arinnas mikrokosmos

02.12.2009 um 17:15 Uhr

arinnas schaugarten

von: arinna   Kategorie: makro

wer mag meinen schaugarten bewerten?

ich freue mich über jedes sternchen.

arinnas schaugarten

(man kann jeden tag bewerten.)

 

12.10.2009 um 20:05 Uhr

positiv

von: arinna   Kategorie: makro   Stichwörter: diabetes, caspar, katze, insulin, blutzucker, messen

Musik: stille

und dabei hab ich doch sogar was positives zu berichten:

mein kleiner tiger, mein caspar, der hatte doch diabetes, was mich sehr beschäftigt und uns beide ziemlich gestresst hat... im august waren wir nochmal bei der tierärztin, die uns sagte, der langzeitzuckerwert sei immer noch sehr schlecht und ich solle mehr insulin spritzen. gut, dass ich den zuckerwert so oft es ging selbst gemessen habe... ich hatte mir auch inzwischen ein homöopathisches mittel herausgesucht und kurz vorher begonnen, es ihm zu geben, und am selben abend noch habe ich aufgrund des niedrigen wertes nicht mehr insulin, sondern nur die hälfte gespritzt. und ab dem nächsten morgen habe ich gar nicht mehr gespritzt. seitdem messe ich nur noch alle zwei tage und seine werte sind gut. dieser zustand hält bis heute an. caspar bekommt allerdings kein trockenfutter mehr und kein futter mit zucker- oder getreidegehalt. ich rechne nach einer formel den kohlenhydrat-anteil in der trockenmasse aus und ich weiß nun nicht, ob sich sein diabetes über das futter und die chromgaben reguliert hat- oder ob seine bauchspeicheldrüse sich vielleicht komplett regeneriert hat... es ist jedenfalls fantastisch und wie ein wunder. caspar geht es wieder wie früher und ich bin frei und könnte sogar wieder verreisen, ich dachte, das wäre nie wieder möglich, da keiner sich traute, ihn zu spritzen und auch noch sechsmal täglich den blutzucker zu messen. es ist einfach nur gut, gut, gut für uns beide. caspar hat auch wieder vertrauen und schläft nachts wieder unter meiner bettdecke, was kuschelig und warm und einfach nur schön ist. neulich sah ich zu, wie caspar einen zaunkönig aus der luft fing. seit jahren hatte er keinen vogel mehr erwischt. er war zu müde und zu schwach. den zaunkönig konnte ich leider nicht retten. geschimpft hab ich und geweint habe ich auch um das kleine zarte kerlchen, und doch war in mir das sichere gefühl, dass caspar wieder fit ist und er wieder interesse an seiner umwelt hat. wie gesagt. das ist doch positiv, oder?

07.10.2009 um 00:29 Uhr

wo ich abgeblieben bin...

von: arinna   Kategorie: makro

Musik: stille

hm. wollte erst wieder schreiben, wenn ich was positives zu berichten hab. da kam aber leider nichts bei rum- war nicht so toll, die letzte zeit. ich bin so unendlich müde und ich konnte und wollte mich auch nicht mehr erklären. alles schlief ein, alle aktivität, alle kommunikation. ich sah irgendwann eine tomate in meiner spüle keimen, konnte lang nichts tun, als ihr einfach nur beim wachsen zuschauen. die hab ich nun behutsam eingepflanzt. obwohl es schon herbst wird. was soll's. dann hab ich seit urzeiten mal wieder abgewaschen. es ist alles so sinnlos. danke der nachfrage, grenzgängerin, manchmal denk ich, es ist so egal, ob man fehlt.

05.09.2009 um 10:58 Uhr

krume

von: arinna   Kategorie: mikro

Musik: stille

was geschieht mit mir. manchmal liebe ich die menschen so innig, dann wieder möchte ich weit fort. und krume. krume - krume. krume. was ist das denn für ein wort. es zerkrümelt in meinem mund und ernährt mich fast.

10.08.2009 um 06:32 Uhr

für wen denn dann.

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus fünf
Musik: totenstille

ich kann nicht richtig leben. ich bin gar nicht da. habe mich nicht im griff. mir fehlen sogar mehr oder weniger die worte, es angemessen zu beschreiben. sinnlos, kraftlos. ohne wunsch zum handeln. ich verstehe das nicht, denn ich bin ja ein mensch mit möglichkeiten. es ist so jämmerlich, ein mensch mit möglichkeiten zu sein, ohne jedoch nur eine einzige davon umsetzen zu können. ich vegetiere vor mich hin. kann nicht schlafen, nicht arbeiten. nicht wachsein. nicht darüber sprechen, keine hilfe holen. ich habe keine freunde und nichts macht mehr sinn. alle schönen dinge, meine blumen, meine katze, der sommer, sind weit entfernt von mir. nichts dringt zu mir durch außer diese todesmüdigkeit. was ist das denn nur. und warum kann ich mir nicht helfen. warum gibt es keinen weg. es wechselt einfach nur ab zwischen wahnsinnsschmerz und gleichgültigkeit. ich trau mir gar nicht mehr über den weg. alle fähigkeiten schlafen ein. ich will gar nicht mehr kämpfen. wozu denn. es sind alles nur sehr, sehr anstrengende tropfen auf einen heißen stein. und wenn ich mich selbst nicht ergreifen, nicht in den griff kriegen kann: für wen denn dann. nur abscheu in mir. und ich hatte so auf den sommer gehofft. ich will nicht mehr, ich will nicht mehr.

22.07.2009 um 22:47 Uhr

kostbarstes gut

von: arinna   Kategorie: makro

Stimmung: plus zwei
Musik: stille

brief in meinem briefkasten. der inhalt bekannt. langsam, fast zärtlich den umschlag aufmachen. das kostbare gut in den händen wiegen. es auswickeln. samen! so winzig, so schwarz, so voller verheißung. ich kann es kaum fassen: in diesem punkt, diesem körnchen, der bauplan einer ganzen vollständigen blume! der schönsten blume der welt. für den moment ist sie das: einzigartig. denken an den kleinen prinzen, der schwierigkeiten mit einer blume hatte und daher seinen planeten verlassen musste. 

17.07.2009 um 23:04 Uhr

ein jahr

von: arinna   Kategorie: makro

ach ja, hätt ich es fast vergessen... dieser blog ist heute ein jahr alt. und ich bin etwas enttäuscht, hab ich doch bei vielen gelesen: ..."letztes jahr, da hatte ich noch dieses und jenes nötig", "dieses jahr geht es mir viel besser", "mensch, hast du dich entwickelt", etc... das kann man von mir ja nicht gerade behaupten. was soll's. hab immerhin ein jahr durchgehalten, wenn ich auch nicht jeden tag geschrieben habe.  

 

12.07.2009 um 22:52 Uhr

ich sein

von: arinna   Kategorie: mikro

Stimmung: minus drei

au, au. alles tut so weh. was mach ich denn bloß. ich muss doch arbeiten. ich bin so müde, so müde. aber schlafen hilft nicht. ich muss umkehren, irgendwie- aber wohin bin ich denn unterwegs. wohin soll ich denn zurück. und wie erklärt man das. wer glaubt einem denn schon. mein kopf tut so weh, mein körper, die muskeln, die glieder. mein hals wie zugeschnürt. was soll ich nur tun. ich möchte so gern ich sein. 

11.07.2009 um 21:53 Uhr

wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch helfen.

von: arinna   Kategorie: makro

Musik: stille

ich möchte so gerne helfen. wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch helfen. aber ich kann nicht. ich bin so müde. so müde. es gibt nur funktionieren oder schlafen. wenn jemand mich braucht, funktioniere ich, wenn nicht, kommt ein beinahe unbezwingbares schlafbedürfnis. mein körper passt irgendwie nicht zu mir. missbrauche ich meinen körper. oder missbraucht er mich? was soll mir das alles. ich verstehe noch immer nicht.

 

07.07.2009 um 23:44 Uhr

das tier

von: arinna   Kategorie: mikro

Musik: mj - stranger in moscow

da kam es heut heraus, das tier. es war irgendwo eingesperrt, mit mühe und not. es besteht aus bildern, gefühlen, ängsten, anderen unterdrückten, verdrängten  dingen. das arme tier. es war sehr wütend. sehr groß und kraftvoll. es kam heraus, als ich einen moment unbedacht war. einen moment die leinen lockerte und mich in sicherheit wähnte. vor ihm. aber es sprang heraus mit riesenkraft und wütete in mir und tat mir weh.

und ich konnte es nicht niederdrücken, nicht bezwingen. es nicht wieder in seine fesseln locken. und es schüttelte mich und machte mich verzweifelt weinen. jetzt liegt es erschöpft im käfig. wieder. und ich daneben. auch gut.