arinnas schaugarten
wer mag meinen schaugarten bewerten?
ich freue mich über jedes sternchen.
(man kann jeden tag bewerten.)
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Musik: stille
und dabei hab ich doch sogar was positives zu berichten:
mein kleiner tiger, mein caspar, der hatte doch diabetes, was mich sehr beschäftigt und uns beide ziemlich gestresst hat... im august waren wir nochmal bei der tierärztin, die uns sagte, der langzeitzuckerwert sei immer noch sehr schlecht und ich solle mehr insulin spritzen. gut, dass ich den zuckerwert so oft es ging selbst gemessen habe... ich hatte mir auch inzwischen ein homöopathisches mittel herausgesucht und kurz vorher begonnen, es ihm zu geben, und am selben abend noch habe ich aufgrund des niedrigen wertes nicht mehr insulin, sondern nur die hälfte gespritzt. und ab dem nächsten morgen habe ich gar nicht mehr gespritzt. seitdem messe ich nur noch alle zwei tage und seine werte sind gut. dieser zustand hält bis heute an. caspar bekommt allerdings kein trockenfutter mehr und kein futter mit zucker- oder getreidegehalt. ich rechne nach einer formel den kohlenhydrat-anteil in der trockenmasse aus und ich weiß nun nicht, ob sich sein diabetes über das futter und die chromgaben reguliert hat- oder ob seine bauchspeicheldrüse sich vielleicht komplett regeneriert hat... es ist jedenfalls fantastisch und wie ein wunder. caspar geht es wieder wie früher und ich bin frei und könnte sogar wieder verreisen, ich dachte, das wäre nie wieder möglich, da keiner sich traute, ihn zu spritzen und auch noch sechsmal täglich den blutzucker zu messen. es ist einfach nur gut, gut, gut für uns beide. caspar hat auch wieder vertrauen und schläft nachts wieder unter meiner bettdecke, was kuschelig und warm und einfach nur schön ist. neulich sah ich zu, wie caspar einen zaunkönig aus der luft fing. seit jahren hatte er keinen vogel mehr erwischt. er war zu müde und zu schwach. den zaunkönig konnte ich leider nicht retten. geschimpft hab ich und geweint habe ich auch um das kleine zarte kerlchen, und doch war in mir das sichere gefühl, dass caspar wieder fit ist und er wieder interesse an seiner umwelt hat. wie gesagt. das ist doch positiv, oder?
Musik: stille
hm. wollte erst wieder schreiben, wenn ich was positives zu berichten hab. da kam aber leider nichts bei rum- war nicht so toll, die letzte zeit. ich bin so unendlich müde und ich konnte und wollte mich auch nicht mehr erklären. alles schlief ein, alle aktivität, alle kommunikation. ich sah irgendwann eine tomate in meiner spüle keimen, konnte lang nichts tun, als ihr einfach nur beim wachsen zuschauen. die hab ich nun behutsam eingepflanzt. obwohl es schon herbst wird. was soll's. dann hab ich seit urzeiten mal wieder abgewaschen. es ist alles so sinnlos. danke der nachfrage, grenzgängerin, manchmal denk ich, es ist so egal, ob man fehlt.
Musik: stille
was geschieht mit mir. manchmal liebe ich die menschen so innig, dann wieder möchte ich weit fort. und krume. krume - krume. krume. was ist das denn für ein wort. es zerkrümelt in meinem mund und ernährt mich fast.
Stimmung: minus fünf
Musik: totenstille
Stimmung: plus zwei
Musik: stille
ach ja, hätt ich es fast vergessen... dieser blog ist heute ein jahr alt. und ich bin etwas enttäuscht, hab ich doch bei vielen gelesen: ..."letztes jahr, da hatte ich noch dieses und jenes nötig", "dieses jahr geht es mir viel besser", "mensch, hast du dich entwickelt", etc... das kann man von mir ja nicht gerade behaupten. was soll's. hab immerhin ein jahr durchgehalten, wenn ich auch nicht jeden tag geschrieben habe. Â
Stimmung: minus drei
Musik: stille
ich möchte so gerne helfen. wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch helfen. aber ich kann nicht. ich bin so müde. so müde. es gibt nur funktionieren oder schlafen. wenn jemand mich braucht, funktioniere ich, wenn nicht, kommt ein beinahe unbezwingbares schlafbedürfnis. mein körper passt irgendwie nicht zu mir. missbrauche ich meinen körper. oder missbraucht er mich? was soll mir das alles. ich verstehe noch immer nicht.
Musik: mj - stranger in moscow
da kam es heut heraus, das tier. es war irgendwo eingesperrt, mit mühe und not. es besteht aus bildern, gefühlen, ängsten, anderen unterdrückten, verdrängten dingen. das arme tier. es war sehr wütend. sehr groß und kraftvoll. es kam heraus, als ich einen moment unbedacht war. einen moment die leinen lockerte und mich in sicherheit wähnte. vor ihm. aber es sprang heraus mit riesenkraft und wütete in mir und tat mir weh.
und ich konnte es nicht niederdrücken, nicht bezwingen. es nicht wieder in seine fesseln locken. und es schüttelte mich und machte mich verzweifelt weinen. jetzt liegt es erschöpft im käfig. wieder. und ich daneben. auch gut.