Where Rainbows End.... x3

19.01.2007 um 19:19 Uhr

~> Der kleine Stern - oder ein Märchen vom Glück...

Und wir mussten in Philo ein Märchen schreiben über das Glück.

Voilà!

Ich bitte um ehrliche Antworten ;)

© AngeLmagia

Der Kleine Stern - Oder ein Märchen über das Glück

Zu einer Zeit, als die Menschen noch an Träume glaubten, als die Hoffnung noch nicht erloschen war, gab es eine unendliche Welt in den Tiefen der Nacht. Eine Welt, von der niemand wusste, dass sie existierte... Eine Welt, die alle kannten und doch niemand.
Es war ein Ort voller Sehnsucht, voller Wünsche und Gedanken.. Ein Ort, der nicht für Menschenaugen bestimmt war.

Genau dort lebte einst ein kleiner Stern.

Er war anders als die anderen.. Anders als irgendjemand sonst... Und es machte ihn traurig...
Manchmal dachte er nach über sein Leben, über seine Vergangenheit, einfach über alles...
Es waren Gedanken, die ihn schmerzten.. Gedanken, die ihn nicht vergessen ließen, dass er war, wie er war.... - Ein kleiner Stern am schwarzen Himmel, ein kleiner Stern, der heller leuchtete als irgendein anderer...

Doch er wollte es nicht,.. konnte es nicht akzeptieren...

Niemals wusste er sich glücklich zu schätzen.. Niemals konnte er sich freuen über Dinge, die er allein hatte, aber viele auch erstrebten...

Sein Leben war getragen von Sehnsucht. Gebettet in Träume, die niemand außer ihm verstehen konnte, wandelte er duch seine kleine Welt...

Ein kleiner Stern, der nicht wusste, wie wertvoll er war... Ein kleines Licht in der Dunkelheit, wie es heller und schöner nicht hätte sein können...

Die anderen Sterne bewunderten ihn für sein Leben, für seine Einzigartigkeit.. Beneideten ihm um alles.. Aber doch um nichts... Nichts, was für den kleinen Stern eine Rolle spielte...
Es gab einfach nichts, was für ihn wichtig war, außer einem einzigen Wunsch: Er wollte anders sein... So wie die übrigen Sterne... Voller Größe, Kraft und Eleganz.. Er wollte wissen, wie es sich anfühlte anders zu denken, anders zu fühlen.. Und sei es nur einen Augenblick lang...

Sein Leben war bestimmt von diesem Gedanken.

Irgendwann würde er wissen, wie es ist...
Irgendwann würde er verstehen können...

Und er glaubte daran... Glaubte es von ganzem Herzen..

Und immer, wenn er sich besonders einsam fühlte, immer, wenn er kurz vorm Aufgeben stand, erinnerte er sich an ein Versprechen.. Ein Versprechen an sich selbst, an seine Seele...

Wenige Worte, die ihn hoffen ließen..., Ja, er würde es verstehen.. Irgendwann...

Eines Tages bekam der kleine Stern Besuch.. Vor ihm stand jemand, den er immer bewundert hatte.. Ein Stern, der von Weisheit und Erfahrung zeugte.. Sie schauten einander in die Augen...
Das erste Mal in seinem Leben lernte der kleine Stern das Gefühl kennen, was es bedeutet, nicht alleine zu sein,.. nicht einsam zu sein..

Nie hatte er Freunde, nie die Möglichkeit seine Gedanken zu teilen...

Doch jetzt gab es jemanden, der mit ihm reden wollte...

"Hallo kleiner Stern, großes Licht in der Dunkelheit..."

Es waren Worte, die wie eine magische Melodie an seine Ohren drangen.. Er musste einfach zuhören...

"Manchmal in seinem Leben wünscht man sich alles zu ändern, so zu ändern, dass man glücklich leben kann...Weißt du kleiner Stern, manchmal muss man Dinge einfach wegträumen.. Akzeptieren, dass man sie nicht ändern kann...
Ich weiß, du bist der einzige und ich weiß auch, dass dich alle darum beneiden..."

Der Weise verstummte, als der kleine Stern sehnsüchtig über seine Welt blickte.. Eine Welt, die er seine Heimat nannte...
Unmengen Fragen gingen ihm durch den Kopf...
Warum stand aufeinmal dieser alte, erfahrene Stern vor ihm?...
Warum erzählte er dies alles?...

"Kleiner Stern?" Sanfte Worte störten seine Gedanken...

"Weißt du, es gibt Tage, da möchte man das haben, was man nie wird haben können... Und die Sehnsucht wird immer größer...
Wir leben in einer unendlichen Welt.. Einer Welt beinahe ohne Grenzen... Doch selbst Träume haben irgendwann ein Ende...
Alle möchten so sein wie du... - Der kleinste und doch der größte Stern von allen..."

Der kleine Stern schaute ihn wieder an..., fragend, neugierig.. vielleicht sogar ein bisschen verwirrt..
Er wusste nicht, was er denken sollte...

"Auch ich bewundere dich für alles, was du bist... Hellster Stern von unendlich vielen..."
Der weise Stern lächelte..

"Ich kann dir nicht auf deinem Weg helfen.. Denn ich kenne ihn nicht...
Aber ich biete dir meine Freundschaft an..., damit du nicht länger alleine bist und damit du dein Glück teilen kannst, wenn du nicht mehr weißt wohin damit.. Ich biete dir meine Freundschaft an, um auch die andere Seite kennen zu lernen..."

Und zusammen schauten sie in die Unendlichkeit...
Ein großer und ein kleiner Stern...
Zusammen wussten sie, was zu Hause sein bedeutet...
Vielleicht wurden sie gar deshalb so gute Freunde, weil sie so verschieden waren...


Allmählich vergingen die Jahre und der kleine Stern dachte kaum noch an seinen Traum..., dachte kaum noch an sein Versprechen...
Denn ein alter, weiser Stern hatte ihn einmal gelehrt, dass Leben akzeptieren bedeutet, egal was passiert... Dass Leben träumen bedeutet, aber nicht zu lang...

Und er akzeptierte....


Doch weit weit weg schaute ein ruheloser Mensch in den Nachthimmel... , gefangen in seinen eigenen Träumen,... gefangen in seiner Vergangenheit...
Jedesmal, wenn er die Sterne betrachtete, erinnerte er sich... Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit.. An ein Märchen, was sich nie wiederholen wird...
Und er konnte sich nicht lösen...

Wie sehr wünschte er sich, der hellste Stern wäre wie alle anderen..., würde ihm nicht wieder und wieder das vor Augen führen, was er nie vergessen konnte...
Er wollte nicht mehr in der Vergangenheit existieren..., wollte endlich leben... Richtig leben...

Und im selben Augenblick flog eine Sternschnuppe vorbei... Nur eine Sekunde, dann war sie verschwunden...
Er wollte wieder nach Hause gehen.. Doch drehte er sich ein letztes Mal um...

Alles sah aus wie immer.. Der hellste Stern strahlte weiterhin...
Manche Wünsche werden wohl nie in Erfüllung gehen...

Er kam nie wieder...

Aber hätte man ihm gesagt, er habe eine ganze Welt verändert, hätte er es vermutlich nicht geglaubt... Sternenwelt.. Welt der Träume...

Und ein kleiner Stern durfte leuchten wie alle anderen... Durfte fühlen, wie er es sich immer gewünscht hatte... Durfte jemand anders sein und doch er selbst...

Seine Träume sollte man niemals aufgeben...

Vielleicht mag man sich fragen, warum dennoch ein Stern der hellste geblieben ist...
Aber die Antwort ist einfach...
Ein Stern muss der hellste sein, um den anderen den Weg zu weisen...

So wurde der weiseste Stern der schönste.. und der kleinste ein anderer...
Und vielleicht kann man sie immer noch dort oben leuchten sehen...

Unendlich glücklich..
Als Freunde vereint..

Man muss nur die Augen öffnen...

11.01.2007 um 21:20 Uhr

~> Essay über das Reisen...

Thesen bereits in einem vorherigen Eintrag aufgeschrieben ;)

 

Manchmal in seinem Leben hat ein Mensch das Bedürfnis etwas anderes zu sehen.. Etwas anderes als die eigenen vier Wände... etwas anderes als die eigene Kultur.

Manchmal hat ein Mensch einfach den Wunsch wegzugehen... Wegzufahren... Vielleicht gar wegzufliegen... Den Wunsch eine Reise zu machen. Eine Reise irgendwohin, wo es anders ist, als man es von zu Hause kennt...

Menschen möchten neue Erfahrungen sammeln, neue Dinge kennen lernen, andere Menschen treffen...
Einfach etwas Neues lernen, einfach den eigenen Horizont erweitern...

Reisen bedeutet einen anderen Weg einzuschlagen als den alltäglichen.
Reisen bedeutet Dinge zu erfahren, die einen prägen und Erfahrungen zu sammeln, gute wie auch schlechte...
Reisen bedeutet weiterblicken zu können als bisher in seinem Leben... Ein Blick in eine beinah andere Welt... Dahin kommen können, was jenseits der eigenen Grenzen liegt. Jenseits von seinem Zuhause.

Und ist die Reise noch so klein, irgendwas wird man immer lernen - wenn man es zulässt, neue Gedanken, neue Erfahrungen.... Irgendetwas, was den eigenen Horizont erweitert - sei es noch so winzig...


Doch manchmal haben Menschen auch das Gefühl weg zu müssen, nicht um zu lernen, nicht um zu erfahren, einzig um zu vergessen. Vergessen, dass es Probleme gibt, die größer sind als die Kraft sie zu lösen.
Eine Flucht vor dem Leben... Eine Reise um nicht nachdenken zu müssen... Eine Reise mit dem Gedanken vielleicht die Sorgen zurücklassen zu können...
Doch es geht nicht.
Irgendwann kommen die Probleme wieder zurück... Egal, wo man ist.

Reisen ist eine Flucht für den Moment. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Flucht vor sich selbst, ohne dass es möglich ist...

Doch manche Menschen werden niemals aufhören zu versuchen,... alles zu probieren... Es gibt viele Möglichkeiten der Flucht. Aber Reisen ist nur eine von ihnen...

 

Und es gibt noch eine weitere Möglichkeit, warum Menschen reisen... Nicht aus dem Wunsch heraus entstanden weg zu wollen, auch nicht in dem Glauben, dass alles besser wird, sondern vielmehr aus einem Zwang entstanden. Reisen müssen... Gehen müssen...

In einem solchen Moment glaubt niemand an die positive Wirkung einer solchen Unternehmung, lässt sich niemand darauf ein etwas Neues zu erfahren...
Es existiert nur ein Wunsch: Weg - Einfach wieder weg...

Das Herz und die Gedanken können nicht wirklich nach vorne gehen.. Können das momentane Leben nicht akzeptieren und schon gar nicht die Erfahrungen aufnehmen, speichern...

Zu sehr hängen die Gedanken an alten Dingen.

Diese Menschen halten an etwas fest, was in ihrem anderen Leben ist... In einer beinah anderen Welt, nicht an einer Reise, die man nicht einmal machen will....

Die Füße bewegen sich nach vorne..., die Augen sehen die Welt... Doch das Herz steht eigentlich still... Es existiert keine seelische Bewegung.

Diese Menschen reisen nur körperlich ... - Nicht mehr..
Diese Menschen sehen das Leben mit anderen Augen...

 


Ich muss sagen, ich selbst bin nicht wirklich überzeugt - Aber das bin ich nie.

 

11.01.2007 um 20:43 Uhr

~> Reisen.

Stimmt ihr zu?

 

Mussten wir heute in Philo nen Essay drüber schreiben ;)

 

1) Reisen ist Horizonterweiterung.

 

2) Reisen ist Flucht.

 

3) Wer reist bewegt sich nicht wirklich, sondern steht eigentlich still.