après - Danach

02.10.2013 um 22:43 Uhr

And done.

Nennt mich Bachelor of Arts!

:-) 

09.06.2013 um 21:22 Uhr

Bla

Wenn es einem schlecht geht, soll man sich ja mit Dingen beschäftigen, die einem gut tun, sagt mein weises Brüderchen.

Also: was gibt es aktuell so an Gutem?

  • Eine meiner Orchideen bekommt gerade zwei Kindel. Das alleine finde ich ja schon höchst famos und werde bei nächster Gelegenheit mal genauer darüber berichten. Jedenfalls bekommt eines dieser Kindel nun wohl schon die erste Blüte, öhm... etwas frühreif, das Kleine... es hat ja noch nicht mal eigene Wurzeln! Egal, mich freut es jedenfalls wahnsinnig :-)
  • Eine andere meiner Orchideen hat vor einigen Jahren einen schlimmen Sonnenbrand abbekommen. Meine Mutter wollte sie damals gleich wegschmeißen, aber ich hab sie behalten und mühsam aufgepäppelt und obwohl sie immer noch recht schlapp aussieht, sieht man doch schon deutlich, dass sie auf dem Wege der Besserung ist und neue, gesunde Blätter und Wurzeln austreibt. Auch das freut mich sehr :-)
  • Ich sitze vorhin so beim Abendessen und als mein Blick zufällig zum Küchenfenster wandert, fliegt gerade in diesem Moment eine Seifenblase draußen vorbei :-)
  • In Sachen Bachelorarbeit bin ich heute ein gutes Stück vorangekommen und hatte gleichzeitig eine nette Unterhaltung mit einem Kommilitonen, der über ein ähnliches Thema schreibt wie ich :-)
  • Auf meinem Konto herrscht ausnahmsweise nicht schon zu Beginn des Monats gähnende Leere, HA! :-)
  • Ich habe heute einiges an guter Musik gehört, darunter unter anderem "Applaus, Applaus" von Sportfreunde Stiller. Ja, ich mag keine deutsche Musik. Aber so hin und wieder schlüpft dann doch eins durch :-)

So, da ist ja doch einiges zusammengekommen, es ist also noch nicht allzu schlimm um mich bestellt. Immerhin...

02.05.2013 um 23:27 Uhr

Ansichtssache!

Die letzten zwei Tage habe ich mich mal wieder vortrefflich über die neueste Demonstration an Unzuverlässigkeit des Göttergleichen aufgeregt. Nein, aufgeregt ist eigentlich ein viel zu schwaches Wort für die Empfindungen, die sich da breit gemacht haben. Ärger, Wut, Enttäuschung, Eifersucht, Verzweiflung, panische Angst - eine ungute Mischung daraus und noch viel mehr.

Jedenfalls. Gut, dass ich Freunde und Bekannte habe, die offenbar einen Sinn dafür haben, wann genau ich dringendst (!!!) irgendein Zeichen von Aufmerksamkeit und/oder Zuneigung brauche. Plötzlich treffe ich eine alte Kindergartenfreundin wieder. Eine frühere Schulfreundin schreibt nach langer Zeit einfach mal wieder. Ein langes Telefonat. Die Liebste spendet Trost, Zuspruch, Rat und zeigt mögliche Wege aus dem Loch heraus. Jemand klickt "Gefällt mir" :-D (Haltet mich für bekloppt, aber wenn ich mich gerade mal wieder in einem emotionalen Loch befinde, kann so eine banale Aktion Wunder wirken!).

Jedenfalls. Während ich mich also die letzten zwei Tage unter anderem darüber "aufgeregt" habe, dem Göttergleichen zwei Stunden lang à la Katz-und-Maus durch die halbe Stadt hinterhergerannt zu sein, finde ich ebendiese Aktion plötzlich urkomisch. Ich mein, das muss man auch erstmal hinkriegen, ja, wie in irgendsoeiner dämlichen Sitcom:

"Wo seid ihr?"
"Da und da."
*hinrenn*
"Schon wieder weg!"
"Ja und WOHIN???"
(in beliebiger Wiederholung) 

So blöd kann doch echt mal wieder nur ich sein xD Warum nur hat sich dieses Gefühl nicht schon vor zwei Tagen eingestellt, dann hätte es ja doch noch ein uneingeschränkt guter Abend werden können... 

21.04.2013 um 20:42 Uhr

Schön.

An Tagen wir heute fühle ich mich wie elektrisiert. Die 1 1/2 Stunden Tanzkreis waren viel zu schnell vorbei. Und während wir so an der Spiegelwand vorbeitanzen und ich über irgendeinen Spruch von ihm lauthals auflache, fällt mein Blick zufällig in den Spiegel und ich sehe mein eigenes, strahlendes Gesicht und ein leiser Gedanke schleicht sich durch irgendeine unverschlossene Hintertür heran: "Du bist auch schön." Und dann schaue ich ihn an, der ja sowieso immer unfassbar gut aussieht, aber heute noch besser als sonst, erwachsener irgendwie, und ich schaue zurück in den Spiegel und denke mir einfach nur "Zwei schöne Menschen." und mehr nicht, mehr muss nicht gedacht werden. Und ich genieße die Blicke der wartenden Teilnehmer des Anschlusskurses und fühle mich einfach nur gut und merke, wie meine ganze Körperhaltung eine andere wird, wie sich der Tango plötzlich ganz von alleine tanzt und wie wir über die Tanzfläche schweben, fliegen, fließen, hauchen und wenn nicht irgendwann die Musik vorbei und der Kurs zu Ende wäre und man morgen wieder zur Arbeit müsste...

Manchmal fällt es mir schwer zu glauben, dass er tatsächlich fast sechs Jahre jünger ist als ich. Jünger, als mein kleiner Bruder. Huh...

Einen Traum von einem Tanzkleid habe ich mir bestellt. Eigentlich war das Geld anderweitig eingeplant, und eigentlich übersteigt das auch völlig mein Budget, aber... nunja. Ich hatte eben Lust, mich selbst zu beschenken und ich finde auch, dass ich das durchaus mal verdient habe! Und ich finde auch, dass es das wert ist. Ich hoffe nur, es passt....

10.03.2013 um 18:18 Uhr

Ach was, wurscht!

Denn im Grunde ist es doch völlig egal, ob wir nun ein Liebes- oder einfach nur ein Tanzpaar sind, so lange wir überhaupt nur auf irgendeine Weise zusammen sind ;-) Und dass wir das sind, zeigen mir immer wieder Situationen wie die des gestrigen Abends, wenn die restlichen Freunde am Tisch uns immer wieder verständnislose Blicke zuwerfen, während wir in aller Seelenruhe vor uns hinblödeln oder uns über Dinge unterhalten, die nur wir verstehen und den Rest der Welt einfach aussperren. Und es sind auch diese Situationen, an denen ich immer wieder merke, wie unglaublich groß meine Zuneigung zu ihm ist und was er alles in meinem Leben verändert hat.

Und während ich mich an diese Begebenheiten erinnere, schleicht sich wieder ein breites Lächeln in mein Gesicht, dass sich schließlich in ein lautes Lachen verwandelt, und anstatt weiter über meinem Finanzmanagement-Skript zu brüten, springe ich plötzlich auf und tanze zu irgendwelchen aus dem Wohnzimmer herüberschallenden Klängen selbstvergessen durch mein Zimmer und freue mich des Lebens.

Wahnsinn? Hysterie? Dope? Ich nenne es einfach nur temporäre gute Laune!

Ja ich weiß, es ist schon anstrengend mit mir ;-P

10.03.2013 um 14:09 Uhr

Örgs.

Gestern mit dem Göttergleichen lang darüber diskutiert, dass er niemals eine Beziehung zu einer älteren Frau anfangen würde.

Tja, das war's dann wohl. Wieder mal -.-

 

Edit: Was trotzdem nichts daran ändert, dass das gestern wieder ein wundervoller Abend war... Ich schwanke zwischen "Ach menno..." und "Gott sei Dank!"

03.02.2013 um 14:06 Uhr

Männer!

Da wird einem die Handynummer aufgedrängt, da wird man mehrmals bekniet, sich doch zu melden, da wird Sympathie bekundet und der Wunsch, sich zu treffen. Und dann meldet man sich also, wie versprochen, ein paar Tage später und was passiert?

Richtig: nichts.

Ehrlich mal, ich versteh das nicht. Entweder man will oder man will nicht, oder? Wahrscheinlich war das eh alles nur Verarsche und hinter der nächstes Ecke stand der Kumpel und man hat sich hinterher köstlich amüsiert, dass die dumme Gans da tatsächlich geglaubt hat, jemand könnte an ihr Interesse haben. Ich hasse so etwas...-.-

26.01.2013 um 21:24 Uhr

Für Freunde des intelligenten Humors

ein Linktipp:

http://www.der-postillon.com/

Besonders die Kategorie Newsticker ist sehr zu empfehlen!

03.01.2013 um 21:48 Uhr

So geht das also

Da verbringt man Stunden im Bad, stylt sich die kompliziertesten Frisuren, schmiert sich kiloweise Make-up ins Gesicht und springt in die schicksten Klamotten, um auf den angesagtesten Partys und in den hippsten Clubs bestens auszusehen....

Und wann wird man dann tatsächlich mal von nem Kerl angesprochen? Wenn man gerade mit rot verquollenen Augen und chlorsträhnigen Haaren halb-k.o. in der Ecke eines Schwimmbeckens hängt.

Pfff. Weisse Bescheid.

31.12.2012 um 01:22 Uhr

Kleines, unwesentliches Ereignis

Gerade wollte ich ansetzen, einen dieser Einträge zu verfassen, die auf einem kleinen, unwesentlichen Ereignis beruhen und die deshalb in wenigen Sätzen eigentlich erledigt sein sollten, dann aber plötzlich überdimensionale Ausmaße annehmen aufgrund der 10.000 Gedanken, die sich um dieses kleine, unwesentliche Ereignis zusammenbrauen. Aber...

...ich lass es jetzt einfach. So ;-)

23.10.2012 um 23:07 Uhr

Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich

Wenn es draußen nieselt, suppt und friert und man beim Zahnarzt sitzt und gerade vortrefflichst gequält wird und sich trotzdem plötzlich das Lachen verkneifen und grinsen muss (na, soweit das eben geht mit einem Mund voller moderner Folterinstrumente), dann ist man wohl entweder gerade einfach nur unfassbar glücklich...

...oder bewegt sich bedenklich nahe am Rande des völligen Wahnsinns :-D

Übrigens: über dieses Lied hier kann man sich streiten, aber die Grundaussage hat doch definitiv was:
>> Einstürzende Neubauten - Was ist ist <<

*mitgröhl*

16.09.2012 um 14:02 Uhr

Nie im Leben!!!

Ich hätte auch NIE gedacht, dass ich mal mitten in der Nacht in einer heruntergekommenen Karaokebar auf der Reeperbahn festsitzen werde, weil draußen gerade zwei Bomben entschärft werden.

Tja.

So kann's gehen.

;-) :-*

31.08.2012 um 22:36 Uhr

Alles auf Anfang

Das Glück kommt zu denen die glücklich sind, sagt man. Oder so ähnlich.

Gut, legen wir "Glück" jetzt mal gaaaaaaanz weit aus. Aber das, was ich irgendwie nie so recht glauben wollte, erlebe ich derzeit am laufenden Band: negative Gedanken verursachen eine negative Ausstrahlung und die schreckt andere Leute ab. Positive Gedanken bewirken das Gegenteil.

Ich bin gerade glücklich. Natürlich hüpfe ich nicht 24/7 dauergrinsend durch die Gegend, aber die Grundstimmung ist zur Zeit sehr gut. Ich kann das, was ich habe, was ich erreicht habe und was ich bin, endlich wertschätzen. Und plötzlich passieren lauter kleine Dinge, die das Ganze noch ergänzen. An und für sich sicherlich nichts Besonderes, für andere vielleicht völlig banal, aber für mich eben doch kleine Kostbarkeiten des Alltags.

Wie z.B. auf einer Party angesprochen zu werden. Ich kenne das so nicht.

Oder dass eine Bekannte, mit der ich bisher eigentlich nicht sonderlich viel zu tun hatte, bei einem zufälligen Treffen im Café bedauernd meint: "Schade, dass du schon gehen musst", und ich ihr ansehe, dass sie es ehrlich meint.

Oder dass plötzlich wieder zwanglose Plaudereien mit dem Barkeeper möglich sind:
"Und so eine kleine Notlüge?" fragt er grinsend und lehnt sich lässig an unseren Tisch.
"Nein das geht nicht. Wir sind alles total ehrliche Menschen", sage ich und und schaue ihn übertrieben ernst an.
"Ja so ein Pech aber auch", antwortet er mit dem gleichen Gesichtsausdruck.
Und dann brechen wir beide in Lachen aus.

Und alles passiert so selbstverständlich, ohne dass ich mir irgendwelche Mühen machen muss. Es ist alles einfach das pure Glück und manchmal, wenn ich mir dessen bewusst werde, ist es so unfassbar, so völlig unglaublich, dass MIR das alles passiert, dass ich vor Glück in Tränen ausbrechen möchte.

27.08.2012 um 17:51 Uhr

Die Blumentöpfe fliegen tief

Weil aber bekanntlich himmelhochjauchzend und zutodebetrübt bei mir immer sehr nahe beieinander liegen, jetzt auch noch diese Story:

Nachdem ich also Samstag Nacht wieder zuhause abgeliefert worden war, wunderte ich mich schon auf dem Weg hoch zur Haustüre (Anmerkung: Mehrfamilienhaus), was denn hier noch für eine "Party" abgeht: Die Haustür stand offen, aus dem Treppenhaus tönte lautes Geschrei, Leute liefen hinein und hinaus. Irgendwas knirschte unter meinen Füßen und ich identifizierte einen zerschlagenen Blumentopf. Kurz vor der Haustür kam mir ein Mädel entgegengerannt, schrie "Ich will nur noch weg von dir!!". Ich machte mir nicht die Mühe, stehenzubleiben und verwundert hinterher zu schauen und jetzt kann ich nur sagen: Gott sei Dank. Denn keine zwei Sekunden nachdem ich unter das Vordach getreten war, krachte der nächste Blumentopf direkt hinter mir auf den Weg, begleitet von wüsten Beschimpfungen aus dem dritten Stockwerk.

Ganz ehrlich, ich glaube, ich hab mir bis jetzt noch nicht bewusst gemacht, WIE knapp das war. WIE böse das hätte enden können. Wenn ich nur einen Augenblick länger im Auto sitzengeblieben wäre, wir nur einen Moment länger geredet hätten, ich nur einen Tick langsamer die Treppen hochgestiegen wäre... ich glaub, so was will man sich auch gar nicht bewusst machen. Lieber verharmlosen, drüber lachen, mit den Schultern zucken. Es IST ja nichts passiert.

Gestern kam das Mädel und hat sich entschuldigt. Ich glaube, sie hat sich das auch nicht bewusst gemacht, was da hätte passieren können. Irgendwie kam ich mir dumm dabei vor. Wozu eine Entschuldigung, wenn doch nichts passiert ist? Aber es hätte... Erschreckend, wie schnell das immer gehen kann.

13.07.2012 um 20:42 Uhr

Zwei Dumme, eine Aktion

Da waren wir am Sonntag beide in Richtung Heimat unterwegs.

Bruderherz von Moskau.
Ich von Montreux.

Und was passiert?

Er lässt seinen mp3-Player im Flugzeug liegen.
Ich lasse meinen mp3-Player im Zug liegen.

:-D

Sachen gibt's, die gibt's gar nicht ^^

10.07.2012 um 22:30 Uhr

Brüller vom Wochenende

Als S. und ich uns vor einem guten Jahr kennengelernt hatten, hatte er mich auf Englisch angesprochen. Obwohl im weiteren Verlauf die Infos auf den Tisch kamen, dass ich aus Deutschland komme und er selbst auch einige Zeit in Deutschland gelebt hatte, blieb es beim Englischen. Daher hatte ich ganz automatisch vermutet, dass er kein oder nur wenig Deutsch kann.

Dann waren wir nun also in Montreux unterwegs. Mit zunehmender Müdigkeit fiel es mir immer schwerer, mich halbwegs intelligent auf Englisch zu unterhalten, daher wurde ich zunehmend schweigsamer. Dann plötzlich:

S.: "If it's easier for you, maybe we should continue in german?"
Ich: o.O "WAS?!! Du sprichst DEUTSCH?!!?!"
S.: "Ja natürlich!"
Ich:  !!! o.O !!!!! *irgendwo zwischen Sprachlosigkeit und Lachanfall*

Dann, nachdem ich meinen Unterkiefer wieder vom Boden eingesammelt und mein Sprachzentrum wieder unter Kontrolle gebracht hatte:

Ich: "Wieso erfahre ich das erst jetzt? Wieso hast du denn nichts gesagt?"
S.: "Du hast nicht gefragt!"

Und wie königlich der sich dabei amüsiert hat, der Schuft! Mein Gesichtsausdruck muss nach dieser Offenbarung aber auch ein Bild für Götter gewesen sein... Ich konnte mich auch für den Rest des Abends nicht wirklich beruhigen, musste ständig an diese Situation denken und war die ganze Zeit nur noch am Kopfschütteln und Grinsen ^^ 

Gut, dass wir das jetzt geklärt haben :-D

08.07.2012 um 22:45 Uhr

Zwei Worte:

GEIL WAR'S!

 

So, jetzt fall ich aber gleich ins Bett.

Und ich hab meinen mp3-Player im Zug liegen lassen!!! *jammer*

05.07.2012 um 22:22 Uhr

Zweite Chance

...für spontane Aktivitäten genutzt! Na gut, okay, so ganz spontan wars nicht. Ich hatte ein paar Tage Vorlaufzeit :-D

Am WE geht's nach Montreux zum Jazz Festival! Ich freu mich!

04.07.2012 um 22:33 Uhr

Trouble in paradise

Am Montag war irgendwas merkwürdig im Tanzkreis. Als ob irgendetwas zwischen uns gestanden ist, zwischen dem Göttergleichen und mir. Ich dachte erst, es läge an mir, weil ich an dem Abend so unfassbar müde war. Aber auch er war irgendwie komisch drauf. Ich frage mich, ob das jetzt etwas damit zu tun hatte, dass ich ihm letztens gesagt habe, wie wichtig er mir ist und was er in meinem Leben alles verändert hat. Ich glaube, das war ihm peinlich. Vielleicht hatte er ja "Angst", da käme jetzt noch "mehr"?

Gegen später wurde es wieder besser und war dann eigentlich wie immer.

Und in dem Zusammenhang ist mir dann aufgefallen, wie vergleichsweise wenig es mir bei ihm ausmacht, wenn mal irgendwas nicht rund läuft. Bei jedem anderen hätte ich in der gleichen Situation sicherlich schon längst das übliche Panikprogramm abgespielt: "Oh Gott, du hast irgendwas Dummes gesagt/gemacht, jetzt findet der dich total ätzend, ach das tat er ja schon vorher, oh Gott, oh Gott, OH GOTT, Verlustängste, hilfe!!!"  Und bei ihm... da nehme ich es eben hin. Es ist vielleicht sogar ganz gut, dass nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen ist; sonst würd ich vermutlich doch nur wieder anfangen, den Haken zu suchen, weil es einfach nicht sein kann, dass plötzlich alles einwandfrei läuft. Aber so wie es jetzt ist... ist es das, was ich gerne als "normal perfekt" bezeichne. Es ist, objektiv betrachtet, nichts Besonderes. Ganz normal eben. Aber gerade dadurch wird es für mich zu etwas sehr Besonderem und Kostbarem.

Vielleicht lag es ja auch einfach nur am Wetter.

30.06.2012 um 22:24 Uhr

Nix spontan

Also was Spontaneität angeht, sollte ich wohl auch noch an mir arbeiten. Da bin ich eindeutig noch zu.... unsicher? Verkrampft? Grüblerisch? Ängstlich? Was auch immer.

Am späten Nachmittag eine Mail vom Bulgaren bekommen (ja, den gibt's auch noch!): da wäre noch bis morgen ein Musikfestival in der Nähe von Zürich mit einigen Künstlern, die mir sicher auch gefallen würden. Ob ich nicht Lust hätte, spontan zu kommen? Tja.... Lust hätte Mademoiselle so rein prinzipiell schon gehabt.... aaaaaabeeeeer! Ja, geht nicht so schnell, bla, und Montag früh wieder zur Arbeit, bla... lange Rede, kurzer Sinn: ich hab abgesagt.

Und dann sitze ich kurze Zeit später hier und lese ein Buch über Ex-Rapper, der halbspontan seine Wohnung gekündigt und sich eine BahnCard 100 gekauft hat, damit durchs Land tingelt, von Auftritt zu Auftritt, ohne die Gewissheit, wo er heute eigentlich pennt und ob er sich morgen noch ein Mittagessen leisten kann. Aber irgendwie geht es immer.
Und dann stelle ich in Gedanken mich daneben.

Aaaaaaabeeeeer!
Dann kommt immer dieses verdammte aaaaabeeeer! Was aber? Eigentlich gibts doch gar kein aber! Ich hätte doch einfach schnell ein paar Sachen in ne Tasche schmeißen können und ab zum Bahnhof. Zugticket wär dank gestern erhaltenem Urlaubsgeld auch drin gewesen. Nur die Übernachtungsmöglichkeit hätte man noch abklären müssen. Aber wenn S. schon einlädt, kann man ja eigentlich davon ausgehen, dass da auch ein Sofa inklusive ist... 

Hinterher kann man sich immer gut ärgern....

Na gut. Gelegenheit verpasst, Schwamm drüber. Nächstes Mal halt versuchen, besser zu machen.