Zettel An Meiner Wand

20.08.2009 um 23:45 Uhr

Was sich gleich ist

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Musik: If a song could get me you - Marit Larsen

Mir fällt auf, dass sich meine Themen mit der Zeit wiederholen und damit auch die Zitate, die ich hier anbringe. Oft geht es um Zweisamkeit, Schönheit, um Liebe natürlich, um Angst und auch Zweifel. Zuerst wollte ich jedes Zitat nur einmal verwenden, aus Prinzip. ;)  Aber da mir immer wieder neue Dinge dazu einfallen, kann ich sie auch öfter wieder hervorholen. An meiner Wand würden sie auch mehrmals hängen können. Mal auf Goldpapier geschrieben, in Sonntagsschrift über dem Bett. Mal lieblos auf ein Stück Pappe gekritzelt und irgendwo hinterm Bücherregal verloren. Ich vermisse das... sobald ich eine eigene Wohnung gefunden habe, fange ich wieder damit an.

Mein erster Blick am Morgen soll auf die sonnengesäumten Worte "Wer glaubt, Engel brauchen Flügel zum Fliegen, ist eben kein Realist" an meinem Fußende fallen und zum wahrscheinlich hundertsten Mal werde ich versuchen, den ganzen Sinn dieses Zitats zu begreifen.

Wenn ich am Schreibtisch sitze und durch das kleine Dachfenster den Orion betrachte, möchte ich Wilhelm Buschs "Gewissheit gibt allein die Mathematik. Aber leider streift sie nur den Oberrock der Dinge. Wer je ein gründliches Erstaunen über die Welt empfunden, will mehr. Er philosophiert" lesen, dabei lächeln und für einen Moment meine Gedanken schweifen lassen, weit weg von berechenbaren Dingen.

Wenn ich so wütend bin, dass ich auf dem Bode liege und weine, vor Zorn über mich selbst oder mein Versagen, dann will ich den kleinen roten Zettel sehen, der ganz unten an meinem Bettpfosten klebt, der mir sonst NIE auffällt und mich durch diese Überraschung immer zum Lachen bringt: "Aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Treppen zum Himmel bauen."

Beim Blick in den Spiegel will ich diese Worte aus einem Gedicht von Hofmannswaldau bei mir haben: "Dein Herze kann allein zu aller Zeit bestehen, dieweil es die Natur aus Diamant gemacht."

Und natürlich darf Einsteins Spruch an meiner Sockenschublade nicht fehlen: "Wozu Socken? Sie schaffen nur Löcher!" *lach*

Das gehört zu meinem Leben dazu. Ein Gang durch mein Zimmer soll mich aufheitern, zum Nachdenken anregen oder auch einfach nur mal träumen lassen. Mir kommen die letzten zwei Jahre so unglaublich leer vor. Ich habe mich nicht verändert, aber ich musste mich zeitweise verstellen um die Illusion einer perfekten Beziehung für mich selbst aufrechtzuerhalten. Und das passt nicht zu mir, so bin ich nicht. Und ich habe es von Anfang an gespürt. Das erste, was mein Großvater nach meinem Umzug zu mir sagte, war: "Du bist endlich wieder zurück im Leben..." und er hatte dabei Tränen in den Augen. Ich rechne es ihm hoch an, dass er seine Meinung zwei Jahre lang für sich behalten hat, denn es war wichtig, dass ich das alles selbst erkenne und mich nicht "retten" lasse, obwohl die Versuchung groß war. ;)

Und ich fühle mich gut, ich fühle mich so frei. Nicht weil ich jetzt wieder solo bin. Sondern weil ich endlich wieder ich selbst bin. Mich nicht mehr klein mache aus Angst allein zu sein. Oh das ist so peinlich eigentlich, wenn ich daran denke, wie ich mich verhalten habe. Das passiert mir nie nie wieder. :(

Und ich habe plötzlich Vertrauen, dass alles so wird, wie ich es mir vorstelle. Okay, ich muss Abstriche machen. Den Weltfrieden kann ich wohl nicht herbeiführen. ;)  Wie ich schon mehrmals schrieb (und ich zitiere mich zum ersten Mal selbst^^): "Nicht jeder ist dazu berufen, etwas Großes zu vollbringen." Aber ich kann endlich so leben wie ich es für richtig erachte und meine Kraft in die wirklich wichtigen Dinge stecken.

Seltsam, ich wollte eigentlich auf etwas ganz ande res hinaus. *lach* Ich wollte eine Rechtfertigung dafür vorbringen, dass ich aus rein romantischen Gründenschon wieder Friedrich Hölderlin zitieren werde...

Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern, in alle Formen mich kleiden, in alle Sprachen des Lebens, um dir einmal wieder zu begegnen.

Aber ich denke, was sich gleich ist, findet sich bald.

 

Das wird ein schöner Sommer und ein wundervoller Herbst, das darf ich wohl vermuten. :)

17.08.2009 um 01:58 Uhr

Ich bin so...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Stimmung: recht gut

... verdammt schüchtern, das geht doch gar nicht. 

Ich merke das noch nichtmal selbst in dem Moment, erst Tage später, wenn ich viel darüber nachdenke. Das muss aufhören und zwar sofort. ;)

13.08.2009 um 15:29 Uhr

Entscheidung

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Entscheide dich immer für die Liebe.

(Fjodor Michailowitsch Dostojewski)

Dieses Zitat steht in meinem Februar-Eintrag. Und das habe ich wirklich gemacht. Ich habe mich für die Liebe entschieden. Dann kann doch gar nichts mehr schiefgehen. ;)

12.08.2009 um 22:04 Uhr

Neuanfang

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Ich habs tatsächlich gemacht, ich bin nun wieder Single. Fühlt sich komisch an das Wort, der Finger ohne Ring so leer. Aber es ist okay, ich kriege das hin. Es wird alles etwas schwierig sein, noch bin ich ja hier.

Aber ab nächster Woche werden die Nächte lang sein. Viel zu viel Zeit zum Nachdenken. Viel zu allein werde ich sein. Aber Orion zieht ja mit mir um sozusagen, wie damals auch. Es wird schon alles gut werden. Der Anfang ist gemacht.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Hermann Hesse

10.08.2009 um 16:48 Uhr

Phoenix from the Flames

Das war schon immer mein Lieblingslied von Robbie Williams. Bin ja sonst eigentlich nicht unbedingt sein Fan. ;)  Aber ich mag die Stimmung in diesem Lied sehr gern.

Silence shields the pain
So you say nothing
Feel they've rigged the game
And you're done with lovin'
Only you can see the darkness in the northern lights

09.08.2009 um 21:46 Uhr

Wieder ohne Titel

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Schenkt Aufmerksamkeit. Die kann man nicht umtauschen.

Klaus Klages

 

Wahre Worte. Mehr fällt mir dazu nicht ein.

05.08.2009 um 16:51 Uhr

Ohje, ein Kleid!

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Ich habe es tatsächlich getan, ich habe mir ein Kleid gekauft. Für die Hochzeit am Freitag. Natürlich nicht meine eigene. ;) Ach im Laden sah es so schön aus und zu Hause auch noch einigermaßen. Vor lauter Übermut wollte ich mich dann mal fotografieren - im Kleid.

Keine gute Idee. Am liebsten würde ich es zurückbringen. -.-

Dabei ist es so schön... schwarz mit einem dunklen lila. Es lässt die Schultern frei und fällt schön locker bis über die Knie. Ein Band mit Schleife um die Taille. Dazu habe ich einen violetten Schal. Ich glaube, der wird mich retten. Ich wickel mich einfach ganz hinein, das geht schon.

Hab natürlich ein passendes Zitat, das mir Recht gibt:

Frauen, die schon im Kleid alles zeigen, haben nichts mehr, worauf sie den Mann neugierig machen können.

Raquel Welch

 

Edit:

Hier ist es... :)

04.08.2009 um 20:44 Uhr

Komischer Tag...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Musik: Michael Bublé - Everything

... ist das heute. :(  Hab soviel gemacht und doch irgendwie gar nichts. Und viel zu einsam bin ich wieder mal. Normalerweise schaffe ich es immer einen Tag noch zu retten. Aber diesen hier nicht. So Tage streicht man am besten aus der Bilanz raus. Einfach schrecklich. Ich wünschte, die Semesterferien wären vorbei.

Nicht Unglück, sondern Langeweile ist das Gegenteil von Glück.

Stephan Lerner

03.08.2009 um 17:13 Uhr

Wieder da

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Stimmung: gemischt

Ich bin wieder zu Hause. Und auch hier bin ich wieder. Ich hoffe, ich habe jetzt mal mehr Zeit in anderen Blogs zu lesen.

Ich dachte, ab heute würde sich mein Leben grundlegend verändern. Aber es ist alles wie vorher. Vielleicht hat sich ja nur etwas in mir verändert, was auch gut wäre. Veränderungen sind was tolles - in einem gewissen Maße. ;)

Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Wahrscheinlich ist es gar nicht so kompliziert, wie ich immer denke.

Wir werden sehen. Es wird schon alles gut werden.

Zur Not warte ich einfach auf die Sterntaler. *lach*

Wahre Lebenskünstler sind schon glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.

Jean Anouilh