Anfang 40

30.07.2010 um 15:45 Uhr

Einfach so!

von: aenne

"Du hast mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Danke."

Das war gestern und heute zehre ich immer noch davon. Oh, wie schön. Ich denke an dich. Und all das, was ich noch für dich empfinde, möchte ich mir bewahren. Ich weiß nicht, ob ich es dir irgendwann mal sagen kann. Es ist erstmal schön, wie es jetzt ist.

 

27.07.2010 um 07:08 Uhr

Meine Stimmung

von: aenne

An diesem Morgen fühle ich nur eines: Enttäuschung. Ich habe von meinen Eltern eine Mail bekommen und ihre Worte verletzen mich. Warum verstehen sie mich nicht?   

24.07.2010 um 22:17 Uhr

Zeit

von: aenne

Morgen Abend ist er wieder bei mir, mein Sohn! Wie ich mich freue. Ich werde ihn in meine Arme schließen, denn meine Sehnsucht ist so riesig. Auch Sophie wartet schon auf ihn, sie vermisst den Kleinen. Als sie das sagte, spürte ich ihre Liebe für ihn. Das tat mir unheimlich gut.

Die Schulferien neigen sich dem Ende. Die Luft hat sich abgekühlt und für einen Moment glaubt man, auch der Sommer sei vorbei. Hoffentlich nicht! Schließlich steht der August vor der Tür und ich möchte noch für ein paar Tage mit meinen Kindern an die Ostsee. In meinem Kalender lacht schon die Sonne! :) 

Der morgige Sonntag wird ruhig. Allerdings muß ich endlich mal den leidigen Papierkram erledigen. Sortieren, wegschmeißen, abheften. Was sich da angesammelt hat, einfach erschreckend und so demotivierend! *seufz* Na ja, was solls. Ich kann auf zwei sehr erlebnissreiche Tage mit meiner Tochter zurück blicken. (Ich bin sehr froh, dass ich mir den zusätzlichen freien Tag genommen habe. Und ich glaube auch, für meine Tochter und mich war es gut, dass wir diese gemeinsame Zeit hatten.) Donnerstagabend habe ich eine Hotelübernachtung gebucht und freitagfrüh sind wir in die Lüneburger Heide gedüst. Wir haben unsere Zeit genutzt und die Umgebung erkundet. Der Regen hat uns überhaupt nicht gestört, da saßen wir immer gerade im Auto. Was für ein Glück aber auch! :) Abends war ich dann seit sehr langer Zeit mal wieder in der Sauna. Wie ich das genossen habe! (Nun ja, in den letzten Wochen war ja hier alles Sauna. *zwinker*) 

Sich bewußt Zeit nehmen, für Momente, die unser Leben ausmachen, prägen, bereichern, ist unheimlich wichtig. Egal, ob es nun die Gefühle sind, die wir zulassen oder wertvolle Erlebnisse und Erfahrungen (positive und auch negative), die uns in Erinnerung bleiben oder Hoffnungen, die wir hegen - gleich, ob sie sich erfüllen oder nicht. Denn es ist unsere Zeit, unsere Lebenszeit und wir sind mittendrin. 

22.07.2010 um 21:53 Uhr

Ohne Mann

von: aenne

Bin von meinem Date zurück. Und das war so schön! Wir saßen auf einer herrlichen Terasse - zum  Glück, wie sich später herausstellte, unter einem großen Schirm, da sich eine Regenfront über uns ergoß, der Kellner war süß, der Wein trocken und das Pizzabrot teilten wir uns - meine Kollegin und ich. Nicht genug Geld dabei. Eigentlich wollten wir ja nur ein Eis, ein kleines. Warum nur wieder so maßlos? Ach, eben weil frau das Leben genießen sollte, hier und jetzt, egal ob mit oder ohne Mann! Und das haben wir getan, einfach mal so!

22.07.2010 um 05:43 Uhr

*seufz*

von: aenne

In den letzten Tagen hatte ich nur "Dates" mit Mädels. Am Freitag, am Montag und am Dienstag gleich zwei (hat sich so spontan ergeben). Auf alle habe ich mich auch gefreut, denn lange saßen wir schon nicht mehr zusammen. Haben über Gott und die Welt geredet, gelacht und auch einwenig gelästert (muß auch mal sein). Und wenn ich wollte, könnte ich heute auch wieder eins haben - mit einer Kollegin. Wäre auch schön, wirklich! Nur so ein kleines, nettes oder gar romantisches Date mit einem männlichen Wesen, dem frau entgegenfiebert, würde mein Leben mal wieder aus dem Gleichklang der Dinge reißen. Hach, was für ein gedankliches Szenario! Wann wird das mal wieder sein? Wenn ich mich beeile, vielleicht jetzt - wenn ich mich doch noch mal ins Bettchen kuschle und mich ins Reich der Träume aufmache? Oh ja, wenigstens das!

22.07.2010 um 05:30 Uhr

Der Morgen graut.

von: aenne

Jetzt geht das wieder los. :( Ich kann nicht durchschlafen. Spätestens nach fünf Stunden ist es vorbei mit der Augenpflege. Dann wälze ich mich hin und her, und gelange einfach nicht mehr in das Reich der Träume. Dann kommt es wieder hoch, das Gefühl allein zu sein. Keiner, der mich auffängt, festhält, liebt. Es ist zurück - das Gefühl von Heimweh - sich nach Ankommen, menschlicher Nähe und Wärme sehnen. Was ist, wenn wenn es mir mal richtig schlecht geht, was ist wenn ..... ? Wer ist dann für mich da?   

    

21.07.2010 um 17:49 Uhr

Bambina

von: aenne

Bambina-Schokolade habe ich niemals nie zu Hause. Das Suchtpotential einfach viel zu hoch, die Nebenwirkung fatal (ich sage nur Hüftgold) und die einzige Gegenanzeige, ich habe schon eine ganze Tafel verdrückt. Also, wenn es mich danach lüstet, muß ich in die Kaufhalle. Ich kann dann nicht anders. Und nicht, dass ich auf einen genüßlichen Verzehr zu Hause warten kann, nein, die Bambina wird gleich nach Verlassen des Supermarktes aufgefetzt. Ist das nicht schrecklich? Was tun sich da nur für Abgründe auf! Mancher behauptet ja, die Bambina würde nicht mehr so gut schmecken wie damals, als es sie noch in HO und Konsum zu kaufen gab. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr. Aber egal, mir schmeckt sie immer und immer wieder. Echt lecker!

Ich bin dann mal kurz weg............Bambina kaufen! :))) 

20.07.2010 um 18:15 Uhr

Glückspfennig

von: aenne

Da liegt er nun vor mir - mein Glückspfennig! Heute gefunden, an einem wunderbaren Nachmittag.  Ich hab ihn in meine Hand gedrückt und meine Freundin meinte, jetzt wird das Glück zu dir kommen. Sie selbst war ganz happy. Ganz im Stillen dachte ich an den Glückspfennig, den ich schon habe - an meinem Schlüsselbund. D. hat ihn mir geschenkt. Damals war ich sehr berührt von dieser Geste und heute freute ich mich über diesen glücklichen Fund. (Irgendwie ist doch so ein Pfennig was Besonderes.) Es war ein Moment der Leichtigkeit. Die Sonne schien, es roch nach frischem Heu, der warme Wind streichelte und meine Freundin und ich hatten gerade eine schöne Zeit miteinander verbracht, unseren Feierabend. Wir waren spazieren, haben Eis geschleckert, Kaffee getrunken und uns einfach gut verstanden. Wir haben diesen Sommernachmittag genossen. 

20.07.2010 um 06:56 Uhr

Ohne Worte

von: aenne

"Solang man noch unglücklich sein kann, kann man auch noch glücklich sein." (Martin Walser)

"Nur wer genießen kann, kann auch lieben." (Margit Schöneberger)

"Widersprüchlich sein, ist menschlich." (sinngemäß von Peter übernommen)

"Erwartetes hält unser Leben in Balance, Unerwartetes verändert es." (aus der Serie "Grey`s Anatomy")

"Solang das Leben lebendig ist, solang ist es gut." (von mir)

"Entscheide dich immer für die Liebe." (F.M. Dostojewski)

"Für den Augenblick leben, ist oftmals genauso wichtig, wie Zukunftsträume haben."  ( ? )

18.07.2010 um 12:50 Uhr

Zur Erinnerung

von: aenne

Vor einer Woche ist die Fußball-WM 2010 zu Ende gegangen. Spanien wurde Weltmeister. Das Finale war spannend und ich denke (bin nur Laie - "Abseits" werde ich z.B. nie verstehen!), die spanische Mannschaft hat verdient gewonnen. Wobei ich sagen muß, es gefiel mir überhaupt nicht, dass so viel gefoult wurde. Ich meine, es ist ein Spiel und jeder hat fairen Umgang verdient. Nun, ich sehe das nicht nur für das Spiel im Allgemeinen so, auch die Fouls die so manch Einer im Leben abläßt, finde ich einfach nicht gut. Beschämend! Sich mit fremden Federn schmücken oder bewußt etwas in Kauf nehmen, was einem Dritten schadet/verletzt oder Tatsachen verschweigen, um sich einen Vorteil zu verschaffen, dass sind alles erbärmliche Verhaltensweisen. Ich nenne das "Mit dem Arsch an die Wand kommen." Und wenn ich was nicht leiden kann, sind das Menschen, die andere gegeneinander ausspielen, lügen oder dir ins Gesicht lachen und hintenrum lästern. Da kann ich Vermeidungsverhalten kriegen. Sicherlich hat jeder seine eigene Meinung. Wenn sie ehrlich gesagt wird, ist auch nichts dagegen einzuwenden. Aber so Mancher sollte lieber die Klappe halten und erstmal vor der eigene Türe kehren. So, das mußte jetzt mal gesagt werden! Weiß zwar garnicht so recht warum, aber vielleicht weil genau diese kleinen  Aufregungen uns so manchesmal das Leben schwer machen. 

18.07.2010 um 12:16 Uhr

P.S.

von: aenne

Zu den vorbenannten Frauen möchte ich noch etwas sagen. Keine von ihnen ist perfekt; alle von ihnen haben mit den Alltäglichkeiten des Lebens zu kämpfen; sie sind genauso hilflos, wenn sie die Wirrungen der Liebe erleben; aber eines haben sie alle gemeinsam - sie sind echt, in dem was sie fühlen und geben. Es ist eine wertvolle Lebenserfahrung, wenn man solchen Menschen begegnet.     

18.07.2010 um 09:12 Uhr

Freundinnen

von: aenne

Der Morgen ist erfrischend kühl, die Sonne blinzelt, der Himmel ist blau und wolkenlos, die Wiese feucht vom Regen in der Nacht. Ich laufe barfuß und freue mich auf den Tag. Morgen treffe ich mich mit meiner Freundin, wir wollen die neue Milchbar testen, reden und lachen was das Zeug hält. Einige meiner Freundinnen kenne ich vom Hospizverein. Es sind tolle Frauen, alle älter als ich -ich bin immer das Küken in unserer Runde-, aber an Spaß hat es noch nie gefehlt. Wir können gemeinsam reden - über alles -, wir können gemeinsam lachen - auch über uns -, wir können zu hören - das Schweigen macht uns nichts aus -, wir können weinen - gemeinsam und allein. Manchmal sitzen auch die Ironie und der Sarkasmus mit am Tisch, denn nur so lassen sich manche Erlebnisse ertragen. Wenn wir uns zum Mädelsabend treffen, dann sind das für mich immer Momente die mein Leben bereichern. Wenn ich danach nach Hause gehe, bin ich immer tief zufrieden und froh, denn die gemeinsame Zeit hat etwas Leichtes und Verbindendes an sich. Einfach schön.  

Wie komme ich zum Hospizverein? Vorab, ich habe keinerlei konfessionelle Bindung. Und Hospizbewegung hat nicht zwangsläufig etwas mit Kirche zu tun. Es wissen nicht viele in meinem Umfeld davon und wichtig ist nur, was daraus wurde. Vor 10 Jahren gründete sich unser Hospizverein. Und in den darauffolgenden Jahren entstanden eine Palliativstation und ein stationäres Hospiz. Und darauf bin ich einfach nur stolz. Das so etwas Großes möglich wurde, nachdem sich ein paar Menschen zusammen taten und sich dafür engagierten, das die Hospizidee, die sie in sich trugen, auch in die Gesellschaft - in unseren Landkreis gelangte. Und ich war dabei! Der zündente Moment lag in einem Vortrag von Heinrich Pera (Verwirklicher der Hospizidee bereits zu DDR-Zeiten und Mitbegründer des ersten stationären Hospizes in Halle/Saale und Ostdeutschlands im Jahr 1991). Nie zuvor erlebte ich soviel Menschlichkeit und Wärme in einer Fortbildung. Und es gab noch ein Ereignis in meinem Leben, was allerdings schon viele Jahre zurückliegt. Ich arbeitete damals noch als Schwester auf ITS - Neonatologie. Irgendwann starb ein Frühchen, ein Junge. Es machte mich sehr betroffen, denn ich hatte als Jungschwester noch nicht viel Erfahrung mit Sterben und Tod. Die Erinnerung an den gemeinsamen Umgang der Eltern mit dem Tod ihres Kindes, bleibt immer in mir haften - als gute Erinnerung. Ich habe das noch nie so erlebt und ich bin dankbar dafür. Sie sind bewußt und irgendwie liebevoll damit umgegangen. Natürlich war da der große, scheinbar nie zu stillende Schmerz, die Unumkehrbarkeit des Verlustes, aber auch die Liebe der Eltern füreinander und für ihr Kind. Sie haben sich leise von ihrem Sohn verabschiedet, sie haben ihn in den Arm genommen und gehalten, gestreichelt, geküßt. Ich bin im nach hinein immer noch so froh, dass wir ihnen den Rahmen dafür geben konnten (damals war das noch nicht selbstverständlich, leider). Dieses letzte Zusammensein, auch für uns als Personal, war bewegend, anrührend und erleichternd zugleich, weil durch die Reaktion der Eltern Offenheit und Nähe möglich wurde. Ich erinnere mich daran, das die Mutter für ihren Sohn ein Kleidchen für die Beerdigung nähte und der Vater einen kleinen Sarg für ihn zimmerte. Sie konnten noch etwas für ihn tun und das war so wichtig. Wichtig für das Abschiednehmen, wichtig für ihre Zukunft als Eltern.      

17.07.2010 um 22:13 Uhr

Während dem Film

von: aenne

Sophie und ich weinten - nicht nur weil die Geschichte berührte, auch wegen unserer ganz eigenen Geschichte. Ich spürte, dass ihre Tränen mit ihrem Papa zu tun haben. - Das ganze Ausmaß wurde mir aber erst bewußt, als wir im Auto saßen und später noch spazieren gingen. Ich nahm sie in den Arm, wir redeten und sie konnte nochmal ihre Tränen zu lassen. Ich hoffe, dass ich ihr einwenig helfen konnte und dass sie sich für ihre Gefühle und Gedanken nicht schämen und entschuldigen muß. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass sie recht bald mit einem unbeteiligten Dritten spricht, der auffangen kann, was aufgebrochen ist. - Und meine Tränen, meine Geschichte? Mir wurde klar, dass es noch etwas Unausgesprochenes zwischen D. und mir gibt. Eine Frage auf die ich eine Antwort brauche. In Gedanken habe ich schon die Mail geschrieben, nur als ich auf Senden klicken wollte, habe ich gewußt, die Zeit dafür ist noch nicht reif. Irgendwann werde ich wissen - jetzt! Und ich weinte um die Familie, die ich verloren habe. Wir sind kein Ganzes mehr - unwiderbringlich. Nochmal diese Tränen, die schon tausendmal geweint waren, aber wichtig, um in diesem Moment zu begreifen, dass  Geschwisterliebe, auch wenn nicht immer offensichtlich, etwas Wunderbares und Tragfähiges sein kann.

17.07.2010 um 20:21 Uhr

Nach dem Film

von: aenne

Tränen sind salzig; Wut ist bitter; Bitterkeit macht Leere; Verdrängung macht nicht frei; Vergebung ist Stärke; Liebe ist schmerzlich, wenn sie nicht berühren darf; Freundschaft und Liebe sind zerbrechlich; Lachen befreit; Leidenschaft bedeutet mit dem Herzen dabei sein; tiefe Gefühle zu lassen, macht uns menschlich, wenn auch verletzlich; Liebe ist sonnengleich, wenn sie verbindet; Trauer ist ein wertvolles Gefühl, welches uns hilft loszulassen und gleichzeitig zu bewahren.

Dieser Film, er spiegelte alles wieder, was mich in den letzten Tagen und Wochen bewegte, was ich fühlte, dachte und wünschte, nur nicht auszudrücken vermochte. Jetzt kann ich es. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass er sich mehr um seine Kinder bemüht und die Liebe zuläßt, die Vater und Tochter und Vater und Sohn brauchen, um zur Ruhe zu kommen, um frei zu sein von dem Schmerz, nicht mehr Familie zu sein.     

17.07.2010 um 14:40 Uhr

Die Widrigkeiten eines ganz normalen Alltags

von: aenne

...sind absolut egal, wenn es ans Eingemachte geht, wenn unsere Gesundheit oder gar unser Leben auf dem Spiel steht. Manchmal sind es nur Sekunden und danach könnte nichts mehr so sein, wie es mal war. Gezittert haben mir die Knie, als zwei Freundinnen und ich gestern spät abends auf einer schmalen Straße durch ein Waldgebiet fuhren und uns plötzlich zwei Autos mit überhöhter Geschwindigkeit in einer Kurve entgegen kamen. Diese Arschlöcher, habe ich Minuten später gedacht. Meine Freundin meinte, ich hätte gut reagiert, in dem ich das Auto soweit wie möglich rechts hielt. An was denkt man in solchen Momenten? An nichts, man hat nur Angst und handelt rein intuitiv. Ich war so froh, das nichts passierte.

In Anbetracht solcher Erlebnisse, wird es doch völlig egal ob man gerade eine totales Wäscheknäul (hat die schleudernde Waschmaschine gut hingekriegt *seufz*) aus einander zuppeln muß oder gerade mal wieder "Toffifee-Heißhungeralarm" - oder noch viel schrecklicher "Bambina-Freßlust" (Ost-Kenner wissen was ich meine) ist oder die scheiß Sprungfeder vom Rasentrimmer wieder weggeflogen ist (und ich maulwurfgleich die Wiese absuchen mußte) oder die pubertäre Tochter mal wieder etwas rummuffelt, weil der Morgen doch viel zu früh in der Mittagszeit liegt oder der Nachbar Spaß daran findet, Riesenunkraut zu züchten und schon in meinen Garten wuchert oder sich all die Unterlagen türmen und sich keiner bereit erklärt (das müßte ich ja sein), sie mal zu sortieren und abzuheften oder oder oder.....

Unsere Zeit hier ist vergänglich, deshalb nutze den Tag. Carpe Diem. 

P.S. Ich mach das jetzt. Ich gehe mit meiner Tochter ins Kino - Schnulze anschauen: "Mit Dir an meiner Seite".  Hach, das wird schön! ;) 

16.07.2010 um 23:51 Uhr

Melancholisch

von: aenne

Ihr, die Glück habt, haltet es fest, genießt und schätzt es. Seid froh und zufrieden, dass es in eurem Leben ist. Denn jeder Moment, in dem wir uns glücklich fühlen, zeigt uns, dass wir lebendig sind.  

14.07.2010 um 21:36 Uhr

Schockiert

von: aenne

Ein zweijähriges Kind wurde in Plauen/Vogtland von seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten schwer misshandelt. Was sind das bloß für Menschen? Warum überschreiten sie die Grenze zur Gewalt, Gewalt gegenüber einem Kind, dem eigenen Kind? Was geht in ihnen nur vor? Bei solchen Meldungen wird mir immer grottenschlecht. In solchen Momenten möchte ich am liebsten meine Kinder in die Arme nehmen, sie beschützen und ihnen sagen, ich habe euch lieb, ihr könnt mir vertrauen. Kinder brauchen dieses Urvertrauen um sich entwickeln zu können und um zu lernen, was Recht und Unrecht ist. Es liegt an uns Erwachsenen, welche Werte und Verhaltensmuster wir ihnen vermitteln. Daher glaube ich, dass die bestmögliche Gewaltprävention darin liegt, zu vermeiden, dass aus Opfern Täter werden. 

14.07.2010 um 19:32 Uhr

Song for Sophie

von: aenne

Dieser Song von Aura Dione ist mein Lieblingslied, heute und für immer. Es berührt mich, dass es ein Lied gibt, welches für "Sophie" ist. Sophie heißt meine Tochter und wenn ich dieses Lied höre, denke ich an sie und bin stolz, diese wunderbare Tochter zu haben. Sophie bedeutet "Weisheit". Nun, ob sie mal weise wird, kann ich nicht sagen, aber was ich sagen kann, sie zeigt mir, das sie ihre Mutter sehr lieb hat. Und das tut gut. Als ich sie mal fragte, ob wir mal im "Hotel Engel" (das gibt es wirklich - im Schwarzwald) Urlaub machen wollen, da meinte sie: "Ach Mama, ich lebe doch schon im Hotel Engel!" (und das liegt bekanntlich in Thüringen). Da war ich total gerührt. Ein schöneres Geschenk konnte sie mir nicht geben.

Namen - wir alle haben Vor- und Nachnamen. Unsere Vornamen bekamen wir von unseren Eltern aus den verschiedensten Gründen - Gefallen, Tradition, passend zum Nachnamen, verbindende Erinnerung, Auswahlverfahren oder Zufall. Jeder Name hat auch seine Bedeutung. Manchmal sind wir uns dieser bewußt und manchmal werden wir ihr auch gerecht, aber das dann wohl eher unbewußt. Oder gibt es eine Verbindung zwischen unserem Namen und unserer Persönlichkeit? Ob der Name wirklich unser Leben ein Stück mitbestimmt? Ich weiß es nicht. Was ich allerdings glaube, dass die meisten von uns, wenn sie sich selbst einen Namen geben könnten, gründlich und gut überlegen würden. Welcher Name paßt zu mir? Welcher Name gefällt mir? Was möchte ich mit diesem Namen ausdrücken? Soll der Name mich charakteresieren, welche Seite von mir zur Geltung bringen? Was bedeutet mir dieser Name? All das können wir hineingeben in unseren User-Namen, mit unserem Nickname verwirklichen. Dem Netz sei dank!   

14.07.2010 um 07:02 Uhr

Kopfschmerzen

von: aenne

Mir brummt der Schädel, so als hätte ich ne Ziehung gemacht. Ich bewege mich in Zeitlupe, weil mir alles schwer fällt. Ertsmal Kaffee, dann weitersehen. Hab ja noch Zeit, bis ich auf der Matte stehen muß. Meine Tochter hatte gestern Abend noch ne Auseinandersetzung mit ihrem Papa am Telefon. Sie war fix und fertig und vorallem wütend. Als ich dann mit ihm nochmal sprechen wollte (er ist ja wenigstens ans Telefon gegangen), war er auch nur böse zu mir. Ich find das so schrecklich, weil ja der Kleine gerade bei ihm ist. Auf meine Bitte, miteinander zu reden, wenn sein Urlaub mit dem Kleinen vorbei ist, ist er garnicht eingegangen. Ich hab mich so hilflos gefühlt. In meiner Not habe ich eine Freundin angerufen, wir haben lange telefoniert. Manchmal kamen die Tränen. Sie macht sich Sorgen um mich. "Brauchst du nicht", habe ich gesagt. Ich persönliche komme mit seinen Verhaltensweisen schon klar, über die Jahre habe ich gelernt damit umzugehen. Es geht nur noch um die Kinder, sie sind wichtig, ihnen soll es gut gehen. Irgendwas muß passieren, dass ist mir bewußt geworden. Sie hat zugehört, das war erstmal gut. So konnte ich rauslassen, was mich bewegt. Total fertig bin ich danach ins Bett gesunken.    

13.07.2010 um 21:03 Uhr

Wochenrhythmus

von: aenne

Scheinbar weine ich jetzt im Wochentakt, immer Anfang der Woche. Warum heute wieder? Weil B. am morgen angerufen hat und wissen wollte wie es mir geht? "Gut", habe ich gesagt und "Wie geht es dir?" - "Auch gut." - "Schön", sagte ich, "dann geht es uns ja beiden gut, nur eben getrennt." Was für ne scheiß Kommunikation! Nicht in Ermangelung der Themen, nein, da hätten wir genug Gesprächstoff gefunden, es ist diese Gefühl füreinander, das uns nicht losläßt und uns aber auch nicht finden läßt. Nach ein paar Minuten war das Gespräch beendet, ich hatte einen guten Grund: "Ich muß jetzt Schluß machen, muß los zur Arbeit." Es ging mir nicht schlecht danach, ja mir wird es langsam egal, was B. und D. betrifft. Ist "Egal-werden" vielleicht ein ernstzunehmender Prozeß, der uns hilft loszulassen und vorallem irgendwann dazu führt, für immer hinter uns zu lassen, die Tür zu schließen? Ein Prozeß, mit den euphorischen "Aufs" (Bäume ausreißen, alles wird gut) und den deprimierenden "Abs" (ich hab Sehnsucht, Kullertränchen, nochmal anrufen, nochmal schreiben), bis aus den Ausschlägen eine Null-Linie wird? Heute erst, da war sie wieder da, die Sehnsucht nach D.. Ich hätte ihm gern nochmal geschrieben - sozusagen ein allerletztes Mal. Nicht um das letzte Wort zu haben, nein, um ihm einfach zu sagen, wie sehr ich ihn noch liebe (oh man, ist das vielleicht bekloppt). Das klingt wie hinterherlaufen. Deshalb habe ich es gelassen.