~> Nur weil
Nur weil es schneit kann ich nicht zu dir kommen.
Nur weil die Welt weiß ist, fahren all die Busse nicht mehr.
All die Streufahrzeuge.
Nichts.
Und das an deinem Geburtstag...
Nur weil es schneit kann ich nicht zu dir kommen.
Nur weil die Welt weiß ist, fahren all die Busse nicht mehr.
All die Streufahrzeuge.
Nichts.
Und das an deinem Geburtstag...
Es gibt Kleinigkeiten, die unglaublich stolz machen, wenn sie so langsam zu Selbstverständlichkeiten werden.
Manche Freundschaften werden nicht durch Worte geschlossen, oder durch Taten, sondern durch das Teilen von Dingen, für die es keine Worte gibt.
Manche Momente sind immer schön, einfach weil sie für einen selbst besonders sind.
Vor Jahren angefangen und nun endlich beendet...
© angelmagia
Das
Märchen der vier Wege
Es ist noch gar nicht lange her, da gab es ein Land, was ganz gewöhnlich
wirkte. Doch wenn man genauer hinschaute, konnte man all die Magie und Wunder
sehen, die in der Luft lagen. Dort lebte ein ganz gewöhnliches Mädchen. Tag ein
Tag aus träumte sie davon, nur einmal etwas Besonderes zu sein.
Sie war still und schüchtern vom Charakter und half den Menschen in ihrer
Umgebung, wo sie konnte. Und dennoch fühlte sie sich unsichtbar.
Sie war und blieb in allen Augen meist nur "das stille Mädchen."
Eigentlich mochten sie die Menschen, weil sie stets zurückhaltend und nie
aufdringlich war. Deshalb fiel sie meistens nicht auf. Doch in ihrem Herzen
wollte sie anders sein, nur ein bisschen. Sie wollte gesehen werden.
Und so beschloss sie eines Tages spazieren zu gehen. Irgendwohin, wohin ihre
Füße sie tragen. Sie lief durch die Natur und erfreute sich an dem saftigen
Grün der Wiesen und dem Leuchten der Blumen. Es waren Kleinigkeiten, die ihr
Herz tanzen ließen, Kleinigkeiten, die ihr ein Lächeln aufs Gesicht zauberten.
Aber plötzlich kam sie in eine Gegend, die sie noch nie zuvor gesehen hatte.
Alles um sie herum war fremd. Sie hatte sich verlaufen beim Versuch anders zu
werden, anders zu sein. Sie wusste nicht einmal mehr aus welcher Richtung sie
gekommen ist. Sie kannte nicht den Weg, der sie wieder sicher nach Hause
bringen würde.
Was
sollte sie tun?
Auch das wusste sie nicht. Es war zu gefährlich einfach auf der Stelle zu
verharren, aber vielleicht war es noch gefährlicher weiter zu gehen. Nie zuvor
hat sie sich so einsam gefühlt, nie zuvor so verlassen und verzweifelt.
Sie setzte sich auf einen kühlen Stein, während Tränen ihr Gesicht hinab
liefen. Und der einzige Gedanke, der ihr in dieser scheinbaren Ewigkeit immer
wieder in den Sinn kam war, dass sie weiter gehen musste. Immer weiter. Es war
wie ein Zwang, der sie aufstehen ließ, der sie dazu brachte nach vorne zu
schauen. Plötzlich tauchten Nebelfetzen vor ihr auf. Es war als würden sie ihr
den Weg zeigen wollen. So folgte sie ihnen, ohne zu ahnen, was dies zu bedeuten
hätte. Es zog sie unaufhörlich hinter sich her, durch Dunst und Wald, auf
Wegen, die nicht existierten, bis hin zu einem Ort, der vielleicht nur in der
Fantasie vorhanden ist.
Und wie sie da so stand und sich umschaute klarte der Nebel auf und sie konnte
sehen, dass sie sich auf einem runden Platz befand. In jede Himmelsrichtung
führte ein Weg scheinbar unendlich lang
geradeaus. Einer sah aus wie der andere. Und je mehr sie sich umschaute, desto
schneller schlug ihr Herz. Mit jedem Schlag wuchs die Verzweiflung und die
Traurigkeit. Wie sollte sie jemals wieder nach Hause finden?
Sie schloss die Augen und lauschte dem Klopfen in ihrem Innern. Die Stille um sie herum kam ihr unendlich laut vor. Unerträglich. Sie lastete auf ihr, wie es schwerer nicht mehr ging.
Und genau in dem Moment wurde es ruhig.
Es war, als
hätte die Welt den Atem angehalten. Als würde sie stillstehen und warten, was
als nächstes passiert.
Die Träumerin öffnete die Augen. Vor ihr standen vier Frauen. Sie sagten
nichts. Sie bewegten sich nicht. Sie schauten sie einfach nur an.
„Komm mit
mir, ich kenne den Weg.“ Sie hörte die Worte in ihrem Kopf, doch niemand hatte
die Lippen bewegt. „Komm, da geht’s lang.“ Niemand wies ihr die Richtung.
Und so stand das Mädchen da und konnte nicht antworten. Man hatte ihr die Worte
genommen, die Sprache, ihre Stimme.
„Folge deinem Herzen.“
Dann schloss sie wieder die Augen. So fühlte sie sich nicht ganz so fremd und verlassen. So konnte sie sein, wo sie wollte. Denn der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. „Bis bald.“
Und als sie die Augen erneut öffnete, war sie wieder allein. Verlassen auf einer Lichtung, fern von ihrem Zuhause. Sie war sich nicht einmal sicher, ob das überhaupt alles passierte.
Vielleicht war das auch alles nur ein Traum. Denn manchmal machen Träume nun einmal, was ihnen gefällt und manchmal wirken sie so sehr wirklich… so sehr real.
Doch dann hörte sie das Rauschen des Windes, das Rascheln der Blätter. Sonnenstrahlen küssten ihre Haut und warmer Regen fiel vom Himmel. Es war kein Traum.
„Komm mit mir, ich kenne den Weg.“
„Komm, da geht’s lang.“
„Folge deinem Herzen.“
„Bis bald.“
Sie schloss ein drittes Mal die Augen. Was sollte das alles bedeuten? Welcher Weg war der richtige? … Sie drehte sich im Kreis. Wieder und wieder, bis sie einen Fuß vor den anderen setzte und einfach ging, wohinauchimmer ihre Füße sie tragen würden.
Schritt für Schritt tastete sie sich vorwärts, bis ihr der Boden so vertraut vorkam, dass sie die Augen nicht öffnen musste. Sie sah mit ihrem Herzen genug.
Sie hatte das Gefühl mehr zu sehen, als jemals zuvor. Sie blieb stehen. Und wieder lief ihr eine Träne die Wange hinunter. Doch diesmal war es nicht der Traurigkeit wegen, sondern aus Dankbarkeit. Dankbarkeit im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.
Sie wurde überflutet von Wärme und Geborgenheit, auch wenn sie sich dieses Gefühl nicht erklären konnte.
Sie fühlte sich zu Hause. Und als sie die Augen wieder aufschlug, war sie das. Vor ihr standen vier Frauen. Sie sagten nichts, aber sie lächelten. Und dann nahm eine ihre Hand.
„Auf der Suche sich selbst zu finden verliert man sich oft. Auf dem Weg aus sich selbst jemand anderen zu machen, muss man oft die größten Verzweiflungen ertragen. Denn so wie du bist, so sollst du sein. Nur so wie du bist, kannst du glücklich sein.
Wir sind die Hüter der Wege. Wir helfen deiner Seele den Weg zu gehen, für den du dich entscheidest. Den Weg der Zuversicht, der Güte, des Mutes oder des Herzens. Nach jedem Weg hast du ein anderes Leben als vorher und dennoch dasselbe.
Du bist den Weg des Herzens gegangen. Du hast auf es gehört, als du es am meisten brauchtest und so bist du zu Hause angekommen. Hier und hier.“
Die Frau zeigte erst auf den Kopf des Mädchens, dann auf ihr Herz. Ihr Lächeln brannte sich tief in die Seele der Träumerin. Es war das letzte Mal, dass sie diesen Frauen begegnete. Denn eine Begegnung reicht, um sie niemals wieder zu vergessen…
„Und so bist du zu Hause angekommen. Hier und hier.“ Die letzten Sätze in ihrem Kopf, bevor die Seelenwesen sich umdrehten und den Weg zurückgingen, den das Mädchen gekommen war.
Und zum ersten Mal in ihrem Leben musste die Träumerin nicht mehr träumen jemand anderes zu sein. Denn alle Veränderungen fangen in einem selbst an. Manchmal muss man einfach nur seinem Herzen folgen, um da anzukommen, wo man ankommen möchte. Und dann fühlt man sich besonders, auch wenn man es eigentlich immer war.
Das hatte das Mädchen gelernt.
Und vielleicht liegt auch heute noch dieses Lächeln auf den Lippen, was sie von da an nie wieder verlor. Dieses Lächeln, was die ganze Magie ihrer Welt widerspiegelte, ihrer Heimat.
Wer weiß das schon?
Nur hier
Und jetzt
Möchte ich
Da und
Dort sein.
Nur hier
Und jetzt
Möchte ich
Die Flügel
Ausbreiten und
Davonfliegen.
Nur hier
Und jetzt
Möchte ich
Leben.
Diesen Augenblick
Diese Sekunde.
Nur hier
Und jetzt
Möchte ich
All die
Magie spüren,
Die dort
Draußen ist.
Nur hier.
Nur jetzt.
Möchte ich sein.
Manche Dinge spielen nur im Jetzt eine Rolle. Und diese sollte man leben und genießen, denn man weiß nie, was die Zukunft bringt.
Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht...
Wo sind diese sechs Monate geblieben?
Wenn sie könnte, würde sie mir die Dinge nehmen, die ich immer tue, weil sie meine Augen kaputt machen würden. Angeblich.
Doch was soll ich sonst tun, wenn nicht die Dinge, die ich gerne tue? Bei allem muss man sehen und bei allem muss man die Augen öffnen...
Aber das will sie nicht verstehen.
Manchmal wird behauptet, alles was man sagt wäre falsch und dann gehen sie davon.
Dabei war es nicht einmal falsch, es war nur anders als es jemand anderes gemacht hat.
"Ich freu mich schon darauf deine gelbe Quietscheente fahren zu sehen!"
Ohja... Ich freue mich auch.