Wolfsgeheul

02.01.2018 um 10:24 Uhr

In der Gartenkolonie (1)

Stimmung: normal
Musik: Schlager


Es begann alles am 01. April eines Jahres, das anfangs den Anschein hatte, ein prächtiges Gartenjahr zu werden. Die kleine Gartenkolonie lag unweit einer Großstadt im fränkischen Raum. Sie umfaßte etwa ein Dutzend Gärten und der morgendliche Tau glitzerte im Lichte der aufgehenden Sonne eines vielversprechenden Sonntages. Am Wochenende herrschte in der Gartenkolonie meist reger Betrieb und die unterschiedlichsten Charaktere begannen mit der Aussaat der Früchte, welche sie ernten wollten.

Vorerst möchte ich mich auf zwei Familien beschränken und nun lernen wir sie und ihre Gärten kennen:

Eine Familie war immer bester Laune, sie lachten herüber und riefen laut, so daß es jeder in der nächsten Umgebung mitbekam, ihre gute Laune und ihre Wünsche zu den Nachbarn hinüber. Diese waren eher still und zurückhaltend, was jedoch kein Zeichen von Humorlosigkeit war, sondern davon, daß man nach dem Lebensgrundsatz handelte, nicht zu dick auftragen zu wollen, um sich überall beliebt zu machen, denn sie legten Wert auf ehrliche Freundschaften und nicht auf Oberflächlichkeit. Beide Familien hatten eine Katze. Die eine Familie legte nicht viel Wert darauf, wo sich ihr Mohrle - ein schwarzes Kätzchen - ihrer Geschäfte entledigte, Hauptsache der englische Rasen und die Gemüseabteilung des eigenen Gärtchens blieb sauber. Die Nachbarfamilie besaß einen dreifarbigen Kater, im Volksmund ein Glückssymbol, und er hieß Felix. Felix war ein wohlerzogener Kater, der wußte, wo sein Katzenklo stand, er liebte es gekrault zu werden und schnurrte dabei immer wohlig, während das Mohrle immer fauchte und die Krallen ausfuhr, sollte man sich ihr nähern, um es zu streicheln, als es im Begriff war durch den Garten der Nachbarn zu flanieren.

Die Besitzer von Mohrle hießen Teufele, es war eine Familie, welche aus drei Personen bestand, ein Ehepaar um die fünfzig, mit einer Tochter im Gefolge. Ihre Vornamen waren noch niemandem bekannt, da sie trotz aufgesetzter Fröhlichkeit sehr zurückhaltend waren in Hinsicht ehrlicher Informationen über ihre Lebensumstände und Interessen.

Die Nachbarsleute, die Felix in ihr Herz geschlossen hatten, waren die Fröhlichs, es war eine größere Familie, welche jedoch in verschiedene Winde verstreut lebte. Das Ehepaar Fröhlich war schon alt und lebenserfahren, Anfang der Achtzig und sie trafen hin und wieder im Garten mit der gesamten Familie oder mit einzelnen Angehörigen zusammen , um ihn zu pflegen oder um darin gemeinsame Grillabende und Sommerfeste zu feiern, um die familiäre Gemeinschaft zu beleben. Die Kinder des Ehepaars Fröhlich, eine Tochter und zwei Söhne, hatten unterschiedliche Lebenswege beschritten und mehr oder weniger Erfolg damit gehabt.

In den fortlaufenden Kapiteln werden Sie erfahren, wie sich das Leben der beiden Familien und das gegenseitige Verhältnis untereinander abspielte. Sie werden noch weitere Personen im Umfeld der beiden Familien kennenlernen, die ebenso eine Rolle zu spielen haben.

Es wird eine Geschichte sein, so wie sie das Leben schreibt - mit Freud und Leid und einem glücklichen Ende, welches durch ein unerwartetes Ereignis, begründet durch zwei, an der Geschichte beteiligten Charaktere, herbeigeführt wird.

Viel Spaß dabei ...

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