Die eierlegende Wollmilchsau

11.09.2011 um 21:16 Uhr

Do or die

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Das Herz rast, die Hände sind feucht, es lösen sich Phasen der extatischen Freude mit absoluten Tiefpunkten ab. Nachdem es doch relativ - für meine Verhältnisse - gelassen zuging (hin und wieder musste ich mich hier auskotzen, um mal Dampf abzulassen), geht es nun für die Schriftlichen auf's Ende zu.

Morgen No1

Mittwoch No2

Freitag No3

Ich atme tief durch und gehe nochmal die Aufzeichnungen durch. Die Frage, die morgen alle bewegen wird, ist: kann ich aus der Aufgabenstellung einen roten Faden weben? Reichen meine Bausteine dafür aus? Genug sollte ich zusammen haben, da oben im Oberstübchen. Verschiedene Argumentationsstränge sind da. Nun heißt es nur noch abwarten, und dann: do or die (und nebenbei Beruhigungstee schlürfen *g*. Mann, das war ein Energieschub, danke nochmal an die Superschalkers, die ich vor ein paar Tagen einfach nur umarmen wollte).

Am Rande: ich tendiere zu "do". 

Ich bin wirklich gespannt, was morgen dabei rauskommen wird. 

 

29.08.2011 um 13:32 Uhr

wird es besser?

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Die Schriftlichen sind fertig zusammengefasst. Alles liegt hier, was ich brauche, wunderbar komprimiert. Ich hab für jede Prüfung einen roten Faden im Kopf. Das Letzte, was nun gemacht werden muss, ist das Strukturieren und Auswählen, welche Infos ich reinbringen möchte und was liegen bleibt. keine große Sache mehr. Und dann schreiben schreiben schreiben. Zu jedem Thema eine Fragestellung ausdenken und dazu was schreiben. Üben. Einfach nur üben. Der größte Scheiß ist hinter mir, jetzt geh ich es gelassener an. (Beleg dafür: es ist 13:30 und ich hab heute noch NIX gelernt *g*.)

Mein Körper will bei all dem nur leider nicht mitspielen. Von dem dämlichen Antibiotikum, das ich nehmen durfte, ist mir immernoch schlecht, obwohl ich Samstag die letzte Tablette genommen habe. Mein Magen spielt verrückt, essen geht kaum, hab zwei Kilo in einer Woche verloren (okay, darüber beschwer ich mich eher nicht). Immerhin hat es gewirkt, die Entzündung ist - meinem Gefühl nach - zurück gegangen. Nur könnte langsam auch die Übelkeit und der Durchfall verschwinden. Obendrein hab ich nun auch noch einen eckelhaft juckenden Ausschlag bekommen. Laut Beipackzettel auch eine mögliche Nebenwirkung des Antibiotikums. Wie gut, dass dieser Ausschlag nach der Einnahe der letzten Tablette kam. Heute geh ich zum Arzt, frage, was ich tun kann, damit diese verdammten Nebenwirkungen so schnell wie möglich abklingen, denn heute Nacht bekam ich kaum Schlaf. Ständig wachte ich vom Jucken auf - erholsam ist was Anderes.

Aber, wie sagte mein Bruder so schön: "ach, ame, wenn du nicht gestresst bist, bist du doch unglücklich, oder? Du brauchst die Herausforderung und die Schwierigkeiten, damit du alles geben kannst."
Vielleicht hatte er damit gar nicht mal so unrecht... *g* Und, wenn ich mal vom Jucken und von der Übelkeit absehe, geht es mir eigentlich wirklich gut.

 

27.08.2011 um 10:18 Uhr

blöd [oder: das Blöde löst sich auf und eigentlich geht es mir fucking gut]

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Es ist einfach blöd.

Punkt 1: mir ist schlecht. Richtig schlecht. Nicht, weil ich was Falsches gegessen hätte.. - wobei, so könnte man es vielleicht auch sehen. Nein, es liegt an dem dämlichen, verdammten, ekelhaften Antibiotikum. Zum Glück war das nun die letzte Tablette, die ich nehmen durfte. Eine mehr und mein Magen hätte sich umgedreht oder wäre geplatzt. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Mhm!
Naja, zum Glück ist die Tablettenfresserei nun vorbei und ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen wieder richtig schön fit werde. Der Entzündung geht es wesentlich besser, keine Schmerzen mehr. Nun bleibt nur noch abzuwarten, ob sie den entzündeten Teil trotzdem rausschneiden *uargh* wollen, oder ob es so dank Antibiotikafresserei passt. Wird sich in den kommenden 1-2 Wochen wohl ergeben.

Punkt 2: die unfreundliche Dame vom Prüfungsamt ist doof. Das habe ich jetzt so beschlossen. Alle mündlichen Termine gefallen mir ganz gut - bis auf einer. Der liegt einfach bescheuert. Richtig daneben.  Am 17.10. Prüfung und dann gleich am 20. wieder. Klar ist das machbar - aber wenn es die Möglichkeit gäbe, es ein wenig zu strecken, wäre das für meine Nerven gewiss auch nicht schlecht. Nech? Vor allem, da der Prüfungszeitraum bis zum - haltet euch fest 4. geht! Jaaa, bis zum 4.11. ist der Zeitraum für die Mündlichen. Insgesamt vier Wochen sind für vier Mündliche vorgesehen.
Warum liegen dann meine vier Mündlichen innerhalb von 2,5 Wochen...? Hmmmm...
Natürlich hätte das Vorteile: ich wäre schneller fertig. Ich hätte nach nur neun Tagen drei Prüfungen abgehakt.
Aber wie sehr ginge das auf die Nerven? Ich mache seit Mai kaum etwas Anderes als lernen. Und im August gab es genau drei Tage bisher, an denen ich nichts gelernt habe.
Tja, wär es nun also besser, noch einmal vor diesen drei Prüfungen richtig Stress zu haben und dafür früher fertig zu sein, um sich früher erholen zu können?
Oder wäre es besser, das Ganze zu strecken, um zwischendurch zum Durchatmen zu kommen?
Ganz ehrlich: keine Ahnung. Beides hat Vor- und Nachteile.
Ein entscheidender Vorteil: der Prüfer, dessen Termin so blöd liegt, ist flexibel. *chrchrchr* "Du, mir ist es egal, wann wir die Prüfungen machen. Ruf kurz an, dann besprechen wir das." Ich falle auf die Knie vor ihm (wobei er auch noch nicht als Prüfer eingetragen ist - am Ende haben sie ihn mir "weggenommen" und ich werde zu Herrn K. gesteckt, dessen Themen absoluter Crap sind *waaaaah*. Hey, ein wenig Theatralik muss sein!). Nun muss ich also später anrufen und mich kurz mit ihm absprechen. Frage Frage Popage: will ich diese eine Prüfung in der letzten Woche haben, damit es etwas mehr gestreckt ist? Oder will ich drei Prüfungen innerhalb von 9 Tagen weg haben und früher durchatmen können? 

Tja... Denken, denken, Popenken. Was will ich? Es bleibt spannend!

 

Btw.: wer denkt, dass ich gerade hysterisch hyperventilierend und heulend hier sitze, hat meine Dramatisierungen etwas zu ernst genommen. Ich bin wieder vollkommen ruhig und relaxed, es geht mir sogar gut (whow!). Ich hatte heute einen absolut genialen (ich sag euch - g e n i a l !) Einfall für Schriftlich1. Wirklich wirklich g e n i a l ! Das beflügelt, oh ja. Gleich geh ich in die stadt, ein paar große Blätter kaufen und dann male ich den Einfall als Mindmap auf. Aber dafür brauche ich Platz. Viel Platz. Und wenn das gehen sollte, wenn meine Idee in sich logisch sein sollte, dann dann dann.... Wohoooooo! I'm such a genius! *lach* [zur Sicherheit sollte ich aber vielleicht doch nochmal mit dem Prof darüber sprechen. Nicht, dass ich am Ende wegen einer riskanten Idee durchfalle ^^.]

So, ab in die Stadt, Papier kaufen. Und dann auch mal Sozi fertig machen. Das wollte ich eigentlich bis morgen geschafft haben. Ganz ehrlcih: das kann ich mir abschminken - weil ich heute den ganzen Tag lang an Schriftlich1 arbeiten und das fertig fertig fertig machen werde! Muahahahaahaha.

[Ja, es geht mir gut. Wirklich.]

 

25.08.2011 um 10:15 Uhr

Noch 2,5 Wochen

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Nur noch 2,5 Wochen. Langsam wird es wirklich wirklich eng. Ich will mindestens eine Woche zurücklehnen und entspanntes Auswendiglernen, ohne weiter nachlesen oder zusammenfassen zu müssen. 

Thema 1
(fast) fertig exzerpiert (drei Texte stehen noch aus - will ich die wirklich auch haben?).
To do: Zusammenfassungen sortieren --> Handzettel nach Themen machen, Mind-Map anlegen. (Zeit: 2-3 Tage)

Thema 2:
fertig exzerpiert.
To do: heute fertig auf Handzettel bringen. Dann ist es fertig strukturiert, um gelernt werden zu können. (Zeit: heute)
--> Done, perfekt erledigt, ich klopfe mir stolz auf die Schulter.

Thema 3:
erst angefangen zu lesen.
To do: alles durchlesen (Zeit: 2 Tage ?)
To do²: zusammenfassen - bei Bedarf Handzettel, hier aber nicht so wichtig (2-3 Tage ?).
To do Today: Text 1+2 kurz zusammenfassen.
Done Today: Text 1+2 gelesen (~80 Seiten)

 
Mein Gott... Langsam wird es wirklich richtig ernst. Und langsam müsste ich auch nach den mündlichen Themen schauen. Argh..

--> ich hätte doch nicht nach den mündlichen schauen sollen. -.-

 

22.08.2011 um 21:40 Uhr

des Wahnsinns?

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Mir wird gerade bewusst, was heute passiert ist:

100 Seiten durchgeackert - gleich werden sie noch fix zusammengefasst (das sollte nun schnell gehen). Zudem beim Zahnarzt gewesen und die tolle Mitteilung erhalten, dass ich eine eitrige Entzündung im Oberkieferknochen habe (die dezent - höllisch - weh tat). 

Wenn es einen Gott gibt, der sich gerade darüber scheckig lacht, dass ich mit einer Enzündung und unter Antibiotika lernen darf, dann versohl ich dem Kerl den Hintern, sobald ich vor ihm stehe!

 

22.08.2011 um 14:19 Uhr

Klarheit danach

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Und dann setzt man sich wieder hin, atmet tief durch, versucht die Atmung zu beruhigen. Man wischt die Tränen weg, richtet sich auf und nimmt den nächsten Stapel Literatur zur Hand - sieht ihn durch - sortiert ihn - und macht einfach weiter.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie routiniert man nach einem hysterischen Ich-schaff-das-nicht-Anfall weiterarbeiten kann...

 Ob ich es schaffe oder nicht weiß ich in drei Wochen - und keinen Tag früher.

 

22.08.2011 um 12:21 Uhr

einmal kurz tilt

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Ich schaff's nicht. Ich schaff mein Diplom nicht. Ich schaff den Stoff niemals. Nur noch drei Wochen - das sind drei Wochen zu wenig. Ich schaff's nicht. Ich schaff das nicht...

 

04.08.2011 um 22:09 Uhr

grenzdebil

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Mit dem Lernen ist es wie mit dem Sport: anfangs läuft es locker flockig, die Kraftreserven sind noch frisch. Nach einer Weile aber beginnen die (Gehirn-)Muskeln zu schwinden, es fällt immer schwerer, man lässt nach. Jeder kleine Meilenstein wird zur Tortur. Und dann, irgendwann, ganz plötzlich, kommt der Moment des Grenzdebilen: da bemerkt man gar nicht mehr, was man tut und wandelt eigentlich auf einer ätherischen Sphäre, bei der alles mit ungeheuerlichen Leichtigkeit von der Hand geht. Das Einzige, was daran später noch erinnert, ist der Muskelkater am nächsten Tag (in meinem Fall: gnadenlose Verspannung der Rückenmuskulatur - jaaa, in den Pausen bewege ich mich brav und dehne meine verspannten Muskeln. Hilft trotzdem nix. Fucking Rücken. Ich wittere Sabotage! Der will meinen Plan, die Weltherrschaft an mich zu reißen, zunichte machen. Erinnert euch an meine Worte, wenn ich irgendwann - von meiner eigenen Rückenmuskulatur - ermordert aufgefunden werde!).

Wo war ich? Ach ja...

Ich nähere mich dieser Grenze des Debilen. Seit 12 Stunden (zwölf Stunden) (jaaa, ich mache brav Pausen, keine Sorge) sitze ich da und exzerpiere diese Texte. Ich spreche auch schon mit ihnen. "Was sagst du da? Ne, find ich nicht. Bist du dir sicher? Ach komm, das hast du dir doch gerade eben erst ausgedacht, gib's zu!" - ein leicht wahnsinniges Lächeln auf meinen Lippen.

 

04.08.2011 um 17:22 Uhr

Sprache?

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich ein Theraterstück durch eine dicke Glasscheibe hindurch betrachten. Ich sehe die Schauspieler, die Requisiten, aber höre keinen Ton. Ich verstehe grob die Handlung, kann entziffern, worum es in etwa geht. Aber die Kernaussage des Stückes, die bleibt mir verwährt. Was bleibt sind jede Menge Interpretationsmöglichkeiten.

 

03.08.2011 um 22:01 Uhr

umfallen

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Die Ferien haben begonnen - und nun geht es erst so richtig los mit dem Lernen für die Prüfungen. Um 10:00 fing ich heute an, um 21:00 beschloss ich, dass die Kultur*Theorie mich für den Rest des Tages gepflegt mal gern haben kann. Zwischendurch natürlich Pausen - zum Beispiel zum Chinesen wandern und lecker Essen besorgen, nom nom nom. Oder mit einem Kumpel fast eine Stunde lang telefonieren. Oder eine Raucherpause, während es in Strömen regnet (dabei natürlich den Kopf zum Fenster raushalten und sich wie scheckig über den Regen freuen, während schnell ins Trockene rennende Passanten nur irritiert in mein strahlendes Gesicht schauen)...

So abwechslungsreich der Tag auch war - ich bin fix und fertig. Zwischendurch hatte ich wieder einen "Panik-Anfall". Mir fiel die Bezeichnung für meine Macke wieder ein: Imposter-Syndrom. Aber es war aushaltbar, es war machbar, trotzdem weiter zu lernen. Meine Taktik geht auf. Noch nie war ich so - für meine Verhältnisse - gelassen beim Lernen. Wie der Straßenkehrer in "Momo": Schritt für Schritt für Schritt... Auf das Heute konzentrieren, auf das, was genau jetzt ansteht, was genau jetzt schaffbar ist, was sich jetzt anbietet, worauf man am meisten Lust hat und was gerade gar nicht geht. Was morgen ist, ist erstmal egal. Und auch, dass der 12.09. nicht mehr weit weg ist. So bald man den Blick hebt und den ganzen Berg an Arbeit sieht, fällt man tot um und denkt, dass man das nie schafft. Wenn man aber nur die Felsen anschaut, die jetzt vor einem liegen, räumt man einem nach dem anderen weg. Ohne Panik. Ohne Stress. eins nach dem anderen. Ein Text nach dem anderen. Bei Gelegenheit fotografiere ich den Literaturberg für die Schriftlichen trotzdem mal. Einfach, um zu wissen, was ich das gerade alles schaffe *g*.

Und bis dahin:

Im Hier und Jetzt bleiben. Schritt, für Schritt, für Schritt...

23.07.2011 um 19:12 Uhr

Erkenntnuss des Tages

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Sollte man vom Lernen wahnsinnig werden können, bin ich auf dem besten Weg!

Muah. Rosinen! Muah! (sic!)

 

 

 

18.07.2011 um 22:53 Uhr

Halbiert

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Es ist ein abartig geniales Gefühl, wenn sich die Literaturliste plötzlich bei einer Prüfung nicht nur halbiert hat, sondern plötzlich genau auf das ausgerichtet ist, was einen interessiert und Spaß macht.

Nicht zu vergessen: dass ich über die Hälfte dieser Liste bereits in meinem schönen, schönen Exzerp zusammengefasst habe. 

 

Wer bin ich, und was ist mit der unsicheren ame passiert? Nevermind... ;)

 

16.07.2011 um 16:50 Uhr

Zwischentiefen

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Um 08:00 bin ich aufgewacht. Eigenartig ist es, da ich eigentlich eine Langschläferin bin. Aber heute morgen stand ich - nach einer halben Stunde - auf, machte Kaffee und setzte mich an das Buch, das ich gerade zusammenfasse. Das Buch, das mir gerade etwas Sorgen macht. Es sind insgesamt 250 Seiten und, tja, wenn man pro Seite ca. 10 Minuten braucht, kann man sich ja ausrechnen, wie lange ich für das gesamte Buch brauche. Viel zu lange.

Also ging ich nochmal das Inhaltsverzeichnis durch, rechnete mir aus, wie lange ich für die einzelnen Kapitel brauchen würde und legte mir einen Arbeitsplan im Kopf zurecht. Was war wohl besonders wichtig, was eher vernachlässigbar? Prioritäten setzen! Heute wollte ich das vierte Kapitel (30 Seiten) schaffen. 30 Seiten - das heißt, in etwa fünf Stunden - Pausen nicht mit eingerechnet. Mehr als genug für einen Tag. 

Um 14:00 legte ich den Kopf auf den Tisch und lachte. Ich hatte es geschafft, genau fünf Stunden später! Nur mit einem kleinen ungeplanten Unterschied: zwischendurch hatte ich abgewaschen, die Wäsche gemacht und gekocht. Eine Stunde "Unfug" konnte ich also getrost von den fünf Stunden Arbeiten abziehen. Vier Stunden für 30 Seiten. Ich war entzückt, mehr als das, ich war in einer Hochstimmung, wie es sie selten gibt. Dieses eigenartige Gefühl, wenn das Lernen Spaß macht und eine wunderbare Befriedigung ist. Umwerfend.

Um 16:00 krabbelte ich nach einem heißen Entspannungsbad aus der Badewanne und nun sitze ich hier. Die Arbeit für heute, die ich machen wollte, habe ich geschafft und zufrieden streiche ich die Themen im Inhaltsverzeichnis durch. Das fünfte Kapitel - 20 weitere Seiten - werde ich erstmal hinen anstellen. Das sechste ist wichtiger - und gleich auch mal geschlagene 50 Seiten lang. Neun Stunden habe ich mir für dieses lange Kapitel ausgerechnet. Neun Stunden - zwei Tage Arbeit. Schätze ich. 

Grinsen schenke ich mir nochmal einen Kaffee ein und rufe das Dokument auf, in dem nun auf 50 Seiten meine bisherige Zusammenfassung ist [nein, nicht alles heute gemacht *g*]. Ich denke, zehn Seiten könnte ich jetzt noch schaffen, bevor ich mich später mit einer Freundin treffe. Frohes Schaffen, auf auf! 

 

10.07.2011 um 11:22 Uhr

Rückblick

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Eine verdammt gute Woche, ja. Viel geschafft, viel gelernt, viel getan, viel erlebt. Es ging mir gut diese Woche. Ausgelastet, aber nicht überlastet. Gut war das. So kann die nächste Woche gern weiter gehn.

Heute muss ich dann aber doch eine kleine Auszeit nehmen. Ich hab höllische Rückenschmerzen, seit zwei Wochen langsam aufgebaut, erreicht es langsam wieder den Höhepunkt. Sitzen tut ziemlich weh, ebenso stehen. Liegen geht - aber eine heiße Badewanne wird wohl noch die beste Option sein. Ärgerlich war es, als meine Rückenschmerzen sich in meinen Traum geschlichen hatten. Ich habe geträumt, einen Unfall gehab zu haben und rannte wegen des Umfalls (bei dem ich mit voller Wucht auf den Rücken fiel) den ganzen Traum lang mit Rückenschmerzen rum. 

Drei mal darf man raten, wer nach dem Aufstehen vor Schmerz erstmal aufheulte. Ich hab mich während dem Schlafen total verkrampft.

Ergo (nach ausgiebigem, genüsslichem Frühstück):
Badewanne, ich komme!

[Auf die kommende Woche!]

 

09.07.2011 um 12:29 Uhr

ins kalte Wasser

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Nachdem ich gestern Abend hundemüde ins Bett gefallen und schnell eingeschlafen bin, träumte ich wunderbar.

Ich träumte von [m]einer mündlichen Prüfung. Ich wusste nicht, was für eine Prüfung es war - ich wusste nicht, worum es gehen würde. Ich war vollkommen unvorbereitet, weil ich nicht gezielt auswendig gelernt hatte, aber ich war wunderbar gelassen und ruhig. Ich dachte: "Du schaffst das. Du hast deinen Verstand, mehr brauchst du nicht - du schaffst das."

Und dann begann eine Prüfung, wie ich sie bisher noch nie erlebt habe. Es war nicht das blinde Wiedergeben von auswendig gelerntem Wissen, das nicht zu mir gehört und das man so leicht wieder vergisst. Bulimie-Wissen nenne ich es: zuerst stopft man sich alles in kürzester Zeit rein und sobald man es in der Prüfung rausgelassen hat, ist es wieder weg. Aber in diesem Traum war es anders. Ich gab etwas in mir wieder - inkorporiertes Wissen, wenn man so will. Ich war ganz bei mir, gelassen und ruhig.  Da war kein Bulimie-Wissen, sondern ein unendliches Netz aus Gedanken, das in den letzten fünf Jahren entstanden ist und mit dem ich alles beantworten konnte.


 

07.07.2011 um 13:10 Uhr

Der Anfang vom Ende

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Dramatischer Titel?

Ja.

Sie erwarten Drama, Zusammenbrüche, Ausraster und Endzeitstimmung?

Heute nicht.

 

Ich habe mich für die Diplom-Prüfung angemeldet und das muss ich festhalten. Bei der Gelegenheit erfuhr ich meinen bisherigen Durchschnitt (der leider leider nicht in die Note reinzählen wird): 1,3. Mit vor Stolz geschwellter Brust und innerlich herumhüpfend ging ich in die letzte Vorlesung der Woche, ein Gedanke immer wieder im Kopf: Ich bin bald fertig, das Ende ist Nahe, es ist der Anfang vom Ende und gerade scheint er wie der schönste Anfang aller Enden. Es wird alles zusammen laufen, was ich mir in fünf wunderschönen Jahren erarbeitet habe. Ich werde ein Diplom haben - ein D i p l o m ! Das Wort schmeckt köstlich auf der Zunge. Ebenso das Wort "erarbeiten". Denn es hat einen Beigeschmack von "verdient". Zusammen ergibt sich eine wunderbare Mischung. Ich liebe sie. Ich freue mich wie blöd, obwohl ich Panik haben sollte. Aber die habe ich nicht. Ich bin nur in Aufbruchstimmung, erfüllt von einer unglaublichen Lust auf diesen Endspurt. 

Ich bin bald fertig. Fünf Jahre. Erarbeitet. Verdient

 

08.06.2011 um 20:04 Uhr

klarer Fall

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Klarer Fall von "rockt"!

Gut war das. Nun warte ich noch auf den zweiten Schein, der noch aussteht und hoffe, dass er auch so verdammt gut ausfällt.
- "Aber da ist doch ein Minus hinter der Note. Ärgert dich das nicht? Hättest du nicht lieber eine glatte Note gehabt?"
- "Nö. Ich bin mehr als zufrieden und glücklich."
- "Wundert mich."
- "Mich auch."

Mein Bruder ist cool *lach*.  Früher hätte ich überlegt, wie ich wohl eine glatte - perfekte - Note bekommen hätte. Heute denke ich: hey, ist doch sowas von geil, wie es ist! Erfolg in doppelter Hinsicht.

Rockt. Und Ende Juni hoffentlich nochmal ^^.

 

24.05.2011 um 17:36 Uhr

Gas geben

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Heute Einführungsgespräch beim neuen Chefe (hier wird er nur noch Chefe heißen, auch wenn er zugleich noch Dozent ist und ich auch bei ihm Seminare belege - er ist nun Chefe!) für die HiWi-Stelle. Erst in zwei oder drei Wochen fang ich an, davor hätte er sowieso nix für mich. "Cool", denke ich mir - noch zwei Wochen, in denen ich etwas mehr Zeit für meine Lektüre habe. Und - er hat mir den September frei gestellt, damit ich für die Abschlussprüfungen lernen kann. "Da wirste eh keinen Kopf haben, ne? Da lassen wir dich mal schön daheim vor deinen Büchern sitzen", grinste er. Vielen Dank! :)

Ich finde es wirklich unglaublich, wie viel wir bei diesem kurzen Gespräch rumgeblödelt und gelacht haben. Ja, ich freu mich auf den Job und nein, eigentlich will ich nicht erst im Juni anfangen. Ich hab schon jetzt richtig Lust darauf, weil es so angenehm dort ist mit Chefe und seiner anderen HiWi und sowieso. Ich freu mir.

Des weiteren Themen für die mündliche Prüfung nochmal besprochen. Und, ach herrlisch, zu beiden hab ich schon Aufzeichnungen und Zusammenfassungen, hieße: rauskramen, nochmal durchschauen, vielleicht nochmal das ein oder andere Buch dazu nehmen und feddisch! Zur Hälfte ist die Vorbereitung der ersten mündlichen Prüfung also abgeschlossen. Muss ich erwähnen, was für ein Steinchen mir vom Herzen fällt? Nö...

Nun muss ich aber schon wieder weiter lernen, obwohl ich heute von 07:30 bis 17:00 unterwegs war. Morgen Seminar bei Chefe und er meinte bei der Verabschiedung noch, dass er sich auf mich verlasse, weil alle anderen den Text vermutlich eh nicht gelesen haben (sehr viele Seiten auf Englisch - da drückt man sich gerne drum. Ich übrigens auch. Aber wofür gibt es die Aufzeichnungen vom letzten Seminar zum gleichen Thema? Genau!). Jedenfalls krame ich nun meine alten Mitschriften raus, schau nochmal die Sekundärliteratur durch, um dann morgen brav im Seminar von ihm zu sitzen. Irgendwie ist es verdammt motivierend - auch nach so einem verdammt langen Tag - wenn jemand sich auf dich verlässt, weil er es dir zutraut.

 

21.05.2011 um 15:20 Uhr

Enge in der Brust

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Die Uni raubt mir gerade geringfügig den Verstand. So viel zu tun, so viel zu tun. Ich hab bereits vier von sechs Lektüreseminaren (so gut wie) abgehakt. Ob ich die letzten beiden Texte auch noch lese, weiß ich nicht. Den einen hab ich bereits vor einem Jahr gelesen - nochmal auffrischen, was darin stand und weg sind 50 Seiten. Der andere - auch die Konzeption ist mir bekannt. Zwar nicht dieser Text, aber worum es darin geht. Nur, dass diese Informationen für's Diplom wichtig sein werden. Mal sehen, was ich hier noch lesen werde und was nicht.

Zum Schluss bleibt leider immernoch eine Hausarbeit aus den Semesterferien. Wir erinnern uns? Sie ist fertig - ich muss sie nur überarbeiten, korrigieren lassen und ab damit. Und da kommt, wie immer, das alte Problem, das ame immer bei Hausarbeiten hat: sie bäumt sich wie ein unbezwingbarer Berg vor mir auf. Dabei ist sie nur ein Kieselstein. Eigenartig, wie die Gefühle manchmal die "Tatsachen" verdrehen und wesentlich bedrohlicher erscheinen lassen, als sie eigenlicht sind. Eine Enge in der Brust breitet sich aus, obwohl das Vorhaben alles andere als unbewältigbar ist. 

Ich komme nicht drum herum: ich muss die Arbeit aufrufen, noch einmal durchlesen, sie dann - wenn möglich - nochmal mit meinem Bruder durchgehen (ich sehe Fehler kaum noch, bin zu "dicht" am Thema dran), ausdrucken und abgeben. Das ist nicht mehr viel, das wäre in ein paar Stunden erledigt. 

Wäre da nicht die Erschöpfung und die unglaubliche Enge in der Brust. Das Problem sollte ich bearbeitet haben, bevor ich meine Diplomarbeit schreiben "darf"..

 

17.05.2011 um 21:11 Uhr

Was für ein Tag!

von: ameamagao   Kategorie: Unikram

Das war heute definitiv nicht mein Tag. Herrjemine, sag ich da nur. Vier Seminare hintereinander zu bestreiten ist nicht so schwer, ich merke, dass ich das hinkriege (noch), wenn ich auch danach ziemlich müde bin. Aber wenn dann über den Tag hinweg Kleinigkeiten passieren, die einen aufregen, dann wird es doch zu einem ganz schönen Stress.

Nach 12 Stunden betrat ich erst wieder die Wohnung. 12 Stunden auf Achse (da ich nach den Seminaren noch einen Termin wahrnehmen musste). Zuhause duschte ich erstmal, kam zu mir, überreicht dann S. die Texte, die er brauchte und dann führte ich mir den Text (siehe gestriger Eintrag) zu Gemüte. Eigenartig, wie leicht mir das Lesen heute wieder fiel. Für 23 Seiten brauchte ich lediglich eine Stunde. Lag aber wohl daran, dass die Schrift relativ groß und der Inhalt gut verständlich war. 

Der Tag ist nun also für mich endlich vorbei. Ich atme tief durch und spüre die wohlige Erschöpfung. Beinahe ist mir nach Weinen zu Mute, aber nicht dieses traurige Weinen, sondern dieses erleichterte. "Du hast es geschafft", denkt man sich und vor freudiger Erschöpfung kullern die Tränen. Eigenartig das.