres Frontmanns auf. Inwiefern die subversiven Eskapaden der Industrial-Band Grey Wolves und ihre diskussionswürdige Symbolik zu verstehen sind untersucht der Soziologe und Metal-Musiker auch zeitweilig, bevor die politische Subversion der US-Band Sacred Reich angegangen wird. Dem folgenden Tierschutz im Death Metal verschriebenen Musikern von Cattle Decaption wird hingegen auch der unbedarfteste Leser etwas an Message vermittelt und Dissection runden die Untersuchungen im Bereich des Blac Metal ab. Gerade hier bleibt der Autor allerdings etwas oberflächlich und reißt die nordische Pagan-Bewegung weniger als erwartet an. Allein die kurz vorgestellten Ikonen der NSBM -Strömung wie Varg Vikernes, Absurd oder (bedingt) dieBand Mayhem wären ein Extra-Kapitel wert gewesen. Auch ein Abstecher in den Bereich Viking-Metal lässt Akoto missen. Gerade hier wären die fließenden Grenzen innerhalb der Subkulturbildung von Interesse für die abschließenden Untersuchungsergebnisse gewesen. Das reich bebilderte Buch schließt letztendlich mit Literaturverweisen und diversen Anhängen ab. Eine wissenschaftlich interessierten Leserschaft innerhalb dieser Kulturwelten sei diese Veröffentlichung bedingt ans Herz gelegt, da die fehlende Tiefe in einigen Punkten dann doch zu wünschen übrig lässt. Dem 08/15-Musikfreund sei ein Probelesen angeraten.

Philip Akoto: "Menschenverachtende Untergrundmusik?", Münster 2006, 117 S., Volumenpapier, 17 Sw- und 32 Farbabbildungen, br., Bibliographie, einige englische Zitate, Farbcover, ISBN 3-933060-21-4 (ISBN-13: 978-3-933060-21-1), EUR 13,80

Auch zu beziehen unter www.telos-verlag.de . Danke an Dr. Roland Seim für die Unterstützung mit Rezensionsmaterialien für Fabs0rs Medien-und Gezuppelwelt.

13.06.2006 um 13:49 Uhr

Epix Media Verleih- und Kauf-Neuheiten

von: Fabse


Aufgrund zeitintensiver Arbeiten an anderer Stelle gibt es heute Kurzkritiken zu den aktuellen Neuerscheinungen des Berliner Labels Epix-Media auf DVD.

Was geschah mit Harold Smith
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Es ist 1977. Der achtzehnjährige Vince Smith ist ein besessener Discogänger. Doch plötzlich steht seine Welt auf dem Kopf: Vince hat sich in eine Punkerin verliebt, nicht ahnend, dass es sich um Arbeitskollegin Joanna handelt. Sein Vater Harold verbringt derweil den Lebensabend vor dem Fernseher. Frau und Nachbarn ignorieren ihn, bis er zur Weihnachtszeit seine telekinetischen Fähigkeiten vorführt. Schlagartig steht Harold und seine Familie im Rampenlicht der Öffentlichkeit …

Fazit: Unterhaltsamer Comedy-Spaß vom Garfield-Regisseur, der sich für die ganze Familie eignet.

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch (einblendbar)

Audio: Deutsch Dolby Digital 5.1 & 2.0; Englisch Dolby Digital 2.0

Specials: Original Kinotrailer, Alternative Trailer, Biografien, Hinter den Kulissen, animiertes Hauptmenü und EPIX-Trailer-Show

BRUDERSCHAFT DES TODES
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Sevilla: Ein Giftgasanschlag versetzt die Bevölkerung während der Semana Santa in Angst und Schrecken. Der Buchautor Simón (Eduardo Noriega) erhält einen mysteriösen Erpresserbrief und versucht zusammen mit der Reporterin Maria (Natalia Verbeke) Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei verstricken sich beide immer tiefer in eine tödliche Verschwörung, bei der Simóns WG-Kamerad Sapo (Jordi Mollà) seine Finger im Spiel zu haben scheint…

Fazit: Netter Mysthery-Thriller, der zwar gegen Finchers The Game etwas abstinkt, doch auch interessante Momente inne hat.

Sprachen: Deutsch, Spansich

Untertitel: Deutsch, Spanisch, Englisch Audio: 2.0

Bildformat: 4:3 Letterbox

Specials: Making Of, Trailer, Bildergalerie, Biographien

Darkness Beyond
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Anno 1571: Im Auftrag des britischen Alchemisten Dr. John Dee übersetzt der Philosoph Al-Caleb einen Teil des berüchtigten Buches „Necronomicon". Dabei liest er laut die Worte der Verdammnis -- ein Fehler, für den nicht nur Al-Caleb mit dem Leben bezahlt, sondern der den Fluch der uralten Mächte auch über die kommenden Generationen bringt. 500 Jahre später: Fasziniert vom Okkultismus, liest die junge Elena im „Necronomicon". Dies ist der Beginn einer Reise in eine albtraumhafte Welt jenseits des Verstandes. Eine Gruppe mutiger Sterblicher muss gegen ein Verderben kämpfen, das älter ist als die Zeit selbst.

Fazit: Beyond Darkness zeigt sich von Anfang bis zum Ende als Amateurproduktion, die sich mit dem Lovecraft-Werk, das als Vorlage diente brutal verhebt. Bis auf ein paar Gore-FX wird hier nicht mal der Trash-Fan überzeugend unterhalten.

Sprache: Deutsch, Italienisch

Untertitel: (einblendbar) Deutsch, Englisch, Italienisch

Audio: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0, Italienisch Dolby Digital 2.0

Bildformat: 4:3

Specials: Original-Trailer, Alternatives Ende, Kurzfilm DARKNESS BEYOND (1998), Ivan Zuccon-Trailershow, animiertes Hauptmenü, Epix-Trailershow

Tropix
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Willkommen in Costa Rica, dem Land der Traumstrände und Bananenplantagen, der billigen Schönheits-OPs und dubiosen Grundstücksdeals! Hier wollen US-Geschäftsmann Guy (Thomas Scott) und seine nach einem Unfall traumatisierte Frau Corinne (Danielle Bisutti) ganz romantisch relaxen. Kaum angekommen, wird Corinne von der rassigen Solange (Michelle Jones) und ihren Komplizen entführt - Geschäftspartnern von Alex, die er um sechs Millionen Dollar betrogen hat. Als die Kidnapper Corinne in eine Dschungelhütte verschleppen, funkt es zwischen ihr und Bewacher Nicky (Ryan Barton-Grimley)...

Fazit: Greller Independent Genre-Mix, der den Schönheitswahn mit einigen bösen Spitzen karikiert.

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch

Audio: Deutsch DD 2.0 & 5.1; Englisch DD 2.0

Bildformat: 4:3

Specials: Making Of*; Entfallene Szenen*; Outtakes; Original-Trailer; Fotogalerie „Hinter den Kulissen“; Fotogalerie „TROPIX- The Movie“; Über die Crew; Über die Darsteller; Biografie Ronald Nitschke; Animiertes Hauptmenü; Epix-Trailer-Show

* mit dt. Untertiteln

12.06.2006 um 15:14 Uhr

Für die große Häsin

von: Fabse

07.06.2006 um 02:50 Uhr

Clip from Date Movie (2006) -Jinxus the cat!

von: Fabse