Nein, so leer der Geldbeutel auch
sein mag, meine Abende mit Gringel im KUZ lasse ich mir nicht nehmen. Nix da
kommt gar nicht in die Tüte!
Letzte Woche musste ich zwar nicht
auf Gringel , aber auf das zappeln-gehen verzichten und freute mich nun um so mehr
auf unseren Abend.
Die
Musik war von Anfang an Richtig gelungen, und meine Füße begannen recht
früh sich in der-kleine-Muck-manier selbstständig zu bewegen.
Um mal vorweg zu greifen: Mein
Körper meinte ebenfalls Nachholbedarf zu verspüren und schwitzte gleich für 2
Abende! Bäh bäh bäh
O. kam auch mit. Er stand die
meiste Zeit mehr am Rand, das höchste der Gefühle war ein leichtes wiegen der Hüften,
was mich an meine ersten zaghaften Discoabende erinnerteTrotzdem amüsierte er sich
an seienm Bierglas festhaltend königlich. Denn wie liesen es uns nicht nehmen ihm nach und nach die „Familie KUZ“ vorzustellen.
Sie waren nämlich fast alle da:
„Der Arzt“ – der mit großen
Schritten, die komplette Tanzfläche einnahm, ohne auch nur einen anderen zu
berühren;
seine Partnerin „das glückseelige
Grinsen“ – heute mal wieder im Tigerlook;
„Das Pony“ – heute mal wieder
schöner denn jeh *Fußnägel wieder runterroll;
„Der Trippler“ – diesmal mit weniger
Biergläsern als sonst in der Hand. Ich
war richtig gehend überrascht. Zähle ich seinen Alkoholkonsum doch so gerne
mit;
„Die Männer-WG“- zogen mal wieder
eine herrliche Show für`s Auge ab. Tanzten eng umschlungen, nahmen hier und da
eine auserwählte oder einen auserwählten in die Mitte und versprühten ihren Spaß in die Zuschauerrunde.
Gringel frischt alte Erinnerungen
auf und sprach einen Klassenkameraden an, und lies mich für die nächsten
schon-fast-sorgenergreifenden-Minuten mit O. alleine *g
„M“ und „T“ waren überraschender Weise
auch da, suchten sogar den Kontakt zu uns und tanzten mit uns. „M“ bemerkte das
ich schwitzte, wobei es ihm ja auch nicht gerade besser erging. *g
Gringel
kommentierte 3 Schweißperlen ihrerseits damit, das es heute aber auch wirklich
heiß sei, während ich aufpassen musste in
meiner Lache nicht auszurutschen.
Selbst der „Major“ war wieder da,
wenn auch leider ohne den Iren“
Ein Hallo schenkte ich dem „Brause-Mann“.
Er sah mich ungläubig an, es ratterte in seinem Hirnkasten.
„Kenne wir uns?“ „Ich habe meine
Brause mit dir geteilt“ Ein erleuchtetes Grinsen breitete sich auf seinem
Gesicht aus. Sofort kramte er hektisch in seiner Hosentasche. Ich wußte was er
suchte und bot ihm erneut eine echte Ahojbrause an. Er reichte mir das Bonbon
im Tausch gegen die auf der Zunge schäumende Geschmacksrichtung Zitrone.
Um sein Vergessen wieder gut zu
machen schenkte er mir sein Lächeln und meinte: „Jetzt werde ich dich nie wieder
vergessen, das war letztes Mal die erste Brause seit 20 Jahren!“. Ich glaubte
ihm und lächelte zurück.
So gegen halb 3 baute ich wirklich
ab. Der Flüssigkeitsmangel in meinem Körper und der Flüssigkeitsniederschlag
auf meinen Klamotten machten sich bemerkbar. Wir traten sie Heimreise an.
Doch nicht bevor wir noch ein Bild
beobachten konnten, was O. und mir besser erspart geblieen wäre. Zu meiner Verteidigung
muss ich sagen, dass ich ungern und nur überaus selten über übergewichtige
Personen lästere. Zudem ich mich ja selber nicht gerade zur Bikinifraktion
zählen kann.
Doch diese beiden Damen schrien
danach belustigend beäugt zu werden: Nr. 1 Wasserstoffblond – wohlgemerkt aggressiv
blond, darunter fast nackte Haut, hineingezwängt in ein weißes Top Marke „Presswurst“.
Sie schien aus Wiesbaden zu kommen, die beheimateten 2 Ringe waren deutlich zu
sehen. (Insider für Wiesbadner)
Die Freundin fiel weniger durch blondierte
Haare als durch der der Schwerkraft zugetanen Oberweite auf. Gegen
Körbchengröße „D“
ist bestimmt nichts einzuwenden. Aber muß sie sich denn gleich so
trappiert werden, dass sie sich der
Erdanziehungkraft zuwendet und fast aus dem ebenfalls „Marke
Presswurst-Top-in-schlankmachenden-längsstreifenbraunt" zu fallen droht?
Mir fiel nach luftringend nur der
katholische-BH-Witz ein: „Wenn man ihn hinten öffnet, fallen vorne 2 auf die
Knie“
Hach was war ich böse. Der liebe
Gott mag es mir verzeihen. Dafür trage ich mich mit dem schweren Los herum, ihm
KUZ wohl nie jdm. näher kennen zu lernen, da ich definitiv zu schweißtreibend
tanze…….
Mir kann es (fast) egal sein,
solange ich mit Gringel weiterhin so viel Spaß habe.